• #31
Da kommt mir der Schluss, dass die Menschen, die immer wieder "toxischen" Menschen begegnen, an Ende das selbst sind.

Na das ja ohnehin.
Hier im Forum würde sich wohl niemand als toxisch outen. Ich habe mal Videos zum Thema PAS gesehen. Darunter Kommentare von usern, die sich als menschen mit einer PAS geoutet haben. Das war interessant.

Das stimmt generell für gescheiterten Ex-Beziehungen. Deshalb denke ich, es gibt toxische Verhalten, die jeder Mensch einsetzen kann, um andere zu vertreiben, ausgrenzen, schaden, verletzen. Der gleiche Mensch kann aber mit anderen Menschen anders agieren, freundlich und zuvorkommend sein.

Die Beziehung hat ja einmal funktioniert. Das Verhalten hat sich geändert. Mag sein, dass der Partner sich dem/der Ex dann negativ gegenüber verhält, aber toxisch halte ich in diesem Falle für übertrieben.
Kommt der Mensch mit anderen gut klar. dann ist er sicher nicht toxisch. Für mich ist toxisch ein permanet negatives Bild, dass von Dritten auch so wahrgenommen wird.

Die drei Personen in meinem privaten Umfeld habe ich von Anfang an als schwierig und negativistisch empfunden.
 
  • #32
Für mich zeigt das, dass eine Frau ihre Exbeziehung nicht geregelt und schon gar nicht verarbeitet hat oder dass sie Partner gewählt hat, deren extrem schlechte Eigenschaften sie nicht erkannt ha
Vergiss nicht die Männer, die generell von den psychisch gestörten Exen sprechen.

Ich denke nicht, dass toxisches Verhalten nicht existent ist, indem man sagt; das gibt es nicht oder indem man Schuldumkehr ( toxisches Element) betreibt, indem man generalisiert, dass derjeniege schon selbst schuld ist.
Du wirst dir ja auch nicht die Schuld geben, mit einer übergriffigen Mutter aufgewachsen zu sein.

Ich denke, es kann schon helfen, zb manipulative Muster überhaupt zu erkennen.
 
  • #33
Ja interessant.
Vielleicht kommt es auch darauf, welche Maßstäbe man selbst zur Bewertung anlegt, was toxisch ist und was nicht.
Für mich wäre zb das Verhalten deiner Freundin, die ihren Fernbeziehungsfreund mit euren Bekannten betrügt, toxisch, für dich nicht; weil sie es ja nur gut mit ihm meint, und es deshalb systematisch heimlich macht.
Und schon hat man ein ideales Umfeld.
Da hat natürlich jeder eigene Masstäbe.
 
  • #34
Noch nie ein cholerischer Chef, oder hinterhältige Kollegen die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind?
Im Zweifelsfall kann man dann von "cholerisch" oder "egoistisch" sprechen, aber was ist daran toxisch? Ich finde es zum Beispiel völlig nachvollziehbar, dass Menschen sich, wenn sie sich in einem sehr kompetitiven Umfeld bewegen und ehrgeizig sind oder Ängste und Sorgen haben, egoistisch verhalten und auf ihren Vorteil bedacht sind, das ist ja menschlich, so was kann ich gar nicht persönlich übel nehmen, man kann vielleicht das System insgesamt kritisieren oder sie bedauern, dass sie permanent einem solchen Druck ausgesetzt sind, mir tut es eher leid, wenn Menschen verzweifelt oder getrieben sind, gleichzeitig kenne ich Konkurrenzdenken auch sehr gut und kann mich hineinversetzen. Im Detail ist es nicht schön, eher tragisch und traurig, aber doch nicht toxisch? Wahrscheinlich sind sie auch nicht immer egoistisch, sondern nur in einem bestimmten Kontext, das heißt, es gibt dann einen konkreten, nachvollziehbaren Auslöser oder Grund. Ich könnte wetten, zu ihren Partnern oder Katzen sind sie nett ...
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #35
Toxisch finde ich Menschen, die als Laien für andere fix die schwersten psychiatrischen Kategorien zur Hand haben, für deren Diagnose sich Fachleute Jahre Zeit nehmen.
Denn die machen eines: sie manipulieren durch ihr vermeintliches "erkennen" der Probleme/Störungen des anderen diese und auch das Umfeld ganz stark.

Kenne ich so nicht. Im privaten Umfeld geht man in meinem Beisein mit diesen Äußerungen sehr respektvoll um. Habe ich für mich erkannt, dass eine Person höchst problematisch ist, dann suche ich eventuell ein Vieraugengespräch und höre erstmal zu. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, außer einmal ... Das ist dann nichts für die Umwelt. Das bleibt bei mir. Da sollte sich jeder seine Meinung bilden dürfen.

