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  • #1

Was hat der Vermerk "keine Vollversorgermentalität" in vielen Männerprofilen zu bedeuten?

Für Akademikerinnen mit mehreren Kindern, längerer Ausbildung und längeren Erziehungszeiten ist mit 45+ der Zug für eine Rückkehr in den Beruf oft abgefahren. Nach der Scheidung stehen ihr dann meist nur prekäre und schlecht bezahlte Beschäftigungsverhältnisse offen. Männer wollen aber eine Frau, die "finanziell unabhängig" ist, ohne „Vollversorgermentalität“. Bedeutet dies, für die Frau kommen nur Partner mit ähnlich schlechten Karten im Job in Frage bzw. verbleibt dem Paar bei getrennter Kasse nur eine kleine Schnittmenge gemeinsamer Aktivitäten? Steht dem Mann dann also das Rund-um-Sorglos-Paket durch Dauerjob mit Kündigungsschutz allein zu, sofern er sich keine groben Leistungseinbrüche erlaubt?
 
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  • #2
Deinem Rund-Um-Sorglos Paket des Mannes steht doch das dt. Scheidungsrecht entgegen - das sorgt schon dafür, dass ER, so er einmal mutwillig geheiratet hat, nichts mehr von seiner Kohle hat.
Ich mag es nicht, wenn Frauen meinen, sie hätten, nur weil mal irgendwann Kinder erzogen wurden, nun lebenslang das Recht, von anderen durchgefüttert und finanziert zu werden. Sind die Kinder groß genug sind noch immer zwei Hände zum Arbeiten und ein Kopf zum Denken da. Oder wird das Gehirn abgeschaltet während der Kindererziehungszeiten und der Schalter zum Anknipsen ist eingerostet?! Scheint so - denn von 45 bis Renteneintritt 67 sind noch mal gerade 22 Jahre Zeit, um Geld zu verdienen und sich selbst zu finanzieren. Dann klappt es auch mit dem sich selbst finanzierenden Mann...
 
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  • #3
Diese Männer suchen Frauen, die sich selbst versorgen können.
 
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  • #4
Ich sehe es ganz einfach, es wird gemeint: bei dem 1. Date eine getrennte Rechnung usw usf. Nein, danke, mir passt so was nicht, wenn man die "Beziehung" SO anfängt, dann muss es nicht sein! Zu Schmetterlingen wird es wohl nicht kommen!
 
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  • #5
Ich habe den Vermerk "Vollversorgermentalität" - glücklicherweise - noch in keinem Männerprofil entdecken können! Ich stehe beruflich und finanziell auf eigenen Beinen (w-48) - aber selbst wenn dies anders wäre und ich in Deiner Situation, liebe FS, wäre, würde ich keinen Wert auf einen "Vollversorger" legen. Ganz im Gegenteil wäre es mir auch dann wichtig, auf eigenen Beinen zu stehen. Dies sollte Dir - dank Deiner guten, längeren Ausbildung, die Du nennst - doch auch gelingen!
 
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  • #6
@#1
Typische Antwort eines Mannes, der nie selbst Kinder erzogen hat. Apropos Scheidungsrecht: in den letzten Jahren ist es immer Single-freundlicher geworden, jeder soll gefälligst für sich selbst sorgen und sehen, dass evtl. Kinder durch Institutionen geschleußt werden und/oder dafür sorgen, dass die Lehrer zu Sozialarbeitern werden. Eine Frau, die sich dazu "herabgelassen" hat, ihre Kinder selbst zu ERZIEHEN, muss eben gegebenenfalls nach verrichtetem Lebenswerk öffentliche Toiletten putzen. Ist eine Beziehung heute hauptsächlich Spaßfaktor oder gibt es auch noch eine Verantwortung?
 
