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Gast

  • #1

Warum tun Männer das immer wieder?

Ich weiß, meine Überschrift ist nicht sehr passend, aber mir fällt gerade keine bessere ein.
Meine beste Freundin und Chefin (ich bin ihre rechte Hand) ist zum wiederholten Mal ohne vorherige Anzeichen (Streit, Meinungsverschiedenheiten o.ä.,.) verlassen worden.

Freitags war noch alles scheinbar in Ordnung, Samstags hat er sie einfach fallen lassen und den Kontakt komplett eingestellt.
Von diversen täglichen Anrufen, zig Mails und SMS am Tag (was ihr schon fast zuviel wurde) auf nichts. Er redet nicht mit ihr und sie weiß jetzt nicht, was der Grund ist und nun schaue ich seit drei Wochen täglich in das Gesicht einer Frau, die scheinbar die Nächte durchheult und versucht am Tag zu funktionieren.

Sie sagt nicht viel, aber ich kenne sie verdammt gut. Noch vor Wochen habe ich mich so für sie gefreut, weil ich dachte, jetzt hat sie es geschafft, die zwei wirkten glücklich. Sie ist keine Frau die fordert oder klammert, Eher im Gegenteil. Nie würde sie von sich aus fragen, ob der Mann noch Abends vorbei kommt oder so. Sie überlässt das dem Mann, weil sie immer denkt, zuviel zu werden.
Sie hat drei Kinder, die jüngste Tochter ist geistig behindert und sie hat vor vier Jahren die Firma übernommen. Wir haben keinen nine to five Job und sie gibt wirklich alles. Wir haben einen turn around hingelegt, Sie ist wahnsinnig risikobereit, Und wo ich vielleicht manchmal kneifen würde, versucht sie es und schafft es fast jedes Mal. Ich bin da sehr stolz auf sie, uns.

Nun hatte sie vor drei Monaten einen ehem. Kollegen von mir kennen gelernt und die beiden verliebten sich auf Anhieb, was gar nicht beider Art ist. Gerade sie ist extrem zurückhaltend, skeptisch, vorsichtig. Nie würde sie sich auf rosa Wolken begeben und sich vollends in eine Beziehung werfen, aber diemal sah es gut aus, die zwei passten gut zusammen.

Und nun hat er sie einfach mir nichts, Dir nichts abgesägt. Viel hat sie nicht gesagt, nur, daß sie das nicht versteht und ihr ist das jetzt schon zum dritten Mal passiert. Maximal drei Monate, dann lässt man sie grundlos fallen und ohne Gespräch im Regen stehen. Ich sehe doch, daß sie leidet, und ich wünsche mir sehr, daß es ihr endlich mal richtig gut geht, sie hat es verdient.

Nun aber die eigentliche Frage: Männer, wenn ihr doch erwachsen seid, Euch eine Frau angeblich was bedeutet, warum seid ihr dann so feige? Klar gibt es feige Frauen, klar gibt es Kerle, die mutig sind ;-)

Aber, warum passiert sowas immer wieder? Was soll das bezwecken? Ich finde, man hat doch gewissermassen ein Recht drauf zu erfahren, warum man verlassen wird.

Und ich möchte ihr wirklich gerne helfen. Ich möchte, daß sie wieder bis zu den Augen lächelt und nicht nur mit dem Mund. Das sie Halt bekommt, den auch sie mal braucht. Das sie nicht nur von Kaffe und Zigarretten (ja leider) existiert. Ich möchte, daß sie wieder lebt. Wirklich lebt.

Achja, sie ist 42 und gebildet, hat know how, Witz, Charme
(der letzte Satz stammt von meinem Mann ;-))
 
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  • #2
Liebe FS, es ist ihre Angelegenheit, nicht deine. UND: Du warst nicht dabei - weder im Bett, noch bei Gesprächen, usw. Will heißen: Du kannst nicht wissen, welchen Anteil deine Chefin daran hat. Wenn die Männer angeblich immer nach 3 Monaten das Weite suchen, sollte man sich zuerst an die eigene (sprich sie sich an ihre) Nase greifen.
Und übrigens, Männer tun das nicht immer! Nur mal so - diese drei Männer haben es getan - Ihre Beweggründe können wir hier nicht eruieren. w/44
 
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  • #3
Mir ist das auch passiert. Nach 3 Monaten tauchten erstmals kleine Problemchen auf, und schon abrupter Wechsel von glühender Verliebtheit zu lauem Hin u Her. Nach weiteren 3 Monaten: freitags noch 3x hintereinander mit mir geschlafen, Dienstag gefühllose finale Nachricht per WhatsApp! - Ebenfalls ohne Streit. Und natürlich ohne Erklärung. Ich weiß bis heute nicht, ob er gelogen hatte als er innerhalb der ersten 3 Monate sagte, er liebe mich wirklich! Ich liebe ihn immer noch, 4 Monate nachdem er so Schluss machte, muss ich noch täglich an ihn denken.
 
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  • #4
Ich frage micht echt, warum Du Dich da einmischt. Meine Vorrednerin hat vollkommen recht, lass das, denn nur die Beiden wissen genau, wie alles abgelaufen ist aber nicht Du.
 
