• #1

Was läuft bei der Emanzipation der deutschen Frauen falsch?

Immer wieder muss ich in Foren oder Zeitungen Artikel lesen, in denen sich die Autoren darüber aufregen, dass die deutschen Frauen aufgrund der Emanzipation immer kaltherziger, egoistischer und anspruchsvoller werden.

Auch ich musste schmerzlich feststellen, dass bei unseren Frauen ein stark verbreitete Gefühlskälte zu beobachten ist und man sich sorgen machen muss, ob denn die Weiblichkeit am aussterben ist. Es ist schon fast lustig. Ich wurde oft in Beziehungen wie der letzte Dreck behandelt, nur kritisiert und als Versager beschimpft, weil ich keinen Karrierestudiengang gewählt hab (die Kritik kam dann natürlich von Frauen, die selbst beruflich überhaupt nichts auf die Reihe bekommen haben).
So haben mir Frauen wiederholt bekundet, dass sie ja bloß keine Kinder wollen, weil diese ja ein Hindernis für die Karriere darstellen (das sagen dann auch schnell mal einfache Rechtsanwaltsgehilfinnen), Partnern werden unglaublich Verletzende Dinge an den Kopf geworfen, Gefühle anderer werden weder berücksichtigt noch verstanden, jeder Humor in ihr ist irgendwie abgestorben und sensibel ist sie nur noch auf sich selbst bezogen. An potentielle Partner werden übermäßig hohe Anforderungen in Form von Produkteigenschaften gestellt und das dann von Frauen, die selbst in diesen Bereichen nicht viel zu bieten haben. Hinzu kommt, dass generell Weiblichkeit als etwas Schlechtes angesehen wird. Die liebevolle Mutter gilt als unterwürfig, die Frau mit erotischer Ausstrahlung als reines Sexobjekt.
Es geht aber auch anders. Ich hatte das Glück durch eine Französin zu lernen, dass Emanzipation auch ganz anders geht. Sie verdient beispielsweise weit mehr als ich in einem sehr prestigeträchtigen Beruf. Das führt jetzt dazu, dass sie sich ihr Ansehen und ihren Lebensstil selbst verdient und dafür eben keinen Mann braucht. Wo die deutsche Frau sich jetzt typischerweise einen Mann suchen würde, der noch mehr verdient oder lieber alleine bleibt, hat Mann bei der Französin nun die Rolle als PARTNER und es zählt, was man ihr emotional geben kann und nicht, ob man zu ihren wahrgenommenen Image passt. Sie erfüllt sich ihre Wünsche selbst und übernimmt aktiv Verantwortung in der Beziehung, dass diese funktioniert. Der richtige Knaller ist nun aber, dass französische Frauen gerne Frauen sind.
Weiblichkeit wird nicht als etwas Schädliches angesehen, das abgeschafft werden muss, sondern als etwas Positives, das einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft braucht.
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich kann nur so viel sagen, Emanzipation hört bei Frauen spätestens dann auf, wenn es darum geht wer den ersten Schritt macht beim kennenlernen.
Denn Männer müssen immer den ersten Schritt machen.
Bei allem anderen wollen Frauen emanzipiert sein.
Lg
 
P

Pauline100

Gast
  • #3
Da hast du Recht, in Frankreich wie auch in Italien z.B. können Frauen weiblich bleiben ohne dass man ihre berufliche Kompetenz anzweifelt und sie als reines Sexobjekt betrachtet. In Deutschland hat man den Eindruck, Frauen, die beruflich ernst genommen werden wollen, müssen männlich auftreten und sich auch männlich kleiden, ich glaube nicht mal, dass das die Frauen selbst alle so wollen, aber sie passen sich dem gesellschaftlichen Bild, das hier vorherrscht, eben aus Karrierezwecken an. Nachdem wir von einer beruflichen Gleichberechtigung (Gehalt, Aufstiegschancen etc) noch Lichtjahre entfernt sind, kann man das Verhalten den Frauen auch nicht vorwerfen.
 
  • #4
Aus Sicht dieser Frauen (es sind nicht Alle) - läuft nichts falsch.
Aus falsch verstandener Emanzipation wächst deren Egoismus.

Und ihre Probleme bei der Partnersuche - seien nach deren Ansicht nur die Männer schuld. Obwohl sie selber Vieles verursachen - aber es nicht merken.

Ich habe lange gegen deren Lieblosigkeit angekämpft, aber den Kampf inzwischen aufgegeben. Ich halte das emotional nicht mehr aus.

Für mich muß eine Frau nicht absolut weiblich sein, (z.B. nach altbackenen Klischees.) Aber gewisse Grundzüge von Weiblichkeit erwarte ich schon bei Frauen, um diesem Attribut nicht nur körperlich gerecht zu werden.

Inzwischen habe ich immer öfter tlw. bei jungen Müttern den Eindruck, dass sie ihre Kinder lieblos behandeln.
Als ob Mutterschaft für sie nur ein "lästiger Job" wäre.

Mir scheint inzwischen, dass das Single-Dasein das kleinere Übel in Dtl. ist, anstatt einer Beziehung. (zumindest für mich)
Meine Vorstellung von Partnerschaft, von Liebe, Gefühle etc. scheint sehr "veraltet" geworden zu sein.

Beziehungen scheinen heutzutage eher den Bedürfnissen nach Sex, Freizeitgestaltung, Lebenszielen und anderen persönlichen Vorteilen zu dienen. Aber dafür keine Liebe erforderlich ist.

