G

Gast

  • #91
Veganer. Fürchterlich. Absolutes No Go.
Sich von einer Veganerin umerziehen zu lassen, ist für einen Mann der sicherste Weg ins Abseits.
Vielleicht kommt die Unentspanntheit der Veganer auch daher, dass sie sich von Abfallprodukten bei der Herstellung von Schweinefutter ernähren, oder was glaubt ihr, woraus dieses ganze Sojamilch- und Tofuzeugs gemacht wird.

M
 
  • #92
Auch ein Mensch, der zu dumm ist um zu wissen, das Vitamin B12 bereits 1960 entschlüsselt worden ist und seither synthetisch hergestellt werden kann (Dorothy Crowfoot Hodgkin hat dafür 1964 den Nobelpreis für Chemie erhalten) und die Versorgung damit deshalb genauso wenig ein Problem darstellt, wie die ausreichende Eiweißzufuhr auf Basis pflanzlicher Lebensmitteln, sofern man diese intelligent kombiniert, wäre doch sowieso kein Partner auf intellektueller Augenhöhe.

Arroganz ist ein unschöner Charakterzug und noch unangenehmer als gelebter Veganismus ... (wobei man hier sehr schön sehen kann, dass beides gern Hand in Hand geht).
Ich weiß z.B. sehr wohl, dass man B12 künstlich zuführen kann. Aber warum soll ich Pillchen einwerfen, wenn ich mir diesen Stoff über eine vernünftige Ernährung zuführen kann? Ich hab meine Vitamine lieber im Essen als in Pillen ...
Und wer Hülsenfrüchte gut verträgt, hat sicher weniger Probleme mit der Eiweißversorgung - dieses Glück hat aber nicht jeder. Ebenso wie es Menschen gibt, die ohne Fleisch Mangelerscheinungen bekommen - und JA, die gibt es, obwohl dogmatische Vegetarier/Veganer das sicher nicht glauben wollen.

Übrigens hat mein Mann mir zuliebe gestern Abend vegetarisch gekocht. Das kann er nämlich, obwohl er durchaus gern ein Stück Fleisch isst. Und ich liebe auch lecker zusammengestelltes veganes Essen. Ich werde aber sicher nicht hingehen und für ein veganes Rezept extra veganen Essig besorgen.
 
G

Gast

  • #93
Wo lebst Du? Das was du aufgezählt hast, bezeichne ich als Junkfood

Was ist an Brot mit Belag, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse und Salaten Junkfood? Du darfst nicht austomatisch davon ausgehen, dass ich das fertig kaufe, ich koche immer selber. Selbst die Pommes Frites mach ich selbst, allerdings nicht in der Fritteuse.

Keine Ahnung, was ihr so kocht, aber wenn Du dieses "Junkfood" weglässt, was bleibt denn da großartig übrig für den Normalesser? ;)

Sich von einer Veganerin umerziehen zu lassen, ist für einen Mann der sicherste Weg ins Abseits.

Ich hab eher den Verdacht, dass Ernährungsberaterinnen da stressiger sind.
 
G

Gast

  • #94
-bei vielen Menschen erfährt man gar nicht, dass sie Vegetarier/Veganer sind - deswegen bleiben nur die missionierenden im Gedächtnis!

Da würde ich schon unterscheiden zwischen Vegetarier und Veganer. Vegetarisch kann man sich fast überall problemlos ernähren, und kaum jemand isst zu jeder Mahlzeit Fleisch. Von daher fällt es auch kaum auf, wenn jemand nie Fleisch isst. Mit meinen vegetarisch lebenden Kollegen habe ich auch nie irgendwelche Diskussionen. Die gibt es immer nur mit den Veganern. Oft weiß man bei Gerichten nicht auf den ersten Blick, ob sie vegan sind oder nicht; dann ist eine Diskussion fast schon unvermeidlich. Und dann ist die Kantine böse, weil nicht an sie gedacht wird, und alle Restaurants ringsum, der Caterer bei der Weihnachtsfeier. Elends nervig, aber leider im Job unvermeidlich. In meinem privaten Umfeld mache ich daher um die Leute einen großen Bogen.
 
  • #95
Das Grundproblem am Veganertum ist:
das Nicht-Loslassen-Können.

