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  • #1

Warum trennt man sich?

Hallo,

ich habe lange darüber nachgedacht, warum ich mich in meiner letzten Beziehung getrennt habe. Also weniger über die sachlichen Gründe und Probleme, sondern warum zu diesem Zeitpunkt. Es gab keinen diekten Anlass, kein Fremdgehen, kein Vertrauensbruch, etc. Wir waren viele Jahre zusammen, wohnten zusammen und das Leben lief. Die Beziehung war schon seit Jahren sehr ruhig, sozusagen Alltag. Nicht alle meine Wünsche und Bedürfnisse waren erfüllt, gerade meine Unternehmenslust litt ziemlich. Aber das tat sie schon sehr lange. Gespräche gab es mehrfach, geändert hat sich nie etwas.

Und trotzdem stelle ich mir immer wieder die Frage, was war der Auslöser. Manchmal denke ich, es ging mir gerade in meinem sonstigen sozialen Netzwerk zu gut. Ich hatte viele Freunde, auf der Arbeit lief alles super. Kann es sein, dass ich deswegen dachte, ich brauche diese Beziehung nicht mehr?

Trennt man sich also ohne akuten Auslöser, wenn es einem im sonstigen Leben zu gut geht?
 
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  • #2
Liebe FS,

ich habe mich nach 14 Jahren Ehe bereits 1998 von meinem Ehemann getrennt, weil die liebenden Gefühle auf der Strecke geblieben sind. Das war für mich Grund genug, zu gehen. Abhängigkeiten in Form von Finanzen oder Anderes lasse ich nicht gelten. Ich lebe nur einmal und möchte mein Leben mit einem Menschen verbringen für den ich empfinde und auf den ich mich freue, wenn ich vom Job nach Hause komme. Ist es nicht mehr so, sollte/muss man sich trennen.

Genau aus dem gleichen Grund haben sich drei meiner Freundinnen getrennt. Zwei auch finanziell unabhängig, weil im Job, die Dritte ist nur Hausfrau gewesen. Für Letzte war es sehr schwer wieder Boden zu fassen, aber sie hat es geschafft. Wer will findet Wege...

w53
 
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  • #3
Weil man nicht mehr glücklich ist, wieder glücklich sein will und noch genug Kraft hat, um sein Leben zu ändern, auch wenn es sehr schwer ist. Ich habe mit Ende vierzig meine erste Frau verlassen. Da sie nicht gearbeitet hat und viel daran hing, war es natürlich eine schwere Zeit - von den Erpressungs- und Manipulationsversuchen im Hinblick auf unser Kind zu schweigen. Danach wurde mein Leben aber immer besser und glücklicher und so kenne ich das auch von allen Bekannten und Freunden, die zuvor jahrelang ihre Ehefrau nur noch ertragen hatten, weil ihnen der Mumm fehlte. Keiner hat die Trennung bereut, nur das viel zu lange Zögern zuvor.
 
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  • #4
Trennung ist als Wirkung eine logische, natürliche und menschliche Form und Folge einer Ursache und die heißt Beziehung/Ehe etc.pp. Wer in eine Beziehung einsteigt begibt sich schon auf den Weg der Trennung, so einfach ist das zu erklären. Es geht hierbei ausschließlich um die Kompatibilität die irgendwann durch Veränderungen der Persönlichkeit nicht mehr beidseitig synchron läuft und somit nicht mehr stimmig ist, der Anfang vom Ende . Die Wahrscheinlichkeit dass eine Beziehung langfristig hält ist in der heutigen Zeit hier bei uns sehr, sehr gering. Die Menschen von heute sind im Privatleben einer Beziehung nicht mehr belastbar und somit unfähig gemacht worden, ohne es zu merken. Das ist der Lauf und somit der Preis der Zeit! Alles ist mit dem Mensch machbar steht schon immer in den Geschichtsbüchern. (m)
 
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  • #5
Für mich ganz einfach:

Wenn die Beziehung mit einem Mann mein Leben nicht mehr bereichert bzw. wir beide festgestellt haben, dass wir uns auseinander entwickelt haben, der Mann was anderes will, einfacher, unkomplizierter, mehr seine Ego pflegend, aber im Gegenzug nicht meins pflegen wollen.

