• #61
Sehr dünn und sehr dick sind teilweise ja auch Veranlagung, ich hatte im Sport einen Kumpel, der konnte trainieren und essen wie er wollte, er legte weder Gewicht noch Muskelmasse zu (Kraftsport) Ich selber hatte mit Mitte 40 noch 100kg bei lt. Trainer etwas weniger als durchschnittlichem Fettanteil. Dank Krafttraining viel Muskelmasse, dank Boxtraining gut verteilt. Für meinen eigentlichen Sport (Motorsport) allerdings komplett ungeeignet.
Da mir Ausdauersport nie Freude machte, ich aus gesundheitl. Gründen meinen Kraftsport nicht mehr ausüben darf und dann auch noch jahrelang Cortison nehmen musste, ging ich ziemlich aus dem Leim. Konnte aber nach Absetzen des Cortisons kontinuierlich Gewicht abbauen.
Insofern, bei Männern ists wie bei Frauen: ganz alleine fürs Gewicht ist man nicht verantwortlich. Was man aber machen kann - zumindest meistens und trotz Krankheit - ist, die Beweglichkeit zu erhalten. Hab ich durch Stretching gemacht. Dann wirkt selbst hohes Gewicht nicht ganz so tapsig.
Die lustige Erfahrung aus dem Sportstudio: die ganz kleinen, sehr zierlichen Frauen (teilweise nicht mal 160 cm, keine hatte auch nur 50 kg) haben sich bei uns "Bären" umgeschaut. Und da waren natürlich Kerle dabei, gegen die ich leicht, klein, fett und muskelarm war. Die haben allerdings oft mit Spritzen und Kokain nachgeholfen, was ich nie wollte. Die etwas weniger zierlichen Frauen, die wollten von uns allerdings gar nichts wissen. War zumindest direkt beim Sport so. Die kleine Gruppe der Männer, die auf Kraft trainiert haben, hatte bei den ganzen Zumbafrauen keinerlei Chance. (Zumba ist eine Form des Trainings)
 
  • #62
Ich weiß, was die FS meint, ich halte dieses Phänomen für eine Art der Altersmagersucht, wie sie früher nur bei Frauen auftrat. Sehr oft kommt dann mit Stolz ein Ausdruck wie "tüchtig abgenommen" oder "heute gibt es nur Suppe" bzw. "ich sehe mich als fitten Hering". Es hat wohl mit Angst vor dem Alter zu tun, dem man eine vermeintlich jungenhafte Erscheinung entgegenzusetzen versucht (ich finde, dann sehen ältere Männer eher nach zerbrechlichen, kränkelnden Damen aus) und der Illusion der absoluten Kontrolle via Askese zu tun. Vereinzelt will man sich damit auch elitär geben und vom "dicken Proll" deutlich abgrenzen.
Schade, dass es so selten ein Mittelmaß gibt. Bei Männern und Frauen verteilt zwar ab der Lebensmitte zusätzliches Gewicht (auch mit Sport) oft nur noch um die Körpermitte, was nicht so harmonisch ist. ..Aber was soll`s...alles fern von Extremen finde ich sympathisch. Denn dann hadert jemand nicht dauert mit sich selbst!
 
P

proudwoman

  • #63
Also was willst du mit deiner Frage erreichen?
Das frage ich mich langsam auch!
..aber warum komisch? Jeder hat seinen eigenen Geschmack, seine eigenen Vorlieben. Ich selber bin auch groß und eher dünn. Da sage ich mir, der Mann darf eher etwas kräftiger sein, dünn bin ich selber. Das ist nur meine Vorstellung, sonst nichts. Ob ich mich dann aber in einen solchen kräftigen Mann verliebe, steht auf einem ganz anderen Blatt. Dazu bedarf es wesentlich mehr...da kann es sogar sein, dass er auch dünn ist, dafür stimmt das andere.
Ich weiß auch nicht, was diese Frage eigentlich bringen soll..:)
 
  • #64
Vereinzelt will man sich damit auch elitär geben und vom "dicken Proll" deutlich abgrenzen.
Schade, dass es so selten ein Mittelmaß gibt
Ich weiß nicht, ob es so selten ist, aber mich wundert oft, was für Charaktereigenschaften und welche Elitärstufen man erkennen will anhand der Leibesfülle. Auch Menschen, von denen man aufgrund des Berufes denken könnte, sie seien intelligent, haben solche Ansichten. Ich tippe aber wiedermal drauf, dass man nur wen sucht, an dem man seinen Frust ablassen kann, und das sind ja laut gesellschaftlichem Konsens alle Menschen, die nicht superdünn bis dünn sind, weil man ihnen unterstellt, sie würden ihren Körper nicht mögen und könnten aber an ihrem Zustand auch nichts ändern, weil sie fresssüchtig sind, diese Disziplinlosen. Selbst wenn das bei manchen stimmt, finde ich das Rumgehacke unterstes Niveau.

