Gast8899

Gesperrt
  • #1

Warum werde ich immer nur ausgenutzt?

Ich( 43J.) habe das Gefühl, dass manche Frauen nur auf so jemanden wie mich warten. Ich werde jetzt nicht finanziell ausgenutzt, aber dafür in allen anderen Bereichen des Lebens.
Aktuell muss ich für uns sämtliche Hausarbeit tätigen und die Partnerin (41 J.) liegt nur bequem auf der Couch. Sie muss sich als Arbeitslose von der Suche erholen.
Ich habe auch schon 4 Wochen keine Hausarbeit gemacht und dann stapelte sich der Dreck. O-Ton meiner Partnerin: "Wenn es dich stört, dann räumt doch auf."
Leider ist dies nicht das 1.Mal,dass es so mir ergeht.
Die Vorgängerin war genauso und ich trennte mich dann und ebenfalls mit meiner Exfrau, wo ich mich dann 2008 scheiden ließ.
Jetzt bin ich wieder an den Punkt, wo ich mich lieber gestern als morgen trennen möchte, aber was komm dann danach. Wieder eine Frau, die mich vom Putzen missbraucht?

Vielleicht lachen jetzt einige Herren im Forum über mich und einige Frauen würden sich gerne so einen "Deppen“ wie ich sich wünschen.

Was soll ich jetzt machen?
Mich trennen und hoffen, dass die Nachfolgerin nicht genauso ist?
Oder einfach dies akzeptieren?
 
T

Toi et moi

Gast
  • #2
Lieber FS,
mach es wie ich, ich delegiere viele Hausarbeiten an meine Kinder weiter. Gerade ist mein Sohn einkaufen, ich habe die Küche saubergemacht und meine Tochter hat ihr Puppenhaus aufgeräumt und danach wollen wir alle zusammen einen Kuchen backen.
Ich meine damit, dass Du auch die Hausarbeit planen kannst. Mach einen Plan, was alles gemacht werden muss und sage deiner Freundin welche Aufgaben sie zu erledigen hat und wenn sie das nicht macht, dann gibt es keinen Nachtisch (ein Metapher):). So wie es aussieht, benimmt sich deine Freundin wie ein Kind und ist noch nicht erwachsen geworden. Du möchtest dich nicht trennen, also musst du einfach konsequent dafür sorgen, dass die Arbeit gemacht wird. Sie wird sich auch danach besser fühlen und nächstes Mal wird es einfacher. Bleib ruhig und fange deshalb keinen Streit an. Du schaffst es.
 
  • #3
Jetzt bin ich wieder an den Punkt, wo ich mich lieber gestern als morgen trennen möchte, aber was komm dann danach. Wieder eine Frau, die mich vom Putzen missbraucht?

Dann trenne Dich. Es gibt genügend Frauen. Das Leben ist zu kurz, um es mit einer Frau zu verbringen, die es Dir nur schwerer macht. Wenn Du immer an den gleichen Frauentyp gerätst, dann solltest Du früher auswählen und konsequenter beenden. Normalerweise kommen Klagen wie Deine eher von den Frauen hier. Es wird also genügend Frauen geben, die jemanden wie dich suchen, der auch mal mit anpackt.
 
  • #4
Es gibt immer einen, der ausnutzt und einen, der sich ausnutzen lässt.

Der FS sollte sich die Frage stellen, warum er immer mit Frauen zusammen ist, die ihn ausnutzen? Wenn man Grenzen nicht klar kommuniziert, darf man sich nicht wundern, wenn unsichtbare Zäune niedergetrampelt werden.

Ich habe den Eindruck, dass der FS wahllos von einer Partnerschaft in die nächste geht und vor allen Dingen schnell zusammenzieht.

Wie wäre es mal damit, eine Zeitlang allein zu bleiben und die nächste Partnerin in Ruhe zu prüfen, bevor man an das Zusammenleben denkt?

Leider ist dies nicht das 1.Mal,dass es so mir ergeht.
Die Vorgängerin war genauso und ich trennte mich dann und ebenfalls mit meiner Exfrau, wo ich mich dann 2008 scheiden ließ.
Jetzt bin ich wieder an den Punkt, wo ich mich lieber gestern als morgen trennen möchte, aber was komm dann danach.