Beruflich ist es etwas anderes. Der Begriff toxisch wird hier aber nicht verwendet. Besonderheiten können einfach nachgelesen werden. Schwarz auf weiß.

Ich finde es sehr wichtig diese Muster hoher Manipulation zu erkennen, privat und beruflich.
Das hat m.M.n. nichts mit einer pauschalen Abwertung oder eigenen Manipulation zu tun. das ist Selbstschutz. Und diesen muss man lernen. Lernen durch Erfahrungen.


Und warum hast Du Dich länger damit befasst? Guck auf Dich, nicht auf andere: warum tust du Dir das an?

Weil ich ihr Muster kannte von C. und weil sie in meine Abteilung kam. Wenn man miteinander arbeitet, redet man auch miteinander und nimmt die deutlich abweichende Interaktion des anderen war. Ich kann nicht den ganzen Tag an die Decke schauen und schweigen, wenn andere fragen was los ist. Ich habe immer gedacht wir kriegen das hin.
 
  • #37
Eine interessante Teildefinition finde ich übrigens: „Toxische Personen neigen zu einer falschen Erwartungshaltung. Sie glauben, dass andere dafür verantwortlich sind, sie glücklich zu stimmen. Geht es ihnen schlecht, möchten sie, dass andere diesen Umstand ändern.“ [wmn.de]
Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass toxische Menschen oft andere dafür verantwortlich machen wenn es ihnen nicht gut geht und alles an ihnen auslassen. Meine Ex war auch so
 
  • #38
Wahrscheinlich sind sie auch nicht immer egoistisch, sondern nur in einem bestimmten Kontext, das heißt, es gibt dann einen konkreten, nachvollziehbaren Auslöser oder Grund. Ich könnte wetten, zu ihren Partnern oder Katzen sind sie nett ...
Auch darüber könnte man jetzt lange Abhandlungen schreiben.
Generell können Menschen mit toxischen Verhaltensweisen- nehmen wir jetzt mal der Anschaulichkeit wegen ein drastisches Beispiel zb Diktatoren- zu ihrem engen Umfeld, zu ihrer Familie oder zu ihren Haustieren sehr nett sein.
Ob dazu nun der Konkurrenzkampf im Beruf gehört, steht auf einem anderen Blatt.
 
  • #40
Zum Beispiel ein oft diskutiertes Thema im Forum: warum antwortet er/sie nicht auf meine Nachricht? Viele fühlen sich dann ignoriert und das ist kein schönes Gefühl. Man kann sagen, dass Ignorieren ein toxisches Verhalten ist, wenn man neue Begriffe benutzen will.
Kann man machen. Man kann es auch als narzisstisch bezeichnen oder psychologische Diagnosen verwenden.
Wer nicht auf eine Nachricht antwortet, möchte keine Kommunikation. Gibt es einen generellen Anspruch auf Kommunikationsbereitschaft? Ist es krankhaft, keine Kommunikation zu wollen? Ich möchte gar nicht abstreiten, dass es nicht auch bei mir ein ungutes Gefühl auslöst, wenn ich nicht beachtet werde. Ist die andere dann pauschal diagnostizierbar "krank"? Dann laufen da draussen Dutzende Frauen rum, die "toxisch" sind, weil sie mich in PB-Phasen nicht beachtet haben oder nach einem ersten Date keine Fortsetzung wünschten. Und ich bin natürlich auch toxisch. Wir alle sind dann toxisch. Du auch, denn:
Keiner möchte selber ignoriert werden, während fast jeder hin und wieder andere ignoriert 😊. Ich denke aber dass es im Vergleich zu früher alles besser geworden ist. Das lässt hoffen, dass wir in Kommunikationsfähigkeit weiter sind.
Ich würde das nicht mal als "weiter" betrachten. Die Erkenntnis, sich abgrenzen zu dürfen und auf Kommunikationswünsche nicht eingehen zu müssen, finde ich auch wertvoll. Letztlich macht es ja auch etwas mit jemandem, der gezwungen wird, zu kommunizieren, obwohl er das nicht mehr möchte. Ist das im Vergleich weniger wert?

