W

wahlmünchner

  • #1

Was soll eigentlich die Singlelüge?

Was mir in meinem Umfeld direkt immer wieder auffällt, sind die "Langzeitsingles" die tatsächlich permanent auf der Suche sind und dabei irgendwelche Zeiten angeben, in denen sie angeblich schon Singles sind..In der Realität haben sie alle paar Monate mit irgendjemanden was am Laufen und eigentlich sind sie immer nur am Verarbeiten der letzten Geschichte.
Meiner Meinung nach finden sich deshalb auch so wenig echte Paare, denn oft ist eigentlich einer der beiden "Singles" gerade noch seelisch oder körperlich einer anderen Person nahe gewesen..
Wie seht ihr das denn? Parallel-dating, Sex with benefits, One-night-stands..sind das nicht alles Methoden um die eigenen Hormone zu beschäftigen und sich selbst alle Wege zu verbauen wirklich Begeisterung und Geduld für einen neuen Kontakt aufzubringen?
 
  • #2
Ich finde, du vermengst das etwas vorschnell. Du implizierst, dass man mehr Begeisterung und Geduld hätte, wenn man in der Zwischenzeit weniger Personen gedatet hätte bzw. länger "komplett allein" gewesen wäre.
Wer garantiert dir aber, dass der oder die Erstbeste nach dem Ende der letzten Beziehung gleich der passende neue Partner sein wird?
Ich finde, eine gewisse Anzahl an misslungenen Dates und manchmal leider auch gescheiterten Anbandelungen ist oftmals gefühlt nötig, um wieder einen qualitativ passenden neuen Partner zu finden.
Ich hatte nie das Glück, dass der Nächstbeste gleich die nächste große Liebe mit fester Beziehung gewesen ist. Nicht, dass ich mit jedem gleich geschlafen habe, aber es ist schon mal vorgekommen, dass ich 4-5 Dates und Zeit "investiert" habe, und es dann dennoch nicht geklappt hat. Dennoch sah ich mich auch in dieser Zeit als Single.
 
  • #3
Die Menschen machen unterbewusst das was sie wollen. Parallel-Dating und Freundschaft Plus können doch auch zufriedenstellend sein. Anscheinend weil die Langzeitsingles auch nicht wirklich daran etwas ändern.

Nur weil es nicht ihren Wünschen entspricht, muß es nicht pathologisch sein.

Jedem das seine. Solange sich die Kurzzeitdater gegenseitig das geben was sie brauchen, ist doch alles in bester Ordnung.
 
  • #4
Ich finde deine Frage merkwürdig und es klang schon in einem deiner Postings an, dass viele angebliche Singles ja keine seien...

Ich für mich kann dazu nur sagen, dass kein Privatdetektiv der Welt und keine Bundes- oder Landesbehörde mehr als zwei Intimpartner seit der Trennung von meinem Mann vor vielen, vielen Jahren finden wird.

Sollten andere behaupten, mich "näher zu kennen" sind sie gekauft von Leuten, die versuchen, sich gegen Strafanzeigen zu wehren.

Wie man so lange Single sein kann?

Ganz einfach: Wenn eine Erfahrung, die man gemacht hat, nur übel genug war und die Konsequenzen das GESAMTE eigene Leben und (fast noch schlimmer) das der Familie betreffen, vergeht einem die Lust auf Sex.

Man ist ausreichend damit beschäftigt, bloß nicht zu verbittern.

Für den Aufbau einer neuen Partnerschaft bleibt kein Raum.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Ga_ui

  • #5
Wie immer, ich kann es nicht nachvollziehen, warum man sich über den Status anderer Menschen aufregt. Lass die Langzeitsingles doch einfach in Ruhe so leben, wie sie wollen.

Wer Langzeitsingle ist, ist kein Frischfleisch. Die meisten Lagnzeitsingles wollen ihre Ruhe haben und sind zufrieden mit sich ohne Beziehung. Grund = egal. Geht dich gar nix an. Nur die, die eine Beziehung wollen, quängeln.

Die Frage ist, was treibt dich überhaupt zu diesen Langzeitsingles, die scheinbar nicht so recht mit dir wollen? Das Problem muss ja irgendwie mit dir zusammenhängen. Langzeitsingles signalieren wohl die höchste Form von Freiheit. Viele finden das ansprechend und hängen sich dran. Ist aber keine vernünftige Idee.

Das ist regelrecht konservatives Denken, dass man nur glücklich als Paar sein kann. Einige Menschen sind aber schon einen Schritt weiter: Der Neuzeitmensch kann ohne Partner überleben.