Wir alle leben in einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Gesellschaft, umgeben von vielem, was wir uns nicht ausgesucht haben. Gleichzeitig ist unser Denken bestimmt von Aufklärung, Rationalität. Wir wollen alles selbst planen, selbst bestimmen, denken, wir müssen nur wollen, dann könnten wir unser Leben so gestalten, wir wir es gerne hätten.

Wer viel in Idealen denkt, kann das Hier und Jetzt nicht akzeptieren. Der bürdet sich alle Last der Welt auf, fühlt sich für alles Böse in der Welt verantwortlich, sich aber nicht, dass zum Licht auch Schatten gehört.

Das Veganertum ist ein Ausdruck dessen, dass wir uns aus einer komplexen Welt einen kleinen Punkt heraussuchen, um uns daran magisch abzuarbeiten. Letztlich ist es magisches Denken, wer vegan lebt aus Überzeugung, damit der Welt zu dienen, meint, über den eigenen kleinen Beitrag die Welt ändern zu können. Es ist und bleibt aber nur ein Glauben. Veganertum bedeutet der Versuch, eine in den eigenen Augen außer Kontrolle geratene Welt unter Kontrolle zu halten.

Wenn man sich mit der Geschichte der Menschheit beschäftigt, scheint mir ganz einleuchtend, dass die Bevölkerungsexpansion ohne industrielle Fertigung von Lebensmitteln nicht möglich gewesen wäre. Daher nocheinmal: wo Licht ist, ist auch Schatten. Möchte ich, dass alle Menschen Selbstversorger werden, bescheiden leben, nur noch Bio, dann muss ich auch akzeptieren, dass Menschen hungern oder verhungern. Wenn's den Schweinderln gut gehen soll, muss es den Menschen schlechter gehen.
 
G

Gast

  • #96
Ich bin Vegetarierin und finde Veganismus sehr interessant. Es hängt allerdings immer noch vom Menschen ab, ob ich ihn um mich haben will oder nicht. Jemand, der auch nur den Ansatz macht, mich missionieren zu wollen, hat verloren, egal, wofür er denkt, mir den Weg zeigen zu müssen.
In meinem Fall sind das nun immer nur die Fleischesser gewesen, die meinten, mir Vorträge halten zu müssen über Krankheiten, die Sinnlosigkeit meines Tuns, weil ich angeblich die Welt retten will und das nie schaffen werde (was ne Überraschung) und die allgemeine Ernährung des Homo sapiens im Zuge seiner Evolution (die kaum so ausgesehen haben wird, dass es jeden Tag Mammut mit Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärker gab).

Solange niemand dem anderen seine Entscheidungsmöglichkeit und den eigenen Willen abspricht, ist alles in Ordnung, auch wenn man vielleicht Recht hat damit, dass der andere sich nicht richtig ernährt. Aber es ist sein Geschmack, sein Essvergnügen und sein Körper.
Genauso wie ich auch beim Essen nicht hören will, dass einem die Tierquälerei in den Massentierhaltungen leid tun, aber ... Macht das mit euch aus, möchte ich den Fleischessern sagen, die meinen, einem Vegetarier/Veganer sowas erzählen zu müssen. Ich bin kein Mülleimer, in den man sein schlechtes Gewissen auslagern kann. Mit Schaudern denke ich an einen Verwandten, der mir eine Zeitlang dauernd erzählen musste, was er jetzt wieder Schreckliches an Tierquälerei im Fernsehen gesehen hat, mir damit komplett Tag und Laune verdarb, sich selber aber erleichtert fühlte nach seinem Gerede, und am nächsten Tag aß er wieder Wurst. Bis zum nächsten Bericht.

Zitat von Danae:
Wenn's den Schweinderln gut gehen soll, muss es den Menschen schlechter gehen.
Das stimmt nicht, wenn man sich nur mal ansieht, wieviel Ressourcen (Wasser z.B.) und Weideland für Futterpflanzen die Massentierhaltung verbraucht.
 
A

Ars_Vivendi

  • #97
Wer viel in Idealen denkt, kann das Hier und Jetzt nicht akzeptieren. Der bürdet sich alle Last der Welt auf, fühlt sich für alles Böse in der Welt verantwortlich, sich aber nicht, dass zum Licht auch Schatten gehört.

