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  • #1

Was kostet eine Scheidung? Freundin spricht über Heirat...

Hallo Community,

ich lese in letzter Zeit ab und zu in diesem Forum. Da ich mit meiner Freundin vor Kurzem über das
Thema Heiraten gestolpert bin und von Arbeitskollegen öfter Ratschläge erhalte, sich sowas niemals anzutun bin ich ein wenig ratlos. Wie erging es euch? Wie teuer kam euch eine Scheidung? Würdet ihr wieder heiraten oder käme das nie wieder in Frage? Persönlich ist mir das Heiraten überhaupt nicht wichtig. Meine Freundin hat mir jedoch deutlich gemacht, dass es nur eine Zukunft mit Heirat geben kann. Derzeitig würde ich das Risiko nicht eingehen wollen. Ich würde sie ziehen lassen...
Liege ich falsch ?

Viele Grüße
m32
 
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  • #2
Meine Freundin hat mir jedoch deutlich gemacht, dass es
nur eine Zukunft mit Heirat geben kann.

Alleine diese Aussage sollte doch alle Alarmglocken bei Dir schrillen lassen. Lass mich raten, Du bist der besser Verdienende von Euch beiden und Sie hat auch kein größeres Vermögen als Du, stimmts? In diesem Fall würde ich mich nicht auf eine Heirat einlassen. Zudem hast Du ja offenbar auch jetzt schon Zweifel, ob die Beziehung dauerhaft hält.
 
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  • #3
Du wirst jetzt wieder einen Haufen Kommentare bekommen dass du sie lieber ziehen lassen sollst, weil du sie nicht liebst, wenn du sie nicht heiraten möchtest.
Dass eine Heirat nur aus Liebe ziemlich dumm ist, gibt aber wiederum keiner zu.

Ich kann dir nur raten, tu es nicht. Als Mann ist man in einem Großteil der Scheidungen immer der Idiot. Sobald Frau innerhalb einer Ehe keine Lust mehr auf arbeiten hat, wird sie schwanger und/oder kündigt. Und dann darfst du für sie sorgen. Von Zugewinnausgleich und Scheidungsunterhalt will ich garnicht erst anfangen.

Ausser um bei der Erbfrage ggf. Klarheit reinzubekommen oder evtl mit Kindern abgesichert zu sein gibt es heutzutage keinen Grund mehr zu heiraten. Alles andere ist pseudoromantischer Blödsinn der einen teuer zu stehen kommt.
Mein bester Kumpel hatte zusätzlich zu den knapp 4000€ Scheidungskosten noch knapp 1600€ Trennungsunterhalt/Monat (über 2 Jahre!) und insgesamt 26000€ Zugewinnausgleich zu bezahlen. Und das für nix und wieder nix. (Frau hat hatte nach 2 Jahren Ehe keine Lust mehr auf arbeiten und hat sich kündigen lassen. Anschließend war sie für Jobsuche nichtmehr zu begeistern. Kinder gab es zum Glück keine und selbst der Haushalt blieb an ihm hängen.) Klar, so muss es nicht laufen, es kann aber immer.

Falls du doch jemals an Heirat denkst: Vergiss ja den Ehevertrag nicht, damit sie keine Chance hat dich bis aufs letzte Hemd auszuziehen!
 
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  • #4
Nimm die Beine in die Hand und renn, so schnell Du kannst.
 
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  • #5
Ich bin zum 2. Mal verheiratet. Mein Mann wollte mich gern heiraten, er hat mich gefragt, und das hat mich gefreut. Wir waren beide geschieden.

So wie deine Frage formuliert ist, rate ich dir, von einer Heirat Abstand zu nehmen.
Wenn du die richtige Frau triffst, willst du sie entweder heiraten, oder es ist ihr so egal wie dir.

Tu deiner Freundin den Gefallen:
lass sie ziehen (du denkst ja sowieso schon darüber nach, also kann es mit der Liebe nicht soweit her sein) und gib ihr die Chance, jemanden zu finden, der ein ähnliches Lebenskonzept hat wie sie.

Wenn jemand als erstes zu dem Thema fragt, was eine Scheidung kostet, dann ist er ganz bestimmt nicht reif für eine Ehe.
 