Eine Partnerschaft macht heute unter Umständen gar keinen Sinn mehr und bringt sehr hohe geldliche und psychische Verluste. Männer, die ihre Freundinnen nur noch herablassend behandeln, Beziehungsdauern von lediglich 2-7 Jahre, bis man wie Müll "weggeschmissen" wird, Lug und Betrug in jeder zweiten Beziehung, Ansprüche, dass man so und so viel Geld verdienen muss und so und so aussehen muss, um überhaupt als Partner gewählt zu werden, Kinder, die als Scheidungskinder aufwachsen, und unter schlechter Erziehung aufwachsen. So nicht. Und erzähl mir nicht, dass du in einer Beziehung anders bist! Sogesehen, die Menschen müssen vielleicht erstmal wieder lernen, was es heißt, vollkommen alleine zu sein, bis sie eine Beziehung schätzen lernen.
 
  • #6
Ich will nicht mehr ohne meinen Partner sein , Single war ich lange Zeit mit meinen Kindern .... Der richtige kommt irgendwann , bei mir war es 1 Jahr nach meiner Scheidung ..... Etwas besseres für mich hätte ich mir nie träumen lassen , es ist Liebe die in fast 2 Jahren gewachsen ist und das von beiden Seiten .... Unkompliziert und mit Aussicht auf eine Zukunft zu zweit . Mein Partner war übrigens 4 Jahre Single und auf der Suche .
 
  • #7
Wie seht ihr das denn? Parallel-dating, Sex with benefits, One-night-stands..sind das nicht alles Methoden um die eigenen Hormone zu beschäftigen und sich selbst alle Wege zu verbauen wirklich Begeisterung und Geduld für einen neuen Kontakt aufzubringen?
Ich denke man sollte nicht so verallgemeinern; sicher kommt es drauf an, wo man lebt (Großstadt oder Land) und wie wichtig einem "die Hormone" sind. Aber es gibt solche und solche Menschen, die einen sind oberflächlich und nur auf das Eine aus, die andern wollen mehr,

Nur ist das Problem doch "Wann ist man single ?" Single ist man dann nicht, wenn man in einer Beziehung ist und eine Beziehung erfordert einen emotionalen Tiefgang gegenüber jemand anders. Nur: Was ist der Maßstab für "emotionalen Tiefgang" ? Objektiv oder Subjektiv ? Wenn das was über ein paar Wochen oder ein paar Monate war einem - subjektiv - nicht nahe ging war man eben in der Zeit single.

Und sicher leben wir in den Zeiten der Fleischbeschau - das Bild macht es aus und überhaupt schaut jeder nach jemandem anders der besser zu einem paßt und man rechnet damit, daß das Gegenüber ebenso handelt oder einen ohne besonderen Grund verläßt; das führt zu einer emotionalen Mauer um einen selbst mit der man sich schützt - und diese führt dazu daß die Leut sich weniger - man bedenke den subjektiven Maßstab - verlieben.

Vor diesem Hintegrund ist es auch immer eine Frage "wie kommt man beim Gegenüber an" ? Wenn man ehrlich ist und sagt "ich hab 5 Jahre keine Frau mehr angefaßt" dann sagt frau heutzutage doch "was ist denn das für einer ?"
 
  • #8
Ich glaube, die Leute die du meinst, sind diejenigen, welche mit Hochdruck einen Partner suchen, weil sie meinen, alleine nicht klar zu kommen.
Stürzen sich mit Begeisterung in das nächste Chaos, nur um fest zu stellen, DAS ist es auch nicht.
Vielleicht wissen sie auch eigentlich gar nicht, was sie für einen Partner wollen, weil sie selbst nicht wissen, WAS sie selbst brauchen und kennen ihre eigenen Bedürfnisse nicht wirklich.
Eigentlich armselig.
Für sie sind kurzzeitige "Beziehungen" nichts und sehen sich daher als ewiger Single.
Dabei lügen sie sich in erster Linie selbst was vor.
 
