• #31
Sag mal, meinst du nicht, dass du dich in die Sache viel zu sehr hineinsteigerst? DU hattest nie eine Beziehung zu ihm, du weißt NICHTS über den wahren Menschen in ihm, kennst nicht mal seinen genauen Beziehungsstatus und malst dir im Kopf eine Beziehung und Liebe aus, die es nie gab und nie geben wird. Sie existiert nur in Deinem Kopf. DU projizierst in ihn deine ganzen Wünsche und Sehnsüchte hinein ohne einen einzigen Tag mit ihm verbracht zu haben.
Und dann fällst Du plötzlich mit der Tür ins Haus und gestehst ihm (schriftlich?) Deine Liebe. Natürlich ist er komplett vor den Kopf gestoßen, denn es war ja nie etwas... Wenn man einen Mann haben will, muss man ihn schon auch erst einmal privat kennenlernen. Wie bist Du auf die Idee gekommen, ihm Deine Liebe zu gestehen ohne dass ihr ein einziges Date hattet?

Und jetzt willst du ihm wieder maximale Wichtigkeit zukommen lassen, indem Du ihm schon wieder schriftlich eine Art Abschiedsbrief schreiben willst, in welchem Du ihm wahrscheinlich nochmal deine Gefühle darlegst und ihm genau erklärst, wieso und warum du nun ein wenig Abstand suchst?

Danach wird es ja noch peinlicher, ins Büro zurückzukommen!
Ich finde, dass du GAR nichts sagen solltest.
Er könnte Mittel und Wege finden, Dich zu kontaktieren (er hat ja deine emailadresse) und zu fragen, wenn er eine Antwort auf das WARUM braucht. Aber er wird es auch so wissen.
Wenn er Dich kontaktiert, kannst du es ihm ja kurz erläutern, ansonsten würde ich einfach nur sagen, dass du die nächsten Wochen Home Office machst - basta. Ohne Erklärung.
Da kannst du dann besser wieder zurückkommen ohne deinen Stolz komplett verloren zu haben und wirkst nicht wie ein zerbrechliches armes Hascherl, was sich lieber zurückzieht, als an ihrer unerfüllten Liebe zu zerbrechen... da baust du ja einen totalen Druck auf und ihr könnt nie wieder unkompliziert miteinander umgehen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #32
Also, ich seh das ganz einfach:
Wenn ich für jemand schwärmen würde (das als verliebt zu bezeichnen, wäre schon zu viel, das bedingt für mich Gegenseitigkeit) und ich hätte den Mut, ihm das zu gestehen, dann wäre ich erstens ziemlich stolz auf mich.
Wenn ich dann einen Korb bekomme, dann wäre ich zweitens ernüchtert, irgendwie blamiert, aber meine Gefühle wären dann ziemlich schnell weg.
Warum das bei dir nicht so ist, ist das eigentliche Thema. Schwärmen ohne etwas retour zu bekommen - das solltest du dir genau anschaun. Das hat nämlich null mit ihm zu tun - warum er dieses Gefühl bei dir auslöst, ist ein Nebenthema - sondern nur mit dir.
Warum du einseitige Gefühle brauchst. Sind die einfacher, als sich auf eine echte Beziehung einzulassen? Sind die für dich ein Schutzwall?
Er ist es nicht, du bist es. Was es zu analysieren gilt. Und daß du der Sache schon so lange nachhängst, zeigt, daß es dir noch nicht gelungen ist, deine Muster zu erkennen und zu bearbeiten.
 
  • #33
Schön der Reihe nach:

- ich hab' mir nie eine Beziehung mit ihm ausgemalt (denn dafür kennen wir uns noch zu wenig) und meine Liebe habe ich ihm auch nicht gestanden. Ich habe lediglich erwähnt, dass von meiner Seite aus Gefühle entstanden sind, die über das normale "gern haben" hinaus gehen.

- ich habe ihm deswegen gesagt, was Sache ist, weil ich anfangs das Gefühl hatte, es wäre auch von seiner Seite aus etwas vorhanden, worauf man aufbauen könnte. Da hatte ich mich geirrt.

