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Gast

  • #31
Kannst du bitte mehr Daten zu deiner Person liefern? Alter, Geschlecht, Anzahl deiner Beziehungen, Religionszugehörigkeit?

Ich habe gerne Sex und gerne guten Sex. Diesen Anspruch nehme ich mir. Wenn ein Mann mich deswegen als Schlampe oder Hure "degradiert" ist es sein Problem, nicht meins. Ich bin kein geschlechtsloses Neutrum, sondern will das Leben mit mehr Facetten ausleben, als sich mach andere vielleicht trauen würden. Du hast eben gerne keinen Sex, ist doch auch ok? Leben und leben lassen, nicht? Oder bist du gar impotent und einfach nur neidisch? Denn mir ist immer schleierhaft, warum andere einem etwas madrig reden wollen, womit sie nichts zu tun haben. Und dieses Missionieren anderer Personen ist auch gar nicht mein Fall.
Hallo

Ich finde du hast eine gesunde Einstellung. Ich selbst finde, mit der Sexualität sollte insofern 'respektvoll' umgegangen werden, da oft auch Gefühle mit ihm Spiel sind (gegenüber Partnern). Ich würde eine Frau daher auch nie als Schlampe bezeichnen, wenn sie nicht gerade total Random Männer aufreisst.
 
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Gast

  • #32
Ich bin eine Frau mit Temperament und wenn ich einen Mann wirklich will - und das ist selten! - dann warte ich garantiert nicht monatelang.
Ich finde, das bestätigt die FS - es gibt so furchtbar wenig Männer in fortgeschrittenem Alter, die eine Frau noch in Wallung bringen.

M.E. liegt ein wesentlicher Konflikt darin, dass für die meisten Männer Sex ohne Emotionen möglich ist, sogar gewünscht ist (reine Triebabfuhr), während das eher bei einer Minderheit der Frauen der Fall zu sein scheint.

Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass insbesondere Frauen, die keine Beziehung finden, quer durch alle Altersklassen, sich wie die Männer sexuell ausleben wollen.
M.E. geht es seltener um echte Bedürfnisse sondern gerade bei Frauen 40+ um eine Bestätigung "ich bin noch attraktiv", genauso wie bei jungen Frauen, die glauben, der absolute Knaller in Sachen Attraktivität zu sein, wenn sie mit möglichst vielen Männern ins Bett gehen.
Leider kommen keine echten Beziehungen dabei raus, wie von den Frauen meistens gewünscht und hier äußern sich nach etlichen Jahren rotieren in diesen Irrungen und Wirrungen auch zunehmend Frauen, die auf dieses Business immer weniger Bock haben - zu anstrengend und die Männer werden auch immer unattraktiver.

Sowohl bei Männern wie Frauen steigt der Pornokonsum und beide nehmen das, was da gespielt wird, für einen Realitätsbericht und wollen mithalten.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich mit ü50 deutlich mehr sexuelle Lust habe als früher, wo ich im Job auf der Jagd und meistens müde war. Jetzt habe ich alles in trockenen Tüchern, arbeite immer noch gern und viel, es fällt mir leicht und ich habe den Kopf frei für andere Dinge. Ein Mann, den ich sexuell attraktiv finde, muss vorher trotzdem mein Herz erobern - dann passieren allerdings Dinge, die es mit 20 so nicht gab. OK, ich habe damals, anders als die junge Frauen heute, keine Pornos geguckt und mir das als Vorbild genommen, sondern bin immer schon meinen Gefühlen gefolgt.
 
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Gast

  • #33
Ich habe gerne Sex und gerne guten Sex. Diesen Anspruch nehme ich mir. Wenn ein Mann mich deswegen als Schlampe oder Hure "degradiert" ist es sein Problem, nicht meins. Ich bin kein geschlechtsloses Neutrum, sondern will das Leben mit mehr Facetten ausleben, als sich mach andere vielleicht trauen würden. Du hast eben gerne keinen Sex, ist doch auch ok? Leben und leben lassen, nicht? Oder bist du gar impotent und einfach nur neidisch? .
Ach Mädel! Wenn ich so was lese, packt mich ja fast das Mitleid. Trotzig verteidigst Du Dein (Dir doch gar nicht bestrittenes) Recht, Deine eigenen Fehler zu machen. Mal sehen, wie Du das 10, 20, 30 Jahre später sehen wirst. Deine Chance auf ein einsames, bitteres Alter(n) ist überdurchschnittlich groß. Niemand nimmt Dir Deine Chance(n), außer, Du stehst Deinem Glück selbst im Weg.
 
  • #34
Weil für einige Menschen Sex das Höchste ist - Anderes leider nicht.
Sie halten m.E. Sex für das Höchste und Wichtigste in einer Beziehung.
(m.E. ist so eine Denkweise ärmlich und primitiv)

Man muß nicht auf Sex verzichten.
Und mit dem Sex warten bis zur Hochzeitsnacht - wer es mag - ich halte selber nichts davon.
Aber in einer Beziehung gibt es sehr Vieles was -mir- wichtiger ist, als Sex. Auch als Mann.

(m,52)
 
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Gast

  • #35
FS

Wie man hier liest, sind viele Menschen leider gerne austauschbar, denn Sex kann ich mit jedem haben, der willig ist.

Aber Sex ist für mich nicht quantitativ, sondern qualitativ, er stellt für mich eine Exklusivität dar, die ich nur mit dem Menschen teilen möchte, der mich "vorher" schon als Mensch kennenlernte, schätzte und sehr mag, Sex ist für mich keine lose Triebbefriedigung, sondern ein körperlicher Austausch von seelischem Empfinden und das geht leider nicht mit jedem, der süffisant lächelt und mit dem Jeanshintern wackelt.

Wem das reicht viel Spaß, aber den hätte ich dann auch nicht, weil mir die mentale Substanz
dazu fehlen würde.

