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  • #1

Was soll ich tun? ich bin ratlos und verzweifelt, ich verliere die Frau die ich liebe.

Meine Frau (49) wünscht sich ein 3. Kind, weil sie keinen Lebenssinn mehr sieht , wenn die erwachsenen Söhne aus dem Haus sind. Wir arbeiten beide, uns geht es finanziell sehr gut. Der Arzt bei der Kinderwunschsprechstunde sagt nein, Aussichten 2% und Hochrisikoschwangerschaft. Ich bin mit Ihr bis zur Kinderwunschsprechstunde aus Liebe und Angst vor Trennung mitgegangen. Jetzt sagt der Arzt ganz klar nein. Ich kann nicht mehr weiter mit ihr den Weg gehen. Ich (52 Jahre) liebe meine Frau noch immer- auch nach 27 Jahren Ehe. Sie will mit mir seit diesem Arztbesuch nichts mehr zu tun haben, weil ich sie nicht mehr unterstütze. Wir stehen vor dem aus...., sie lässt sich auch von keinem Therapeuten helfen.
 
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  • #2
Käme Adoption oder Patenschaft in Frage (das das Kind zu Euch und Ihr zum Kind passt
vorausgesetzt)
 
  • #3
Midlifecrisis auf Frauenseite?
Hast Du mal versucht herauszufinden, was tatsächlich hinter der Angst vorm Verlust des "vermeintlichen Lebenssinn" steckt?

Was macht sie denn wenn das 3. Kind dann auch raus ist?

Mal ganz dumm gefragt, wie wäre es mit nem Hund? Son richtig süßer Welpe? ;)
 
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  • #4
Entschuldige, aber deine Frau hat wohl einen veritablen Knall, gepaart mit sehr viel Egoismus.
Sie hat offenbar einen liebenden Mann, zwei erwachsene Söhne, eine Arbeit und sicher auch viel mehr. Sie sollte froh sein, dass die Kinder jetzt für sich selber sorgen können und sie mehr Zeit für sich, dich und andere "Dinge" hat. Sie ist egoistisch dir gegenüber und auch einem eventuellen Kind gegenüber. Ich habe mein 3. Kind mit 39 Jahren bekommen; die Tochter ist jetzt 17 (bald 18), und es ist auch nicht immer ein angenehmes Zuckerschlecken mit so einer pubertierenden Tochter. Zudem wollen Kinder auch keine allzu alten Eltern! Dass sie dich so schlecht behandelt - wohl als Erpressung - zeugt auch nicht gerade von einer reifen und guten Persönlichkeit. Die Ärzte raten euch ja eindeutig ab; also was soll ihre Dickköpfigkeit ?!
Ich würde hier ganz klare Grenzen setzen und wenn nötig selber die Ehe beenden. So geht man nicht mit anderen Menschen um.
Viel Glück !!!
 
  • #5
Oh man, das tut mir leid, dass Du in so einer Situation steckst. Liegt es ausschließlich an diesem einen Problem, dass sie denkt, dass Du sie nicht mehr unterstützt? Wenn ja, hast Du ihr deutlich gemacht (oder kannst es noch tun), dass Du immer für sie da bist, nur eben in dieser Sacher eine andere Meinung vertrittst?

Ein Therapeut wäre wirklich von Nöten, wenn sie da weiterhin bei ihrer Linie bleibt, wäre, so bitter wie es ist, eine Trennung besser. Sie wird Dich mit ihren Depressionen (so nenne ich das mal) mit runterziehen.

btw: 27 Jahre Ehe und noch verliebt... Respekt!

m,30
 
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  • #6
Wenn die Kinder aus dem Haus gehen, ändert sich die Rolle, die ich als Hausfrau und Mutter jahrzehntelang gelebt habe. Der Sinn meines Lebens, den ich ihm dadurch gegeben habe, verschwindet. Das ist schwer. Ich muß mich neu definieren. Ich merke die Zeichen des Alters. Ich finde mich nicht attraktiv. Ein Kind würde diese Krise jetzt lösen, aber nur verschieben. Hat sie einmal darüber nachgedacht, daß sie 69 ist, wenn das Kind dann endlich 20 ist? Helfen kann man als Partner da nur begrenzt, doch indem ich ihr das Gefühl gebe, daß sie als Frau, als weibliches Wesen und nicht als Mutter die wichtigste Person in meinem Leben ist, findet sie sich vielleicht in der Zeit ihrer Jugend vor den Kindern wieder und damit zu dem damals vorhandenen Selbstwertgefühl. Vielleicht würde ihr im Moment helfen, wenn sie das Kind einer berufstätigen Mutter betreut?
 
