Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

Gast

Was kann ich tun wenn mein Freund (psychisch krank) nicht regelmäßig seine Tabletten nimmt?

ich hab folgendes problem! Mein Freund hat seit mehr als 4 Tagen seine Tabletten nicht genommen gegen seine Schizo. jetzt ist er richtig aggessiv und schmeisst mir viele schlimme sachen an den Kopf, wie z.B. ich soll für immer in die Klapse und nicht mehr rausgelassen und noch härtere sachen. Wie kann ich damit umgehen, dass er sie wieder regelmäßiger nimmt und die Vorwürfe weglässt!! Bin echt verzweifelt!!!!
 
G

Gast

Gast
Bitte, wende Dich an (s)einen Arzt oder andere fachkompetente Beratung,
und erkläre, wie weh Dir seine Vorwürfe tun.
alles Gute
 
G

Gast

Gast
Vorwürfe kann er nicht lassen, ist Symptom seiner Krankheit, wenn er seine Medikamente nicht nimmt. Leider gehört das für viele schizophren erkrankte dazu, dass sie irgendwann aufhören, ihre notwenidgen (!!) Medikamente zu nehmen.
Erste Hilfe: ruhig bleiben, nicht auf ihn einreden (das kann er sowieso nicht aufnehmen und es macht ihn nur noch aggressiver).
Leider kannst du nur abwarten, bis er für sich selbst oder andere eine Bedrohung wird - und dann musst du einen Notarzt und/oder die Polizei anrufen, damit er Erste Hilfe bekommt.
Es ist übrigens ein gängiger Irrtum, dass schizophrene Menschen "ungefährlich" seien: im akuten Wahn sind sie das durchaus - dann können sie gewalttätig werden und sich und/oder ihre Umwelt gefährden.
Pass auf dich auf und überleg dir gut, ob du diese ups und downs auf Dauer mitmachen willst/kannst.

w, 49
 
G

Gast

Gast
Du kannst bezüglich Deines Freundes recht wenig tun - Dein Freund ist wohl erwachsen.
Ich nehme an, Du hast mit ihm gesprochen und kein Gehör gefunden.

Was Du tun kannst ist, an Dich zu denken: Warum läßt Du Dir diese Dinge gefallen, ohne Dich auf dem Absatz umzudrehen und ganz klar zu sagen, Du kommst erst wieder, wenn er sein Verhalten in den Griff bekommen hat (die Einnahme der Medizin gehört ja wohl dazu).
Dies dürfte das Wirksamste sein, dass Du tun kannst. Tu es schnell, ehe Dich die Situation kaputt macht.
 
G

Gast

Gast
Bei Schizophrenie nehmen die Betroffenen häufig ihre Medikamente nicht, weil sie die Schübe, die sie haben, als gut oder spannend empfinden, weil z.B. starke Kreativität "nur" ohne die Medikamente ausgelebt werden kann.
Leider gehört es ja zum Krankheitsbild, dass mit Vernunft oder Argumenten nichts zu machen ist. Wenn ihr zusammen wohnt, solltest Du vorübergehend ausziehen und ihm sagen, dass Du wieder kommst, wenn er seine Medikamente wieder nimmt. Auch, wenn er das vielleicht im Moment nicht realisiert... Wenn er dann mal einen klaren Moment hat, kann er ja darüber nachdenken...
Falls Anhaltspunkte dafür bestehen, dass er sich oder andere gefährdet, solltest Du die schleunigst an die Psychatrie wenden. Alleine kannst Du das nicht schaffen, hole Dir Hilfe bei dem Therapeuten/ Psychiater deines Freundes.
Alles Gute und denke an deinen eigenen Schutz!
 
G

Gast

Gast
Indem du ganz klar NICHT DA bist für solche Spielchen. Es ist zu ernst.

Wenn's zu heftig wird: Polizei rufen, (Zwangs-)Einweisung in die nächste Psychiatrie.

Was ist mit seinem Therapeut/in, mit seinem Psychiater/in, mit seinem Begleitarzt? Rufe dort an, berichte was grade stattfindet und frag um Unterstützung.