Das Geheimnisvolle und der Zauber einer innigen Sexualität zwischen zwei wirklich Liebenden, geht im Zeitalter der sexuellen Offensive, des sexuellen Drucks (Viagra und div. Mittelchen), der ständig erweiterten Pornografie, wo gefakt wird, was geht und letztendlich der Verdummung der Menschen allgemein in Massenware über, wo alle jederzeit billigen oberflächlichen Sex haben können, aber die Seele weiterhin leer bleibt wie eine trockene Wüste.

Sexualität alleine hat noch nie eine innere Leere ausgefüllt und wird es auch weiterhin nicht, es ist ein Trugbild, dem viele nachjagen aber danach weiterhin einsam bleiben.
 
  • #36
Nun, was sonst ist die tief dahinter steckende Motivation, mit einem Menschen, der eigentlich überhaupt nicht zum einem passt (und die wenigsten Frauen passen 100% zu ihren Männern) eine so enge Bindung einzugehen? Zusammenzuziehen, sich einzuschränken?

Warum hat uns die Natur so etwas sinnloses (aber dennoch schönes) wie Liebe mitgegeben? Warum all dieser zwecklose Aufwand?

Schon die Vorstellung von romantischer Liebe ohne Sex ist doch schon (im Allgemeinen, individuell womöglich nicht) so weit weg von den biologischen Realitäten. Liebe ist, genauso wie der Wunsch nach Sex, etwas zutiefst tierisches. Es ist nichts, was aus dem Verstand kommt (kommen sollte), sondern etwas, was schon lange vor so etwas wie Verstand in den Gehirnen unsere Altvorderen vorhanden war.

Die Natur hat das Gefühl von Liebe zur Paarbindung erfunden, um den Nachkommen einen Überlebensvorteil zu sichern. Liebe und Sex sind also mit dem gleichen Ziel entstanden. Dieses Gefühl wurde inzwischen romantisch verklärt von seinem eigentlichen Zweck abgekoppelt. Sex wurde etwas schmutziges, die geistige von der körperlichen abgekoppelt und romantisiert, durch jahrhundertelange Gehirnwäsche, mit dem Ziel, Sexualität (vor allem die der Frau) zu kontrollieren.

Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Und wir sehen das in vielen Themen in diesem Forum widergespiegelt. Und ihr könnt den Boten nun vierteilen und beidseitig anbraten, aber wer Liebe für eine Erfindung der zivilisierten Menschheit hält, ist gehörig auf dem Holzweg (lest mal, was Helen Fisher dazu zu sagen hat).

Liebe und Sexualität werden einfach falsch bewertet. Anstatt uns einzugestehen, dass die Schaltkreise und Hormone in unserem Gehirn halt auch nicht sehr viel anders funktionieren als bei unseren tierischen Vorfahren, geben wir uns der Illusion hin, dass wir uns durch eine dünne Schicht von Kultur und Zivilisation ganz von ihnen lossagen können. Dass wir diese alten Zöpfe durch ein wenig Anstrengung problemlos abschneiden können. Tja, falsch gedacht.

Insofern wird Sexualität genauso über- oder unterbewertet, wie Liebe unter- oder überbewertet wird. Beides sind einfach Überbleibsel aus der Zeit, in der wir auf Bäumen gelebt haben. Uns komplett dagegen zu wehren, wird uns auf Dauer unglücklich machen. Aber wir sollten halt wissen, wo es her kommt, und dieses Wissen in unsere bewussten Entscheidungen einfließen lassen.

Und nun zerfleischt mich dafür, dass ich ein wenig an eurem Weltbild gekratzt habe...
 
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Gast

  • #37
Die Uniformität der meisten Lebensparameter auf gleichem Niveau macht die Partnerwahl absolut unübersichtlich und da kommt eben der Superparameter Sex ins Spiel.

Mitunter ist Sex das letzte individuelle und sich selbst rechtfertigende Ausschlussverfahren für eine mögliche Beziehung, wenn alle anderen Punkte auf den Abhaklisten wie einen tollen Beruf haben, die tolle Position, das tolle Einkommen, die megatollen Hobbies ... nicht mehr greifen.


PS: Es sollte mich nicht wundern, wenn gewisse Leute detaillierte Stellungs- und Praktizierlisten mit weiteren persönlichen Daten bezügl. Größe, Gewicht etc. ihrer Probanden führen.
 
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Gast

  • #38
Viele denken: Klappt es im Bett, klappt es auch im Alltag. Ich möchte einen Mann zu allerst auf charakterlicher Ebene kennenlernen, bevor ich mich auf die sexuelle Ebene einlasse. Ich möchte nicht nur aus reiner Triebbefriedigung mit einem Menschen Sex haben, dazu ist mir mein Körper und mein Geist zu Schade. Wahllos schnellen Sex zu haben ist eine negative Charaktereigenschaft die nicht zu meinem Charakter passt.
Wahre Liebe muss langsam heranwachsen. Auch bin ich der Meinung, wenn man seinen Partner wirklich wahrhaft liebt, kann der Sex gar nicht schlecht sein.

Für viele ist es wichtig, dass der Mann im Bett so und so sein muss, dass machen muss, der Penis so lang, so dick, so kurz sein soll, aber über LIEBE spricht keiner. Es muss eben im Bett passen, das wars. Das mag vielleicht für ONS und Affären gut sein, da gehts ja nur um Sex aber in einer richtigen Beziehung geht es um weit mehr als dass man nur sexuell kompatibel zueinander ist. Viele blenden aus, dass der Sex sich verändert mit den Jahren, ein Partner z. B. durch Krankheit nicht mehr in der Lage ist, den anderen sexuell zu beglücken, was dann? Wird sich dann getrennt? Weil ja die Zusammenkunft in 1. Linie nur auf den guten Sex aufgebaut war?

Viele denken, dass wenn eine Frau nicht vorschnell mit dem Sex heranprescht, Monate wartet, sie prüde und keinen Lust auf Sex hat, falsch! Es gibt Frauen, die suchen den Einen Mann und nicht Irgendeinen Mann.
Wenn ein Mann sich dadurch abgeschreckt fühlt, dass er nicht so fort bei den 1. paar Dates zum Schuss kommt, dann ist er nicht der Richtige. Ein Mann, der eine Frau wirklich schätzt und achtet und nicht nur darauf aus ist, sie schnell flachzulegen, der geduldet sich, denn wahre Liebe ist geduldig.
 
