• #31
Lieber FS,

Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass es bei mir schon das ein oder andere mal genau andersrum lief. Es kam schon vor dass sich gute weibliche Bekannte oder auch "Freundinnen" in mich verliebt haben. Ich wage also zu behaupten dass die Probleme mit Sicherheit woanders liegen. Generell gibt es nicht wenige Frauen, für die eine Partnerschaft erst durch vorangegangene tiefe Verbundenheit entstehen kann. Die sind aber eben nicht auf Singlebörsen anzutreffen. Die Damen die hier gegenteiliges berichten ergeben kein repräsentatives Abbild der ganzen Gesellschaft - Frauen sind unterschiedlich. Außerdem solltest du die tiefe Verbundenheit von der ich spreche nicht automatisch mit Freundschaft gleichsetzen. Das ist letzlich alles eine Frage der Definition. Ich denke dieser Faktor hat die Antworten in diesem Thread maßgeblich beeinflusst.

Wenn du auf diese Art der Partnersuche bestehst, wirst du gezwungen sein entgegen deiner wahren Natur zu handeln, was du natürlich zwangsläufig ausstrahlst. Vielleicht liegt genau hier der Ansatzpunkt.

M29
 
  • #32
Nach meiner Erfahrung merken die meisten Frauen in "jungen" Jahren (bis 40) sofort beim Kennenlernen, ob die Bekanntschaft als Liebhaber/ Traummann in Frage kommt, oder nicht. Zumindest war es bei mir immer eine reine Gefühlsentscheidung der ersten Sekunden. Absolut nicht steuerbar. Neben nicht definierbaren "Schlüsselreizen" waren es oft Männer mit hohen, aber nicht zu hohen maskulinen Anteilen, die meinem "Typ" entsprachen. Alle anderen blieben Kumpels/ Kollegen, mit denen ich mich super verstehen konnte, aber immer auf freundschaftlicher Basis. Von wenigen Ausnahmen abgesehen blieb dies auch so.

Dieses "gut verstehen" wurde seitens der Männer tatsächlich oft falsch verstanden, gerade weil man so einen lockeren Umgang miteinander hatte, unbeschwert lachen konnte, grobe Scherze machte.

Heute, mit 47, ist das in vielen Fällen noch immer so, aber ich merke, dass Humor, Fürsorglichkeit und eine "Wellenlänge" auch sehr "sexy" sein können. Die Möglichkeit, sich auf den zweiten Blick zu verlieben steigt. Umgekehrt blättert -selbst bei attraktiven Frauen- ab 40 früher oder später das Sexappeal (zumindest aus der Sicht einigen Männer, leider) und die Begehrlichkeiten seites der befreundeten Männer halten sich dann automatisch in Grenzen.
 
  • #33
Vielleicht lässt Du den Damen nicht genug Raum, um Gefühle zu entwickeln?
Sehe ich ähnlich. Das Problem der Männer ist, sie wollen eine Frau sofort auf Partys abgreifen und alleine mit ihr sein. Ich hatte mal einen Freund, der stand jeden Abend vor meiner Haustüre, auch wenn ich "nein, heute geht es nicht", gesagt habe. Hat er ganz einfach überhört. Einerseits ist so viel Engagment schön, andererseits sollte man wissen, wann man den anderen damit bedrängt. Liebe kann man nicht erzwingen!

Man sollte sich eher fragen, was mit einem selber los ist, wenn man die Frau in eine Beziehung drängen will. Es gibt doch so viele andere und passendere Frauen. Warum muss es da die eine sein, die offenbar nicht will? Ich habe das Gefühl, Männer gehen auch nur nach dem Aussehen und ob der Charakter zu einem passt, ist auch egal. Denn gerade solche Frauen haben doch einen Lebensstil und Charakter, der relativ gesehen nicht zu einem selber passen kann.

Auch weißt du ja nicht wirklich, ob diese Freundin nicht heimlich in einer anderen Affären involviert ist, und damit eben auch nicht frei für dich.
 
  • #34
Hier nochmal der FS. Das ist eigentlich etwas, was für mich eine gute Freundschaft ausmacht. Die guten und tiefgehenden Gespräche. Aber das finde ich auch Grundvoraussetzung für eine Beziehung. Ich mag mir nicht eine Beziehung vorstellen, wenn man sich nichts sagen könnte und Freude im Dialog empfindet.

Das ist schon eine ziemlich gehobene Anspruchshaltung. Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass das bei jeder Frau die gleiche Rolle spielt. Ich sehe es, wie es Daisy83 zuvor geschrieben hat, man möchte den anderen berühren, anfassen mögen. Das ist bei mir auch der Fall.
Damit aber meinte ich natürlich schon Anziehung bzw. eben sexuelle Anziehung. Jemanden berühren wollen, anfassen, küssen, dazu muss ich natürlich jemanden anziehend finden und ich bin der Ansicht man spürt eine Anziehung schon, dann wenn sie beidseitig ist, dann wird es einfach schön "kribbelig" und irgendwie auch erotisch. Klar vielleicht kann diese mit der Zeit vergehen oder stärker werden.

Bei meinem damaligen Bekannten da gab ich nie was zurück, wir trafen uns mehr aus Zufall mal zu Zweit dann geplant, versuchte er den Arm um mich zu legen usw. ich glaube meine Ablehnung war für jeden spürbar, ich hab mich dann auch automatisch immer weiter weg gesetzt usw. Ok selbst will man manches nicht sehen. Aber er meinte auch wir hätten uns so gut verstanden, dabei hat er fast nur Monologe gehalten, lachen zusammen kam nicht vor, nur in seinem Bild. Ich selbst mochte mal einen Bekannten, allerdings von Anfang an, für mich schien aber immer klar, das dieses Gefühl nicht beidseitig ist.
 
  • #35
@FS: Klar sind das gute Voraussetzungen auch für eine langfristig tragfähige Liebesbeziehung. Aber die erotische, sexuelle Anziehung fehlt. Die stellt sich so gut wie nie nachträglich ein und die kannst du auch nicht künstlich schaffen oder irgendwie herbeizaubern. Auch wenn es etliche Ratgeber in der pick-up-szene gibt, die genau das behaupten. Was gehen kann ist, dass du aus der Freundschaftszone WIEDER ZURÜCK kommen kannst in die sexuelle Anziehung. Zwingend erforderlich dafür ist, dass du aber dort schon mal wirklich warst. Im Gegensatz dazu lassen sich Vertrauen, Nähe, Verlässlichkeit durchaus bewusst und gezielt aufbauen, nachdem der erotisch-sexuelle Funke übergesprungen ist.

