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  • #1

Was sind sog. No-Goes beim 1.Treffen (außer d. Ex, Politik, Religion, Sternzeichen, Krankheiten)

Worüber sollte man sprechen, worüber eher nicht? Einmal liest man, dass sich zwei gefunden haben, weil sie sich beim ersten Treffen ihre ganze Lebensgeschichte erzählten, dann wieder, dass man das bloß nicht machen soll und lieber über seine letzte Urlaubsreise reden soll. Was denn nun?
 
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  • #2
Für mich ist dieses NoGo-Gerede offen gesagt purer Quatsch! Man soll doch einfach darüber sprechen, was sich gerade so ergibt.

Ich hatte mal ein sehr nettes Treffen, da haben wir über Politik und Religion geredet und es war sehr interessant. Wenn jemand mit diesen Themen nichts anfangen soll, dann hätte es doch eh nicht gepasst, oder? Wieso sich nicht einfach austauschen und reden, worüber man denkt? Als Einstieg ist sicher der letzte Urlaub ein Thema, doch wenn man tiefer gehen will, dann ist es eben auch wichtig, wie jemand über das Leben denkt.

Einziges Tabu wäre für mich beim ersten Date über Sex und Ex zu reden, das ist mir einfach zu viel. Mir geht es um den Menschen und den will ich kennenlernen und da gehören für mich eben auch Themen dazu, die mich und ihn beschäftigen.
 
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  • #3
Persönliche Schwierigkeiten bzw. Negativpunkte aus dem eigenen Lebenslauf würde ich nicht gerne hören wollen zu diesem Zeitpunkt - insbesondere, wenn man sich damit in so eine Opferrolle bringt.

Ein erstes Date dient der Beantwortung der Frage, ob es ein zweites gibt. Da möchte ich manche Dinge - die negativen - von meinem Gegenüber noch gar nicht wissen (bzw. mir würden diese Themen dann helfen, mich gegen ein Wiedersehen zu entscheiden).

Einige positive Highlights aus der Lebensgeschichte sind meiner Meinung nach völlig ok, aber: Lockerlassen. Themen ergeben sich doch unter Umständen von selbst und warum soll man jetzt, zur Urlaubszeit, denn nicht auch davon reden? Kann doch auch ein Hinweis darauf sein, ob man "kompatibel" ist.
 
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  • #4
#2 hat völlig Recht.
.
Religion, Sternzeichen, Politik ... warum soll man darüber nicht reden dürfen?
Habe ich auch noch nie gehört. Man sollte nur nicht zu verbissen sein.

Und zum 100 000. Mal. ein 1. Date sollte leicht, locker, unbekümmert, heiter sein. Es sollte Spaß machen. Es dient nicht dem Problemewälzen oder dem Aufarbeiten schwieriger Lebens- oder gar Beziehungsthemen.
 
  • #5
Ich achte auf passende Wellenlänge, stimmige Chemie, ungezwungenes Plaudern und Lachen zusammen. Mehr nicht. Er muss mir einfach sympathisch sein und der Abend wie im Fluge vergehen... das ist der Kernpunkt eines ersten Dates: Harmonie und Sympathie!

Eher unangebracht sind meistens:
- Expartner und Trennungsgründe; Beziehungshistorie
- persönliche Sorgen wie finanzielle Probleme, Depressionen oder Sorgen am Arbeitsplatz

Man sollte über Dinge sprechen, die Nähe schaffen, die Lebensfreude zeigen, die Spaß machen. Inhaltliche Fragen a la Checkliste sind eher unangebracht. Kinderwunsch und Familienplanung schrecken nun auch noch den letzten Mann beim ERSTEN Date ab. Prinzipieller Kinderwunsch sollte schon per Mail geklärt sein, genau wie andere Essentials (schon Kinder vorhanden? Raucher?)

Persönlich finde ich, daß Politik und Religion durchaus OK sind fürs erste Date, weil sie ja eben sehr viel aussagen über den einzelnen und eien Harmonie in diesen Bereichen mir sehr wichtig sind. Viele Ratgeber raten davon ab -- finde ich merkwürdig. Man muß es ja nicht übertreiben, aber wenn es sich derzeit gerade ergibt (Wahl des Bundespräsidenten, Gesundheitsreform, Wirtschaftskrise, ...), warum dann nicht?
 
