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Gast

  • #1

Was ist eine Übergangsbeziehung?

Ich stolpere immer wieder über den Begriff Übergangsbeziehung. Sind das Beziehungen, die kurz nach Trennungen eingegangen werden oder wo der, der sich trennen will erst sich trennt,wenn er einen neuen Partner gefunden hat?
Ist das dem neuen Partner gegenüber nicht total gemein ihn zu benutzen um aus einer Beziehung/Ehe zukommen?
Was geht in diesen Personen vor und vorallem wie lang hält so eine Beziehung?
 
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Gast

  • #2
Eine Übergangsbeziehung ist die Beziehung für zwischdurch. Meist sind damit Beziehungen nach einer Trennung/Scheidung gemeint, relativ zeitnah, da die jeweiligen Betroffenen noch nicht offen für eine wirkliche Beziehung sind.
Meist wissen die frisch Getrennten nicht, dass sie im Grunde noch nicht fähig sind, eine solide neue Beziehung einzubeziehen.
Ich persönlich schätze, man braucht ca. 1 bis 3 Jahre. Meine Meinung.
w47
 
  • #4
Meine Übergangsbeziehung war eine Affäre. Ich wollte nach meiner Trennung noch keine richtige Beziehung haben. w51
 
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Gast

  • #5
Ob eine Beziehung eine "Übergangsbeziehung" ist, zeigt sich erst im Rückblick. Unter diesem Aspekt war meine erste Ehe eine "Übergangsbeziehung", weil nicht aus Liebe, sondern aus Veranwortung vor meinem ungeborenen Kind geschlossen und ohne eine Träne der Wehmut beendet und die Beziehung zu der Frau, für die ich die Ehe beendet habe und mit der ich jetzt glücklich verheiratet bin, ist keine "Übergangsbeziehung" und wird sich hoffentlich auch in weiteren vielen Jahren nicht als solche herausstellen.
 
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Gast

  • #6
Definition, zumindest meine:

Frau/Mann geht auf etwas ein, lässt es laufen aber mit dem klaren Wissen, im Grunde passt es nicht und wird enden.... wann auch immer. So was kann Wochen aber auch Jahre gehen.
 
  • #7
Klare Worte: Eine Übergangs- (oder "Interims-)Beziehung ist ein Notnagel, ein Seelentröster für Leute, die nicht allein sein können und immer jemanden brauchen - auch wenn sie diesen nur ausnutzen für ihr eigenes Seelenheil, sich an ihm wärmen, sich durch ihn bestätigt und "gepusht" fühlen. Was anderes ist es nämlich nicht. Man nimmt das Nächstbeste als kleinen Trost für zwischendurch - auch für Sex. Wie es dabei im oft nicht wissenden "Übergangs"Partner aussieht, das interessiert nicht - Hauptsache man hat etwas, woran man sich wärmen und festhalten kann - bis man dann endlich "was Besseres" gefunden hat. Eine ganz miese Nummer, denn der "Interimspartner" ist nur der billige Platzhalter - quasi die zweite oder gar dritte Wahl. Eine unglaublich miese Nummer, sowas...
 
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Gast

  • #8
Leute die nicht alleine mit sich klar kommen brauchen jemanden - das ist dann die Übergangsbeziehung - oft ein armes Schwein.
Bin seit 1 Jahr geschieden und habe die Zeit damit verbracht die langjährige Beziehung zu verarbeiten (bin noch immer Single) - meine Ex kann nicht alleine sein - deshalb hatte sie schon 2 Übergangsbeziehungen. Die erste gleich 1 Monat nach der Scheidung.

Prinzipiell eher armeselig - anstatt sich mit der Trennung auseinanderzu setzen, wird eine neue Partnerschaft gestartet. Diese zerbricht dann meist schnell.

Generell finde ich, dass solche Leute eh nicht beziehungsfähig sind.
 
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Gast

  • #9
Meine Beziehung nach der Scheidung war so eine.
Hab damals ZU schnell jemanden kennen gelernt, die Gefühle waren da, aber er hatte im Grunde keine Chance, denn ich steckte gefühlsmäßig zu sehr in der Ehe..., auch wenn ich mich voll auf das Neue eingelassen habe...
Und ja, ich wollte nicht alleine sein, weil ich das nicht kannte ..., war ja über 25 Jahre mit einem Mann verheiratet . Das plötzliche Alleinesein hat mich fertig gemacht und ich fühlte mich als ein halber Mensch. Ich wollte um jeden Preis, dass es mit der neuen Liebe klappt, wir waren auch 3 Jahre zusammen, aber er hatte sehr große Probleme mit der Bindung und mit sich selbst. Im Grunde hat er sich zu einem Übergang degradiert. Für mich war es nie eine Absicht, ihn so zu behandeln.
Es ist glaube ich auch Charakterfrage und wie verbindlich und ehrlich man eine Beziehung eingeht, wie austauschbar man grundsätzlich Menschen nimmt.
Heute weiß ich, dass wir keine Chance hatten, auch weil es für mich zu früh war.
 