Wenn einer der seltenen Fälle eintritt, dass Freunde doch zu geliebten werden, dann wohl eher, weil einer den anderen bis dahin eigentlich doch nicht so richtig wahrgenommen hat oder einer von beiden sich sehr stark verändert hat. Je tiefer/vertrauensvoller die Freundschaft, je weniger Chance auf Liebesbeziheung mit Sex. m/44
 
  • #36
Ich nenne das ganze Thema die DARWINKEULE. Liebe, Partnerschaft und Sexualität sind nur möglich, wenn es etwas gibt, das zwei verbindet, obwohl sie vielleicht nicht zueinander passen. So sind unterschiedliche Interessen nur dann kompatibel, wenn es sexuelle Anziehung gibt. Dieses allemal eher als gemeinsame Hobbys unter verschieden geschlechtlichen Freunden. Niemand sucht sich seinen Partner wegen Gemeinsamkeiten aus, allerdings sind fehlende Gemeinsamkeiten auch keine Basis für längere Zeit. Das letzte Urmensch-Überbleibsel in unserer Gesellschaft ist die Balzwiese, hier gelten die uralten Regeln der Selektion, sie haben mit Freundschaft so gar nichts gemein. Wer sich also hier anmeldet, hat zwar Menschen entdeckt, die gefallen, ist aber von denen, die man sich wünscht nie entdeckt worden. Das nenne ich fehlende Attraktivität für die Erwünschten. Hat also ein Mann zu seiner Freundin Gefühle entwickelt, ist sie solo und kann dennoch die Gefühle nicht erwidern, dann ist der Mann nicht attraktiv genug. Die Frau ist offen für Gefühle zu einem Typus Mann, der sie einfach nicht entdeckt, daher solo.
In meinen Recherchen habe ich u.a. Fälle gesammelt, in denen Frauen innerhalb weniger Monate von einer Beziehung in die nächste gegangen sind, dies sogar, wenn sie für kurze Zeit nicht beim Einwohneramt gemeldet waren. Trotzdem recherchierten über Hörensagen alte Mitschüler so erfolgreich, dass der Beste gewann. Es gibt sie, die gar nicht wissen, was PB's sind. Und es gibt die Vielen, die sich, in jahrelanger Mitgliedschaft einer PB gegenseitig auf den (optischen) Nerv gehen. Partnerschaft bedeutet, dass man sich nach dem Hormonspektakel anpasst, nicht, dass nach Menschen gesucht wird, die ohne körperlicher Begegnung zueinander passen, wie ein Hotelzimmer zum Urlauber, der es bucht.
 
  • #37
Warum wird bei Singlebörsen so stark auf das Matching geachtet, wenn nur die Gefühle zählen sollen.
Das widerspricht gar nicht deinem Ausgangspost. Nur gehst du einseitig an die Sache heran. Niemand sagt, dass reine Interessen-Matches ausreichen. Es funktioniert halt nicht so rational. Ein Mann, der mich sexuell einfach nicht reizt, kann noch so viele Gemeinsamkeiten mit mir haben - das wird nichts. Du lässt die Biologie absolut außen vor. Genauso gut könntest du dich dann ja fragen, warum nicht plötzlich Frauen etwas mit ihren Freundinnen oder Männer mit ihren Kumpels anfangen - die haben ja idR viel gemeinsam. Man verliebt sich sicherlich schneller, wenn man Gemeinsamkeiten hat - aber das ist halt lange nicht alles.
 
  • #38
Schade, denn aus Sicht der Damen hätte es auch erhebliche Vorteile, sich mit einem Freund einzulassen. Man kennt sich gut. Man weiß die Stärken und Schwächen des anderen. Noch mehr, er kennt die Stärken und Schwächen von Euch Damen. Ihr müsstet Euch nicht verstellen. Es besteht schon ein Vertrauensverhältnis im Gegensatz zu jemanden, den man gerade ein paar Wochen datet.
Rein rational gesehen könnt' ich auch meine beste Freundin heiraten, denn die kenne ich auch gut. Tu' ich aber nicht. Warum? Weil ich nicht sexuell von ihr angezogen bin. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen! Männer wählen sich vielleicht attraktive Frauen als Kumpel-Freundinnen in der heimlichen Hoffnung, da würde dann mal noch mehr draus. So wie Frauen mit Männern ins Bett gehen in der Hoffnung, er würde sich dann schon noch verlieben.
Funktioniert beides selten.
 
  • #39
Dann frage ich mich, warum so viele Paar- und Singleberater den Ratschlag geben, bei der Partnerwahl mehr darauf zu achten, gemeinsame Interessen zu haben und ähnliche Beziehungsansichten zu besitzen?
Das finde ich auch sehr wichtig für eine Beziehung, nur geht es um die Reihenfolge der Wichtigkeit. Wenn sich verliebt wurde, wird ja DANN erst festgestellt, dass man entweder Schwierigkeiten mit gemeinsamen Interessen hat, oder aber jeder ist sich darüber im Klaren, welche Rolle der andere im Beziehungsleben für den anderen einnehmen soll (dh. Frau hat kein Problem damit, dass er mit Kumpels zum Fußball geht, Mann hat kein Problem damit, dass Frau mit Freundinnen in Frauenfilme geht. Schwierig wird es, wenn einer gerne tanzen gehen will und der andere nicht will, dass in Clubs gegangen wird oder gar ein Tanzpartner die Freundin anfasst.)

Ich denke auch, der gute Freund riecht nicht "richtig" oder, wenn es um Projektionen geht, sieht er auch nicht so aus, als würde er das Programm im Kopf bedienen. (Bad Guy Optik z.B.)

Ich glaube, dass für viele Menschen auch eine Beziehung mit Schmetterlingen im Bauch anfangen muss, und dass das bei sehr vielen nur geht, wenn man noch nicht viel vom anderen weiß.
Eigentlich hast Du recht, das von Dir Beschriebene wäre eine super Basis für eine Partnerschaft, aber wie hier schon jemand schrieb: Es fehlt die Reibung, an der man wächst.
 
  • #40
Ich habe das schon selbst erlebt, wie ich Gefühle für eine Frau entwickelte, die ich anfangs nur mochte und schätzte. Es ist einfach dieses Eintauchen in ihre Welt. Zu erfahren, was sie bewegt, welche Gedanken sie hat.
Das ist mir mehrfach passiert, dass sich Männer in mich verliebt haben, während ich nur Freundschaft wollte. Ich hab mich darüber gewundert und kam irgendwann zu der Erkenntnis, dass Männer und Frauen nicht befreundet sein können, weil der Mann IMMER was von der Frau will. Das ist natürlich Blödsinn, das für alle sagen zu wollen. Ist nur meine Erfahrung.

Schade, denn aus Sicht der Damen hätte es auch erhebliche Vorteile, sich mit einem Freund einzulassen. Man kennt sich gut. Man weiß die Stärken und Schwächen des anderen. Noch mehr, er kennt die Stärken und Schwächen von Euch Damen. Ihr müsstet Euch nicht verstellen. Es besteht schon ein Vertrauensverhältnis im Gegensatz zu jemanden, den man gerade ein paar Wochen datet.
Das mit den Vorteilen kannst Du gar nicht entscheiden, weil es ja auch Frauen gibt, die richtig leiden und arbeiten wollen in ihrer Beziehung und sich dementsprechend Männer suchen, mit denen es gerade nicht einfach ist. Bzgl. des "Verstellens" - kann es nicht sein, dass Frauen (und auch Männer) das wollen? Ich meine, etwas Besonderes sein für den anderen, das sie als Bild von sich im Kopf haben (Verstellen ist das falsche Wort, es geht darum, ein Ideal zu verkörpern)? Ich verstehe sehr gut, was Du meinst. Aber ich denke, es ist für manche Frauen auch wichtig, sich von ihrer besten Seite zeigen zu wollen, sexy daherzukommen.
Vielleicht auch, sich anzustrengen und dafür belohnt zu werden mit Zuneigung wie früher, wenn sie ein braves Mädchen waren.

