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  • #1

Was ist wichtiger: Sex oder gute Gespräche?

Gestern Abend hatte ich eine Diskussion mit meinem Freund (er 35 Jahre, ich 34 Jahre): Wenn er sich zwischen Sex und guten Gesprächen mit mir entscheiden müsste, würde er sich immer für Ersteres, den Sex, entscheiden.

Ich war geschockt, zumal die Antwort sehr schnell und vehement kam. Ich würde mich definitiv für die Gespräche entscheiden, denn für mich ist sein „Kopf“, seine Persönlichkeit und seine Meinung viel wertvoller, als sein Körper. Umgekehrt ist das wohl anders, denn er argumentiert mit Intimität, die nie so groß sei wie beim Sex.

Also, liebe Foristen: Was ist für euch wichtiger, wofür würdet ihr euch entscheiden: Sex oder gute Gespräche?

Bitte verseht eure Antworten mit „w“ (weiblich) beziehungsweise „m“ (männlich), denn die Geschlechterfrage finde ich sehr interessant.
 
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  • #2
Für mich sind Gespräche auch wichtiger, aber ich weiß, dass vielen Männern der Sex auch wichtiger ist, als ein Gespräch.
(W)
 
  • #3
Wenn ich mich in einer bestehenden Beziehung zwischen den guten Gesprächen und dem guten Sex entscheiden müsste, dann würde ich den Sex nehmen, weil ich in einer Beziehung treu bin und deshalb meine sexuellen Wünsche nicht anderweitig befriedigen kann, meine Wünsche nach guten Gesprächen aber schon. w (36)
 
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  • #4
Ich würde da mal direkt sagen:

Erst ein langes tiefgehendes Gespräch, das mit Sex endet und alle sind zufrieden.

(m)
 
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  • #5
Gute Gespräche wäre für mich die logische Antwort.
Wieviel Zeit im Monat hat man Sex- und wieviel Zeit verbringt man mit Gesprächen?
Was nützen ein paar schöne XXX-Stunden im Monat, wenn man sich ansonsten nicht viel zu sagen hat?

Für mich wäre die Antwort Deines Freundes zumindest überraschend.
Würde ich eher von einem Affären-Sucher erwarten.

m, 47
 
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  • #6
Ich finde gute tiefgründige Gespräche bei einem Gläschien Wein sind nicht zu verachten. Sex können die jedoch nicht ersetzen. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich auch letzeres wählen. Mich überrascht etwas, wie man so etwas vergleichen kann. Meiner Meinung nach kann man beides haben.

m30
 
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  • #7
Das ist doch der Zauber an einer guten Beziehung: Beides ist irgendwie gleich wichtig, alles zu seiner Zeit;-).
Die guten Gespräche kann ich auch unter Freunden führen, Sex ist am Schönsten mit jemandem, mit dem man auch sonst auf einer Wellenlänge liegt.
 
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  • #8
Ich finde, das ist wieder so eine typische Killerfrage, so wie "Findest Du mich zu dick?" Was er sagt, es wird gegen ihn verwendet und jede mögliche Antwort ist gleich falsch. Genau so könntest du auch fragen, was ist wichtiger im Leben, Essen oder Schlafen?

Er hat es halt nicht gleich durchschaut, sonst hätte er wohl geantwortet "beides ist wichtig". Spontan hat der die Essenz der Beziehung zu dir genannt, den Sex, denn der unterscheidet die Geliebte von der guten Freundin. Vielleicht gefällt dir seine Antwort besser, wenn du sie als spontantes Bekenntnis zu Dir als Geliebter interpretierst.

An seiner Stelle würde ich mir allerdings Gedanken machen darüber, wo du ihn einordnest, wenn du deine Antwort siehst. Und so erzählt die Kritik wieder mal mehr über den Kritiker, als über den Kritisierten...
 
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  • #9
Gute Frage. Ich hätte spontan gesagt, ich könnte auf keines von beiden verzichten. Allerdings habe ich es schon weitaus länger in Beziehungen ohne Sex ausgehalten als ohne Gespräche. Insofern sind mir wohl Gespräche wichtiger.

m
 
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  • #10
ich denk, sex ist eine andere Art der intellektuellen Kommunikation.

m
 
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  • #11
Liebe W

ich w, frage mich, was für einem Hohlkopf du zusammen bist.
Sex ist doch auch ein weitergeführtes Gespräch, n'est-ce pas ?
 