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Gast

  • #39
Manche fragen halt einfach nur ehrlich, die der (?) FS. Und finden andere Dinge als Sex wirklich wichtiger (und nachhaltiger) im Leben - ohne die macht des Eros deswegen zu negieren.
Dann sollten diese vielleicht aufhören, andern zu unterstellen, diese würden den Sex ÜBERbewerten und KÖNNTEN nicht darauf verzichten.

Ich kann darauf verzichten, aber ich will es nicht, wenn ich Lust darauf habe. Ich bewerte ihn auch nicht "über", sondern so, wie er meinem Naturell entspricht.

Das Problem derjenigen, die Sex als nicht so wichtig einstufen, ist, dass sie nicht akzeptieren können oder wollen, wenn anderen das nicht reicht. Sie müssen diesen anderen unbedingt unterstellen, sie seien unvernünftiger, sie würden irgendwelche negativen Folgen davontragen usw.

Es wäre allen geholfen, wenn jeder sich in erster Linie um sich und die eigene Sexualität kümmert, und anderen ihr Wesen lässt.

Da die Frage gleich so herüberkommt, als wüsste die FS bereits, dass sie richtig liegt (sie bewertet richtig und "vernünftig" und die anderen ÜBERbewerten), wird aufgrund der mangelnden Toleranz, die gleich merkbar ist, eine Antwort, wie man selbst Sex sieht, was einem wichtig daran ist, doch sowieso niemals angenommen. Zugleich kommen die sexuell "Rationalen" und unterstellen, ihr seid doch nur unvernünftig, ihr könnt eure Triebe nicht kontrollieren usw.

Ich liebe Sex und lasse mich auch einfach gerne mal fallen, als alles von vorne bis hinten durchzurechnen, und damit meinem Partner des Spaß zu verderben. Sex ist mir wichtig, weil er ein schönes Gefühl gibt, starke Nähe herstellt usw. Und Glück ist letztlich auch das, wo die Vernunft einen hinleiten sollte. Wenn man sein Leben lang die Vernunft über alles stellt, und seine Gefühle hintenan, nun, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn es sich nicht so schön anfühlt. Dann muss man aber auch erragen, dass andere glücklicher sind.

Ich habe auch keine Lust auf Zeitdruck, aber der kommt meist nur von denen, die mir sowieso nicht gewachsen sind, und "betteln" müssen (Also Druck machen). Wenn's hingegen passt, dann passt es.
 
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Gast

  • #40
Der Beitrag von Hugo ist außerordentlich gut und trifft es vollkommen!
Der Mensch hat alles tierische in sich (auch körperlich, vgl. Entwicklungsbiologie, Genetik etc.), hat aber auf Grund seines entwickelten Geistes auch die Möglichkeit, weiter zu blicken und komplexe, bewußte Entscheidungen zu treffen. m44.
 
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Gast

  • #41
Sind wir instinkt bzw. triebgesteuert wie Tiere oder haben wir Verstand wie Menschen?
Liebe FS,

ich finde es immer wieder schade wie das Thema Sex mit solch negativen Unterton kommentiert werden muss. Natürlich kannst Du einen Mann finden, der es auch langsam angehen möchte. Es gibt genügend Männer, die es ebenfalls bevorzugen nicht zu schnell zur Sache zu kommen wenn sie ähnlich ticken wie Du. Aber jemanden zum "Tier" zu degradieren, nur weil dieser seine Lust auszuleben weiß, finde ich hochgradig intollerant. UND es ist auch Quatsch, dass es in vielen Kommentaren in diesem Forum immer so dargestellt wird, als würde die Frau mit schnellem Sex es dem Mann Recht machen wollen. Ich bin eine Frau und habe schlicht und ergreifend Lust darauf! Ohne Hintergedanken. Und habe gern Sex. Egal wie schnell. Es kann mal lange dauern und auch mal schnell gehen. Das eigentliche Problem sind die ERWARTUNGEN die man damit verknüpft. Es sollte den Beteiligten lediglich klar sein, dass Sex kein garant für eine beginnende Beziehung ist sondern erstmal nur eine Leidenschaft/Sehnsucht befriedigt.
 
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Gast

  • #42
Der Beitrag von Hugo ist außerordentlich gut und trifft es vollkommen!
Der Mensch hat alles tierische in sich (auch körperlich, vgl. Entwicklungsbiologie, Genetik etc.), hat aber auf Grund seines entwickelten Geistes auch die Möglichkeit, weiter zu blicken und komplexe, bewußte Entscheidungen zu treffen. m44.
Richtig, und ich stimme auch Hugo zu.

Was die bewussten Entscheidungen und das Weiterblicken angeht: Manche wollen so krampfhaft vernunftgesteuert sein, dass ein eigentliches Ziel, auf das sie weit blicken, gar nicht mehr erkennbar ist. Nach dem Motto möglichst vernünftig und möglichst weit weg von allem, was tierisch ist aus Prinzip... aber niemals glücklich und zufrieden. Solche Menschen schimpfen oft auf die schlechte Welt und die anderen, dabei legen sie sich selbst die größten Steine in den Weg.

Die Vernunft einzusetzen macht Sinn, wenn es zum Vorteil des Lebens ist, ob nun das eigene, das anderer Menschen, oder das der Tiere, egal. Es macht keinen Sinn, sich einen auf seine Vernunft einzubilden, wenn diese Vernunft in keinster Weise produktiv ist, wenn sie einfach nur ihrer selbst willen hochgehalten wird, um anderen zu zeigen: Seht her, wie vernünftig ich bin, ich genieße zwar nichts, ich bin auch nicht glücklich und mache keinen anderen besonders glücklich, aber ich bin so weit weg vom Tier, ist das nicht toll.

