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  • #1

Warum verliebt man sich nicht, auch wenns passt?

Vor Jahren hatte sich mal ein Mann für mich interessiert, bei dem eigentlich alles gestimmt hatte. Er war Ingenieur aus einer Akademikerfamilie, Bruder war Chefarzt einer Klinik, der andere Bruder Informatiker. Er war dunkelhaarig, kräftig gebaut, belesen sogar handwerklich begabt. Meine Eltern mochten ihn, auch vom Sternbild hätten wir optimal zusammengepasst. Ein Bekannter sagte mir, ich sei die Frau für ihn, er hätte ihm das mal gesagt. ABER jetzt kommst...ich konnte nichts für ihn empfinden. Heute ist er längst verheiratet, ich bin Single geblieben und frage mich manchmal an einsamen Tagen, warum ich mich nicht verliebt hatte, es hätte alles gepasst, aber Gefühle kann man nicht erzwingen und ich denke, eine solche Chance gibt es kein 2.Mal. Aber ich fand ihn nur nett, mehr war leider nicht drin.
 
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  • #2
Ja, diese Geschichten gibt es immer wieder. Ich bin überzeugt: Das Problem ist, dass die wenigsten Menschen einfach mal diese Märchenvorstellung des Bauchkribbelns und der Schmetterlinge außer Acht lassen können. Warum wagen wir nicht einfach mal einen Versuch, wenn alles passt!? Aber nein: Fühlen wir keine Schmetterlinge, verliert unser Gegenüber sofort an "Wert" für uns, und wir schießen diese tolle Verbindung lieber in den Wind.
 
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  • #3
Ach das kenne ich.
Ich weiß es auch nicht. Erst letzte Woche war ich mit einem Mann essen, den ich schon etwas länger aus beruflichen Gründen kenne. Wir sind beide ledig, obwohl ich > 40 er Anfang 50 bin.
Wir haben uns schon oft stundenlang unterhalten, er ist wahnsinnig nett, großzügig, gebildet, sehr gute Umgangsformen, in beruflicher Hinsicht gibt es viele Schnittstellen, obwohl wir in unterschiedlichen Unternehmen tätig sind, es gibt viele Themen, die uns beide interessieren. Wie wir immer wieder feststellen sind wir auch was den bevorzugten Lebensstil betrifft, Vorlieben, Auffassungen,private Inhalte sehr ähnlich. Also sogar privat haben wir vieles gemeinsam.

Natürlich denkt man darüber nach, warum man sich in so einen Menschen nicht verliebt. Aber es ist einfach so. Ich fühle mich körperlich nicht angezogen und solche innigen Gefühle stellen sich einfach nicht ein.
Es liegt wohl einfach daran, dass wir, so sehr wir uns anderen Lebewesen gegenüber als höher entwickelt darstellen in unserem Entscheidungen nicht ungelenkt sind. Wir werden durch Hormone und immunbiologische Prozesse gesteuert. Wenn es auf der Ebene nicht passt, dann fühlen wir uns auch deswegen nicht oder weniger angezogen. Hinzu kommen noch optische Gesichtspunkte.
 
  • #4
@#2

Also wenn die sexuelle Anziehung nicht da ist, dann brauch man sich nicht fragen warum man sich nicht verguckt.

Und wenn es immunbiologische Prozesse sind, dann frag ich mich, warum soviele auf die größten Prolls und Machoidioten abfahren in der Jugend? Der werden doch wohl nicht den besten Genpool haben? ;)

Ich denke mir ja, das es bei Frauen hauptsächlich das Kopfkino ist, das bestimmt mit wem sie zusammen kommen.
Totale Vertrautheit ist halt nett, aber da fehlt die Spannung.
 
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  • #5
@#3
zu deinem letzten Absatz:
Ist das bei Männern nicht aus so!?!
 