Eine schöne Erklärung. Die Veganerinnen, die ich kennengelernt habe, verzichten meist aus Mitleid mit Tieren auf tierische Produkte und begründen ihr Verhalten ethisch. Meist sind sie Weltverbesserinnen, die aber wenig konsequent sind und sich abgesehen von der Ernährung die Rosinen herauspicken. Für mich kommt immer der Eindruck auf, dass ihr Vehalten sehr unentspannt ist, sehr kompliziert, sehr bemüht, ein "guter" Mensch zu sein. Hinzu kommt oft, dass sie dabei auch noch belehrend werden. Meist können sie nicht akzeptieren, dass ich mich vollwertig ernähre, dazu gehört für mich auch Fleisch und Fisch. Nicht täglich, aber eben ein paar mal pro Woche. Tier zu töten, damit andere Lebewesen leben können, finde ich natürlich. Die Haltung von Haustieren (die dann interessanterweise ja auch wieder mit Fisch und Fleisch ernährt werden oder lebt der Hund von Veganerinnen auch vegan?) finde ich oft nicht ethisch korrekter als die von Nutztieren, ich akzeptiere aber beides, sowohl die von Nutztieren für Ernährung als auch die von Haustieren meist nur zur Belustigung.

Veganerinnen finde ich im Alltag sehr anstrengend. Ich koche gerne und auch gerne mit einer Partnerin zusammen. Das muss nicht dauernd Fleisch sein, aber eben auch. Für mich ist eine Veganerin daher keine passende Partnerin.
 
G

Gast

  • #98
Innerhalb der Partnerschaft finde ich es völlig egal, wie sich der andere ernährt. Jedem das seine, aber die Toleranz muss von beiden da sein.
Schwierig finde ich es aber ausserhalb der Partnerschaft: man kann nicht mehr einfach zum Essen eingeladen werden, ohne dass man die Gastgeber unter Druck setzt, etwas zu kochen, was sie selbst nicht wollen. Und da hört für mich Toleranz auf. Das endet dann im schlechten Gefühl auf beiden Seiten: was eigentlich etwas Gutes sein sollte (Einladung, Essen, Geselligkeit) wird so ganz einfach respektlos niedergemacht.

Mein Sohn hat Zöliakie (kein Gluten). Wenn ich ihn jetzt auch noch vegan ernähren würde bzw. wäre irgendwo eingeladen (und übrigens mag er kaum Gemüse), würde ich richtig durchdrehen. Essen heisst für mich immer noch "nicht verhungern" und gesund bleiben. Vegan (man sehe sich mal die Zutaten an, von wo das eigentlich alles angeflogen kommt) ist ein Luxusproblem.
 
  • #99
Wenn Veganer/Vegetarier versuchen, Allesfresser wie mich zu überzeugen, dass es unethisch und ungesund ist, Fleisch/Tierprodukte zu konsumieren kann ich das nicht ernst nehmen. Was mir in solchen Momenten hilft ist totale Ignoranz derjenigen Person. Ansonsten darf von mir aus jeder essen oder nicht essen was er will. Es sei denn er ist Kannibale, dann wäre auch meine Toleranzgrenze überschritten. ;)
 
  • #100
Ich bin nur Vegetarierin und schaff es noch nicht, mich ganz umzustellen.
Dieses Zitat hat mich beim Lesen sofort an einen Zeitungsartikel erinnert, den ich vor einiger Zeit las. Es ging um eine junge muslimische Frau, die sich entschieden hatte, Kopftuch zu tragen. Sie träumte jedoch davon, eines Tages so weit zu sein, den ganzen Körper zu verschleiern, d.h. eines Tages die ideale Muslima zu sein. Wie der Vergleich veranschaulicht, handelt es sich bei Veganismus um eine quasi-religiöse Form der Selbst-Vervollkommnung.

Daher meine Vermutung, dass man entweder die Ängste von Veganern teilen oder die Ängste verschwinden lassen können muss, um ihr Partner sein zu können.
 
G

Gast

  • #101
Wer vegetarisch oder vegan leben will, möge das tun.
Mich interessiert das nicht. Ich esse gern und gut, ernähre mich gesund und abwechslungsreich und möchte auf keine Genüsse verzichten. Logischerweise suche ich nur einen gleichgesinnten Partner mit dem ich gemeinsam schlemmen kann.
 