Mich trennen und hoffen, dass die Nachfolgerin nicht genauso ist
Hier wird schon wieder eine Nachfolgerin gesucht. Wenn ein Mann so bedürftig ist, vermittelt er den Eindruck, dass er alles tun würde, nur um nicht allein zu sein. Kein Wunder, dass er an Frauen gerät, die das ausnutzen.

Eine selbstständige Frau, die einen gleichwertigen Partner sucht, nimmt Reißaus vor jemandem, der sich so verhält.
 
  • #5
Wirf sie raus. Sie verhält sich absolut respektlos und trägt nichts zur Beziehung bei.
Ich würde ein paar Stunden Beratung oder Coaching in Erwägung ziehen. Das kann helfen, den eigenen blinden Fleck zu erkennen. Und dann kannst du aktiv dagegen steuern.
Warum du immer wieder an einen solchen Frauentyp gerätst, ist vom Forum aus der Ferne schwierig zu sagen.
 
  • #6
Warum habt ihr keine getrennten Wohnungen. Kann doch jeder seinen Hausrat wegmachen.

Es gibt drei einfache Worte: "Nein, mein Schatz"

Wenn du keine Frau ohne deine Frohndienste halten kannst, musst DU an dir arbeiten. Du hast viel mehr Erfolg bei Frauen wenn du die Frauen
auf ihre EIGENverantwortlichkeit hinweist und das dann auch KONSEQUENT umsetzt.

Du bist weder ihr Klempner, noch Putzhilfe, noch ihr Therapeut oder Rechtsanwalt. Und sie es umgekehrt auch nicht. Ihr seid Erwachsene Menschen. Ohne dich ist sie sicher auch nicht verhungert.


Du wirst immer ausgenutzt weil du dich ausnutzen lässt.
 
  • #7
Lieber FS,

die Herren im Forum, die dich als Deppen sehen, haben selber auch ihre Päckchen zu tragen.

Du benennst dich selber als Deppen und das ist vielleicht das Problem. Welche Meinung hast du über dich, was erwartest du von dir und von deiner Partnerin, wie stellst du dich von Anfang an in einer Beziehung auf? Ich würde mir keinen Deppen wünschen, würde mich aber über einen so hilfsbereiten Mann, wie du es bist, freuen und in gleicher Weise meinen Teil zu einer Beziehung beitragen.
Vielleicht glaubst du, weil du dich als Depp empfindest, dass du nur bei einer bestimmten Sorte von Frauen landen kannst, die Trägheit und Müßiggang pflegen müssen? Schau sie dir vorher genauer an und probe den Alltag, bevor du dich räumlich mit ihr zusammenbastelst.
 
  • #8
Da kann man im Grunde nur sagen, dass du einen Griff für solche Personen hast. Es geht dir wie einer Menge anderer Menschen auch, die zwar diesen Fehler vermeiden wollen, aber wie von Zauberhand immer wieder an die selbe Sorte Mensch nur im anderen Kostüm geraten. Andere kann man nicht ändern, wenn der oder die weg ist dann kommt eben Ersatz. So ähnlich wie manche immer wieder dieselbe Sorte Kollege oder Chef haben. Wahrscheinlich bist du harmoniebedürftig. Tatsache ist, dass du dir diese faule Frau offenen Auges ausgesucht hast. Klar kannst du dich trennen, aber du musst wirklich in dich gehen, wie es kommt das du unbewusst da hingreifst. Passiert anderen auch, deren Partner entpuppen sich immer wieder von Zauberhand als Spieler, Trinker, Faulpelze oder was auch immer. Ein unbewusstes Muster. Ich würde mal ordentlich Dampf machen. Sag was Ambach ist und dann lass Konsequenzen sprechen. Wenn sie es nicht glaubt und auf dem Sofa einschläft dann Ultimatum. Ultimatum einhalten und durchziehen. Geh' davon aus, dass sie erst mal versucht träge zu bleiben, denn solche Menschen sind wie Kinder, die sich drauf verlassen, das die Eltern wieder nachgeben, wenn sie nur genug nerven. Du bist kein Depp. Du bist ein liebenswürdiger, verantwortungsbewusster Mensch der weiß, wie man Ordnung im Leben hält. Lass dich nicht ausbeuten. Stell dich dafür aber auch nicht zur Verfügung. Hausarbeit kann geteilt werden. Man kann andere leider nicht ändern, man muss sich selbst ändern. Nur dann ändert sich die Umgebung. Und du musst eben lernen mal den Hahn zuzudrehen und deinen Wert nicht aus den "Gebrauchtwerden" zu ziehen. w50
 