N

nachdenkliche

  • #9
Genauso wie Zwerg Nr. 7 sehe ich das auch. Kann Deine Frage schon verstehen @wahlmünchner ...Diese Leute aus Deinem Umkreis sehen diese Beziehungsversuche nicht als solche. Und auch ich habe das Gefühl, dass sie sich ohne Partner nicht vollständig fühlen, was ich nicht nachvollziehen kann.
In meinem Umkreis, also mehr Familie, leben viele zufriedene Singles.
Meine Arbeitskolleginnen sind alle verpartnert und sagen sogar wörtlich etwa: Ich kann nicht alleine sein!
Finde ich sehr traurig! Sie empfinden mich (ich bin seit 1,5 Jahren Single) als Exotin und fragen mich, ob ich nicht langsam wieder einen Partner möchte..immer so alleine sein ist doch nichts...Traurig! Ich fühle mich durchaus wohl!
 
  • #10
Also eines kann man sicher sagen, dass Singles jede Menge Sex haben und das bei denen jede Menge nebenher läuft, ist ein Mythos. Viele haben gar nicht die Zeit für sowas, wollen ihr Leben erstmal organisieren. Und viele schaffen das gar nicht, können nicht den Schalter umlegen und sagen, so, diese Woche hätte ich gerne Freundschaft plus und dann passiert es. Gerade die Eltern-Generation denkt das gerne (da war das Anbandeln wesentlich leichter), dass ihre Single-Kinder gar keine Lust auf Beziehungen haben. Wenn die mehrere Jahre Singles sind, ist die Vorstellung er/sie will eben nicht. Die Innenwelt der Singles sieht da schon anders aus.
 
  • #11
[...]
Meiner Meinung nach finden sich deshalb auch so wenig echte Paare, denn oft ist eigentlich einer der beiden "Singles" gerade noch seelisch oder körperlich einer anderen Person nahe gewesen..
[...].sind das nicht alles Methoden um die eigenen Hormone zu beschäftigen und sich selbst alle Wege zu verbauen wirklich Begeisterung und Geduld für einen neuen Kontakt aufzubringen?
Hi Wahlmünchner,
ich musste das einige Male durchlesen, bis ich verstanden habe, was du offenbar sagen willst:
"Wenn die Leute tatsächlich eine längere Sexpause machen würden, würden sie sich leichter für einen neuen Kandidaten begeistern können und mehr Geduld darauf aufwenden, ihn kennenzulernen".
Jo, eine ganz interessante These.
Sie hört sich zwar ein bisschen danach an, als ob du den Vergleich fürchtest und daher den letzten Kandidaten möglichst lange am Horizont verschwunden wissen willst....oder als ob du davon ausgehst, besonders viel Begeisterungsfähigkeit und Geduld beim anderen zu benötigen... aber insgesamt, ja, wahrscheinlich ist das schon so.
Ein bisschen nach dem Motto "der Hunger treibt's rein".

Was nicht "passt", ist der Vorwurf der "Lüge". "Single" ist so ein vager Begriff, dass man über ihn kaum lügen kann. Außerdem lässt sich diese "Lüge" beim ersten Gespräch klären, wie ganz viele andere Fragen, die sich zum Gegenüber stellen, und die nicht präzise aus einem Profil hervorgehen.

manchmal
 
  • #12
Ehrlich gesagt finde ich die Frage etwas schräg. Jeder lebt anders. Es gibt Leute, die können nicht alleine sein. Es gibt Leute, die können nicht dauerhaft zu zweit sein. Und ganz viel dazwischen. Der Lebensstil jedes Einzelnen ist dessen Privatsache. Wenn jemand beschliesst, sich durch die Welt zu vögeln, ist das durchaus legitim. Außerdem haben viele Menschen nicht das Glück, so schnell jemanden kennenzulernen, dass man sich vorstellen kann, mit dem dauerhaft zusammen zu sein. Das kommt häufig vor. Einige beschliessen in der Zwischenzeit, zölibatär zu leben. Andere überbrücken die Zeit mit unwichtigen Liebschaften. Weder der eine noch der andere Weg ist zu verurteilen. Das hat etwas mit dem Nähebedürfnis zu tun und wie jemand damit zurecht kommt. Für dich persönlich ist doch nur wichtig, herauszufinden welche Bedürfnisse Du hast und wie Du sie befriedigen kannst. Alles andere geht dich nichts an.
 
  • #13
Parallel-dating, Sex with benefits, One-night-stands..sind das nicht alles Methoden um die eigenen Hormone zu beschäftigen
... um dadurch eine bessere Ausstrahlung zu haben, auch für die Partnersuche.

Wer schleppt die meisten Frauen ab ? Der in Übung bleibt.

Auch bei der Partnersuche gehts anfangs nur um Sex Appeal = wie sexuell attraktiv man auf das angepeilte Geschlecht wirkt.

