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Gast

  • #1

Warum werden finanziell unabhängige Frauen anfangs abgelehnt?

Inzwischen wird ca jede 2.-3. Ehe geschieden, meistens geht es von der Frau aus. Ich kann die Männer, die hier klagen, auch recht gut verstehen und deren finanzielle Notlagen auch nachvollziehen. Dabei wird geklagt, dass deren zukünftigen Ex-Frauen meistens weniger Geld verdient haben, da nur ehrenamtlich gearbeitet/sich nur um die Kindeserziehung gekümmert/keine Karriere gemacht,usw.

Was mich jedoch sehr traurig macht, ist, dass man als studierte Frau in den 30ern häufig als "karrieregeile" Emanze abgestempelt wird; vor allem bei einem Beruf wie Juristin, Ärztin, BWLerin, usw. Dabei sind nicht alle Frauen so, man macht nur einen Job, auch um sein eigenes Geld zu verdienen. Soll man den nach so einem langen und aufwendigen Studium lieber Teilzeit arbeiten, um nicht vorverurteilt zu werden?
So ist man finanziell unabhängig, verdient sein eigenes Geld. Das dürfte doch auch im Interesse der Männer sein, insbesondere wenn man Heiratspläne hat und später ggf. oben genannte Scheidung eintritt.

Warum wird eine finanziell unabhängige Frau anfangs eher abgelehnt und im Falle einer Scheidung wäre der Mann dankbar, um nicht sein ganzes Vermögen an seine bedürftige Frau zu verlieren.

Ich freue mich auf eure Antworten.
 
  • #2
Ich kenne nur berufstätige Frauen und ich kenne keinen Mann persönlich, der diese ablehnen würde Aufgrund eines Jobs. Was für altbackene Männer datest Du denn?
 
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Gast

  • #3
Ich weiß, was du meinst. Ich habe allerdings den Eindruck, dass der Knackpunkt nicht die finanzielle Unabhängigkeit der Frau ist, sondern der akademische Abschluss bzw. die (hohe) Stellung im Beruf.

Ich bin auch Akademikerin, inzwischen auch Führungskraft. Die Männer, die ich kennen lerne, finden es immer gut, wenn eine Frau finanziell unabhängig ist. Womit sie dann aber nicht klar kommen, ist, dass ich als Frau mehr im Beruf erreicht habe als sie. Gerade Männer ohne Studium kommen damit häufig nicht zurecht. Männer mit Studium, die keine Führungskraft sind, ebenso wenig.

Im Endeffekt ist es das alte Spiel: viele Männer möchten auch heutzutage, obwohl sie so tun als stehen sie absolut hinter der Emanzipation der Frau, doch lieber ein Weibchen haben, das etwas ungebildeter und etwas dümmer ist als sie. Finanziell abhängig muss sie nicht von ihnen sein, doch sie wollen das Gefühl haben, dass die Frau zu ihnen aufschaut und sie ihr die Welt erklären müssen.
 
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Gast

  • #4
Liebe FS,

ich (BWL) habe auch diese Erfahrung gemacht. Da ich aber beruflich viel im Ausland unterwegs bin, kann ich dir sagen, das scheint ein kulturelles Problem zu sein. Vielleicht hat auch die deutsche Erziehung damit zu tun. Auch hier werden Jungs bevorzugt behandelt. Sie lernen sehr früh, dass Mädchen und die späteren Frauen weniger wert sind als sie selbst. In Beziehungen ist es dann so, dass die klassische und reichlich überaltete Version der Familie bevorzugt gewählt wird. Auch bei den Gehältern und den Karrierechancen steht Männern meistens nur wenig im weg.

Die deutsche Gesellschaft ist leider wenig flexibel im implementieren neuer Gedanken. Dies ist ein Grund, warum die Deutschen dieses demografische Problem haben.
 
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Gast

  • #5
Das ist halt, wie bei Müttern: Entweder Hausfrau und damit als Glucke abgestempelt, oder arbeitend und dadurch als karrieregeile Rabenmutter abgestempelt. Vielen kann man es als Frau nie Recht machen.