Da sollte man lieber mal seine Definition von Vernunft hinterfragen. Vernünftig ist nicht das grundsätzliche Verweigern alles Triebhaften, auch wenn das Triebhafte gerade ganz schön ist. Vernünftig ist auch nicht, was einem irgendwelche Leute, die Gesellschaft oder die Kirche als vernünftig und richtig verkauft haben.

Wenn jemand gerne Sex hat und ihn genießt, sich vor Krankheiten schützt, dann spricht nichts dagegen. Und die angeblich großen Schäden, die hier prophezeit werden, bleiben aus. Niemand wird alt und verbittert, weil er oder sie guten Sex genossen hat, eher umgekehrt! Vergleicht doch mal die Antworten von den eher freizügigeren und den ganz "rationalen". Wer klingt da verbitterter?
 
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Gast

  • #43
Der Sex ist in der Tat der Mittelpunkt des Lebens für viele Menschen geworden. Ja, viele Menschen stellen guten Sex vor allem. Hauptsache meine Triebe sind befriedigt, wahre Nähe beim Sex? Wohl kaum, nur wenn man zum Orgasmus gekommen ist und sich der Druck entladen hat aber bei weitem keine wirkliche Nähe zum Partner. Was hier angeprangert wird ist nicht der Sex an sich, das ist vollkommen natürlich, sondern die Maßlosigkeit mit der der Sex wahllos getrieben wird. Sex ist der Mittelpunkt des Daseins geworden, erst wenn der Sex wirlich toll ist, wird über eine ernsthafte Beziehung nachgedacht, erstmal muss sich sexuell ausgtestet werden, das ist es, was angeprangert wird!
Und ja, seine Triebe kann man kontrollieren und Menschen, die wahllos nach Lust und Laune Sex haben, werden, nach meiner eigenen persönlichen Auffassung, auch niemals in einer Beziehung 100 % treu bleiben.
 
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  • #44
Die Natur hat das Gefühl von Liebe zur Paarbindung erfunden, um den Nachkommen einen Überlebensvorteil zu sichern. Liebe und Sex sind also mit dem gleichen Ziel entstanden. Dieses Gefühl wurde inzwischen romantisch verklärt von seinem eigentlichen Zweck abgekoppelt. Sex wurde etwas schmutziges, die geistige von der körperlichen abgekoppelt und romantisiert, durch jahrhundertelange Gehirnwäsche, mit dem Ziel, Sexualität (vor allem die der Frau) zu kontrollieren.

.
Eher im Gegenteil. Geistige und körperliche Liebe werden nicht entkoppelt, sie werden viel mehr sehr viel stärker aneinander gekoppelt als in früheren Zeiten. Ansonsten würde ich diese gesellschaftlichen Entwicklungen einer fortschreitenden Zivilisierung und Humanisierung der menschlichen Gesellschaft zuschreiben und sie nicht mit irgendwelchen abstrakten Machttheorien aus dem Handbuch für Feministinnen erklären wollen, die so formuliert eher Verschwörungstheorien ähneln.
Natürlich hat Sex gerade mit zunehmender Zivilisierung und Hygiene etwas "schmutziges" bekommen. Es verkehren Geschlechtsteile, aus denen Urin kommt, Körperflüssigkeiten werden ausgetauscht, Scham und Hemmungen (Dinge, die uns letztlich tatsächlich von den Tieren trennen) der animalischen Triebbefriedigung "geopfert".

Im Übrigen liest sich dein Beitrag ziemlich überheblich. Du hast die Weisheit mit Löffeln gegessen und musst uns Unwissenden die Welt erklären.
 
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Gast

  • #45
Schon die Vorstellung von romantischer Liebe ohne Sex ist doch schon (im Allgemeinen, individuell womöglich nicht) so weit weg von den biologischen Realitäten. Liebe ist, genauso wie der Wunsch nach Sex, etwas zutiefst tierisches.
[...] Die Natur hat das Gefühl von Liebe zur Paarbindung erfunden, um den Nachkommen einen Überlebensvorteil zu sichern.
Ich kann mit dieser Darstellung nichts anfangen.

Wenn es bei Liebe rein um den Fortpflanzungstrieb ginge, müßte man sich "automatisch" in einen Menschen verlieben, dessen Gene möglichst überlebensfähige Nachkommen versprechen. Es gibt viele Menschen, die das versprechen, aber ich verliebe mich nicht deshalb in sie. Ich kann mich körperlich von ihnen angesprochen fühlen und vielleicht Sex mit ihnen haben. Aber das ist dann erstmal Sex ohne Liebe. Der Sexualtrieb ist etwas rein biologisches.

Liebe ist etwas anderes. Es ist ein Gefühl der Nähe, das mit manchen Menschen da ist, mit anderen jedoch nicht. Es ist nicht körperliche Nähe. Es ist ein Gefühl der emotionalen Nähe, der "seelischen" Nähe. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das über die Grenzen dieser Welt hinauszugehen scheint. Eine Anziehung und Nähe, die nicht durch irdische Regeln erklärt werden kann. Es ist eine Nähe, die von jenseits dieser Welt stammt; ein Gefühl, zusammen an einer ungeheuer großen Energie, etwas besonderem teilzuhaben, das wahrhaftig ist, von dem ich spüre, das es richtig ist. Ein Gefühl, das mir Kraft und Energie schenkt für das Leben auf dieser Welt.

Mit einem Partner, für den man auf diese Weise empfindet, Sex zu haben, ist die Verbindung der biologischen Komponente mit dieser anderen, "überirdischen" Komponente und unglaublich schön. Für mich kann reiner Sex ohne diese Verbundenheit nicht mithalten. Mir fehlt dann etwas und es fühlt sich leer an.

Bei vielen Kommentaren hier hatte ich mich gefragt, ob wir vom gleichen sprechen. Ich habe daher versucht, zu beschreiben, was Liebe für mich bedeutet und warum Sex ohne Liebe für mich weniger erfüllend ist. Es liest sich vielleicht etwas esoterisch, aber ich kann es nicht anders ausdrücken.
 