Ich finde es sehr wichtig, auch einander Freund sein zu können in einer Beziehung. Aber erstmal muss sexuelle Anziehung da sein und dann kann man nur hoffen, dass der Mann ein Guter ist.
 
  • #41
Das mit den Vorteilen kannst Du gar nicht entscheiden, weil es ja auch Frauen gibt, die richtig leiden und arbeiten wollen in ihrer Beziehung und sich dementsprechend Männer suchen, mit denen es gerade nicht einfach ist.
Uff. Der hat gesessen - gerade den Spiegel vorgehalten bekommen. Aber es geht hier ja um ein unbewusstes Arbeiten wollen, denn niemand MÖCHTE ja aktiv leiden - es ist ja eher so, dass man sich immer wieder leiden sieht, bis man sich den eigenen Anteil daran bewusst macht. Und dies gilt, denke ich auch für das Thema Verstellen:
... kann es nicht sein, dass Frauen (und auch Männer) das wollen? Ich meine, etwas Besonderes sein für den anderen, das sie als Bild von sich im Kopf haben (Verstellen ist das falsche Wort, es geht darum, ein Ideal zu verkörpern)? Ich verstehe sehr gut, was Du meinst. Aber ich denke, es ist für manche Frauen auch wichtig, sich von ihrer besten Seite zeigen zu wollen, sexy daherzukommen.
Vielleicht auch, sich anzustrengen und dafür belohnt zu werden mit Zuneigung wie früher, wenn sie ein braves Mädchen waren.
Verstellen ist so verkehrt nicht, wenn man noch unbewusst hinzufügt. Denn man kann Ideale ja nicht verkörpern. Wenn man es in der Liebe dennoch versucht, ist man davon überzeugt, so wie man ist, nicht liebenswert zu sein. Der FS geht offenbar davon aus, dass man bei männlichen Freunden als Frau erwartet, dass sie einen so nehmen, wie man ist, während Frau das bei einem potentiellen neuen Partner nicht erwartet.

Ich glaube, dass sich jeder bei ersten Dates von seiner Schokoladenseite zeigt bzw zeigen möchte. Aber im Kommentar von void steckt eben auch die Frage danach, ob man dauerhaft gezwungen ist, dies zu tun, weil man sich selbst nicht annimmt. Wenn einem das bei Freunden gelingt, bei Partnern aber nicht, ist was im Argen mit dem Selbstwert. Und der hindert einen dann ggfs daran, sich auch in den guten Freund zu verlieben.
 
  • #42
Ich glaube nicht, dass die damit meinen, man solle sich die Partnerin rein rational aussuchen ohne dass die emotionale/romantische Komponente auch vorhanden ist.
Hallo Lebens_Lust, Du hattest meine Aussage genau um den entscheidenden Teil abgekürzt, der lautete nämlich: "bei der Partnerwahl mehr darauf zu achten, gemeinsame Interessen zu haben und ähnliche Beziehungsansichten zu besitzen"

Ich habe es nochmal hervorgehoben, es geht nicht darum, rein rational auszusuchen, sondern diesen Aspekt mehr Beachtung zu schenken. Es geht also nicht darum, eine extreme Haltung einzunehmen, sondern eine gute Mischung zu finden.

@Rabentochter, ich persönlich finde (und schließlich kenne ich mich ziemlich gut), eine gute Mischung aus Rationalität und Gefühlen zu haben. Vor allem hilft mir meine Rationalität, meine Gefühle besser zu verstehen, ihnen Ausdruck zu verleihen und sie lenken zu können. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die sehr stark auf die Karte Emotionalität setzen, mich als recht verkopft wahrnehmen. Umgekehrt erscheine ich rein rationalen Menschen sehr gefühlsbetont. Manchmal sagt eine Äußerung über eine Person mehr über den Sender als über den Empfänger aus.

Mir fällt eine Sache in dem gesamten Thread besonders auf. Es wird häufig geschrieben, das eine Beziehung ohne Gefühle keinen Sinn macht. Das ist absolut richtig und hat auch keiner in Frage gestellt. Hier möchte ich nochmal auf die Überschrift hinweisen, es geht ja darum, warum so selten Gefühle zwischen zwei Menschen entstehen, die befreundet sind. Wobei ich schon die Erfahrung gewonnen haben, dass Männer diese Fähigkeit, Gefühle zu entwickeln, durchaus besitzen. Eine Standardantwortet lautet, man könne eben keine Gefühle erzwingen. Ich würde es gerne anders formulieren, Gefühle entstehen im Menschen von innen heraus. Es ist oft eher der Punkt, dass Gefühle gedämpft werden, als sie zu erzwingen. So wie wir auch versuchen keine sexuellen Gefühle für Personen aufkommen zu lassen, die in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zu uns stehen, wie beispielsweise beim Lehrer, Schüler, Therapeut, Arzt, Patient, Pfarrer, Schwager, Schwägerin usw. Wir sind ziemlich gut, aus rationalen Gründen solche Emotionen und Anziehungskräfte nicht aufkommen zu lassen. Und wie es scheint, kann man diese Liste auf Freundschaften erweitern, wobei es gesellschaftlich nicht obsolet und verpönt ist, sich in einen guten Freund zu verlieben.
 
  • #43
Und deswegen ist dieses Forum voll von Threads mit dem Thema Sie / Er hat keine Lust mehr auf Sex.
Oder / und die "verblüffende" Feststellung, dass nach der Familiengründungsphase die Partnerschaft am Ende ist, weil nie eine gute Basis da war.

Natürlich geht es um Passung, Interessen, Werte, Hobbies - bei Freunden wie bei Partnern. Auch um Vertrauen, Zuverlässigkeit, etc.
Aber selbst da gibt es für mich andere Maßstäbe, mit einem Partner teile ich mein Leben, meinen Alltag, nicht nur eine begrenzte Zeit.

Nur wenn das Gefühl nicht stimmt, sich keine Verliebtheit / später Liebe einstellt, dann funktioniert es für mich nicht.
Sowohl körperliche Nähe als auch die sexuelle Anziehungskraft sind für mich wesentlich, zu einer guten Beziehung gehört die ganze Palette an körperlicher Nähe, guter Sex ist unverzichtbar. Wie soll das gehen, wenn ich meinen Partner nicht (sexuell) attraktiv finde?

Wer möchte ernsthaft mit jemanden Sex haben, den er / sie nicht anziehend findet? Oder wer möchte Sex mit jemandem haben, von dem man weiß, dass sie /er einen selbst nicht attraktiv findet.

w, 46
Ich habe jedenfalls nicht die Erwartung, meine Partnerin ein Leben lang sexuell attraktiv zu finden. Wie soll das denn gehen? Ich werde alt, sie wird alt, meine Haare fallen aus, ihr Po und mein Bauch werden breiter, ihre Hüfte breiter, die Haut faltig... Und dann? Dann findet man natürlich andere, zehn bis zwanzig Jahre jüngere Frauen wieder attraktiver und umgekehrt wird es auch nicht anders sein.