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  • #6
Eben! Und warum küsst man sich z.B. bei den ersten beiden Dates, wenn später doch nicht mehr draus wird? An der körperlichen Anziehung kann es dann ja wohl nicht scheitern, wenn man sich schon geküsst hat...
 
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  • #7
Tja, so ist das eben, wenn man keinen Kompromiss machen kann und meint alles sofort haben zu müssen. Sowas funktioniert nie. Man muß schon wissen, was man will und dann dafür auch etwas tun.
 
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  • #8
Ja ja, die alten verpatzten Chancen, als Frau denkt man meistens, da kommt noch was besseres,
nach, tchja am Ende ist man bald 50 und es kam nichts bessers nach.
Und die Männer, die man damals vielleicht nicht so toll fand, stehen heute in einem ganz anderen Licht da, sind evtl. wirklich zu was gekommen, haben sich beruflich profiliert, sehen sogar besser aus als früher, aber sind natürlich längst verheiratet und glücklich mit einer anderen, die das Potenzial besser erkannt hat.
Kenne aber auch umgekehrte Fälle, wo ich verliebt war und heute froh bin, das daraus nichts geworden ist, wenn ich so einem Exemplar aus der Jugendzeit mal in der Stadt begegne.
 
  • #9
@#4

Wenn ich manchmal mitbekomme, wie Freundinnen reden und was ich selbst erlebt habe von Frauen, die mich ach so toll fanden und als den einzig richtigen Mann titulierten, den sie bis dato kannten. So lag doch immer was zwischen einem. So offen und nett konnten sie mit keinem reden. Die anderen Männer wären doof, aber da schnurrt die Muschi. Kopfkino. Kein Plan.

Ich kenn das von mir nicht. Wenn ich eine lecker finde, dann hab ich interesse an mehr, aber zauber da nicht ewig rum.
 
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  • #10
Ich kann ebensolches vermelden.Ich habe bei EP vor 7 Monaten einen Mann kennengelernt, es passt alles ...aber : Ich bin nicht verliebt!! Bei ihm schaut es anders aus. Er "steht" auf mich, holt mir die Sterne vom Himmel, ist sehr aufmerksam,gute Manieren , finanziell absolut in meiner Vorstellung aber die Schmetterlinge kommen und kommen nicht. Ich kann einer Verbindung ohne Liebe und sex.Anziehung nichts abgewinnen, daher werde ich ihn schweren Herzens ( ich schätze ihn ja sehr) als pot. Lebens-Partner verabschieden.
w/57
 
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  • #11
@ #3
Immunbiologische Prozesse haben nicht direkt was mit dem Genpool zu tun, sondern es geht darum wie Immunsysteme der beiden potentiellen Partner harmonieren oder besser gesagt disharmonieren denn hier liegt der evolutionsbiologische Vorteil im Unterschied und der kann sich halt beim Macho genauso finden wie beim Intellektuellen.
Die Machos ziehen wahrscheinlich durch ihr aggressives Verhalten an, das auf viel Testosteron hin weißt.

@ #5
Das von Dir beschriebene Phänomen ist leichter zu erklären. Man küsst sich weil eine körperliche Anziehung da ist und wenn es danach dann doch nicht weitergeht hat entweder einer wirklich schlecht geküsst ;-) oder aber es gibt andere Gründe die gegen eine weiter machen sprechen. Der Kopf kann körperliche Anziehung kontrollieren und unterdrücken aber er kann sie umgekehrt eben nicht erzwingen.

@FS
Wenn die körperliche Anziehung nicht da ist dann kann man sich auf den Kopf stellen und es wird nicht mehr passieren. Da hilft auch kein warten und hoffen das noch was kommt, denn die körperliche Anziehung ist hormongesteuert und nicht kopfgesteuert. Das ist zwar in Situationen wie der von Dir beschriebenen frustrierend aber wir sind eben nicht allen Belangen Herr unserer selbst.
 