  • #46
@44; Wunderbar beschrieben!
Genau in dieser Verbindung mit Liebe sind Sexualität und Zärtlichkeiten auch nicht zu ersetzen, und damit nicht über-, sonder leider wohl oft unterbewertet. Nichts ist besserer Paarkitt. Nichts hebt uns so heraus aus dem Diesseits.
 
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Gast

  • #47
Wenn es bei Liebe rein um den Fortpflanzungstrieb ginge, müßte man sich "automatisch" in einen Menschen verlieben, dessen Gene möglichst überlebensfähige Nachkommen versprechen.

...

Bei vielen Kommentaren hier hatte ich mich gefragt, ob wir vom gleichen sprechen. Ich habe daher versucht, zu beschreiben, was Liebe für mich bedeutet und warum Sex ohne Liebe für mich weniger erfüllend ist. Es liest sich vielleicht etwas esoterisch, aber ich kann es nicht anders ausdrücken.
!. Ich springe zwar schon auf viele Männer an, die wohl biochemisch potentiell passende Partner wären, aber ich bin ja im Gegensatz zu den Tieren mit einer gut ausgebildeten Großhirnrinde ausgestattet, die mich doch immer rational abwägen lässt, ob eine sexuelle Verbindung mit diesem speziellen Mann Sinn macht.

2. Wer einmal diese Kombination aus Sex und inniger geistiger Nähe erlebt hat, will das nicht mehr missen.
Zwar fehlt mir allgemein die körperliche Nähe zu einem Partner, doch mir ist, als hätte ich das Beste schon erlebt, und alles was nachkäme sei ein fauler Kompromiss.
Daher auch wieder die rationale Entscheidung, ohne tiefe Seelenverwandtschaft lieber auf Sex zu verzichten.

Ich musste also nach einer unangenehmen Erfahrung eine Korrektur meiner Bewertung von Sex vornehmen von "besser Sex als keiner" nach "besser kein Sex als schlechter" :)

Und ja, es wird einem von außen vielfach signalisiert, man sei weniger wert ohne (Sex-)Partner.

w, 37
 
G

Gast

  • #48
FS

Also ich werde niemals den reinen triebgesteuerten Sex mit dem Sex gleichsetzen, der aus Liebe und nur aus Liebe und Zugehörigkeit stattfindet.

Menschen die ihre Lust wie Tiere ohne Einschränkungen leben möchten können das tun, aber sie sind für mich nunmal mehr libido- als verstandsorientiert.

Auch gibt es soziologische Studien, das intelligente Menschen später den ersten Sex erlebten und darüber hinaus sexuell nicht so aktiv sind, wie weniger intelligente.

Das liegt daran, dass intelligente Menschen ein großes Wissensbedürfnis haben und viele andere Interessen wahrnehmen als die Zuckungen im Unterleib.

Sie registrieren ihr Umfeld durch den Verstand intensiver, weil sie ihr Leben und ihre Entscheidungen nicht über die Libido definieren.

Ich bin eine sehr temperamentvolle und sinnliche Frau, leidenschaftlich im Alltag und auch in der Liebe, dennoch monogam, treu und weiß genau, das sexuelle Erfüllung für mich nur in Verbindung mit tiefem Empfinden stattfinden kann.

Es ist wohl wie mit dem Beispiel einer bestimmten Schokoladensorte.
Man hat Lust auf eine bestimmte Sorte Schokolade, nun steht man vor einem Regal voller Sorten,
aber diese ist nicht dabei, was nun? Ich verzichte somit auf den Genuß.
 
  • #49
Es ist ein Gefühl der emotionalen Nähe, der "seelischen" Nähe. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das über die Grenzen dieser Welt hinauszugehen scheint. Eine Anziehung und Nähe, die nicht durch irdische Regeln erklärt werden kann.
Doch doch, das kann durchaus durch irdische Regeln erklärt werden. Folgt man zum Beispiel der Anthropologin Helen Fisher, dann löst Kokain ähnliche Empfindungen aus wie romantische Liebe. Aber dieses Gefühl, dass diese nicht von dieser Welt ist, kommt doch genau daher, dass unser Verstand keine Erklärung hat, warum es genau uns genau jetzt erwischt hat. Eben weil das unabhängig von diesem neumodischen Zeug wie "bewusstes, logisches Denken" passiert, in einem Teil unseres Gehirns, der lange zuvor schon da war.

Natürlich fühlt der Sex dann anders an. Alles fühlt sich anders an. Man ist wie auf Drogen, und das ist keine leere Floskel, sondern genau der springende Punkt. Und selbst einen ONS würde ich nur schwerlich mit einer haben wollen, die nicht attraktiv für mich ist (selbst wenn sie eine Modelfigur hat, lieber die nette süße Studentin als die kalte Tussi).
 
  • #50
Das liegt daran, dass intelligente Menschen ein großes Wissensbedürfnis haben und viele andere Interessen wahrnehmen als die Zuckungen im Unterleib.

Sie registrieren ihr Umfeld durch den Verstand intensiver, weil sie ihr Leben und ihre Entscheidungen nicht über die Libido definieren.
Nein, das glaube ich nicht. Jedenfalls ist das nicht meine eigene Erfahrung, und ganz blöd bin ich auch nicht. Vielleicht ist es auch ein Geschlechterproblem, deshalb will ich im folgenden nur von Männern sprechen.

Intelligente Männer sind oft gehemmt. Sie fürchten Konsequenzen, haben Angst vor Zurückweisung, sind in der Schule eher die Streber mit einem kleinen Freundeskreis, eher zurückhaltend und eher die Opfer von Klassenkameraden, die vollkommen empathiebefreit ihre Mitschüler tyrannisieren.

Natürlich erleben die später Sex als der Klassenproll, der alles anmacht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, und dadurch ab und zu zum Stich kommt. Dem egal ist, was der Rest der Welt über ihn denkt.

Ich würde dieses Verkopfte, dieses zu viel Nachdenken gerne abschütteln. Aber wenn ich eine Frau ansprechen will, gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf.