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  • #6
Ich würde nie wieder heiraten. Hat 17 Jahre gehalten, Sie ist in unserem Haus geblieben mit unserem Sohn und ich musste noch monatlich 800 Euro zahlen. Die Scheidung sind wir nun nach 7 Jahren Trennung immer noch nicht angegangen, da mich das wieder 3- 4 tsd Euro kostet.
 
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  • #7
Naja FS, wenn Du Dir schon jetzt solche Gedanken über eine Scheidung machst, dann darfst Du niemals heiraten oder die Freundin ist nicht die Richtige für Dich.

w
 
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  • #8
Also deine Panik finde ich völlig absurd und übertrieben - du gehst anscheinend davon aus, dass dich deine Freundin richtig abzocken wird. Unter diesen Voraussetzungen ist deine Haltung "Ziehen lassen" wohl tatsächlich die Beste. Denn allzu viel Vertrauen scheinst du ja nicht in deine Freundin zu setzen - jedenfalls weitaus weniger als in deine dummschwätzenden Kollegen, die sich ins Fäustchen lachen, weil du ihre Negativhaltung zu Frauen kritiklos übernimmst.

Und für ihre Nachfolgerin (die vielleicht auch irgendwann mal heiraten will) solltest du dich auf jeden zu den Themen Unterhaltsverpflichtungen nach einer Scheidung, Gütertrennung, Ehevertragsschließung, Sorgerecht etc. schlau machen.

w, 40 (entsetzt über so eine Frage)
 
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  • #9
Also ich bin zwar Single kann aber deine Ängste sehr gut verstehen, so langsam werde ich zwar komisch angeschaut warum ich mit 36 noch nicht verheiratet bin oder zumindestens langjährig vergeben bin.

In meinen Bekanntenkreis habe ich zu viele Frauen gesehen die Ihre Männer bis aufs Hemd ausgezogen haben (und selbst das mussten Sie noch festhalten).
Da mag ich nicht herausfinden wie es da mir mal ergehen könnte...

Ich finde nicht das Du falsch liegst und ja in deinen Fall würde ich sie ziehen lassen.
 
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  • #10
Wie teuer eine Scheidung wird, hängt immer vom Paar selbst ab. Lebt ihr im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wird alles, was während der Ehe erwirtschaftet wurde, zu gleichen Teilen geteilt. Wenn du in der Ehe Alleinverdiener oder Hauptverdiener warst, bist du da arm dran. Auch deine Rentenanwartschaften gehen dann zur Hälfte an die nichtarbeitende Frau und du musst Versorgungsausgleich zahlen. Wenn Kinder da sind, zahlst du in dem Fall daneben auch noch den Kindesunterhalt, da die Kinder eigentlich immer zur Mutter kommen, sofern der Vater nicht ein extrem überdurchschnittlich engagierter Vater und die Mutter im Gegensatz zu ihm Vollzeit berufstätig ist, Ausnahme: Die Kinder sind alt genug, zu entscheiden, bei wem sie bleiben wollen, und entscheiden sich für den Vater.

Den gesetzlichen Güterstand kann man per notariellem Vertrag ausschließen, indem man Gütertrennung vereinbart. Dann bleibt jedem das, was er während der Ehe erwirtschaftet, auch bei der Scheidung, nur der Hausrat wird geteilt. Rentenanwartschaften und Versorgungsausgleich werden meines Wissens nach aber auch hier geteilt, da dies nicht ausschließbar ist.

Meine Meinung zu deinem Problem ist folgrende: Wenn du nicht den Wunsch hast, zu heiraten, solltest du dich auch nicht dazu erpressen lassen. Ich persönlich möchte auch nicht heiraten und denke, dass wahre Liebe entweder besteht oder nicht und ein Trauschein eine Beziehung nicht wertvoller oder besser macht. Wenn dein erster Gedanke beim In-Betracht-Ziehen einer Heirat die Kosten der Scheidung sind, dann bist du halt nicht der romantische Typ, sondern der realistische, was angesichts einer Scheidungsquote von nahezu 50% nicht unbedingt der falsche Weg ist. Willst du doch heiraten und eine für dich teure Scheidung vermeiden, dann achte darauf, nur eine Frau zu ehelichen, die berufliche Ambitionen und ein dir ähnliches Einkommen hat und für die selbstverständlich ist, dass sie auch mit Kindern weiterhin wie du arbeitet und die familiären Rechte und Pflichten mit dir teilt. Sonst wird eine Scheidung für gewöhnlich teuer.

w
 
  • #11
Kompromisslösung fahren: Irgendwo auf Tahiti Hochzeitszeremoniell mit Stil (oder ähnliches), welches aber vor deutschem Gericht keine Anerkennung findet. Da trennt sich "Ich will heiraten" von "Ich will mich absichern", kann sie sich dann im Zweifel selbst entlarven.
 