Daher ganz ernsthaft: ich denke, die Erwartung, den Partner lebenslang sexuell attraktiv zu finden, darf man nicht haben, das wäre völlig unrealistisch. Es wird irgendwann auf freundschaftliche Gefühle hinauslaufen und man kann sich auch gleich von Anfang an einen Partner nach diesen Kriterien suchen.
 
  • #44
Dann frage ich mich, warum so viele Paar- und Singleberater den Ratschlag geben, bei der Partnerwahl mehr darauf zu achten, gemeinsame Interessen zu haben und ähnliche Beziehungsansichten zu besitzen?
Lieber FS,
das ist der wesentliche Punkt: bei einer Paarbeziehung achte ich auf ganz andere Dinge/Eigenschaften als bei einer Freundschaft.
Meine besten innigsten Freundschaften (m +w) habe ich mit Menschen, die mir in meinen persönlichen Eigenschaften eher unähnlich sind, weil es für die Freundschaft ohne enges Zusammenleben irrelevant ist, wir haben aber einen grundlegend gleiche Wertekanon.

Meine Freunde sind in vielen Dingen entspannter als ich (luschiger, treiben weniger Sport, beruflich ehrgeizlos etc), aber emotional und herzlich. Weil ich selber ein breites Kompetenzspektrum habe, brauche ich ihre Hilfe in der Lebensbewältigung eher nie, aber ihre Freundschaft udn Zuneigung. Deswegen ist bei der freundschaft auch das Geschlecht des Freundes egal.

Bei einem Partner kann ich mit Unzuverlässigkeiten nicht leben, denn als Paar kann es Situationen geben, in denen man aufeinander angewiesen ist. Wenn er beruflich rumschlurt, ein Versager ist, dann habe ich keinen Respekt vor ihm und kann ihn nicht lieben. Ich bin hetereo, d.h. ein Mann muss spürbare männliche Eigenschaften haben.

Meine männlichen Freunde sind eher weich, beruflich nicht besonders erfolgreich, haben einen hohen Anteil an "weiblichen "Eigenschaften. Das stört mich nicht, weil sie mit ihrem Leben zufrieden sind.
Wenn ein Freund mal vorübergehend wegknickt, wenn ich ihn eigentlich brauche, kann ich nachsichtig sein, denn es gibt mehrere Freunde/Freundinnen, an die ich mich wenden kann.
Ich bin monogam, d.h. habe nur einen Partner und dieser muss dann verlässlich sein, wenn ich ihn mal brauchen sollte.
 
  • #45
#36 und #38 bestätigen noch einmal mit anderen Worten, was ich mit der DARWINKEULE meine, Keule für die, die z.B. auf dem Freundschaftswege versuchen, eine Partnerin zu bekommen und daran scheitern. Freundschaften zwischen Frauen und Männern haben immer einen Anfang, der anders ist als bei der Partnerfindung. Er kann über Gemeinsamkeiten durch eine PB gefunden werden, immerhin ist so eine Freundschaft auch ein Gewinn. Denkbar ist auch eine Freundesgruppe, die in jungen Jahren durch mehrere Familien entstanden ist und nun eine Frau oder ein Mann, verwitwet, den Kontakt zum inzwischen Geschiedenen hält. Ebenfalls Freundschaften innerhalb von Kollegen oder Nachbarn. Nur eines nicht: Die "hast du mal Lust auf einen Kaffee" Nummer. Die ist bei einseitigem Nichtgefallen nämlich für immer beendet. Da entwickelt sich buchstäblich nichts daraus. Genau diese Nummer aber ist der Einstieg, der völlig offen und auch waghalsig ist und genau dieser (oder ein vergleichbarer) Einstieg verlangt geradezu die Unkenntnis des Gegenübers. Dass es letztendlich nicht so spannend ist, ob jemand gerne Rotwein trinkt oder eine Malschule besucht, dass jeder seinen Müll trennen muss und regelmäßig zum Zahnarzt geht, wissen wir doch alle. Niemand flasht durch egal was den anderen auf Dauer. Es geht nur um eines...

Würdest Du Dich von einer unattraktiven Frau zum Kaffee einladen lassen? Würdest Du einer hochaufgebrezelten attraktiven Frau die Bitte abschlagen, in einer Einkaufszone ein par Fragen zu beantworten? Wohl eher ja, weil im Hintergrund ein Zeitungsabo oder ähnliches droht. Gleichsam weist Du also, wo Du genau stehst. Und Du weißt, dass in beiden Fällen nicht das rausspringt, was Du Dir wünschst.
Der Versuch, zu interpretieren, was das jeweils andere Geschlecht denkt oder fühlt, ist immer klischeebehaftet. Immer wenn Männer über die Frauen- oder umgekehrt hier berichten, dann regt das zum Schmunzeln an. Deine Fragestellung würde viel ehrlicher sein, wenn Du den Singular benutztest. Warum diese Frau...?
 
  • #46
Warum wird bei Singlebörsen so stark auf das Matching geachtet, wenn nur die Gefühle zählen sollen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin auch für die Gefühle bei der Beziehungsanbahnung. Aber das klingt bei einigen so, als wenn nur die zählen und gar nicht, ob man gut zusammen passt.
Die entscheidende Frage ist wie und weshalb sich überhaupt Gefühle entwickeln sollten. Warum liebt man jemanden, warum will man mit ihr/ihm zusammen sein? Was heißt für dich zusammenpassen? Vielleicht musst du das alles noch für dich klären.

Im Idealfall entwickeln sich Gefühle umso mehr, je besser man mit jemandem generell harmoniert, sprich; zusammenpasst. Du kannst aber nicht davon ausgehen dass das auf alle Menschen gleichermaßen zutrifft. Davon abgesehen dass der Typus Mensch, dessen Exklusivitätsanspruch nicht der höchste ist, im Internet deutlich überrepräsentiert ist, gibt es da weitere Faktoren die ein unbefangenes Kennenlernen verhindern.
 
  • #47
Das ist mir mehrfach passiert, dass sich Männer in mich verliebt haben, während ich nur Freundschaft wollte. Ich hab mich darüber gewundert und kam irgendwann zu der Erkenntnis, dass Männer und Frauen nicht befreundet sein können, weil der Mann IMMER was von der Frau will. Das ist natürlich Blödsinn, das für alle sagen zu wollen. Ist nur meine Erfahrung.
Meine Erfahrungen sind ähnlich. Dabei bin ich bestimmt keine Granate. Es gibt sicher massenhaft Männer, die mit mir befreundet sein könnten, ohne sexuell in Versuchung zu geraten. Nur zeigen die erst gar kein Interesse an einer Freundschaft...

Heute würde ich mich mit Männern nicht mehr anfreunden. z.Zt. bin ich sehr einsam - weil ich zu sehr auf Freundschaften mit Männern gesetzt habe, die alle daran zerbrochen sind, dass eine Seite mehr wollte.