Besonders, wenn man betrachtet, was nach Ansicht dieser Frauen der Mann in einer Beziehung nicht sein darf. (No-go Listen)
Wie soll dann eine Beziehung noch was Schönes sein ?
 
  • #5
Aus Sicht der Frauen läuft nichts falsch. Mir geht es gut damit.

Frauen sind nur zu den Männern kaltherzig und egoistisch, die diese Behandlung verdienen - wobei es mir ein Rätsel ist, warum beide sich überhaupt auf eine schlechte Beziehung einlassen. Ich würde es nicht tun. Eine Beziehung die keine Freude in mein Leben bringt führe ich nicht.
In einer Beziehung reagiere ich nur gereizt, wenn der Mann mir in vielen Dingen auf den Keks geht/ wie ein Muehlstein an meinem Hals hängt, nichts geregelt bekommt, unzuverlässig und/oder faul ist, mich schlecht behandel und mich trotzdem mit chronischer Beseerwisserei bei weitgehender Kompetenzfreiheit überzieht. Das dauert aber nicht lang, ist der Anfang vom ganz schnellen Ende.

Dass Du Dir schlechte Beziehungen antust hat weniger mit der Emanzipation zu tun als mit Dir selbst, dass Du in einer Beziehung "wie ein Stück Dreck behandeln" lässt - mangelndes Selbstwertgefühl, mangelndes Selbstbewusstsein, triebgesteuert und kann daher nicht auf eine Beziehung verzichten, zu unattraktiv für Frauen die freundlich und beruflich erfolgreich sind.

Du solltest weniger bei den Frauen gucken, als bei Dir selber. Du datest down und erwartest dafür Unterwürfigkeit der Frau sowie Anerkennung Deiner Person. Das wird niemals funktionieren, denn Du entwertest Dich durch die Partnerwahl selber, zeigst, dass Du nichts Besseres wert bist.
Wenn das mit den Französinnen so gut für Dich läuft, dann such Dir doch eine als Partnerin und Deine Probleme sind gelöst.

Ich bin das beruflich erfolgreiche und gutverdienende deutsche Frauenmodell. Ein Leben mit deutschen Männern ist für eine Frau mindestens genauso unattraktiv wie Du es aus Männersicht beschreibst.
Ich habe in erster Ehe downgedatet und mache das garantiert nie wieder. Was an Unannehmlichkeiten passiert ist, ist sicherlich ein Emanzipationsproblem, dass der deutsche Mann gegenüber einer Frau ein hierarchisches Gefälle braucht - geht von den Männern aus und dann sollten sie den Frauen nicht das Hochdaten vorwerfen.

Daraus habe ich gelernt: nie wieder ein Mann, der nicht mindestens genauso erfolgreich, engagiert und gebildet ist wie ich - wegen des Männer-Egos auch gern mehr. Ein männlicher Loser geht mit mir genauso schlecht um, wie die Rechtsanwaltsgehilfin mit Dir, wenn ich mir das bieten lasse.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #6
... dass die deutschen Frauen ....
Ich hatte das Glück durch eine Französin zu lernen, dass Emanzipation auch ganz anders geht.

Alle deutschen Frauen - eine französische Frau. Ein wenig pauschal, findest Du nicht? Ein wenig frustriert? Nur weil Dir mal eine deutsche Rechtsanwaltsgehilfin irgendwas von "Karriere" erzählt hat?

Ich habe kein generelles Problem mit "deutschen Frauen". Ich kenne eine Reihe von deutschen Frauen, die als Frau absolut vernünftig, weiblich, was auch immer sind. Sogar hier im Forum ;-)
Vermutlich gibt es in Frankreich (da kenne ich mich nicht aus) genauso Frauen, die Du negativ sehen würdest (oder ich). Es gibt Frauen (und Männer) die sich sympathisch sind, die zusammenpassen oder eben nicht. Überall. Also, such Dir einfach eine Frau, die zu Dir passt, wo auch immer...
 
  • #7
Emanzipation ist immer dann schön, wenn sie jemand anders macht. Was #2 sagt, ist nicht nur beim Kennenlernen so, sondern in allzu vielen Bereichen. MINT-Studiengänge sind schwer und erfordern Durchhaltevermögen? Dann müssen sie eben frauenkompatibler gemacht werden. Karriere machen und Aufsteigen erfordert harte Arbeit, manchmal auch Ellbogen und Führungsstärke? Dann müssen Quoten her, wegen der gläsernen Decke usw. Männer ansprechen kann frustrierend sein, weil man auch mal einen Korb bekommt? Da bitte dann nicht zuviel Emanzipation.

Mit der rechtlichen Gleichstellung der Frau hätte das ganze seinen Abschluss finden sollen. Aber dass es auch Arbeit bedeutet, diese Freiheiten zu nutzen, das hat wohl keine bedacht. Und genauso kommt es mir im Beziehungsverhalten vor. Der Schweizer sagt, man wolle dr foifer und 's weggli (also sowohl das Geld als auch das Brötchen), und bei all der Verwirrung weiß keine mehr, was sie eigentlich will. Was sie weiß: Der Mann (wahlweise das Patriarchat) ist schuld. Und das spürt man in der Beziehung.
 