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  • #12
#2
Es geht nicht um den besten Genpool sondern um den passenden zu seinem eigenen Immunsystem.
 
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  • #13
zu 3 "Und wenn es immunbiologische Prozesse sind, dann frag ich mich, warum soviele auf die größten Prolls und Machoidioten abfahren in der Jugend? Der werden doch wohl nicht den besten Genpool haben?"

ja , weil intelligenz nicht so eindeutig vererbt wird, auch dumme eltern können sehrintelligente kinder zeugen, ja tatsächlich.
und wenn der superproll-Macho mit seinen genen die Immunbiologischen schwächen der nachkommen kompensiert, denn das immunbiologische system hängt mit dem prollstatus ja nicht zusammen, dann wäre der proll für diesen zweck doch genau der richtige :)
 
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  • #14
Also wenn ich das schon lese: Ingenieur, Chefarzt, Informatiker, Eltern, Sternbild, und dann noch die Aussage, dass dann doch wohl alles gepasst hätte. Tja, deinem Körper war es halt mal geradewegs egal, ob er Ingenieur war, die Brüder Chefärzte waren usw... Bitte nicht als abwertend verstehen, aber das liest sich ja wie ein Groschenroman.

Eine Frau tut gut daran, den Draht zum Animus nicht zu verlieren, wie ein Mann besser nicht seine Anima vernachlässige.
 
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  • #15
Was Du beschreibst, klingt nach "gut auf dem Papier". Zum Verliebtsein gehört aber so viel mehr, als dass der Beruf und das Aussehen etc. gut passen. Das halt was mit Magie und Amors Pfeil zu tun.
Habe mir selbst bei EP mit Männer geschrieben und dann getroffen, wo ich dachte: da passt ja alles (auf dem Papier hatl), aber ich habe mich einfach null hingezogen gefühlt...

Sei froh, dass Du nicht mit ihm zusammengekommen bist. Wenn man nicht mit dem Herzen bei der Sache ist, ist man immer anderweitig auf der Suche.
 
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  • #16
Man sollte aber auf alle Fälle seinen Gefühlen immer trauen!!!
Auch, wenn es ein Risiko ist....
 
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  • #17
Ich gucke doch nicht auf irgendwelche Papiere oder Lebensläufe, um dann zu entscheiden, ob mir jemand "zusagt". Die Frau muß mir zunächst erstmal gefallen bzw. sie für mich sexuell anziehend sein. Danach schaue ich, ob es auch in anderen Dingen paßt. Ich verliebe mich doch nicht in Papiere, Lebensläufe oder womöglich Statussymbole.

Ob es paßt oder nicht, entscheiden zunachst ganz ordinäre biologische Urinstinkte oder eigenen Vorstellungen von einem potentiellen Partner.
 
  • #18
Hallo Leute,
kann mir einer von euch Frauen die echte Verliebtheit, passende Chemie und die körperliche Anziehung beschreiben?
LG
 
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  • #19
Warum verliebt man sich nicht, auch wenns passt? Antwort: man kann sich doch nicht vom Kopf her auf Knopfdruck verlieben!! Entweder es geht von alleine oder es geht eben nicht! Das war doch keine Chance, sonst hätte es doch geklappt! Es werden hier nur Äußerlichkeiten genannt wie: Er war Ingenieur aus einer Akademikerfamilie, Bruder war Chefarzt einer Klinik, der andere Bruder Informatiker, das heißt für die Liebe NICHTS, das sind wirtschaftliche Sicherheiten. Und: Ein Bekannter sagte mir, ich sei die Frau für ihn, er hätte ihm das mal gesagt, das weiß doch ein Bekannter nicht, was soll denn das? m45
 
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  • #20
Die Liebe geht nun mal ihre eigenen Wege!
Und die zurecht!!
 
  • #21
Ein 'Steckbrief' erweckt Interesse.
Aber keine Gefühle.
Liebe ist emotional.
Das, was du in deiner Frage aufzeigst, betrifft die Ratio.

