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  • #1

Was haben sie an ihrem Expartner wirklich geliebt?

Ich w 41, werde nach 15 jahren endlich geschieden.Ich habe einige nette männer kennengelernt und mich für einen sehr tollen mann entschieden.ich begehre ihn wahnsinnig.er war auch 13 jahre verheiratet scheidungstermin steht. was mich nachdenklich macht; er konnte mir nicht sagen was er an seiner exfrau geliebt und wertgeschätzt hat.er hat echt lange überlegt: NICHTS war seine antwort.er wollte eine familie gründen. geht es ihnen auch so DAS MAN NICHTS AN DEM EX mehr wertschätzt oder liebt?
 
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  • #2
Mein Exmann war auch meine Jugendliebe, die Trennung ist lange her. Doch heute weiß ich zu schätzen, dass er der einzige Mann war, der mich wirklich aufrichtig geliebt hat und zwar mit all meinen Ecken und Kanten. Ich ihn auch, denn er ist mit mir durch dick und dünn gegangen.
 
  • #3
@1...BEI DER FRAGE geht es mir um die aufarbeitung,reflektion der vergangenheit.
Das habe ich durchaus verstanden. Aber ich würde definitiv nicht mit einem neuen Partner über Vorteile oder Nachteile eines Expartners sprechen, schon aus nachpartnerschaftlicher Loyalität heraus. Ich werde weder über meine Expartner lästern noch sie besonders loben -- letzteres könnte den neuen Partner auch verletzen und die Beziehung belasten. Man vergleicht einfach nicht Partner miteinander vor demneuen Partner und darauf läuft es irgendwie immer raus.

Ich finde es einfach sowohl ungeschickt als auch moralisch verwerflich, mit einem neuen Partner über Expartner zu sprechen -- außer nüchterne Eckdaten natürlich.

Unabhängig von diesen Gedanken ist es natürlich sinnvoll, die Vergangenheit aufzuarbeiten und sie zu reflektieren. Man selbst seine eigene und der Partner die seinige. Aber doch bitte nicht zusammen über Expartner reflektieren!

Natürlich gebe ich zu, dass gewisse Daten über Eckpartner getauscht werden müssen und man selbst natürlich auch ein berechtigtes Interesse daran hat, festzustellen, ob die Vorbeziehung entsprechend aufgearbeitet wurde. Dafür muss man aber nicht solche Intimitäten besprechen.

ich weiss genau was ich an meinem ex geschätzt und geliebt habe.
Und Du glaubst allen Ernstes, dass Dein neuer Partner das wissen möchte? Was soo toll am Ex war? Sorry, ich möchte mir 100%ig nicht anhören, was an meiner Vorgängerin ach-so-toll war. Das hat auch wirklich noch kein Partner fertiggebracht. Selbst ansatzweise tut es schon weh, so etwas zu hören, und ich kann mir absolut keinen positiven Effekt darin vorstellen.

bei dem neuen mann hatte ich das gefühl er war im falschen film in seiner ehe. es war die reinste hölle wie er sagte.
Na ja, er wird zu Beginn schon so einiges toll gefunden und geliebt haben, zum Schluss halt nicht mehr und das ist hängengeblieben. Und falls es wirklich schlimm war, ist es doch umso fieser, da auch noch nachzuhaken. Also ich verstehe Dich wirklich nicht.

Mich überfordert das sehr.können menschen ihre persönlichkeit so verändern mit verschiedenen partnern?
Hm, ihre wirkliche Persönlichkeit vielleicht nicht, aber die Art sie auszuleben anscheinend schon. Man erlebt das ja immer wieder. Für mich auch etwas erschreckend.
 
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  • #4
Sein Verständnis für mich und andere...dass er mich gesehen und erkannt hat. Die mentale Tiefe. Seine Intelligenz, seine Haltung in allen Lebenslagen... er war schlichtweg mein Berg. Stabil, groß und erhaben irgendwie... seine Würde. So habe ich bisher nur über zwei Männer gedacht. Nie vom Rest. War eine sehr respektvolle Beziehung. Leider konnten wirs nicht länger als 3 Jahre erhalten. Waren noch sehr sehr jung. Jetzt sind 10 Jahre vergangen. Ich denke kaum, dass mir das je wieder so begegnen wird. Es war so ernst und so reif, wie keine Beziehung danach. Mit Alter hat das alles wirklich nichts zu tun.
 