  • #8
Auch ich musste schmerzlich feststellen, dass bei unseren Frauen ein stark verbreitete Gefühlskälte zu beobachten ist ...
So haben mir Frauen wiederholt bekundet, dass sie ja bloß keine Kinder wollen, weil diese ja ein Hindernis für die Karriere darstellen .

ahhh ja, Frau ist kaltherzig, wenn sie keine Kinder wegen ihrer Karriere will und keine Lust hat, dafür Jahre ihres Lebens zu "opfern" - aber wieviele Männer würden denn Kinder wollen, wenn sie dafür jahrelang zuhause bleiben oder nur Teilzeit arbeiten sollten?
Ich verweise hier auf die Parallelthreads, in denen
- behauptet wurde, dass die meisten Männer nur der Frauen zuliebe Kinder zeugen würden
- einer Frau von ihrem Mann sogar untersagt wurde, einem Hobby nachzugehen, während sie sich zuhause um die Kinder kümmert

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeissen.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #9
Da hast du Recht, in Frankreich wie auch in Italien z.B. können Frauen weiblich bleiben ohne dass man ihre berufliche Kompetenz anzweifelt und sie als reines Sexobjekt betrachtet.
Das mag ja im Einzelfall so sein. Aber wenn du mal in den Italienischen Dörfern umherfährst, wirst du sehen, das Frauen vor allem unbedingt und früh heiraten wollen.
Im italienischen Fernsehen ist die Frau vor allem als hübsches Sexsymbol und Begleiterscheinung omnipräsent.
DAS SOLL EMANZIPATION SEIN??
Da muss ich mich echt beherrschen, nicht gleich voll wütend zu werden!
Auch in Deutschland herrscht keine 100%Gleichberechtigung, da muss man sich nichts vormachen.
Wenn du, lieber FS schlechte Erfahrungen mit Frauen machst, ist es etwas albern, dies der Emanzipation der deutschen Frauen in die Schuhe zu schieben.
Es gibt auch genug deutsche Männer, die schlagen oder daueruntreu sind.
Willst du mit denen in eine Schublade gesteckt werde, nur weil du auch ein Mann bist? Nein? na also.
Wenn ihr die Emanzipation loben wollt, dann schaut nach Skandinavien.
Die Frauen dort laufen allerdings auch selten in Röckchen ect herum.
Das ist auch nochmal ein anders Thema.
Warum ist weiblich = unbequeme unpraktische Mode, die vor allem für warmes Wetter geeignet ist und die weibliche Figur betont?
Eine Kleidung ohne Taschen, dafür schön eng, damit man Täschchen tragen muss?
Eine Schuhmode, in der man nur stöckeln und nicht rennen kann?
Warum ist männlich= angezogen wie im Winter mit langen und vielen Schichten und geschlossenen Schuhen?
Man sollte mal die Kirche im Dorf lassen.
Eine Frau ist in meinen Augen auch in Hose und Pulli schön anzuschauen.
Ein Mann mit knallengen Hosen und wenig bedecktem Oberkörper ist auch sexy. Bloss sind die Männer nicht so blöde, sich derart unbequeme Sachen anzuziehen.
 
  • #10
Was können die deutschen Frauen für dein schlechtes Händchen bei der Partnerinnenwahl, lieber FS?
 
  • #11
Schon wieder so ein Emanzipationsthema...

Du verwechselst Ursache und Wirkung. Genausogut könnten wir Frauen uns aufregen, daß die hiesigen Männer immer schlimmere Weicheier werden.
Wenn Du an solch komische Frauen gerätst, solltest Du mal ein Beuteschema überprüfen - normal ist das jedenfalls nicht.
Beruflich interessierte und aktive Frauen haben unter Männern arbeitend schnell begriffen, daß erotische Ausstrahlung und Fürsorge für die Familie blitzschnell dazu führt, daß sie beruflich nicht mehr ernst genommen wird. Diese Lektion wird von Männern erteilt! Also beschwer Dich bei Deinen Geschlechtsgenossen. Und daß Kinder per se ein Karrierekiller sind, weiß ja nun wirklich jeder - ob man das selbst gut findet oder nicht. Oder hast Du schon mal als Mutter eines Kindes versucht, in einem Vorstellungsgespräch übergriffige Fragen des Personalers zu beantworten? So lange Frauen nahezu ausschließlich die beruflich-negativen Folgen der Familiengründung tragen wird sich daran auch nichts ändern (Teilzeit, Gehalts- und Renteneinbußen, Karriereknick etc.pp.)
 
  • #12
Als Halbitalienerin kenne ich italienische Frauen natürlich gut und kann sagen, dass diese zwar feminin gekleidet, aber auch sehr resolut, temperamentvoll und aufbrausend sind. Bisweilen auch sehr hart und dominant im Auftreten- nur eben schön weiblich verpackt. Ich bezweifle, dass der typische deutsche Mann mit solch einer Frau bzw. deren Feuer und Temperament klarkommt und sich nicht vielleicht doch bald die ebenso nüchterne deutsche Frau zurückwünscht.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Ich denke eigentlich nicht, dass man Deine von Dir erlebten Beispiele pauschal als Folgen der Emanzipation bewerten kann.

Ein Leben mit deutschen Männern ist für eine Frau mindestens genauso unattraktiv wie Du es aus Männersicht beschreibst.

