G

Gast

  • #31
Wichtig ist in diesem Zusammenhang doch auch folgendes: Distanz-Nähe-Bedürfnis der einzelnen Partner. Wer mit 3-4 x pro Woche nicht auskommt, wem 20 min. Fahrtzeit zu lange sind, der muss sich entscheiden und umziehen. Wer damit leben kann - insbesondere dann, wenn beide einen anspruchsvollen und zeitintensiven Beruf haben, der kann noch immer wunderschöne Stunden zu zweit erleben, wenn andere Paare bereits im Alltag mit Sockenwaschen und Krümel saugen untergehen. Da ich selbständig bin und überall arbeiten kann, wäre ein Umzug theoretisch nicht schwierig. Doch wegen eigener Immobilie und Kind gehören auch für mich diese Überlegungen dazu. Man gibt nicht einfach alles auf, nur um dann vor dem Nichts zu stehen. So blauäugig und naiv sollten erwachsene Menschen ab 35 nicht mehr sein.
 
G

Gast

  • #32
@30: ich bin mir ziemlich sicher: wenn ich meinem Traummann begegnen würde, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte, würde ich meine Immobilie verkaufen (notfalls auch mit Verlust) und mein Kind in eine andere Schule schicken, Kinder und Jugendliche passen sich im Allgemeinen besser an als verknöcherte Erwachsene. Einzige Voraussetzung für mich: ich muss mich auf meinen Partner verlassen können und darf dadurch nicht an den Rand meiner materiellen Existenz geraten. Was ist im Leben ohne Risiko? w 54
 
G

Gast

  • #33
Ich würde nie wegen einem Mann umziehen und meinen Job riskieren und meinen Freundeskreis zurück lassen. Für meinen Traumjob würde ich das aber machen. Und eine Fernbeziehung wäre nix für mich, weil ich absolut keine Lust habe jedes Wochenende durch die Gegend zu fahren, wenn ich endlich mal frei hab. Um es in den Worten von #27 zu schreiben 1."wenn die Beziehung nicht möglich ist ohne das ich meinen Job aufgebe dann geht es halt nicht" 2. "und es gibt genügend Männer für die ich meinen Job nicht aufgeben müsste".
Letzlich ist es ohnehin wahrscheinlicher, dass man sich irgendwann wieder trennt als dass man bis ans Lebensende zusammen bleibt (ab 80+ ist es vielleicht umgekehrt, aber das betrifft mich ja noch lange nicht).
@ #2: Es gibt auch Frauen, die Männer fallen lassen, weil sie nicht den Wünschen der Frau beugen.
w,28
 
G

Gast

  • #34
Um mal wieder auf die eigentliche Frage zurückzukommen und "zwischen den Zeilen zu lesen":
Liebe W, Du wunderst Dich, dass Deine 3 Töchter, obwohl sie doch allesamt Akademikerinnen seien (!), es Dir gleich gemacht haben. Als tägliche und aufmerksame Zeitungsleserin -nicht nur des Politikteils und der Klatschspalten- habe ich mehrfach hinsichtlich Akademikerinnen (die für Familie/Mann noch immer kräftig auf die Bremse treten... ) gelesen, dass dies im Wesentlichen auf die persönliche Sozialisation durch das Elternhaus geprägt ist und es insoweit diesbzgl. ein - sorry - starke Ost-West-Gefälle gäbe..

Mir wurde es (entsprechend) anders vorgelebt und während Fr. Schwarzer noch fightete, war "Augenhöhe" in meiner Lebenswelt längst selbstverständlich. Auch in meinem Freundeskreis stellt sich die Frage, dass "sie für ihn" ihren genauso gern ausgeübten Job eben aufgibt, nicht als pure Selbstverständlichkeit. Darüber muss man sich gemeinsam, überlegt und sachlich verständigen.

Und nein, ich bin nicht mit Stoppelschnitt, lila Latzhosen + Haaren auf den Zähnen unterwegs. Weiblichkeit und Stärke schließen sich nicht aus.

Liebe W, lassen Sie also nicht "den Kopf hängen". Wir sind viel weniger "Herr unserer Entscheidungen" als wir vernunftsgesteuerte Wesen wir es immer gern annehmen wollen. Auch das im Übrigen ein Ergebnis soziologischer Studien, als es um -wohlgemerkt- Managemententscheidungen ging.

w. 38
 
G

Gast

  • #35
Hallo,

ich habe wegen meiner Ehe nach dem Studium nicht gearbeitet, habe mich um die Kinder, Haus, und pflegebedürftige Eltern gekümmert. Nach 15 Jahre Ehe wurde ich betrogen und für eine 10 Jahre jüngere Variante ausgewechselt. Jetzt finde ich ohne Berufserfahrung keine Stelle, meine Existenz ist gefährdet, habe keine Eltern oder Verwandtschaft, nicht mal Freunde, weil ich während der Ehe durch viele umfangreichen Aufgaben in der Familie isoliert wurde, die mir helfen könnten. Der Mann und Ehe waren es nicht wert und ich bereue es zu tief, dass ich damals so gehandelt habe. Bin zum Glück noch nicht so alt, aber meine Karriere habe ich vermasselt!