Parallel-Dating ist heutzutage fast unverzichtbar. Man braucht ca. 104 erste Dates, um eine/n Kandidaten für eine ernsthafte Partnerschaft via Internet zu finden. Da spart Parallel-Dating viel Zeit.

Geduld ist heutzutage kaum noch gefragt. Es zählt der erste Eindruck = die ersten 1 - 10 Sekunden. Und nach dem ersten Date erwarten Viele bereits Verliebtheit. - Sonst Absage.
 
  • #14
Was mir in meinem Umfeld direkt immer wieder auffällt, sind die "Langzeitsingles" die tatsächlich permanent auf der Suche sind und dabei irgendwelche Zeiten angeben, in denen sie angeblich schon Singles sind..In der Realität haben sie alle paar Monate mit irgendjemanden was am Laufen und eigentlich sind sie immer nur am Verarbeiten der letzten Geschichte.
Das ist doch völlig übergeneralisiert. Leider ist der Begriff auch viel zu unscharf:

- Leute, die immer wieder Abenteuer und Daterei haben, sich aber nicht festlegen wollen;

- Leute, die einfach allein bleiben wollen;

- und schließlich die völlig Chancenlosen, die über viele Jahre hinweg nicht ein Date, keinen Kuss, kein Händchenhalten und nicht einmal ein Lächeln abbekommen können (und ich kannte viele – natürlich nur männliche – Dauersingles, denen es da genauso ging wie mir, wie soll man denn, bitteschön, mit einer Frau "was am Laufen haben", das ist doch vollkommen unmöglich und unerreichbar),

werden eben alle mit demselben Begriff bezeichnet.
 
  • #15
Guten Morgen liebe FS,

wichtig ist einzig und allein, welche Vorstellung man selber von einer Zweisamkeit hat und dementsprechend zieht man die Menschen an, die ähnlich ticken. Wer nicht weiß, was und wie man es eigentlich will, oder unsicher ist, wird sich in den Begegnungen spiegeln können.
Ich erlebe viele Menschen, die sich wenig damit beschäftigen, was sie wollen, sondern sich in den vielen Optionen, die das Leben bietet, regelrecht verzetteln und ihre Nase überall ein wenig schnuppern lassen müssen.
Hinter der Bezeichnung *Single* verbirgt sich nicht unbedingt eine Lüge. Oft bezeichnen sich Menschen, die alleine leben, aktuell als Single, auch wenn sie geschieden, verwitwet o.ä. sind. Wir sprechen ja auch nur von Singles und nicht von den Geschiedenen, Verwitweten, oder Getrennten. Ich gehöre sozusagen als Verwitwete zum Singlerestmüll und bezeichne mich auch als Single.
 
  • #16
Du magst Recht haben, wenn du sagst, dass oft zumindest einer von beiden noch eine Affäre oder anderweitige Geschichte nicht ganz verarbeitet hat oder sie noch nachhallt, dass manche sogar noch eine andere Frau/einen anderen Mann treffen, von dem sie aber wissen, dass es nichts Festes werden wird.
Sicher hemmt das für eine saubere ehrliche Beziehungsanbahnung den Einen oder Anderen.
ABER: Leider weiß man ja nie, ob es ein Strohfeuer/eine Affäre wird oder ob es etwas Langfristigeres werden kann.
Sicher wissen tut man es ja leider oft erst hinterher und so passiert es im Trial an Error-Spiel der Beziehungen eben häufiger, dass man ständig auf der Suche ist, aber natürlich auch noch andere Menschen im Kopf hat.
Die Alternative, deswegen erst mal völlig abstinent zu leben bringt aber nichts, da man ja oft denkt, dass das neue Date ernsthaft werden könnte.
Ich glaube, die wenigsten gehen in ein Date und sagen sich: Das wird jetzt ne Freundschaft plus oder eine Affäre.
Viele sind insgeheim auf der Suche nach echter Liebe und einer Beziehung.
Aber wir geben der Anbahnung ja auch viel zu wenig Zeit - sobald etwas nicht passt, wird die Person aussortiert - gibt ja noch genug Auswahl aufm Handy der Single-Apps. ;-)
Eine Singlelüge ist es trotzdem nicht - kein Mann will genau wissen, was ich so vor ihm gemacht habe - jetzt bin ich da und gut! Wieso soll ich genau erläutern, was ich mit wem in der "Singlezeit" gemacht habe? Wer will das so genau wissen?
 