Ich nehme mir zunächst die Freiheit, auf unerbetene Anfragen aller Art zu antworten oder auch nicht. Ich mache das auch beruflich mittlerweile ganz klar. Ich reagiere privat z. B. auch nicht mehr auf "Paybackkarte" (selbstverständlich sonst freundlich auf jede Art von Kassensmalltalk). Manche Verkäuferin wird da völlig wild, weil sie meint, ich müsse auf ein Wort ohne Fragezeichen antworten. Die Erinnerung, die mittlerweile groß auf jeder Kasse klebt, können viele Kunden offenbar nicht lesen. Ist das mein Problem?

Selbstverständlich kommuniziere ich auch, dass ich keine weitere Kommunikation wünsche, wenn ich explizit danach gefragt werde und das Gegenüber es nicht von selbst merkt, dass die Kommunikation einschläft.
 
  • #41
Vergiss nicht die Männer, die generell von den psychisch gestörten Exen sprechen.
Die date ich nicht so häufig. Aber selbstverständlich möchte ich an dieser Stelle korrekterweise auch erwähnen, dass das Problem selbstverständlich auch Diverse jeder Art betrifft und international gilt. Nicht, dass sich jemand rassistisch ausgegrenzt fühlt.

Wenn hier im Forum immer wieder hinterhergeschoben wird, dass man ein Geschlecht nicht berücksichtigt, finde ich das überflüssig. Ich wechsle meine Geschlechtsaussagen ganz bewusst.
Ich denke nicht, dass toxisches Verhalten nicht existent ist, indem man sagt; das gibt es nicht oder indem man Schuldumkehr ( toxisches Element) betreibt, indem man generalisiert, dass derjeniege schon selbst schuld ist.
Ich würde nie bestreiten, dass Fehlverhalten in dieser Welt existent ist. Ich behaupte aber, dass jegliches Verhalten immer auch mit dem Gegenüber zu tun hat.

Du kannst mit gendern (oben) oder Ausweichmanövern reagieren (whataboutism ist ein interessantes Phänomen), aber ich halte das für inhaltlich wenig förderlich.
Ich habe ja weder geschrieben, dass Männer da anders sind als Frauen noch, dass ich Schuld zuweise.
Du wirst dir ja auch nicht die Schuld geben, mit einer übergriffigen Mutter aufgewachsen zu sein.
Ich habe einen Anteil daran. Das ist der, der in meiner Persönlichkeit liegt. Meine Mutter kann ich nicht ändern. Mit meiner Persönlichkeit kann ich lernen, umzugehen. Mit Schuld hat das nichts zu tun. Aber mit eigenen Anteilen, die meine Mutter ihrerseits auch hatte. Es hat auch niemand außer mir selbst verhindert, mich ausreichend abzugrenzen. Ich fühle mich auch nicht besser, wenn ich meiner Mutter die Schuld zuweise oder meinem Vater. Vielleicht ticken andere Menschen da anders als ich.
Ich denke, es kann schon helfen, zb manipulative Muster überhaupt zu erkennen.
Ja, aber was hilft es eigentlich, sie dann mit möglichst schwerwiegenden Aussagen zu bombardieren? Mir hilft ein sachliches "Konflikt" da mehr und dann überlege ich mir, wie ich reagiere. Ich kann mit ständigem "Aber der ist schuld" oder "Ich diagnostiziere folgende psychische Störung" einfach wenig anfangen. Mir hilft das nicht weiter.
 
  • #42
Ich reagiere privat z. B. auch nicht mehr auf "Paybackkarte" (selbstverständlich sonst freundlich auf jede Art von Kassensmalltalk). Manche Verkäuferin wird da völlig wild, weil sie
Natürlich muss man nicht kommunzieren, vorallendingen, wenn man gedrängt wird.
Hier ist es aber so, dass die Kassierer und Kassiererinnen oft verpflichtet sind aufgrund der Vorgaben des Discounters.
Es bringt also m. E. nichts, hier eine Abgrenzungsaktion zu starten, um das Personal zu erziehen, weil das an den Vorgaben nichts ändert.
Verkaufspersonal wird übrigens männlich wie weiblich von der Kundschaft mit ein- Wort- Sätzen zugebombt - Kasse?
Auch nicht schön. Aber doch wohl kein toxisches Verhalten.
Ich denke, hier soll gerade mit Bagatellbeispielen die nicht wirklich toxisch sind, Toxizität kleingeredet werden. Denn wenn das gar nicht existiert oder an sich lächerlich ist oder es alle machen, braucht man nicht mehr drüber reden.
 