Wenn das Regal leer ist oder zu hoch, dann ist es nicht schwer, auf die Schokolade zu verzichen.
 
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Gast

  • #51
Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass jede Liebesbeziehung mit dem Gefühl starker Verliebtheit beginnt. Das ist nach meinem Eindruck keinesfalls so. Liebe an sich ist für mich einfach ein Gefühl starker Zuneigung, was über Verliebtheit hinausgeht. Das Gefühl verliebt zu sein, verschwindet sowieso nach einiger Zeit.
 
G

Gast

  • #52
FS

Mir gefiel hier ein Beitrag eines Users in dem er oder sie schrieb, Menschen, die ihren Trieben freien Lauf lassen und für die der Sex im Leben einen sehr hohen Stellenwert hat sind Prototypen für Fremdgehen und Affären, eben deshalb, weil sie ihren Trieb nicht über den Verstand kontrollieren, sie könnten das schon, wollen es aber nicht.

Diese Menschen würden sofort ein sexuelles Abenteuer eingehen, wenn es in der Partnerschaft sexuell mal nicht so läuft. Ist der Trieb gestillt geht man wieder nach Hause als wenn nichts passiert wäre.

Nur ein Mensch dessen Verstand die Libido kontrolliert, eben ein intelligenter Mensch, ist meist ein treuer Partner, der nicht gleich nebenab geht, wenn es mal zur sexuellen Flaute kommt, was in festen Bindungen immer mal passieren kann.

Wenn einem Mann die Sexualität über alles geht, wäre ich als Frau schon mal vorgewarnt und könnte einer Enttäuschung aufgrund von sexueller Untreue schon mal aus dem Weg gehen.

Aber diese Art von Männern geh ich eh aus dem Weg, sie sind mir geistig zu flach.
 
G

Gast

  • #53
Nein, das glaube ich nicht. Jedenfalls ist das nicht meine eigene Erfahrung, und ganz blöd bin ich auch nicht. Vielleicht ist es auch ein Geschlechterproblem, deshalb will ich im folgenden nur von Männern sprechen.

Intelligente Männer sind oft gehemmt. Sie fürchten Konsequenzen, haben Angst vor Zurückweisung, sind in der Schule eher die Streber mit einem kleinen Freundeskreis, eher zurückhaltend und eher die Opfer von Klassenkameraden, die vollkommen empathiebefreit ihre Mitschüler tyrannisieren.

Natürlich erleben die später Sex als der Klassenproll, der alles anmacht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, und dadurch ab und zu zum Stich kommt. Dem egal ist, was der Rest der Welt über ihn denkt.

Ich würde dieses Verkopfte, dieses zu viel Nachdenken gerne abschütteln. Aber wenn ich eine Frau ansprechen will, gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf.

Wenn das Regal leer ist oder zu hoch, dann ist es nicht schwer, auf die Schokolade zu verzichen.
FS

Woher hast Du diese "Weisheiten" vom Klassenproll??
Albert Einstein war kein guter Schüler aber hochintelligent.
Also die Streber müssen nicht immer die mit dem meisten IQ gewesen sein.

Und was hat Libido mit gehemmt sein zu tun??
Ein Mensch mit starkem Trieb wird immer einen Weg finden, diesen auszuleben, auch wenn er gehemmt ist.

Intelligenz hat aber mit viel Verstand zu tun, somit sind intelligente Menschen eher der Ratio wie der Libido verfallen, was ich sehr schätze, allein schon die Kommunikation mit diesen Leuten ist wesentlich intellektueller und facettenreicher gepolt als mit Menschen, denen Sex über alles geht, meine Erfahrung zumindest.
 
  • #54
FS

Woher hast Du diese "Weisheiten" vom Klassenproll??
Albert Einstein war kein guter Schüler aber hochintelligent.
Also die Streber müssen nicht immer die mit dem meisten IQ gewesen sein.

Und was hat Libido mit gehemmt sein zu tun??
Ein Mensch mit starkem Trieb wird immer einen Weg finden, diesen auszuleben, auch wenn er gehemmt ist.

Intelligenz hat aber mit viel Verstand zu tun, somit sind intelligente Menschen eher der Ratio wie der Libido verfallen, was ich sehr schätze, allein schon die Kommunikation mit diesen Leuten ist wesentlich intellektueller und facettenreicher gepolt als mit Menschen, denen Sex über alles geht, meine Erfahrung zumindest.

Oh jeh,, das strotzt ja vor Fehlern..

also @ Klassenproll: jeder der mal auf einer Schule war kennt das klischee vom Klasssneproll der die Mädels abgeschleppt hat weil er körperlich überlegen war, ich mach da keine Ausnahme ich hatte auch einen solchen "Prolo" im Gymnasium, und ich glaube millionen Anderer kennen das prinzip auch.. es gibt sogar Filmklischees darüber und ganze Filmgenres..

@Albert E.: bitte NIE die Ausnahmen zur Erklärung des Massenphänomens hinzuziehen.. das funktioniert einfach nicht und das Albert E eine Ausnahme war dürfte nicht diskussionswürdig sein..

@Libido vs. gehemmt.. *seufz* man kann als zurückgewiesener Mann durchaus seine eigene Libido hemmen.. sei es durch Angst oder durch Konditionierung.. ich wundere mich nur das man (oder hier wahrscheinlich Frau) das nicht weiss..- Ein mensch mit starkem Trieb wird u.U. zu selbstverletztendem Verhalten übergehen oder zu Angstzuständen etc.. die Mär vom "wo ein Wille ist, ist ein Weg" endet eventuell im Vergewaltigungen aber nicht im Erfolg bei Frauen wenn sich nicht wichtige Dinge ändern im leben des Geeks/Nerds etc.. (ich spreche jetzt nicht vom Hipster)

Man kann der Ratio nicht "verfallen", so ein ungeheuerlicher Unsinn.. Trieb ist Trieb, und der ist da, solange kein anderes GEFÜHL das überdeckt wie Angst, Panik, Trauer etc.. man kann mit der Ratio Handlungen unterbinden die zur Auslebung des Triebes führen aber nicht den "Trieb" entfallen.. d.h. ich bin ein sehr kopfgesteuerter Mensch und habe mich zeitlebens sehr schwer getan irgendwas weibliches zu bekomen ausser in der Freundeszone zu landen.. erst als ich a.) aufgehört habe "nett" zu sein und gleich zu Anfang deutlich sexuelles Interesse bekundet habe, (was NICHT bedeutet übergriffig zu werden oder respektlos) und b.) 30 Kilo mehr auf die Waage brachte durfte ich überhaupt weder in die Richtung von Nett kommen wenn ich nicht auf Tiebbefriedigung verzichten wollte..

ergo: immer noch verwunderlich was manch einer als Idee von "Mann"sein hat..
 