Hast du einen Arzt/Ärztin deines Vertrauens, mit der/dem du das alles mal besprechen und auch um Hilfe bitten kannst? Wenn nicht, mache dich auf die Socken, vereinbare einen Termin (mit deiner/deinem Hausarzt/-ärztin oder mit einer/einem Psychiater/in) und erzähle dort mal alles und erbitte Unterstützung und guten Rat.

Mach dich kundig, ob es in deiner Stadt oder Nachbarstadt eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen psychisch kranker Menschen gibt, wenn nicht, dann eine SH-Gruppe für Co-abhängige, dort kannst du auch das Nötige lernen, Untertsützung bekommen, aus den Erfahrungen anderer lernen und mit deinen Fragen landen.

Decke auf jeden fall sein Verhalten NICHT, sondern sorge für DEINE Stressfreiheit.

Alles Gute!

w,57
 
G

Gast

Gast
bleib erstmal ruhig und überlegt. es ist sicher nicht alles so einfach mit deinem freund.
hmm, erstmal unklar, ist er wirklich an einer schizophrenie erkrankt oder hat er eine andere störung? wenn er tatsächlich eine schizophrenie hat, was ist es denn genau für eine form?
ist er momentan in einer guten behandlung bei einem psychiater und psychotherapeut?

manchmal ist es so, dass menschen dinge die sie an sich selbst nicht wahrnehmen wollen, gerne in anderen sehen. so musst du die vorwürfe betrachten, eigentlich spricht dein freund von sich selbst, wenn er "von der klapse für immer" spricht. das ist allerdings nur eine vermutung !!!

auf jeden fall solltest du ruhig bleiben und dafür sorgen, dass die situation und seine aggression nicht unnötig eskalieren. letztlich bist du aber auch nicht für deinen freund verantwortlich. bei der schizophrenie bleiben logische denkvorgänge erhalten, er kann sich selbst helfen. du musst dich schützen! bleib locker und nimms mit humor. mix ihm die medis ins essen und überrasche ihn mit seiner lieblingsspeise :)

es werden bessere zeiten kommen.

alles gute, nachtgruß
 
G

Gast

Gast
Nimm doch seine Medikamente.
Villeicht ist es Dir dann egal.

Nein, entschuldige. Lass die Finger von Deinem Freund. Diese Beziehung musst Du abbrechen.
Das ist eine Zeitbombe.
Er wird Dir dann versprechen, dass er in Zukunft immer die Medis nehmen wird, wird er aber nicht. Wenn seine Schizo so behandelt werden muss, ist das die Vorstufe zum einliefern.
Die Krankheit wird nicht besser.
Die Vorwürfe sind Nebensache. Er wird Dich immer wieder verletzen.
Leider ist das keine Erkältung, die in ein paar Tagen vorbei ist. Das bleibt und die Chance ist gross, dass es immer schlimmer wird.
Es gibt ganz viele Beispiele, wo der Partner am Schluss wirklich in der Klapse landet.
Das ganze Elend ist, dass Dein Freund das nich mit böser Absicht macht, sondern er ist Krank.
Aber das wird nicht besser.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.
 
G

Gast

Gast
Was du tun sollst? Da gibt es doch überhaupt gar keine Frage! Sofortige Trennung!!!
Der Mann tut dir nicht gut, ganz im Gegenteil, also trennst du dich von ihm! Lieber gestern als heute. Du bist doch wohl hoffentlich nicht masochistisch veranlagt!
Bist du im fertilen Alter und willst Kinder mit ihm? Wenn ja, rate ich noch mehr dringendst von dem Mann ab! Schizophrenie ist vererbbar, so wie viele andere Persönlichkeitsstörungen auch.
Ich verstehe nicht, wieso sich Frauen solche Männer antun, die sie nur quälen.
 
G

Gast

Gast
Du kannst nichts machen, ausser proffessionelle Hilfe holen.-
Für Ihn und jemand anderes für Dich. Und selbst Abstand halten.
Und überlege Dir was du möchtest. Du wirst selber mit zu Grunde gehen.
Ich weis wo von ich schreibe. Denn ich habe 4 Jahre eine solche Horror - Beziehung überlebt.
Meine Partnerin nicht. Und ich brauchte 5 Jahre um mich davon zu erholen. m
 
G

Gast

Gast
Nun, den Kontakt zu seinem behandelnden Arzt suchen.
Alles Gute!
 