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  • #5
Ich würde dem Mann den Laufpaß geben. Er ist entweder gefühllos, vergeßlich oder unehrlich.
 
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  • #6
Frederika, das ist schon traurig wenn man nicht weiß warum und weswegen man einen Menschen geliebt hat...

Mal ehrlich: es gab und gibt immer Gründe, weswegen man einen Menschen geliebt hat oder liebt. Wenn man das nicht weiß, gleicht das für mich einem Armutszeugnis.

Hinter solch einer Aussage vermute ich stark eine sehr verletzte Seele! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nach einer Trennung immer enttäuscht ist und erst einmal das negative am Ex- Partner sieht. Aber im nachhinein sollte man sich schon ehrlich eingestehen können, dass der Ex- Partner doch auch sehr liebenswürdige Seiten an sich hatte, oder etwa nicht?

Es gibt natürlich auch Ausnahmen die schwerwiegend sind, wie z.B. Vergewaltigung oder diverse Misshandlungen in der Partnerschaft. Dann könnte ich am Ex- Partner auch nichts positives mehr finden oder sehen.
 
  • #7
Ich habe an ihr geschätzt, dass sie großzügig sein konnte wie nur wenige Frauen, dass sie 5 gerade sein lassen konnte. Sie Spannungen, die sie nicht persönlich angingen, schnell mit ihrem Lächeln und einer ablenkenden Bemerkung geradezu wegzaubern konnte. Sie mit Kindern sicher umgehen konnte, ohne hektisch oder zänkisch zu werden, auch wenn sie sich noch seher als Quälgeister aufführten. Sie sich ernsthaft für ihren Partner interessierte. Dass sie hilfsbereit ist, einen Blick hatte für Menschen die still leiden. Ihre Introvertiertheit.

Dass sie mich verführen konnte als wäre ich der einzige Mann im Universum.Ich mich bei ihr in meiner Rolle als Mann absolut sicher fühlte. Die intensiven langen Küsse, die Leidenschaft.
Sie wie ich an die große Liebe glaubt.
So wie mich unsere Trennung, unser unauflösbares Streitverhalten, unheimlich verunsichert hat, so wünsche ich ihr alles Gute und den Mann, der zu ihr passt.
m44
 
  • #8
Ich habe an ihr geschätzt, dass sie großzügig sein konnte wie nur wenige Frauen, dass sie 5 gerade sein lassen konnte. Sie Spannungen, die sie nicht persönlich angingen, schnell mit ihrem Lächeln und einer ablenkenden Bemerkung geradezu wegzaubern konnte. Sie mit Kindern sicher umgehen konnte, ohne hektisch oder zänkisch zu werden, auch wenn sie sich noch seher als Quälgeister aufführten. Sie sich ernsthaft für ihren Partner interessierte. Dass sie hilfsbereit ist, einen Blick hatte für Menschen die still leiden. Ihre Introvertiertheit.

Dass sie mich verführen konnte als wäre ich der einzige Mann im Universum.Ich mich bei ihr in meiner Rolle als Mann absolut sicher fühlte. Die intensiven langen Küsse, die Leidenschaft.
Sie wie ich an die große Liebe glaubt.
Das klingt toll -- aber wenn ich die neue Partnerin wäre, dann würde mich das eher verletzen, unter Druck setzen, belasten. Es klingt auch so, als ob Du noch gar nicht drüber weg wärest, als ob die Frau für immer einen Platz in Deinem Herzen hat.

Als neue Partnerin wäre mir das unangenehm. Eine wirklich vertraute Partnerschaft wäre da schon kaum noch möglich.

Also: Das es so war, ist wunderschön. Aber erzählen darf man das der Neuen nicht.
 