Es ist aber als Frau einfacher, mit Männern auf dieser Pseudo-Freundschaftsebene in Kontakt zu kommen, als echte Freundschaften aufzubauen. Meine "Freundschaften" mit Männern haben sich rasend schnell entwickelt. Man war sehr schnell sehr dicke; hat sich intimste Dinge anvertraut. Damals habe ich das als Zeichen von Seelenverwandschaft interpretiert - heute denke ich: es lag v.a. daran, dass es einer Seite von Anfang an um mehr als Freundschaft ging. Normalerweise wächst eine Freundschaft langsam. Ein neuer Bekannter, der sich ständig meldet und total enthusiastisch gibt, will etwas anderes.

Ich finde es sehr wichtig, auch einander Freund sein zu können in einer Beziehung. Aber erstmal muss sexuelle Anziehung da sein und dann kann man nur hoffen, dass der Mann ein Guter ist.
Sehe ich genauso: erst sexuelle Anziehung als Grundvoraussetzung. WENN das gegeben ist, der Test auf Kompatibilität und Alltagstauglichkeit.

Es gibt aber auch Leute, die einen Partner hauptsächlich als Kameraden und Helfer bei der Alltagsbewältigung wollen. Dafür ist der zuverlässige beste Freund sicher nicht die schlechteste Wahl. Zuviel Romantik stört da nur.

Andere hätten schon gern das ganze Programm mit Schmetterlingen im Bauch, finden das aber nicht und sagen irgendwann: "Ach, Verliebtheit vergeht doch eh schnell und im Alltag kommt es auf andere Dinge an!". Mir ist Geringschätzung von Verliebtheit schon häufiger begegnet und ich hatte meist den Eindruck, dass sie nicht selbstgewählt war, sondern eher eine Rationalisierung, weil das Gewünschte nicht zu haben war.
 
  • #48
@ Rabentochter

Das ist natürlich sehr wahr, von bewusstem WOLLEN kann keine Rede sein. Hätte ich besser in Anführungszeichen setzen sollen. Das ist eine vieldiskutierte Frage, ob es den freien Willen überhaupt gibt, für mich natürlich ja, denn ich seh das wie Du wahrscheinlich, dass es nur eine Bewusstseinsfrage ist, ob man wirklich WILL oder "wollen MUSS", weil einem das Problem noch unbewusst ist.
Alles, was unbewusst ist, fällt einem irgendwann so dermaßen auf die Füße...

Wenn man es in der Liebe dennoch versucht, ist man davon überzeugt, so wie man ist, nicht liebenswert zu sein.
Sehe ich genauso. Ich denke aber auch, dass es durch das Selbstbild und das Idealbild einfacher ist, einem Mann "Verliebtsein" zu glauben, wenn man sich - ich sag es mal allgemein - "aufgebrezelt" hat und sich von seiner besten Seite zeigt beim Kennenlernen und mit den optischen Grausamkeiten noch hinter dem Berg hält, als wenn einer einen mit schlechter Laune, ollen Haare, verquollenem Gesicht und Schuffklamotten kennt und von "du bist so toll" spricht.
 
  • #49
warum so selten Gefühle zwischen zwei Menschen entstehen, die befreundet sind.
Das sind doch aber Gefühle. Das kann auch Liebe sein. Aber es ist kein sexuelles Verlangen da.

Eine Standardantwortet lautet, man könne eben keine Gefühle erzwingen. Ich würde es gerne anders formulieren, Gefühle entstehen im Menschen von innen heraus. Es ist oft eher der Punkt, dass Gefühle gedämpft werden, als sie zu erzwingen. So wie wir auch versuchen keine sexuellen Gefühle für Personen aufkommen zu lassen, die in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zu uns stehen, wie beispielsweise beim Lehrer, Schüler, Therapeut, Arzt, Patient, Pfarrer, Schwager, Schwägerin usw. Wir sind ziemlich gut, aus rationalen Gründen solche Emotionen und Anziehungskräfte nicht aufkommen zu lassen. Und wie es scheint, kann man diese Liste auf Freundschaften erweitern
Hier vermischst Du eine Menge. Man kann keine Gefühle erzwingen. Deswegen verliebt man sich in diese/n und nicht in jene/n, deswegen liebt man diesen und nicht den anderen. (Ich meine ECHTES Liebesgefühl, das - wie Du schriebst - von innen heraus entsteht. Der eine spürt es gleich, der andere braucht länger).

Sexuelle Gefühle in Abhängigkeitsverhältnissen zu unterdrücken, ist sehr energiezehrend und bedeutet oft eine Menge Leid. Auf Freundschaften kann man diese Liste NICHT erweitern, weil Freundschaften keine erzwungenen Verbindungen wie "Lehrer-Schüler" mit Abhängigkeitsverhältnissen sind. Hier muss sich kein Mensch zwingen, keine sexuellen Gefühle zu haben, weil er sie einfach nicht hat (außer eben die Leute, die denken, über Freundschaften an den anderen "ranzukommen"). Das schreibst Du doch selbst - es gäbe gar kein Problem, sich mit seinem besten Freund zusammenzutun in einer Partnerbeziehung. Warum denkst Du dann, dass hier rationale Gründe eine sexuelle Anziehung verhindern? Die ist einfach nicht vorhanden.

Ich denke, viele suchen doch was anderes, als nur einen guten Freund in einer Partnerschaft. Und ich würde Dir immer beipflichten, dass ein Mann, der eine hammer sexuelle Anziehungskraft ausübt UND ein guter Freund ist, der Jackpot wäre. Aber zuerst kommt nunmal das sexuelle Gefühl, und das wird bei einem Freund nicht unterdrückt, denn das wäre viel zu anstrengend und leidenschaffend.
 
  • #50
Manchmal sagt eine Äußerung über eine Person mehr über den Sender als über den Empfänger aus.
Du, das ist doch unbestritten. Meine Äußerungen sagen immer mehr aus über mich als über andere, trotzdem sagt die Art und Weise, wie du mit bestimmten an dich geäußerten Botschaften *umgehst*, auch etwas über dich aus und zwar Dinge, die dir nicht bewusst sein müssen. Nochmals das Beispiel aus deinem anderen Thread auf diesen hier bezogen: In deinem anderen Thread bügeltest du einen Kommentar von mir ab mit den Worten (sinngemäß), jeder suche sich doch das raus, was er denken wolle, deswegen hätte ich nicht recht - einer lese dich als etwas herablassend, einer offen/ sympathisch und einer vergrübelt/verkopft und zitiertest, ohne es zu merken, 3x mich! (Sorry übrigens für das Hijacken deines Threads!). Du kannst dir offenbar gar nicht vorstellen, dass ein und dieselbe Person eine differenzierte Sicht auf deine Person (natürlich nur wie sie sich hier artikuliert) haben kann. Wirst du direkt darauf angesprochen, gehst du wiederum in die Verallgemeinerung und Pauschalisieren. Dass du nach eigentlich wenig nützlichen Pauschalkategorien von Mann, Frau, Freund suchst, anstatt dich damit zu befassen, wie sich deine ganz persönliche Sicht auf das Thema in dein Leben einschreibt, ist auch dem @Wissenschaftler aufgefallen. Und hier wieder: die Kopflastigen sehen mich so, die Gefühlsorientierten so... Ist doch Quatsch mit Soße, denn : was mich betrifft, irrst du schon mal - ich bin nämlich (leider) zu verkopft (aber versuche es zu ändern). Meine Gefühlsbotschaft an dich im anderen Thread hast du nicht wahrgenommen : sie war tröstlich gemeint, und du siehst einen Angriff, der verteidigt werden muss, und hier dasselbe. Ich hab doch gar nichts davon, dich anzugreifen. Und du könntest meine Posts doch ignorieren, wenn sie dich nicht kratzen - tun sie aber wohl doch. Und nun höre dir mal selber zu:

Wir sind ziemlich gut, aus rationalen Gründen solche Emotionen und Anziehungskräfte nicht aufkommen zu lassen.
Wie wäre es mit : "ich bin ziemlich gut, aus rationalen Gründen....."