G

Gast

Gast
zu #10

Der Arzt darf keine Auskunft geben.

Die FS sollte sich fragen, warum sie eine Beziehung mit einem psychischen Mann eingeht bzw. eingegangen ist und warum sie hier in einer Single-Börse Fragen stellt, die sie in passenderen Internet-Foren viel besser beantwortet werden bekäme.

w 47
 
G

Gast

Gast
@11:

Meines Wissens können Angehörige oder enge Bekannte in solchen Fällen sehr wohl den Arzt um Rat fragen. Besser noch: sich an psychiatrische Tageseinrichtungen wenden (in Berlin heißen die z.B. sozialpsychiatrischer Dienst), dort können auch Sozialarbeiter Auskunft geben, wie weiter zu verfahren ist. Die dort Tätigen bieten den Kranken und den Angehörigen Hilfe im Umgang mit solchen Situationen an.

Mein Freund ist Arzt und war bis vor kurzem in so einer Einrichtung tätig, daher dieser Rat.

Wenn jemand mit Schizophrenie medikamentös gut eingestellt ist, kann eine Beziehung m.E. möglich sein. Die persönliche Belastungsgrenze ist natürlich verschieden und jeder muss sich kritisch fragen, ob man eine solche Beziehung länger durchhält. Die Nachwuchsfrage stellt sich in der Tat schwierig dar.

w36
 
G

Gast

Gast
Allen, die hier meinen, Menschen mit einer psychischen Erkrankung seien einer Liebesbeziehung nicht würdig, empfehle ich das glänzende Buch von Manfred Lütz: IRRE. Wir behandeln die falschen, unser Problem sind die Normalen.

An die FS: Ich bin derjenige, der Dir heute vormittag den Hinweis gab, Dich an den behandelnden Arzt zu wenden. - Im Übrigen darf ich Dir mitteilen, dass es mich berührt, wie sehr Du Dich um Deinen Freund sorgst!

Noch einmal alles Gute!

Nachtrag zum Lütz-Buch.
Der Untertitel lautet: Eine heitere Seelenkunde.
 
G

Gast

Gast
Der Arzt darf dir nicht über ihn Auskunft geben. Aber er darf dir sehr wohl als einer Angehörigen/Partnerin eines Schizophrenen Auskunft geben, wie man mit dieser Krankheit umgeht - als Partnerin. Dazu müsste er eigentlich sofort bereit, wenn nicht gar verpflichtet sein. Es geht schließlich hier nicht direkt um deinen Freund, sondern um dich! Um die Frage, ob für dich u.U. Gefahr besteht, wenn er aggressiv wird. Wie du dich - auch emotional - vor seinem krankheitsbedingten Verhalten schützen kannst.
Ich würde mich erkundigen, wo in der Nähe es Anlaufstellen gibt für Angehörige, aber auch für psychisch Erkrankte. Die ambulanten Dienste wie ein sozialpsychiatrischer Dienst wenden sich ja in der Regel eh an beide Gruppen. Auf jeden Fall geht es zunächst um dich und da kann sich niemand auf die Schweigepflicht berufen. Schizophrenie, da gibt es ja sicher auch einige Untersuchugen, Erfahrungswerte, Richtlinien für ANgehörige etc.
 
G

Gast

Gast
@15: Sie tun es aber manchmal trotzdem. Habe ich selber erlebt: Ich war damals schon längst von meinem "Beziehungsversuch" getrennt und bekam trotzdem Auskunft. Telefonisch innerhalb 5 Minuten, ohne persönliches Kennen... Was ist davon zu halten?
 
G

Gast

Gast
Wende dich unbedingt an einen Arzt oder/und die Psychiatrie. Hat er einen Betreuer? Dann solltest du dich auch an ihn wenden. In solchen Fällen bringt nur noch die Zwangseinweisung etwas. Setz dich dafür ein, falls du ihn nicht freiwillig dazu bewegen kannst. Dass er dich beschimpft, kann im Extremfall nur der Anfang von noch viel schlimmeren, wie zum Beispiel körperliche Gewalt oder Mordversuch sein. Ich spreche da aus Erfahrung. Mein Vater ist seit 23 Jahren erkrankt und sitzt inzwischen mindestens ein bis zweimal im Jahr in der Psychiatrie, weil er regelmäßig seine Medikamente nicht mehr nimmt. Der Spruch, dass man dich in die Klapse stecken solle, kommt mir sehr bekannt vor. Bis er wieder in Behandlung ist, solltest du dich unbedingt von ihm distanzieren. Alles Gute....
 