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  • #9
Ok Frederika, es ist natürlich nicht in Ordnung vom neuen Partner in einer "endless story" zu hören, was am Ex so toll war... Es geht ihr darum, für sich PERSÖNLICH zu hinterleuchten und zu hinterfragen, welche positiven Seiten man am Expartner geschätzt hat. Es hat im Endeffekt auch damit zu tun, seinen inneren Frieden mit sich und dem Ex zu machen. Und erst dann, wenn "tabula rasa" gemacht wurde, ist man offen und bereit für neue Herausforderungen...
 
  • #10
Ok Frederika, es ist natürlich nicht in Ordnung vom neuen Partner in einer "endless story" zu hören, was am Ex so toll war...
Genau das meine ich -- seit #1 an. Anderenfalls kann man damit die neue Beziehung belasten.

Es geht ihr darum, für sich PERSÖNLICH zu hinterleuchten und zu hinterfragen, welche positiven Seiten man am Expartner geschätzt hat.
Genau so ist es -- für sich persönlich, aber diese intimen Gedanken sollte man nicht dem neuen Partner erzählen, und zwar aus nachpartnerschaftlicher Loyalität zum Ex und um den neuen Partner nicht zu belasten, unter Druck zu setzen oder zu verletzen.

Es hat im Endeffekt auch damit zu tun, seinen inneren Frieden mit sich und dem Ex zu machen.
Richtig, das ist das, was ich in vielen anderen Threads immer als emotionale Aufarbeitung der Vorbeziehung und Trennung bezeichne.

Und erst dann, wenn "tabula rasa" gemacht wurde, ist man offen und bereit für neue Herausforderungen...
Richtig, so ist das.
 
  • #11
@Frederika: Ich weiß, das ist alles richtig und wichtig. Ich weiß auch, dass ich mich dem Verdacht aussetze, ich hätte es nicht verarbeitet. Ich habe für mich aber auch aus Erfahrung die erfreuliche Gewissheit, dass die aktuelle Partnerin für mich wichtig ist und niemand anderes, wer da noch sonst in der Fantasie herumkreucht.

Mich persönlich hat es aber nie gestört oder verunsichert, wenn zB eine Witwe von ihrem toten Mann schwärmte. Ich habe wohl eine anmaßende Selbstsicherheit, dass, wenn ich mit einer Partnerin zusammen bin, es mir gelingen wird, ihren Fokus auf mich komplett zu lenken.
Das kann durchaus ein fundamentales Problem von mir in der partnerschaftlichen Interaktion sein und ich weiß nicht recht, wie ich damit umgehen soll. Eifersucht oder Verletzheit vorzutäuschen kann es wohl nicht sein.
Schließlich: Was ich hier geschrieben habe, ist ja in meinem Kopf. Es kann sich ja unbewußt doch äußern, die Partnerin kann es doch merken und sich verletzt fühlen. Frauen sind ja nicht doof und haben einen Sinn für Subtiles.

m44
 
  • #12
Ich weiß, das ist alles richtig und wichtig. Ich weiß auch, dass ich mich dem Verdacht aussetze, ich hätte es nicht verarbeitet.
Die logische Gegenfrage von mir wäre dann aber: Warum ist die Beziehung auseinandergegangen? Warum hätte sie auf gar keinen Fall wieder Sinn? Warum passt es jetzt und in Zukunft nicht mehr? Darauf müsstest Du dann eben auch eine mindestens so intensive und klare Antwort haben, wie die wunderschöne Liebeserklärung oben. Denn sonst wäre da wirklich etwas nicht verarbeitet! -- Na, ich bin gespannt!

Ich habe für mich aber auch aus Erfahrung die erfreuliche Gewissheit, dass die aktuelle Partnerin für mich wichtig ist und niemand anderes, wer da noch sonst in der Fantasie herumkreucht.
Und genau das glaube ich eben nicht. Wenn Du eine andere Frau siehst, die eben nicht so gut mit Kindernm umgehen kann, die nicht ganz so großzügig ist, die keinen Ärger wegzaubert, kannst Du da wirklich ehrlich sagen, dass eben keine emotionalen Erinenrungen an die Ex hochkommen?