Was hat da nun also gepasst?
Nichts.

Emotion überwiegt Ratio.
Im besten Fall geht beides zusammen.
 
  • #22
@all

Ja, die Liebe geht ihren eigene Wege und wir sehen ja an den Scheidungsraten etc. wie gut einen die Hormone beraten?!

@#10

Es ist nur interessant, das gerade in jungen Jahren diese Machos so bevorzugt werden ;) und später kann ja dann doch von den Frauen und Männern differenziert werden, was gut und was schlecht ist?!

Bei mir z.B. war es so, das eine junge Dame(21) frisch getrennt vom 32j. Türken meinte, sie wollte mich für ne Affäre und das, weil ich ihr am Anfang deutlich gemacht hatte, das sie mir eher egal war. Sie dachte ich bin son Charakter Ar*** mit dem sie gut vögeln könnte. Dann haben wir uns besser kennengelernt, zuviel über alles geredet und plötzlich konnte sie nicht mehr eine Affäre eingehen. Sie mochte mich zu sehr. Ich war zu nett geworden. Das zog sich über ein halbes Jahr, dann haben wir nen Bruch gehabt. Ich hab gesagt ich hab kein Bock mehr. Kann mir ne Beziehung nicht mehr vorstellen und siehe da. Wir haben plötzlich rumgeknutscht und gefummelt. Natürlich flammte mein Herz wieder auf. Sie machte noch mit anderen rum. Ich war ja nur einer von vielen.
Deshalb krachte es nochmal und es war 4 Monate Ruhe, dann hat man sich wieder getroffen. Angeblich hatte sie sogar ein kribbeln im Bauch und meinte "Das ist doch nicht normal für nen Kumpel?" ... aber es ging trotzdem nicht weiter.
Ich werde sie bald wieder treffen und ich weiss, ich kann nur ich sein. Offen, herzlich, verliebt ... und für sie nur jemand den sie unheimlich gern hat, aber wo die Muschi nicht miaut, nicht stark genug. Im übrigen steht sie eigentlich auf dunkelhaarige Südländer die durch und durch Macho sind. Hat aber selbst schon festgestellt das es oft nur getue ist.
*seufz* ... Ihr Vater (getrennt) ist wohl auch eher so ein Typ wie ich. Ich glaub sie ist grundsätzlich enttäuscht von ihm und sucht deshalb andere Männertypen.
 
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  • #23
Also mir wird es übel, wenn ich hier von Gefühlen, fühle, fühle, lese.
Wieviele Ehen werden rein aus Prestige, Geld, Standesdünkel etc. geschlossen.
Schön wär es, wenn ja alle so aufs Gefühl schauen würden, tchja wenn....
Eine Bekannte von mir war mit einem Oberstudienrat verheiratet, der mittlerweile verstarb ich fragte sie mal, warum sie ihn eigentlich heiratete und was sagte sie? Bestimmt nicht aus Liebe, sondern er sei gutsituiert gewesen, habe ein tolles Haus gebaut (stimmt, kenn ich) und käme obendrein aus guter Familie. Tchja, meine Damen und Herren, von Gefühlen sagte sie mal garnichts.
Die Ehe war aber trotzdem "harmonisch" ohne Kinder, beide wollten keine.
Dann kenne ich einen Typen, der eine Akademikerin geheiratet hatte, gleiche Antwort: die käme halt aus einer Professorenfamilie, gute Gespräche, gutes Klima, ebenfalls kein Wort von Gefühlen. Kollegen erzählten mir, bei einem Umtrunk auch schon mal, die Familien hätten sich gut ergänzt, kein Wort von Gefühlen.
Also hört bitte auf mit diesem emotionalen Kram. Natürlich sind Gefühle schön und richtig.
Aber noch lange kein Grund aus anderen Gründen zu heiraten.
Die FS ist eine emotionale Frau und hätte sicherlich eine "gute Partie" machen können, aber die Gefühle waren ihr wichtiger. Tchja nicht bei jeder Frau ist das so.
 