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  • #5
Es ist sehr sympathisch, dass du zu den wenigen Menschen gehörst, die noch Anteil nehmen am Schicksal ihrer unmittelbaren Kontaktpersonen. Das mal vorweg, weil du hier von Anderen dafür getadelt wirst - unglaublich.

Du kannst ihr leider nicht helfen und die Frage, weshalb viele Männer (und vielleicht auch ein paar wenige Frauen) sich so total empathielos verhalten am Ende einer Beziehung, wird dir hier auch keiner beantworten können. Es sei denn, hier lesen Leute vom Fach mit, also Psychologen oder Psychiater.

Es ist wirklich nett von dir, dass du so mit deiner Chefin mitfühlst. Ich kann das verstehen, würde mir genauso gehen. Es ist die allgemeine Gleichgültigkeit, die in unserer Gesellschaft herrscht, die doch Viele verrohen lässt und somit auch so ein kaltes, gleichgültiges Verhalten bis in sogenannte "Liebes-"Beziehungen hinein allenthalben befördert.

Es ist halt chic, gleichgültig, cool, autark - asozial? zu sein. Denn dies macht vermeintlich stark.

W44
 
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  • #6
vielleicht ist es so, dass solche Männer schon längere Zeit vor dem Schlussmachen so für sich selbst eine Art "Minus-Konto" der Noch-Partnerin anlegen. Sie sagen zwar nie etwas, keine Kritik, keine Problemgespräche, aber heimlich "sammeln" sie immer mehr Minuspunkte, und dann ist irgendwann das Maß voll und sie machen Schluss. Ohne jemals den Versuch gemacht zu haben, dass man vielleicht gemeinsam etwas ändern könnte, Kompromisse finden, etc.

Meiner Meinung nach ist das ein zutiefst gestörtes, asoziales Verhalten, diese Leute sollten sich dringend behandeln lassen. Aber die Leute, die eine psychiatrische Behandlung am nötigsten hätten, sind im allgemeinen die, die sich niemals in eine solche begeben würden.
 
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  • #7
Mein Motto: Den Mann verlassen, wenn man innerhalb des ersten jahres das Bedürfnis hat, zu sagen "Was hast Du denn", wenn er nicht zurück ruft oder sich einfach mal zwei Tage nicht meldet. Dann hat es nur Sinn, der Sache noch nachzugehen, wenn man seit 20 Jahren verheiratet ist und drei Kinder hat. Ansonsten habe ich noch nie gehört, dass irgendwas wieder gut geworden ist, wenn ein Mann sich plötzlich zurück gezogen hat und die frau dann Verständnis hatte. Der testet doch nur aus, was man mit ihr alles machen kann.
Mädels, lasst Euch nicht erhählen, Ihr solltet Eure Ansprüche runter schrauben: Schraubt sie hoch. Wenn der Mann Euch dumm kommt : Ciao.
 
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  • #8
FS, ich finde es nicht in Ordnung die Lebensgeschichte einer anderen Person derart in einem Forum auszubreiten. Anhand ihrer Situation kann sie durchaus von Bekannten erkannt werden.

Ansonsten: Du bist so empathisch dass Du gar nicht auf die Idee kommst, Deine Freundin/Chefin könnte ihren Anteil zu solchen Trennungen beitragen. Ist aber ganz sicher so.
Du solltest Dich um ein Gespräch mit ihr bemühen und um mehr Distanz, ansonsten taugst Du als Ratgeberin nicht. Und das Forum auch nicht, denn ein über Eck geschildertes Problem enthält zu viele Unsicherheiten. Frau, 48
 
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  • #9
3 Monate ist doch immer so eine Schwelle, nach welcher eine Affäre zu einer Beziehung werden könnte. Nach 3 Monaten weiß man auch, ob man nachdem die ersten rosa Wölkchen sich lichten Potential für mehr sieht.
Tut mir sehr leid für Deine Chefin!
Ich denke, sie sieht relativ gut aus, für eine Affäre ist sie also super! Aber vielen Männern wird eine Beziehung mit einer Frau, die 3 Kinder hat sicher too much - Spaß ja - Verantwortung und Patch Work nein!
Ich denke, die Männer ziehen sich zurück, weil ihnen das zu heiß und zu heikel wird, weil sie merken, dass die Frau sich in sie verliebt.
Vielleicht sind sie sogar selber verliebt, wollen aber den nächsten Schritt nicht gehen!
Ich kenne das auch und ich muss immer noch eine solche Affäre verarbeiten!
Ich habe "nur" 2 Kinder und die sind gesund, aber ich hatte mich auch verliebt und er wurde plötzlich immer unverbindlicher.
Einerseits wollte er sogar noch ein Kind mit mir, andererseits wollte er nur die Nächte mit mir verbringen.
Ich finds schade, wenn man nicht mal die Chance hat, das auszuprobieren. Schließlich ist es so schwer, überhaupt einen Mensche zu finden, der einen berührt, der etwas in einem auslöst und den man an sich ranlässt.
Denke, die Männer tun das, weil sie sich überfordert fühlen und weil sie selber Angst haben vor etwas, was sie nicht kennen (lernen wollen).

w,40