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  • #1

Warum wollen Männer "frei sein" und "nicht eingeengt werden"?

Für eine Frau sind solche Wünsche nicht einfach zu verstehen: Wenn ich mal unerlaubterweise von mir und meinem Bekanntenkreis ausgehe, möchten "wir" tendenziell mehr gemeinsam unternehmen, früher offiziell von einer Beziehung sprechen usw. Es gibt meiner Erfahrung nach bei Frauen weniger Bedürfnis nach Abstand, Alleinsein, Unverbindlichkeit und Abwechslung. Ich möchte nicht in Klischees verfallen, aber gern verstehen: Warum ist es toll, weiterhin allein zu wohnen? das Wochenende und den Urlaub ohne die Partnerin zu verbringen? sich nur ab und zu zu sehen? nicht zu planen? Und all das... Ich persönlich würde gar nicht auf solche Ideen kommen, sondern am liebsten alles mit meinem Partner gemeinsam machen und alles andere ist nur zweite Wahl. Ehrlich gesagt, verstehe ich alle diese Signale auch als Zurückweisung, etwa: Ich bin es nicht, sonst wäre ich das Wichtigste für ihn.
 
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Gast

  • #2
Die Männer, mit denen ich zusammentraf, waren immer verblüfft über meine Meinung: Die Freiheit des Mannes ist die Freiheit der Frau. Ich bin durchaus dafür, zahlreiche Dinge gemeinsam zu erleben, sich zu genießen und Spaß zu haben. Ich bin aber auch dafür, dass der Mann mit seinen Freunden quatscht, dass er Runden auf dem Motorrad oder im Auto fährt, dass er vielleicht allein vor einem Cafe sitzt und die Menschen beobachtet. Genauso nehme ich mir auch das Recht heraus, mit meinen Freundinnen zusammenzusein, zu lachen, zu albern, shoppen zu gehen. Also Dinge zu tun, zu denen ein Mann wenig Lust hat. Es ist immer ein Risiko, sein Zuhause aufzugeben und zu einem Partner zu ziehen. Wenn es bei mir dazu kommen sollte, würde ich darum bitten, dass wir beide unseren Wohnsitz aufgeben und völlig neu anfangen. Es soll nie einer auf die Idee kommen: Das gehört mir. Oder: Damit hast Du nichts zu tun. Und der Wunsch, beim anderen zu sein, sollte auch von beiden kommen und nicht aufgezwungen werden. 7E1FB12A
 
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Gast

  • #3
Früher war ich auch eher symbiotisch drauf.

Nach einigen Herz herausreißenden Trennungen und Erschütterungen meines Weltbildes obsiegt heute die die Distanz:

Liebe und Beziehungen kommen und gehen. Da macht es im Grunde wenig Sinn, viel Energie in ein WIR zu stecken, das eh irgendwann - evtl entgegen der eigenen Absicht - wieder futsch ist.

Getrennte Leben, Wohungen, Kassen etc. mit auszuhandelnden Schnittmengen bewahren die Autonomie, erleichtern die künftige Trennung, ersparen Kosten und ggf. seelische Abstürze.

Für den Lebensanteil "bis das der Tod euch scheidet" halte ich mir nach einigen Trennungen von Menschen jetzt einen Hund. Dessen Ansprüche und Verhaltensweisen sowie das Kostenrisiko sind überschau- und erfüllbar.

Mit Haut und Haar auf einen Menschen einlassen? Geht wohl nur in relativ jungen Jahren, wenn noch nicht so viele negative Erfahrungen eingefahren wurden?

M
 
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  • #4
Wer lange (15-20 Jahre oder länger) in Ehen oder Partnerschaften gewohnt hat, mit Kind, Haus und Hund, Nachbars Gartenzwerg und Familienfesten, der möchte irgendwann auch mal für sich sein. So ganz persönlich egoistisch. Ich kann das als Frau nachvollziehen, wenngleich Frauen allgemein wohl eher Nähe haben wollen als Männer. Aber getrennte Wohnungen lassen Freiräume für Arbeit, Hobby und Freizeit, für Sehnsucht und Begehren. Ich genieße es - doch es sollte nicht so sein, dass man sich nur noch 14tägig sieht, dann stimmt etwas nicht.
 
  • #5
Liebe Fragestellerin! Ich sehe das genau wie Du und kann Dich beruhigen: Es gibt auch viele Männer, die das ähnlich sehen und eine von Nähe und Gemeinsamkeiten getragene Partnerschaft wünschen.