Ich glaube, dass viele Männer gerne in der Beziehung derjenige sind, der mehr verdient und die höhere Stellung hat, ist es andersherum, schadet das dem männlichen Ego. Hinzu kommt, dass bei einer Frau, die weniger verdient als der Mann, wenn sich Kinder ankündigen, keine Diskussion zu erwarten ist, wer die Elternzeit nimmt, da es ja unvernünftig wäre, wenn der, der mehr verdient, die Elternzeit nähme. Auch TZ arbeitende Frauen haben einen Vorteil: Sie warten schon mit warmen Essen auf den Mann, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt und machen selbstverständlich den Haushalt alleine, da sie ja mehr Freizeit haben als der Mann.
Das böse Erwachen kam für viele Männer erst bei der Scheidung, wenn sie feststellten, dass sie der Frau aufgrund der klassischen Rollenverteilung einen guten Teil ihres Gehalts abgeben mussten und das oft über viele, viele Jahre, da die Frau zu lange ihren Beruf eingeschränkt oder ganz aufgegeben hatte, um noch einmal soweit auf die Füsse zu kommen, dass es ihr möglich gewesen wäre, ihr Leben alleine zu finanzieren. Manch ein Mann hat aufgrund dessen schon seine Meinung über die Rollenverteilung, Karrierefrauen und Hausfrauen geändert.
Heutzutage wird dank des neuen Unterhaltsrechts das böse Erwachen allerdings eher für die Frauen kommen, da sie, sofern sie keine Kinder haben, die unter 3 Jahren sind, verpflichtet sind, sich eine Vollzeitstelle zu suchen, statt den Mann auch nach der Scheidung für sich mitarbeiten zu lassen. Ich denke, viele Frauen sind sich dieses Risikos, dass sie eingehen, indem sie beruflich kürzer treten oder aufhören zu arbeiten, um dem Mann den Rücken freizuhalten, gar nicht bewusst, oder so romantisch veranlagt, dass sie trotz der hohen Scheidungsrate an die Dauerhaftigkeit ihrer Ehe glauben und sich nicht für den Scheidungsfall absichern.

w, 28 und Juristin
 
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Gast

  • #6
Wie kommst du darauf, dass du wegen deiner finanziellen Unabhängigkeit von Männern abgelehnt wirst? Wurde dir dies einmal von einem Mann genausso mitgeteilt?

In der Regel lieben Männer Frauen die von ihrem eigenen Geldbeutel unabhängig sind, denn sie wollen Frauen nicht mehr aushalten, so wie das in früheren Zeiten üblich war.

Vermutlich sind es ganz andere Eigenschaften an deiner Person die Männer zum Rückzug veranlassen. Denk mal drüber nach.
 
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Gast

  • #7
Nachtrag zu #4:

Warum rechtfertigst du dich indirekt im 2. Absatz damit, dass du nur einen Job machst und dein eigenes Geld verdienen willst, aber keine "karrieregeile" Emanze bist? Was ist daran so schlimm, wenn man jahrelang studiert hat, und dann auch Karriere machen und sehen will, was beruflich möglich ist, statt nur "einen Job" zu machen ? Kein Mann würde auf die Idee kommen, sich für seine akademische Ausbildung zu rechtfertigen und Karriereambitionen zu negieren, um besser dazustehen. Es ist doch eine positive Charaktereigenschaft, etwas Ehrgeiz zu haben, sich beruflich weiterentwickeln zu wollen und das beste aus seinen Voraussetzungen herausholen zu wollen. Warum machen selbst viele studierte Frauen sich da so klein? Es ist auch für Frauen nicht verwerflich, beruflich erfolgreich sein zu wollen und Karriere machen zu wollen.
 
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  • #8
Die These der FS befremdet mich vollkommen. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. Meines Erachtens stimmt diese These auch überhaupt nicht. Mich würde interessieren, aufgrund welcher Erfahrungen die FS so etwas behauptet.

m/45
 
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  • #9
Meiner Meinung nach bevorzugen Männer eher eine hübsch Frau eher als eine finanziell unabhängige.
Wenn sie aber beides bekommen können, wird wohl kaum ein Mann nein sagen.