Weil Beziehungen auch krank machen können, weil Beziehung dem Umfeld=Kinder schaden können, weil es einfach nicht mehr passt. Es geht hier nicht um Schuld, sondern es geht darum, anzunehmen, was nicht mehr ist und dann sollte sich ein Erwachsener mit Respekt trainen können und dürfen.

w
 
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  • #6
Man trennt sich, wenn man endlich zu Bewusstsein kommt, dass man eigentlich mehr vom Leben möchte, als das, was man daheim hat. Du sagst, eigene Bedürfnisse litten und das sollte man nicht so leichtfertig unter den Tisch kehren. Eigene Bedürfnisse, die man verdrängt, schlagen sonst irgendwann mit voller Wucht zurück. Sich einfach nur gut verstehen reicht meiner Ansicht nach für eine heutige junge Partnerschaft nicht mehr aus.
 
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  • #7
Wenn die "Partnerin" plant, mich wirtschaftlich zu betrügen, indem sie von mir den Verzicht auf Grundbucheintragung eines gemeinsam zu bauenden Hauses verlangt und dann nicht akzeptiert, daß ich mich auf diese unglaublich plumpe Art nicht über den Tisch ziehen lasse, ist das allemal ein Grund, zu gehen.

Wenn Sie dann sogar mit monatelangem Psychoterror darauf reagiert, daß ihr dummdreist-perfider Plan nicht aufgeht, ist das erst recht ein Grund, zu gehen.

Wenn sie obendrein meine Tochter terrorisiert, daß diese beinahe auszieht, ist das ein dritter Grund zu gehen.

Wenn sie von mir ein Kind will, daß "nicht mit mir in einem Haushalt aufwachsen muß", ist das ein vierter Grund, zu gehen.

Wenn sie bei jedem Gespräch Partei gegen mich ergreift, weil sie damit ihr schwaches Ego aufpolieren muß - was sie von ihrer Mutter so gelernt hat - und wenn deshalb kein vertrauensvolles Gespräch mehr möglich ist - man also trotz Beziehung de facto einsam und allein ist, ist das ein fünfter Grund, zu gehen.

Wenn sie nicht Willens und in der Lage ist, ihr Kind zu erziehen, und dieses deshalb die ganze Familie in einem Umfang terrorisiert, dessen Schilderung nur ungläubiges Staunen hervorruft, ist das ein sechster Grund, zu gehen.

Wenn sie dann in der Schlußphase auch noch Stalking betreib - so, als ob das ganze Fehlverhalten noch nicht genug wäre, dann wäre das ein siebenter Grund, zu gehen - wenn man nicht schon vorher Schluß gemacht hätte.

M 49
 
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  • #8
Unterschiedliche Lebenseinstellungen, mangelnde Kommunikationsmöglichkeit darüber.

Rein grundsätzlich trenne ich mich dann, wenn ich merke, dass ich längere Zeit nicht mehr glücklich bin und mit der Partnerin nicht gemeinsam alt,werden möchte.

m, 46
 
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  • #9
Ich habe mich getrennt, als klar wurde, dass sich mit meinen beiden vorherigen Partnern nicht mal mehr ansatzweise so etwas wie Freundschaft leben lässt und meine langjährigen Freunde zuverlässiger zu mir stehen, als mein eigener Partner. Und in den Fällen war die Leidenschaft auf meiner Seite aber auch schon längst dahin. Höchste Zeit also, das zu beenden.

Für mich ist mein Partner die wichtigste und vertrauteste Person in meinem Leben. Von einer Person, mit der ich mein Bett teile, erwarte ich, dass sie sich mir gegenüber aufrichtig, fair, achtsam und liebevoll verhält. Genau das kann sie auch von mir erwarten. Jemanden, der mit sich selbst nicht klar kommt, den Partner nicht wertschätzen und nicht respektvoll kommunizieren kann, will ich nicht (mehr) an meiner Seite haben. Alles oder nichts, ich bin was das angeht, mittlerweile völlig kompromisslos.

Und mit meinem heutigen Partner, der das genauso rigoros sieht, ist endlich eine Partnerschaft möglich, in der wir die schönen Seiten ausgiebig genießen können, anstatt unsere Energien in unnötigen Grabenkämpfen zu verschwenden. Es tut gut zu wissen, dass das prima funktionieren kann, wenn man einen intelligenten Partner findet, der ebenfalls gelernt hat, worauf es im Leben ankommt.