In meiner Erfahrung gibt es einfach zwei relativ scharf umgrenzte Typen an Menschen: Jene, die Distanz und Freiheit brauchen und jene, die Nähe und Gemeinsamkeiten wünschen. Sicherlich ist das nicht streng schwarzweiß zu verstehen, aber die Grundtypen sind schon ziemlich klar abgegrenzt. Ich bin fest der Ansicht, dass man bezüglich Nähe/Distanz einfach einen passenden Partner finden muss, sonst reibt man sich in der Beziehung auf, da jeder Kompromiss für beide schmerzhaft ist.
 
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  • #6
Hallo!

Ich bin zwar eine Frau, habe aber trotzdem ein großes Bedürfnis danach, "frei zu sein" und "nicht eingeengt zu werden".
Ich glaube, der Schlüssel liegt in Deinem letzten Satz "...das Wichtigste für ihn". Ich persönlich habe - wie wohl die meisten Menschen - viele wichtige Personen/Dinge in meinem Leben. In jeder Beziehung spiegelt sich ja eine andere Facette der Persönlichkeit wider. D.h. ich bin nicht ausschließlich Partnerin, oder Mutter, oder Kollegin, oder Tochter, oder Freundin, oder ... sondern ich habe verschiedene Rollen inne. Und jede ist mir wichtig, jede will ich ausleben, jede will ich genießen. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist: "Das Wichtigste" zu sein erzeugt unglaublichen Druck und unglaubliche Erwartungen. Man wird für das Glück einer anderen Person verantwortlich gemacht, wird in die Rolle eines Heilsbringers oder so gezwängt, die man gar nicht haben will.
Ich soll also einerseits das, was mich meiner Meinung nach ausmacht, aufgeben, um andererseits etwas zu sein, das ich nicht sein kann und nicht sein will? Schlechter Tausch. Lieber eigene Wohnung behalten, allein das Wochenende verbringen und sich dem Erwartungsdruck nur ab und zu aussetzen.
 
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  • #7
da kann ich euch nur zustimmen. eine gewisse eigenständigkeit ist einfach wichtig. beide partner sollten zeit genug für eigene hobbies, freunde und auch rückzug haben. sonst jibt es füher oder später stress. habe ich zumindest so erlebt. vor allem sollte man mit sich im reinen sein und keinen partner "brauchen", das wirkt total abtörnend auf den anderen. aber jemanden zu finden, mit dem es einfach "paßt" - das ist die kunst bzw. die stecknadel im heuhaufen. man sollte sich die frage stellen, wie kompromißbereit man in einer partnerschaft sein möchte. manche kommen vielleicht besser allein zurecht..ich gebwe trotzdem die hoffnung nicht auf...
 
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  • #8
Ich glaube nicht, dass die Fragestellerin davon ausgeht, dass es kein "ICH" mehr gibt.

Aber wenn ich lese, was Nr. 2 schreibt klingt das so desillusioniert... armer Mann, wirklich.
Klar wird man verletzt, wenn man sich einlässt. Aber wer sich nicht einlässt verliert meist noch viel mehr im Leben. Der hat erst gar keine Chance die Liebe zu erfahren.
Und leben wir nicht genau deswegen? Gehört "Zweisamkeit" und "Liebe" nicht zu den zentralen Themen weswegen wir überhaupt auf der Welt sind?

Der Mensch ist doch von Natur kein Einsielder oder Einzelgänger?

w/31
 
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  • #9
@7: Man kann auch Liebe und WIR erfahren, wenn man nicht zusammen wohnt. Das ist leider noch zu arg in den gesellschaftlich angesehenen Köpfen verankert, dass es für viele einfach nicht nachvollziehbar ist, dass man auch in getrennten Wohnen eine ausgefüllte Partnerschaft mit Höhen und Tiefen leben kann. Doch ich werde hier bald nicht mehr missionarisch auftreten, dazu sind mir die Blockaden in vielen Köpfen einfach zu stur und zu standhaft sowie unflexibel und intolerant.