  • #43
Im Zweifelsfall kann man dann von "cholerisch" oder "egoistisch" sprechen, aber was ist daran toxisch?
Eben. Die differenzierte Bezeichnung hilft auch beim Umgang viel mehr.
...egoistisch verhalten und auf ihren Vorteil bedacht sind, das ist ja menschlich,...
Eben. Wir alle verhalten uns grundsätzlich in vielen Situationen egoistisch, alles andere wäre auch wieder eine Störung. Diejenigen, die ständig meinen, andere müssten sich so verhalten, wie sie das gerne hätten, sind doch letztlich auch nur egoistisch.
Im privaten Umfeld geht man in meinem Beisein mit diesen Äußerungen sehr respektvoll um.
Das ist bei mir auch so. Aber hier im Forum kommen dauernd solche Diagnosen.
 
  • #44
Die date ich nicht so häufig. Aber selbstverständlich möchte ich an dieser Stelle korrekterweise auch erwähnen, dass das Problem selbstverständlich auch Diverse jeder Art betrifft und international gilt. Nicht, dass sich jemand rassistisch ausgegrenzt fühlt.
Hier gehts aber nicht um Dates speziell, sondern um toxische Verhaltensweisen allgemein, und die liegen wohl bei beiden Geschlechtern vor und nicht nur beim Daten. Ich habe auch zwei weibliche Beispiele gebracht.
Ich behaupte aber, dass jegliches Verhalten immer auch mit dem Gegenüber zu tun hat.
Nein. Es gibt Menschen, die von sich aus toxisch agieren. Es gibt Situationen, zb in Diktaturen, wo das Gegenüber nicht ausweichen kann.
Ansonsten wären deiner Theorie nach die Leute, die von dem Amokläufer in Notwegen umgebracht wurden, an seinem Verhalten schuld. Die Verletzten müssten sich vor Gericht fragen lassen, was sie zur Situation beigetragen hatten- stand halt gerade in der Gegend rum und hatte mein Bogen- Abwehrsystem nicht dabei, sorry.
Das ist bei mir auch so. Aber hier im Forum kommen dauernd solche Diagnosen.
Die Diagnsen Borderline etv. kommen aber doch hier im Forum von Kimi selber, noch nicht bemerkt?
Ja, aber was hilft es eigentlich, sie dann mit möglichst schwerwiegenden Aussagen zu bombardieren? Mir hilft ein sachliches "Konflikt" da mehr und dann überlege ich mir, wie ich reagiere. Ich kann mit ständigem "Aber der ist schuld" oder "Ich diagnostiziere folgende psychische Störung" einfach wenig anfangen. Mir hilft das nicht weiter.
Mir auch nicht. Von mit schwerwiegenden Aussagen bombardieren habe ich auch nichts geschrieben, das unterstellst du mir gerade.
Nun, das erkennen hilft zb sich falls möglich der Situation zu entziehen, zb Trennung. Oder sich nicht den Schuh anzuziehen, der einem nicht gehört. Oder oder oder. Das kommt immer auf die Situation an.
Mit wegschauen, relativieren, schönreden gibt es wohl kaum neue Erkenntnisse.
 
  • #45
Hier ist es aber so, dass die Kassierer und Kassiererinnen oft verpflichtet sind aufgrund der Vorgaben des Discounters.
Ich aber nicht. Und es ist ja nicht mein Problem, wenn das Personal zu Kommunikation gedrängt wird. Das sollen sie im Zweifel mit ihrem Chef ausfechten, denn es ist nicht mein Problem. Ich belasse dieses Problem einfach da, wo es gemacht wird. Im Laden.
Das ist ja auch nur ein Beispiel. Nur weil die PB irgendjemandem mein Bild zeigt, bin ich doch nicht verpflichtet, ausführlich zu kommunizieren.
Es bringt also m. E. nichts, hier eine Abgrenzungsaktion zu starten, um das Personal zu erziehen, weil das an den Vorgaben nichts ändert.
Ich erziehe niemanden, ich kommuniziere aber auch nicht, wenn ich es nicht möchte, außerhalb gewisser Höflichkeitsgrenzen.
Mir muss das auch gar nichts "bringen".
Ich denke, hier soll gerade mit Bagatellbeispielen die nicht wirklich toxisch sind, Toxizität kleingeredet werden. Denn wenn das gar nicht existiert oder an sich lächerlich ist oder es alle machen, braucht man nicht mehr drüber reden.
Das habe ich ja nicht als Beispiel für "toxisch" gebracht, sondern als Beispiel dafür, dass Kommunikation etwas ist, das zwei Menschen wollen müssen. Ohne dass irgend etwas "toxisch" ist, wenn eine nicht kommunizieren möchte.

Ansonsten bin ich voll bei Dir. "Toxizität" als Vorschlaghammer für alles und nichts nützt gerade nichts.
 
