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Gast

  • #1

Was ist für euch elitär?

Ist für euch elitär zu sein, wenn

-sehr gutes Allgemeinwissen vorhanden ist, um zu jedem Thema eine Antwort präsentieren zu können.
-man aufgrund der Bildung über ein sehr tiefgründiges Fachwissen verfügt.
-ein abgeschlossenes Studium vorhanden ist.
-man finanziell sehr gut situiert ist.
-man von Geburt an den gehobenen Kreisen zugehörig ist.
-man zwischen Unterschicht und Oberschicht unterscheiden kann.
-man sich in entsprechenden Kreisen bewegt und mit der Unterschicht wenig Kontakt pflegt.
- …..

oder wenn

-trotz der Bildung, des Geburtsstatus, des Reichtums ……..
 
  • #2
"Elitär" bedeutet für mich, kultiviert zu sein. Den Begriff "elitär" finde ich nicht gut, weil sich eine Elite per se abgrenzt und in unten und oben klassiert. Im übertragenen und positiven Sinne würde ich von Kultiviertheit sprechen. Diese Kultiviertheit schlägt sich nieder in:

- der Diskussions- und Gesprächskultur
- in dem sorgsamen Umgang mit sich selbt
- im Akzeptieren von Gegensätzen in der Welt
- ein offen sein im Geiste, das heisst, man kennt unterschiedliche Religionen und Ideologien und kann diese literaturgestütz und wissenschaftstheoretisch diskutieren
- man kann offen über Politik diskutieren, weiss was die Vörzüge einer demoratischen Gesellschaft sind, kennt unterschiedliche Demokratieformen etc.
- ein "Bescheidensein" und eine Dankbarkeit, für das was einem das Leben geschenkt hat
- ein Umgang mit den schönen Künsten des Lebens: Schauspiel, Musik, Kunst etc.
- eine musikalische Bildung
- ein eher leises als lautes Auftreten
- ein Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen
- ein humanistisches Weltbild
- man kann sich mit dem Hausmeister unterhalten und mit dem Vorstandsvorsitzenden, beide finden einen einen guten Typen
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #3
Spontane Antwort. Elitär sind für mich Menschen
- die sich nicht vom Urteil anderer abhängig machen
- die herausragende Leistungen vollbringen
- in ihren Ideen und Taten ihrer Zeit voraus sind
- über ihren Tellerrand hinausschauen und nicht nur Verantwortung für sich selbst übernehmen
- die keine Angst vor Veränderungen und Neuem haben und das Alte schätzen und bewahren (in der Mischung ist das kein Widerspruch)
- die Werte haben und reflektieren könnten, wann es an der Zeit ist, sich von bestimmten überkommenen Werten zu verabschieden
- die sich ihres Wertes und dessen Vergänglichkeit bewußt sind
- die keine Angst vor etwas haben, das anders ist, als sie selbst
- gesellschaftlich gut verankert (geerdet) sind, trotz ihrer Alleinstellungsmerkmale
- die inspirierend sind und Impulse geben
- die mehr als Geld hinterlassen, wenn sie tot sind
 
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Gast

  • #4
Mir fällt da eine Szene aus der Anwaltsserie "Ally Mc Beal" ein, in der eine der Anwältinnen von den "kleinen Menschen" redet: "Ihr wisst schon, diese kleinen Menschen, also Hausmeister, Cappuccinomacher und so. Niemals würde ich mit solch einem ausgehen."
Daraufhin sagt ein anderer: "Du denkst elitär, Nelle!" Und sie: "Natürlich, was auch sonst?!"
 
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Gast

  • #5
- einen guten Charakter, edel, gut
- ein gutes geistiges Potential

das ist für mich elitär. Das macht aus einem Bettler den König.
Die, die sich nur untalentiert und mit elterlicher Unterstützung und mickrigen Leistungen durch ein Studium bewegen oder viel Geld zur Verfügung haben zählen sich meist zur Elite, sind es in meinen Augen aber keineswegs.
 