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  • #12
Du schreibst -nichts- über Eure Beziehung, wie lang sie ist, was Euch verbindet, ob Ihr Zukunftspläne habt.
Da scheint bei Dir diesbezüglich nicht viel zu sein. Sie spricht von Ehe ... oh Gott .... schnell weg mit ihr. Das sagt viel über Deine Gefühle!

Du lässt Dich einzig und allein von irgendwelchen Ängsten beherrschen und bist beeinflussbar genug, um Dich einzig und allein durch Gerede von anderen völlig verunsichern zu lassen.

Was sagt denn Dein Inneres, wenn Du Dich mal nicht von irgendwelchen anderen Leuten bequatschen läßt?
Was bedeutet diese Frau Dir? Was verbindet Euch? Habt Ihr Zukunftspläne?

Wer so verunsichert ist und nicht weiss, was einem der Mensch an seiner Seite bedeutet, sollte seinen Weg alleine weiter gehen.
Gib Deine Partnerin frei für einen Mann, der eine Familie möchte und nicht davonläuft, sobald davon auch nur die Rede ist.
 
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  • #13
Eine Scheidung ist nicht prinzipiell immer nur für den Mann teuer, sondern für den Besserverdiener.

Unterhaltszahlungen haben in der Vergangenheit nur deshalb mehr Männer getroffen, weil sie entweder niedriger qualifizierte Frauen mit schlechterem Verdienst geheiratet haben, oder Versorgerehen führen wollten, in denen sie meist Alleinverdiener waren bzw. die Frau nur in Teilzeit arbeitete.
Wenn ihr beide berufstätig seid und Du weniger verdienst, als Deine Frau, muss SIE Dir Trennungsunterhalt und Versorgungsausgleich zahlen. Das gleiche gilt, wenn DU während der Ehe arbeitsunfähig krank oder arbeitslos wirst. Bei Bekannten wurde der Mann wegen Alkoholismus und dessen Folgekrankheiten arbeitsunfähig, kann keinen Unterhalt (auch keinen Kindesunterhalt) zahlen. Seine Ex-Frau ist mit 5 Kindern voll berufstätig und muss ihm noch Ehegattenunterhalt zahlen, weil sie sehr gut verdient (beides Fachärzte).

Was spricht gegen einen differenzierten Ehevertrag, in dem mehrere Szenarios bei Scheidung berücksichtigt sind? Z.B. Ausschluss der Unterhaltsansprüche und des Versorgungsausgleiches, wenn beide berufstätig sind. Und zeitlich begrenzte Unterhaltsansprüche für denjenigen Ehegatten (der ja auch Du sein könntest...), der wegen Kindern evtl. eine Zeit nichts erwerbstätig ist. Gütertrennung wäre dazu noch eine Option.

Plant ihr beide denn für die Zukunft Kinder?

Nach neuem Scheidungsrecht erhält derjenige Ehegatte, der wegen Kinderbetreuung nicht berufstätig ist nur bis zum vollendeten 3.Lebensjahr des jüngsten Kindes für sich Unterhalt. Das bekommt aber auch bei Unverheirateten Paaren der nicht arbeitende "Kinderversorger", da schützt Dich das Nicht-Heiraten dann ggfls. nicht vor dem Zahlen.