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  • #7
Das Problem ist doch daß sie ein Ziel hat und daß ihr die Widerstände egal sind. Sie teilt ihre Wahrnehmung in zwei Lager:

1. Die, die dem Ziel dienlich sind

2. Die die dem Ziel nicht dienlich sind

Du kommst nicht an sie ran und schaffst es dreimal nicht, sie dazu zu bringen, ihr Ziel umzudefinieren. Du hast das Kind zu zeugen - Punkt.

Ich würd eiskalt den Weg gehen und es versuchen mit ihr, weil sie es will, und wenn es nicht klappt (was höchst wahrscheinlich ist) dann wird sie es erleben und den Fehler einsehen, aber durch ratio und argumente ist da wohl nicht viel zu machen.

m/41
 
  • #8
Die Frau hat eine Sinn- und Lebenskrise. Schwangerschaft mit 49 ist natürlich Schwachsinn, lieber soll sie sich auf Enkel freuen, die sie irgendwann mal bekommt.
Vielleicht fehlt ihr etwas oder jemand zum bemuttern? Ein Haustier ist keine schlechte Idee, auch ehrenamtliche Tätigkeit mit Kindern oder ein Patenkind oder Pflegekind?

In der hiesigen Kinderklinik gibt es im Wartebereich ein Spielzimmer, um für die Kleinen die Warterei erträglich zu gestalten. Dort traf ich eine bemerkenswerte Frau, die sich ehrenamtlich engagierte, um dort mit den Kleinen zu spielen und ihnen vorzulesen.

Bei World Vision oder anderen Patenschaftsorganisationen kann man ab einem Monatsbeitrag von ca. 30 Euro ein Patenkind aus einem ärmeren Land unterstützen. Damit wird Gesundheitsfürsorge und Schulgeld finanziert.

Viele junge Familien suchen händeringend jemanden, der ihnen familär unter die Arme greift - insbesondere wenn eine Oma oder ein Opa nicht greifbar ist.

Schlage ihr so etwas vor - vielleicht braucht Deine Frau einfach nur eine neue Aufgabe.
 
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  • #9
Ich gehe davon aus, dass Deine Frau sich nicht immer so irrational und verbohrt verhalten hat und vermute deshalb, dass sie in einer tiefen Krise steckt.

Wenn Du die Beziehung unbedingt retten willst, musst Du ihr wohl Unterstützung für ihren Wunsch signalisieren. Vielleicht kommt sie zur Besinnung, wenn sie, wie sehr wahrscheinlich ist, in einem Jahr immer noch nicht schwanger ist.

Ansonsten könntest Du abwarten und hoffen, dass ihr bald klar wird, was sie an Dir hat. Und dass ein neuer, zeugungswilliger Partner nicht hinter der nächsten Ecke wartet....

Aber das ist ein Risiko... Eine schlimme Situation, in der Du steckst!!!!
 
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Gast

  • #10
Schlimme Situation. Sie sollte wirklich zum Therapeuten. mit 49 nochmals schwanger werden wollen ist doch krank, das ist nicht normal, zu dem ihr bereits 2 kinder habt. sie hat ne krise und ist dabei extrem egoistisch und egozentrisch, unglaublich. ich würde wie #6 auf gar keinen fall auf eine schwangerschaft hinarbeiten, bloß nicht. du musst ihr klar machen, dass du es nicht willst, selbst auf die gefahr hin, dass sie sich trennt von dir - und ehrlich, was ist das für ne beziehung, wenn sie sich wegen sowas trennen würde? Dann stimmt doch sowieso was nicht! Ihr solltet vielleicht ne paartherapie machen.
 
