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Gast

  • #1

Warum weigert sich ein Mann, mit einer Frau zusammenzuziehen? Ist er dann sowieso der Falsche?

Warum weigert sich ein Mann, mit einer Frau zusammenzuziehen? Ist er dann sowieso der Falsche?
 
  • #2
Wie sollen wir auf diese Frage ohne jeglichen Erklärungstext Deinerseits vernünftig antworten können?

Wie alt seid?
Wie lange kennt Ihr Euch?
Wie stabil und glücklich ist die Beziehung?
Wohnt Ihr am selben Ort?
Wäre das Zusammenziehen ohne Probleme für Beruf und Freundeskreise?
Warum will er nicht zusammenziehen? Welche Gründe nennt er?

Ich gebe dir mal ein paar Beispiele vorab:

a) Eure Beziehung kriselt vielleicht ab und zu. Ihr seid schon ein paar mal kurz vor der Trennung gewesen, habt Euch dann wieder zusammengerauft. Unter solchen Bedingungen würde man jedem von Zusammenziehen abraten und eher anraten, erst einmal in eine stabile Phase zu geraten.

b) Ihr kennt euch erst seit sechs Monaten und Du willst schon zusammenziehen. Das wäre in den meisten Fällen viel zu früh und eine Ablehnung des Zusammenziehens wäre verständlich.

c) Ihr wohnt nicht am selben Ort. Einer von Euch müsste Job oder Freundeskreis aufgeben, um zusammenzuziehen. Dieses Risiko und diese Art der Investitionen sollten wohlüberdacht und nicht voreilig sein.

So, nun weißt Du, was Du uns alles genau erklären musst, damit wir in DEINEM Fall einen sinnvollen Rat geben können.
 
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  • #3
Vielleicht ist auch die Frau die Falsche?

Hast Du einen völlig anderen Einrichtungsstil als er?
Bist Du sehr unordentlich in Deiner Wohnung, er sehr ordentlich?
Gehörst Du zu den Frauen, die sich auf dem Geld des Mannes ausruhen wollen?
Passt Ihr nur im Bett zusammen und ausserhalb nicht?

Bitte etwas mehr Info zur Dauer und Intensität Eurer Beziehung.
 
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  • #4
Naja, ist ansich sehr verschieden. Meine Freundin zog damals schon nach drei Monaten zu mir (und meinen eltern) und nach einem jahr zogen wir zusammen. Bei einem anderen Kumpel, welche nun schon auch seit drei Jahren zusammen sind, kommt ein zusammenziehen für ihn noch nicht in frage.

Ich kann mir gut vorstellen, das viele Männer das Gefühl haben einen Teil ihrer Freiheit aufzugeben. Ist der Mann vom Typ her, kein (klammerer) wird es lange gehen, bis dieser sich bereitfühlt.

Ich hatte damals auch so meine Bedenken, aber mehr weil ich von zuhause weggezogen bin, aus Hotel Mama. Eigentlich schon witzig, mir wurde immer nachgesagt ich werde noch mit 30 bei meinen Eltern wohnen, letztendlich bin ich aber schon Ende 20 ausgezogen.

Was ich damit sagen will, für viele ist ein zusammenziehen ein Einschnitt in die eigene Freiheit, also von dem her, Zeit lassen, zusammen sprechen, und halt "Mann" Zeit lassen. Aber natürlich muss man auch hier abwägen, bei einer Beziehung welche länger als 3-4 jahren besteht, kann man dann durchaus ansprechen warum der Mann nicht zusammenziehen will.

Evtl. hinterfragen und sich fragen ob hier eine Feste Bindung usw. überhaupt möglich ist. Denn Freiheit in allen Ehren, ab einer gewissen Zeit kann man durchaus anfangen sich über die zukunft gedanken zu machen.
 
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Gast

  • #5
Das kann 1000 verschiedene Ursachen haben, du must nur herausfinden welche Gründe das ganz konkret bei ihm sind. Eine Flasche muss er nicht zwangsläufig sein - vielleicht ist er gerade das Gegenteil, ein Mann der weiß was er will ...

Fakt ist: er ist davon überzeugt die Situation so wie sie heute ist, ist für ihn selbst grundlegend besser als wenn ihr zusammen zieht.

Also, sprich mit deinem Partner und versuche bitte die Position eines beobachtenden Dritten einzunehmen. Bleib ganz nüchtern und sachlich. Was würde sich ganz konkret für deinen Partner verändern wenn ihr zusammenzieht? Was gefällt ihm? Was gefällt ihm nicht? Wo sieht er Probleme? Was macht ihm Angst? Was sind für ihn absolute KO-Kriterien beim Zusammenziehen? Warum möchtest du zusammen ziehen? Was sind deine Erwartungshaltungen an ihn, und kann er diese erfüllen?

Wenn du wirklich die Gründe erfahren möchtest, und vernüftig bleibst, dann wird er dir das auch sagen. Deine Einstellung "er weigert sich" ist in keinster Weise hilfreich.
 