Aber wenn für Dich Heiraten emotional unwichtig ist, warum ziehst Du es denn dann in Betracht? Und warum würde Deine Freundin sich trennen, wenn Du sie nicht heiratest? Klingt mir bei Euch beiden nicht nach "großer Liebe", wenn Du sie so einfach "ziehen lassen" würdest. Klingt mir -auch wegen der auffälligen Formatierung Deines Postings, die auch in anderen, provokativen Threads erscheint- eher nach einem Fake...

w 52
 
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  • #14
Männer wie du formen die Zeit... nicht breit, nicht reif, ach hat ja noch Zeit, fühl mich zu jung, will mal gucken, mal sehen, will Spaß haben... Man, du bist 32, aber doch kein 14 jähriger Bub! Krieg mal die Kurve solangsam!

Natürlich hat auch deine Freundin ein Recht darauf, sich und ihre Vorstellungen zu äußern. Früher war man mit 20 verheiratet. Ganz normal. Wenn es schon an solcher Lapalie scheitert und du deine Freundin "ziehen" lassen willst, dann Gute Nacht.

Warum geht ihr heutzutage überhaupt noch Beziehungen ein? Um Spaß zu haben? Um mal zu gucken, was die Zeit so bringt? Man solche Leute wie du ko+++ mich an.
 
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  • #15
Hallo Community,

ich lese in letzter Zeit ab und zu in diesem Forum.
Da ich mit meiner Freundin vor Kurzem über das
Thema Heiraten gestolpert bin und von Arbeitskollegen
öfter Ratschläge erhalte, sich sowas niemals anzutun
bin ich ein wenig ratlos.
Wie erging es euch ? Wie teuer kam euch eine Scheidung ?
Würdet ihr wieder heiraten oder käme das nie wieder in Frage ?

Persönlich ist mir das Heiraten überhaupt nicht wichtig.
Meine Freundin hat mir jedoch deutlich gemacht, dass es
nur eine Zukunft mit Heirat geben kann.
Derzeitig würde ich das Risiko nicht eingehen wollen.
Ich würde sie ziehen lassen...
Liege ich falsch ???

Viele Grüße
m32

Hier wildfremde Leute zu fragen, ob Du heiraten sollst! Aber alleine essen und Dich waschen kannst Du schon?
Sorry, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Hoffe für Deine Freundin, dass sie Dich bald in den Wind schiesst und sich einen Mann sucht!
 
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  • #16
Du liegst vollkommen richtig.
Du hast keinerlei Vorteile, bist aber im Prinzip die Geisel Deiner Frau. Des Weiteren bin ich der Überzeugung, dass diese plötzliche Macht der Frau auf Dauer sämtlichen Respekt und damit auch Deine Attraktivität tötet. Ab dann ist es das altbekannte Muster: Frau vergiftet gezielt die Beziehung, Dir platzt der Kragen, sie steht als moralisch makelloses Opfer da, der Großteil Deiner Arbeit ist futsch und obendrein hast Du weitere monatliche Belastungen. Und um das ganze noch zu krönen, bist Du ab da auf dem Partnermarkt schwer vermittelbar. Dreh den Spieß um - "Wenn Du mich wirklich liebst, erpresst Du mich nicht". Ich finde es in diesem Zusammenhang immer wieder erstaunlich, dass ein "Nein" nicht einfach akzeptiert wird. Ein Mann wird aber in der Luft zerrissen, wenn er IHR etwas "aufzingen" möchte.
Bitte mach nicht den gleichen Fehler, wie Millionen Männer vor Dir. Erpressung ist ein ganz fatales Signal.
 
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  • #17
Schwierige Kiste. Bei uns ist es umgekehrt, mein Freund möchte heiraten, ich nicht - aus Angst vor den finanziellen Konsequenzen (haben gerade zwei Fälle in der Familie).

Für mich ist auch klar, dass ich irgendwann heiraten muss, wenn ich meinen Freund nicht verlieren möchte, weil er ebenfalls meint, dass eine Hochzeit halt "dazugehört, "romantisch sei" und "man damit seine Liebe zeige". Nicht meine Worte, aber gut. Ist eben etwas Emotionales - das muss man nicht immer rational begründen.

Ich habe für mich entschieden: Wenn, dann nur mit Ehevertrag. Ferner möchte ich, dass mein Freund sich auch in Sachen Altersvorsorge absichert, damit es nicht in diesem Bereich eine große Schräglage gibt. Wie teuer eine Scheidung wird, hängt davon ab, wie er lebt. Bleibt sie zu Hause? Verdient sie deutlich weniger? Wenn du dort deutlich mehr Geld hast, dann kann eine Scheidung ziemlich teuer werden. Und ein Ehevertrag schützt dich nicht immer, vor allem dann nicht, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Wie sieht denn eure Zukunftsplanung aus?
 