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  • #7
Wo bleibt aber der Sinn des Zusammenseins? Wenn niemand den Anderen mehr braucht, geschweige denn brauchen darf, auf den Anderen nicht mehr bauen kann, niemand mehr der Fels in der Brandung sein moechte, dann reichen doch auch einfache Freundschaften. Und Sex muesste der Mann sich dann halt entgeltlich besorgen.
Und was heisst immer "sich durchfuettern" lassen. Das ist eine wirklich billige Ausdrucksweise. Ein Paar, welches heiratet, gibt sich zunaechst ein Versprechen, "in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass...", oder etwa nicht? Wenn die Frau zu Hause bleibt und den Haushalt fuehrt und die Kinder erzieht (angestellte Haushaelterinnen und Kindermaedchen werden ja schliesslich auch bezahlt oder ist deren Arbeit mehr Wert als die der eigenen Frau???) dann wohl nach gemeinsamer Absprache. Wird die Ehe gebrochen trotz Versprechen, dann muss man mit den Konsequenzen leben.
 
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  • #8
Gelesen habe ich das auch noch nicht, aber gemeint ist wohl, dass ein Mann kein 2. Mal eine Partnerin sucht, die sich als Hausfrau mit Kindererziehung definiert. Das hatten wir doch schon in diversen anderen Threads. In jungen Jahren glaubt ja genau diese Frau, den Superfang gemacht zu haben, weil sie nicht mehr arbeiten muss und schaut bemitleidend auf die berufstätigen Frauen, die weil zu joblastig, keinen Mann abgekriegt haben.... um die 50 kehrt sich dann das Blatt, dann habenn die Selbstversorgerinnen im 2. Anlauf die größeren Chancen,weil Mann aus 1. Ehe geschröpft ist. Übrig bleiben dann die Hausfrauen mit Kinder, die Mitte des Lebens ausgetauscht werden und dann darauf fixiert bleiben, nochmals einen "Dummen" zu finden, der sie durchfüttert. Tja, das Leben ist ungerecht, die einen verzichten auf Familie und Kinder, leben aber in der 2. Hälfte wunderbar, weil finanziell bestens aufgestellt und unabhängig, die anderen leben in der 1. Hälfte vom Geld des Versorgers, haben aber dann in der 2. Hälfte das Nachsehen.... so ungerecht scheint das gar nicht zu sein. Nutznießer: wer hätte es gedacht, die Herren,! In der 1. Hälfte das junge hübsche Ding, in der 2. Hälfte dafür immerhin eine Frau, die Kohle mitbringt. nicht schlecht....
 
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  • #9
@3
Ah, also wieder jemand, der klar zugibt, daß der materielle Status bzw. das Eingeladen-Werden so wichtig ist bzw. daß das (in den Augen vieler Frauen) die wahre Basis für das Entstehen einer Beziehung ist (und nicht etwa Gefühle, Anziehung und Co.)

@5
Offensichtlich ist es also nicht möglich, die Verantwortung Kindern gegenüber und auch die Erziehung derselben zu kombinieren mit einer Verantwortung sich selbst gegenüber? Verstehe ich beim besten Willen nicht und erst recht bei Kindern, die aus dem Grundschulalter heraus sind. Natürlich ist es politisch nicht korrekt, das zu formulieren, aber: Friseursalon, SUV fahren und Kaffeeklatsch halten geht, aber mal an die eigene Vorsorge (finanziell und auch bildungsbezogen) zu denken, ist zu viel des Guten? Wenn Ihr schon so mißtrauisch seid und behauptet, daß es immer nur die Männer sind, die sich trennen, dann müßtet Ihr doch umso mehr Wert darauf legen, daß Euch im Falle eines Falles etwas bleibt. Ganz schön blauäugig, oder nicht?
Aber, und das muß ich leider so deutlich sagen, Verantwortung ist keine Frage der Beliebigkeit, dem Problem kann man durch rechtzeitiges Handeln sehr einfach entgehen!