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  • #12
Ich war geschockt, zumal die Antwort sehr schnell und vehement kam. Ich würde mich definitiv für die Gespräche entscheiden, denn für mich ist sein „Kopf“, seine Persönlichkeit und seine Meinung viel wertvoller, als sein Körper. Umgekehrt ist das wohl anders, denn er argumentiert mit Intimität, ...

Beides ist wichtig. Aber "seelenverwandt" bin ich nur mit der Frau, mit der ich in Ruhe und Vertrauen über alles reden kann. Das ist eindeutig das Wichtigste. Wie sonst sollte ich mir vorstellen können, mit ihr alt zu werden?

M.
 
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  • #13
Da kann ich mich nicht entscheiden, denn für mich gehören gute Gespräche vor dem Sex zu gutem Sex dazu - sonst ist es kein guter Sex. Ich muss den Kopf in dem Körper schon auch gut finden, ich denke deinem Freunde geht es ähnlich und er will eben nicht auf den Sex mit Dir verzichten und kennt ja deinen Kopf und deine Gedanken.

Für Männer ist das eine Frage, die sie übersetzen: Willst Du lieber vögeln oder lieber reden!?
Und jetzt rate mal, was Männer da antworten;-)

Ich glaube, viele verstehen nicht, was Du ausdrücken willst.

Ich könnte mich da aber auch nicht entscheiden, denn den Mann kann schön sein wie er will, wenn ich seinen Geist, seinen Humor nicht mag, will ich auch keinen Sex mit ihm. Er muss Hirn und Charme haben, sonst wird das auch mit viel Alkohol nichts.
Das kann trotzdem wild und animalisch sein, ich brauch auch keine romantische Musik, aber für mich ist die Krönung eben SEX UND gute Gespräche!

Deswegen bin ich auch echt traurig, dass ich meine Affäre beendet habe. Wir hatten tolle Gespräche! Und nicht nur das. *seufz*

w,40
 
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  • #14
Mir ist beides wichtig, am Wichtigsten ist mir aber das Verlangen nach Nähe, nach Berührung, nach Zärtlichkeit. Ein Gespräch kann für mich nie so wichtig sein, wie ein inniger Kuss mit viel streicheln in leidenschaftlicher Umarmung.
m <55
 
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  • #15
Ich (m) würde mich weder ausschleißlich für Sex noch für ausschleißlich gute Gespräche entscheiden, sondern ausgewogen für BEIDES: wenn ich keine gute Gespräche führen kann, so interessiert mich langfristig der Sex weniger!
 
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  • #16
Wenn ich in einer fortgeschrittenen Beziehung die Wahl hätte: Für Sex natürlich. Reden kann ich mit ihr immer aber wie oft kommt es in einer Beziehung die bereits länger als drei Monate andauert schon vor dass die Frau sich herablässt mit dem eigenen Partner zu schlafen.


M
 
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  • #17
Sex und Herz.
Ich bin selber nicht gerade der große Rhetoriker und ich finde, sprechen wir oft überbewertet und macht einen nicht zu einem besseren Menschen!
Ich litt ein Leben lang darunter, dass ich stotterte und mich schlecht artikuliere konnte. Ich war daher zurückgezogen und viele Menschen nahmen Abstand von mir, als hätte ich ekelerregende Defizite, die es zu meiden gilt.

Zwei Menschen müssen nicht miteinander kommunizieren, um sich lieben oder verstehen zu können. Sonst würden ja auch viele Partnerschaften zwischen zwei verschieden sprachigen Kulturen nicht funktionieren, oder?

Wie gesagt, reden und Gespräche sind nicht mein Fall. Ich habe aber dafür andere Talente und die sind auch gut.