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  • #18
Nein, Du liegst goldrichtig.Lass' das bei Deiner Einstellung zur Ehe und Deiner Freundin bloss sein.Lass' sie ziehen, wenn Du Deine Freundin magst, und gönne ihr einen Mann kennenzulernen, der sie wirklich liebt, Vertrauen in sie hat, und der für immer mit ihr zusammen sein will, und der sie auch gerne und ohne vorbehalte heiraten mag.

w, ü40, in 20 jähriger glücklicher Beziehung
 
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  • #19
Verlasse sie. So eine Frau die später zu Mutti wird brauchst du nicht. Und eine Scheidung ist teuer.
 
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  • #20
Lieber FS,
ich habe das hinter mir, Heirat. Langzeitehe und Scheidung. Ich würde durchaus wieder heiraten. Weil wir keinen Ehevertrag hatten, haben wir vor der Scheidung eine notarielle Scheidungsfolgevereinbarung gemacht - ist preiswerter, als Streitwerte vor Gericht. Wir ahben uns in Frieden getrennt, gegenseitig auf Unterhalt verzichtet, keine Rentenanwartschaften ausgeglichen, nr die Eigentumsverhätnisse am Haus wurden noch geändert. Der Notarvertrag hat 800 € gekostet, 3-400€ Grundbuchänderungen und Kredite umschreiben. Wir hatten einen gemeinsamen Anwalt - Internetscheidung, noch mal knapp 2.000 €. Es war also nichts worum man ein besonderes Drama machen muss.
Legt man das ganze auf 20 Jahre Ehe um, fällt es finanziell nicht ins Gewicht. So ein Scheidungsverlauf setzt voraus, dass Menschen anständig sind, sonst kann es wirklich teuer werden.
In diesem Punkt war ich mir bei meinem Ex immer sicher, auch wenn es Probleme gab - er ist kein Schwein. Ich hatte schon die richtige Wahl getroffen. Dabei war das alles nicht so einfach - er hatte immer Geschichten mit anderen Frauen. Ich habe ihn deswegen nicht gehasst, wollte keine Zerstörung, nur eben nicht mehr mit einem Mann leben, dem ich nicht genüge - nicht mehr, nicht weniger.
Wenn wir es anders rum gemacht hätten, erst Ehevertrag .... wäre es auch nicht preiswerter gewesen, ist aber sicherlich die bessere Variante, wenn man es gleich festzurrt. Es gibt einem Sicherheit. Ich musste auch um nichts kämpfen, stand ganz solide auf eigenen Beinen, denn ich war immer Vollzeit in einem qualifizierten Job tätig. Das ist auch eine wichtige Vorraussetzung, sich in Frieden trennen zu können.

Weniger als das heiraten, solltest Du eine Frau scheuen, die nicht arbeiten will, sondern "Dir den Rücken freihält". Die muss dann mit allen mitteln um jeden Cent kämpfen und kann nicht großzügig sein, wenn es schief geht.
 
  • #21
Ein Freund mußte nach 17 Jahren Ehe (kinderlos, aber Hauskauf) für seine Scheidung ca. 5.660 Euro bezahlen. Davon 5.500 Euro an seinen Anwalt, und 160,- Euro Gerichtsgebühren.
Auf Anfrage, wofür soviel Geld, antwortete der Anwalt nur lapidar, und keine Details.

Während der Scheidung: ggf. Trennungsunterhalt an den ex-Partner/in zahlen

Nach der Scheidung: Weiter Unterhalt an den ex-Partner/in zahlen. z.B. wenn er/sie selber keine Arbeit/Einkommen hat. Und z.B. wegen Krankheit nicht arbeiten gehen kann.

Das kann sehr teuer werden. z.B. bei gehobenem Lebensstil während der Ehe. Dann kann der Unterhalt -vom Gericht- so bemessen werden, daß nach der Ehe dieser Lebensstandard aufrecht gehalten werden kann. Stichwort: Besitzstandswahrung.
Ansonsten kann bis zu 3/7 des Einkommens des Einen, als Unterhalt an den Anderen gezahlt werden (müssen). Auch nach der Scheidung.