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Gast

  • #11
Der Arzt bei der Kinderwunschsprechstunde hat "nein" gesagt - was erwartet deine Frau denn jetzt von dir? Was sollst du denn noch tun jetzt?

Das hört sich wirklich psychisch schon krank an, wie deine Frau reagiert! Wenn sie noch kein Kind hätte, aber sie hat zwei erwachsene, gesunde Kinder! Irgendwann werden doch auch Enkel kommen.
Schwer zu sagen, welches Problem deine Frau wirklich hat. Das könnte nur ein Psychologe herausbekommen. Wenn sie selbst zu keiner psychologischen Beratung gehen will, kannst du aber trotzdem alleine mal eine Beratung bei einer Ehe- und Familienberatungsstelle oder bei ProFamilia wahrnehmen und dort das Problem schildern. Die können dir vielleicht eher helfen, als wir hier.

w42
 
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  • #12
Hallo, erst mal mein Beileid, Du bist wirklich in einer blöden Siruation. So wie ich aus deiner Fragestellung rauslese, möchtest Du kein Kind mehr, was ich mir in deinem Alter sehr gut vorstellen kann. Immerhin ist es dir hoch anzurechnen, dass Du aus Liebe zu deiner Frau bei diesem Arzttermin dabei warst, obwohl Du von der Idee nicht überzeugt bist.

Wenn deine Frau ein bisschen nachdenken würde, käme sie selber auf die Idee, dass ihr Wunsch ziemlich abwegig ist. Wenn ihr gesagt wird, dass es nur eine 2%-Chance gibt und die Schwangerschaft mit hohem Risiko behaftet ist, dann ist aus Vernunfsgründen davon schon abzusehen. Das Umfeld stimmt ja auch nicht für ein Kind, da Du offensichtlich nicht mehr Vater werden möchtest.

Wenn Sie dennoch darauf besteht, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, was ich dir raten könnte. Die einzige Chance besteht vielleicht darin, dich mit deiner Frau zusammen zu setzen und die ganze Sache durchzusprechen. Dabei musst Du deinen Standpunkt klar machen, warum Du das nicht möchtest. Ob das Erfolg haben wird, steht in den Sternen. Mehr kannst Du aber nicht tun.
 
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  • #13
Hallo FS,
Hochrisikoschwangerschaft ist eine Schwangerschaft bei einer normal gesunden Frau mit 49 nicht. Auch ältere Frauen - siehe Gina Nannini, siehe die Mutter von Connor und noch einige andere haben mit Ü50 noch gesunde Kinder bekommen. Diese Frauen sind aber allesamt Powerpakete.

Ich habe bei Deiner Schilderung das Gefühl, dass es nicht um den Kinderwunsch geht, der so plötzlich aus heiterem Himmel mit dem Auszug der Söhne kommt, sondern dass dieser Kinderwunsch für einen Wunsch steht, der sowohl Deiner F wie Dir noch unklar ist.

Vielleicht gibt es in der Begründung einen Hinweis - deine F sucht einen Sinn im Leben. Also sagt sie - indirekt - eine gute Ehe, ein gutes Einkommen mit den damit verbundenen Möglichkeiten - und die hat nicht jede, auch nicht in Deutschland - zwei gesunde Kinder, die im Leben angekommen sind und nicht in Drogen abgeschmiert sind - das alles reicht nicht aus.

Vielleicht sollte sie mal wirkliche Not sehen - Streunerkinder, Suchtkinder, Krebskinder ?
Vielleicht sollte sie mal denken, dass es Frauen gibt, die sich - wie der Ehemann auch - sehnlichst seit sie 30 sind ein Kind wünschen und es klappt nicht und die Adoption klappt nicht und und und

Der Sinn des Lebens - das ist eine interessantephilosophische Frage. Der Zweck des Lebens ist das Lebens. Schmunzeln über Absurdität erleichtert vieles. Vielleicht kannst Du Deiner Frau mal das Buch "Hektors Suche nach Glück" geben. Verhilft zwar nicht zu einem dritten Kind, zeigt aber die Verschiedenheit der Menschen.

Gibt es bei Euch irgendwo eine Gesprächsgruppe - W um die 50 im Aufbruch zu neuen Zielen ?
Vielleicht könnte das was bringen.
 