Life is too short to drink bad wine ;)

w, 53
 
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  • #10
Trennen, weil es einem im sonstigen Leben zu gut geht? Auf die Idee bin ich noch nie gekommen, eine interessante Frage. Wie viele Vorredner habe ich mich immer getrennt, weil es in der Beziehung nicht gut lief, und ich keine Hoffnung mehr sah.

In meinem Freundeskreis kann ich eher beobachten, dass Paare Kinder bekommen, wenn im Leben alles glatt läuft. Aber dann ist in der Beziehung auch alles in Ordnung.

Ich denke, man kann sich leichter trennen, wenn man vom sozialen Umfeld aufgefangen wird. In der letzten Beziehung wäre ich vielleicht schon früher gegangen, wenn wir uns nicht gute Freunde geteilt hätten. Ich hatte Angst, liebe Menschen zu verlieren, denn viele glauben ja, man müsste sich für eine Seite entscheiden.

Also, wenn man aus Angst vor Verlusten länger in einer Beziehung ausharrt, warum sollte man nicht auch eher gehen, wenn man das Gefühl hat, behütet zu sein.

w
 
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  • #11
Hier die FS:

Ich finde es schade, dass doch so viele geschrieben haben, warum sie sich "akut" getrennt haben. Darum ging es mir bei meiner Frage nicht. Mir geht es eher um die Trennungen im "Guten". Also eigentlich hat niemand etwas falsch gemacht und man hat sich auseinander entwickelt. Das ist doch ncihts, wo man morgens aufwacht und feststellt, es passt nicht mehr, ich trenne mich. Wo man erkennt, ich liebe meinen Partner nicht mehr. Da ist der Prozeß doch sehr schleichend? Wann trennt man sich da?

Wenn ich hier zurückschaue, dann stelle ich mir halt die Frage, warum ich diesen Zeitpunkt gewählt habe. Ich entdecke halt keinen akuten Grund, es hätte auch ein Jahr früher oder später sein können. Und an der Stelle kommt die Idee mit der äußeren Wirkung, also dem guten Freundeskreis, der sich gerade besonders stabil anfühlte und dem Erfolg auf Arbeit, der mich beflügelt hat. War das Leben so gut, dass die Beziehung nicht mehr so wichtig war? Wäre die Beziehung weiter gelaufen, wenn der Rest nicht so glatt gelaufen wäre?
 
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  • #12
Hier die FS:

Mir geht es eher um die Trennungen im "Guten". Also eigentlich hat niemand etwas falsch gemacht und man hat sich auseinander entwickelt. Da ist der Prozeß doch sehr schleichend? Wann trennt man sich da?
Wenn ich hier zurückschaue, dann stelle ich mir halt die Frage, warum ich diesen Zeitpunkt gewählt habe. Wäre die Beziehung weiter gelaufen, wenn der Rest nicht so glatt gelaufen wäre?


Ich war auch sehr gespannt auf die Antworten, weil mich genau das Thema auch interessiert mit der Blickrichtung, warum habe ich mich getrennt und andere sind bei ihrem Partner geblieben.

Es gibt hier ja eine Antwort, die ganz krass davon ausgeht, dass ab Beginn einer Beziehung alles auf die Trennung zu läuft und das Leben nach der Trennung eigentlich wieder schöner ist und die Beziehung eigentlich nur eine Belastung war. Ich will diese Sichtweise für mich ablehnen. Ich finde es schön lange zwischenmenschliche Beziehungen zu haben, weil man auf diese Weise das Leben in Erinnerung behält. Ich hätte jetzt mit 30 schon manche lustige Klassenfahrt und erste Teenager-Urlaubsreise mit Freunden vergessen, wenn ich nicht mit alten Schulfreunden heute noch darüber sprechen könnte. Ich meine, im Leben soll man/frau schöne Erinnerungen sammeln und das geht nur, wenn man darüber mit jemanden sprechen kann.

Deine Vermutung kann schon richtig sein. Es gibt ja das Sprichwort "wenn es dem Esel zu geht geht, geht er aufs Eis".

Viele bleiben in der Beziehung, obwohl es ihnen nicht mehr gefällt, weil sie resignieren.

Ich denke, in der Beziehung müssen sich beide Personen entwickeln (Weiterentwicklung als Pflicht und Möglichkeit ) und die Entwicklung sollte in die selbe Richtung gehen.