  • #46
Zum Glück war ich noch nie in einer toxischen Beziehung oder mit einem Menschen zusammen, den ich als toxische Persönlichkeit bezeichnen würde. Da ist mir viel erspart geblieben. Auch meine Freunde empfinde ich durchgehend als "gut". Klar im Berufsleben begegnet man mal cholerischen oder narzisstischen Chefs oder manipulativen Personen, aber da kann ich mich abgrenzen, so dass ich nicht geschädigt werde.

Vermutlich bin auch ich mal für jemanden toxisch gewesen, vor allem als ich noch jünger und weniger gefestigt war.
Das allerdings bereitet mir Kopfzerbrechen ob ICH nicht diejenige bin, die toxische Verhaltensweisen an den Tag legen kann oder in Beziehungen toxisch für andere war?

Mir wurde das noch nie vorgeworfen, noch nie hat mich jemand als böse oder berechnend beschrieben, auch Expartner nicht, sondern stets als liebevoll und warmherzig. Aber ich kenne ja meine Gedanken und mein Verhalten und bin mir bewusst, dass ich passiv-agressiv sein kann, oder meine Partner subtil manipulieren kann, so dass sie tun, was ich mir wünsche. Anstatt dass ich einfach offen sage, was ich will. Das ist mir selbst negativ aufgefallen, daher ist es viel besser geworden, weil ich so nicht sein will.

Ein Beispiel: Vor ca 15 Jahren war ich zu feige, Schluss zu machen und habe eine Beziehung bewusst und berechnend sabotiert. Keine Zeit mehr gehabt, keinen Sex mehr, kleine subtile Beleidigungen... So dass ich damit gezielt eine "einvernehmliche Trennung" herbeiführen konnte, die er ausgesprochen hat. DAS war toxisch. Seltsamerweise wurde das gar nicht so gesehen, ich war immernoch die Gute, nur ich habe mich dabei beobachtet toxisch zu sein.

Kann eine Person toxisch sein, wenn sie von anderen nicht als toxisch wahrgenommen wird? Oder beherrscht sie die Manipulation so perfekt, dass diese funktioniert ohne enttarnt zu werden?

W37
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #47
Nein. Es gibt Menschen, die von sich aus toxisch agieren. Es gibt Situationen, zb in Diktaturen, wo das Gegenüber nicht ausweichen kann.
Extrembeispiele sind durchaus richtig, aber bringen nicht unbedingt viel.
Mir auch nicht. Von mit schwerwiegenden Aussagen bombardieren habe ich auch nichts geschrieben, das unterstellst du mir gerade.
Ich habe oben (ausdrücklich) generell geantwortet bzw. mich auf ein Beispiel von @Lavieestbelle bezogen:

Zitat von Lavieestbelle:
Viele können mit dem Ex-Partner leider nichts planen, was Kinderzeit und Urlaubzeiten betrifft. Das empfinde ich als ein toxisches Verhalten.


Mit wegschauen, relativieren, schönreden gibt es wohl kaum neue Erkenntnisse.
Mache ich ja nicht.
 
  • #48
Generell können Menschen mit toxischen Verhaltensweisen- nehmen wir jetzt mal der Anschaulichkeit wegen ein drastisches Beispiel zb Diktatoren- zu ihrem engen Umfeld, zu ihrer Familie oder zu ihren Haustieren sehr nett sein.
Es gibt Menschen, die von sich aus toxisch agieren. Es gibt Situationen, zb in Diktaturen, wo das Gegenüber nicht ausweichen kann.
Ansonsten wären deiner Theorie nach die Leute, die von dem Amokläufer in Notwegen umgebracht wurden, an seinem Verhalten schuld. Die Verletzten müssten sich vor Gericht fragen lassen, was sie zur Situation beigetragen hatten- stand halt gerade in der Gegend rum und hatte mein Bogen- Abwehrsystem nicht dabei, sorry.
Also hat jetzt jeder einen "toxischen" Charakter, der irgendwas tut oder veranlasst, das für irgendwelche Personen unangenehm, nachteilig oder schlecht ist?