Das ist wohl das eigentliche Problem. Geht mir auch so, ich empfinde deutsche Männer als sehr unattraktiv im Verhalten.
Kleines Beispiel : Mein Ex hat mir eine Ausbildung verweigert (er war damals mein Chef und konnte über die Gelder entscheiden) mit den Worten....ich sorg doch nicht dafür, dass Du schlauer wirst als ich. Nun, ich bin schlauer geworden im Laufe der Jahre, heute bin ich die Chefin und er ist raus:)

Aus Sicht der Frauen läuft nichts falsch. Mir geht es gut damit.

Ein Satz, den ich hundertprozentig unterschreibe. Ich bin sicher aus Männersicht kälter und egoistischer geworden, aus meiner Sicht habe ich mich von vielen Dingen befreit, die mich ausgebremst und blockiert haben. Nörgelnde, abwertende Männer, die selbst nicht viel auf die Reihe bekommen, Männer, die nicht alleine sein können und Dauerbespaßung von Mutti brauchen, Männer, die von Haus aus glauben, ein Geschenk an die Frauenwelt zu sein, Männer, die es nicht ertragen können, wenn Frau sie zum Leben nicht wirklich braucht, triebgesteuerte Männer, usw.
Ich habe mich, wie Du jetzt, schon so oft gefragt, was da bei den Männern falsch läuft und kaputt gegangen ist.

Ich verzichte sehr gern auf eine Beziehung mit solchen Männern.
Emanzipation heißt für mich Gleichstellung von Mann und Frau in allen Lebensbereichen. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleiche Verantwortung. Ich übernehme diese. Bei Männer erlebe ich leider, dass sie sich immer noch gleicher als gleich fühlen.
Wenn ich sowas wahrnehme, bin ich nicht mehr nett, weiblich, bescheiden sondern laut und deutlich.
Es gibt Männer, die gleichberechtigt leben. Leider noch zu wenige. Bei denen lehne ich mich entspannt zurück und bin gerne Frau.
W
 
  • #14
(die Kritik kam dann natürlich von Frauen, die selbst beruflich überhaupt nichts auf die Reihe bekommen haben).
(das sagen dann auch schnell mal einfache Rechtsanwaltsgehilfinnen)
und das dann von Frauen, die selbst in diesen Bereichen nicht viel zu bieten haben.

Du startest hier offenbar ein weiters Frauenbashing. So abfällig, wie Du über Deine letzten Partnerinnen schreibst, wundert es mich nicht, dass Deine Beziehungen nicht funktioniert haben.
Wenn Du in MEHREREN Beziehungen kritisiert und, angeblich, "wie der letzte Dreck" behandelt wurdest, solltest Du Dich mit 30 Jahren mal langsam fragen, was Dein Anteil daran ist.
Warmherzigkeit sollten BEIDE Partner in einer Beziehung an den Tag legen. Das ist keine Einbahnstraße.
Die Emanzipation klappt in Deutschland doch recht gut. Aus Sicht der Frauen. Du möchtest eher das Gegenteil, daher ist Deine Frage irreführend. Sie müsste lauten "Warum gibt es emanzipierte Frauen in Deutschland und wie soll ich damit klarkommen?"
 
  • #15
Räusper....

Wenn ich mir nur sehr kursorisch in Erinnerung rufe, welche unglaublichen Exemplare der Männlichkeit ich in der Zeit meiner Suche kennen gelernt habe, erstaunt mich weniger, dass Frauen die Geduld verlieren und auch einmal unhöflich werden.

Ich habe sehr viele Herren sehr schnell aussortiert, aus gutem Grunde. Bei zwei Beziehungen brauchte ich ein bisschen länger um die Tiefe der Abgründe auszuloten - und habe mich dann nach offenen Gesprächen unwiderruflich verabschiedet. Ich bin wirklich höflich geblieben, man hätte noch ganz andere Dinge sagen können.

Auf eine solche Idee komme ich noch nicht einmal ansatzweise, wenn der Mann ein entsprechendes Format hat.

Früher waren Frauen viel abhängiger und haben sich deshalb "weiblich" verhalten: Sie haben unendlich lange den Mund gehalten, Fehler der Männer ausgebügelt, sich misshandeln lassen und ihn immer noch entschuldigt und so weiter und so fort.

Sorry, meine Herren, aber die allermeisten Frauen haben das nicht mehr nötig. ICH finde das gut.

Beweist, dass ihr etwas taugt. Dann wird eine vernünftige Frau euch gut behandeln und bei euch bleiben.
 
G

Gast

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  • #16
Deutschland hat ca. 80 Mio Einwohner und es gibt noch viel zu viele Frauen, die sich wie früher von Männern ausnutzen und ausbeuten lassen im Namen der Liebe und Weiblichkeit.

Die hier vermißten "weiblichen" Eigenschaften sind Frauen nicht angeboren, sondern Schwäche und die Unterdrückung eigener Wünsche wurde Mädchen seit Jahrhunderten erzogen. Als "weibliche" Eigenschaften gelten Schwäche, Nachgiebigkeit, Toleranz, Mitgefühl, Verzicht auf eigene Interessen zugunsten anderer, wenig bis kein Machtstreben und Konkurrenzwillen, geringe Aggressivität - Alles Eigenschaften, mit denen man keinen Blumentopf gewinnen kann.

Darüber beschweren sich vorwiegend Männer, die schwach, weich und gefühlsduselig sind, die ständig wie früher bei Mami auf den Arm wollen und eine Partnerin suchen, die für seine Schwächen Verständnis hat und sich regelmäßig seine Klagen anhört, sprich: Männer die weniger "männliche" Eigenschaften aufweisen und sich deshalb auch bezüglich Einkommen und Karriere nicht besonders durchsetzen konnten. Es ist nicht die Schuld von Frauen, wenn Männer zu weich für die Ellenbogengesellschaft sind!