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  • #6
Probleme oder über Ex zu sprechen sind schlechte Gesprächsstoffe. Denn man redet nicht über sich und die gemeinsamen Interessen sondern über die anderen. Denn ich könnte auch dem Gegenüber auch nicht sagen, ob er nun recht hätte, was seine Ex betrifft, da ich ja nur seine Meinung höre.
Deshalb ist mir egal, über was wir sprechen, einfach nicht über Probleme und Ex.

Ich lasse das Gespräch auf mich zukommen und suche nicht Themen zum sprechen....da verkrampft man sich doch nur. Beim Treffen weiss man ja nicht, was der andere anspricht und schon daraus könnte man ins Gespräch kommen.

Viel Glück
w40
 
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  • #7
No-Gos im ersten Treffen sind in späteren Treffen genauso No-Gos.

Die Inhalte sind entscheidend - nicht ob, wie oder wann man darüber redet. Wenn irgendwelche Umstände inakzeptabel sind, dann sind sie es unabhängig vom Zeitpunkt, wo sie rauskommen oder zutage treten - auch noch nach 20 Jahren Partnerschaft.
 
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  • #8
Wenn ich dieses Gerede von 'No-Gos' höre wird mir inzwischen schon übel.

Wie wär es denn, wenn man sich trifft und versucht auf den jeweils anderen einzugehen - ohne Checkliste im Kopf?

Treffe ich jemanden das erste Mal, ist es für mich ganz wichtig, etwas über die Person und auch ihre Ansichten zu diversen Themen zu wissen! Dazu gehören natürlich auch: Politik und Religion, auch gegen die Erwähnung des Sternzeichens bzw. der Gedanken.die jemand über Astrologie hat, ist gar nichts einzuwenden. Natürlich sollte über diese Themen hinaus ganz viel Persönliches dabei sein - Lebensgeschichte (zumindest in groben Zügen) halte ich für ganz wichtig, eine kleine Reflektion darüber, warum die Beziehung mit dem vorherigen Partner auseinander ging (!) - ganz wichtig, denn hier kommen Ansichten über Partnerschaft und Einstellungen zum Ausdruck und es zeigt sich oft sehr schnell, ob die letzte Beziehung schon verarbeitet wurde.

Was für mich bei einem ersten Date nicht paßt - Gespräche über den/die Ex bzw. über Sex.

Fragesteller es gibt keine Patentrezept für Gesprächsthemen beim ersten Treffen ;-) Locker bleiben und nicht schon vorher eine ganze Liste im Kopf haben.
 
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  • #9
@6
"No-Gos im ersten Treffen sind in späteren Treffen genauso No-Gos."

Nein, da stimme ich überhaupt nicht zu.
In einer Partnerschaft, die den Namen verdient, werden auch Probleme gemeinsam besprochen und gelöst, auch die Vergangenheit kann ab und zu mal ein Thema sein. Krankheiten, die auftauchen können, werden gemeinsam gemeistert - beim 1. Treffen sind sie ganz sicher kein Thema, genauso wenig wie das Thema Tod und Sterben, das später einmal natürlich besprochen werden muss (und wenn es nur in Bezug auf Lebensversicherung und Testament ist) oder, um etwas Harmloseres anzusprechen, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder Angst vor Verlust desselben und so weiter.

Es geht nicht darum, beim 1. Date Dinge zu verheimlichen, es geht mehr darum, den anderen oder die andere nicht mir allen möglichen und unmöglichen Tiefen und Untiefen des Lebens zu überfrachten; das macht ja auch niemand bei einer neu im Entstehen begriffenen Freundschaft so, oder?
 
  • #10
Ich finde auch, dass man beim ersten Date durchaus über Religion und Politik sollte reden können. Wenn einem diese Themen nicht wichtig sind, wird man logischerweise nicht darüber reden - sind sie einem aber wichtig, dann sind es Themen, die u.U. für das Funktionieren einer Beziehung sehr wichtig sein können. Mir ist v.a. die politische Haltung einer potentiellen Partnerin recht wichtig, so dass das Thema beim ersten Date durchaus relevant sein kann: hat man ähnliche Ansichten, so kommt eine Partnerschaft eher in Frage als wenn nicht. (Wobei ich sagen muss, dass ich bei den meisten Leuten, Männern wie Frauen, i.d.R. sehr schnell einschätzen kann, wie jemand politisch tickt, auch ohne über das Thema selber reden zu müssen...)
 