Ich würde auch Diktatoren, Attentäter und Mörder nicht automatisch als toxische Personen bezeichnen, selbst wenn ich das individuelle Verhalten oder die Folgen nicht gutheiße. Natürlich können gewisse auffällige Charakterzüge oder Störungen vorliegen, im Detail keine Ahnung, aber ein Diktator z.B. ist ja Teil eines komplexen Systems und nicht immer unmittelbar selbst verantwortlich, wenn einem Menschen in seinem Herrschaftsbereich etwas Böses passiert, da greifen ja viele verschiedene Mechanismen und wahrscheinlich "bedrängt" er auch gar nicht selbst die andere Person, sondern sitzt in seinem Garten und streichelt seine Katze. Und der Soldat, der im Krieg jemanden erschießt, weil er sonst selbst als Deserteur hingerichtet wird, ist doch auch keine toxische Person? Ich finde, man kann nicht pauschal alle Menschen, die was Schlechtes machen, als toxisch diagnostizieren, da greifen doch viel komplexere Mechanismen!

Ich will so ein Verhalten überhaupt nicht gutheißen oder rechtfertigen, aber eine solche Verwendung von "toxisch" ist doch übertrieben-verallgemeinernd-eindimensional.
w26
 
  • #49
Wenn mir toxische Menschen begegnen, frage ich mich stets, warum ich denn so jemanden anziehe u. suche den Grund in mir. Letztens: eine Person, die permanent jammert u. alles negativ sieht. Furchtbar, ich sah, dass es meine eigene Opferhaltung ab und zu ist, die sowas noch anzieht und gerade weil ich das so arg fand, was sie mir spiegelte, hilft sie mir, meinen eigenen Schatten zu erkennen und zu transformieren. Seitdem meldet sie sich auch nicht mehr, muss ich gar nichts anderes tun, als mich selbst zu hinterfragen und ändern im Denken u. Fühlen.
 
  • #50
Ja, eine.

Sie damals auf gleicher Stufe wie ich Abteilungsleitetrin und der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht und zu meinem Totalabsturz geführt hat. Mobbing vom Feinsten. Ich unfähig mich zu wehren und total gelähmt. Selbst die Geschäfts- und Konzernleitung hat den Kopf eingezogen, wenn sie in Fahrt kam. Ironie der Geschichte ist, dass sich ihr Name mit Falltür übersetzen lässt.

Seitdem ist dieses Thema für mich, ich ansich ein grundgemütlicher und nachsichtiger Mensch, eines mit -0,00 Tolarenz. Heute ist es wieder gut und ich habe mein Frieden und Wege sowie Mittel gefunden, wenn sich der Umgang mit solchen Menschen nicht vermeiden lässt, gelernt mit solchen Menschen umzugehen, diese sehr klar in ihre Schranken zu weisen und ungesunde Abhängigkeiten auszuschließen.

Meine Ex, nicht. Ich kenne, akzeptiere und respektiere meinen Anteil an dem Lauf der Ereignisse.
 
  • #51
Im Zweifelsfall orientiere ich mich an der sprachlichen Bedeutung eines Phänomens, und zu gucken, worum es geht: toxisch = giftig.
Und giftig heißt nicht: für mich tödlich und alle anderen können damit gut leben, sondern dass nahezu alle an dem Gift schweren Schaden nehmen oder sterben.

Toxisch heißt nicht: die Allgemeinheit kommt schadlos davon/kann gut damit leben und nur Einzelpersonen trifft es schwer.
Wenn das der Fall ist, dann muss man gucken, was das Problem der Einzelperson ist statt sich mit dem ungiftigen Gift ausführlich zu befassen.
 
  • #52
Wenn du sie von Anfang an als unangenehm empfunden hast, warum hast Du Kontakt zu ihnen aufgebaut? Wenn ich dich richtig verstehe, warst Du sogar in einer verliebt. Irgendetwas positives müssen diese Leute für dich gehabt haben, oder?

Die Frau vom Sport war einfach da. Und wenn Du zusammen ab und an mal Zeit verbringst dann lernt man sich besser kennen. Das war nicht so oft, das funktioniert dann. Ich habe das lange nicht hinterfragt und analysiert, wozu auch?

Später sagte mal ein Freund, dass sie sehr besitzergreifend sei. Das fand ich sehr treffend formuliert. Irgendwann war ich bei ihr zu Hause und habe ihre narzisstische Seite gesehen, da sind mir echt die Löcher aus dem Käse geflogen. Und Narzissten sollte man nicht provozieren. Muss ich auch nicht, so wichtig ist die nicht. Ich habe mit ihr nie über ihr Auftreten und Verhalten gesprochen. Wozu auch?
Wir sehen uns zweimal im Jahr, konnten uns unterhalten, war amüsant, Smalltalk funktioniert. Dichter kommt sie nicht. Das ziehe ich früh die Grenze. Aber rückblickend betrachtet war sie von Anfang an schwierig und das sagt auch ihr Umfeld. Und das meine ich mit toxisch.