Glaubst du wirklich, dass dein Landen in der friend zone (oder fragst du wirklich ganz PAUSCHAL ganz ohne Selbstbezug?) nichts mit deiner Gefühlskommunikation zu tun haben könnte?
 
E

EarlyWinter

  • #51
Dann frage ich mich, warum so viele Paar- und Singleberater den Ratschlag geben, bei der Partnerwahl mehr darauf zu achten, gemeinsame Interessen zu haben und ähnliche Beziehungsansichten zu besitzen?
Ganz einfach - damit man sich nicht nur auf die Strohfeuer-Gefühle verlässt und körperliche Anziehungskraft, sondern darüber hinaus auf die Faktoren, die das tägliche Miteinander und den gemeinsamen Weg möglich oder eben unmöglich machen. Gerade wenn man schon mal oder mehrmals "gescheitert" ist, sollte man etwas für sich und das eigene Leben gelernt haben. Man kann sich natürlich mit Vielem arrangieren aber Fakt ist, dass sich die Liebe nicht nur aufgrund von körperlicher Attraktivität einstellt und es eine Basis braucht wenn man nicht mehr jeden Tag zig mal übereinander herfällt und es sind eben die anderen Faktoren, mit denen man dann die berühmten "schlechte Zeiten" übersteht. Fehlt dann das tiefe Gefühl füreinander, geht die Beziehung baden.
Aber die körperliche Komponente ist etwas, wozu man sich trotz aller logischen und sachlichen Überlegungen nicht zwingen kann. Dann ist da aber noch ein ganz anderes Gefühl, das tiefer und stärker ist als Freundschaft, diese innere Sehnsucht, diesem bestimmten Menschen auf eine Art und Weise Nähe sein zu wollen, was man für sonst niemanden empfindet. Dieses Gefühl und die körperliche Anziehung ist es, was die Liebe von einer Freundschaft unterscheidet und was diese ganz besondere Verbindung zwischen den beiden Menschen ausmacht.
Für sich alleine betrachtet ist aber keines dieser Gefühle auf die Dauer ausreichend. Dass Menschen Beziehungen aus verschiedensten Gründen sehr individuellen Beweggründen eingehen, auch wenn diese 3 Pfeiler nicht gemeinsam gegeben sind, ist ja nichts neues aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es deshalb eben früher oder später zu Unzufriedenheit kommt bei einem oder bei beiden Partnern. Ich jedenfalls werde auf meinem "zweiten Bildungsweg" keine faulen Kompromisse eingehen, dann bleibe ich alleine auch wenn ich nicht zu den glücklichen Singles gehöre aber unglücklich bin ich auch nicht. Eine Beziehung, in der etwas fehlt, hatte ich bereits und damit war ich unglücklicher als jetzt.
 
  • #52
Es ist nicht immer so, aber sehr oft ist es wie folgt:

Der Grund warum so viele Männer in der berüchtigten Friendzone landen, ist Angst.
Angst sich für sie attraktiven Frauen eindeutig, verführend, sexuell zu nähern. Sie wollen Körbe vermeiden und kein Risiko eingehen. Also setzen sie auf Zeit. Tun das, was bekannt und nicht so risikobehaftet wirkt. Tun das, was ihnen vertraut ist.

Die meisten Männer nähern sich Frauen freundschaftlich. Nett. Eher passiv. Sind nicht eindeutig. Haben große Hemmungen zu zeigen, was sie wirklich denken und fühlen. All das ist wie gesagt auf die meist nie konfrontierte Angst vor Körben zurückzuführen. 99 % der Männer würden alles und nichts tun, um Körbe von für sie attraktiven Frauen zu vermeiden. Sie verschieben den Verführungsmoment also stets auf die umbestimmte Zukunft. Irgendwann später - so folgern sie - würde es eine opportune Gelegenheit geben.

So wird das Spiel aber nicht gespielt. Frauen wollen verführt werden. Wollen, dass ein Mann die Initiative ergreift. Zu sich und seinem romantischen/sexuellen Interesse steht. Warten ändert überhaupt nichts an den Chancen eines Mannes. Warten generiert keinen Vorteil. Das ist einer der größten diesbezüglichen Irrtümer sehr vieler Männer.

Im Gegenteil.

Hat eine Frau einen Mann erst einmal als den klassisch netten, lieben (und harmlosen ;)) Mann wahrgenommen, stirbt das Verführungspotential des Mannes meist umwiderruflich ab. Frauen sehen diesen Mann dann tatsächlich nicht mehr als potentiellen Lover. Trotzdem ist das die gängigste Strategie der meisten Männer. Die 'Friendzone' ist dann nicht immer aber oft, sehr oft, die Konsequenz.
 
  • #53
Hallo, hier ist nochmal der FS. Mir sind beim Lesen (vielen Dank für die bisher vielen Antworten) einiges aufgefallen. Es gab einige, die meinten, dass Freundschaften eher oberflächlich sind und der Freund Eigenschaften hat, die man in einer Beziehung kaum tolerieren würde. Das kann ich verstehen. Man muss in einer Freundschaft kein Seelenverwandter sein und braucht auch nicht dieselben Weltansichten zu besitzen. Gravierende Persönlichkeitsunterschiede sind da durchaus tolerabel. Wobei ich sagen würde, dass besonders gute Freundschaften sich durch eine Tiefe und persönliche Ähnlichkeit auszeichnen.

Eine andere Sache war, dass viele Frauen eine strenge Trennung bei Männern vornehmen zwischen Beziehung und Freundschaft. Das klingt manchmal fast so, als wenn ein Mann, in den man verliebt ist, gar keine Freundschaft in Frage kommt, sondern nur Beziehung oder gar nichts. Ich weiß nicht, wie das andere sehen, aber für mich ist die Beziehung eine Untermenge zu einer Freundschaft. Bei einer Frau, mit der ich mir keine Freundschaft vorstellen kann, kann ich mir erst recht keine Beziehung vorstellen. Fast alles, was in einer Freundschaft wichtig ist, wie Vertrauen, gemeinsame Interessen, ähnlicher Humor, gegenseitiges sich schätzen, sich mögen, sich helfen sind auch ein Muss in einer Beziehung. Ich verstehe deshalb nicht, wenn einige sagen, sie legen völlig verschiedene Maßstäbe bei einem Mann fest. Deshalb mal konkret die Frage an die Frauen, wenn ihr nicht mit eurem jetzigen Partner zusammen wärt, könntet ihr euch eine Freundschaft mit ihm vorstellen?
 