Jederzeit nach der Scheidung - lebenslang: Unterhalt an den ex-Partner/in zahlen (wenn er/sie sozial bedürfitg wird)
Eine Frau sollte zwölf Jahre nach der Scheidung plötzlich Unterhalt für ihren ex-Ehemann an den Staat zahlen. Weil der nun Sozialhilfe bekam.

Rentenausgleich = Abzug von der eigenen Rente an den ex-Ehepartner. Je länger die Ehe bestand, desto mehr Abzug.

Als die ex-Ehefrau starb, wurde ihrem ex-Ehemann weiter von seiner Rente abgezogen.
Weil die Frau inzwischen geheiratet hat, und nun ihr Witwer einen Teil erben würde.
Quelle: TV-Doku.

Das alles ist deutsches Recht und Gesetz. Nur wegen 15 Minuten auf dem Standesamt, ein Ja-Wort und eine Unterschrift. Ein Auto an- und abmelden ist viel einfacher und billiger.

Man kann auch gegen seinen Willen geschieden werden, und muß dann ggf. genauso kräftig zahlen.
Die Trennungszeit sind dann mindestens zwei Jahre statt Einem.

Die meisten Frauen mögen andere Ansichten und Gründe fürs heiraten haben.
Und im Brustton der Überzeuigung:"Wir lassen uns niee scheiden"

Aber was würde die Frau dazu sagen, wenn sie erfährt, was Alles ggf. der Mann zahlen muß ? (s.o.)
Wolle sie das ihrem Mann antun, den sie ja soo sehr lieben würde ?
Auch gegen ihren Willen, weil das sind unumstößliche Gesetze und Verordnungen.
Außerdem gesetzlicher Anwalts-Zwang bei Scheidung.

In einem Punkt ist die Ehe mit Trauschein wirklich lohnend und sichernd.
Bei großen Werten wie z.B. Immobilien (z.B. Eigenheim)
Stirbt ein Ehepartner, hat der Überlebende einen hohen Freibetrag bei der Erbschaftssteuer.

Wären sie aber nicht verheiratet gewesen, wäre der Freibetrag viel niedriger.
Das könnte dazu führen, daß die Immobilie verkauft werden muß, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. Was nicht im Sinne des Verstorbenen ist, weil der sich wünscht, daß der Andere dort wohnen bleiben kann ?
 
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  • #22
Hallo FS


Deine Frage ist ungefähr so als wenn ich ein neues Auto kaufen möchte und mich schon vorab schon mal erkundige was das verschrotten kosten würde..


Die Erfahrungen anderer sind nicht "deine" Erfahrungen..Deine Erfahrungen musst Du nach bestem wissen und gewissen selber machen.

Ehen laufen unterschiedlich, motive, Schicksale sind unterschiedlich..

Eine Scheidung kann dich von 0-100000.- Euro.kosten..Je nach Einkommen und Zugwinn, Mittellosigkeit etc..


Wenn man jedesmal etwas nicht tun würde nur weil man vielleicht ein Fehler macht, dann am Besten gleich in ein ganz Ganzkörperkondom packen.
 
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  • #23
Hallo FS


Deine Frage ist ungefähr so als wenn ich ein neues Auto kaufen möchte und mich schon vorab schon mal erkundige was das verschrotten kosten würde..


Die Erfahrungen anderer sind nicht "deine" Erfahrungen..Deine Erfahrungen musst Du nach bestem wissen und gewissen selber machen.

Ehen laufen unterschiedlich, motive, Schicksale sind unterschiedlich..

Eine Scheidung kann dich von 0-100000.- Euro.kosten..Je nach Einkommen und Zugwinn, Mittellosigkeit etc..


Wenn man jedesmal etwas nicht tun würde nur weil man vielleicht ein Fehler macht, dann am Besten gleich in ein ganz Ganzkörperkondom packen.