, weil ich ja mit anderen Menschen, z.B. den Geschwistern oder alten Schulfreunden, inzwischen eine Jahrzehntelange Freundschaft habe, warum
 
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  • #13
Warum man sich trennt, wenn es einem gut zusammen geht? Keine Ahnung. Weil es einem zu gut geht? Weil einem 90 Prozent nicht reichen? Ich persönlich sehe schnelles Trennen als ein Zeichen einer unerwachsenen Haltung. In einer Beziehung soll es schön sein, sicher, aber Menschen haben alle Seiten, auch weniger schöne. Liebe ich einen, dann doch nicht nur seine guten Seiten. Ich liebe auch die anderen (außer Sucht, Gewalt) und bin immer wieder gespannt auf meinen Partner. Es gibt stets Neues zu entdecken, auch anstrengendes, auch ärgerliches, aber auch viel schönes. Wenn man nur die Sonnenseiten für sich beansprucht und an seinen Ängsten, Wunden nicht interessiert ist, dann benutzt man, aber Liebe ist das nicht.

w 46
 
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  • #14
Ich überlege mich nach 30 Ehejahren zu trennen, weil ich seit Jahren zu wenig Erotik und Sex habe. Das klingt zunächst unsinnig, aber ich halte es einfach nicht mehr aus. Eine Affäre mit einer anderen ist für mich keine Alternative. Jegliche Diskussion mit meiner Frau hat bisher nicht geholfen.
Ich bin sehr verzweifelt, kann mein Verlangen aber nicht abstellen.
M51
 
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  • #15
Eine gute Freundin von mir hat sich nach über 20 Jahren von ihrem ersten und einzigen Freund getrennt. Für sie war es wie Bruder und Schwester, sie hatte seit langer Zeit keine Lust mehr auf Sex mit ihm.Er wollte noch, beide wollten keine Außenbeziehung(en). Sie sagte mir, es lag nicht am Sex selbst, er gehe sehr auf die Bedürfnisse einer Frau ein. Außerdem konnte er keine Minute alleine sein außerhalb seines Jobs, was sie zunehmend nervte.
Das kommt eben vor-bei manchen viel eher.
Sie sind jetzt gute Freunde.
w.
 
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  • #16
Ja, die Trennung im "Guten" gab es, es nennt sich: Langeweile, Routine, kein Spaß mehr, sich bzw. den Partner und die Liebe selbstverständlich nehmen. Das ist das halt keine Liebesbeziehung mehr. Für mich gehört etwas Spannung und Aktion zum Lebenselixier, Impuls und Inspiration im Leben dazu, um den Alltag bestehen zu können und in der Beziehung Kraft tanken zu können. Wenn mein Partner ständig sagt: "ich bin zu müde", "ich hab keine Lust auszugehen", dann ist das zwar kein triftiger Trennungsgrund, aber ich erwarte dann einfach als anspruchsvolle Frau etwas mehr vom Leben als das. Nach 10 Jahren Beziehung in diesem Muster wird man irgendwann scheintot.
 
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  • #17
Hallo FS,
ich denke, man trennt sich leichter, wenn es in der Beziehung nicht gut läuft und man ein sehr gutes soziales Umfeld hat. Da entsteht kein großes Defizit, wenn die Partnerschaft in die Brueche geht.

Bei einer holpernden Beziehung ist es wie bei einem tropfenden Wasserhahn - irgendwann ist das Fass voll und es läuft über. Man kann eben eine Beziehung, die nicht gut läuft auf Dauer nicht ertragen, man kann es lange aushalten.
M.E. können Maenner sich darin sogar besser einrichten als Frauen - Bestätigung wird auf der Arbeit geholt, Sex bei anderen Frauen, ein ungleichgewichtiger Anteil an Haus- und Familienarbeit ist ja weniger das Problem von Maennern als von Frauen.
Offensichtlich erreichen sehr viele Frauen ihr Belastungsmass mit Anfang 40, wenn sie von den Kindern nicht mehr unentwegt gefordert werden, sie gleichzeitig die Arbeitszeit erhöhen, hoffen, dass sie jetzt auch wieder mehr eigenes Leben haben, mehr Paarzeit und feststellen, es läuft so weiter und es wird sich nie ändern. Das ist der Punkt, an dem ich in meinem Umfeld festgestellt habe, warum die Frauen gehen. Das Mass ist voll. Ausserdem lassen in dem Alter viele Frauen endlich ihre Unsicherheit hinter sich, sie trauen sich was zu, sie sehen, was sie in der Vergangenheit alles geschafft haben.