  • #54
Das schreibst Du doch selbst - es gäbe gar kein Problem, sich mit seinem besten Freund zusammenzutun in einer Partnerbeziehung. Warum denkst Du dann, dass hier rationale Gründe eine sexuelle Anziehung verhindern? Die ist einfach nicht vorhanden.
Doch, sehr oft unterdrückt man die sexuelle Anziehung und/oder Verliebtheitsgefühle, weil man nicht die Freundschaft gefährden möchte. Die Leute sind nicht naiv und wissen doch, dass so eine Partnerwerbung die Freundschaft ganz schön belasten kann, wenn die Gegenseite nicht will. Sie haben besonders Angst vor einer Ablehnung.
 
  • #55
Es geht ja darum, warum so selten Gefühle zwischen zwei Menschen entstehen, die befreundet sind.
Ich denke, man kann hier durchaus das "Inzesttabu" ins Spiel bringen: die Natur hat es zur Vermeidung von Inzucht so eingerichtet, dass Verwandte sich nicht ineinander verlieben bzw. sexuell zueinander hingezogen fühlen. Bei diesem "Inzestvermeidungsmechanismus" scheint aber weniger die Blutsverwandschaft eine Rolle zu spielen als vielmehr die Nähe des Zusammenlebens. Deshalb gibt es auch Fälle, in denen getrennt aufgewachsene Geschwister sich ineinander verlieben.

Und eine sehr enge Freundschaft kann sich irgendwann durchaus nach einem Geschwister-Verhältnis anfühlen. Vielleicht greift dann genau dieser natürliche Schutzmechanismus.

Ich bin durchaus nicht der Ansicht, dass sich sexuelle Anziehung immer auf den ersten Blick zeigt. Nein, bei mir zumindest kann sie durchaus erst nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren kommen. Aber auch hier scheint wieder die Nähe des Zusammenlebens ein limitierender Faktor zu sein: ich habe mich in Männer verguckt, die schon länger oberflächliche Bekannte waren (z.B. Klassenkameraden, Studien- oder Arbeitskollegen), aber noch nie in einen Mann, mit dem ich schon länger eng befreundet war.

Das liegt zum Teil vielleicht wirklich daran, dass zuviel Nähe für sexuelle Anziehung kontraproduktiv ist. Zum anderen ist es natürlich so, dass man in der Zeit, die man benötigt hat, um "beste Freunde" zu werden, unzählige Gelegenheiten gehabt hätte, sich zu verlieben. Die man aber ungenutzt verstreichen ließ. Warum? Weil es einfach nicht passt!

Das Bestehen eines freundschaftlichen Verhältnisses ist für sich genommen schon ein Indikator für fehlende Anziehung: wenn eine Frau einen Mann in- und auswendig kennen kann, ohne sich zu verlieben, ist er offenbar absolut nicht ihr Typ. Ein oberflächlicher Bekannter kann ja verborgene Qualitäten besitzen, die man erst noch entdecken muss als Frau. Aber von einem guten Freund weiß man so viel - was soll da noch zum Vorschein kommen, was einen plötzlich flasht?
 
  • #56
Diese Diskussion hat mich zu der Frage angeregt, was für eine Kurve man wohl erhielte, wenn man das Verhältnis von Nähe (i.S.d. Gesamtheit der gemeinsam verbrachten Zeit) und der Wahrscheinlichkeit, sich zu verlieben, graphisch darstellen würde. Ich bin weder Mathematikerin noch Biologin oder Psychologin, aber ich kann mir vorstellen, dass sie den Kurven für den typischen Verlauf von Bakterienwachstum ähneln würde (keine Ahnung, wie die mathematisch korrekt bezeichnet werden): erst ein steiler Anstieg (exponentielles Wachstum?), dann eine Plateauphase, in der das Wachstum stagniert, und schließlich ein Abfall.

Ich denke: bis zu einem gewissen Punkt steigt die Wahrscheinlichkeit, sich in eine bestimmte Person zu verlieben, je mehr Zeit man miteinander verbringt. Das ist die Kennenlernphase. Wenn man alle Eigenschaften kennengelernt hat, die für das Verlieben ausschlaggebend sind (NICHT für die Beziehungstauglichkeit!), ist ein Plateau erreicht: die Wahrscheinlichkeit, sich zu verlieben, wird nicht mehr größer, je mehr Zeit man miteinander verbringt. Und irgendwann nimmt sie sogar ab, weil man zuviele unsexy Eigenschaften kennt bzw. die Nähe zu wenig Raum für Sehnsucht lässt.

Ich weiß nicht, wie absurd das jetzt für Andere klingt. Aber es würde ganz gut erklären, warum Freunde sich selten ineinander verlieben: sie haben die Wachstumsphase verpasst, ohne sich ineinander zu verlieben, und danach wird es immer unwahrscheinlicher, dass sich noch was tut.

Den hier postulierten Unterschied zwischen Männern und Frauen erklärt es allerdings nicht. Nehmen wir mal an, es gibt diesen Unterschied tatsächlich: vielleicht ist es nicht so, dass Männer sich öfter in Freundinnen verlieben. Vielleicht versuchen Männer nur häufiger über die Freundschaftsschiene, an ihr Objekt der Begierde heranzukommen. Weil sie sich als aktiver Part größere Chancen ausrechnen, eine Frau noch nachträglich durch intensives Werben überzeugen zu können; dieses Bild im Kopf haben, man könnte "um eine Frau kämpfen"? Während eine einseitig verliebte Frau sich eher denkt: okay, er steht nicht auf mich .... Pech gehabt.

Ich glaube nämlich: typischerweise sind Männer diejenigen, die sich schnell verlieben. Frauen wissen das und versuchen gar nicht erst, lange zu "kämpfen", wenn ein Mann sie nicht will. Und wenn, dann sicher nicht über die Freundschaftsschiene (es sei denn, man erweitert die Freundschaft um ein Plus).
 
  • #57
Das klingt manchmal fast so, als wenn ein Mann, in den man verliebt ist, gar keine Freundschaft in Frage kommt, sondern nur Beziehung oder gar nichts.
Das ist auch wieder so eine Sache. Ich würde nie mit jemandem befreundet sein wollen, in den ich mich verliebt habe, denn wenn ich mitgekriegt habe, dass er mich nicht will - was soll ich mir dann die Bekanntschaft noch antun und leiden, wenn er mir vielleicht irgendwann seine Partnerin vorstellt? Das muss sich dann anders ergeben, aber dann ist die Frage, ob es eine Beziehung geben kann, durch. Vielleicht fängt sowas tatsächlich langsam an und man kennt sich besser, bevor man sich ineinander verliebt. Aber einen Freund habe ich dann schon nah an mich rangelassen, so dass das Verliebtsein vorher irgendwann schon passiert wäre. Die Reihenfolge wäre dann: Kennelernen, ganz nett finden, entdecken, dass man den gleichen Humor hat und füreinander sorgt im Rahmen der Möglichkeiten, verlieben - zusammen und noch enger befreunden. Und nicht kennenlernen, gute Freunde werden über lange Zeit, plötzlich verlieben. Kann durchaus auch passieren, aber ich denke, die häufigere Reihenfolge ist: nicht befreundet sein - Beziehung - entweder den anderen die ganze Zeit dazu bringen zu wollen, besser zu passen oder entdecken, dass auch der Rest gut passt.