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  • #14
Meine Antwort ist provokant: Hast du noch sehr viel sexuelles Interesse an ihr da du ja schreibst, du wärst noch so richtig verliebt in sie.Manche Frauen versuchen wirklich alles, um einen Partner sexuell auf Abstand zu halten, sei es auch mit einem späten Kind. Ich kenne zwei solcher Fälle. Wenn´s mit dem Kind nicht klappt,wird sie dir die Schuld indirekt in die Schuhe schieben und sich auf diese Art von dir distanzieren, sie ist ja schon voll dabei.

Gehe nochmal in dich und rekapituliere, ob sie dir nicht aus dem Weg geht in den letzten Jahren, nicht, dass du da etwas falsch lagst mit der Liebe ihrerseits zu dir.Manch ein Mann ist schon mal ziemlich tolpatschig in der Hinsicht, dass er nicht die wahren Gründe zu erkennnen vermag, warum eine Frau mit ihm zusammen ist. Täte mir leid für dich.
 
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Gast

  • #15
Ich frage mich, ob diese Diskussion ganz neu ist, oder gab es diese schon Jahre vorher? warum denk sie jetzt erst an das 3. ???
 
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Gast

  • #16
Ich möchte auch vorschlagen, dass du versuchen solltest, ihr das Gefühl zu geben, dass du dich freust, sie jetzt endlich wieder "nur als Frau" sehen zu dürfen, unternehmt viel, macht was Spaß macht, lass sie ganz Frau sein...zeig ihr die schönen Seiten - ohne Kinder- und dann kann sie sich vielleicht wirklich um bedürftige Kinder kümmern, kranke Kinder, behinderte, Waisenkinder, es gibt doch nun wirklich massig Möglichkeiten! Falls es etwas unbewusstes hinter dem Wunsch steckt, hilft eine Familienaufstellung bei einem guten Therapeuten. Vielleicht hätte sie unterbewusst noch so gern ein Mädchen, um dem kleinen Mädchen das zu geben, was das innere Mädchen in ihr so vermisst hat...sei behutsam
 
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  • #17
ja , sie hat ein Mädchen mit einer Fehlgeburt verloren - sie wäre fast gestorben (Schwangerschaftsvergiftung nach Fruchtblasenpunktion).
Die Ärzte beendeten durch die "Einleitung der Geburt" die Schwangerschaft - sonst wäre sie verstorben.
Sie wollte auch damals auf niemanden hören.......aber ich habe damals den Ärzten gesagt, nachdem sie mir ihre medizinische Sicht erläutert hatten - "Geburt sofort einleiten".
Sie war monatelang in einem "seelischen Loch" ich fürchtete um das Leben meiner Frau.
Sie erholte sich, das erste Kind kam - nach mehrmonatigen Kilinikaufenthalt wegen "Schmierblutungen" - und sie war glücklich wie nie zur vor in ihrem Leben.
 
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Gast

  • #18
von #15 zu #16
oh dann ist alles klar - macht bitte eine Familienaufstellung, in der das verlorene Kind einen Platz bekommt. Dann seid ihr "komplett" und sie muss nicht mehr auf diesem Wege versuchen,den Verlust auszugleichen, der ist dann geheilt. Diese Arbeit ist sehr segensreich und bringt inneren Frieden. Ich hatte auch ein Kind verloren und noch nach etlichen Jahren diese Aufstellung gemacht. Danach war Frieden im Herzen (und Dankbarkeit). Wenn sie nicht mag, kannst du das auch als Vater allein tun. Informiere dich.
 
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Gast

  • #19
Geduld!!! Geduld, Geduld.
Die Krise führt zu neuen Lebensinhalten, deckt aber jetzt erst mal die Defizite auf. Es braucht Zeit, sich neu zu orientieren. Du liebst Deine Frau offenbar sehr, aber Du hilfst ihr und Dir am besten, wenn Du nicht einfach diesen - biologisch fragwürdigen - Wunsch erfüllst, sondern wenn Du mit ihr gemeinsam an der Beziehung und neuen Zielen arbeitest. Denn... willst Du denn nochmal ein Kind großziehen?