Konkret habe ich es ähnlich erlebt: mein Exmann ging von Anbeginn der Ehe fremd, später erfuhr ich, sogar schon bevor wir verheiratet waren. Ich habe es geschehen lassen, verlangt, er soll sich entscheiden. Als ich 40+ war, waren meine psychischen Reserven aufgebraucht, ich konnte und wollte so nicht weitermachen. Zu seinem kompletten Entsetzen habe ich mich getrennt - kompromisslos. Er hat mir Stein und Bein geschworen, dass es nie wieder passiert. Ich bin sogar geneigt, ihm zu glauben, denn er hat sich durch die Trennung extrem finanziell verschlechtert - ich war die Frau mit dem hohen Einkommen und Vermögen.

Wieviel Kraft mich das gekostet hat, zeigte sich in mehreren Klinikaufenthalten, weil ich psychisch komplett zusammengebrochen war. Ehrlich gesagt, ich habe mich bis heute davon nicht erholt und daran merke ich, dass ich mich viel zu spät getrennt habe, erst als nichts mehr ging. Ich bin extrem leistungsorientiert und kann hohem Druck offensichtlich bis an die Grenze zur Selbstzerstoerung standhalten. Das und die Folgen davon sind nicht erstrebenswert.

Daher gratuliere ich allen, die sich trennen, wenn das Fass überlaeuft, statt zu warten, bis das Wasser bis zum Hals steht. Besser wäre es (viel gewonnene Lebenszeit und -qualität), sich zu trennen, wenn man merkt, man bekommt den Hahn nicht zugedreht.
 
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  • #18
So wie viele es ihr schreiben betrachten sie eine Beziehung als Garantie zum eigenen Wohlbefinden.
Das sollte im großen und ganzen auch so sein, aber auch der andere ist mir super wichtig und dessen Gefühle. Wenn ich mich zu einer Beziehung bekenne dann Liebe ich meinen Partner über alles und immer. Da ist es egal ob wir immer einer Meinung sind, ganz im Gegenteil das macht die Beziehung erste interessant man lernt sich kennen, man kann gemeinsame Auswege suchen und finden.
Wenn aber der andere immer gleich aufgibt weil es grade nicht so schön ist betrügt er den anderen um die ganzen Jahre davor. Es gibt keine Garantie aus ständiges Glück, aber man kann sich garantieren immer für die Liebe zu kämpfen. Jedoch ist das wahrscheinlich das was die Menschen verlernt haben, die meisten können nur noch Benutzen und bei Nichtgefallen wegschmeißen.
Ich würd selber zwei Mal weggeschmissen immer mit der Rechtfertigung Liebe vergeht, Leider nicht bei mir. Darum denke ich man muss sich nicht Trennen man muss lernen zu Leben und zu Lieben nur dann kann man Lange zusammen Leben meine Großeltern waren 53 Jahre ein Paar nicht immer Glücklich aber auch nicht wirklich unglücklich. Sie haben Gelernt zu kämpfen und dem anderen den Rücken frei zu halten wenn es ihm nicht so gut ging und hatten einen wunderschönen Lohn dabei.
 
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  • #19
Mein Mann hat sich von mir getrennt. Ich habe anfänglich nicht verstanden warum. Es lief doch alles gut. Nun nachdem wir auseinander sind beginne ich zu begreifen, dass ich mich schon vor Jahren in dieser Partnerschaft aufgegeben habe. Ich habe mich immer mehr zurückgezogen und er hat dann irgendwann darauf reagiert. Heute bin ich ihm dankbar, dass er diesen Schritt getan hat. Ich bin wieder lebenslustiger geworden, unternehme mehr und kann mich endlich wieder selbst versorgen. Vorher habe ich nur den halben Tag gearbeitet - das hat mich auch nicht ausgefüllt und unzufrieden gemacht.
Er hatte die besseren Karten - einen Vollzeitjob, ein Hobby das ihn ausgefüllt hat, er war innerlich einfach zufriedener als ich und somit auch gefestigter diesen Schritt zu tun.
 
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