Die als "männlich" und "weiblich" geltenden Eigenschaften werden nicht angeboren, sondern hauptsächlich sozialisiert. Natürlich sind gewisse Charaktereigenschaften angeboren, das ist aber meist unabhängig vom Geschlecht.
Kann man ja gut beobachten an den vielen weibischen Männern, die kaum etwas einstecken können aber ungeniert umherjammern und bei Frustration herumheulen. Aber denen bleibt es ja unbelassen, sich eine konservativ sozialisierte Frau von sonstwo zu suchen oder das Ufer zu wechseln.

Ist sie zu stark, bist du zu schwach, so einfach ist das!
 
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  • #17
Ich finde solche Verallgemeinerungen sehr schwierig. Natürlich gibt es deinen beschriebenen Frauentyp, genauso wie die Emanze, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Zunehmende Gefühlskälte ist ein allgemeines gesellschaftliches Problem und nicht nur auf Frauen beschränkt. Das "jeder schaut auf sich selbst zuerst" ist etwas, was man sowohl im Privatleben als auch im Geschäftsleben zunehmend beobachten kann. Viele Menschen achten nicht mehr auf ihre Mitmenschen und Verlierer werden immer weniger respektiert. Um das wirklich aushalten zu können, muss man sich selber einen Panzer zulegen. Vicky ist so ein Beispiel, aber sie reagiert nur auf das erlebte.

Ich denke aber auch, wenn man sich so behandeln lässt wie es dir widerfahren ist, dass Du einen gewissen Teil mitträgst. Es gibt immer einen, der macht und einen anderen, der es mit sich machen lässt. Wenn mich eine Frau wie den letzten Dreck behandeln würde (ist mir noch nicht passiert), würde sie gar nicht schnell genug schauen können, bis sie Geschichte ist. Brauch ich nicht in meinem Leben. Andererseits sind meine Erfahrungen positiver und wenn es auseinander gegangen ist, waren es Gründe, wo die Beziehung nicht mehr gepasst hat. Ich denke, unser Hauptproblem heutzutage ist, dass wir es immer mehr verlernen, uns aufeinander mit unseren Stärken und Schwächen einzulassen. Wenn Probleme auftauchen, wird sich häufig viel zu schnell getrennt. Das hat mit der allgemeinen Emanzipation von Mann und Frau zu tun, da die Abhängigkeiten nicht mehr so zwingend da sind und die Möglichkeiten unendlich viel größer sind.
 
M

MissFourty

Gast
  • #18
Weiblichkeit wird nicht als etwas Schädliches angesehen, das abgeschafft werden muss, sondern als etwas Positives, das einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft braucht.

Dann sag das mal der Männerwelt ;-)!

Freundliche, liebevolle, herzlichen Frauen werden sehr oft benutzt und ausgebeutet. Ihr aufgesetzte *Egoismus* ist daher wie ein Schutzschild zu werten!

Bei mir und meinen Freundinnen ist es so, wenn Mann es nicht in der Kiste bringt und dazu beruflich ebenso viel *Erfolg* hat, so verliert Frau den Respekt, dann ist's mit der Kritisiererei nicht mehr weit.
 
  • #19
Ich bin mit einer Französin zusammen und diese hat meine Definition von einer Partnerschaft komplett umgekehrt. Grundsätzlich ist es mir als Partner ja ziemlich egal, was die Frau beruflich macht, aber wenn du gewohnt bist, dass Frauen, die vom Beruf und der Bildung her viel schwächer sind als du selbst, diese aber keine Gelegenheit auslassen, dich als dumm oder als Versager abzustempeln, dann lässt das ja nur den logischen Schluss zu, dass das bei einer Frau, die tatsächlich intelligenter und erfolgreicher ist noch viel schlimmer ist.
Das ist diese Pseudo-Emanzipation, dass in einer Beziehung der Mann trotzdem noch der weit intelligente und erfolgreichere sein soll und wenn da auch nur kurz ein geringer Zweifel aufkommt, dann wird die Frau aggressiv. Gleichzeitig scheint sie dann aber regelrechten Verfolgungswahn zu haben, nicht als emanzipierte Frau wahrgenommen zu werden.

Mir ging es hier aber hauptsächlich darum, aufzuzeigen, dass Emanzipation und Weiblichkeit zusammen gehen können und sollten und dass Kaltherzigkeit gar nicht immer der Fall sein muss.

Meiner Meinung nach wird genau das oft nicht erkannt. Ich kenne viele Beispiele von sehr intelligenten aber sozial und emotional komplett inkompetenten Frauen. Wenn die niemanden finden, dann heißt es oft, dass Männer halt nicht auf intelligente Frauen stehen und lieber das unterwürfige Mäuschen haben. So ein Unsinn.
Wir wollen eine emanzipierte Partnerin, aber wir wollen keinen emotional toten Mann in einem Frauenkörper.
 
  • #20
Meine Güte Jungs! Was lernt ihr nur für Frauen kennen. Kenne ich nicht und habe solche Monster wie ihr sie teilweise beschreibt, noch nicht kennen gelernt. Ich mag taffe Frauen die wissen was sie wollen und dabei auch gönnen können. Aber was euch teilweise so alles passiert! Schon seltsam und fragwürdig!!! Spiegel?????
M44
 
  • #21
Wir wollen eine emanzipierte Partnerin, aber wir wollen keinen emotional toten Mann in einem Frauenkörper.