Doch, sehr oft unterdrückt man die sexuelle Anziehung und/oder Verliebtheitsgefühle, weil man nicht die Freundschaft gefährden möchte.
Bei einem Mann würde ich das mir vorstellen können (Ich war unendlich überrascht, dass mein Schulfreund total verliebt in mich war, das habe ich Jahre später erfahren und da wäre NIE was gelaufen). Bei mir jedenfalls ist das nicht so, wie Du schreibst und die ganzen Frauen, die hier schrieben, sie würden nie was mit dem Freund anfangen - ich glaube nicht, dass sie dauernd ihr sexuelles Verlangen nach dem Freund unterdrücken müssen.
 
  • #58
Doch, sehr oft unterdrückt man die sexuelle Anziehung und/oder Verliebtheitsgefühle, weil man nicht die Freundschaft gefährden möchte...
Nein!
Warum postulierst Du das @Neugieriger mit dieser Bestimmtheit. Warum fragst Du dann überhaupt uns Frauen nach den Gründen, wenn Du sie nicht hören und glauben willst?

Bei einer Freundschaft hat sich diese sexuelle Anziehung meistens nicht entwickelt, wird nicht unterdrückt und entsteht auch nicht über die Zeit - die Vielzahl der Gründe wurden genannt.
Andere Passung, andere Toleranzgrenzen..

Männer haben evtl. andere Motivlagen, vielleicht ist es so, dass es öfters Männer gibt, die versuchen, über die Freundschaftsschiene die Frau zu einer Beziehung zu bekommen. Und sich wundern, warum es i.d.R. scheitert.

Eine Beziehung ist für mich viel mehr, mein Partner soll natürlich auch mein bester Freund sein, und darüber hinaus kommen die Gefühle - Liebe, sexuelle Anziehung, Bindung.
Diese Gefühle in Kombination habe ich für Freunde m/w nicht. Eine Art Liebe und Bindung kann sich durchaus entwickeln, ähnlich wie bei Geschwistern.

Wenn das reichen würde, könnte ich auch meine beste Freundin als Partner wählen - vielleicht wäre da dauerhaft mehr Passung gegeben. Nachdem ja hier einige der Meinung sind, dass die sexuelle Anziehungskraft sowieso nur flüchtig sei und Liebe steuerbar.

Meine Erfahrung ist die, dass meine Beziehungen, die mehr auf Passung als auf Gefühle basierten, scheiterten.
Es muss beides gegeben sein - allerdings verstärkt das Gefühl die Passung (und die Toleranz, Kompromissfähigkeit), wenn das Gefühl fehlt, passt es irgendwann nicht mehr.

Bei langfristig zufriedenen, verbundenen Paaren finden sich übrigens alle Komponenten - und die Attraktivität liegt in den gemeinsam alt werdenden Augen des/der Betrachters/in. Sexualität wandelt sich da nur, verändert sich, wie die Partner und ihre Bedürfnisse.
 
  • #59
Wobei ich sagen würde, dass besonders gute Freundschaften sich durch eine Tiefe und persönliche Ähnlichkeit auszeichnen.
Diese Meinung teile ich nicht, Tiefe ja, aber persönliche Ähnlichkeit absolut nicht. Meine sehr guten Freunde sind mir persönlich/charakterlich weniger ähnlich als es meine Partner waren.

Eine andere Sache war, dass viele Frauen eine strenge Trennung bei Männern vornehmen zwischen Beziehung und Freundschaft. ...Deshalb mal konkret die Frage an die Frauen, wenn ihr nicht mit eurem jetzigen Partner zusammen wärt, könntet ihr euch eine Freundschaft mit ihm vorstellen?.
Jein. Wenn ich in einen Mann verliebt bin (passiert ungefähr alle 7-8 Jahre einmal) und es einseitig ist, dann kommt keine Freundschaft infrage, sondern ich meide ihn um mein Gefühlsleben zu schonen.
Wenn ich eine Patrtnerschaft führe, dann ist mein Partner auch immer mein bester Freund.

Männer sind da anders - sie flanschen sich freundschaftlich an eine Frau, in die sie einseitig verliebt sind, oft jahrelang und hoffen auf ihre Chance.

Doch, sehr oft unterdrückt man die sexuelle Anziehung und/oder Verliebtheitsgefühle, weil man nicht die Freundschaft gefährden möchte.
Nicht wenn die Verliebtheit auf Gegenseitigkeit beruht. Es ist nun leichter, einen Freund zu finden (zumal ein Freund geschlechtslos ist) als jemanden in den ich mich verliebe. Da würde ich mir die Chance nicht entgehen lassen, wenn auch er verliebt ist. Verliebheitsgefühle werden nur unterdrückt, wenn sie einseitig sind und das Ausleben dann tatsächlich die Freundschaft gefährden würde (s.o.)

Ich glaube nämlich: typischerweise sind Männer diejenigen, die sich schnell verlieben.
M.E. verwechselst Du sexuelles Begehren mit Verliebtheit.
 
  • #60
Hallo Andriana, Du bringst einen sehr interessanten Aspekt in die Diskussion ein. Ob zuviel Nähe und die Zeit der gemeinsamen Freundschaft immer mehr die Chancen verringern, sich zu verlieben. Von daher sehe ich Deine Beiträge hier als Bereicherung an.

Ein Diskussionspunkt wäre in dem Fall, ab wann kann man von einer engen Freundschaft sprechen. Generell gibt es eine ganze Bandbreite an freundschaftlichen Kontakten. Ich habe das auch, von jede Woche was gemeinsam unternehmen bis vielleicht gerade mal 1-2 mal im Jahr sehen (wenn die Distanz sehr groß ist). Oder noch seltener. Interessant wird es wohl im Graubereich. Ich habe zum Beispiel seit gut einem Jahr eine "gute Freundin". Sehen tun wir uns alle zwei Monate, zwischendurch telefonieren wir, aber auch nicht häufiger als alle vier Wochen. Und zwischendurch mal kurze eMails. Auch wenn ich da von einer Freundschaft sprechen würde, die wir da haben, und so einiges schon über uns wissen, so richtig intensiv mit allen Details kennen wir uns nicht. Wir entdecken mit jedem Gespräch etwas neues an uns. Ich habe mich schon gefragt, ob ich unwiederbringlich in der Friendzone gelandet bin, aus der ich nicht mehr herauskommen würde. Aber das alles sind gerade nur Gedanken theoretischer Natur, denn sie hat seit über einem Monat einen neuen Partner und damit sind meine Gefühle für sie vorerst auf Eis gelegt.

@Lionne69, ich sehe das gesagte nicht als Widerspruch an. Wenn ich von Unterdrückung von Gefühlen spreche, um die Freundschaft nicht zu gefährden, dann kann es bei vielen auch anders sein. Ich habe ja bewusst "oft" geschrieben, es schließt andere Erfahrungen nicht aus. Ich sage hier nochmal, das man momentan für seinen Kumpelfreund keine Gefühle hat, ist überhaupt nicht das Thema. Genau deswegen ist ja eine Frau "nur" mit ihm befreundet, weil (noch) keine Gefühle da sind. Die Frage war, ob zu einem späteren Zeitpunkt sich innerhalb der Freundschaft welche entwickeln können.