@6
Du fragst nach dem Sinn des Zusammenseins im Zusammenhang mit der Vollversorger-Erwartung und -Mentalität. Ist das wirklich Dein Ernst? Ich halte das für einen Offenbarungseid, wenn das der Hauptgrund darstellen sollte. Klar, natürlich wird wieder auf Sex abgezielt (als ob das für Frauen das Schlimmste und Unzumutbarste im Leben wäre) und auf gemeinsame Absprachen, etc. Damit macht Ihr es Euch extrem einfach - meinst Du mit "Fels in der Brandung" auch, daß der Mann sämtliche Verantwortung übernehmen sollte? Das habe ich schon gegenüber #5 kritisiert: eine Beziehung heißt doch wohl nicht, auch die Verantwortung sich selbst gegenüber abzugeben. Und wenn doch, dann hat es dieser Mensch im Falle eines Falles nun mal wirklich nicht besser verdient!
 
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  • #10
Kann es sein, dass sich für das Kinderzeugen und deren "Aufzucht" im elterlichen Hause (und damit das zu Hause bleiben der Mutter im allgemeinen) immer ZWEI dafür entscheiden?

Also, wenn der Gatte sagt "ich und du, wir wollen jetzt Nachwuchs, aber der wird nicht von Oma, noch weniger von einer Nanny aufgezogen", und die Gattin ist mit einverstanden... WARUM um Himmels Willen soll dann die Gattin nach der Trennung den Kürzeren ziehen?

Ist sie jetzt plötzlich alleine für alles verantwortlich...? Und der Herr schleicht davon...?

Abgesehen davon, dass eine Frau mit Kindern nach einer Trennung und Scheidung in der Regel keinen oder nur sehr schlecht wieder einen Partner finden kann, während der Herr mindestens schon die vierte oder fünfte ausprobiert hat...!

[Mod.= editiert! - Verwenden Sie Satzzeichen sinnvoll und SPARSAM; das sind keine Soldaten!]
 
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  • #11
Falsche Frage für dieses Forum, wenn man von irgendeinem Mann hier nur einen Cent will kriegst Du hier von all den neidischen Frauen die noch nie etwas bekommen haben und den gefrusteten Männern eh nur Prügel. Stelle es einfach geschickt an und auch Du kriegst einen Mann mit Kohle. Grundvoraussetzung, gutes Aussehen, Intelligenz und Charme.
 
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  • #12
@4 Hier FS: Ich kann sehr gut auch auf eigenen Füßen stehen. Dennoch möchte ich mit keinem Mann eine Beziehung eingehen, der explizit eine "finanziell unabhängige" Frau sucht. Das hätte mit meiner Auffassung von Beziehung mit gegenseitiger Verantwortung nichts zu tun und ich würde bzgl. der Einstellung der betreffenden Person meine Schlüsse ziehen. w54
 
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  • #13
Es ist nicht abzustreiten, dass man in einer ernsthaften Beziehung zusammenhalten muss. Dies betrifft finanzielle Angelegenheiten, wie auch vielerlei andere Aspekte.

Anderseits muss man auch feststellen, dass wirklich kein Mann eine Frau sucht, die sucht aushalten lassen möchte. Alleine die Tatsache, dass Du keine Lust zum Arbeiten hast, wird keinen Mann dazu animieren, Dir ein Luxus-Leben zu finanzieren. Schon alleine dieser Wunsch wird Dich in den Augen der meisten Männer diskreditieren.

Was mich aber sehr wundert ist, dass Frauen zum einen immer scheidungsfreudiger werden. 70 % der Scheidungen werden von Frauen eingereicht. Hier im Forum wird von Frauen oft aus geradezu lächerlichen Gründen ein Gang zum Scheidungsrichter empfohlen.
Nach der Scheidung ist dann das Jammern groß, den finanziell selbständig sein möchte man natürlich auch wieder nicht.
 
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  • #14
@11
Dann interessiert mich jetzt aber sehr Deine persönliche Definition von gegenseitiger Verantwortung. Wo ist dann Dein Problem bzw. auf was kommt es Dir >wirklich< an?
 