Die Reihenfolge sieht also wie folgt aus:
1. finanziell unabhängig + hübsch
2. hübsch + finanziell abhängig
3. nicht hübsch + finanziell unabhängig
 
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  • #10
Die FS:

Liebe Männer, dann schaut euch mal bitte das Gejammer eurer Geschlechtsgenosen in der Spalte "Trennung" an. Ständig wird nach der Trennung beklagt, dass die Frau ja auch schonmal vorher hätte arbeiten können bzw. einen größeren Beitrag hätte leisten können.

Ich bin so erzogen worden, finanziell unabhängig und ehrgeizig zu sein und habe dadurch auch einen lückenlosen Lebenslauf. Nur beschleicht mich ganz häufig das Gefühl, dass viele Männer mit meiner Position und dem damit verbundenen Gehalt wenig Selbstbewußtsein und auch Komplexe haben. Leider ist mir das schon mehrfach passiert, dass einige Männer kalte Füße bekommen haben, sobald sie über meinen Beruf bzw. meine Eigentumswohnung erfahren haben.

Ich persönlich finde es sehr traurig, dass eine Frau, die etwas im Leben selbsständig mit allem Fleiß und all ihren Mühen erreicht hat, schon von vornherein ausscheidet in den Augen vieler Männer, die damit nicht umgehen können.
Wie gesagt, was mich wirklich stört, ist, dass nach einer gescheiterter Beziehung, der Mann angibt, dass seine zukünftige Ex nicht finanziell unabhängig war.

Was wollt ihr denn liebe Männer?
Warum wollt ihr denn dann nicht auch gleich so eine finanziell unabhängige Frau wie z.B. mich, die euch später nicht auf der Tasche liegen wird und nur fordert und fordert?
Bitte schert doch nicht immer alle "Karrierefrauen" über den Kamm und lasst euch darauf ein, was für ein Mensch euer Gegenüber ist!
 
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Gast

  • #11
Die These der FS befremdet mich vollkommen. Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. Meines Erachtens stimmt diese These auch überhaupt nicht. Mich würde interessieren, aufgrund welcher Erfahrungen die FS so etwas behauptet.

m/45
Dem stimme ich voll zu. Ich (w) bin nur Männern begegnet, die sich ausdrücklich eine Frau wünschen, die nach kurzer Babypause wieder in den Beruf (voll)einsteigen möchte. Viele Männer haben mir sogar erzählt, dass eine Frau, die finanziell abhängig von dem Mann leben kann und möchte, absolut nicht in Frage als Partnerin kommt. In den Zeiten der Babypausen ist es logischerweise anders, aber die Bereitschaft außerhalb der Babypausen ausreichend zu verdienen, um finanziell vom Mann unabhängig zu sein, sollte gegeben werden.

Der Typ Nur-Hausfrau und Mutter scheint mir bei den deutschen Männern von heute gar nicht mehr gefragt zu sein. Ich habe den Eindruck, dass sich die Männer eine Parterin wünschen, die trotz Kinder ihren Beruf ausübt und gut zum Familieneinkommen beiträgt, sowie kein "Taschengeld" vom Mann für den presönlichen Bedarf haben möchte und sich auch stark an den Lebenshaltungskosten beteiligt. Eine Vollzeitbeschäftigung der Frau wird von vielen Männer sehr begrüßt, wenn die Kinder schon etwas größer sind und keine Nachmittagsbetreuung mehr brauchen.

Mir scheint es so, dass die Männer, über die die FS schreibt, eine sehr kleine Minderheit sein dürfen. Selbst finanziell sehr gut verdienende Männer wünschen sich gerne eine finanziell unabhängige Partnerin. Auch wenn es für diese Männer kein Problem ist, eine Frau lebenslang "auszuhalten", das wollen sie heutzutage halt nicht.

w/39
 
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Gast

  • #12
Liebe FS,

ich/46-w muss Dir uneingeschränkt beipflichten. Hast Du eine Karriere, die Dich wohl möglich finanziell Deinem Partner auch noch überstellt, hast Du ein Problem - sorry Männer, ihr seid gerade hier nicht ganz ehrlich, wie ich finde. 5 meiner Partnerschaften scheiterten genau an diesem Punkt, weil ich es nicht mehr hören konnte: Du liebst ja nur Deinen Job.