G

Gast

  • #102
Zitat von Danae:
Wie der Vergleich veranschaulicht, handelt es sich bei Veganismus um eine quasi-religiöse Form der Selbst-Vervollkommnung.
Würdest Du das genauso bei jemandem mit Allergien sehen? Jemand, der einen bestimmten Stoff nicht verträgt, muss sich umstellen, damit es ihm körperlich besser geht. Jemand, dem es nicht gut geht, wenn er sich in der Welt umsieht und er zu irgendeiner Anschauung über die Ernährung kommt, und das freiwillig für sich macht, ist deswegen religiös?
Was ist dann mit den Fleischessern, die ausflippen, wenn sie sich einen Tag in der Woche ohne Fleisch ernähren sollen? Sind die dann nicht nicht viel eher einem Glauben in Deinem Sinne aufgesessen, dass das Freiheit bedeutet?
Was ist mit den Sport-Spinnern, die sich haufenweise künstlich hergestellte Zusatzstoffe einpfeifen und ihre Muskeln auf optische Perfektheit trainieren?

Zitat von Danae:
Daher meine Vermutung, dass man entweder die Ängste von Veganern teilen oder die Ängste verschwinden lassen können muss, um ihr Partner sein zu können.
Es gibt auch Veganer, die es nur für sich so leben und daraus keine Religion für ihre Partner machen. Ich weiß nicht, warum so emotional auf die Ernährung eines anderen Menschen reagiert wird, dass der sich entschuldigen und rechtfertigen muss, wenn entdeckt wird, wie er sich ernährt. Ich denke ja auch nicht, dass mich jeder Katholik von der Sündhaftigkeit der Frau überzeugen will und muss Angst haben, dass mein Partner automatisch ein schräges Bild von Sexualität hat.
 
  • #103
Wenn ihr eine_n Veganer_in kennen lernt, schreckt das euch eher ab oder wäre das für euch kein Problem?

Ich W 25 lebe seit einiger Zeit vegan und habe manchmal das Gefühl, es könnte einen Mann abschrecken. Zum Beispiel wenn man Essen gehen möchte oder im familiären Kreis ist, wird man schnell zum "Sonderling" oder zur "Extrawurst"(auch wenn ich diese Formulierung etwas makaber finde).

Was meint ihr, wäre es für ok eine Frau dieser Lebensweise weiter kennenzulernen?

LG

Hey,

ich will dich (und andere Veganer) nicht beleidigen, aber:

Ich find's echt albern (genau wie Vegetarier) - vor allem weil man damit entgegen der menschlichen Natur lebt (der Mensch ist nun mal ein Allesfresser und er braucht auch alles - ein gesunder Mix ist halt meist das Problem...bei mir z.B. überwiegt Fleisch (was nicht heißt das ich kein Gemüse esse), da ich es lieber mag als die meisten anderen Sachen...)) - und ich gebe zu, das Veganismus (schreibt man das so?...don't know!) für mich ein Grund wäre jemanden nicht als Partnerin in betracht zu ziehen (nennt mich oberflächlich, aber wenn man nicht mal gemeinsam Kochen kann (ausser ich lasse mich überreden ein veganes Gericht zu essen) dann macht's doch keinen Spass :(

mfg LAX
ps: Auch die meisten Ärzte sehen keinen Vorteil im vegan Leben - im Gegenteil, es wird vor Mangelerscheinungen etc. gewarnt!
 
G

Gast

  • #104
Wer vegetarisch oder vegan leben will, möge das tun.
Mich interessiert das nicht. Ich esse gern und gut, ernähre mich gesund und abwechslungsreich und möchte auf keine Genüsse verzichten. Logischerweise suche ich nur einen gleichgesinnten Partner mit dem ich gemeinsam schlemmen kann.
Das machen Vegetarier und Veganer auch. Das, was Du schreibst, ist doch genau das, was den Veggis vorgeworfen wird: Die Haltung, dass der Partner genau das gleiche essen MUSS, damit man sich wohlfühlt.
 
  • #105
Das machen Vegetarier und Veganer auch. Das, was Du schreibst, ist doch genau das, was den Veggis vorgeworfen wird: Die Haltung, dass der Partner genau das gleiche essen MUSS, damit man sich wohlfühlt.