- maximale Wichtigkeit lasse ich ihm nicht zukommen und einen Abschiedsbrief hätte ich ihm auch nicht geschrieben. Wieso denn auch? Ich hätte ihm lediglich erklärt, weshalb ich gehe.

- Er hat mir klar signalisiert, dass er kein Interesse hat, aber dennoch bereit ist, weiterhin, auf freundschaftlicher Ebene, diese Arbeitsbeziehung fortzuführen. Ich hab sein Angebot überdacht und dankend angenommen. Nach mehreren Monaten des Versuches merke ich aber, (und dann bin ich meinetwegen ein "armes Hascherl"), damit nicht umgehen zu können.

Zudem: das HomeOffice würde 6 (!) Monate dauern und im Anschluss ist auch nicht klar, ob ich zurückkommen werde.

Ja, vielleicht übertreibe ich, das mag gut sein! Dennoch ist die Situation nicht ganz so einfach, sowie auch etwas vielschichtiger und komplizierter als ich es hier erklären kann - und will.
 
  • #34
- Er hat mir klar signalisiert, dass er kein Interesse hat, aber dennoch bereit ist, weiterhin, auf freundschaftlicher Ebene, diese Arbeitsbeziehung fortzuführen. Ich hab sein Angebot überdacht und dankend angenommen. Nach mehreren Monaten des Versuches merke ich aber, (und dann bin ich meinetwegen ein "armes Hascherl"), damit nicht umgehen zu können.
Ich verstehe so einiges nicht in deinen Posts, aber das schon gar nicht.
Wieso liegt es bei ihm, ob die Arbeitsbeziehung fortgeführt wird oder nicht? Seid ihr Kollegen oder gehört ihm die Firma? Wieso mußt du das dankend annehmen, wenn ihr Kollegen seid?
Sollte ihm allerdings die Firma gehören, dann hast du uns was Wesentliches verschwiegen, nämlich ein Abhängigkeitsverhältnis innerhalb dessen er sich sehr hüten muß, was er sagt.
Warum deine Schwärmerei aber diese monströsen - sorry - Ausmaße angenommen hat so, daß du dein Leben für ihn ummodeln mußt, versteh ich immer noch nicht.
Irgendwas fehlt mir hier.
Was ist das?
 
  • #35
Warum du einseitige Gefühle brauchst. Sind die einfacher, als sich auf eine echte Beziehung einzulassen?
Hm, mir scheint es 2 grundverschiedene Typen von Menschen zu geben. Typ 1 kann nur Gefühle aufbauen, wenn vom Gegenüber was zurückkommt - oder besser: wenn das Gegenüber zuerst Gefühle zeigt. Typ 2 braucht das nicht, kann sich auch "einfach so" verlieben.

Was ist nun "normal"? Ist überhaupt eines von beiden "besser" als das andere?

Man könnte Typ 2 Bindungsangst und Neigung zu naiven Projektionen bescheinigen. Genausogut könnte man Typ 1 aber unterstellen, sich nicht in einen Menschen verlieben zu können, sondern nurmehr in die Aufmerksamkeit, die ein anderer Mensch der eigenen Person entgegenbringt.

Beides kann man so drehen und wenden, dass es "krankhaft" wirkt.

Außerdem wird von Männern doch quasi erwartet, auf (fast) fremde Frauen zuzugehen und sie zu umwerben. Warum also soll eine Frau das nicht dürfen - zuerst Interesse entwickeln?

Und hier geht es nicht um einen Wildfremden. Sie arbeiten zusammen, verstehen sich gut. Und dass Sympathie nicht immer leicht von Interesse an "mehr" zu unterscheiden ist, das ist ja nun nichts Neues.

Also, ich finde nicht, dass man eine einseitige Verliebheit gleich problematisieren und tiefenpsychologisch durchanalysieren muss. Handlungsbedarf würde ich sehen, wenn jemand sich ausschließlich in unerreichbare Personen verliebt und v.a. dann, wenn eine vormals begehrte Person schlagartig uninteressant wird, sobald sie in greifbare Nähe rückt.