Dabei liebte ich wirklich jeden Einzelnen, so wie er war und das auch noch uneingeschränkt - eine sehr große Enttäuschung, die mich lehrte: suche einen Mann, der mindestens genauso erfolgreich ist, wie Du selbst.

Und 'karrieregeil' ist eine absolute Frechheit in sich. Das Wort sollte aus jeder Partnerschaft von Frauen und Männern gänzlich gegenseitig gestrichen werden. Mit der Karriere baut man an nichts geringerem als an seinem eigenen Leben, das auf andere direkten Einfluss nimmt. Wer das verurteilt hat einen Partner (ich meine hier aber wechselseitig liebe Mädels) schlichtweg schon einmal nicht verdient.

Punkt - Satz - Ende ... eine Erfolgreiche
 
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Gast

  • #13
Was wollt ihr denn liebe Männer?
Warum wollt ihr denn dann nicht auch gleich so eine finanziell unabhängige Frau wie z.B. mich, die euch später nicht auf der Tasche liegen wird und nur fordert und fordert?
Bitte schert doch nicht immer alle "Karrierefrauen" über den Kamm und lasst euch darauf ein, was für ein Mensch euer Gegenüber ist!
Liebe FS, das tun wir doch. Wir wollen doch gerne eine finanziell unabhängige Frau und wir schauen ganz genau hin, was für ein Mensch die "Karrierefrau" privat ist. Ich glaube, Du hast bist jetzt einfach nur Pech mit den Männern gehabt.

M38
 
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Gast

  • #14
Die Erfahrung habe ich noch nie gemacht. Bei mir war es eher umgekehrt: Die Männer, die ich kennen lernte, hätten nie eine Frau akzeptiert, die nicht für sich selbst sorgen kann. Leider waren die meisten Männer geizig und wären zudem nicht bereit gewesen, im Notfall (Arbeitslosigkeit, Krankheit) für mich aufzukommen.

Für mich selbst ist das eine Selbstverständlichkeit. Ich war in einer Beziehung sechs Jahre Alleinverdienerin, da er noch studiert hatte. In einer anderen Beziehung hat der Mann zwei Jahre bei mir gewohnt, ohne Miete zu zahlen (obwohl er so viel wie ich verdient hat).

w
 
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  • #15
Also ich stimme eher der FS zu. Als ich jung war und Karriere machte, hatte ich das Problem einen adäquaten Partner zu finden. Sie heirateten die "Normale". Jetzt bin ich Anfang 50 und treffe auf die Geschiedenen mit z.T. enormen Unterhaltsverpflichtungen... und siehe da, jetzt ist es auf einmal angenehm, eine finaziell unabhängige Frau zu treffen, die zeitlebens nie von einem Mann abhängig war.... nur, warum soll ich jetzt dafür die Zeche zahlen, dass er damals ein Weibchen genommen hat? Indirekt zahlt nämlich die zweite finanziell unabhängige Frau den Unterhalt für die "Friseuse"....
 
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Gast

  • #16
Es ist eher das Gegenteil der Fall: Männer, die nicht über ein hohes Einkommen verfügen, werden strikt abgelehnt.

Meine Partnerin verdient viel mehr als ich; aber das ist doch völlig egal. Ich liebe sie als Mensch und nicht wegen des Geldes. m36
 
  • #17
Viele Männer wollen Macht über ihre Partnerin haben.

z.B. finanzielle Macht über sie, und ihre Abhängigkeit vom Mann.
Wenn die Frau aber eigenes Einkommen hat, von dem sie ggf. alleine leben könnte, hat der Mann nicht mehr diese Macht über sie.

Oder das Geltungsbedürfnis. Der Mann will als höher und besser gelten, als seine Frau.
Geistig höher, beruflich höher, mehr Einkommen, usw.

Diese Männer können es nicht ertragen, wenn eine Frau gleich gut, oder sogar besser ist.
Oder gar, wenn die Frau die Familie ernährt.