Was ist daran denn so falsch - wie soll man gemeinsam Kochen (sodass es auch Spaß macht), wenn einer der Partner dabei immer zurückstecken/verzichten muss? (Ich bin nun mal weder Veganer, noch Vegetarier - sicher kann man zwischendrin mal einen Tag kein Fleisch essen, aber dauern - zumindest wenn der Partner das Essen auch essen soll?...Nein, nicht wirklich...und Vegan ist noch (für mich d.h. das ist meine Meinung und nicht allgemein gültig!) schlimmer, das will ich nicht mal probieren (ich esse z.B. auch sehr gerne Eier und die essen Veganer ja auch nicht...-.-))

mfg LAX
 
G

Gast

  • #106
Was ist daran denn so falsch - wie soll man gemeinsam Kochen (sodass es auch Spaß macht), wenn einer der Partner dabei immer zurückstecken/verzichten muss?
Er MUSS nicht verzichten, er WILL es nicht essen, genauso wie Du irgendwas, das Du nicht magst, nicht essen willst (keine Ahnung, Spinat, Rosenkohl, ich kannte einen, der Tomaten nicht mochte). Oder jemand, der eine Allergie hat, irgendwas nicht essen kann.

Man kann sehr gut gemeinsam kochen, wenn der eine zu seinen Nudeln Gemüse isst und der andere eine Hackfleischsoße, der eine sich irgendeinen pflanzlichen Brotbelag aufs Brot tut, der andere Schinken.
Mal davon abgesehen, ist vegane Kost keineswegs gruselig, dass es einem Fleischesser nicht auch schmecken würde. Das denken die immer nur, weil ihnen das Fleisch heilig ist und sie nicht mal was anderes probieren ;) Das ist mir auch recht, jeder soll essen, was er mag, aber die Vorurteile stimmen einfach nicht.

Und nochmal: Jemand, der sich so ernährt, der macht das, weil er es will. Man hört ja immer "du darfst kein Fleisch" oder so. Doch, darf der Veganer auch, er will es nur nicht, wie andere was anderes nicht essen mögen.


Mod-Kommentar: Wir bitten alle Teilnehmer zur Ausgangsfrage zurück zu kommen. Nebenthemen werden nicht mehr veröffentlicht. Vielen Dank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #107
Wenn ich Veganer wäre, würde ich mir maximal einen Vegetarier zum Partner nehmen oder jemanden der an beiden Ernährungsformen interessiert ist. Alles andere wäre kontraproduktiv.

Ich selbst bin ein Genussmensch, und Menschen, die Essen als etwas Pragmatisches betrachten, kämen für mich kaum in Betracht. Es würde mir jedes Mal die Freude verderben, wenn jemand keinen Sinn für das Besondere einer Mahlzeit hat. Insofern ist, egal wie man sich ernährt, es von Vorteil, wenn ähnliche Ansichten vorherrschen.

Ein Vegetarier wäre für mich überhaupt kein Problem, da ich nur selten Appetit auf Fleisch habe. Bei einem Veganer wäre ich skeptisch. Er würde ja nie die Gerichte essen können/wollen, die ich so gern koche. Ich habe zwar auch diverse vegane Gerichte auf Lager, aber die Einschränkung insgesamt wäre mir doch zu groß.

Und was den Tierschutz betrifft: klar sind Veganer in diesem Punkt die besseren Menschen (auch wenn sie mit ihrer Verweigerung kein einziges Tier retten, leider). Fleischesser wollen nur nicht an ihre Unzulänglichkeiten erinnert werden, das macht sie aggressiv. Oft reicht die pure Anwesenheit eines bekennenden Veganers aus, sie innerlich auf die Palme zu bringen. Insbesondere Männer hassen es, wenn an ihr schlechtes Gewissen appelliert wird.
 
G

Gast

  • #108
Man geht in einer Partnerschaft ja davon aus, dass beide einander mögen/lieben und sich akzeptieren. Das ist nun das Ideal, an vielen Partnern wird herumgenörgelt, damit sie sich ändern sollen. Aber es gibt einfach zu viele Vorurteile gegenüber Veganern, dass die per se was zu nörgeln hätten. Dass viele Missionare unterwegs sind oder die Menschen, die auf einmal entdeckt haben, dass man sich gesund ernähren kann und nun dauernd sagen, wie wohl sie sich seit der Umstellung fühlen, liegt wohl in der Natur der Sache. Jeder, der was Neues entdeckt hat, von dem er begeistert ist, posaunt das ja meist heraus.