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  • #55
Ich glaube Sex ist für viele tatsächlich -die- Motivation, um überhaupt eine Beziehung einzugehen. So nach dem Motto: Gute Gespräche kann man auch mit Freunden haben, für Streicheleinheiten hat man Hund oder Katze.


Wie traurig !
Ich hoffe es ist nicht immer so.
Es gibt Menschen, für die ist nur real was sie anfassen können.
Es gibt Menschen die greifen ihre Gedanken mit den Händen.
Es ist keine gute Idee wenn ein körperbetont-triebgesteuerter Mensch versucht mit einem Luftmenschen eine glückliche Mitte zu finden.
 
G

Gast

  • #56
Da es so gut wie keinen Mann gibt, der eine rein platonische Beziehung sucht, ist Sex nicht überbewertet, sondern einige hier scheinen mir offenbar völlig ahnungslos.

Es ist völliger Quatsch sich erst in einen Mann verlieben zu wollen und dann wird natürlich auch der Sex ganz toll mit ihm werden, weil man ja dann so schön verliebt ist. Das trifft absolut nicht zu. Jeder Therapeut kann die Naivchen hier aufklären, dass zu Sex eine gewisse Fremdheit gehört, wegen der Spannung. Gerade die Ehepaare, die symbiotisch zusammenleben, beste Freunde sind und extrem harmonisch wirken, haben kaum noch oder keinen Sex.

Ich hatte den besten Sex mit Männern, die im Alltag nicht zu mir gepaßt hätten und in die ich auch nicht verliebt war. [mod: Abwertung entfernt, das ist kein Thema hier!] Was soll ich mit einem Mann, den ich ganz toll finde und dann stellt sich heraus, er hat irgendwelche Fetische, will mich schlagen, anpinkeln oder sonstwas. Und gerade solche Gestalten gibt es unter Männern, die eine feste Beziehung suchen, denn die sind ja froh wenn sie eine gefunden haben, die das mitmacht und machen dann auf große Liebe, damit sie ihre Perversitäten regelmäßig ausleben können.

Wenn man eine Beiziehung eingehen will, in der auch Sex stattfinden soll, dann sollte man bevor man verliebt ist, das sexuelle Fitting testen, denn ansonsten ist jeder weiterer Kontakt verschwendete Lebenszeit und zwar für beide.

w
 
G

Gast

  • #57
Also wenn mir ein Mann gefällt, dann will ich erstens, dass er mir zeigt, dass er mich auch sexuell begehrt - und zwar nicht erst nach 10 Dates und zweitens reicht es mir selber auch nicht, einen Mann immer nur zu küssen und Händchen zu halten.
Ehrlich gesagt fände ich es auch total unmännlich, wenn ein Mann mit mir nur reden und küssen wollte!?
Mir ist Sex wichtig und ich will keinen Partner, dem es in einer Beziehung reicht, 2 Mal im Monat Sex mit mir zu haben - oder gar 2 x im Jahr. Der keinen Sex haben will, weil er müde ist, Stress hatte oder lieber an seinem Motorrad rumschraubt oder ein gutes Buch liest!
Ohne regelmäßigen Sex ist man meines Erachtens einfach kein Liebespaar, sondern mutiert irgendwann zu einer gut funktionierenden WG.
Ich will auch keinen Mann, der mich auf einen Sockel hebt und anbetet. Ich will einen, der mich anfasst, der mal Lust auf nen Quickie hat, während ich mich gerade im Bad fertigmache und wir eigentlich gleich los müssen, der abends Lust auf Sex hat, wenn wir ins Bett gehen und der morgens Lust auf Sex hat - zumindest am WE.
Ich will mich als echte Frau fühlen, sexy und begehrenswert und nicht als Schnuckiputzi, ich will nicht, dass mein Freund oder Ehemann mich vor allem süß findet und meine Kochkünste am meisten schätzt. Natürlich nicht immer und zu jeder Zeit - aber es muss ein fester Bestandteil sein.
Außerdem: Wenn man viel Sex hat, dann streitet man auch definitiv weniger und ist ausgeglichener und kompromissbereiter.
Nach einer leidenschaftlichen Nacht lässt man auch mal 5 gerade sein :)
Aber wenn ein Mann sich schon bei den Dates für Sex jede Menge Zeit lässt, dann verliere ich irgendwann das Interesse.
Klar ist es manchmal aufregender, Händchen zu halten, als wildesten Sex zu haben, aber ich will eben einen richtigen Kerl und der muss Sex mit mir wollen.

w,40
 
G

Gast

  • #58
M42
@56
Viele Frauen jammern doch genau über diese Art von Männern, wie du sie dir wünscht. Erst nach einer sehr genauen und langwierigen Prüfung durch die Frau darf der Mann versuchen sich der Frau auch sexuell zu nähern. Auf der einen Seite sich richtige Männer wünschen, aber andererseits die Männer genau anders behandeln. Wenn man als Mann keine 3 Monate wartet, bis man sein sexuelles Interesse bekundet, dann hat man sofort ein negatives Image.
 
G

Gast

  • #59
Da es so gut wie keinen Mann gibt, der eine rein platonische Beziehung sucht, ist Sex nicht überbewertet, sondern einige hier scheinen mir offenbar völlig ahnungslos.