Alte Rollenmuster, Machtgier, und mangelhafte/fehlende Emanzipation ...... bei diesen Männern.

Ihr Beruf = Karriere. Aber wenn eine Frau das Gleiche macht = "karrieregeile Emanze"

Man sollte in einer Partnerschaft auch der Frau ermöglichen, daß sie weiter in ihrem Beruf/Job sein kann.
z.B. weil sie den gerne macht, und weiter kommen möchte. Auch mit Kindern.
Und eigene Erfolgserlebnisse, eigenes Geld, eigene Wünsche erfüllen.
Keine Rechtfertigung dem Partner, weil sie sich selber was gekauft hat - weil selber verdient und bezahlt.
 
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Gast

  • #18
Liebe Fs,

Deine Erfahrungen kann ich nicht teilen. Ich kenne ausschließlich Männer, die sich eine absulut finanziell unabhängige Frau an ihrer Seite wünschen. Meist kann diese Frau gar nicht unabhängig genug sein, denn die Männer, die ich kenne, wissen um die finanzielle Situation bei einer potentiellen Scheidung bescheid. Ich habe letztens gehört, dass ein Paar in dem Ehevertrag extra einen Passus hat aufnehmen lassen, dass sie sich nach der Geburt der Kinder verpflichtet wieder zu arbeiten. Ob solch ein Passus einer gerichtlichen Überprüfung standhält soll an dieser Stelle mal dahin gestellt bleiben, aber allein die Aufnahme einer solchen Klausel zeigt doch, dass Männer sich kein Heimchen wünschen.

w, 31
 
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Gast

  • #19
Hi

Also mir ist das egal, ob eine Frau finanziell unabhängig ist oder mehr Karriere macht als ich. Ich habe zwar selbst studiert bin aber eigentlich überhaupt nicht auf Karriere aus, auch wenn ich mich durchaus für Führungsaufgaben fähig halte. Das Problem bei mir, mit einer "Karrieregeilen Frau" wären eher die unterschiedlichen Interessen. Ich arbeite eigentlich nur um das Leben zu geniessen und das obwohl ich meine Arbeit eigentlich mag. So gehöre ich auch zu der Sorte Männer, die bei Nachwuchs nur noch Teilzeit arbeiten möchten, ideal wären 50-60%, aber das werde ich in meinem Beruf kaum finden. Der Grund dass ich nicht 100% arbeiten möchten, wenn Kinder da wären ist ganz einfach: Ich will auch etwas von den Kindern haben.
 
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Gast

  • #20
Aus unzähligen Threads ist deutlich, dass Männer keine Frauen wollen, die nach dem Status und dem Geld des Mannes aus sind. Sie wollen eine Frau, die hier auf "Augenhöhe" ist. Es gibt noch Frauen, die es dennoch versuchen. Aber man nähert sich an.

Eine Frau, die Führungskraft ist, passt nicht zu mir, einem Mann, der keine Führungskraft ist. Auch will ich keine Frau, die finzaniell signifikant höher steht als ich. Ja, das will ich nicht. Wenn sie deutlich weniger Geld erwirbt als ich, passt es auch nicht. Ein Level, das passt. In manchen Dingen bin ich dabei stärker als die Frau, in anderen umgekehrt. Aber keine signifikanten Unterschiede betreffend Geld oder beruflichen Ehrgeiz und beruflicher Hierarchie.

Du solltest noch das Folgende verstehen: Zudem will ich auch keine Frau, die deutlich mehr Hierarchie erreicht oder erstrebt, und zwar auch deshalb: Weil ich das für mich auch nicht bin bzw. erstrebe.

Ich denke, ich bin so wie viele bzw. die meisten Männer auf meinem Level (Unternehmensberatung auf in etwa durchschnittlichem Niveau meiner Berufskollegen).
 
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Gast

  • #21
Hallo FS,

ich pflichte der #2 Besucherin bei. Es ist nicht die Frage des Geldes, sondern deines Standes und deiner Stellung in der Gesellschaft. Es liegt aber auch an deiner selbstbewussten Ausstrahlung, die in den höheren Positionen als eine Selbstverständlichkeit betrachtet wird. Auch ich habe die Erfahrung machen müssen, obwohl ich kein überdurchschnittlicher Großverdiener bin.