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  • #15
@ # 9

Bleib mal ein bisschen realistisch # 9. So läuft eine Scheidung nun auch wieder nicht. Wenn sich eine Frau von einem gut verdienenden Akademiker scheiden lässt, wird sie in aller Regel deutlich mehr Geld kassieren, als sie in der Ehezeit durch eigene Erwerbstätigkeit hätte verdienen können.

Schau Dir nur mal an, wie die Damenwelt hier im Forum immer wieder betont, sie wollten keinen geschiedenen Familienvater. Die seien alle finanziell vollkommen ausgeplündert und könnten ihnen nichts mehr bieten. Irgendwo wird deren Geld ja wohl geblieben sein.

Sowohl das Heiraten, als auch das Scheiden sind für Frauen bedeutende Wege des sozialen und finanziellen Aufstiegs. Ich finde es keck, dass die Fragestellerin mit ihrer "Beute" nicht zufrieden ist und sich gleich wieder nach dem nächsten Herren sehnt, der sie aushält.

m (45)
 
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  • #16
Das habe ich hier wirklich noch nie gelesen.
Ich habe den Eindruck,er hat nicht mehr so viel Credit und will sichergehen,dass Du Dich selbst versorgen kannst.
Finger weg-der Typ ist bankrott
 
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  • #17
Die Männerwelt richtet ihren aufrichtigen Dank an # 10, weil sie uns über die wahren Absichten der partnersuchenden Frauen informiert hat.

Noch ausgeprägter wäre die Dankbarkeit der Männerwelt, wenn # 10 ihre Intelligenz und ihren Charme dadurch gezeigt hätte, dass sie Punkte und Kommata dorthin macht, wo sie hingehören.

In tiefer Dankbarkeit treu verbunden
m (45)
 
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  • #18
Liebe FS, ja, so ist es! Du schilderst die Situation vieler Frauen punktgenau.
Als die Ehe/Partnerschaft noch intakt war, hatten sich BEIDE Partner für dieses Modell entschieden (wenn es nicht so wäre, hätte ER ja auch ganz einfach zu Hause bleiben können - auch Männer dürfen Elternzeit nehmen).

Und all denen, die das Leid der "armen" geschiedenen Männern beklagen, rate ich:
Bitte setzt Euch mal mit dem neuen Scheidungsgesetz auseinander!

Sobald das jüngste Kind 3 Jahre alt ist, werden die Frauen verpflichtet, einen Job anzunehmen. In erster Linie wird das bei der derzeitigen Betreuungssituation von Kleinkindern ein stundenweiser oder Halbtagsjob sein. Dieses Geld wird als Verdienst angerechnet und von einem ggf. zu zahlenden Ehegattenunterhalt abgezogen. Hat der Ex mehrere Kinder, vielleicht aus vorheriger 1. Ehe oder nachfolgernder Beziehung, die dazu führen, dass der Vater für seine Kinder bis zum Sebstbehalt zahlt, gibt es sowieso keinen Ehegattenunterhalt mehr. Und ein tolles Leben allein vom Kindesunterhalt hat keine Frau!

Es geht mir nicht darum, dass Frauen generell ein "Recht" haben sollten, nichts für ihre berufliche Entwicklung tun zu müssen. Es geht mir darum, dass Männer wie Frauen die Pflicht haben, sich gegenseitig bei der Kindererziehung, im Haushalt und im beruflichen Weiterkommen zu unterstützen.

Was glaubt Ihr: wer holt auch heutzutage noch überwiegend das Kind ab, wenn der Kindergarten anruft und bittet, dass kranke Kind abzuholen und bleibt zu Hause, um es zu pflegen? Genau: der Vater, der gerade das toooootaaaaaal wichtige meeting in der Kantine hat - ach nee, geht nicht, der hat ja ein meeting! Aber Mama hat auch ein meeting.

w, alleinerziehend, berufstätig und zum Glück mit Freundinnen, die mein Kind vom KiGa abholen können
 
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  • #19
@ # 11

Wenn es Dir finanziell so gut geht, warum hättest Du dann "bei getrennter Kasse nur eine kleine Schnittmenge gemeinsamer Aktivitäten" mit einem Mann, der finanziell ebenfall auf eigenen Füßen steht?