  • #9
Wenn du ordnungsliebend bist und deine Partnerin das Gegenteil, dann passt es einfach nicht zwischen euch.
Du kannst dich entweder damit arrangieren und dich an den Dreck und die Unordnung gewöhnen oder ihn weiter selbst beseitigen. Deine Partnerin wirst du diesbezüglich nicht ändern!

Die Aussage "wenn es dich stört mach es doch weg" ist typisch für jemanden der einfach keinen Bock hat was zu tun. In einer Beziehung unterstützen sich beide gegenseitig und wenn eine Person sich weigert, dann hat er für mich auch kein Interesse mehr an der Beziehung, denn es ist ihm Scheiss egal wie es mir damit geht und unterstützen möchte er mich auch nicht mehr.

Gut, du hast jetzt ein paar mal Pech gehabt bei der Partnerwahl, aber das muss nicht zwangsläufig beim nächsten mal wieder so sein. Es passt halt nicht mit euch beiden, dafür könnte es auch zig andere Gründe geben.

Ich kenne deine Partnerin nicht und ich kann auch nicht beurteilen wie sehr sie sich um eine Arbeit bemüht, aber das wäre für mich neben den unterschiedlichen Ansichten bez der Unordnung noch ein viel größeres Problem.

Ich würde ihr eine Ansage machen dass das so nicht geht (beide machen Dreck, beide beseitigen ihn auch) und darauf bestehen dass man sich die Arbeit teilt UND ich würde darauf bestehen dass sie sich nachweislich um Arbeit bemüht. Wenn man arbeiten will, findet man auch was. Aber das ist ein anderes Thema. Wenn sich das dann nicht bessert, würde ich mich trennen, bevor ich den letzten Funken Anstand vor meiner Partnerin verliere. Du bist auf dem besten Weg dahin, wenn ich das von dir lese.

Sie muss sich als Arbeitslose von der Suche erholen.

Und ich kann dich verstehen!
 
  • #10
Ich denke zwar auch, dass es dazu auch immer einen gibt, der es mit sich machen lässt und sein Verhalten überdenken müsste, allerdings ist es in Sachen Ordnung in der Wohnung ja auch immer so, dass zwei Leute vielleicht unterschiedliche Ordnungsbedürfnisse haben. Vielleicht ist Deine Freundin wegen ihrer Arbeitslosigkeit auch niedergeschlagen. Manche Menschen werden ja depressiv bei Arbeitslosigkeit wegen des Sinnlosigkeitsgefühls. Aber das klärt noch nicht, ob sie, wenn sie zuversichtlich wäre, nicht trotzdem ein anderes Ordnungsbedürfnis hätte als Du. Dann kann man schlecht zusammenwohnen, weil keiner sich wirklich anpassen kann.

Ich kenne zwei Paare, bei denen das zu einer Last wurde, dass immer geputzt werden "musste". Von einem weiß ich, dass es getrennt ist, weil der Mann keine Lust mehr hatte, sich in allen Malessen der Frau anzupassen (kein auf Feiern gehen, weil die Ex von vor 12 Jahren dort rumlaufen könnte, jedes WE putzen statt mal was Schönes zu unternehmen, auch wenn noch nicht überall staubgesaugt ist). Das andere Paar mit einer sehr gegen Männer aggressiven Frau, die sich von allem unterdrückt fühlte, hat hoffentlich nie Kinder bekommen. Die Frau erzählte, sie hätte einen Halbtagsjob und würde Freitagnachmittag anfangen, das Haus zu putzen (muss man alle 2 Wochen Fensterputzen?) bis Sonntagnachmittag, wo dann die Schiegermutter zum Kaffee kommt. Der Mann ist fürs Auto und den Rasen verantwortlich.