  • #17
Ich glaube viele hier verstehen die Frage nicht ganz, oder zumindest verstehe ich sie anders. Es geht nicht darum, ob und wann man sich selbst als Single bezeichnen darf. Das ist nur ein Begriff mit dem sich jeder bezeichnen kann der das möchte.
Die Frage ist doch viel eher, ob viele sich nicht selbst belügen und dadurch das Entstehen einer ernsthaften Beziehung verhindern.

Man ist zB noch nicht über den Ex hinweg, möchte es sich aber nicht eingestehen. Dennoch sehnt man sich nach Nähe, fängt mit jemandem etwas an, jedoch wenn es ernster wird realisiert man erst, dass man die letzte Beziehung nicht verarbeitet hat und es doch nicht mit einem Neuen funktioniert. Diese Erkenntnis wiederum verursacht ein negatives Gefühl, weil man ja mit der letzten Beziehung abschließen möchte, es aber nicht gelingt.
Dadurch befindet man sich emotional ständig in der Schwebe, man kann sich weder auf jemand Neues einlassen noch mit dem letzten Kapitel abschließen. Nach Außen bezeichnet man sich aber als "Single", was ja auch keine Straftat darstellt, sondern lediglich bedeutet, dass jemand anderes, der sich womöglich ernsthaft mit einem einlassen möchte, etwas anderes bekommt als erwartet und womöglich der gleiche Kreislauf bei ihm beginnt.
 
  • #18
Nach Außen bezeichnet man sich aber als "Single", was ja auch keine Straftat darstellt, sondern lediglich bedeutet, dass jemand anderes, der sich womöglich ernsthaft mit einem einlassen möchte, etwas anderes bekommt als erwartet und womöglich der gleiche Kreislauf bei ihm beginnt.
Wenn man einen passenden Partner findet, dann kommt man aber über den Ex/die Ex hinweg!
Wenn man sich auf etwas Neues nicht einlassen will, liegt es daran, dass das Vorherige einfach besser war und das Neue doch nicht so gut passt, wie man es gerne hätte.
Und wenn es wirklich später passen könnte, dann kann man es doch in einigen Monaten nochmal versuchen... fände ich nun persönlich legitim.
Hatte auch einen Mann kennengelernt, der noch was mit der Ex zu klären hatte und nicht wusste, ob er es langfristig beenden kann.
Wir haben uns dann später nach Monaten wiedergetroffen, er hatte es beendet, aber irgendwie passte es trotzdem nicht - deshalb glaube ich, dass es oft auch ein Vorwand ist, dass man etwas nicht beendet hätte...
 
  • #19
Wie seht ihr das denn? Parallel-dating, Sex with benefits, One-night-stands..sind das nicht alles Methoden um die eigenen Hormone zu beschäftigen und sich selbst alle Wege zu verbauen wirklich Begeisterung und Geduld für einen neuen Kontakt aufzubringen?
Ich hatte in meinem Leben recht viel Erfolg bei Frauen und es war genau andersrum als Du es hier mutmaßt, jedenfalls als Mann im jüngeren Alter. Die ganzen kurzen Geschichten und das regelmäßige Kennenlernen führen erst zu der Lockerheit und zu den Gelegenheiten die es braucht, um bei einer Frau Erfolg zu haben, die einem etwas bedeuten kann.
Hält man sich dagegen zurück, spart sich für die "richtige" auf, führt das eher zu einer inneren Blockade und zu einem Mangel an Möglichkeiten. Die "richtige" kommt dann gar nicht erst. Oder man verguckt sich irgendwann unglücklich in eine Frau und weiß nicht, wie man es anstellen soll.
 
  • #20
Jeder macht das was er will und was er für richtig hält. Wenn mancher Langzeitsingle nach dem von dir beschriebenen Prinzip leben möchte, na und? Daran muss sich bestimmt kein Außenstehender stören. Solange der Betroffene selbst mit seinem Lebensstil zurecht kommt ist alles in Ordnung. Da kann der jeden Tag einen anderen ONS haben. Verlieben kann man sich auch in den unmöglichsten Konstellationen deswegen muss man nicht zölibatär leben.
 
  • #21
Früher fand ich es auch schräg, dass Viele sich trotz bewegten Sexlebens als Single bezeichnen und gern auch über "Pech in der Liebe" klagen. Im Stillen dachte ich mir immer: "Was willst du bitte, du hast ständig Dates und Sex. Wie sollen sich Leute bezeichnen, bei denen NICHTS geht?!"