Wohlgemerkt, das wäre nicht einmal schlimm, solange es distanziert genug ist. Aber ich glaube Dir nicht, dass eine so wundervolle Ex eben gar nicht "inder der Phantasie herumkreucht" und auch nicht, dass es wirklichs o distanziert ist.

Ich habe wohl eine anmaßende Selbstsicherheit, dass, wenn ich mit einer Partnerin zusammen bin, es mir gelingen wird, ihren Fokus auf mich komplett zu lenken.
Hm, ja, das ist wohl wirklich eine anmaßende Selbstsicherheit -- meines Erachtens zu viel des Guten und ziemlich unrealistisch.

Eifersucht oder Verletzheit vorzutäuschen kann es wohl nicht sein.
Nein, in der Tat nicht. Authentizität und Aufrichtigkeit sind auf jeden Fall wichtiger.

Was ich hier geschrieben habe, ist ja in meinem Kopf.
Davon bin ich ausgegangen. Zum Glück. Aber dieser Thread dreht sich ja darum, was man dem neuen Partner erzählt. Stell Dir mal vor, Deine neue Partnerin würde Dich wirklich fragen, was Du an Deiner Ex geliebt hast und Du würdest auch nur ähnlich antowrten wie oben -- also das wäre nicht gut, sondern sehr verletzend und belastend. Findest Du nicht auch, dass man so eine Liebeserklärung an die Ex wirklich nicht der Nachfolgerin an den Kopf knallen kann? Das ist das Titelthema.
 
  • #13
Auf keinen Fall darf man dem neuen Partner etwas vorschwärmen!

Aber der Vater meiner Kinder hat sich solch haarsträubende Dinge geleistet, dass ich x Jahre gebraucht habe um darüber hinweg zu kommen. Ich denke, dass ich erst wieder beziehungsfähig wurde, als ich im objektiven Ton auch über seine Verdienste und Vorzüge sprechen konnte- in der Art wie: "Nein, es war nicht Alles nur schlimm- er hat auch manchmal für die Kinder ...... gemacht."

Wenn ein Mann in diesem Ton von seiner Ex sprechen kann, ist das m.E. ein gutes Zeichen. Sollte er behaupten, sie habe keine positiven Seiten gehabt, würde ich an seiner Realitätswahrnehmung zweifeln und SEHR aufmerksam werden.
 
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  • #14
Wegen seines niedlichen Gesichtes (ja, ich weiß, Männer wollen nicht hören, dass sie niedlich sind), wegen seiner weichen, warmen Haut, wegen seiner Küsse, wegen tollem Sex.
Weil er unglaublich klug ist, weil er mich zu einem besseren Menschen macht.
 
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  • #15
Die logische Gegenfrage von mir wäre dann aber: Warum ist die Beziehung auseinandergegangen? Warum hätte sie auf gar keinen Fall wieder Sinn? Warum passt es jetzt und in Zukunft nicht mehr? Darauf müsstest Du dann eben auch eine mindestens so intensive und klare Antwort haben, wie die wunderschöne Liebeserklärung oben. Denn sonst wäre da wirklich etwas nicht verarbeitet! -- Na, ich bin gespannt!

Ich stimme Frederika zu - habe ich doch genau die gleichen Empfindungen fuer meine Ex und wuerde die Geschichte als nicht verarbeitet bezeichnen.

Nebenbei: Obwohl ich Frederika oft widersprechen moechte, amusiert mich ihre argumentative "Bissigkeit" sehr. Frederika, ich bitte dies als Kompliment aufzufassen.
 