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  • #11
Worüber wollt ihr denn reden, wenn du all das was du aufzählst, weglässt?
Beide sollten über Themen sprechen, die sie am anderen interessieren.Ungestylt und frei.
Wie wollt ihr euch sonst kennen lernen, wenn alles zusammengekünstelt ist?
Macht euch nicht so viele Gedanken, lasst das Gespräch einfach laufen, später wollt ihr auch ihr selbst sein, warum wollt ihr euch am Anfang was vormachen?

Liebe Grüsse
 
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  • #12
Wenn Du die ganze Zeit darüber nachdenkst, was Du sagen "darfst" und was nicht, wirst Du wahrscheinlich so verklemmt rüber kommen, dass das zum NoGo wird. Und was willst Du machen, wenn Dein Gegenüber plötzlich ein "NoGo-Thema" anspricht: Kippst Du dann vom Stuhl, läufst Du weg, erklärst Du ihm, dass er eine schlechte Kinderstube hat?
Die witzigsten Gespräche kann man überigens über Religion, Politik und Horoskope führen - wenn man auf einer Wellenlänge ist. Aber so merkt man wenigstens sofort, ob es passt.
Also: Lass Dich nicht beirren, sei Du selbst, lass das Gespräch seine Bahn finden und alles wird gut.
Viel Glück!
 
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  • #13
@#8 (als #6)

Von mir aus würde ich das Thema Tod/Sterben oder Ähnliches bei einer ganz neuen Bekanntschaft nicht gerade forcieren - ähnlich wie auf einer Cocktailparty nicht. Aber wenn sich das Gespräch nun einmal in diese Richtung dreht, dann sprechen wir halt darüber. Vielleicht wäre ich dann sogar neugierig und nicht uninteressiert bei dieser Gelegenheit zu erfahren, wie viel Tiefgang meine Gesprächspartnerin (hier) tatsächlich _hat_.

Für manche mag es ja also ein großes Tabu sein, über den Tod zu reden; es ist jedenfalls aber kein Tabu _spezifisch nur für erste Treffen_. Und das gilt meiner Ansicht nach für die meisten anderen allgemeinen Tabu-Themen genauso.

In der Fragestellung ging es aber meiner Ansicht nach um NoGos speziell in Hinsicht auf eine (künftige) Partnerschaft. Und da bleibe ich dabei: Was mich beim ersten Treffen herauszufinden stören würde, würde mich auch beim hundertersten oder eintausendeinhundertersten Treffen stören.

NoGo bleibt da NoGo bleibt NoGo, und was nicht passt, passt eben nicht.

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass man in einer Partnerschaft aufkommende Probleme gemeinsam löst. Die Partnerschaft, die unter Vortäuschung bzw. Unterdrückung wichtiger Tatsachen gegründet worden ist, ist letztendlich gar nicht gültig zustande gekommen.

Wenn man es heute schon in Ordnung findet eine Partnerschaft zu stornieren, einfach weil und wenn einer keine rechte Lust mehr hat, dann gilt das erst recht für Partnerschaften, die mithilfe Täuschung und Lügen durch Verschweigen wichtiger Umstände überhaupt nur zustande gekommen sind.

Und somit gilt für die Kennenlernphase - insbesondere für das erste Treffen: Die Inhalte sind entscheidend - nicht ob, wie oder wann man darüber redet. Wenn irgendwelche Umstände inakzeptabel sind, dann sind sie es unabhängig vom Zeitpunkt, wo sie rauskommen oder zutage treten - auch noch nach 20 Jahren Partnerschaft.

Was die so genannte "Vergangenheit" angeht, ist sie genau dann vergangen, wenn sie auf die Gegenwart überhaupt keine Auswirkungen hat, was Denken, Umstände und Erinnerungen angeht; wenn sie auf die Gegenwart ausstrahlt, gehört sie zur Gegenwart. Mich interessiert dann immer die Frage, ob sich "ihr" erster Freund und Lebenspartner auch schon damit abfinden musste; und wieso jetzt _ich_ mich damit abfinden soll, anders gestellt zu werden als damals _er_.
 
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