Wenn man einen Mann haben will, muss man ihn schon auch erst einmal privat kennenlernen. Wie bist Du auf die Idee gekommen, ihm Deine Liebe zu gestehen ohne dass ihr ein einziges Date hattet?
Das sehe ich allerdings mittlerweile auch so. Man kann sicher darüber streiten, was nun als "Date" zählt. Aber Gefühle sollte man immer zuerst zeigen (z.B durch tiefe Blicke, Berührungen, Küsse), bevor man sie verbalisiert. Und auch dafür muss erst durch sukzessive, nicht zu direkte Annäherung der Boden bereitet werden.

Vermutlich ist die FS wirklich etwas mit der Tür ins Haus gefallen - das ist nun aber auch nichts, dessen man sich bis ans Lebensende schämen müsste. Ganz im Gegenteil, ich finde auch, dass sie allen Grund hat, stolz auf sich zu sein. Sie ist selbst aktiv geworden - das ist mehr, als andere Frauen im ganzen Leben gebacken kriegen!
 
  • #36
- ich hab' mir nie eine Beziehung mit ihm ausgemalt (denn dafür kennen wir uns noch zu wenig) und meine Liebe habe ich ihm auch nicht gestanden. Ich habe lediglich erwähnt, dass von meiner Seite aus Gefühle entstanden sind, die über das normale "gern haben" hinaus gehen.
Da belügst Du Dich jetzt aber selber...natürlich hast du dir eine Beziehung vorgestellt...oder eben wesentlich mehr.... und wenn ich Gefühle gestehe, dann ist es doch ein Liebesgeständnis, wieso redest Du das jetzt klein?

- maximale Wichtigkeit lasse ich ihm nicht zukommen und einen Abschiedsbrief hätte ich ihm auch nicht geschrieben. Wieso denn auch? Ich hätte ihm lediglich erklärt, weshalb ich gehe.
Wenn Du ihm einen Brief schreibst, dann ist das schon sehr dramatisch. Du willst mit dieser schriftlichen Erklärung ja auch irgendwie seine Aufmerksamkeit, denn ansonsten könntest du einfach gehen und dich ganz normal wie von allen anderen Mitarbeitern verabschieden in die Home-Office Zeit....oder schreibst du anderen netten Mitarbeitern auch wieso und warum...? Das muss er doch gar nicht so genau wissen...! Oder willst du eine Reaktion provozieren?

- ...Ich hab sein Angebot überdacht und dankend angenommen. Nach mehreren Monaten des Versuches merke ich aber, (und dann bin ich meinetwegen ein "armes Hascherl"), damit nicht umgehen zu können.
Mehrere Monate? Obwohl gar nie irgendetwas war? Und du leidest immer noch ohne, dass ihr auch nur einen Abend miteinander verbracht hättet und dann schreibst du mir, dass du dir kein Beziehungskopfkino ausgedacht hättest? non credo!
Und wieso "dankend angenommen"? Wofür bedankst du dich?

Schreib ihm keinen Brief und auch keine Erklärung! Denn auf deinen Brief erwartest du dann ja wieder eine Antwort und machst dich weiterhin verrückt!
Ich nehme Dir deine Coolness nicht ab - man kann sich verlieben, aber nicht, wenn man so gar nichts miteinander hatte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #37
Zu meiner beruflichen Situation möchte ich nicht viel sagen, da es mir zu privat ist. Nur soviel dazu: wir stehen in gleichem Verhältnis zueinander. Weder ist er mein Chef, noch gehört ihm die Firma. Es liegt auch nicht an ihm, ob das Arbeitsverhältnis weiter geführt wird oder nicht, aber: es hätte ja - rein theoretisch betrachtet - auch sein können, dass er, unter diesen Voraussetzungen, nicht mehr mit mir im Zweierteam arbeiten möchte. Deshalb hatte ich das erwähnt.
 
  • #38
@Andriana

...danke, ich kann deine Worte nur unterstreichen!

Zu meiner Mail: ja, rückblickend betrachtet bin ich dahingehend wirklich mit der Tür ins Haus gefallen, das stimmt. Ich kenne es von mir nicht, den ersten Schritt zu gehen... und wenn man so etwas nicht gewohnt ist, kann man sich auch schon mal etwas ungeschickt anstellen.

Aber im Endeffekt ist das jetzt auch egal. Er hat sich ja klar zu allem geäußert.
 