Nur, es müssen beide wollen und mögen! Erst dann wird ein WIR daraus - ohne Eifersucht, ohne Kontrolle, einfach mit Hingabe, Liebe, Leben und Genießen wollen. Sofern einer mit dieser Situation nicht zufrieden ist, weil er 24 Std. seinen Partner um sich - und damit kontrollierbar haben will, funktioniert dieses Leben nicht. Diese Freiheit hat nichts mit Fremdvögeln zu tun, wie so oft vermutet wird, ober mit "Ich übernehme keine Verantwortung für ich als mein Partner/meine Partnerin - es ist die Freiheit, sich frei für den anderen zu entscheiden, ohne Fesseln, ohne althergebrachte Regeln. Oder auch, ohne lange Erklärungen und Erwartungshaltungen etwas zu tun, was man selbst möchte, das Gleiche wird ohne negative Erwartungshaltung auch dem Partner zugestanden. Das hat etwas mit geistiger wie emotionaler Größe und Toleranz zu tun - doch nicht jeder ist dazu in der Lage!
 
  • #10
...
Ich bin ein Mann und auch ich möchte frei sein und nicht eingeengt werden.

Beides allerdings (irgendwann wieder) unbedingt mit einer liebenden Frau an meiner Seite.

Will sagen: Freiheit, die ich meine, kann im Rahmen einer Partnerschaft nur die sein, die ich zusammen mit dem Menschen genießen kann, den ich liebe. Und ich kann mir vieles vorstellen, das mich einengt - meine Partnerin gehört nicht dazu. Und wenn doch, dann ist das sowas von die Falsche...

Es dürfte doch wohl unstrittig sein, daß man auch in einer Partnerschaft bestimmte Aktivitäten pflegt, die man nicht unbedingt zu Zweit durchführt. Meine Partnerin kann alleine ins Fitness-Studio, ohne einen glücklich grinsenden Kerl an ihrer Seite zur Betriebsfeier
und sich ohne Anhang mit ihrer besten Freundin treffen. Umgekehrt schleppe ich sie auch nicht mit zu jeder Mountainbike-Tour, die ich bei Sonnenaufgang beginne. Aber grundsätzlich und eigentlich will ich jede Minute mit ihr gemeinsam verbringen.

Es sind also nicht alle Männer, die frei sein wollen in dem Sinne, daß sie einiges an Zeit ohne Partner verbringen wollen. Frederika hat das in #3 sehr treffend beschrieben: solange beide das Gleiche wollen, sollte es keine Probleme geben.

Aber eben nur dann.

...
Manticore / m47
(aus persönlichen Gründen noch nicht verfügbar auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten)
 
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  • #11
@7: Aber "Liebe" und getrennte Wohnungen u.ä. widersprechen sich doch nicht zwangsläufg?
 
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  • #12
"Freie" Männer sind die interessanteren Männer.
Ich liebe es, wenn Liebe NICHT klebt.

@ 7
Die "Zweisamkeit" und "Liebe" sind nicht die zentralen Themen, weswegen wir auf der Welt sind.
Wir Menschen sind ein (erfolgreiches?) Beispiel für "Try-and-Error" in der Evolutionsgeschichte. ;)

M45
 
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  • #13
@ 7

Da bin ich ganz Deiner Meinung: wer sich nicht einläßt, verliert mehr, weil er nie den Reichtum
einer tiefen Beziehung erfahren wird.
Es ist ein bisschen wie mit dem "Kinder kriegen". Entweder man geht das Wagnis mit Mut und
Entschlossenheit ein oder man wird bestimmte Freunden und die natürlich dazugehörigen Schwierigkeiten (da muß man sich nichts vormachen) nie erleben.

w, 40
 
  • #14
Das ist doch ne Fangfrage, oder?
Freiheit ist eines der höchsten Güter des Menschen. Sie ausleben zu können bedeutet einen gehörigen Batzen Glück zu erleben. Freiheit ist weder promiskes Verhalten, noch unhöflichkeit oder ignoranz des Anderen. Einen Vogel hält man ja auch auf dem ausgetreckten Finger und nicht in der Faust. Die persöhnliche Freiheit hört da auf wo die des anderen anfängt. Wenn das nicht passt und es zu viele "Überschneidungen" gibt, dann passen diese beiden Personen eben nicht zusammen.