Finde das Ergebnis jetzt auch nicht ungewöhnlich. Will man sich kaputt reden? Mal abgesehen davon, in wie vielen Beziehungen wird heutzutage überhaupt noch so ausführlich diskutiert (meist erfolglos ohne an ein Ziel zu kommen!?)? Für mich klingt das mit den guten Gesprächen eher nach nach Wunschvorstellung! Ich glaube, die meisten Männer wären froh, die Frau redet weniger, denn das Meiste was man sagt, ist ohnehin belanglos. Viel wichtiger wäre eine Fokusierung auf die wichtigen Dinge, die man sagen will.

w
 
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  • #18
Kürzlich gelesen: Der Zuhörer konzentriert sich höchstens zu 10% auf den Inhalt des Gesprächs und zu 90% auf die Stimme, und ob diese ihm positiv oder negativ erscheint. Daraus zieht der Zuhörer dann seinen potentiellen Partner/Sexualpartner in Betracht oder nicht. Ich glaube, Männern musst du mit Redekunst sowieso nicht kommen, weil es geht in ein Ohr rein und ins andere raus.
Ein Mann der dir wirklich ernsthaft zuhört und Interesse an hochwertigen Gesprächen mit einer Frau hat, der hat momentan keine ziemlich niedrige Hodenproduktion.
 
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  • #19
Umgekehrt ist das wohl anders, denn er argumentiert mit Intimität, die nie so groß sei wie beim Sex.
Ich sehe das auch so wie dein Freund; mein Partner ist ein unglaublich zärtlicher, sinnlicher und gefühlvoller Mann und die körperliche Begegnung und Vereinigung mit ihm ist eine sehr innige und intime Form der Kommunikation, auch wenn er sonst eher ruhig ist. Trotzdem können wir auch ganz tiefe Gespräche über uns und die Themen, die uns beschäftigen, führen, das gehört zu einer guten Beziehung natürlich auch dazu, kommt aber jetzt nicht soo häufig vor wie wir Sex miteinander haben. :)

w 50
 
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  • #20
Sex ist wichtiger

M
 
  • #21
Typische Männer-Antwort: Sex ist ihnen wichtiger, als .....

(Ironie an) Warum dann noch mit Männern reden, wenn Denen der Sex ja doch wichtiger ist ?

Mir würden sicherlich mindestens ein halbes Dutzend Dinge einfallen, die -mir- wichtiger sind, als ausgerechnet Sex.

z.B. wie die FS nannte:
Ich würde mich definitiv für die Gespräche entscheiden, denn für mich ist sein „Kopf“, seine Persönlichkeit und seine Meinung viel wertvoller, als sein Körper.

Das wird mir besonders bewusst, wenn ich wundervolle Menschen treffe, die aber (stark) körperbehindert sind. Was ist wirklich wichtiger ?

(m,53 - mit eher typischen Frauen-Antworten - bin trotzdem ein Mann, und das gerne)
 
  • #22
Gestern Abend hatte ich eine Diskussion mit meinem Freund (er 35 Jahre, ich 34 Jahre): Wenn er sich zwischen Sex und guten Gesprächen mit mir entscheiden müsste, würde er sich immer für Ersteres, den Sex, entscheiden.

Ein klares Zeichen dafür, das dein Freund sexuell gestört ist, der Sex von ihm also drastisch überbewertet oder sogar in den absoluten Mittelpunkt gestellt wird, im Volksmund ezeichnet man sowas als extrem oberflächlich, eine Beziehung zu so einem "Freund" geht nicht länger als 2 Jahre gut, schon allein wegen deiner nachlassenden attraktivität...

Ich war geschockt, zumal die Antwort sehr schnell und vehement kam. Ich würde mich definitiv für die Gespräche entscheiden, denn für mich ist sein „Kopf“, seine Persönlichkeit und seine Meinung viel wertvoller, als sein Körper. Umgekehrt ist das wohl anders, denn er argumentiert mit Intimität, die nie so groß sei wie beim Sex.

Also, liebe Foristen: Was ist für euch wichtiger, wofür würdet ihr euch entscheiden: Sex oder gute Gespräche?

So sollte es bei normal denkenden Menschen auch eigentlich sein.

Beziehungen die auf langliebigkeit ausgelegt sind müssen zwangsläufig "gute Gespräche" höher gewichten als "Sex" den wir verbringen pro Tag maximal 5-30 Min mit Sex, aber was ist mit den anderen 23 Std ?

Genau darum scheitern so viele Beziehungen, da wird Optik und Sex so stark gewichtet obwohl es für ein zusammenleben eigentlich völlig unwichtig ist...

w 28
 
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  • #23
Vom eigenen Freund geschockt?

Wie lange seid ihr zusammen das das für dich eine Überraschung war?