  • #39
Liebe Annalena, wenn du mit "schriftlich" eine kurze Mail meinst, würde ich sagen: okay, wieso nicht. Aber einen Brief würde ich ihm eher nicht schreiben. Das sieht dann so...bedeutungsschwanger aus. Ich würde mich ihm wohl auch nicht erklären, was die Gründe für mein Fortbleiben angeht - aus demselben Grund. Aber letztlich musst du wissen, was du brauchst, um Abstand zu gewinnen.

Es ist nett, dass er es dir so einfach wie möglich machen will - aber aus eigener Erfahrung muss ich sagen: es ist ein schmaler Grad zwischen einem besonders "netten" Korb und einer gönnerhaften "Ach du armes Hascherl, haste dich in mich dollen Kerl verliebt"-Haltung, die dich letztlich nur demütigt. Mach dich nicht zu klein ihm gegenüber; lass dich nicht in die Opferrolle drängen. Du bist kein armes Frauchen, das man bemitleiden muss, sondern eine Frau, die mutig ihre Gefühle gezeigt hat.

Warum deine Schwärmerei aber diese monströsen - sorry - Ausmaße angenommen hat so, daß du dein Leben für ihn ummodeln mußt, versteh ich immer noch nicht
Also, das als "monströs" zu bezeichnen, finde ich nun echt nicht angebracht. Da haben wir hier schon ganz andere Stories gehört. Neulich gab es z.B. mal einen Thread über einen jungen Mann, der wildfremde Youtube-"Stars" aggressiv über 5 Ecken auf Facebook stalkt und sich durch nichts abwimmeln lässt. DAS ist monströs!

Und wenn die Gefühle der FS Ausmaße angenommen haben, die ihr nicht mehr gut tun, dann ist es doch selbstfürsorglich, jetzt Konsequenzen zu ziehen.

Ich fände es vielmehr ungesund, wenn sie sich jetzt an diese platonische Bürofreundschaft klammern würde in der Hoffnung, dass da gaaanz vielleicht iiiiirgendwann doch mal mehr gehen könnte...ihr Bereitschaft, aktiv eine Kontaksperre in die Wege zu leiten, zeigt, dass sie in der Realität angekommen ist.

Viele andere quälen sich mit solchen unerfüllten Büro-Lovestories monate-, jahrelang rum, weil sie weder die Abteilung noch die Firma noch ins Home-Office wechseln können. Die FS hat diese Option - das ist doch schön für sie; warum soll sie es nicht nutzen?

Man muss auch nicht immer nach der Devise "Augen zu und durch" den Job über alles stellen, obwohl man längst auf dem Zahnfleisch geht. In der Regel lebt man nicht, um zu arbeiten, sondern arbeitet, um zu leben.
 
  • #40
@Tini_HH

...also ich weiß ja nicht, was du unter einem "Liebesgeständnis" verstehst, aber lieben tu ich diesen Mann nicht. Dafür kennen wir uns zu wenig und Liebe ist ein Begriff, den man sowieso nicht vorschnell in den Mund nehmen sollte.

Und nein: ich habe mir auch keine Beziehung mit ihm vorgestellt. ABER: es wäre schön gewesen, ihn näher kennenzulernen.

Wenn würde ich ihm eine Mail schreiben und dort kurz erklären, weshalb ich gehe. Wenn man mit jemanden etwas enger in Kontakt steht, gehört sich das einfach. Ist zumindest meine Meinung.
 
  • #41
@Tini_HH

...also ich weiß ja nicht, was du unter einem "Liebesgeständnis" verstehst, aber lieben tu ich diesen Mann nicht. Dafür kennen wir uns zu wenig und Liebe ist ein Begriff, den man sowieso nicht vorschnell in den Mund nehmen sollte.

Und nein: ich habe mir auch keine Beziehung mit ihm vorgestellt. ABER: es wäre schön gewesen, ihn näher kennenzulernen.

