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  • #1

Was ist eigentlich Liebe?

Vielleicht scheint euch das eine merkwürdige Frage und es ist wohl auch das erste Mal, dass ich es mir stelle, denn normalerweise sind ist die "Rosa Brille" und die "Schmetterlinge im Bauch" ja sehr eindeutig.
Nun, diesmal scheint es bei mir anders und darum traue ich mich, hier zu schreiben.
Ich bin in den letzten 6 Monaten mit einem Mann ziemlich häufig unterwegs, wir machen so ziemlich alles was man in einer Beziehung machen würde, lachen sehr viel und haben eine unendlich gute Zeit zusammen. Daneben hat aber jeder auch sehr viele Freiräume, die wir nehmen und schätzten.
Nun dieser Mann ist jemanden, denn ich schon lange kenne, und immer als sehr guter Freund betrachtet habe, in der letzten Zeit ist es einfach intensiver geworden...
Ich freue mich jede Minute ihn zu sehen, vermisse es ihn nicht zu sehen aber habe dennoch nicht die klassischen "verliebtheits zeichen"...
Gibt es da etwas dazwischen? Halb liebe? Oder liebe im entstehen?

Naja wer kommentiert..?
 
  • #2
Eines Tages wenn man aufwacht, es einem einfach klar vor Augen steht dass man liebt. Alle Fragen die man sich vorher gestellt hat, jeder Grund den man wählte um diesen Mann eben nicht zu wollen, waren plötzlich verflogen.
Wenn man nicht darüber grübelt etwas zu verpassen, wenn man einfach alle Probleme des anderen annimmt ohne darüber zu richten. Wenn man einfach nur glücklich ist wenn der andere neben einem steht, egal was man tut.
So fühlte ich die Liebe.

Wenn es sich für Dich eben einfach richtig nach Liebe anfühlt.. dann ist es gut.
Und dann ist es doch eigentlich egal ob Du "katalogisierte" Verliebtheitsgefühle vorher hattest oder eben nicht..?!
 
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  • #3
Ich bin auch sehr verliebt! Das letzte mal war ich vor ca. 10 Jahren verliebt. Auch wieder ein Mann der ganz weit weg ist von mir. Ich liebe immer aus der Ferne!
 
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  • #4
Liebe ist eine Erfindung der Frauen.
 
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  • #5
Liebe ist meiner Meinung nach eine freiere Sache als Verliebtheit. Verlieben kann man sich theoretisch auch in unpassende oder vergebene Menschen und die meisten würden dann, wenn es ginge, diese Gefühle lieber abstellen wollen.
Liebe ist, wenn auch der Verstand ja sagt.
 
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  • #6
Ein Freund sagte zu mir Liebe ist Geld. Je mehr Geld du hast ,desto mehr wirst du geliebt.
 
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  • #7
Ich muss Gast #3 recht geben. Man könnte wirklich meinen, Verliebtheit sei alleine von den Frauen erfunden worden. Vor allem wird es von ihnen massiv zelebriert. Immer wieder. Dieser Rausch der Gefühle, die Schmetterlinge usw., lassen bei mir den Gedanken aufkommen, dass Frauen mehr süchtig nach diesen Gefühlen sind, als dass es ihnen darum geht jemanden wirklich kennen zu lernen. Darum werde ich immer stutzig wenn eine Frau in ihrem Inserat schreibt "...ich möchte gerne wieder einmal Schmetterlinge spüren".... So eine ist meiner Ansicht nach einfach auf das Gefühl der Verliebtheit aus. Auf so was kann ich gut verzichten..
 
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  • #8
Liebe ist ein Märchen!
Haben früher die armen Leute erfunden, damit sie sich vor Langeweile nicht aus'm Fenster stürzen!
Aber schön ist, dass so viele heute immer noch dran glauben - und sich dann wundern, wenn sie mal wieder total auf die Nase fallen!
 
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  • #9
Das Schöne an diesem Märchen ist aber, dass es wahr werden kann, wenn sich zwei finden, die daran glauben.
 
  • #10
Liebe ist ..., das was ich auch noch nach Jahren im Bauch fühle, wenn ich morgens mit ihr im Arm aufwache und mich dann ganz eng an sie herankuschele.
 
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  • #11
Liebe ist so vieles ...nur hat wahre Liebe mit verliebtheit genauso wenig zu tun wie Glück und Glücksgefühle..

Das ist eine momentane Gefühlszustände die wieder verschwinden, das andere hat stabilisiert und bleibt..


Ob man einen Menschen liebt weiss man spätestens dann wenn man sich in ihn hineinfühlt..

Wenn bei ihm oder ihr empfindungen wie Trauer, Freude,Schmerz. Lachen ein ähnliches mitfühlen bei dir auslöst..

Meistens lernt der Mensch erst zu Lieben wenn er eigene Kinder hat..

Sie sind der Zugang zu den geschilderten Empfindungen..und man lernt mitzufühlen und demütig zu werden...( weil man hilflosen Geschöpfen einfach helfen muss)

Mitfühlen und demütig sein...sind Grundbedingungen um andere Lieben zu können..egal ob es Partner, Kinder, Freunde sind...da macht die Liebe keinen unterschied..

m46
 
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  • #12
Liebe TE,

die rosafarbene Brille oder die Schmetterlinge im Bauch, von denen du schreibst sind wohl eher die Empfindungen, die in der Kennenlernphase zweier Personen vorhanden sind. Die Aufregung des noch Neuen und Unbekannten. Von rosaroter Brille kann man nachdem man auch die kleinen "Macken" des anderen kennt eher nicht mehr sprechen.

Einander wirklich nah zu sein, das bedeutet Liebe.
 
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  • #13
Wahre Liebe ist wenn mir jemand anders wichtiger ist als ich es mir selbst bin. Wenn ich ich in den Augen des anderen versinken kann und nicht mehr zurück zum Rest der Welt möchte wenn ich mit ihm/ihr zusammen bin. Ich frage mich nur ob man diese Art Liebe dauerhaft in einem Partner finden kann.
 
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  • #14
Liebe: hirnorganische biochemische Prozesse! Ich habe mal gelesen, dass Menschen sich erst nach mindestens zwei Jahren des Kennens für ein Zusammenleben entscheiden sollten, weil der Mensch erst dann anfängt, den anderen so zu sehen, wie er ist, mit all seinen Fehlern und Schwächen. Wenn man dann immernoch sagt, wir haben viel gemeinsam, und ich kann mit den Schwächen des anderen Leben, dann kann´s klappen. Ich denke, dass die gemeinen Interessen/ Freunde/ Werte etc. weitaus wichtiger sind, als das chemisch organisierte Verliebtsein. Ihr kennt euch schon lange, habt viel gemeinsam, scheint beide überlegt in diese Beziehung gegangen zu sein. Was vermisst Du?

LG
 
  • #15
Jeder mag Liebe und Verliebtheit auf seine eigene Weise empfinden.

Ich glaube, je mehr Enttäuschungen und Rückschläge man erlitten hat, desto vorsichtiger wird man.
Auch vorsichtiger sich selbst gegenüber. Und nicht mehr so sehr die Gefühle zulässt, wie früher.
Also nicht so sehr "Schmetterlinge im Bauch" und keine "rosarote Brille".

Verliebt sein: Wenn man für den Anderen mehr Sehnsucht empfindet und mehr vermisst, als für einen Freund.
Liebe: Wenn man den Anderen so sehr liebt, wie sich selber. Oder sogar mehr. Und nicht mehr auf ihn verzichten will.,
 
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