Ich( 43J.) habe das Gefühl, dass manche Frauen nur auf so jemanden wie mich warten
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Frauen auf einen warten, der ihnen die Wohnung sauber macht. Wenn sie toleranter sind, was Unordnung angeht, bist Du eher nervig mit dem Putzen.

Jetzt bin ich wieder an den Punkt, wo ich mich lieber gestern als morgen trennen möchte, aber was komm dann danach
Ich würde mal meine Haltung zur Partnerschaft überdenken. Wenn Du der Frau vermittelst, dass sie putzen soll, ist sie Putzfrau und für Sex nützlich, aber ungeliebt. Das spürt man sicher bei Dir, dass Du so denkst, weil Du Dich als Opfer siehst.

einige Frauen würden sich gerne so einen "Deppen“ wie ich sich wünschen.
Eine Frau wünscht sich keinen Putzmann. Sie will als Partner eher einen guten Liebhaber, der ihr vermittelt, dass sie die Tollste für ihn ist, und zur Partnerschaft steht. Du jammerst auch viel rum. Menschen, die dabei zusehen, dass sie sich ausgenutzt fühlen, aber trotzdem in der Situation bleiben, weil sie nicht allein sein wollen, erzeugen meist auch Respektlosigkeiten beim anderen.
Ich würde Dir raten, Dich zu trennen und allein zu wohnen, auch erstmal in der Partnerschaft.

Ich kenne ein Paar, wo er putzt und sie kocht. Wäsche machen sie gemeinsam. Keiner kommt dem anderen in die Quere. Kauft Deine Freundin denn auch mal ein und kocht?
 
  • #11
Ich habe festgestellt, dass Menschen, die mit sich selbst und ihrem Leben unzufrieden sind, die Chaos im Kopf haben, auch Chaos in der Wohnung haben.

Vielleicht suchst du dir nicht einfach unordentliche Frauen, sondern Frauen, die ihr Leben einfach nicht im Griff haben.

Vielleicht ziehst du deinen "Gewinn" und deinen Selbstwert daraus, der Retter und Helfer für solche Frauen zu sein und wunderst dich, dass du als Gegenleistung aus Dankbarkeit dann nicht wenigstens einen ordentlichen Haushalt bekommst ?

So funktioniert es halt nicht... solche Opfer Typen kriegen nie irgendwas dauerhaft in normalen Maße auf die Reihe, sie werden sich immer schlecht und als Opfer fühlen und dann auch so handeln.

Und wenn man solche Typen weiterhin als Opfer behandelt und sie nicht in die Verantwortung nimmt und ihr Handeln keine Konsequenzen hat, ändert sich nichts.

Wenn du aufhörst dich als Retter, Ratgeber und Besserwisser in einer Art Vaterrolle zu geben, kann sie aufhören, das Opfer zu sein.

Ob das bei euch so zutrifft, musst Du selbst prüfen, nur meine Gedanken dazu. Da es dir immer wieder passiert, liegt das Muster bei dir und du erkennst es nicht.

Ein Freund von mir tut alles eine für eine Frau, egal was sie im antut, weil es ihm wichtig ist gebraucht zu werden. Er fühlt sich gut, wenn er etwas für sie tun kann. Sein größtes Unglück wäre es, wenn ihn keiner braucht.

Ich hingegen bin froh, wenn mich keiner braucht und wenn ich mein Ding für mich machen kann.
 