Der Kumpel war ebenso besitzergreifend und er ist manisch und - ob man es glaub oder nicht - diese Leute bekommst du einfach schlecht gestoppt in diesen Phasen. Ich hatte einmal mein Handy auf dem Dach des Fahrzeugs gelegt und vergessen. Als ich es nach 2-3 Minuten bemerkte und zurückkam sprach der immer noch.

Und es ist bei beiden ja nicht so, dass sie mir gegenüber ständig übergriffig waren. Sie waren für mich immer ein bißchen anstrengend, der Kontakt hat aber funktioniert. Ihn kannte ich über die Musik, gemeinsame Bekannte, sowas schiesst man ja nicht gleich ab. Sie haben Kontakte verloren und wurden gemieden. Aber ich war ja absichtlich nicht so nah dran. Rückblickend habe ich gelernt das beide Kontake mir nicht gut taten. Aber ich hatte das nicht analysiert.
 
  • #53
Kann eine Person toxisch sein, wenn sie von anderen nicht als toxisch wahrgenommen wird? Oder beherrscht sie die Manipulation so perfekt, dass diese funktioniert ohne enttarnt zu werden?
Eine toxische Person ist höchstgradig, ja bis zu Perfektion manipulativ, ist fähig eine andere Person so zu manipulieren, dass diese Person denkt, es gehört sich so, alles ist gut, wir lesen das täglich hier im Forum!
Auch sind toxische Personen fähig mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen überzeugend zu kommunizieren, es gibt sehr viele solche Menschen unter uns. In Beziehungen sind sie sehr kraftraubend, zeitraubend, da müssten doch alle Lampen rot leuchten und alle Warnsignale aktiv und laut sein! Solchen Toxmenschen kann man nichts recht machen, sie haben extreme Stimmungsschwankungen! Auch sind sie fähig extreme Liebesbekundungen auszusprechen und kurz danach in Beleidigungen zu verfallen! Sie können sich elastisch sehr verbiegen, nach dem Wind gehen, sind launisch und fähig ein grauenhaftes Spiel zu spielen. Lassen den Partner nicht sich selbst sein, haben kein WIRGEFÜHL, reden nur in der ICHFORM, z.B.: ich brauche dich, damit es mir gut geht, was bei nicht trainierten Menschen, sogar noch gut ankommt, usw.usf.
 
  • #54
Der Kumpel war ebenso besitzergreifend und er ist manisch und - ob man es glaub oder nicht - diese Leute bekommst du einfach schlecht gestoppt in diesen Phasen. Ich hatte einmal mein Handy auf dem Dach des Fahrzeugs gelegt und vergessen. Als ich es nach 2-3 Minuten bemerkte und zurückkam sprach der immer noch.
Wer tatsächlich akut in einer manischen Phase ist, gehört in eine Klinik bis diese vorbei ist. Das hat ja nichts mehr mit dem zu tun, was dieser neumodische Begriff des "toxischen Menschen" bezeichnet.
 
  • #55
Ich will so ein Verhalten überhaupt nicht gutheißen oder rechtfertigen, aber eine solche Verwendung von "toxisch" ist doch übertrieben-verallgemeinernd-eindimensional.
w26
Man kann für alles Gründe und Rechtfertigungen finden. Nur so konnten die SS Leute im dritten Reich nach der Arbeit im KZ abends die Katze streicheln.
und wahrscheinlich "bedrängt" er auch gar nicht selbst die andere Person, sondern sitzt in seinem Garten und streichelt seine Katze. Und der Soldat, der im Krieg jemanden
Richtig, der Diktator hat dafür sene Geheimpolizei und ähnliche Dienste.

Aber ihn als armes Rädchen im System zu bezeichnen, der ohne eigenes Zutun auf diesen Posten gekommen ist und nun seine Pflicht tun muss, geht mir nun doch zu weit.

Dann bring doch du mal Beispiele, was für dich toxisch ist, wenn der cholerische Chef normal ist und der arme Diktator ein Opfer der Umstände ist.
 
  • #56
Kann eine Person toxisch sein, wenn sie von anderen nicht als toxisch wahrgenommen wird? Oder beherrscht sie die Manipulation so perfekt, dass diese funktioniert ohne enttarnt zu werden?

Sicher. Psychopathen. Hochmanipulativ.
Aber solange sie für Dich nicht gefährlich werden, kannst Du es nicht erkennen. Manchmal will man gar nicht in den Kopf von anderen Menschen gucken.