Du hast die Aussage nicht etwa nur gepostet, um den Gegnenern des Aushaltenlassens den Wind aus den Segeln zu nehmen?
 
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  • #20
@#12 #13 hier FS: Ich glaube nicht, dass es eine nennenswerte Anzahl von Frauen gibt, die sich von einem Mann aushalten lassen wollen, weil sie keine Lust zum Arbeiten haben. Weit größer ist die Zahl der Frauen, die gerne ihre Kinder selbst erziehen. Die daraus entstehenden Konsequenzen bei einem Scheitern der Ehe habe ich ja bereits oben dargelegt. Dies gilt besonders für Akademikerinnen. Deshalb stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich in einigen Profilen (nicht EP) den Zusatz "bitte keine Vollversorgermentalität" lese, und im Gegenzug dann die Frauen stolz von sich sagen, finanziell unabhängig zu sein - wohl um diesen Männern zu gefallen.
 
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  • #21
Hier mal die Meinung einer Frau 30+ dazu (genauer gesagt 33 J. - wieder Single). Mein Ex-Freund, mit dem ich zusammengelebt habe - Kinder und Heiraten war auch ein großes, für die nahe Zukunft "geplantes" Thema, allerdings kam es dann doch zur Trennung - hat mir gegenüber auch stets betont, dass er "kein Versorger" sei und die Frau zeitnah wieder in den Beruf einsteigen und zum Haushaltseinkommen beitragen solle. Ob mein Einkommen dann auch überhaupt die Kosten der Kinderbetreuung hätte decken können bzw. ob etwas übrig geblieben wäre - das haben wir nie thematisiert (ich wage das zu bezweifeln da ich trotz guter Ausbildung und 10 Jahren Berufserfahrung mit ca. 1.900 netto - bei meist 50-60 Std./Woche anstatt 40 Wochenstunden - eher zu den durchschnittlich verdienenden Menschen gehöre. In einer Stadt wie Frankfurt oder München sind 1.900 netto ein Witz, man kommt so gerad über die Runden). Es ging ihm wohl hauptsächlich darum, dass die Frau auch (finanzielle) Verantwortung übernimmt und sich nicht nur "versorgen" lässt. Ich fand das immer total ok und auch verständlich, außerdem habe ich immer gearbeitet und für mich selber gesorgt. Dennoch wäre ich mindestens 6 Monate nach einer Geburt zu Hause geblieben, lieber noch 1 Jahr, aber für die Zeit hätte es ja Elterngeld gegeben.

Tja, es kam wie so oft im Leben ganz anders, nach der Trennung hatte er innerhalb von 2 Monaten eine Neue. Sie war 36 und hat sich bereits nach 7 Monaten von ihm schwängern lassen. Schwups wurde geheiratet, sie ist raus aus ihrem Job (den sie im übrigen erst wenige Monate zuvor neu angetreten hatte) und lässt sich von ihm versorgen. Es ist also genau das eingetreten, was er eigentlich nie wollte. Tja, so kann's gehen. Er verdient als Oberarzt ziemlich gut und ich denke nicht, dass die Dame jemals in ihrem Leben wieder arbeiten gehen wird; es sei denn sie ist durch eine Scheidung dazu gezwungen. Ich kann schon verstehen, wenn ein Mann nach einer Scheidung sich eine Partnerin wünscht, die zumindest zur Finanzierung des gemeinsamen Lebens beiträgt - unabhängig davon ob sie ohne Partner ggf. einen niedrigeren Lebensstandard hätte als mit neuem Partner. Alleine leben ist nun mal generell teurer.

Ich kenne viele Frauen in meinem Alter, die sich "versorgen" lassen, die sogar Aussagen treffen wie "Ich werde nie wieder arbeiten müssen" oder "So schnell wie mein Mann das Geld verdient kann ich es gar nicht ausgeben". Und diese Damen sind noch nicht mal alle besonders schön oder interessant sondern zum Teil ganz schöne Hausmütterchen. Ich finde sowas zum Kotzen. Anderseits, wenn die Männer das so mitmachen - selbst Schuld.