Viel Glück euch beiden.

w
 
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Gast

  • #20
Mir geht das seit ca. 3 Jahren auch so wie deiner Frau. Bin 43 unsere Kinder sind groß. Mein Mann und ich arbeiten auf eine - wohl aussichtslose - Schwangerschaft hin. Das gibt mir das Gefühl, dass er auf meiner Seite steht, dafür liebe ich ihn und es macht ja auch Spass. Wir sind seit 25 Jahren verheiratet, arbeiten beide, die 3 Kinder studieren. Nur das Gefühl nicht unversucht zu lassen, hilft mir durch diese Zeit.

Manchmal freue ich auch schon, dass es nicht "geklappt" hat und wir unsere Kreuzfahrt antreten können ohne Sorge um eine Risikoschwangerschaft.

Manchmal denke ich an den Stress, an die durchwachten Nächte, die Schulsorgen und bin froh das hinter mir zu haben.

Manchmal denke ich aber auch, dass noch so viel übrig ist vom Leben, die Kinder sind gut geraten, ich bin doch noch nicht alt. Was soll ich machen mit all der freien Zeit?
 
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Gast

  • #21
Ich kann verstehen dass deine Frau enttäuscht ist und hoffte dass du ihr den Wunsch erfüllst.
Ich würde die Beziehung nicht kaputt machen und es einfach versuchen.....
Was kommt, das kommt......

w/35
 
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Gast

  • #22
@#17:
Sehr guter Tipp!
Nachdem, was du in #16 berichtest, lieber FS, wird Familienaufstellung euch/dir sicher weiterhelfen, genau wie #17 es beschreibt.

w42
 
G

Gast

  • #23
@20
Kannst Du auch verstehen, dass der Mann enttäuscht ist und auch einen eigenen Willen hat?
 
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Gast

  • #24
Deine Frau hat sicherlich eine depressive Episode, das Empty-Nest-Syndrom.

Da helfen intellektfreie Tipps und Unverständnis auch nicht weiter. Sie braucht Dein Verständnis und Mitleid. Sie leidet ! Wie extrem Frauen unter der Trennung von ihren Kindern leiden können, können Männer und kinderlose Frauen eh nicht nachvollziehen.
Das Leid ist oft viel grösser als bei Trennungen vom Partner, da Kinder nicht wie Ehepartner zu ersetzen sind. - Das mit dem Kinderwunsch ist ein untauglicher Bewältigungsversuch. Helfe ihr alte Hobbies aufzufrischen, ein neues Hobby zu finden (Reise, Haustier o.ä.).

Ich denke Du "liebst" sie ?!?
(am besten wäre wohl ein Hund, denn ein Hund ist ihr im Sturme treu, ein Mensch (Du) nicht mal im Winde)
 
G

Gast

  • #25
@23
Ich bin mir sicher, dass sich der FS schon öfters vor den Wind seiner Frau gestellt hat, um sie zu schützen. Warum der Satz "Ich denke Du "liebst" sie ?!?" ? Was lässt Dich das Gegenteil vermuten?
 
G

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  • #26
@24
Wenn in der Ehe alles so ideal wäre, würde sie nicht derart abdrehen wegen des "Verlustes" der erwachsenen Kinder.
Liebe verbal zu beteuern hat gar nichts zu bedeuten. Ihr fehlt in ihrem Leben garantiert noch etwas anderes, dass sie derart extrem reagiert.
 
G

Gast

  • #27
@25
Natürlich kann man so abdrehen auch wenn es eine ideale Ehe ist. Sie würde doch dann nicht sagen "Ich finde mich einfach damit ab, denn ich habe eine tolle Ehe." oder wenn dem nicht so ist: "Meine Ehe ist so schlecht, deshalb möchte ich unbedingt ein weiteres Kind." Die richtige Schlussfolgerung wären doch eher Gespräche oder eine Trennung gewesen.
 