Na ja, aber es schadet ja nicht, sich als vorausschauender Erwachsener, bevor man handelt, über eventuelle unliebsame Konsequenzen seines Handelns zu informieren, statt hinterher zu jammern, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Zumal viele negative Folgen durch vorherige Maßnahmen (Gütertrennung, Ehevertrag, sich den Frauentyp, den man heiraten will, gut ansehen) abzuwenden sind und der FS sowieso in der Bredoullie ist, da er selbst gar keinen Heiratswunsch hat und quasi von seiner Freundin zu etwas erpresst wird, was er nicht will und was im Fall des Scheiterns für ihn große negative und vielleicht lebenslange Konsequenzen haben könnte.

#9
 
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  • #24
Soweit es um die Kosten geht: Eine Scheidung muss nicht mehr als rund 2.500,- Euro kosten und kann heutzutage sogar schon per Internet beantragt werden (z.B. www.scheidung-online,de). Diese 2.500,- Euro kannst du schon durch nur ein Jahr verheiratet sein durch den Steuervorteil wieder "raushaben". Deshalb stimmt es nicht, dass man durch eine Ehe draufzahlt, im Gegenteil spart man meistens mehr Steuern als eine Scheidung kostet.

Richtig teuer wird es nur, wenn man sich anlässlich der Scheidung über Unterhalt und/oder Vermögen streitet. Diese Fragen lassen sich aber im Voraus durch einen Ehevertrag regeln, so dass es im Falle einer Scheidung nichts mehr zu streiten gibt und man dadurch Anwalts- und Gerichtskosten spart. Wenn Ihr beide berufstätig seid, könnt Ihr per Ehevertrag auf Unterhalt, Vermögensausgleich und Zugewinnausgleich verzichten.
 
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  • #25
Hallo,

die Art und Weise, wie die Frage von Dir vormuliert wurde, lässt darauf schließen, dass sie die Falsche ist. Sicher sollte die Kostenfrage mit berücksichtigt werden, allerdings sind es meistens die irrationalen Gefühle, die einen doch dazu verleiten, wobei es völlig egal ist, ob Mann oder Frau. Im Übrigen war es in meinem Fall der Mann, der zwar wesentlich besser verdiente als ich, aber mit dem Tag der Trennung meinerseits den Hammer fallen ließ und mir die Kredit- und Unterhaltszahlungen "überließ".
Mein Freund und ich reden heute offen über das Thema, und das wichtigste dabei ist, dass beide es gefühlsmäßig wollen, dabei aber alle Kostenfragen durchdiskutieren. Wer diese Offenheit nicht mitbringt, sollte über das Heiraten erst gar nicht nachdenken.
 
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  • #26
Irgendwie absurd... das kann man gar nicht allgemeingültig beantworten. Manche haben eine Trennung in Frieden, manche machen Krieg - der wird idR sehr teuer. Auch nervlich.

Ich würde mich an deiner Stelle fragen, ob man:

- genau diese Frau heiraten mag
- man gemeinsame Kinder möchte oder sich zumindest vorstellen kann
- man grundsätzlich heiraten mag (egal ist keine Entscheidung)
- man sich vorstellen kann, gemeinsam alt zu werden
- man teilen und mitteilen mag
- man gemeinsame Ziele und Wertvorstellungen hat
- man "Durststreckenerprobt" ist
- Verantwortung übernehmen mag

Sachen in der Art halt. Wenn du sie aber schon ziehen lassen magst, kommen diese Gedanken vielleicht an falscher Stelle.
 
  • #27
Hi FS,

Mit der Fragestellung und Einstellung solltest du nicht darüber nachdenken, zu heiraten! Das ist nichts, was du abzählen kannst. Entweder DU willst das, weil es dir gefällt ohne wenn und aber oder eben nicht. Ich bin nach einer Langzeitehe, die für mich, was Partnerschaft betrifft im Nachhinein ziemlich übel war geschieden und kann dir trotzdem nicht sagen, ob ich nochmal heiraten würde. Menschen ändern sich und egal, ob jemand eine perfekte Liste hat, um den perfekten Partner zu finden... das heisst noch gar nix. Und falls du nicht die vollkommen falsche Einstellung hast und fragst dich was die Scheidung kostet, bevor du geheiratet hast, dann bist du wohl bei der Frau nicht richtig.
 