Heute habe ich auf diese Dinge eine andere Sicht. "Single-Sein" ist nicht mit Zölibat gleichzusetzen, sondern meint subjektive Ungebundenheit. Wenn jemand z.B. trotz regelmäßigem Sex den Anderen nicht als festen Partner will - oder selbst auf Abstand gehalten wird - dann ist er eben ungebunden, also Single.

Meiner Meinung nach finden sich deshalb auch so wenig echte Paare, denn oft ist eigentlich einer der beiden "Singles" gerade noch seelisch oder körperlich einer anderen Person nahe gewesen..
Das sehe ich allerdings ähnlich. Natürlich kann jeder machen, was er will - ich hab auch "Abenteuer" gehabt. Aber inzwischen hab ich auf sowas keine Lust mehr. Und es nervt mich zunehmend, dass man so wenige Menschen trifft, die mehr als ein paar Wochen wirklich allein waren. Wer gezielt auf die Suche geht, begegnet hauptsächlich frisch Getrennten. Ob sie nun aus einer Langzeitbeziehung, Affäre, Freundschaft+ oder missglückten Beziehungsanbahnung kommen - für potenzielle Partner läuft es auf Dasselbe hinaus: sie werden auf Abstand gehalten und/oder auf ungesunde Weise in die Verarbeitung von Altlasten verwickelt.

Ich kann es mittlerweile nicht mehr hören, das allgegenwärtige Gejammer über "Verletzungen". Da denk ich mir inzwischen bloß noch: Wenn du verletzt bist, leck deine Wunden, aber lass dieses Opfer-Getue und zieh v.a. nicht Andere in dein Chaos mit hinein.

Ein bisschen nach dem Motto "der Hunger treibt's rein".
Wer mit dem Dating-Gedöns mal eine Weile Pause gemacht hat, beweist damit, dass er eben keinen extremen "Hunger" leidet, sondern eine gewisse Unabhängigkeit und die Fähigkeit zum Alleinsein besitzt. Er leistet sich den Luxus, nur zu essen (= eine Beziehung einzugehen), wenn wirklich sein Appetit geweckt wird (jemand ihn rundum begeistert).

Das gilt natürlich nur für selbstgewählten Verzicht auf Dating & Co. Menschen, für die sich trotz intensiver Suche einfach keinerlei Optionen ergeben haben, leiden natürlich extremen "Hunger".
 
W

wahlmünchner

  • #22
Danke euch alle für eure Antworten.
Am besten verstanden was ich meine, haben mich Adriana Moringa und Sarafina.
Bemerkenswert ist das Männer hier fast alle offensichtlich anderer Meinung sind....ich hoffe sie lügen sich nicht selbst in die Tasche. Ist für euch Sex so bedeutungslos und so ohne seelische Nähe möglich..vor allem wenn es mehr ist als ein zwei mal?
Lass die Langzeitsingles doch einfach in Ruhe so leben, wie sie wollen.
..ja, wenn sie mich mit ihren Problemen dann auch in Ruhe lassen...ist ja nicht so das ich Leuten hinterher telefoniere, dass sie bei mir ihr Herz ausschütten.
Jedem das seine. Solange sich die Kurzzeitdater gegenseitig das geben was sie brauchen, ist doch alles in bester Ordnung.
Eben gar nichts ist in Ordnung. Momentan jammern mir ca 8 befreundete Menschen die Ohren voll, weil sie so arm sind..und niemanden finden. Alle hatten in den letzten Monaten mehr Sex als manch verheiratetes Ehepaar und sind trotzdem keineswegs zufrieden sondern zutiefst unglücklich. Natürlich behaupten sie alle sie wären bereit für den/die Richtige... je länger ich mir das anschaue, desto weniger glaube ich es.
Meiner Meinung nach können nur wenige Menschen Sex haben ohne das da seelisch was hängen bleibt ( und das sind dann oft Männer die teilweise gar nicht mehr ein Leben als realer Partner anstreben )
Der Rest ist dauerbelastet und beschäftigt mit teilweise unbefriedigten oder verletzenden Kontakten.
Es wird den Leuten ja schon eingeredet, wie normal es sei beliebig Sex und Freundschaften zu mischen. In der Realität tut das dann doch wenigen Menschen wirklich gut.
Was ich schade finde das da nicht wenigsten Tacheles geredet wird. Denn wer seelisch nicht frei ist, hinterlässt bei neuen Kontakten oft auch gleich wieder Wunden.
Solange der Betroffene selbst mit seinem Lebensstil zurecht kommt ist alles in Ordnung.
tun sie ja nicht alle.. sonst würde ich nicht darüber nachdenken.
 