P

Papillon

Gast
  • #12
Zu Beginn einer Beziehung empfiehlt es sich Grenzen zu setzen. Es gibt eine Stelle, wo man es sich so richtig verspielen kann. Ich schätze du hast den Damen zuviele Wünsche vor dem Augen abgelesen und vielleicht wolltest du auch beweisen, dass du auch mit putzen kannst. In meinen Weltbild macht dich dieses Verhalten dann früher oder später unmännlich.
Ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen, dass in einer solchen Konstellation im Bett noch was funktioniert.
Bei einer fairen Arbeitsteilung gibt es weit geeigneter Dinge mit dem ein Mann helfen kann.
Die falsche Person und dein liebes Verhalten wird ausgenutzt. Schau einfach trotz rosaroter Brille klarer hin. Alles was du da als störend erlebst potenziert sich später. Manchmal ist das was wir als Anfang noch als ganz niedliche Macke uns schön reden später der Punkt, wo wir platzen. Ach und ziehe doch nicht gleich mit den Frauen zusammen, lass erstmal die Verliebtheitsphase passieren.
 
  • #13
Ähmm....ich habe deinen Text jetzt dreimal gelesen und mir fallen da einige komische Dinge auf. Zuerst einmal: Welcher Landsmann bist du denn? Dein Deutsch ist teilweise so verdreht, dass ich nicht glaube dass du Deutscher bist. Kann es sein dass du das mit der Rollenverteilung irgendwie anders siehst? Ich meine, du nimmst das Wort "missbraucht" in den Mund, weil du aktuelle derjenige bist der die meiste Hausarbeit macht.

Deine Partnerin muss sich von "der Suche" (Jobsuche) erholen. Nun ja, viel Wertschätzung schwingt hier nicht gerade mit.

Ich muss das jetzt mal fragen weil sich mir da so ein Verdacht aufdrängt...dein Text hat haufenweise Lücken. Du fühlst dich "missbraucht", sagst sogar das wäre in allen Lebensbereichen so, aber insbesondere geht es dir hier ums Putzen. Ok Meister Proper, da musste ich schon etwas lachen. Du beschuldigst dich selbst als "Deppen", über die weiteren Umstände eurer Beziehung schreibst du gar nichts.

Wenn es wirklich nur ums Putzen geht, was ich nicht glaube, dann lasst doch einmal in der Woche eine Putzfrau kommen. Oder?

w(29)
 
  • #14
Mach einen Plan, was alles gemacht werden muss und sage deiner Freundin welche Aufgaben sie zu erledigen hat und wenn sie das nicht macht, dann gibt es keinen Nachtisch (ein Metapher)
Wenn ich das richtig deute, wirst du bis an dein Lebensende keinen Sex mehr haben. Für sie ist Ordnung einfach nicht wichtig, ansonsten würde sie es ja machen. Es gibt kaum Paare, bei denen beide genau die gleichen Vorstellungen von Ordnung haben. Wichtig ist, dass man sich auf bestimmte Regeln einigt, zB Geschirr immer direkt in den Spüler räumen, keine benutzte Wäsche herumliegen lassen usw. Wenn ein Mensch aber so gar keinen Sinn für Ordnung hat, wirst du ihn nicht bekehren können.
Das hat meines Erachtens auch nichts mit ausnutzen zu tun, sondern einfach etwas mit der Art eines Menschen. Dass du immer an solche Frauen gerätst ist sehr merkwürdig. Alle mir bekannten Frauen sind ziemlich ordentlich und würden niemals auf der Couch liegen während der Partner für sie springt. Stehen diese Frauen mit beiden Beinen im Leben? Haben sie irgendwelche tiefergreifenden Probleme (Depressionen, Antriebslosigkeit, auch in sonstigen Hinsichten wenig aktiver Lebensstil)? Klingt für mich eher nach letzterem, ansonsten kann ich mir das nicht erklären. Vielleicht solltest du gezielt nach sehr aktiven, erfolgreichen Frauen suchen, die ihr Leben im Griff haben.
 
  • #15
Ich finde, dein Problem kann man selber auf verschiedene Weisen lösen:

- Sie ist ein Opfer, du bist ein Opfer. Zwei Opfer tun sich gerne zusammen, um gemeinsam zu leiden.
(Vorgänger hat es gesagt: Hör du damit auf, ihr nachzuputzen, dann kann sie aufhören, Opfer zu sein. Dazu ist es vermutlich notwendig, dass ihr euch trennt oder getrennte Räumlichkeiten habt und du mit gepacktem Koffer konsequent dastehst, wenn die Dreckberge dich erschlagen. Wenn du das nicht kannst, bist du weiterin ein Opfer der äußeren Umstände und bleibst weiterhin ein Opfer.)