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  • #28
Ich frag mich eher ob es nicht besser ist zu heiraten. Eben weil man als Lebenspartner keinerlei Rechte hat. Ich darf meinen lebenspartner nicht auf der Intensivstation besuchen. Ich bekomme im Krankenhaus keinerlei Auskunft. Er muss im fall einer Schwangerschaft eine Vaterschaftsanerkennung machen. ich habe keinerlei Anspruch auf ein Erbe ohne Testament.

Da ist es doch klar vorteilhafter zu heiraten. Und teilweise hast Du noch eine Steuersparnis weil Du Ehegattensplitting machst.

Auch schon mal sorum gedacht?
 
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  • #29
Das Posting des FS ist natürlich wieder ein gefundenes Fressen für frustrierte und verlassene Ex-Ehemänner...

Ich verstehe absolut nicht, weshalb Frauen, die heiraten wollen, sofort unterstellt wird, sie wären geldgeil?! Keine Ahnung, weshalb Deine Partnerin auf heiraten "drängt" und das kann Dir auch kein Forum beantworten, vllt. hat sie keinen Bock mehr auf Deine Unverbindlichkeit?

Wenn Du schon solche Zweifel hast und Dich von anderen Leuten bzw. Arbeitskollegen so massiv beinflussen lässt, dann bist Du ein unreifer Bubi und kein Mann, der weiss, was er will. Wie hier ein Gast treffend formulierte: "Ich kaufe mir ein Auto und frage gleichzeitig nach, was die Verschrottung kostet"

Deine aktuelle Partnerin dürfte froh sein, wenn sie Dich los ist. So einen Mann braucht keine Frau.

w
 
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  • #30
An FS:

Wenn Du Deine Freundin nicht heiraten willst heisst das, dass Du sie nicht genug liebst. Dann solltest Du ihr das sagen, dass Du zwar mit ihr zusammen bist, aber sie nicht genug liebst und nicht genug Zukunft siehst, um sie zu heiraten.

Wenn für SIE heiraten wichtig ist, wird sie mit Dir Schluss machen, aber ich finde, Du solltest ehrlich sein.

Ich selber gehöre auch zu der Kategorie: Wenn nach ca. 3 Jahren eine Beziehung nicht reif für die Heirat ist, dann werde ich sie abbrechen. Ich war 9 Jahre zusammen, unverheiratet, mit einem Mann und in dieser Zeit hat er sich nie festlegen wollen. Ich will das nicht mehr.

Gründe für meinen Heiratswunsch ?

- Auch nach außen zeigen, dass man ein bodenständiges Paar ist, mit dem Wunsch, für immer zusammenzubleiben

- Mit über 40 gehört es sich, zu heiraten und "Mann und Frau" zu sein, Freund und Freundin ist was für 20-jährige, das mag ich nicht mehr.

- Sich gegenseitig absichern, wenn etwas passiert.

Zu letzterem mehr: Unverheiratet hängt man so in der Luft, auch wenn einer arbeitslos wird, krank wird. Als verheiratetes Paar hat man auch gesellschaftlich und staatlich mehr Unterstützung.

Zum Vorwurf MANN AUSNEHMEN:

ich bin 40, er ist 42, wir verdienen beide "gleichwenig" und haben keine Kinder. Da ich in seinem Haus mitwohne, bezahlt er die Renovierungsarbeiten und ich bezahle die Möbel. Wir sind noch nicht verheiratet. Falls es durch irgendetwas DOCH zur Trennung kommen sollte, werde ich ja ausziehen, aber die Möbel sind meine, und sein Geld steckt in dem Haus, welches er ja behält.

Ich finde, Trennungen sollten fair sein. Auch mit meinem Ex. ging es fair zu. Wieso sollte ich jemanden ausnehmen?

Wir hatten uns auseinandergelebt, aber für beide war die Beziehung zu der Zeit, als sie begann, die richtige Entscheidung ! Diese gehört zu unserem Leben dazu. Ich möchte, dass auch ein Ex-Partner die Beziehung einigermaßen gut in Erinnerung hat, auch wenn man getrennte Wege geht.

Gütertrennung ist daher EINE Möglichkeit. Die andere - so wie wir zum Beispiel. Solange keine Kinder da sind, funktioniert das auch.

Bei Kindern: Beide in der Arbeit kürzer treten, dann muss auch keiner auf Geld verzichten um den Haushalt zu machen.

w,40
 
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