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  • #16
Ich habe ihn geliebt, weil er ein guter Mensch war/ist. Er verfügte über ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, nicht nur in seinem anspruchsvollen Beruf, sondern auch gegenüber seiner Familie. Er war ebenso sensibel wie empathisch. Keiner der Macht über andere ausüben wollte. Er überzeugte durch sein souveränes Auftreten in aller Bescheidenheit. Ein fürsorglicher Ehemann und liebevoller Vater unserer Kinder. Wir waren uns trotz unterschiedlicher Bildung ebenbürtig, weil kompatibel. Die gemeinsamen Jahre mit ihm zählen zu meinen schönsten Erinnerungen. Wir waren ein Herz, eine Seele, ein Körper. Wir haben uns blind vertraut.
Trotzdem, nach vielen Jahren hat er mein Vertrauen missbraucht. Ich habe ihm nie verziehen, dass er unsere Familie zerstört hat.
Was nach ihm kam ist/war nicht der Rede wert. Keiner war mit den charakterlichen Attributen ausgestattet die für mich unverhandelbar sind. Deshalb suche ich auch nicht mehr aktiv. Vielleicht beschert mir der Zufall nochmals eine Begegnung mit einem so wundervollen Menschen.
 
  • #17
@17: Das ist keine Bissigkeit von Frederika, sondern eine ausgeprägte analytisches Denken. Mir geht es ja auch so. Ich weiß, solche "harten" Fragen kommen schnell verletzend rüber, sind aber durchaus hilfreich gedacht. Denn wenn ich mir diese Fragen nicht beantworten kann, ich einem ausgeprägten Verdrängungsprozess unterliege, mich selber betrüge, dann werde ich gegen die Wand fahren, es wird zu meinem Problem und dem der betroffenen Frau, und nicht Frederikas oder eines anderen Boten der schlechten Nachricht.

Die logische Gegenfrage von mir wäre dann aber: Warum ist die Beziehung auseinandergegangen? Warum hätte sie auf gar keinen Fall wieder Sinn? Warum passt es jetzt und in Zukunft nicht mehr? Darauf müsstest Du dann eben auch eine mindestens so intensive und klare Antwort haben, wie die wunderschöne Liebeserklärung oben. Denn sonst wäre da wirklich etwas nicht verarbeitet!

Also wie die Beziehung zerbrochen ist, das kann ich beim besten Willen nicht kurz beschreiben. Es ist einfach so, dass meine psychische Integrität in der Partnerschaft schlicht zu zerbrechen drohte. Da wir mehrfach wieder angeknüpft hatten, steht es einfach fest, dass die Kommunikation in entscheidenden Punkten zwischen uns nicht klappt und auch nie klappen wird. Sie war auch unwillig für eine Paarberatung, um vielleicht mir dritter Hilfe eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden. Das Kapitel ist für mich abgeschlossen. Ich kann mir autodestruktives Handeln nicht leisten, ich habe für zwei Söhne zu sorgen und mit voller Kraft da zu sein.

Aber selbst wenn sie mich mit einem Freund betrogen hätte (hat sie nicht). Es ist eben keine Liebeserklärung (meine Liebesgedichte gehen hoffentlich schon deutlich mehr zu Herz), sondern eine realistische Würdigung ihrer positiven Aspekte. Ich fand sie mal ja ganz fantastisch, aber in der Partnerschaft, im Zusammenleben stellte sich heraus, dass meine Schwächen mit ihren nicht zusammen passten, ohne dass wir uns gegenseitig kaputt machten. Was ich nicht kann, ist zu denken, der Mensch hat nur positive Eigenschaften oder nur schlechte, sondern ich nehme Stärken und Schwächen wahr, ständig und immerfort. Auch bei mir.

Wenn meine zukünftige Frau in bestimmten Bereichen gegenüber meiner Ex Schwächen aufweisen sollte, zB unbeholfen mit Kindern ist, oder wenn sie schnell zornig und aufbrausend ist, dann wird sie andere Stärken haben, die sie gegenüber meiner Ex herausragt und wofür ich sie lieben werde. Wenn sie zB analytisch denken kann. Oder kommunikationsstark ist. Mich mitreißen kann, mich konstruktiv fordert, oder oder oder. Ohne Großzügigkeit werde ich mich aber niemals verlieben können. Immer genau dann durchfloss mich ein warmer Strom der Liebe, wenn ich Großzügigkeit meiner Partnerin spürte, mir oder durchaus auch anderen gegenüber.
 
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