Wenn würde ich ihm eine Mail schreiben und dort kurz erklären, weshalb ich gehe. Wenn man mit jemanden etwas enger in Kontakt steht, gehört sich das einfach. Ist zumindest meine Meinung.
Hm. Langsam find ich es auch gut, daß du ihm erklärst, warum du dein ganzes Leben wegen ihm umstellst. Aber bitte mir dann auch gleich.
Du liebst ihn nicht, du wolltest nie eine Beziehung mit ihm, aber du hast ihm dann - irgendwas? - gesagt weshalb du nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten kannst und was dich seit Monaten beschäftigt.
Ich blicke nicht mehr durch.
Was ist hier los?
Bitte erkläre es. Und wenn du Teile nicht erklären willst, dann stell eben solche Posts nicht rein. Niemand kann mit halber Wahrheit etwas anfangen oder Tipps geben.
Also was ist jetzt wirklich dein Problem, meine Liebe?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #42
Also ich würde wie gesagt kurz mitteilen, dass ich ab dann u dann home office mache (mündl od e-mail), aber nicht weshalb! Das würde ihm ja ein schlechtes Gewissen oder zumindest Unbehagen bereiten.
 
  • #43
@Andriana

ja, vielleicht ist es wirklich besser, wenn ich ihm den wahren Grund nicht nenne. Ich hätte ihm auch keinen Brief, sondern eine Mail geschrieben und auch in dieser nur kurz erklärt, dass ich mit der Situation keinen Umgang gefunden habe und deshalb eine Auszeit brauche. Aber vielleicht hast du Recht und es ist besser, ich behalte den eigentlichen Grund für mich. Obwohl er sich's eh wird denken können, da bin ich mir sicher.

@Lily321

Ich und dieser Mann... kennen uns schon länger. Wir haben uns über die Arbeit kennengelernt. Daraus hat sich eine freundschaftliche Beziehung (um seine Worte zu benutzen) entwickelt. Irgendwann habe ich gemerkt, dass er mir gefällt. Weil er ist, wie er ist. Ich hab anfangs versucht, diesem Gefühl nicht all zu viel Bedeutung beizumessen. Hab ein wenig mit ihm geflirtet, aber so, dass es nicht aufdringlich ist. Nach einer gewissen Zeit wurden die Gefühle von meiner Seite aus aber tiefer. Ich spürte, dass ich ihn "nicht einfach nur toll" finde, sondern dass ich mich "schön langsam" in ihn verliebe.

Und in diesem ganzen Drumherum hatte ich irgendwann auch das Gefühl, ihm würde es ähnlich gehen, will heißen: ich hatte mir ein klein wenig Chancen bei ihm ausgerechnet.

Dann folgte mein Geständnis. Was zugeben vielleicht ungeschickt von mir war, aber damals dachte ich, es wäre ein guter Weg. Ich hab ihm in dieser Mail auch nicht gesagt, dass ich ihn liebe oder dass ich mich über beide Ohren in ihn verliebt habe...nein. Ich hab gesagt, dass sich bei mir Gefühle entwickeln und ich ehrlich zu ihm sein will.

Zum Thema Liebe: nein, ich liebe (!) diesen Mann nicht. Jemanden lieben geht doch noch viel tiefer... so etwas empfindet man für einen Partner, mit dem man bereits eine Beziehung eingegangen ist.

...und was den Beziehungsaspekt angeht: ich habe diesem Mann gesagt, was ich für ihn empfinde, weil ich dachte, das Interesse geht von beiden Seiten aus. Es wäre schön gewesen, ihn näher kennenzulernen und zu schauen, was sich daraus entwickelt. Und natürlich hofft man auch darauf, dass daraus eine Beziehung entstehen könnte. Wer tut das nicht?

Ich bin nur auf die Aussage von Tiny_HH eingegangen, die mir ja latent unterstellt hat, ich würde ein mega "Beziehungskopfkino" betreiben...was, bei allem Respekt, nicht stimmt. Mir ging es erstmal nur darum, ihm zu sagen, wie ich empfinde (weil ich dachte, es würde ihm auch so gehen) und dann alles weitere so ein wenig auf mich/auf uns zukommen zu lassen.
 