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Gast

  • #6
sehr gute Antwort von Gast 1.

die Elite kann sich auf jedem Parkett, in jedem Stall, in jedem Slum mit Freundlichkeit und Fairness bewegen, ohne als "was besseres" aufzutreteten.

Die "Syltzicke" , die im Hotel kein Trinkgeld gibt und mit Allüren unterwegs ist, der "Geldprolet", der protzend und unhöfllich präsent ist gehört definitv nicht dazu, da hier das Elternhaus versagt hat.

w
 
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Gast

  • #7
"Elitär" sind für mich kultivierte Menschen , die sich über ganz verschiedene Gesprächsthemen mit Tiefgang unterhalten können. Dabei muss ich aber hinzufügen , dass "Einbildung für mich keine wirkliche Bildung" ist. --> Elitäre Gesprächspartner bilden sich nichts auf sich ein , sondern unterhalten sich aufgeschlossen und tolerant mit allen Bildungsschichten , weil sie wissen , dass es in jeder Bildungsschicht sehr nette und interessante Menschen gibt !!!
 
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Gast

  • #8
- einen guten Charakter, edel, gut
- ein gutes geistiges Potential

das ist für mich elitär. Das macht aus einem Bettler den König.
Die, die sich nur untalentiert und mit elterlicher Unterstützung und mickrigen Leistungen durch ein Studium bewegen oder viel Geld zur Verfügung haben zählen sich meist zur Elite, sind es in meinen Augen aber keineswegs.
# 4
Bin voll und ganz Deiner Meinung. Ich habe "nur" Hauptschulabschluss, weil höhere Schule und Studium aus finanziellen Gründen meines Elternhauses nicht möglich waren.

Nur ein Beispiel: Ich arbeite seit Jahrzehnten mit (netten) studierten Kollegen zusammen, die ich mit meinem (guten Allgemein-) Wissen locker in die Tasche stecken könnte. Zudem habe ich einen Chef, der beruflich gutes auf die Beine stellt, aber menschlich eine totale Niete ist. Was nützt das alles, wenn die HERZENSBILDUNG und der CHARAKTER fehlen!

Mir hat mal ein Mann (Lehrer) geschrieben: DU bist eine Frau mit Herzensbildung. Dafür gibt es keine Universitätsabschlüsse, keine Diplome, keine Doktortitel und dennoch ist sie die wertvollste Art der Bildung überhaupt...

Das ist meiner Meinung nach elitär.
 
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Gast

  • #9
Elitär ist für mich negativ besetzt, irgendwie im Gegensatz zu Elite. Vom Wortgeschmack her Schein und Sein.

Zur Elite wird man durch entsprechende eigene Leistungen - und einen souveränen Umgang damit.

Elitär ist sich mit künstlichen Hürden zu umgeben, weil man sonst nichts zählbares hat um sein (oder ihr) Überlegenheitsdünkel sonst zu rechtfertigen:

Wertmessung nach Statussymbolen
Rituale wie besondere Kleiderordnungen oder Umgangsregeln jenseits allgemeinem Anstand und Höflichkeit.
Geschlossene Kreise nach Beziehungen.
...
 
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Gast

  • #10
ich wundere mich über die positiven Attribute hier zu diesem Begriff! Wohl weil der/die FS mit den Beispielen dementsprechend vorgelegt hat.

"elitär" ist aber doch eigentlich negativ behaftet! Elitär bedeuted hochnäsig, sich auf sein "gutes Elternhaus" und seine berufliche Position etwas einbilden und ausschließlich nur mit eben solchen Menschen Umgang pflegen wollen.
Bescheidene reiche Menschen, die das Herz am richtigen Fleck haben, benehmen sich eben nicht elitär.
 
  • #11
"Elitär" bedeutet für mich eher einen negativen Sinn. Es hat irgendwie etwas Abwertendes. Das was hier von den meisten geschrieben wurde, mögen Kennzeichen für die Elite sein.