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Gast

  • #6
Vielleicht hat dein Freund auch erkannt, dass am Zusammenleben innerhalb einer gemeinsamen Wohnung und an der gemeinsamen Verwaltung der Finanzen eine Beziehung meist sogar schneller zerbricht als am Ehegelübde oder gemeinsamer Kindererziehung.

Je länger ihr nicht zusammenzieht, umso länger kann eure Beziehung halten.
 
  • #7
Meine Meinung: In einer glücklichen Beziehung sollte man nach etwa 12-18 Monaten zusammenziehen. Wenn das Paar länger als 3 Jahre getrennt lebt, wird es nichts mehr.
 
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Gast

  • #8
Zu 3: Ich bin damals mit 20 ausgezogen und dachte schon es wäre spät. Naja egal.

Letztes Jahr hatte ich mich in einen eigentlich bindungsunfähigen Mann verliebt. Es hat nicht funktioniert, u.a. weil ich eigentich auch nicht sein Typ war. Er hatte dann noch 2 kennen gelernt und war beim Dritten Treffen bereits auf der Flucht.

Jetzt wie aus dem Nichts hat er seine Liebste gefunden über´s Netz und ist jetzt ständig bei ihr. Würde mich nicht wundern, wenn sie beide zusammen ziehen. Schon eigenartig, wo er sich auch noch gerade in einer sehr angespannten beruflichen Lage befindet.

Ich selber bin auch wieder gebunden und verbringe 2/3 meiner Zeit bei ihm. Meine Wohnung würde ich nicht aufgeben wollen. Ist immer noch ein Rückzugspunkt. Außerdem wäre nicht genug Platz für all meine Dinge. Er selber ist übersichtlich eingerichtet, weil er erst seit Januar dort wohnt wegen dem Scheidungsjahr, was letztes Jahr nicht akzeptiert wurde.

Wenn er seinen nächsten Bau in Angriff nimmt, könnte es aber durchaus sein, das dort eine genügend große Wohnung für uns entsteht. Das dauert aber noch ein wenig. Dann wird es sich entscheiden wo unser Weg längs geht.

Widerum mein Ex hat sich in Asien verliebt und will dort auch leben. Er wollte nie Heiraten und Kinder, würde sofort mit ihr zusammen ziehen. Ist nur noch eine berufliche Frage und das bei einer Fernbeziehung, die erst 1 Jahr geht.

Es ist also ganz unterschiedlich, wie jemand leben möchte und auch eine Altersfrage.
 
  • #9
ich möchte auch nicht zusammenziehen - und ich bin eindeitig NICHT die Falsche!
Es gibt heute zum Glück verschiedene Lebensmodelle und man sucht sich einfach das passende aus.
 
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  • #10
Warum weigert sich ein Mann, mit einer Frau zusammenzuziehen? Ist er dann sowieso der Falsche? Antwort: Warum sollte heutzutage ein Mann mit einer Frau zusammenziehen? Denn in den meisten Fällen werden die Männer von den Frauen verlassen und machen große Probleme!!! Das hat sich doch längst herumgesprochen! Ich würde es auch nicht tun, hat mit Reife nicht mit Alter zu tun! m
 
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Gast

  • #11
Ich will nicht zusammen ziehen, erlaube mir mal nicht erreichbar zu sein, nehm mir meine Auszeiten, aber wenn ich bei meiner Freundin bin dann ganz und gar.

Mehr als gegenseitige Besuche, Wochenenden, Urlaube ist auf Sicht nicht mit mir machbar.

Deshalb bin ich aber keineswegs "ein falscher Hund" , Polyamorist oder Alkoholiker, sondern einfach ein Mann mit Freiheitsbedürfnis - geboren aus anderer Historie ;-)
 
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Gast

  • #12
@6
Aha, jetzt hab' ich wieder etwas Essentielles gelernt!
Zusammenwohnen ist Voraussetzung für eine glückliche Beziehung!
Muss ich mir unbedingt merken...
 
  • #13
@#11: Ja, sehe ich auch so. Beziehungen ohne Zusammenleben sind wirklich allenfalls "Beziehungen", aber keine vollwertigen Partnerschaften.
 
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Gast

  • #14
Die meisten Frauen verkaufen uns dieses Thema echt falsch, wollen uns klar machen, dass das keine vollwertige Partnerschaft ist, klar für die späteren Ansprüche ist es dann keine vollwertige Partnerschaft und das ist gut so, so ein Käse, da sie beim nicht zusammenziehen eben nicht dieselben Forderungen stellen können!! Männer wacht auf mit mir nicht!! m
 
  • #15
Es wäre wünschenswert, wenn die Fragestellerin sich endlich noch einmal zu ihrer Frage äußern würde.
 
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  • #16
@#14
Die Fragestellerin wird sich nicht mehr blicken lassen, denke ich. Die Erfahrung zeigt es, dass Frauen hier im Forum meistens nur Bestätigung, Trost und Anerkennung suchen. Wirklichen Rat suchen nur ganz wenige. Und bei Kritik oder Gegenwind werden sie meist nicht mehr gesehen ...
 