Er würde ja nie die Gerichte essen können/wollen, die ich so gern koche.
Das ist doch gar nicht gesagt. Das wäre doch genauso, als würde man einem Fleischesser absprechen, dass er vegan kochen kann. (Das stimmt allerdings meistens sogar in Bezug auf Vegetarier, weil der Fleischesser sich keinen Kopf macht, welche Brühe er verwendet oder ob im Frischkäse Gelatine ist)

Zitat von Nada:
Fleischesser wollen nur nicht an ihre Unzulänglichkeiten erinnert werden, das macht sie aggressiv. Oft reicht die pure Anwesenheit eines bekennenden Veganers aus
Genau das ist es. Aber daran ist kein Veganer schuld, wenn sich ein Fleischesser schuldig fühlt. Als Vegetarier erlebt man auch oft, dass ein Fleischesser plötzlich über Massentierhaltung und dass kein Fleisch ja besser ist, reden will (wenn nicht ein Vortrag über Gesundheit und dazu nötigem Fleischessen kommt). Aber das will ein Veggi beim Essen dann auch nicht hören, weil er der Massentierhaltung wegen vermutlich schon oft deprimiert war. Das triggert einfach nur.
 
G

Gast

  • #109
Grundsätzlich soll jeder das essen, was er verträgt, bzw. mag.
Unter Vegetariern/ Veganern gibt es zwei Lager...die einen haben damit den für SIE richtigen Lebensstil gefunden und leben nach dem Motto "Leben und leben lassen". Die anderen hingegen machen aus ihrer Ernährung eine Religion und versuchen permanent, "Fleischfresser" zu missionieren und als schlechte Menschen hinzustellen. Eine solche Mentalität finde ich schrecklich und habe diese Leute aus meinem Umfeld verbannt.

So lange ein Mann nicht zu zweitgenannter Kategorie gehört, hätte ich mit ihm als Partner überhaupt kein Problem.:)
 
G

Gast

  • #110
Wenn ich lese, wie die Fleischesser hier auf die Veganer rumhacken, abwerten usw., dann frage ich mich, wer hier wirklich intolerant ist.

Ich esse wenig Fleisch, schon der Gesundheit willen.
Die naiven Gedanken, dass man das Leben geniessen will und alles isst, sich dann aber ab 50zi wundert, woher die Zipperlein kommen, dann sollte man wirklich seine Ernährung umstellen.

Es gibt übrigens das Vitamin D 3 "Sonnen-Vitamin", was man zusätzlich "zu füttern" muss. Allein die beste Ernährung reicht nicht aus.

Wenn ich sehe, dass die Nicht-Vegetarier massiv übergewichtig sind, 2/3 aller deutschen Männer sind zu dick, wie viele Krankheiten aufgrund von ungesunder Ernährung zurück zu führen sind, dann halte ich eine Gemüsereiche Ernährung tatsächlich für eine gute Alternative.

Gerade diese dicken, mit Zipperlein klagende Männer, wie gestern beim Frühstück, klagen über Magenschmerzen, Gelenkschmerzen in den Knien, schmieren sich aber die eklige billige Magarine usw. aufs Brot. Es gab nichts an Gemüse, oder Obst. Nur billige fettreiche . Wurst usw. Ich hatte mir Lachs und Bio-Gurke mitgebracht.

Wenn ich als fitte gesunde ältere Frau, die auch Fleisch ist, aber nur Bio, die Idee in den Raum werfe, vielleicht die Ernährung umzustellen, dann werde ich nur müde belächelt.

Gut, jeder ist sein Glückes Schmied. Ich frage mich nur, was die Fleischfresser den Vegis vorwerfen, wenn sie selbst sich hier im Forum mit ihren Hass-Tiraten auf die Vegis entblössen... und ihre Krankheiten auf Kosten von anderen Menschen auskurieren müssen, wie dieser besagte Mann mit den Gelenkschmerzen in den Knien.

w
 
  • #111
Es gibt übrigens das Vitamin D 3 "Sonnen-Vitamin", was man zusätzlich "zu füttern" muss. Allein die beste Ernährung reicht nicht aus.