Ich gehöre nicht zur elitären Elite. Aber ich habe Niveau ;)
 
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Gast

  • #12
Spontane Antwort. Elitär sind für mich Menschen
- die sich nicht vom Urteil anderer abhängig machen
- die herausragende Leistungen vollbringen
- in ihren Ideen und Taten ihrer Zeit voraus sind
- über ihren Tellerrand hinausschauen und nicht nur Verantwortung für sich selbst übernehmen
- die keine Angst vor Veränderungen und Neuem haben und das Alte schätzen und bewahren (in der Mischung ist das kein Widerspruch)
- die Werte haben und reflektieren könnten, wann es an der Zeit ist, sich von bestimmten überkommenen Werten zu verabschieden
- die sich ihres Wertes und dessen Vergänglichkeit bewußt sind
- die keine Angst vor etwas haben, das anders ist, als sie selbst
- gesellschaftlich gut verankert (geerdet) sind, trotz ihrer Alleinstellungsmerkmale
- die inspirierend sind und Impulse geben
- die mehr als Geld hinterlassen, wenn sie tot sind
Alles das ist für mich genau das GEGENTEIL von "elitär"!

S. auch Wikipedia z.B.:
"Elite als gruppenpsychologisches Phänomen:
Innerhalb einer Elite, die sich in ihrem Selbstbewusstsein als solche begreift, etabliert sich typischerweise ein besonderer Habitus, in dem sich Funktionen wie Erkennbarkeit, Abgrenzung, Identitätsstiftung, Zusammengehörigkeit, Selbsterklärung, und Ähnliches verkörpern. Diesen Habitus bezeichnet man überwiegend negativ mit dem Adjektiv elitär, wenn diese Funktionen nur unvollständig oder widersprüchlich erfüllt werden, beispielsweise bei Arroganz hinsichtlich der Abgrenzung nach „unten“ oder bei Unzeitgemäßheit identitätsstiftender Mythen (zum Beispiel Glaube an Auserwähltheit)."
 
  • #13
Zu den Rang elitär erhebt man sich primär nicht selbst,sondern wird von anderen erhoben und somit
betitelt. Früher war dies einfach festzustellen, ob ein Mensch elitär ist. Ein elitärer Mensch war der
lateinischen Sprache mächtig und heute?

Viele aus diesem elitären Kreis fühlen sich heute selber dazu berufen und werden nicht mehr dazu erhoben.

Alles was bisher hier angesprochen wurde, würde ich als Normalität bei kultivierten Menschen ansehen, aber noch lange nicht elitär.

Mit dem Begriff elitär ist es doch so wie mit dem Begriff Freiheit.
Jeder möchte es heutzutage sein oder in ihr Leben und vergisst immer ganz schnell, dass dann die anderen den Preis dafür bezahlen.

Des Weiteren bin ich zum Glück auch nicht elitär und möchte es auch nicht sein. Dies hat für mich
eher den Beigeschmack geistig spießig und somit unbeweglich zu sein.
 
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Gast

  • #14
"Elitär" bezeichnet negativ Leute, die sich für etwas besseres halten. Also eher Elitedarsteller. Eine Elite im eigentlichen Sinn kennzeichnet die tatsächliche und nachgewiesene hervorragende Leistung gegenüber dem Umfeld. Ob ein besonders fähiger Banker oder Brieftaubenzüchter ist da im Prinzip eigentlich egal. Eine gesellschaftliche Elite wiederum besteht aus den Leuten mit dem massgeblichen Einfluss durch ihre Funktionen und deshalb trägt sie letztlich die Verantwortung für das Ganze. Zum Beispiel trägt die Elite der deutschen Filmproduzenten und Regisseure die Verantwortung für die Qualität der deutschen Filme. m39
 