Wenn Du eine Person als "toxisch" bezeichnest, dann muss Dein Umfeld dies auch erkennen, jedenfalls bei mir gilt es so. Sonst wurde ich es als persönliche Differenzen abtun.

Toxisch heißt nicht: die Allgemeinheit kommt schadlos davon/kann gut damit leben und nur Einzelpersonen trifft es schwer.
Wenn das der Fall ist, dann muss man gucken, was das Problem der Einzelperson ist statt sich mit dem ungiftigen Gift ausführlich zu befassen.

Die Formulierung mit dem ungiftigen Gift gefällt mir ausgesprochen gut. :cool:
Das kann ich mir gut merken.


Heute ist es wieder gut und ich habe mein Frieden und Wege sowie Mittel gefunden, wenn sich der Umgang mit solchen Menschen nicht vermeiden lässt, gelernt mit solchen Menschen umzugehen, diese sehr klar in ihre Schranken zu weisen und ungesunde Abhängigkeiten auszuschließen.

Deshalb finde ich es wichtig diese Dinge nachzuarbeiten, um die Zusammenhänge zu erkennen und eine Sensibilität zu entwickeln. Und das geht nur, wenn man diese Erfahrungen persönlich gemacht hat und getroffen wurde.
 
  • #57
Wenn Du eine Person als "toxisch" bezeichnest, dann muss Dein Umfeld dies auch erkennen, jedenfalls bei mir gilt es so. Sonst wurde ich es als persönliche Differenzen abtun.
Hmm. Das wird schwierig, wenn zb ein Ehepartner den anderen psychisch terrorisiert, zu Aussenstehenden aber freundlich ist und ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft ist.
So ein Verhalten soll ja nicht unüblich sein und dürfte Teil des manipulativen Spiels sein.


Es sind ja nicht alle so dumm wie Trump, sich mit ihrem Fehlverhalten öffentlich zu brüsten.
 
  • #58
Wer nicht auf eine Nachricht antwortet, möchte keine Kommunikation.
Ja, das verstehe ich schon und das ist auch ok, gleichzeitig ist für die anderen Seite nicht schön und man fragt sich warum die Person nicht antworten möchte. Es besteht sozusagen eine Informationslücke. Bei Dates oder entfernten Bekannten kann man es verstehen und hinnehmen, bei Freunden und guten Bekannten oder Partner ist es dann doch schwieriger. Für mich entsteht immer das Gefühl dass ich etwas falsch gemacht habe. Dabei kann man ja ein Gespräch suchen und sagen, hey ich möchte keinen Kontakt. Das ist doch nicht schwer oder?
Die Formulierung mit dem ungiftigen Gift gefällt mir ausgesprochen gut. :cool:
Das hört sich zwar gut an aber mit Verlaub es ist naturwissenschaftlich betrachtet keine kluge Aussage. Wie heißt es so schön? Die Menge macht das Gift 😊.
 
  • #59
Das wird schwierig, wenn zb ein Ehepartner den anderen psychisch terrorisiert, zu Aussenstehenden aber freundlich ist und ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft ist.
So ein Verhalten soll ja nicht unüblich sein und dürfte Teil des manipulativen Spiels sein.

Das mag ja sein, aber der Kontakt zu ihm kann für mich ja funktionieren. Für mich ist dies Beispiel für eine toxische Beziehung in der Interaktion mit der Ehefrau.

Toxische Menschen sind für mich Menschen, die dauerhaft eine negative Energie ausstrahlen, sie sind empathielos, entwerten Dritte, reden schlecht über sie und greifen offen oder verdeckt andere Menschen an. Und - ganz wichtig - ich stehe mit dieser Meinung nicht allein. Ihr Umfeld hat ähnlich negative Erfahrungen gemacht.

Sie sind narzisstisch, paranoid oder passiv-aggressiv. Und das trifft auf diese drei Menschen für mich zu. Immerhin nur drei in meinem ganzen Leben.

Es gab sicher viele Menschen in meinem Leben mit denen ich nicht klar kam, aber toxisch würde ich davon niemand nennen.

Es sind ja nicht alle so dumm wie Trump, sich mit ihrem Fehlverhalten öffentlich zu brüsten.

Und dennoch hat er Millionen von Anhängern.
 
  • #60
Und - ganz wichtig - ich stehe mit dieser Meinung nicht allein. Ihr Umfeld hat ähnlich negative Erfahrungen gemacht.
Ich denke gerade an das Kind, dass in einem toxischen Familiensystem aufwächst. Die Familie steht gut da nach aussen.
Das Kind steht mit seiner Meinung allein da.
Und?
 
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