  • #44
...und was den Beziehungsaspekt angeht: ich habe diesem Mann gesagt, was ich für ihn empfinde, weil ich dachte, das Interesse geht von beiden Seiten aus. Es wäre schön gewesen, ihn näher kennenzulernen und zu schauen, was sich daraus entwickelt. Und natürlich hofft man auch darauf, dass daraus eine Beziehung entstehen könnte. Wer tut das nicht?
Alles klar, aber was läßt dich jetzt so lange drinhängen, sodaß du überlegst letztendlich womöglich den Arbeitsplatz zu wechseln weil es dich nicht in Ruhe läßt?
Andere könnten in der gleichen Situation schon eine Woche später drüber lachen.
Das ist mein Punkt. Ist es Schamgefühl, ist es noch immer Verliebtsein?
Man kann Gefühle schon steuern, weißt du. Besonders im Kontext: er will mich nicht. Nicht in 2 Tagen, aber in ein paar Wochen schon.
 
  • #45
@Andriana

Ich hätte ihm auch keinen Brief, sondern eine Mail geschrieben und auch in dieser nur kurz erklärt, dass ich mit der Situation keinen Umgang gefunden habe und deshalb eine Auszeit brauche. ...

@Lily321

...Nach einer gewissen Zeit wurden die Gefühle von meiner Seite aus aber tiefer. Ich spürte, dass ich ihn "nicht einfach nur toll" finde, sondern dass ich mich "schön langsam" in ihn verliebe.

..
Dann folgte mein Geständnis.... Ich hab ihm in dieser Mail auch nicht gesagt, dass ich ihn liebe ...Ich hab gesagt, dass sich bei mir Gefühle entwickeln und ich ehrlich zu ihm sein will.

Zum Thema Liebe: nein, ich liebe (!) diesen Mann nicht. Jemanden lieben geht doch noch viel tiefer... so etwas empfindet man für einen Partner, mit dem man bereits eine Beziehung eingegangen ist.
.... Und natürlich hofft man auch darauf, dass daraus eine Beziehung entstehen könnte. Wer tut das nicht?

Ich bin nur auf die Aussage von Tiny_HH eingegangen, die mir ja latent unterstellt hat, ich würde ein mega "Beziehungskopfkino" betreiben...was, bei allem Respekt, nicht stimmt.
Findest du nicht, dass du dir widersprichst?
Warum kannst du dann nicht einfach zugeben:
Mist - hab mich verliebt - er nicht! Doof - bin traurig - kann nicht mehr mit ihm arbeiten... PUNKT!

Du tust aber so, als wärst du gar nicht verliebt, zerbrichst dir aber seit MONATEN den Kopf um ihn, kannst nicht mal mehr in seiner Nähe arbeiten, aber nein - du bist nicht verliebt...

Du bist so dermaßen unglücklich verliebt wie es gar nicht mehr geht... und ob man deswegen eine Beziehung haben muss, sei mal so dahingestellt... du bist eben auch ohne Beziehung total durch den Wind ...
Wenn Du es nicht Beziehungskopfkino nennen willst, dann bezeichne es anders... aber dein ganzes Denken dreht sich nur noch um die Beziehung zu diesem Mann - du kannst nicht mal mehr ein normales (Arbeits-)Leben führen.
Willst uns aber weismachen, dass es nur einer Schwärmerei deinerseits wäre und du dich ja in gar nichts hineinsteigerst.
Von außen betrachtet tust du das aber!
Und du machst es nur noch schlimmer, wenn du ihm einen Brief schreibst... Mail oder Brief ist doch dasselbe!
Und wenn Du ehrlich zu Dir selber wärest, müsstest Du auch zugeben, dass du damit ja auch wieder einen Grund für eine persönliche Kontakaufnahme hättest und er auch noch antworten müsste.
Sei erst einmal ehrlich zu Dir selbst - das wäre ein Anfang.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #46
@Lily321

...warum ich überlege Arbeitsplatz zu wechseln? Weil meine Gefühle nicht weniger werden. Warum das so ist, kann ich dir nicht sagen, ich weiß es ja selbst nicht. Ich habe wie gesagt versucht, das Beste aus allem zu machen. Habe versucht, locker mit ihm umzugehen, den Korb zu verarbeiten und mein Leben möglichst normal weiterzuleben. Aber wenn man den Menschen, für den man Gefühle hat, immer wieder sieht und einen mehr oder weniger nahen Kontakt zu ihm pflegt, wird es schwierig.