Das Männer grundsätzlich Triebgesteuerter und Frauen eine viel stärke ausgeprägtere Kommunikationszentren dürfte nicht neu und auch ein Grund dafür sein.

Da es für mich jedoch solche Äpfel und Birnen Vergleiche nicht gibt habe ich auch keine Antwort darauf. ich würde eher sagen beides ist wichtig oder besser noch das "Gesamtpaket"

M47
 
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  • #24
In einer Beziehung muss für mich beides stimmen - wenn die Gespräche wichtiger sind, ist es für mich Freundschaft. Ist der Sex wichtiger, ist es eine Affäre.
W
 
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  • #25
Leider verstehen zu wenige Männer, dass gute Gespräche für eine Frau oft die Grundlage für Sex ist, der dazu noch gut werden muss, kann, soll.

Wenn ich durch Gespräche mit dem Liebsten z.B. die sexuellen Vorlieben nicht "besprechen" kann, also auch keine seelische Nähe aufkommen kann, dann wird es bei mir jedenfalls mit dem Sex auch nichts.

Bei mir muss eine gute seelische Nähe, eine Bezugnehmende Kommunikation sein, damit der Sex oft und gut ist.

w
 
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  • #26
Mein Partner (43) und ich (38) sind seit 3 Jahren zusammen. Natürlich haben wir uns anfangs sowohl intellektuell als auch im Bett gut verstanden. Zu dieser Zeit hätte ich genauso geantwortet wie du, nämlich dass mir sein Kopf viel wichtiger ist als sein Körper. Dann aber haben wir plötzlich auf Grund von verschiedenen Einflüssen unsere körperliche Anziehung zueinander verloren. Das war hart! Wir hatten keinerlei Sex mehr und wir standen unter Anderem auch dewegen kurz vor der Trennung. Irgendwie haben wir es aber geschafft, dass wir körperlich wieder zueinander gefunden haben (gemeinsamer Urlaub als letzter Rettungsversuch, viele Gespräche, Ausräumen vieler Missverständnisse, etc.). Das ist alles noch nicht lang her, also noch sehr frisch, aber eines ist jetzt schon ganz ganz deutlich geworden: Seitdem wir wieder miteinander schlafen, REDEN wir auch wieder ganz anders miteinander. Die körperliche Nähe ist also doch zum Großteil entscheidend darüber wie man im Alltag miteinder umgeht und wie verbunden man sich fühlt. Das hätte ich vor dieser Erfahrung nicht für möglich gehalten. Also muss ich nun nach dieser bewältigten Beziehungskrise deinem Freund zustimmen und sagen, ja, Sex ist offenbar doch der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung. Mein Partner sieht das Ähnlich.
 
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  • #27
Für mich (w) ist der geistige Austausch mit meinem Partner sehr wichtig, viel wichtiger, als sein Körper, der sich verändern wird, der älter wird, womit sich auch beim Sex automatisch Veränderungen ergeben.

Die Sicht Deines Partners ist eine sehr oberflächliche, zeugt von Unfähigkeit, weiter zu denken.
Bei so einer Antwort würde ich auch Angst bekommen und mich fragen, ob dass der Mensch ist, mit dem ich zusammen sein möchte.
 
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  • #28
Guter Sex natürlich... das kann ich nur mit wenigen Frauen haben. Gute Gespräche kann ich auch mit Freunden führen, dafür brauche ich keine Frau.
 
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  • #29
Sex.
Zusammen mit körperlicher Nähe und Zärtlichkeit mein Hauptgrund warum ich überhaupt eine Beziehung eingehe. Ich bin oft lange Single und lebe dann gänzlich ohne das alles. Zum Reden habe ich in Single- und Beziehungszeiten meine Freunde.
Also: Sex.
w38
 
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  • #30
Henne oder Ei? Ich (50, weiblich) weiß nicht, ob sich das abgrenzen lässt. Ohne gute Gespräche verliere ich schnell die Lust auf Sex. Sex ist der Türöffner für gute Gespräche/Intimität. Der Kreis schließt sich.

Wenn ich mich entscheiden MUSS: eine bewährte Beziehung würde ich wegen unbefriedigendem Sex nicht aufgeben. Aber ohne guten Sex würde ich eine dauerhafte Beziehung nicht eingehen, egal wie gut die Gespräche sind.
 
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