Ich würde den Frauen nicht empfehlen wegen einen Mann die Karriere aufzugeben!
Die sind es nicht wert! Ich würde es nicht wieder tun!

Mein Fazit: Karriere, Job ist wichtiger!

Grüße
Weiblich, 35
 
G

Gast

  • #36
Hallo,

ich habe eine Beziehungen wegen des Jobs nach 5 Jahren komplett in den Sand gesetzt. Im Nachhinein gesehen war es die falsche Entscheidung, zumal es der Karriere kaum zuträglich war.

Heute weiß ich, dass ich jederzeit einen äquivalenten Job finden kann. Vielleicht nicht sofort, doch mit etwas Geduld und beidseitiger Kompromissbereitschaft ist das mittelfristig kein ernsthaftes Problem.

Darum: "Home is where you're heart is."

Gruß,
m34
 
G

Gast

  • #37
ich (w35) würde theoretisch natürlich für den Partner umziehen. Arbeit ist nicht alles, das musste ich schmerzhaft lernen.
Praktisch sieht es so aus, dass es mir nach einigen entsprechenden Erfahrungen vermutlich schwerfallen würde, soweit zu vertrauen, um diesen Schritt zu tun.
Ich habe so oft von null angefangen, ich mag langsam nicht mehr...
 
  • #38
@34
Ja, würde ich als Mann auch keiner Frau empfehlen. Schon gar nicht beim heutigen (gerechteren) Scheidungsrecht. Die Frage ist nur: wieso kannst Du nicht auch an einem anderen Ort Karriere machen? Ist es nicht doch nur Bequemlichkeit?
Die grössten Karriere-und Gehaltssprünge macht man immer bei einem Wechsel des AG. Interne Beförderungen sind fast immer Billigheimer für die Firma, abwerben ist teurer. Umzug und Karriere machen schliessen sich nicht aus!

@35
Gratulation, diese richtige Erkenntnis haben die meisten in Deinem Alter noch nicht. Man ist auch besser im Job wenns restliche Leben im Lot ist.
 
G

Gast

  • #39
das ist alles eine Frage der Kompromissbereitschaft. Es kommt doch in jedem Fall individuell vor, wer hat es leichter "Männlein" oder "Weiblein" einen neuen Job zu finden. Vielleicht ist ja ein Haus da das bezahlt ist. Vielleicht ist ja wie bei mir, ich bin seit 28 Jahren beim selben Arbeitgeber, da hört man nicht so schnell auf. Wir haben aber auch regionale Dienststellen innerhalb meines Bundeslandes, bei tiefer Liebe wäre das absolut kein Problem in einer anderen anzufangen, auch in einer anderen Abteilung wenn es nicht anders geht. Diese Frage ist von sovielen Faktoren abhängig und man kann nix pauschalisieren...ich kann nicht sagen ich würde es immer tun..umziehen für den Partner...aber grundsätzlich abgeneigt bin ich auch nicht...wie hat der kaiser immer gesagt: "schaun mer mal"
 
G

Gast

  • #40
Vielleicht geht es auch nicht nur um Job oder Liebe.Bei meiner persönlichen Wahl spielen darüber hinaus auch noch andee kriterien eine Rolle, wie z.B. meine Eltern, die inzwischen recht alt geworden sind und meine Kinder, die noch schulpflichtig sind und an unserem Wohnort ebenfalls viele soziale Kontakte haben. Als absolut ungebundene und familienfreie Frau ist die Entscheidung möglicherweise einfacher. Manchmal entwickelt sich ja eine neue Partnerschaft erst mal, so dass man erst mit Blick auf eine gemeinsame Zukunft entscheiden kann. Mir persönlich wäre es zu stressig, neben Job und Familie auch noch eine Fernbeziehung zu führen, deshalb sehe ich mich zunächst erstmal in der Umgebung um. Wie das in einigen Jahren sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen, doch ich glaube nicht, dass es sich um eine Frage mangelnder Emanzipation handelt,eher um gesunden Pragmatismus...Liebe braucht eben auch Zeit und Raum ...und Geduld!