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Gast

  • #15
Tut mir leid, aber ihr redet hier immer nur von kultiviert und gut erzogen und dass ein jeder "elitär" sein kann, der sich entsprechend benehmen kann und eine entsprechende Ausbildung genossen hat, aber das finde ich nicht!
Zur Elite gehören eben auch Menschen, die neben ihrer Kultiviertheit und guten Erziehung eben auch aus besserem Hause gehören. Bei denen Geld eine andere Rolle spielt, als beim Durchschnittsmenschen, die auch in elitäreren Kreisen zuhause sind und auch andere Hobbies pflegen, wie z.B. Polo, Golf sowieso und sonst noch irgendwelche speziellen Sportarten.
Die natürlich mehrere Immobilien wie ein Haus auf Sylt und ein Chalet in der frz. Schweiz besitzen, die Urlaub auf ihrer Yacht in St. Tropez machen ohne damit groß angeben zu müssen. Es sind Menschen, die es nicht nötig haben, mit irgendetwas herumzuprotzen, aber die einfach auch mehr besitzen - und zwar wesentlich mehr als der Durchschnitt!
Solche Menschen engagieren sich noch nebenher im Charitybereich und sind beruflich extrem erfolgreich, auf alle Fälle verdienen sie viel, oftmals haben sie allerdings ihren Posten auch über Beziehungen, aber in den erlauchteren Kreisen ist das ja kein Problem. Adelig sind auch so einige.

Leute, die alleine nur gebildet und kultiviert sind, sind deswegen noch lange nicht der Elite zugehörig. Und Menschen ohne Geld gehören NICHT zur Elite, genauso wenig, wie Menschen, die nichts außer Geld haben zur Elite gehören.
Es ist die Mischung aus allem.
Aber das, was hier einige als Elite beschreiben, ist NICHT elitär, sondern bürgerlich-kultiviert.
Menschen, die herausragende Leistungen vollbringen, sind sicher bewundernswert, haben Ehrgeiz und ein besonderes Talent, zur Elite würde ich deswegen weder einen Spitzensportler zählen noch einen Nobelpreisträger... vielleicht in ihrem Bereich, aber "elitär" ist etwas anderes.
 
  • #16
Da scheint es ja einige Widersprüche zu geben und auch ich hätte "elitär" eher in Verbindung gebracht mit Intelligenz, Weitsicht, Tiefgründigkeit und Akzeptanz aber auch lt. dem Duden verbirgt sich hinter "elitär" viel Negatives, so wird es z.B. in Reihe genannt mit: überheblich, dünkelhaft, unbescheiden ..., wobei es in Verbindung mit Elite schon wieder in einem ganz anderen Licht erscheint.
 
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Gast

  • #17
danke new-future: schön, dass es auf ELITEpartner Menschen gibt, die einen Duden besitzen und dort auch gelegentlich einmal nachschlagen, was das Wort denn nun bedeuten könnte. Ja, es ist natürlich negativ gemeint! Und mein Tonfall war nun, einige haben es bestimmt bemerkt, fast etwas "elitär";)
w,41
 
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Gast

  • #18
Keinesfalls derjenige, der nicht weiß, wie es zu definieren ist und denkt, er käme zu dieser Auszeichnung, wenn er nur genug Geld und Bildung hätte. Da gehört eine Geisteshaltung dazu, die in der heutigen materialistischen und egoistischen Welt beinahe vollkommen abhanden gekommen ist.
 
  • #19
@Gast 16: Der/die FS wollte wissen, was wir persönlich darunter verstehen, nicht was die Definition nach Duden ist. Es ging doch eher darum, was wir mit diesem Begriff assoziiieren. Viele Begriffe werde doch gar nicht mehr in ihrer ursprünglichen Bedeutung in der Gegenwart genutzt. Es ist doch spannend, wie viel unterschiedliche Ansichten es gibt und es geht nicht darum, wer Recht hat.
 