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  • #24
hier die FS:
Ich muss wohl noch erwähnen, dass ich für diesen Mann keine obeflächliche Schwärmerei war, einige Wochen lang. Das Ganze ging über vier Jahre, er hatte also schon gekämpft.
Ich hatte dawischen eine Liebelei, davon wusst er und ich dachte damals, jetzt wird er es wohl "aufgeben" aber nein, er ahnte wohl, dass diese Sache nicht lang dauern würde.
Auch fuhr er mir einmal in den Urlaub nach, war mit einer Freundin auf Ibiza, er war aber in einem anderen Hotel und wir trafen ihn "zufällig" in der Ibiza-Altstadt. Er war nie aufdringlich, aber immer irgendwie präsent.
Auf jeden Fall hatte ich so einen "hartnäckigen" Verehrer nie wieder.
Somit glaube ich schon, dass ich seine große unerwiderte Liebe war.

Nach diesem Urlaub musste er allerdings "endlich" kapiert haben, dass es keinen Sinn hatte.
Zu Hause hatte ich einige Wochen nicht mehr von ihm gehört.
Zufällig sah ich in dann mal im Winter in der Stadt durch ein Fenster in einem Cafe mit einer Frau. Um es kurz zu machen, ein halbes Jahr später war er mit dieser verheiratet. Ich freute mich sogar für ihn. Heute lebt er sogar in meiner "Nähe" in einem Nebenort, dort hat er ein wunderschönes Haus gekauft und hat mittlerweile zwei Kinder.
 
  • #25
die antwort ist doch ganz einfach - und sie steht eben im gegensatz zu den thesen, die hier immer propagiert werden: man verliebt sich nicht, weil bestimmte punkte auf einer to-do-liste erfüllt werden!

das verlieben in jemanden, ist ein emotionaler akt.
erst wenn das passierte, dann ist es sinnvoll, zu überprüfen, ob gegenseitige bedürfnisse erfüllt werden.
eher würde eine beziehung funktionieren...zumindest auf gewisse zeit, bei kompromissfähigkeit auch länger...bei der kaum übereinstimmungen vorhanden sind, aber jede menge gefühl für einander, als die variante, bei der alles rationale bestens kompatibel ist, aber das gefühl eben nicht für einander vorhanden ist.

oder vereinfacht ausgedrückt: wenn die chemie nicht stimmt, nützt die beste übereinstimmung nichts.
...nicht einmal dann, wenn diese sich auf augenhöhe befindet;-)
 
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  • #26
Hallo Leute, sah im Fernsehn mal eine Doku über eine Heiratsagentur für Leute mit Geld.
Also man musste ca. EUR 2000,00 zahlen um einen "gleichwertigen" Partner zu finden.
Ich glaube das war in Berlin oder so. Die Kamera begleitete eine junge attraktive Frau so um die 30 zu dieser Agentur, super Job, gutes Aussehen, absolut sportlich. Kennt man ja.
Die Agenturchefin vermittelte ihr ein Date in Düsseldort mit einem ebenfalls super Kandidaten.
Einen ebenfalls gutaussehenden, gutverdienenden, Sportstyp. Die beiden trafen sich allerdings zu einen Sport-WE in Müchen auf dem Flugplatz alles natürlich mit Kamera, war ja eine Doku.
Was soll ich sagen, die beiden hätten von Interessen vom Aussehen und auch sonst super zusammengepasst. Aber es hatte nicht gefunkt, sie gingen als Freunde auseinander.
Ein Reporter hatte die beiden noch interwiewt. Beide sagten, es war nett und witzig, aber nicht mehr.
Tchja Leute, es kann alles passen, aber die Emotionen scheinen doch immer wieder ausschlaggebend zu sein, nicht bei allen, aber bei vielen.
 