G

Gast

Gast
Ich möchte davon abraten, hier Warnungen im Stil von "Schizophrenie ist vererbbar, bloß kein Kind zeugen" zu erteilen. (Und eine Persönlichkeitsstörung ist Schizophrenie nicht.)
Es GIBT das Risiko einer Vererbung, zweifelsohne. Allerdings verläuft nicht jede Schizophrenie gleich. Etwa ein Drittel nimmt einen chronischen Verlauf, ein Drittel bleibt nach einer psychotischen Episode weitgehend symptomfrei und ein weiteres Drittel erlebt mehrere Schübe. Die Schübe sind nicht alle gleich schwer, und ob jemand aggressiv wird und das gegen sich oder andere hängt stark vom Typ Mensch ab. Auch sind nicht zwingend lebenslange Medikamentengaben erforderlich, dies hängt von der Verlaufsform ab. Von daher muss man das Risiko sicher abwägen, aber Kinder sollten nicht von vornherein ausgeschlossen werden - Schizophrene sind nämlich keine Monster.

FS, ich rate dir, dich an die Seite des Kompetenznetzes Schizophrenie zu wenden, wenn du im Internet darüber sprechen willst, denn da bist du besser aufgehoben als auf einer Partnerbörse.

Zudem: schotte dich ab, nimm dir Zeit für DICH. Zusammensein und -leben mit akut psychisch Kranken kann die Hölle sein.
Wenn du kannst, geh zu einer Freundin.
Teile deinem Freund mit klaren Worten und Ruhe mit, was Sache ist und wie du die Situation wahrnimmst. Wende dich auf JEDEN Fall zusätzlich an seinen behandelnden Arzt oder Betreuer. Du solltest nicht diejenige sein, die ihn einweisen lässt, weil das böse Auswirkungen haben kann, wenn die Beziehung weiter bestehen soll, denn du bist nicht seine Betreuerin, da müssen die Verhältnisse ganz klar sein.
Sprich eventuell mal über Depotmedikation mit seinem Arzt.

Wenn er akut psychotisch ist, hilft nur dein Rückzug. Und ja - such dir Angehörigengruppen, such dir Hilfe und halte immer ein gutes Stück deines Lebens frei für dich selbst, damit DU nicht kaputt gehst.

Viel Kraft wünsche ich dir.
w25
 
G

Gast

Gast
Ganz ehrlich: ruf die Polizei oder das Gesundheitsamt an und lass den Irren zwangseinweisen. Offensichtlich ist der nicht mehr ganz bei Trost und kann dich u.U. noch umbringen!
 
G

Gast

Gast
Liebe Forumsmitglieder,

Mich verwundert doch wie viel Vorurteile Menschen noch immer gegenüber dieser Erkrankung haben.

Nur zur Hintergrundinfo sollte ein Elternteil erkrankt sein besteht ein Erkrankungsrisiko von nur 10%.

Ich selber bin von Schizophrenie betroffen bin aber krankheitseinsichtig und nehme meiner Tabletten.
Die meisten Schizophrenen sind besonders sensibel und gerade nicht aggressiv.

Natürlich haben wir es manchmal schwieriger in der Arbeitswelt klar zu kommen weil wir nicht ganz so belastbar für Stress sind bzw. es auch zu Konzentrationsschwierigkeiten kommen kann...

Schizophrene sind auch nicht Intelligenzgemindert. Ich beispielsweise habe mein Maschinenbau Studium als zweitbester absolviert.


Liebe Grüße und ich hoffe es gibt auch Frauen die Menschen wie mir gegenüber aufgeschlossen sind.

Bevor ich erkrankte dachte ich auch mir könnte nie etwas passieren aber es gibt so viele einschränkende Krankheiten und ich denke Schizophrenie solange sie nicht chronisch ist, ist deutlich angenehmer als viele andere Krankheiten.

m/ 26
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top