Damit gibst Du zu, dass viele Männer (einschließlich Dir), "emotional tot" sind. Warmherzigkeit ist für Dich offenbar eine Eigenschaft, die nur Frauen haben sollen. Da kannst Du nur Schiffbruch erleiden. Beziehungen sind ein Geben und Nehmen und wer Warmherzigkeit und Respekt fordert, sollte das auch selbst zu bieten haben. Das kann ich bei Dir nicht lesen. Du zeigst immer anklagend auf die Frauen. Wie viele Finger zeigen dabei auf Dich?
Du machst einen Denkfehler: schulische und berufliche Bildung sind nicht zwangsläufig Intelligenz und schon gar nicht soziale Kompetenz. Ich kenne genügend Akademiker, die sind sogenannte Fachidioten und haben ein Sozialverhalten, dass es einen graust.
 
  • #22
Die Emanzipation der Frau bewirkte im deutschsprachigen Raum genau das was sie dem Namen nach auch sollte, sie machte Frauen männlicher, im Umkehrschluss werden daher nun auch die meisten Männer immer weiblicher und beide treffen sich irgendwann bei einer hyriden Mischform ähnlich wie bei so manchen Weichtieren (sofern die Evolution diese Entwicklung entsprechend stützt). Der Unterschied, dass in anderen Ländern Frauen weiblicher wirken ist (vllt.) der dass dort das Ziel nicht Emanzipation sondern (weniger) Abhängigkeit der Frau vom Mann war.
Verallgemeinern wie du das hier tust kann man natürlich weder nach Nationalität noch nach sonst einem Kriterium und man sollte es auch unterlassen.
M30
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #23
Mir ging es hier aber hauptsächlich darum, aufzuzeigen, dass Emanzipation und Weiblichkeit zusammen gehen können und sollten und dass Kaltherzigkeit gar nicht immer der Fall sein muss.
Es hat doch nie jemand etwas anderes behauptet?!
Allerdings ist die Frage was "weiblich" ist.
Was mir eben erst bei einem Familientreffen aufgefallen ist:
Sowohl meine Onkel als auch Tanten, meine Cousins und meine Cousinen, meine Großeltern und Eltern gehen liebevoll, fürsorglich und warmherzig mit den anwesenden Kindern um, sind tierlieb und sorgen sich umeinander.
Für mich sind das Eigenschaften, die wohl im besten Fall menschlich sind, aber nicht rein "weiblich".
Ich bin froh und dankbar einen Mann an meiner Seite zu haben, der eben oben genannte Attribute hat.
Ich fühle mich geliebt und er sich auch. Kann verstehen, das dir das gefehlt hat, in deinen genannten Beziehungen.
Aber was bitte Emanzipation mit Kaltherzigkeit zu tun? Das verstehe ich nicht?!
Meine eine Uroma war kaltherzig und rechthaberisch, hat gelästert und intrigiert. Diese Frau wurde als 13jahrige vergewaltigt von ihrem "Arbeitgeber= Großbauern" und dann vom Hof gejagt.
Was ich damit sagen will:
Wer kaltherzig ist, hat sicher andere seelische Schäden / Krankheiten als eine Emanzipation.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #24
Noch was zum engeren Thema:
Emanzipation hat für mich etwas damit zu tun, erwachsen und authentisch zu sein und für sein Leben selbst die Verantwortung zu übernehmen. Frauen, die wirklich emanzipiert sind, kennen ihre Bedürfnisse und handeln danach. Sie machen sich unabhängig von Männern und können gerade dadurch eine Partnerschaft eingehen, in der sie sich nicht verstellen müssen, um den Partner zu bekommen und zu behalten (ein interessantes Ergebnis des "Oralsex-Threads"), den Partner nicht belügen und damit manipulieren müssen, um Vorteile daraus zu ziehen. Sie sind in einer Partnerschaft, weil sie es jeden Tag wieder sein wollen und nicht, weil sie Angst davor haben, alleine zu sein oder wirtschaftliche Nachteile zu erleiden. Und sie können es sich leisten, dabei nicht "zum Mann zu werden", weil sie einfach gut sind. Das setzt natürlich dann entsprechende Bildung und berufliche Ambitionen voraus. Ich sehe da vieles wie Vikky (#4), für eine Beziehung keine Frau mehr unter meinem Level.
Das sind für mich die wirklich emanzipierten (bezogen auf Partnerschaft) Frauen. Die sind nicht deutsch oder französich, die sind einfach modern weiblich.
 
  • #25
Ich stimme da Gast 15 komplett zu. Besser kann man es nicht sagen.

Warum startest du hier so ein Thema? Dir müsste doch schon von allein klar sein, dass man so etwas nicht pauschalisieren kann. Für mich bist du ein Schubladen-Denker.

Wenn du jetzt eine tolle Frau gefunden hast dann sei doch froh und hör auf zu jammern. Aber DAS ist typisch Deutsch. Hauptsache was zu meckern.