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Gast

  • #20
==> 14. Sie beschreiben nicht mehr und nicht weniger als die recht geschlossene Gesellschaft der Geldelite. Die Platzhirsche mit grossen Privatvermögen seit Generationen. Die sind aber weder leistungsmässig Elite, noch gesellschaftlich besonders wirkungsmächtig. Sie rezipieren und konsumieren eher, als dass sie selbst hervorbringen. m39
 
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Gast

  • #21
==> 14. Sie beschreiben nicht mehr und nicht weniger als die recht geschlossene Gesellschaft der Geldelite. Die Platzhirsche mit grossen Privatvermögen seit Generationen. Die sind aber weder leistungsmässig Elite, noch gesellschaftlich besonders wirkungsmächtig. Sie rezipieren und konsumieren eher, als dass sie selbst hervorbringen. m39
Das hört sich nun etwas nach Sozialneid an! Dass diese nichts leisten, halte ich für eine gewagte These, denn oft arbeiten auch diese Menschen locker 12h/Tag, zumindest einen Teil ihres Lebens.
Menschen, die viel leisten, gehören allerdings nicht zur Elite. Sie mögen fleißig sein oder Tolles in Sport und Wissenschaft leisten, aber das Wort "elitär" ist meines Erachtens schon auch den gehobenen Kreisen zuzuordnen. Ohne Geld kann man nicht elitär sein, aber nicht jeder, der geld hat, gehört deswegen zur Elite. Man muss schon auch einer gewissen Bildungsschicht angehören, gebildet und belesen sein, einiges leisten, sei es beruflich, sportlich oder sonstwo.
Aber egal, was jemand leistet: Ohne Geld und eine bestimmte Bildungs- und Einkommensschicht gehört niemand zur Elite.


<<Mod. Angriff entfernt>>
 
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Griet

  • #22
"Was ist für euch elitär?"
Was soll mit dieser Frage bezweckt werden? Ist es nicht so, dass "elitär" ganz klar definiert ist?
Viel interessanter ist da wohl, warum jemand eine Frage stellt, über die es nicht zu diskutieren lohnt, da s.o.
 
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  • #23
Ich kenne nur umgangssprachlich "elitäres Verhalten" und das ist für mich stark negativ behaftet. Jemand, der sich zu fein für alles ist, sehr arrogant und sich was aufgrund seines Status, Luxus oder Geld eingebildet. Deutschland eben, die kapitalistische Ellenbogengesellschaft. Es zählt bei einigen nur, den anderen irgendwie zu übertrumpfen.
 
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Gast

  • #24
"elitär" bedeutet im gesellschaftlichen Sinn einen hohen sozialen Status zu haben. Besonders gebildet oder besonders wohlhabend zu sein.Auch ein ungebildeter, aber reicher Mensch kann zu einer Elite gehören, dann zu der Geldelite.
In der Gerontologie nennt man die Menschen die gesund steinalt werden "genetische Eliten". Der Begriff ist POSITIV besetzt in vielen Bereichen. Er bedeutet, dass jemand Mitglied einer sehr kleinen Gruppe ist, die etwas MEHR hat als andere. z.B. mehr Geld, Mehr Bildung, mehr Intellekt, mehr Schönheit usw.
 
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  • #25
@Gast 16: Der/die FS wollte wissen, was wir persönlich darunter verstehen, nicht was die Definition nach Duden ist. Es ging doch eher darum, was wir mit diesem Begriff assoziiieren. Viele Begriffe werde doch gar nicht mehr in ihrer ursprünglichen Bedeutung in der Gegenwart genutzt. Es ist doch spannend, wie viel unterschiedliche Ansichten es gibt und es geht nicht darum, wer Recht hat.


Genau so ist es.

Sorry, die Frage ist von mir gestellt worden und ich hegte keine Hintergedanken. Dass das Wort negativ behaftet ist, war mir nicht bewusst, da Deutsch nicht meine Muttersprache ist. So etwas kann ich leider nicht erspüren. Warum ich die Frage gestellt habe, sind die des Öfteren gefallenen Bemerkungen in den anderen Diskussionen. Z.B. in „Trash-TV wie Dschungelcamp nur was für die Unterschicht?“ Da stellte ich mir selbst die Frage, was für mich Elite bedeutet. Ich wollte mit der Frage keinen provozieren und wollte nur wissen, ob wir unter Elite „in die gleiche Richtung“ denken.