Es ist völliger Quatsch sich erst in einen Mann verlieben zu wollen und dann wird natürlich auch der Sex ganz toll mit ihm werden, weil man ja dann so schön verliebt ist. Das trifft absolut nicht zu. Jeder Therapeut kann die Naivchen hier aufklären, dass zu Sex eine gewisse Fremdheit gehört, wegen der Spannung. Gerade die Ehepaare, die symbiotisch zusammenleben, beste Freunde sind und extrem harmonisch wirken, haben kaum noch oder keinen Sex.

Ich hatte den besten Sex mit Männern, die im Alltag nicht zu mir gepaßt hätten und in die ich auch nicht verliebt war. [mod: Abwertung entfernt, das ist kein Thema hier!] Was soll ich mit einem Mann, den ich ganz toll finde und dann stellt sich heraus, er hat irgendwelche Fetische, will mich schlagen, anpinkeln oder sonstwas. Und gerade solche Gestalten gibt es unter Männern, die eine feste Beziehung suchen, denn die sind ja froh wenn sie eine gefunden haben, die das mitmacht und machen dann auf große Liebe, damit sie ihre Perversitäten regelmäßig ausleben können.

Wenn man eine Beiziehung eingehen will, in der auch Sex stattfinden soll, dann sollte man bevor man verliebt ist, das sexuelle Fitting testen, denn ansonsten ist jeder weiterer Kontakt verschwendete Lebenszeit und zwar für beide.

w
FS

Da widerspreche ich aber ganz gewaltig.

Sexuelle Lust wird durch körperliche Anziehungskraft motiviert.

Diese ist natürlich bei einem verliebtsein vorhanden, aber wird bei Menschen, für die der reine sexuelle Akt eben nicht im Vordergrund steht, sondern der Charakter, eben nicht sofort ausgelebt, weil sie für die sexuelle Vereinigung erst eine seelische benötigen.

Nur wenn keine körperliche Anziehung vorhanden ist, ist der Sex schlecht, oder bei Druck, oder zu großer Erwartungshaltung von Mann und Frau. Wieviele Frauen geben sich einem Mann hin, weil sie glauben, er will und braucht es und sie selbst empfinden nichts dabei.

Und gerade weil Du Therapeuten ansprichst, selbst diese sind der festen Meinung, dass Orgasmusprobleme der Frau dann entstehen, wenn sie sich nicht geliebt oder angenommen fühlt, sprich ONS, Affären, die Orgasmusfähigkeit ist wesentlich höher in stabilen, festen Beziehungen wo sich beide Partner nicht nur begehren, sondern vor allem lieben.

Das kann ich 100 % bestätigen und halte es somit für Unsinn, dass erfüllter Sex ohne tiefe Gefühle überhaupt erfüllen kann, es ist ein Märchen, es ist eine Triebbefriedigung auf kurzem Level, aber keine Erfüllung.

Und guter Sex hat für mich mit Erfüllung auch im seelischen Bereich zu tun.
 
G

Gast

  • #60
M42
@56
Wenn man als Mann keine 3 Monate wartet, bis man sein sexuelles Interesse bekundet, dann hat man sofort ein negatives Image.
@57: Also ich weiß nicht, was Du für Frauen kennen lernst, aber bei mir ist das eben nicht so!
Ich habe einen guten Beruf, ich bin unabhängig und ich weiß, was ich will.
Ich kann sowieso nicht sagen, ob die Verbindung zu einem Mann nun in einer Affäre oder in einer Beziehung endet, weil ich dazu den Menschen erst einmal komplett kennenlernen muss.
Natürlich muss man nicht mit jedem Mann gleich ins Bett gehen, das vernebelt die Sinne, wenn man auf DEN EINEN wartet.
Für mich ist es aber keine negative Begegnung, wenn sich eben außer leidenschaftlichem Sex nichts Weiteres entwickeln sollte! Ich habe tolle Männer kennengelernt, mut den es eben nur eine Affäre wurde und ich wollte diese Begegnungen trotzdem nicht missen. Ich kann auch nicht sagen, dass ich deswegen nicht verliebt war und die Männer waren natürlich auch verknallt. Für eine Beziehung reichte es aber eben manchmal nicht.
Aber ich hatte schon feste Beziehungen mit Männern, denen der Sex nach einem Jahr nicht mehr so wichtig war - zumindest nicht mit mir. Ich habe damals immer sehr gelitten, weil ich mir zurückgewiesen vorkam und nicht vollwertig als Frau.

Bei mir hat kein Mann ein negatives Image, wenn er Sex mit mir will. Ich kann ja durchaus nein sagen, wenn mir das zu früh erscheint. In der Regel wollen ja BEIDE den Sex, wenn es denn dazu kommt, oder?
Kann auch nicht sagen, dass deshalb eine Beziehung nicht entstanden wäre, weil es zu früh war. Hier kursiert ja immer das Gerücht herum, dass Männer nur Frauen wollen, die nicht leicht ins Bett zu bekommen sind. Kann nicht gerade von mir behaupten, dass ich viele Männer hatte oder mit jedem ins Bett gehe, aber wieso man wochenlang warten sollte, ist und bleibt mir ein absolutes Rätsel. Mich haben die Männer, mit denen ich Sex hatte, immer respektiert und geschätzt, in einer Beziehung oder einer Affäre.
Manche Ex-Affären schwärmen noch Jahre später davon.

Kann sein, dass es Frauen gibt, die man nur durch wochenlanges Warten erobern kann. Ich will einen Mann, der das Zepter in die Hand nimmt, der das Restaurant bucht, der mich anruft und der nach spätestens dem 3. Date auch einen Angriff startet. Das muss nicht professionell sein, er kann Macho sein oder auch etwas schüchtern, ganz egal.
Aber ich will nicht wochenlang spazieren gehen und reden. Ich liebe Männer der Tat - in der Regel sind das auch die erfolgreicheren - beruflich und privat.

w,40
 
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