Ich verlass mich jedenfalls nicht darauf sondern verdiene lieber meine eigenen, bescheidenen Brötchen ;-)
 
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  • #22
@6
Die Frau hatte also nichts von ihrer Arbeit? Weniger als eine Haushälterin?
Denk mal eine Sekunde nach!

Worin hat das Kindermädchen gelebt? In der Wohnung, die es durch ihre Arbeit finanziert hat.
Was hat es gegessen, wovon Urlaub gemacht, Kino gegangen etc. pp.? Die selbe Antwort.

Und dagegen die Frau die die Erziehung in Ermangelung eines Kindermädchens geleistet hat? Ich gehe doch stark davon aus, dass die auch in der Zeit der Kindererziehung gegessen, gewohnt, gelebt hat, oder? Finanziert von? Richtig, dem Familieneinkommen von dem in dem Fall kein (auch noch zu versteuerndes) Kindermädchengehalt abgegangen ist.
Wer zu Schulzeiten bei Adam Smith aufgepasst hat sollte sogar noch zusammen bekommen, Dass dieses Familieneinkommen durch die Arbeitsteilung sogar vermutlich optimiert wurde.
(Die Rollenzuweisung Mann-Frau habe ich lediglich aus der gegebenen Fragestellung übernommen, für die Argumentation und Smith ist sie völlig irrelevant.)
 
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  • #23
Hier wird immer geredet dass Frauen stehen nur auf Männer die Vollversorgern sind.
Mensch! Frauen, eben wenn die eine Arbeit haben, viele und die meisten, können sich allein nicht versorgen.
Warum? Weil Frauen werden schlechter bezahlt als ein Mann in gleiche Beruf oder Position.

Ok, wenn eine hier, Rechanwältin, Ärztin, Apothekerin, Luxus Boutique Besitzerin ist, dann ist einen Ausnahme. Sonst waren wir und sind wir immer mit unsere Haushalt, Kindern und vielleicht mit einen €400,-Job beschäftigt nur damit unsere "Männer" denn Rücken frei haben zu arbeiten.

Abgesehen davon das viele nach Kinder Pause werden nicht mehr als "gebraucht" von der Firmen gesehen.
 
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  • #24
@5, ja das könnte die Antwort eines Mannes sein, aber nein, ich bin - oh Wunder - eine Frau. Geschieden, ohne den Ex abzuzocken, ein Kind und finanziere mich und mein Kind (außer Kindsunterhalt nur Mindessatz) selbst. Es kann nicht angehen, dass Frau, nur weil 1 - 2x clever gepoppt und schwanger geworden, ihr Leben lang!!! durchgefüttert und finanziert wird. Wie hier eine Posterin schreibt, den Kindern Verantwortung beibringen, sie aber im Alter von 45 nicht für sich selbst aufbringen wollen. Wie bitte schön soll das denn gehen? Wir haben eine Lebensarbeitszeit bis 67 - wer mit 16 angefangen hat, hat 51 Jahre, wer mit 45 anfängt, hat noch immer 22 Jahre zu arbeiten. Dürfte wohl reichen, um sich selbst zu ernähren.
 
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  • #25
1.
Warum gilt das NUR für Akademikerinnen?
Was ist mit all den Nicht-Akademikerinnen, die in der gleichen Lage sind?
- Du lebst aber schon im Hier und Jetzt und weißt, dass es ALLEN Frauen so geht, die nicht ununterbrochen berufstätig waren? -
2.
Was ist so schwer oder unzumutbar bzw. unmöglich daran, dass Akademikerin, 45+, mehrere Kinder etc. sich selbst versorgt?
3.
Wieso sind so viele Frauen - AUCH Akademikerinnen - immer wieder der Meinung, MANNs 1. Pflicht sei, die Frau 'durchzuschleppen'?