FS
 
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Gast

  • #26
==> 20. Das ist kein Sozialneid, aber auch keine übermässige Bewunderung. Wenn ein Herr von und zu Guttenberg aus altem Adel und mit einem beträchtichen Geldvermögen es nötig hat, seine Doktorarbeit zusammen zu kleben, was ist dann daran Elite? Was war an seinem ganzen Verhalten in dieser Affäre Elite und an dem seines Vaters? - Schimpfen Sie mich einen Idealisten, aber Vincent van Goch, der in einer Klapsmühle untergekommen war und den sein Bruder durchfütterte, der war Elite! m39
 
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Gast

  • #27
Elitär ist...
- über eine breite Bildung zu verfügen, kein Fachidiotentum
- geistig flexibel, interessiert und offen zu sein
- politisch informiert und in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden
- den Stellenwert sozialer Komponenten wertschätzend
- empathisch
- fähig, sich gut auszudrücken, ohne mit allzu vielen Fremdwörter glänzen zu wollen
- seinen Wohlstand nicht zur Schau zu tragen
- wertschätzendes Verhalten gegenüber einfachen Berufen und Tätigkeiten
- sich Menschen, Situationen und Anforderungen anpassen zu können, dabei sich auf diese einlassen zu können, ohne sich zu verbiegen und anzubiedern
- gute Umgangsformen zu haben und sich sicher in allen Kreisen bewegen zu können
- seinen eigenen Wert nicht an käuflichen Dingen festzumachen, vor allem nicht Mainstreamstatussymbolen hinterherzujagen
- sich selbst nicht zu ernst zu nehmen
 
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Gast

  • #28
"elitär" ist für mich auch negativ konnoitiert. Anders als "kultiviert". Ich bin kultiviert, nicht elitär. "Elitär" hat etwas sich-abgrenzendes von vermeintlich "niedrigeren" Menschen.
Elitär ist auf gesellschaftlichen Status bezogen.
Wer Menschen ohne Ansehung ihres gesellschaftlichen Status betrachtet und behandelt, ist nicht elitär, egal, von wie weit "oben" er kommt, wie reich er ist, welchen Status er selbst hat und wie gebildet er ist.
 
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Gast

  • #29
"elitär" - dieses Wort hörte ich bisher vorallem in diesem Zusammenhang: "Da hält sich jemand für elitär. Er glaubt er sei elitär." = Ist eingebildet, snobistisch, und auch verblendet.

Elite hingegen ist ganz klar auf führende Leistung bezogen. zB. Elite-Einheit. Also anführend und in Sachen Leistung der Spitze angehörend.

Einen Elite-Partner haben wollen, klingt deshalb für mich einbisschen so, als würde man ein Top-Rennpferd suchen... :)

Wir schreiben das Jahr 2013.
w.
 
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  • #30
Sorry, die Frage ist von mir gestellt worden und ich hegte keine Hintergedanken. Dass das Wort negativ behaftet ist, war mir nicht bewusst, da Deutsch nicht meine Muttersprache ist. So etwas kann ich leider nicht erspüren. Warum ich die Frage gestellt habe, sind die des Öfteren gefallenen Bemerkungen in den anderen Diskussionen. Z.B. in „Trash-TV wie Dschungelcamp nur was für die Unterschicht?“ Da stellte ich mir selbst die Frage, was für mich Elite bedeutet. Ich wollte mit der Frage keinen provozieren und wollte nur wissen, ob wir unter Elite „in die gleiche Richtung“ denken.

FS
Liebe FS
Ich habe diesen Thread über das Dschungelcamp auch gelesen und mir die gleiche Frage gestellt wie Du :) Mein Mann und ich haben lange darüber diskutiert und.....wissen es immer noch nicht. Ich denke, man kann 1000 Leute fragen, was denn nun als elitär gilt und bekommt genau so viele Antworten. Der Duden oder Wikipedia liefern genaue Definitionen, alles andere ist Ansichtssache, wie sich in den einzelnen Posts schon abzeichnet. Was mich betrifft, zähle ich etwas definitiv nicht dazu: Reichtum. Elitär existiert in meinem Wortschatz auch überhaupt nicht, und ich muss immer schmunzeln, wenn jemand hier im Forum schreibt und nur "elitäre" Antworten erwartet.