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  • #27
Seufz...

Leider habe ich auch keine Ahnung, warum das so funktioniert, aber es ist mir x-Mal passiert- im Moment bemüht sich ein sehr netter Mann seit mehr als zwei Jahren um mich, alle Parameter passen perfekt, aber es fehlt der entscheidende Funke Anziehungskraft. An seiner Stelle hätte ich eine solch unzugängliche Frau schon längst auf den Mond geschossen...

Ich werde es sicher ewig bereuen, aber es fehlt völlig das, was mir bei Männern weiche Knie macht. Und zusammen sein nur, weil man sich ach so gut versteht und reden kann- gemein dem Mann gegenüber und mir würde absolut etwas fehlen. Ich könnte natürlich Affairen haben bis zu dem Alter, in dem das Verlangen dann wirklich stark nachlässt- aber wie fies wäre das denn?
 
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  • #28
Irgendwie kann ich einige Kommentare nicht nachvollziehen. Des Öfteren wird von nicht wenigen Beziehungscoachs plädiert, dass über den Schnitt eine Vernuftpartnerschaft im Großen und Ganzen langfristig als bewährt herausstellt. Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass es immer Feuer und Flamme sein muss, dass man mit dem einen zusammenkommen darf.

Halbwegs attraktiv sollte der Partner sein, sodass man sich vorstellen kann, mit dem Gegenüberstehenden Sex zu haben und des Weiteren sollte man einigermaßen auf derselben Wellenlänge sein. Man sollte sich zudem mit dem Partner auch im Freundeskreis sehen lassen, kann doch gar nicht allzu schwer sein, den passenden zu finden.

Viele Hollywoodfilme und überflüssige Gesellschaftskonventionen tragen einen wesentlichen Beitrag bei, sich selber im Wege zu stehen
 
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  • #29
Liebe FS

solche idealen Partner - meist noch vorgeschlagen von Dritten ("der würde aber zu dir passen, weil..."- habe ich immer abgelehnt. Ich glaube nämlich dass zuviel Übereinstimmung in fast allen Bereichen die Beziehung zu so etwas Geschwisterähnlichem macht. Und ich will ja dass der andere
anders ist als ich. Sind also nicht genügend Unterschiede verliebe ich mich erst gar nicht. Zuviele Unterschiede in der Lebenseinstellung lassen aber auch keine Nähe zu. Das Verständnis füreinander muss schon da sein. Ich wünschte mir oft ich könnte mich aus Kalkül in den wohlhabenden gut situierten erfolgreichen Anwalt verlieben. Aber das lässt sich nicht steuern. Ich verliebe mich also eher in den chaotischen Künstler oder es stellt sich bei näherem Kennenlernen heraus, dass er gerade von seinem Konzern nach Shanghai entsendet werden wird. Liebe verlangt eben Zugeständnisse und man nicht absolut steuern wo sie gerade aufkommt.
 
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Gast

  • #30
Ich glaube, dass wir endlich begreifen müssen, dass Gefühl (Chemie, Hormone etc.) und Vorstellung (Konventionen, Pläne, Wünsche, Lebensläufe etc.) zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe sind. Sie müssen zwar passen, unterliegen aber so gegensätzlichen Mechanismen, dass es fast schon dysfunktional ist.

Kennt Ihr den Spruch: Frauen zeugen Kinder mit Machos und ziehen sie mit Softies groß ?

Kennt Ihr die Statistik: Ehen, die aus "Vernunftsgründen" geschlossen wurden, halten länger als "romantische" Ehen ?

Nur zwei Beispiele...

Dazu kommt noch, dass Frauen und Männer sehr unteschiedlich denken, fühlen und ihre Umgebung wahrnehmen. Die Mindestbedingung ist dann eben, dass die Chemie passt und die Pläne kompatibel sind.

Somit ist das Genze nicht mehr aber auch nicht weniger als ein Experiment.

m40