Ansonsten gilt für mich immer in Beziehungssachen: Jeder kriegt, was er verdient. So einfach ist das.

w (27)
 
  • #26
Au weia....oder her mit den kleinen Französinnen:

Ich bin mit einer Französin zusammen und diese hat meine Definition von einer Partnerschaft komplett umgekehrt. Grundsätzlich ist es mir als Partner ja ziemlich egal, was die Frau beruflich macht, aber wenn du gewohnt bist, dass Frauen, die vom Beruf und der Bildung her viel schwächer sind als du selbst, diese aber keine Gelegenheit auslassen, dich als dumm oder als Versager abzustempeln, dann lässt das ja nur den logischen Schluss zu, dass das bei einer Frau, die tatsächlich intelligenter und erfolgreicher ist noch viel schlimmer ist.
Das ist diese Pseudo-Emanzipation, dass in einer Beziehung der Mann trotzdem noch der weit intelligente und erfolgreichere sein soll und wenn da auch nur kurz ein geringer Zweifel aufkommt, dann wird die Frau aggressiv. Gleichzeitig scheint sie dann aber regelrechten Verfolgungswahn zu haben, nicht als emanzipierte Frau wahrgenommen zu werden.

Mir ging es hier aber hauptsächlich darum, aufzuzeigen, dass Emanzipation und Weiblichkeit zusammen gehen können und sollten und dass Kaltherzigkeit gar nicht immer der Fall sein muss.

Meiner Meinung nach wird genau das oft nicht erkannt. Ich kenne viele Beispiele von sehr intelligenten aber sozial und emotional komplett inkompetenten Frauen. Wenn die niemanden finden, dann heißt es oft, dass Männer halt nicht auf intelligente Frauen stehen und lieber das unterwürfige Mäuschen haben. So ein Unsinn.
Wir wollen eine emanzipierte Partnerin, aber wir wollen keinen emotional toten Mann in einem Frauenkörper.

Ich möchte dich mal erleben wenn eine Deutsche Frau, sehr warmherzig und weiblich, nen Kopf kleiner als du in einem Meeting deutlich zu verstehen gibt wo der Frosch die Locken hat. (Nicht wo du denkst) Natürlich mit einem formvollendeten Wimpernschlag um ihre ach so zarte und einfühlende Weiblichkeit zu unterstreichen.

Ich sehe schon von hier den tropfenden Geifer der Herren....*Ironie off*
So lange Männer wie du Frauen nicht wirklich ernst nehmen, solange wird es hier wohl solche Treads geben. Ich finde man kann Emanzipation und Weiblichkeit, wohlbemerkt Atributte die ein Mann festlegt, nicht in einen Topf werfen.

Freu dich an deiner Französin und hoffe das Sie
 
  • #27
In diesem Zusammenhang finde ich es interessant zu beobachten, dass für die deutschen Frauen noch immer gilt, dass sie nach der Geburt eines Kindes Zuhause bleiben sollen. Ihre Karriere stagniert und damit der Kontakt mit der sich bildenden Außenwelt und auch das Äußere wird gerne vernachlässigt.
Hierzulande wird - in der Masse - die Frau die nur wenige Monate nach der Geburt wieder in ihrem Beruf Fuß fasst als untypisch, unnatürlich oder gar unmöglich angesehen.
Man(n) sieht gehäuft burschikose Frauen die den Kinderwagen schieben und an Fortschritt stehenbleiben.
Ein Blick ins Nachbarland Frankreich: feminine und grazile Mamas, die den Baby-Nachwuchs morgens in der Krippe abgeben und mit Kostüm und Absatzschuhen ins gesellschaftliche Leben eintauchen. Flirtkultur. Lässigkeit. Und: Der französische Familienvater gibt für Lebensmittel und Essengehen ein Vermögen aus. Er genießt.
Die deutsche Hausfrau freut sich wenn's bei Aldi Schweineschnitzel für 1,79€ gibt.
So, krass geschrieben, - auch nicht immer zutreffend, aber doch die Regel.
Und zur Ausgangsfrage zurück: Weiblichkeit zu fühlen heißt sich selbst genießen können. Hat auch etwa von zelebrieren. Es fängt damit an den Tisch liebevoll mit genussreichen, hochwertigen Lebensmitteln zu decken, sich schick zu machen für Büro, den abendlichen Ausgang und den Mann an seiner Seite.
Ich habe oft den Eindruck, dass es dem Großteil der Deutschen (Frauen) einfach daran fehlt genießen zu können.. einfach Leben zu wollen, weniger "muss" mehr "kann" her sollte und man sich nicht nur den staatlichen und gesellschaftlichen Zwängen, Normen und Strengen unterwerfen sollte. Nicht bei allem, denn nicht umsonst ist Deutschland so erfolgreich. Nur am Genießen könnte man etwas mehr "arbeiten". Die Weiblichkeit (und Männlichkeit), Weichheit und Leichtigkeit kommt dann von selbst.
Was mir auffällt: die Mädels heutzutage trage wieder mehr feminine Kleidungsstücke. Das ist doch nett.
 
  • #28
...meine Onkel als auch Tanten, meine Cousins und meine Cousinen, meine Großeltern und Eltern gehen liebevoll, fürsorglich und warmherzig mit den anwesenden Kindern um, sind tierlieb und sorgen sich umeinander.
Für mich sind das Eigenschaften, die wohl im besten Fall menschlich sind, aber nicht rein "weiblich".
Ich bin froh und dankbar einen Mann an meiner Seite zu haben, der eben oben genannte Attribute hat. Ich fühle mich geliebt und er sich auch.
Das ist auch meine Überzeugung. Wurde mir als Mann aber meistens nicht zugestanden, weil "typisch weiblich"
Lediglich zwei Partnerinnen schätzten es an mir.