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Gast

  • #10
Bin seit 1 Jahr geschieden und habe die Zeit damit verbracht die langjährige Beziehung zu verarbeiten (bin noch immer Single) - meine Ex kann nicht alleine sein - deshalb hatte sie schon 2 Übergangsbeziehungen. Die erste gleich 1 Monat nach der Scheidung.
Generell finde ich, dass solche Leute eh nicht beziehungsfähig sind.
Das ist ein Widerspruch, finden Sie nicht? Eine langjährige Beziehung zeugt doch eher davon, dass man beziehungsfähig ist, egal aus welchem Grund die Beziehung dann zuende geht - die gemeinsame Zeit war doch da - ergo: beziehungsfähig. Scheint mir eher aus Verbitterung zu sein, dass man Menschen, die nach dem Ende ihrer Ehe eine (oder meinetwegen auch zwei) neue Beziehung(en) eingehen, plötzlich als "beziehungsunfähig" bezeichnet, während sie es wohl vorher - in der langjährigen Beziehung - wohl waren. Seltsam. (Ironie aus)
w,41
 
  • #11
War zweimal "Katalysator". Nicht erquickend, festzustellen, dass man gebraucht wird um Übergänge und das Verarbeiten von Beziehungen zu erleichtern.
Selbst dauert das frei werden (auch von Übergangsbeziehungen) bei mir 1-3 Jahre.
m69
 
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Gast

  • #12
Bei einer Übergangsbeziehung gaukelt man einem Menschen Gefühle vor obwohl man nur an seine/seinen Ex denkt. Es ist das bewusste Ausnutzen/Benutzen eines Menschen zum eigenen Vorteil und zur zurück Eroberung der vergangenen Beziehung. Eine solche Beziehung hinterlässt verbrannte Erde und sehr verbitterte Übergangspartner.
 
  • #13
Bei einer Übergangsbeziehung gaukelt man einem Menschen Gefühle vor obwohl man nur an seine/seinen Ex denkt. Es ist das bewusste Ausnutzen/Benutzen eines Menschen zum eigenen Vorteil und zur zurück Eroberung der vergangenen Beziehung. Eine solche Beziehung hinterlässt verbrannte Erde und sehr verbitterte Übergangspartner.
Mal schaun ob es noch eine Antwort gibt auf diesen alten Beitrag.

Was denkt sich der Mann denn, wenn er eine neue Frau an seiner Seite hat und im Gedanken bei der ex ist?
Liebt er die neue, ist er wirklich anfänglich verliebt?
Ich find mir dazu keine Antwort
 
  • #14
Das ist wieder so typisch. Hauptsache wird alles niedergemacht, wenn Leute, in diese sogenannte "Übergangsbeziehung" sich befinden. Es ist legitim für jeden, wie und mit wem er den Trennungsschmerz verarbeitet. Ein Heilungsprozess muss manchmal durch "Fehler " begehen werden. Nur so kann man sich selber reflektieren.
Ich war nach der Trennung 1 Jahr lang Single und habe vieles nachgeholt. Und ich bereue gar nichts. Das war ein Teil mein Heilungsprozess.
Egal ob man "Übergangbeziehung" hat, sollte man schon ehrlich und offen gegenüber dem Partner sein. Und das Hier und Jetzt genießen, anstatt so starr und streng zu sich selbst.
 
  • #15
Hauptsache wird alles niedergemacht, wenn Leute, in diese sogenannte "Übergangsbeziehung" sich befinden. Es ist legitim für jeden, wie und mit wem er den Trennungsschmerz verarbeitet.
Es ist eigentlich noch schlimmer, denn es wird unterschiedslos jedem frisch Getrennten unterstellt, er suche erst einmal so eine „Übergangsbeziehung”, um sie dann alsbald wieder zu verlassen. Einige unbeständige und inkonsequente Menschen mögen das tatsächlich so handhaben, aber man kann das doch nicht derart verallgemeinern!

Insbesondere diejenigen, die eine Trennung ausgesprochen haben, brauchen hernach keinen „Trost”, denn sie wissen ja ganz genau, was sie wollen bzw. nicht mehr wollen, und achten schon im eigenen Interesse sorgfältig darauf, beim nächsten Mal besser zu wählen. Aber selbst wenn jemand geschaßt wurde, kommt es ganz darauf an, was dafür den Ausschlag gab. War es ein sehr unfairer Grund, kann derjenige den Wunsch verspüren, sich zu versichern, daß er nicht so ist wie vom Ex-Partner behauptet. Ob er damit recht hat, sollte sich eigentlich recht schnell herausfinden lassen.