Ich mag Muskeln und etwas Fett drüber, dass der Körper muskulös, aber geglättet aussieht und möglichst straff ist, an mir und an Männern. Das gibt es in verschiedenen Abstufungen von Leibesfülle. Ansonsten darf jeder so aussehen, wie er mag oder meinetwegen auch nicht mag, danach beurteile ich doch Menschen nicht.
 
  • #65
Ich weiß nicht, ob es so selten ist, aber mich wundert oft, was für Charaktereigenschaften und welche Elitärstufen man erkennen will anhand der Leibesfülle. Auch Menschen, von denen man aufgrund des Berufes denken könnte, sie seien intelligent, haben solche Ansichten. Ich tippe aber wiedermal drauf, dass man nur wen sucht, an dem man seinen Frust ablassen kann, und das sind ja laut gesellschaftlichem Konsens alle Menschen, die nicht superdünn bis dünn sind, weil man ihnen unterstellt, sie würden ihren Körper nicht mögen und könnten aber an ihrem Zustand auch nichts ändern, weil sie fresssüchtig sind, diese Disziplinlosen. Selbst wenn das bei manchen stimmt, finde ich das Rumgehacke unterstes Niveau.
Es geht nicht darum, dass man Menschen anhand ihrer Figur Charaktereigenschaften zuordnet - sondern schlicht um sexuelle Anziehung, die in einer Beziehung nunmal eine Rolle spielt. Ich fand z.B. Männer mit Bauch noch nie sexy, egal welchen Charakter sie haben - allein die Vorstellung, mit dicken Männern Sex zu haben finde ich - für mich - abstossend. Ich habe sehr nette, charakterlich einwandfreie dicke Arbeitskollegen - und arbeite sehr gern mit ihnen zusammen. Aber Sex? No way.

Und - wenn man sich ehrlich ist - wird ab einer gewissen Körperfülle auch sportliche Aktivität eher schwierig - ich sehe auf meinen langen MTB Touren eher selten dicke Menschen, auch wenn es da die ein oder andere Ausnahme geben mag. Und wenn einer nunmal sehr sportlich ist, und z.B. seine Freizeit mit Radtouren oder langen Bergtouren verbringt, wird er wenig Freude an jemandem haben, der dank seines Übergewichts schon japst, wenn er die Treppe hochläuft. Ist verständlich, wenn so jemand dann auch einen sportlich schlanken sucht.

Dieses ganze Gerede von "nicht anhand des Gewichts" urteilen oder "jemandem eine Chance geben" ist doch Unfug - wenn mich jemand sexuell nicht anzieht, bringt das alles nix.
 
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  • #66
Dieses ganze Gerede von "nicht anhand des Gewichts" urteilen oder "jemandem eine Chance geben" ist doch Unfug
Sowas würde ich auch nie behaupten, dass man jemandem eine Chance geben sollte, wenn man seinen Körper und die ganze Person nicht sexy findet (hast Du das echt bei meinem Beitrag rausgelesen?). Mir ging es eher um die allgemeine Sicht auf Menschen bzgl. Leibesfülle und da hat mich ziemlich überrascht, was in manchen Köpfen so für Vorurteile geistern, die es vor 25 Jahren noch nicht gab und die auch jeglicher Logik entbehren.

Obwohl ich denke, dass es wirklich besser ist, wenn der Partner eine für den anderen attraktive Figur hat, habe ich mich auch schon wahnsinnig verliebt in einen Mann, der nicht dem figürlichen Ideal ähnlich war, das ich sexy finde, weil er sehr dünn war. Das war mir fürs totale Verlieben egal, obwohl ich das vorher nicht gedacht hätte.

Es ging mir in meinem Beitrag nur darum, dass man sich kein Bild vom Charakter machen kann nur aufgrund des Leibesumfangs. Dass sich manche dünne Menschen als was Besseres empfinden, nur weil sie dünn sind, ist mir auch schon begegnet, und ich frage mich, warum. Denn ich kenne das, dass man bei mir das früher immer negativ thematisiert hat "du bist zu dünn", "du hast Magersucht" (bei Größe 36/38 und 1,80m, was total im normalen Bereich ist), "wieviel wiegst du? DAS ist viel zu wenig"... Damals waren die Menschen mit etwas mehr auf den Rippen das Normale, das schön gefunden wurde. Und was schön und normal ist, wird ja immer als das mit den besten Eigenschaften gesehen. Auf einmal sind es nun die dünneren Menschen, morgen sind es die muskulösen und die dünnen Menschen gelten als Körperfeinde oder genussunfähig. Usw usw usw ...