Meiner Meinung nach gleicht die Situation einer mentalen Kastration der Männlichkeit. Und Du suchst doch einen Mann, oder?

Bist du zu stark, sind sie zu schwach. :)

Suche weiter! :)
 
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Gast

  • #22
#11 "Du liebst ja nur deinen Job"
Ja in vielen Fällen ist es so, die Arbeit und die Kommandostimme einer Führungskraft wird mit nach Hause getragen und ein häuslicher Harmonieaufbau unmöglich gemacht.
Man arbeitet um zu Leben und lebt nicht um zu Arbeiten! Viele vergessen das im Bestreben um Anerkennung, Beachtung und Macht.
Leider beobachte ich oft, daß Frauen die eine vermeintliche Karriere machen, daß reale und partnerschaftliche Leben extrem hinten an stellen und erwarten das der Partner jederzeit unterstützend zur Verfügung zu stehen hat. Sie heben einfach vom Boden ab, die Meinungsakzeptanz sinkt enorm und das eigene ICH scheint nur noch zu zählen. Wären sie ausschließlich allein in der Versorgerrolle würde es ein Mann verstehen, aber diese Rolle wird nur in den seltensten Fällen von Frauen angestrebt.
Irgendwie möchten Frauen heute alles haben und erreichen, einfach alle erfolgreichen Komponenten und möglichst nur diese in einer Person vereinen.
Wozu eine Beziehung, einen Partner, Familie alles muß gepflegt werden können und die Zeit dafür ausreichen.
Es gibt einen Spruch, wer hoch fliegt kann tief fallen und das Fangnetz sollte man gefühlvoll Knüpfen können.
Wer nur Lenken möchte und dabei die Regeln vergißt, muß sich nicht wundern, daß es zu Unfällen kommt.
Ich persönlich habe nichts gegen Karriere, aber sie sollte verträglich sein mit den sonstigen Erwartungen und Wünschen, denn jeder ist wichtig.

m50
 
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Gast

  • #23
Ich bin eine praktizierende Emanze mit erstklassiger akademischer Ausbildung und einem gut bezahlten Beruf, den ich niemals aus familiären Gründen vernachlässigen würde.

Männerprobleme habe ich deshalb keine. Allerdings hatte ich auch ein gutes Vorbild - meine äußerst kluge und deshalb nicht stillende, nicht gluckende, beruflich sehr ehrgeizige Mutter, die ich als Kind fast nie gesehen habe und die deshalb nie ein schlechtes Gewissen hatte sowie meinen äußerst häuslichen, Teilzeit arbeitenden Vater.

Ihr Problem sind bestimmt nicht die Männer an sich, sondern Ihr Beuteschema! Alphamännchen zum anlehnen und aufschauen wollen ein Weibchen, dem sie sich überlegen fühlen und das sie aufgrund des neuen Scheidungsrechts nunmehr auch nicht mehr nachehelich unterstützen müssen. Sehr bequem für die Herren - aber warum sollte eine vernünftige Frau so etwas mitmachen?

Emanzipieren Sie sich nicht nur finanziell, sondern auch sozial und suchen Sie sich ein Betamännchen, das sie bewundert und gerne zu IHNEN aufschaut. Dann ist Ihr beruflicher Erfolg ein dickes Plus. Nach der Scheidung bleibt das Wunschkind, falls vorhanden, unter der Woche beim Papa, dem sie nicht einmal mehr Unterhalt zahlen müssen.

Für intelligente Frauen ist das die dominante Strategie!
 
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Gast

  • #24
Ich denke, dass du wegen Eigenschaften, die dich finanziell unabhängig gemacht haben, abgelehnt wirst. Ich beziehe mich hier explizit auf deine Situation, weil es meiner Ansicht nach nicht möglich ist, das Thema so pauschal abzuhandeln.