7E24B720 m
 
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  • #15
Hier wird meistens nur Schönfärberei betrieben...die wahre Wirklichkeit sieht jedoch extrem anders aus...wir beide Geschlechter kommen immer mehr auf Distanz...weil wir uns bekriegen und immer mehr beziehungsunfähig werden...das ist die Wahrheit...ich lese es doch auch hier in schwarz auf weiß...da könnt ihr trixen mit Rhetorik und der Sprache wie ihr wollt...es bleibt troztdem so!!! Es wird nur dann anders, wenn sich grundsätzlich etwas positives bei beiden Geschlechter was veränder, und genau an diesem Punkt sehe ich kein licht im Tunnel...es sind auch hier einige zu jung um hier mitreden zu können!!! m
 
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  • #16
Warum haben Frauen sofort Ängste und Eifersuchtsgefühle wenn sie nicht ständig weiss was er tut und mit wem ?
 
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  • #17
@ 15:
Vielleicht weil er jemanden finden könnte, der um ein halbes Prozent mehr kompatibler sein könnte?
Auf dem vielzitieren "Jahrmarkt" der Eitelkeiten lauert immer wieder eine neue Attraktion. ;)

Ernsthaft:
Ohne Selbstbewusstsein und Vertrauen auf beiden Seiten klappt das nicht!
 
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  • #18
Liebe Fragestellerin,
harmonische Partnerschaft und vieles gemeinsam tun hat nichts mit einengen zu tun. Ich möchte
auch nicht eingegeengt und an das Gängelband genommen werden.

Was spricht gegen getrenntes Wochenende oder Uralub, wenn es nicht der Dauerzustand ist?
Soll der andere immer verzichten, nur weil Du etwas nicht magst. Willst DU immer alles machen, was Dein Partner mag?

Nach dem EP-Prinzip passen Partner am besten, wenn einer mehr Distanz als der andere oder umgekehrt mehr Nähe braucht / bevorzugt. Das kann genau das Einengen vemeiden, vermeiden wie in #11, dass LIEBE nicht KLEBT.

Die_Felsenfeste
7E28B53A
 
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  • #19
Mein Antwort als Mann der vermutlich einen hohen Testosteronspiegel hat und "frei" sein will und keinesfalls "eingeengt" werden möchte:
Zuerst einmal bezieht sich diese Lebenseinstellung auf alle Lebensbereiche und nicht nur auf die Partnerschaft. So möchte und brauche ich keinen Menschen über mich der meinen Alltag glaubt festlegen zu müssen. Ideal sieht man das doch auch im Berufsleben, spezifisch erläutert wird jeder Chef der mir nicht gewachsen ist oder mir "dumm kommt" systematisch niedergemacht (5 Stück mußten schon daran glauben). Keiner soll mir meine Lebenszeit verdummen, alle Entscheidungen und Taten kommen von mir, sonst wäre ich doch eine männliche Prostituierte (wie fast alle Arbeitnehmer, oder nicht ?)..
Mein Traum ist Privatier, da ich reich genug bin und ich im mittelfristigen Berufsleben auch nicht erpressbar oder zu irgendetwas "Komischen" hinreißbar sein möchte (Unternehmer aus Zeitvertreib?).
Leute dies mag komisch wirken, jedoch gerade in der Wirtschaftskrise hat sich gezeigt, dass man nur eine Persönlichkeit sein kann wenn man unabhängig, folglich "frei" ist.
Eine Partnerschaft sollte auch Freiheiten gewähren und nicht einengen. Natürlich ist die Einschränkung bei Liebenden eher harmlos. Ich denke gerade Männer sind hier aber sensibler als Frauen. Wer stetig eingeengt wird befindet sich in einer Art "Gefängnis" und verkümmert.
Dann möchte doch ich lieber Single bleiben und weniger Kompromisse eingehen müssen. M39
 