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Gast

  • #17
Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen einer Beziehung und einer Partnerschaft? Am Zusammenwohnen macht sich der doch nicht fest. Ich kann doch getrennt wohnen und habe trotzdem eine Partnerschaft. Vielleicht erklärt das ja mal Frederika auf ihre so eigene Art.

Ich denke hier geht es eher um Verbindlichkeiten, wenn zwei ihren Kram zusammenwerfen, hat das dann wohl mehr Ernsthaftigkeit. Allerdings wenn ich sehe in welcher Windeseile Paare zusammenziehen und sich wieder trennen ist das doch auch kein Garant mehr.

Wenn er nicht zusammenziehen will hat er seine Gründe, aber die kann nur er wissen, das Forum kann nur mutmaßen, was nicht wirklich hilfreich ist.

w (45)
 
  • #18
@11: Wenn ich jemanden sehr liebe, dann möchte ich abends mit ihm einschlafen, früh mit ihm aufwachen und auch sonst viel Zeit mit ihm verbringen.
Wie soll man denn sonst eine Familie gründen? Seid ihr alle so geschädigt, daß ihr Euch in Eurer Burg vergrabt? Ich weiß meine Wohnung auch durchaus zu schätzen und würde sie niemals leichtfertig aufgeben.
 
  • #19
#17 Constanze
vielleicht liegt es daran, daß ich z.B. schon Familie habe und jahrzehntelang abends gemeinsam eingeschlafen und morgens gemeinsam aufgewach bin?
Das war alles wunderbar, aber so wie es jetzt ist, ist es für mich, jetzt, genau richtig!
Ich freue mich, wenn er da ist, aber ich brauche auch Zeit für mich.
Auch so funktioniert es wunderbar und ich finde es etwas anmaßend, wenn Außenstehende meinen, die Qualität meiner Beziehung bewerten zu dürfen.

Wenn man jung ist und Familie möchte, befindet man sich einfach in einer anderen Situation. Aber nur weil es bei mir mit zwei Wohnsitzen gut klappt, würde ich doch nie behaupten, daß man zwei Wohnsitze braucht, damit eine Beziehung funktioniert.
 
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  • #20
@18: Ich gebe Dir recht, es ist sicher alters- und situationsabhängig.
Ich hatte das noch nicht und wünsche es mir daher.

Die 17.
 
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Gast

  • #21
@FSin,

ohne alles vorher gelasen zu haben:
Ich bin sehr glücklich in meiner Partnerschaft seit etwas über einem Jahr.

Manchmal habe ich mir überlegt, wie es wäre, wenn wir zusammen ziehen würden. was ich sage, wenn er mich irgendwann vielleicht fragt. Ich bin im Moment froh darüber, dass er es nicht tut und ich werde auch nichts initiieren.

Weil: es würde sich etwas ändern - das sage ich aus Erfahrung des langjährigen Zusammenwohnens. Vieles was sich damit positiv ändert hat ausschließlich praktische Anteile (Kostenersparnis, keine Wege mehr, mehr Zusammensein, evtl. damit mehr Kontrolle ...), aber vieles ändert sich auch in der Partnerschaft eher zum Negativen (die Selbstverständlichkeit, die Ansprüche an den anderen, die damit einhergehende Unachtsamkeit, Gewohnheit, kletten, vernachlässigen anderer Kontakte zu Freunden und Familie, weniger Zeit für sich selbst).

Will ich das?

Nein. es ist gut so, wie es ist, es ist perfekt, es ist leidenschaftlich. Warum sollte ich das aufgeben? Das frage ich mich immer wieder, wenn mir der Gedanke ans Zusammenziehen kommt. Zum Beispiel dann, wenn mich jemand fragt "na, ihr kennt euch doch schon x Monate, wann zieht ihr denn zusammen?".

Gar nicht, denke ich, ich möchte den jetzigen Zustand doch gar nicht ändern, wozu? Was würde ich gewinnen? Meine Antwort darauf ist: wenig. Und auf jeden Fall weniger, als ich verlieren würde.

Ich glaube, jedes Paar ist individuell. Bei uns ist es so, bei anderen ist es anders. Wenn der andere also nicht zusammen ziehen will, muss das nicht gegen dich gerichtet sein. Es kann auch sein, dass er gerade total glücklich ist und daran möglichst nichts ändern möchte.

w/48
 
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Gast

  • #22
Danke für die vielfältigen Antworten.
Da gewünscht, ein paar Erläuterungen. Der Mann und die Frau führen seit fast drei Jahren eine Fernbeziehung. Sie sind Ende 40. Trotz der riesigen Distanz sehen sich die beiden regelmäßig, etwa 1 bis 2 Mal im Monat. Das Reisen ist sehr anstrengend, das Nicht-sehen auch. Dadurch gibt es immer wieder Konflikte.Der Mannn ist in der komfortablen Lage, von zu Hause aus zu arbeiten, die Frau nicht. Es liegt also nah, dass der Mann zur Frau zieht. Oder? Zumindest in dieselbe Gegen. Aber er will seine Heimat nicht verlassen.
Soll man hoffen, dass sich das ändert?
 
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