  • #23
Meine persönliche Meinung zu den Singles :

Echte Singles, die ständig vom Leben ausgegrenzt werden, bedauern das einige „unechte“ Singles immer zu, die „Rosinen“ im Leben ( ab ) bekommen und es als ein Selbstverständnis betrachten, das es Normal ist „jeden“ Tag einen anderen „Partner“ kennen zu lernen. Einige dinge laufen auch Parallel bis zu einen halben Dutzend, das merkt ja keiner , man ist ja Geschäftlich eingespannt.

Es gibt viele Männer die ich kenne die echte Singles sind. Sie sind Emotional Tod, sie bekommen keine Chance im Leben, eine Frau-Partnerin abzubekommen, jedoch sie gestalten ihr Leben in einer besonderen Form, was mir persönlich zwar nicht gefällt, jedoch haben diese Männer niemanden den sie Betrügen.

Frauen ( nicht alle), mögen es, so wie es ist, es scheint, das Männer sich als Singles ausgeben können, obwohl bei „einigen“ Männern eine starke Grundlast, an einen Mann haftet, wird natürlich von Frauen in kauf genommen ( ausgeblendet ). Frauen entscheiden, nicht Männer.

Die Fremdgänger oder die warm Wechsler ( alles Singles ) sind Generell interessant, die haben Interessante Eigenschaften, ( Alpha – Männchen ) sie sind Eloquent, Witzig, die Psyche der Männer ist noch nicht Zerstört, den Männern, denen ist es egal ob Die oder Die, oder eine andere, eine wird es schon sein.... die sich einwickeln lässt, natürlich alles auf Augenhöhe. Es ist schade das das Kind nicht beim Namen genant wird, und man nicht dahinter schaut, warum ist der Mensch alleine, wie kam es dazu. Die Gesellschaft hat kein Interesse an grundsätzlichen, die Gesellschaft will Konsumieren hier und jetzt . Männer zerstören Frauen, die wiederum zerstören weitere Männer , eine Kettenreaktion.


M/
 
  • #24
Was ist dass den mit so vielen altmodischen Beiträgen?
Ich glaube nicht dass jemand der Single ist komplett auf Spaß/Sex verzichten muss, nur um den anderen zu zeigen dass er/sie `echt Single` ist.. klingt irgendwie komisch. Eine Freundschaft plus zwischen Beziehungen könnte ich mich grundsätzlich vorstellen, finde das nicht ganz so schlimm.
 
  • #25
Wer Langzeitsingle ist, ist kein Frischfleisch. Die meisten Lagnzeitsingles wollen ihre Ruhe haben und sind zufrieden mit sich ohne Beziehung. Grund = egal. Geht dich gar nix an. Nur die, die eine Beziehung wollen, quängeln.
Wir diskutieren das hier allgemein, also können wir auch darüber im Detail schreiben. Hier sind die Gründe nun nicht egal.
Die Tatsche dass diese Situation vieler Einzelner für die gesamte Gesellschaft erhebliche Konsequenzen hat, ist so eine Auswirkung, die man hier ruhig mal anbringen darf.
 
N

nachdenkliche

  • #26
Wer Langzeitsingle ist, ist kein Frischfleisch. Die meisten Lagnzeitsingles wollen ihre Ruhe haben und sind zufrieden mit sich ohne Beziehung. Grund = egal. Geht dich gar nix an. Nur die, die eine Beziehung wollen, quängeln.
Warum wirst Du hier so aggressiv? Schlechte Laune, oder was? Was spricht dagegen, mal darüber zu diskutieren?
Das Single- Dasein ist kein Charakterfehler, das haben wir hier alle verstanden. Jeder kann tun und lassen was er möchte. Das Jammern über den Richtigen, der einfach nicht kommt, aber trotzdem ständig ein Kerl da ist, ist in meinen Augen auch ein Kokettieren..darauf braucht man sich nichts einzubilden. Warum sind diese Leute dann nicht einfach ruhig und testen und testen...und lassen andere damit in Ruhe? Ich hätte da auch keine Lust mehr, die Kummertante zu spielen.
 
  • #27
Was ist dass den mit so vielen altmodischen Beiträgen?
Ich glaube nicht dass jemand der Single ist komplett auf Spaß/Sex verzichten muss, nur um den anderen zu zeigen dass er/sie `echt Single` ist.. klingt irgendwie komisch.
Man kann unfreiwillige und freiwillige Singles nicht sinnvoll unter dem Begriff "Singles" subsumieren. Rein sprachlich ist das natürlich möglich, aber es geht eine für den Zustand des Betreffenden wesentliche Information dabei verloren.