- Was ist denn jetzt so schwer am Putzen? Mach es doch selber, es ist ja auch deine Wohnung! Es muss jeder tun. Ich mach das auch jeden Tag 2 Stunden, und Freitagabends, Sonntagmorgen, und jeden Morgen nach dem Aufstehen oder Abends vor dem Zubettgehen. Man kann es sich einteilen, so dass man bei jedem Gang durch die Wohnung bisschen was aufräumt. Das ist nicht von deiner Frau abhängig, DU selber lebst auch in dieser Wohnung. Also kannst du es auch erledigen. So vermeidet man Stress.

- Deine Frau ist psychisch angeknackst, weil keinen Job und keine Entlöhung, da motiviert man sich nicht mehr für irgendwas anderes. Du könntest ihr ein Taschengeld geben, damit sie bisschen motivert wird, was zu tun oder als Alternative vorschlagen, dass du eine Putzfrau/Handwerker/Hausfrau/Köchin, etc. kommen lässt. Wenn ich bisschen Geld hätte, würde ich keinen Stress machen, sondern das Problem mit Geld lösen. Dafür ist Geld da, würde ich mal meinen, um mir das Leben zu erleichtern. Dein Problem ist nicht spektakulär. Jede Frau ärgert sich über ihren faulen Ehemann und muss auch stundenlang putzen. Jetzt ist es eben mal umgekehrt.

- nächstes Mal vorher Grenzen ziehen, notfalls mit einer Trennung, denn andere Menschen ändern sich nicht für einen. Man muss selber Stop sagen und sich schützen. Ich würde die Drecktürme jetzt erstmal wachsen lassen, immer öfter von daheim weg bleiben abends, einen Brief schreiben, dass du zwei Tage eine Auszeit brauchst bis die Wohnung sauber ist. Ich würde die Koffer schon gepackt halten und mich nach einer eigenen Wohnung umsehen. Sie wird so schnell nicht mehr ins Arbeitsleben kommen. Vielleicht erst, wenn sie wieder alleine auf eigenen Füssen steht.
 
  • #16
Joa, was soll ich sagen? Ich glaube nicht, das auch eine Frau (von denen du erzählst) selber so furchtbar unordentlich war und du es nicht gemerkt hast. Auch glaube ich nicht sie war vorher so super sauber und dann bei dir dann so richtig schlampig.
An deine Erzählungen stimmt also etwas nicht.
 
  • #17
Ich rede aus Erfahrung, denn ich habe einen Partner, der ein Faulpelz ist und sich gerne von mir bedienen lässt. Vielleicht ist er außerdem depressiv, aber das ist nicht alles. Zwischen uns gibt es ein erhebliches Energieungleichgewicht, das auch unsere divergierenden beiden Lebenswege erklärt. Und möglicherweise auch die Anziehung. Er mag meine Fürsorge, Ordnung und Aktivität und liebt mich dafür, und das ist Teil unseres Rollenspiels. Ich war bei meinem Therapeuten, weil ich dachte, ich drehe über die Situation durch. Der befragte mich, warum ich mich nicht trenne und was mich bei meinem Freund hält. Das hat ein Gedankenkarussell in Bewegung gesetzt und unsere Beziehung geändert.

Nummer 1: Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein und werde Dir klar, warum Du mit Deiner Freundin zusammen bist. Manchmal sind es subtile Dinge. Nein, es geht nicht um "kann nicht alleine sein", es ist meist komplexer und hat mutmaßlich mit ihr als Person zu tun. Im Fall meines Partner ist ein wesentliches Element, dass er mich trotz seiner Faulpelzerei respektiert, ernst nimmt und als Person in Ruhe lässt. Ich habe anderes erlebt. Pseudofürsorgliche Männer, die einfach nur mein Leben kontrollieren wollten. Er ist da, treu, liebt mich und ist einfach nur ein fauler Sack.

Zweitens: arbeite an Deinem Selbstwertgefühl. Warum machst Du das alles? Für sie oder vielleicht für Dich selbst? Wenn Du es für Dich selbst machst, ist es OK.