Ich fragte eine Frau, die mich gut kennt - warum das so wenig bei Frauen gefragt ist ?
Deren Antwort: Weil ich nicht diese "männliche Härte" habe/ausstrahle.

Aha, man muß also "hart" sein, um als Mann zu gefallen ?
Also auch hart zur Frau sein. Und sei es nur als Patriarch.
Nein danke, so will ich Frauen nicht behandeln (müssen).
Lieber bleibe ich Single, als Frauen sowas anzutun.
Auch wenn man mich deswegen als "Weichei" verspotten würde.

Aber "männliche Härte und Dominanz" (und sei es nur subtil und psychisch) ist keine Weiterentwicklung oder gar Gleichberechtigung - sondern das krasse Gegenteil.
Wer als Frau so behandelt werden möchte - bitte sehr - der ist bei mir verkehrt, und muß sich dafür andere Männer suchen.

Emanzipation = Weiterentwicklung.
Dem Anderen den Freiraum gewähren, dass er sich weiter entwickeln kann.
Gleichberechtigung = gleiche Rechte und Möglichkeiten.
Wenn eine Frau das Gleiche machen will, wie z.B. ich - unterstütze ich sie gerne. Und erkenne es an, wenn sie etwas besser kann, als ich.
Das ist für mich wahre Stärke und Persönlichkeit.
 
G

Gast

Gast
  • #29
Die Frage und Gast 1 sind einfach nur "hohl". Denkst du eigentlich auch mal weiter, als bis zur "deutschen Frau"? Wohl kaum! Der Ursprung liegt nicht an den Frauen/Männern sondern in der Erziehung unter der Obhut noch mancher früheren psychologisch degenerierten Kriegsgenerationen, die nun mal ganz andere Leute erzogen haben: verwaschene Mamasöhnchen und kleine Prinzessinnen oder andere Frauen als früher.
Sage doch gleich, dass du eine tolle Französin kennengelernt hast! Dass manche sich hier auch immer hochstapeln und profilieren müssen und andere schlecht machen müssen, um selber was darzustellen!


Und zu Gast1: Ich bin eine attraktive Frau und lasse mich daher nicht fangen oder anbaggern. Ich suche mir die Männer selber aus, die ich will und gehe dann subtil auf sie zu und mache den ersten Schritt (meist ohne dass sie es merken).
 
G

Gast

Gast
  • #30
Zitat von Landlibell:
Der Unterschied, dass in anderen Ländern Frauen weiblicher wirken ist (vllt.) der dass dort das Ziel nicht Emanzipation sondern (weniger) Abhängigkeit der Frau vom Mann war.
Aber in D ist doch auch nicht das Ziel, die Frauen männlicher zu machen, sondern unabhängiger.
Vielleicht ist der Grund, dass die Mentalität hier so ist, dass Weiblichkeit als was Schwaches angesehen wird, und eine Frau, wenn sie Spaß am beruflichen Fortkommen hat, das Gefühl hat, mit einer positiven weiblichen Art nicht weiter zu kommen. (mit der negativen schon: Manipulieren, sexuelles Ausreizen für die Karriere, kindlich tun, damit der "starke Mann" hilft, ...)
Meine Erfahrung ist: Wenn Männer eine Frau als Frau wahrnehmen, dann geht damit einher, dass sie sie beruflich und teilweise auch menschlich nicht mehr auf Augenhöhe sehen können wollen. Daher sind auch bestimmte Taktiken, die dem Mann ein Überlegenheitsgefühl geben, erfolgreich. Wenn eine Frau mit ihnen so redet, wie sie mit ihr, finden sie das anmaßend.
Die andere Fraktion mag dominante Frauen und ist selber devot, was auch schon bei mir zu einer grusligen Begegnung geführt hat.

Man braucht einen emanzipierten Mann, wenn man als Frau weiblich bleiben und trotzdem ernstgenommen werden will.

Mir sind nicht viele emanzipierte Männer begegnet, denn dazu gehört entscheidend, für sein emotionales Leben die Verantwortung zu übernehmen, selber eine Vorstellung von Beziehung zu haben statt zur Frau zu sagen "sag du mal, was ich machen soll, weil von allein habe ich kein Bedürfnis in einer Beziehung außer Sex und auch keine Ahnung, wie sich Zusammenleben gestalten soll" und dann wegen Einschränkung bis zum Anschlag gegen die ganzen Regeln und Erwartungen zu arbeiten und von Unterdrückung zu jammern. Oder die andere Schiene zu fahren, die Frau schön abhängig zu Hause haben wollen und dann diktieren, wann was wie zu passieren hat.

Wenn ein Mann seine "weibliche" Seite genügend entwickelt hat, dh. zu seinen Emotionen steht und danach handelt (damit ist nicht Betrug gemeint, sondern Konsequenzen ziehen, wenn eine Beziehung schlecht ist), kann er MANN sein, ohne Symbiosebeziehungen mit Frauen zu erhalten, die genauso unentwickelt sind und meinen, weiblich sein sei schwach, kindhaft, unselbständig oder dragonermäßig, unterbutternd und das "Männliche" im Mann unterdrückend, dh. dass man mit Männern konkurriert und versucht, der taffere Mann zu sein, was auch immer man für "Mannsein" hält.
 
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