Ich verstehe DIE Männer, die keine 'Vollversorgermentalität' haben.
Wozu auch?
Wer versorgt diese denn voll? DAS machen die Männer SELBST.

Und wieso sollte ein Mann eine Frau voll versorgen, die aus einer vorangegangenen Beziehung resultierend finanziell eingeschränkter ihr Leben/in ihrem Leben kalkulieren muss?
Notfalls muss Akademikerin dann halt einen Job annehmen und ausüben, der nicht ihrer Qualifikation entspricht. Machen Nicht-Akademikerinnen auch.

Komm mal runter von deinem hohen Roß!
Jaja, das Leben kann schon manchmal sehr hart sein.
 
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Gast

  • #26
Es gibt viele Länder - Frankreich ist dafür nur ein Beispiel - in denen es viel selbstverständlicher als bei uns ist, dass Frauen und Männer auch als Eltern berufstätig sind und ihre Kinder in Kitas und Krippen versorgt sind. Dafür gibt es aber zwei wesentliche Voraussetzungen: es gibt genügend Plätze in solchen Einrichtungen und zudem ist das auch gesellschaftlich anerkannt.

Davon sind wir hier in vielen Bereichen noch weit entfernt. Der Kampf um einen Krippenplatz ist oft erfolglos, und dann geht es immer weiter: Kita, Hort..... Alles ist schwer zu organisieren, in vielen Betrieben wird wenig Rücksicht darauf genommen, dass Kinder auch unplanmäßig krank werden usw. Und dann kommt immer noch der Druck, dass man eine Rabenmutter ist (selten sind es Rabenväter), weil man arbeiten geht statt sich wirklich (!) um sein Kind zu kümmern usw.

Unter diesen Rahmenbedingungen brauchen gerade Frauen sehr viel Konsequenz und Kraft, trotzdem weiter berufstätig zu bleiben. Selbst dann, wenn es sich finanziell kaum lohnt, weil viel Geld für Kinderbetreuung und Einkauf zusätzlicher Dienstleistungen drauf geht. Und dann scheint es der bessere und auch bequemere Weg (übrigens für beide!) zu sein, wenn die Frau für einige Jahre zu Hause bleibt. Und daraus werden dann immer mehr, und die Frauen verlieren beruflich den Anschluss, und reden sich das teilweise auch noch schön, und dann .... das böse Erwachen bei einer Trennung.

Das ist schlicht die Realität. Ich kann gerade noch nachvollziehen, wenn Frauen zwei oder drei Jahre beruflich aussteigen. Aber ich habe meinen Mitarbeiterinnen immer geraten, das nicht zu tun, weil sie einfach den Anschluss leicht verpassen und beruflich ins Hintertreffen geraten. ich war auch immer mit meinen beiden Kindern berufstätig und weiß, wovon ich rede. Aber es hat sich gelohnt: für mich, für meine Töchter, die wissen, dass ein guter Job wirklich wichtig ist, und auch für die Zeit nach meiner Trennung. Ich konnte immer auf eigenen Beinen stehen und musste mich nie abhängig machen.

Ich finde das Gejammere vieler Männer unfair, die so tun, als ob die Konsequenzen einer ja gemeinsam getragenen Entscheidung allein die Frauen zu tragen hätten. Aber ich habe wirklich NULL Verständnis für die Frauen, die sich mit Mitte 40 oder auch noch später hinstellen und so tun, als ob es keine Möglichkeit für sie gäbe, wenigstens irgendetwas zu ihrem Lebensunterhalt beizutragen. Wer gesund ist, soll arbeiten, nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Aber soll was tun. Und auf der Basis lassen sich sicher auch ergänzende Unterhaltszahlungen durch die Zahlenden leichter ertragen.

w, 56
 
U

Ulrike

  • #27
Ich würde keinen Mann wollen, der "keine Vollversorgermentalität" im Profil stehen hat. Diese Aussage ist mir zu aggressiv, zu frustgeladen.
In meiner Vorstellung würden wir jeden Einkauf abrechnen, damit ja niemand zu kurz kommt.
Eine Beziehung voller Misstrauen. Nicht mein Ding.
 