Drittens: Fang schrittweise an, Klartext zu reden. Ich meine kein Donnerwetter, sondern mach ab und zu Deine Position klar und stelle Forderungen! Und wenn es die Bitte ist: Bring den Müll runter, hol Brötchen, bitte hilf mir beim Putzen oder "warum liegst Du auf dem Sofa, während ich soundso mache, kannst Du nicht mal anpacken?" Klartext wirkt Wunder! In meinem Fall musste ich sogar in Bettangelegenheiten deutlich werden. Es hat zu meiner Überraschung funktioniert. Manche Menschen brauchen sehr groben Klartext. Wenn man mental bereit ist, die Reißleine zu ziehen, kann man sich auch statt dessen einfach durchsetzen. Das ist hier der Test!

Mach weniger Aufopferungskram für sie. Wenn Du sie bedienst, mach Dir klar, warum, und akzepiere das so, ohne sie zu hinterfragen. Wenn es zu viel ist, schraub die Mühen zurück und kümmere Dich um Deine Belange. Weise sie deutlich auf Deine Mühen hin und fordere (s.o.).

Du wirst die Beziehung so nicht komplett ins Gegenteil drehen, aber sie wird sich deutlich bessern. Wo das nicht klappt, schaffe Raum für Dich selbst, Deine Hobbies, Deinen Job und Deine Freunde.
 
  • #18
Lieber FS
Wenn ich davon ausgehe, dass deine Geschichte so stimmt und nicht völlig einseitig geschildert wird, dann würde ich sagen, dass du auf einen bestimmten Typ Frau "geeicht" bist.
Vielleicht ist es so, dass du dich in so missbrauchenden Beziehungen auf eine schräge Weise manchmal wohl fühlst? Weil wenn jemand dich ausnutzt, läuft er nicht davon (sondern du kannst dich trennen und wirst darum weniger verletzt)? Weil du nur diese Art von Beziehung kennst? Ich weiss nicht, was dir diese Frauen geben, aber kurzfristig muss es irgendwelche Vorteile für dich haben, mit ihnen zusammen zu kommen. Eine Hoffnung auf etwas, mit der sie dich ködern. Oder dass es eben schon bekannt ist und man dann nichts Neues wagen muss, wie etwa Regeln durchgeben, für sich einstehen etc.
Ich denke nicht, dass du ein Depp bist. Du klingst eher wie jemand, der schlecht allein sein kann und daher vieles erträgt und erst geht, wenn andere schon längst das Handtuch geschmissen hätten. Eigentlich würde ich dir ein paar Stunden bei einem guten Therapeuten, der sich auch mit Paaren und Beziehungen auskennt, empfehlen.
 
  • #19
Warum Du immer ausgenutzt wirst?

Ganz einfach, weil Du keine Grenzen setzt.

Wenn du zum Thema "Grenzen setzen" googlest, wirst Du schnell sehen, dass es dazu eine ganze Anzahl Internetseiten gibt.

Das hat oft damit zu tun, dass man nie gelernt hat, Grenzen zu setzen, oder Angst davor hat Grenzen zu setzen.
Zum einen musst Du Dir ja selbst erst einmal klar sein, wo Deine Grenze ist... selbstverständlich unterstützt man die arbeitslose Partnerin in der doch schwierigen Zeit der Stellensuche, aber wo ist Deine Grenze?

Wenn Du Deine Grenze kennst, musst Du Dich trauen, diese zu kommunizieren, und Du musst die Grenze auch klar kommunizieren können, damit das Deine Partnerin versteht.

Da ist bei Dir irgendwo der Wurm drin, aber das kannst Du alles lernen.
 
M

Michael_123

Gast
  • #20
Mich trennen und hoffen, dass die Nachfolgerin nicht genauso ist?

Denk mal über diesen Satz nach, lieber FS!

Tu tust so rum, als wenn Du überhaupt keinen Einfluss auf "die Nachfolgerin" hättest. Der Grundstein in einer Beziehung wird in der Partnerwahl getroffen! Wer hier Fehler macht, handelt sich den Zores ein.