G

Gast

  • #28
Ich denke es geht hier nicht "direkt" um ein drittes Kind.In Eurer "Gemeinschaft" stimmts nicht mehr. In dieser langen Ehezeit gibt es eben auch Tiefs. Und eines ist hier voll eingetreten. Deine Frau ist nun natürlich auch nach der Selbstständigkeit/AUszug der Kinder unterfordert.
Ist es möglich Euch einen Hund anzuschaffen? Vielleicht hilft ihr das über die schwere Zeit hinweg-denn sie hat dann wieder eine Aufgabe und kann den Hund soz. "bemuttern".
w/57
 
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Gast

  • #29
Ich denke, # 15 / 16 / 17 sind hier der Schlüssel:

Sie hat (bzw. ihr habt) ein Mädchen verloren. Sie wollte diese Schwangerschaft nicht aufgeben, wollte lt. deinen Aussagen auch in dieser lebensbedrohlichen Situation auf niemanden hören. Da du, lieber FS, nach Rücksprache mit den Ärzten große Sorge um ihr Leben hattest, hast du damals die schwere Entscheidung getroffen, die Schwangerschaft zu beenden. Damit trägst du vermutlich in ihrer eigenen Wahrheit die "Verantwortung und die Schuld" für den Tod eurer Tochter.
Noch eine Frage zum Verständnis: sie war damals noch jung, warum wurde eine Fruchtblasenpunktion gemacht ? (würde zum Verständnis vielleicht auch beitragen)

Du schreibst, sie erholte sich von diesem Schock und dieser Depression, als dann euer erster Sohn geboren wurde - und sie war glücklich wie nie zur vor in ihrem Leben.
Eure Söhne haben ihr insofern geholfen, dass sie nun eine Aufgabe hatte - und der Tod eurer Tochter in den Hintergrund gerückt ist.
Die Frage, die sich mir stellt, ist jedoch, ob sie wirklich den Verlust des Mädchens mit dir richtig und vollständig betrauert hat / betrauern konnte. Vielleicht rückt das jetzt wieder in den Vordergrund, weil dies nur verdrängt wurde, aber die Trauer nicht vollständig durchlebt und abgeschlossen wurde. Natürlich kann ich hier nur mutmaßen, aber es erscheint m.E. ein plausibler Ansatz.

Lieber FS, denke mal über diesen Aspekt nach und wenn du denkst, dass da ein Stück Wahrheit dran sein könnte, dann rede mit ihr darüber. Die Idee mit der Familienaufstellung finde ich sehr gut und sie könnte euch wirklich weiterhelfen.

Ihr sollte klar sein, dass sie durch eine neue Schwangerschaft das Mädchen nicht "zurückholen" kann, sondern dass sie es loslassen muss. Soweit man das von hier aus überhaupt beurteilen kann, wäre (gerade unter dem Aspekt der von dir geschilderten Komplikationen in den früheren Schwangerschaften) eine neue Schwangerschaft vermutlich viel zu risikobehaftet. Ich teile hier nicht die Meinung einiger anderer, es einfach drauf ankommen zu lassen - so nach dem Motto, dann wird sie es mit der Zeit schon aufgeben. Ich denke, dass sie das nur wieder in Verzweiflung treiben würde.
Aber selbst wenn sie schwanger würde, wäre vermutlich die Gefahr einer Behinderung des Kindes oder eines erneuten vorzeitigen Endes der Schwangerschaft viel zu groß. Und selbst wenn alles gut geht: wie oben #5 bereits beschrieben hat: ihr wärd "sehr alte Eltern" - für ein Kind auch nicht wirklich eine tolle Randbedingung.

Also mein Fazit: Ursache suchen, bearbeiten und dann evtl. - dazu gibt es oben ja schon etliche Anregungen - neue Aufgabe suchen z.B. in der Betreuung eines Pflegekindes.

Alles Liebe und Gute für Euch !!
 
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Gast

  • #30
zu # 28
Fruchtblasenpunktion - war von ihr wohl (sie 24 ich 27) sich in Sicherheit wiegen. Die Möglichkeit das etwas schief ging war wohl damals 1:1000 - nach meiner Erinnerung.
Aber ...........

Vielen Vielen Dank
Du und ihr alle habt mir wenigstens sehr geholfen - ich fürchte............. es wird kein gutes Ende geben........ sie lässt sich zu nichts ....... bewegen.

Danke