Du verdienst gut, bist Führungskraft und es ist dir wichtig zu erwähnen, dass du eine Eigentumswohnung hast. Vielleicht bekommen manche Männer in deiner Gegenwart kalte Füsse, weil du sie unbewusst von oben herab behandelst oder weil sie merken, dass du in Kategorien wie gut und schlecht etc. denkst. Führungskraft gleich besser als "normaler" Mitarbeiter. Vielleicht strahlst du aus, dass dir Status wichtig ist. Vielleicht bist du nicht nur zielstrebig und diszipliniert, sondern auch dominant? Meiner Ansicht nach mögen Männer starke Frauen, dominante hingegen nicht. Wenn eine Frau herzlich und liebenswert ist, wird sie auch ein Mann nehmen, der weniger verdient (nicht alle Männer, es werden sicher einige dabei sein).

Ich persönlich finde "lückenlose Lebensläufe", wie du schreibst, sterbenslangweilig! Menschen, die sich ausschliesslich über den Job definieren, ebenso. In einer lebendigen Partnerschaft verbinden andere Dinge als Status, es sei denn, man ist ein statusorientierter Mensch. Ist es nicht vielmehr eine gemeinsame Leidenschaft, die verbindet?

Viel Glück! (w, Ende 30, sehr gut verdienend)
 
G

Gast

  • #25
Viele Männer wollen Macht über ihre Partnerin haben.
z.B. finanzielle Macht über sie, und ihre Abhängigkeit vom Mann.
Oder das Geltungsbedürfnis. Der Mann will als höher und besser gelten, als seine Frau.
Geistig höher, beruflich höher, mehr Einkommen, usw.

Alte Rollenmuster....
Alte Muster scheinst du zu haben. Dieses Bild hat längst ausgedient. Im meinem Umfeld sucht Mann/Frau sich einen Partner, mit dem man auf Augenhöhe durchs Leben geht. Ich z.B. bin die ersten zwei Jahre wegen meiner Tochter zu Haus geblieben und habe in der Zeit meine Firma aufgebaut und verdiene sehr gut. Seit der Trennung vor 2,5 Jahren bin ich alleinerziehender Papa und bekomme dennoch Beruf und Kind unter einen Hut. Ich habe wieder eine neue Partnerin die wie meine Ex studiert hat und erfolgreich ist. Es mag noch Männer geben die dem alten Rollenbild verfallen sind. Ich denke jedoch, die werden immer weniger.
m43
 
G

Gast

  • #26
Warum wird eine finanziell unabhängige Frau anfangs eher abgelehnt und im Falle einer Scheidung wäre der Mann dankbar, um nicht sein ganzes Vermögen an seine bedürftige Frau zu verlieren.
Wenn man eine Beziehung anstrebt, heiraten möchte, und eine Familie gründen, dann sucht man Stabilität - und nicht Schadensbegrenzung im Falle einer Scheidung. Deshalb ist die entscheidende Frage: Ist es stabilisierend für eine Beziehung wenn die Partner finanziell voneinander unabhängig sind? Ich denke, nein.

Unabhängigkeit, ganz gleich ob emotional, körperlich, oder finanziell, ist für eine dauerhafte Beziehung kontraproduktiv. Zwei Menschen bilden ein Team, eine Familie, und unterstützen sich gegenseitig nach Kräften, wobei beide gemeinsam immer zum beiderseitigen Vorteil handeln. Beide brauchen sich zum glücklich sein, und beide sind voneinander abhängig - bestenfalls wüden beide bei einer Trennung grosse Nachteile erfahren, und dieses Bewusstsein stärkt den Zusammenhalt und lässt Trennung als mögliche Option nicht zu.

Wie wirkt im Gegenzug absolute Unabhängigkeit? Ich bin auch alleine glücklich, kann beliebig Sex haben, und bin finanziell unabhängig? Das ist keine tragfähgige Grundlage für gemeinsames Glück, denn beim kleinsten Problem würde man sich seiner Stärken bewusst, es gäbe keinen Grund für Kompromisse.