Hier wurden schon gute Vorschläge genannt. Höre auf zu lamentieren und ändere etwas!

Stärke Dein Selbstbewusstsein.

Aktuell muss ich für uns sämtliche Hausarbeit tätigen und die Partnerin (41 J.) liegt nur bequem auf der Couch. Sie muss sich als Arbeitslose von der Suche erholen.

Ich verstehe nicht wie Menschen sich so etwas antun können, nur um nicht alleine zu sein...wovor hast Du Angst?
 
  • #21
Der Grundstein dafür, dass man ausgenutzt wird, wird schon ganz früh in der Beziehung gelegt.
Sicher hast du schon zu Beginn Putzarbeit quasi im vorauseilenden Gehorsam erledigt und sie nicht eingebunden.
Du wirst dich erinnern, dass du Dinge gesagt hast wie "ach Schatz, bleib ruhig sitzen, ich spül das schnell ab" oder Ähnliches, anstatt zu fordern "komm, wir spülen schnell gemeinsam ab, dann haben wir Zeit für was Schönes."
Und so ist das eingerissen. Du hast es zugelassen.

Was kannst du heute tun, um das rückgängig zu machen?
Du machst der Dame eine klare, sachliche Ansage. Du gehst nicht auf ihre Arbeitslosigkeit ein und du wirst auch nicht beleidigend (faul, bequem..) oder sprichst davon, dass du dich ausgenutzt fühlst.

Du möchtest, dass sie sich an der Hausarbeit beteiligt. Und zwar im Einzelnen (hier folgen die Punkte, die dir wichtig sind). Weil dir eine gewisse Ordnung im Haushalt wichtig ist und weil beide Mitglieder des Haushaltes dafür verantwortlich sind.
Das packst du in 2, maximal 3 Sätze, und fügst an, dass es für dich keine Alternative ist, es so zu belassen, wie es ist, und du dich ansonsten trennen wirst. Du bist bereit, über die Modalitäten (wer tut was) zu verhandeln, über mehr aber nicht. Punkt.

Dann kommt sie entweder aus den Socken, oder deine letzte Haushaltsaktion wird sein, ihr ihre Sachen zusammen zu packen. Mach dich auf Gegenwind bereit und bleibe konsequent, diskutiere nicht mit ihr und lass dich auf kein Gerede ein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #22
Warst du jemals Single? Bist du jemals eine Beziehung aus Liebe eingegangen?

Du klingst, als ob du einfach nur völlig plan- und wahllos von einer Frau zur nächsten stolperst: hauptsache nicht allein!
Auch jetzt scheint deine Sorge ja auch die Nachfolgerin zu sein - von Liebe lese ich nichts.
Wenn du einfach immer die nächstbeste nimmst, damit du ja nicht alleine bist, brauchst du dich nicht wundern.
Du solltest diese Beziehung sauber beenden und dann alleine leben, bis du eine wirklich passende Partnerin findest, für die du auch Gefühle hast.

In einem anderen Thread wird gerade einer Frau vorgeworfen, dass sie immer nur nörgelt: tust du das auch? Nur mit vertauschten Geschlechterrollen?
 
  • #24
Es ist normal, dass sich im Laufe einer Beziehung das Verhältnis von Geben und Nehmen immer wieder verändert. Gerade in solchen belastenden Ausnahmesituationen ist es auch normal, dass der arbeitssuchende Partner in anderer Stimmung ist. Es läuft eben gerade schlecht bei ihr.

Jetzt gibt es die Extreme 1. sofortige Trennung, weil die arbeitslose Frau zur Belastung wird, oder 2. totale Selbstaufgabe für ihre Unterstützung.

Das ist doch beides Unsinn. Richtig ist irgendwo ein Mittelweg.

Es ist auch Unsinn, zu meinen, dass die Sache mit dem Grenzen ziehen nur bei Beziehungsanfang ein Mal möglich ist und danach nie wieder.

Eine Beziehung ist etwas Dynamisches, was sich immer wieder verändert und Du kannst auf diese Veränderungen immer wieder reagieren und die Beziehung auch lenken.
 
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