Ich dachte selbst, dass meine Gefühle irgendwann von alleine verschwinden würden. Vor allen Dingen wenn man weiß, dass sie nicht erwidert werden.

Aber die Gefühle bleiben und es wird auf Dauer anstrengend, sie ständig wegdrücken zu müssen. Denn in dem Moment, wo er vor mir steht und wir miteinander in Beziehung gehen (ob über das gemeinsame arbeiten oder plaudern), kommt alles wieder hoch.

Irgendwann muss ich mit der Sache einfach abschließen und das ist im Moment unter diesen Vorrausetzungen nicht möglich.

...und natürlich bin ich in ihn verliebt, das habe ich doch nie bestritten! Steht doch auch in meinem ersten Post hier. Nur IHM (!) habe ich das damals in der Mail nicht so direkt nicht gesagt.

In einer Sache hast du aber Recht: unabhängig davon ob ich bleiben oder gehen werde, muss ich mich mit der Frage auseinandersetzen, weshalb es mir so schwer fällt, ihn loszulassen bzw. warum ich es nicht geschafft habe, in den letzten Monaten einen Umgang mit der Situation zu finden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #47
iebe Annalena,

mir erschließt sich Dein "Problem" leider auch nicht. So ein "Drama" für einen Mann, den Du "nur gern näher kennengelernt" hättest?

Eine Homeoffice-Auszeit auf ungewisse Zeit mit schriftlicher Rechtfertigung (= unerwiderte Gefühle die Du auch nach Monaten nicht in den Griff bekommst). Bitte mach das nicht! Weil dann wird's peinlich!

Wenn es Dir ein Bedürfnis ist, dann nimm Dir eine begrenzte Auszeit. Denke Dir einen allgemein schlüssigen Grund dafür aus (brauchst Du für den Chef ja eh) und informiere den Kollegen nebenbei (mündlich und sachlich) darüber, so wie Du jeden anderen Kollegen informieren würdest. Mehr nicht.

Und dann nutze die Zeit Dir darüber klar zu werden, dass Du eine mutige, kluge und tatkräftige tolle Frau bist, die sich ein bisschen unglücklich in einen Kollegen verguckt hatte (na und!), dann wieder die Kurve gekriegt hat und ihr Leben mit Humor und Zuversicht meistert und auch ohne ihn glücklich wird ...

Glaub' mir, wenn die unerwiderte Verliebtheit dann verflogen ist (und das wird sie), wirst Du froh und dankbar sein, es nicht weiter eskaliert zu haben!

Viel Glück!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #48
Meine Güte, manche sind hier aber auch wie die Bluthunde und merken es noch nicht mal. Die "Widersprüchlichkeit" der FS kommt doch nur dadurch zustande, dass sie sich von manchen hier in eine bestimmte Ecke gedrängt fühlt (dummes, naives Mädel, das sich übermäßig reinsteigert und sich wer weiß was ausmalt) und das nicht auf sich sitzen lassen will. Ich weiß echt nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.
 
  • #49
Man braucht nicht die Beweggründe der FS zu verstehen.
Fakt ist, sie wollte eine Antwort auf ihre Gefühle von diesem Mann und das finde ich sehr gut.

Wo andere Frauen noch Blicke und Gesten eines Mannes, der ihnen gefällt ewig und drei Tage analysieren oder über Signale nachdenken, hat die FS schon Klarheit, Klarheit dass er nicht mehr als Freundschaft empfindet.

Aus und fertig - sie weiß nun Bescheid, auch wenn es negativ ist.
Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
 
  • #50
Ich war schon in einer ähnlichen Situation. Ich glaube da hilft nur noch eine neue Liebe. Und bis dahin. Gefühle zulassen und akzeptieren. Sie gehören zu dir. Auch die unangenehmen sind ein Teil von dir und habe eine Berechtigung zu existieren. Du wirst merken, wenn du aufhörst sie zu verdrängen, schwächen sie langsam ab. Setz dich nicht unter Druck und versuche langsam das vergangene zu akzeptieren. Und nein ich halte dich nicht für depressiv. Sondern einfach nur für verletzt.