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  • #20
Liebe Fragestellerin, du verfällst dem Irrtum, dass nur "Männer" Freiräume in der von dir geschilderten Form wünschen. Das mag in deinem persönlichen Umfald so sein, in meinem ist es ganz anders - die Anzahl meiner weiblichen freiheitsbedürftigen Freunde übersteigt die der männlichen bei weitem.
Ein weiterer Irrtum ist, dass ein höheres Bedürfnis nach Distanz/Freiheit als Unverbindlichkeit, Bindungsunfähigkeit, Unfähigkeit sich einzulassen, tief zu empfinden verstanden wird. Aber das kann nur jemand erkennen, der selbst breit ist, sich emotional einzulassen. Aber vermutlich verstehen wir unter "sich einlassen" etwas anderes - für mich ist es ein innerer Prozess, für andere ein äußerer Akt wie z.B. Zusammenziehen.
"Wir" müssen nicht mehr jeden Tag ums Überleben kämpfen und "wir" leben nicht mehr in einer Gesellschaft, wo es alleinstehenden Frauen fast unmöglich ist, gut zurecht zu kommen, außer sie haben von ihren Eltern ein zumindest kleines Vermögen geerbt.
Ich denke nicht im Traum daran, meine Unabhängigkeit aufzugeben - Kinder möchte ich keine mehr, meine Interessen und Freunde haben drei langjährige Partnerschaften "überlebt", daher kommt auch ein Aufgeben letzterer nicht in Frage, weil sie die eigentlichen Konstanten in meinem Leben bilden.
Deine abschließende Äußerung "Ehrlich gesagt, verstehe ich alle diese Signale auch als Zurückweisung, etwa: Ich bin es nicht, sonst wäre ich das Wichtigste für ihn. " läßt nicht auf ein stabiles Selbstbewußtsein schließen. Deine Forderung, das Wichtigste für ihn zu sein, ist schon eine Kleinmädchenphantasie, um es nett auszudrücken.
w/45
 
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  • #21
@11

du schriebst vom Test:
>Nach dem EP-Prinzip passen Partner am besten, wenn einer mehr Distanz als der andere oder umgekehrt mehr Nähe braucht / bevorzugt.

@all
Dass das das Einengen vermeiden kann/soll erschließt ich mir nicht (habe also den Test schon lange diesbezüglich bestaunt).

Das kommt mir spontan so vor: Einer klammert mehr, wie der andere. Einer braucht mehr Nähe/Zeit miteinander, wie der andere. Ich selbst halte von Symbiose überhaupt nichts, aber auch nicht von einem Zustand, in dem einer sich den anderen quasi vom Leib hält.

Ich halte dagegen sehr viel von zwei erwachsenen eigenständigen Persönlichkeiten, die gut mit sich allein sein können UND gut miteinander als Paar umgehen.

Wie viel Zeit und welche Aktivitäten man dann miteinander verbringt und ob/wann man zusammen zieht, das wird so verschieden sein, wie die Menschen sind und das wird auch innerhalb der Partnerschaft variieren. Die besten Voraussetzungen sind gegeben, wenn beide da in etwa den gleichen "Freiheitslevel" bevorzugen, also ein möglichst ähnliches Testergebnis erzielen.

w/45
 
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  • #22
@#20 Du meintest sicher mich, #17, ich habe nur versucht, diese psychologischen Tests zu Nähe/ Distanz zu erklären: wenn zwei diesbezüglich sehr dicht "beieinander liegen", die Gefahr des Klammerns groß ist. Das leuchtet(e) mir ein.
Ich stimme Deinem "Ich halte dagegen sehr viel von zwei erwachsenen eigenständigen Persönlichkeiten, die gut mit sich allein sein können UND gut miteinander als Paar umgehen." zu, sagge mal, ich interpretiere diese Einsicht für mich so, Du hast es besser beschrieben.

Die_Felsenfeste
7E28B53A
 
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  • #23
siri
was heißt da "männer brauchen freiheit"
lest mal das grundgesetz - es ist jedem bürger dieses staates zugesichert!

ich bin davon überzeugt, daß alle! menschen freiheit brauchen. manche langweilen sich mit sich selbst, und brauchen einfach einen anderen, damit sie unterhaltung haben.

abgesehen von der ersten verliebtheit, die eher einem ausnahme-, denn einem normalzustand ähnelt, hat jeder mensch persönliche interessen und braucht auch einfach zeit für sich.

freiheitsentzug bedeutet gefängnis und da will keiner hin!
 
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  • #24
Habe selbst als Frau in meiner letzten Beziehung regelrecht im "Gefängnis" gelebt und will das auch nie wieder haben.

Aber was manche Männer als "Freiheit" verstehen, ist dass sie dadurch bessere möglichkeiten haben, fremd zu gehen und sich anderweitig umzuschauen.

Ist leider so liebe Ladys... Aber klammern hilft auch nicht, seit selbstbewusst und glaubt nicht an die ewige Treue von euren Partnern. Lasst ihn an der langen Leine, macht euch rar, lebt selbst eure Freiheit aus... er kommt von selbst an.
 
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  • #25
@23: Stimmt nicht, dass sie es nur wollen, um besser fremd zu gehen. Es gibt einfach Menschen, die auch mal für sich ihre Ruhe brauchen. Du scheinst extrem schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. w