Wenn eine Frau intelligent ist, einen guten Job hat, und gut verdient, dann ist das toll wenn sie alle ihre Vorzüge zur Stabilisierung einer dauerhaften Beziehung einbringt, alles für die Familie tut. Es ist aber äusserst unattraktiv, wenn sie ihre Intelligenz, ihren Job, und ihr Geld dafür einsetzt um sich vom Partner unabhängig zu machen. Es ist die Einstellung der FS zu Geld die äussert unattraktiv ist, es ist nicht ihre Ausbildung und ihr Job.

Und ja, Liebe ist das wichtigste, aber eine Besziehung muss auch abseits von Harmonie und Glückseeligkeit funktionieren.

m
 
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Gast

  • #27
... Es ist die Einstellung der FS zu Geld die äussert unattraktiv ist, es ist nicht ihre Ausbildung und ihr Job....m
Das würde ich genau so unterstreichen! Die Analyse gefällt mir sehr gut: Stabilität vs. Schadensbegrenzung! Super!

Mir kommt es so vor als habe die FS eine materialistische Disposition. Wenn ich jemanden kennenlerne ist mir wichtig, dass man sich gemeinsam ein Nest baut und es ist nicht wichtig, dass der andere Führungskraft ist und eine Eigentumswohnung hat. Vielleicht hat mit bestimmten Eigenschaften beruflich sehr viel erreicht, wobei diese Eigenschaften einer harmonischen Partnerschaft wenig zuträglich sind.
 
  • #28
Ich habe mit großer Aufmerksamkeit die o.a. Beiträge gelesen.

Auch ich mache die Erfahrung, daß Männer in meinem Alter mit einer selbstbewußten und finanziell unabhängigen Frau so ihre Probleme haben. Auf der einen Seite möchten sie eine Partnerin "auf Augenhöhe" auf der anderen Seite sind die wenigsten Herren in der Lage, sich überhaupt auseinanderzusetzen. Die Dinge werden nicht besprochen sondern "be-schwiegen". Und ich mache das nicht mehr mit. Mit Schweigen kann nichts bewegt werden - daher

Männer fangt an, Euch zu "emanzipieren" !

W57
 
G

Gast

  • #29
Es ist aber äusserst unattraktiv, wenn sie ihre Intelligenz, ihren Job, und ihr Geld dafür einsetzt um sich vom Partner unabhängig zu machen.

m
So einen Quatsch ich selten gelesen. Stell dir mal vor, du wirst krank, arbeitslos und deine Partnerin war brav nicht abhängig, also schon unter dir, und nun habt ihr wegen deinen Problemen große finanzielle Probleme und du bist auf einmal abhängig von ihr bzw. vom Sozialamt?

Eine gesunde Unabhängigkeit ist gut für eine Beziehung und gut für guten Sex. Alles andere ist naiv und unreif.

w 50
 
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Gast

  • #30
#25: Es kommt aber auch darauf an, wie man Stabilität definiert. Eine Arbeitsteilung, die die Partner voneinander abhängig macht, und dafür sorgt, dass ein Paar sich aufgrund äußerer Gegebenheiten nicht trennen kann, wenn die Liebe erloschen ist, empfinde ich nicht als stabilisierend für die Beziehung, sondern als einengend für die Menschen und fatal für ihr restliches Leben, sofern die Liebe eines Ehepaares nicht lebenslang hält. Was ist daran positiv, wenn man sich aufgrund finanzieller Abhängigkeit, weil Frau kein eigenes Geld verdient, um ihr Leben selbst finanzieren zu können und Mann dadurch bei Trennung aufgrund von Unterhaltsregelungen alles bis auf den Selbstbehalt entzogen wird, nicht trennen kann? Ich finde es viel schöner, wenn Menschen finanziell unabhängig voneinander sind, dann weiß man nämlich, dass der andere bei einem bleiben will und nicht aus finanziellen Gründen muss. Spätestens als unterhaltzahlender Ex-Mann für eine in der Ehe finanziell abhängige Frau würdest du das auch so sehen. Zudem stimme ich #29 zu, denn ich finde 2 Einkommen auch aus dem Grunde stabilisieren, dass das Paar finanziell nicht gleich ins Bodenlose fällt, wenn der Mann arbeitslos wird, da es ein 2. Gehalt gibt.