Ja, genau an dieser Stelle liegt der Hase im Pfeffer.

Der Mensch ist von Natur aus ein Allesverwerter. Weil damit auch ein breites Angebot an lebensnotwendigen Grundbausteinen einher geht, hat sich die Fähigkeit, diese selbst zu synthetisieren, im Laufe der Menschheitsentwicklung verloren. Auf deutsch: wir können nicht von Obst und Gemüse leben, weil unsere Vorfahren diejenigen sind, die auch Fisch und Fleisch und Eier aßen und Milch tranken. Die es nicht taten oder schlimmstenfalls nicht konnten, sind nämlich ausgestorben.

Genau wie diejenigen, die Vitamin B3 aus der Apotheke brauchen. Apotheken gab's damals nämlich noch nicht.


Eben. Die einen ernähren sich ungesund, die anderen auch. Irgend einen Tod müssen wir alle sterben. Ich halte mich lieber in der Mitte des Weges auf als an den Rändern.
 
G

Gast

  • #112
Unter Vegetariern/ Veganern gibt es zwei Lager...die einen haben damit den für SIE richtigen Lebensstil gefunden und leben nach dem Motto "Leben und leben lassen". Die anderen hingegen machen aus ihrer Ernährung eine Religion und versuchen permanent, "Fleischfresser" zu missionieren
Die zwei Lager gibt es auch unter den Fleischessern. Die einen lassen den Vegetarier/Veganer in Ruhe sein Essen essen, ohne es zu thematisieren, was sie darüber denken, die anderen fangen beim Essen an zu diskutieren, warum Fleisch wichtig ist, dass sie ja auch gegen Massentierhaltung sind oder eben nicht, oder dass Eltern, die ihre Kinder so ernähren, Verbrecher sind (KANN ja sein, dass diese Eltern verbohrt sind, aber was interessiert das den Veganer, der da gerade am Tisch sitzt und was essen will? Der sagt ja auch nicht, irgendwo hat ein Kind eine Krankheit gehabt, weil die Eltern ihm nur Fastfood gegeben haben).

Die meisten Fleischesser müssten erstmal selber lernen, dass sie Ernährung nicht thematisieren, nur weil jemand am Tisch sitzt, der kein Fleisch oder keine tierischen Produkte isst.
 
A

Ars_Vivendi

  • #113
Gerade diese dicken, mit Zipperlein klagende Männer, wie gestern beim Frühstück, klagen über Magenschmerzen, Gelenkschmerzen in den Knien, schmieren sich aber die eklige billige Magarine usw. aufs Brot. Es gab nichts an Gemüse, oder Obst. Nur billige fettreiche . Wurst usw. Ich hatte mir Lachs und Bio-Gurke mitgebracht.

Ja, aber das hat mit "vegan" nichts zu tun. Es ist schlicht generell schlechte Ernährung und mangelnde Bewegung. Auch bei Deinem Lachs wird die Veganerin entsetzt aufjaulen. Wir sollten alle die anderen essen lassen, was sie wollen, denn sie müssen ja die Konsequenzen tragen. Und wenn sich jemand mit Genuß das 3,99-Schweinesteak reinhaut - ich kann das akzeptieren. Und was juckt es denn Dich, wenn jemand fetteiche Wurst isst, die Du ja nicht zu Dir nehmen musst.
Wer übrigens jemanden kennt, der Gurken produziert, der lacht bei Deiner "Bio-Gurke" genüsslich. Ein hoher Preis, viel Profit für den Handel und das wars dann. Glaub mal nicht, dass Deine Bio-Gurke vom gerade bei Frauen geschätzten "Bio"-Supermarkt wirklich besser ist als die vom Discounter.

Erst eben hatte ich bei einem Veganer-Kochkurs eine von der Prediger-Sorte dabei. Sie zeigt ihren Kindern Tierquäler-Videos auf Youtube und meinte stolz, dass das dann reicht, damit sie ein paar Wochen kein Fleisch essen und dann würde sie halt den Film mal wieder zeigen. Das ist doch lachhaft.
 
Top