  • #28
Warum in aller Welt sollte ein Mann eine Frau vollversorgen, die für einen ANDEREN Mann Kinder großgezogen und gesorgt hat?!

Nun mal einfach den Denkapparat anschalten und fertig. Dafür gibt es genau Null Gründe. Auch Liebe nicht.

Was soll die Akademikerin denn machen? Zuhause rumsitzen und irgendwie den Haushalt von zwei Erwachsenen führen? Und er bezahlt sie dafür?! Warum in aller Welt?

Alle Doppelverdiener und auch alle Singles ohne Kinder erledigen ihren Haushalt einfach so nebenbei ohne zu quaken. Da besteht für einen Single-Mann doch gar kein Grund, sich eine Frau ans bein zu binden, die versorgt werden will. Also manchmal kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln.

Es ist DEIN Leben. Lebe es selbst!
 
G

Gast

  • #29
@ # 25

Zur Abwechslung muss ich als Mann sagen, dass Frederika Recht hat. Hier wurden innerhalb von 5 Stunden 25 Postings eingestellt, die sich damit beschäftigen, warum / wie / zu welchem Zweck / mit welchen Tricks sich eine erwachsene Frau von einem Mann aushalten lassen kann.

Leute, was habt ihr denn hier für Ideen?

Wenn eine Frau ihrem Mann mal ein Pausenbrot geschmiert hat, berechtigt das sie nicht, den Rest ihres Lebens auf seine Kosten zu leben. Sie mag vorbringen, sie habe dem Mann den Rücken freigehalten, das nimmt sie aber vermutlich selbst nicht ernst.

Wenn eine Frau ihrem Kind das Pausenbrot geschmiert hat, berechtigt sie das nicht, sofort nach einem neuen Versorger zu rufen, nachdem sie ihren Ehemann rausgeworfen hat. Wer kommt den hier auf solche Ideen?

m
 
G

Gast

  • #30
Leute, mal ganz pragmatisch: Relevant ist nicht, ob die Frau Lust hat zu arbeiten oder wie andere den Grad ihrer Selbständigkeit moralisch oder psychologisch beurteilen - sondern es geht um die Rechtslage. Warum sollte eine Geschiedene aus Nettigkeit auf Unterhalt verzichten und darauf noch stolz sein? Viel öfter wird sie diejenige Lösung wählen, die für sie am rentabelsten und bequemsten ist.

Übrigens wäre es dienlich, wenn Frauen dasselbe verdienten wie Männer und nicht die in Deutschland üblichen zwei Drittel davon. Für dieselbe Arbeit wohlgemerkt, denn bei geschlechtsspezifischer Berufswahl haben sie ohnehin keine Chance. Wo über "Sektoren" mit problematischen Beschäftigungsverhältnissen gesprochen wird, handelt es sich doch in Wirklichkeit um Frauen. Ein Recht auf denselben Arbeitsplatz, was nicht dasselbe ist wie eine diffus umrissene Weiterbeschäftigung, nach dem Mutterschutz - auch ne Idee, genauso wie das gesetzlich vorgeschriebene TEILEN der Elternzeit bei angedrohten finanziellen Gehalts- und Zulagenkürzungen für sich weigernde Väter.

Wenn eine Frau jedoch entscheidet, wegen der hier diskutierten Nachteile und Unsicherheiten keine Kinder zu bekommen, wird ja auch geschimpft (und verlassen wird sie mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit irgendwann trotzdem).

Schließlich @21: Wer als Kindermädchen arbeitet, hat bestenfalls um 1000 Euro - davon wohnt die in einer WG, kauft Essen und Kleidung im Discounter und macht überhaupt keinen Urlaub. Lieber wartet sie, dass sich ein Mann in sie verliebt, am besten ein Handwerksmeister mit mehr als dem Doppelten, damit sie zu zweit richtig leben können. ;)