Wie dann der "freiwillige Single" definiert wird, ob er völlig zölibatär leben muss oder nur keinen festen Partner haben darf, ist dann die nächste Frage. Aber

Eine Freundschaft plus zwischen Beziehungen könnte ich mich grundsätzlich vorstellen, finde das nicht ganz so schlimm.
ist eine dermaßen luxuriösere Art des Problems, das grenzt für die Vertreter von Spezies 1 ("unfreiwillig") schon an Zynismus.
 
  • #28
Sind es nicht verschiedene Themen?

Was ist überhaupt ein Single?
Für mich jede/r, der nicht in einer festen Partnerschaft lebt.
Damit stellt sich die Frage Singlelüge nicht.

Das andere Thema - der Stellenwert eines Singles?
Wie fühle ich mich selbst als Single - bin ich zufrieden, gestalte mir mein Leben, genieße es, etc.
Gestalte mir mein Leben auch bzgl. der sexuellen Komponente, so wie es sich für mich stimmig anfühlt, enthaltsam oder ONS oder...
Will ich auf keinen Fall einen Partner, evtl. - wenn es passt, oder unbedingt.
Also welchem Drang habe ich meinen Status zu ändern.
Stehe ich dazu, oder sehe ich es als Makel.
Wenn ich es selbst als Makel sehe, ist es dann die Singlelüge, oder einfach ein Selbstwertproblem. Für mich letzteres.

Ein weiterer Aspekt, die gesellschaftliche Akzeptanz - auch vielseitig, wir hatten den Thread, als Single auf eine Hochzeit.
Singlelüge, weil Singles evtl. auch außen nicht als ganz gleichwertig behandelt wird, als makelbehaftet. Nicht vollständig, da ohne Anhang...
Manches Erleben diesbezüglich kann da durchaus persönlich treffen.

Es gibt genügend Singles, die über ihre gescheiterten Partnersuchaktionen klagen, und es gibt genügend Verpartnerte, die sich ausgiebigst über den / die PartnerIn beklagen.
Und es gibt insgesamt genügend Menschen, die immer etwas finden zum Jammern und Klagen...

Was ich mir wünschen würde, wäre mehr Leichtigkeit mit diesem Status - gerade im Bereich Freizeit, Urlaub, etc. Auch ich habe ein Problem damit. mich alleine in ein Café zu setzen. Restaurant noch schwieriger.

Und Singlereisen sind keine Reisen für Singles sondern haben den Zweck zu verpartnern, sehr kurz auf jeden Fall , evtl. auch länger. Das ist aber nur ein Etikettenschwindel, das lernt man schnell, und wechselt zu Reiseangeboten, die sich an Interessen und Hobbies orientieren.
 
  • #29
Wie dann der "freiwillige Single" definiert wird,
Ja, aber ob dieser "freiwillige Single" gerade hier in Massen auftritt, sei einmal dahin gestellt.

Wer "freiwillig" Single ist, der wird sich kaum in einem Forum tummeln. Er hat ja seine Wahl getroffen und ist damit zufrieden. Wäre es andersrum, dann war seine Wahl doch nicht so günstig.
Aus diesem Grund fehlt mir schon die Glaubwürdigkeit dieses Statements hier im Forum.

Apropos Singlelüge:
Eventuell ist ja ist ja bei dem Begriff es so gelagert, wie bei der "Presselüge“.
Mit reißerischen Meldungen findet man mehr Interesse als wenn man es sachlich und nüchtern betrachtet.
 
  • #30
Was ist überhaupt ein Single?
Für mich jede/r, der nicht in einer festen Partnerschaft lebt.
Damit stellt sich die Frage Singlelüge nicht.
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Relevant ist doch, dass jemand nicht in einer Partnerschaft und wirklich offen für eine neue Beziehung ist. Ob diejenige dann verwitwet, geschieden oder Jungfrau ist, ist formal erstmal egal. "Geschieden" hat immer noch einen Makel, "verwitwet" klingt gefährlich, weil man mit einem Partner rechnen muss, der im Geist immer noch umherschwebt, das "Fräulein" hat nicht ohne Grund ausgedient. Überall da, wo es nicht rechtlich relevant ist, kreuze ich nicht "geschieden" an.