• #61
Joa...ich habe viel reflektiert, denn das alles weiß ich jetzt ja immerhin.
Früher aber nicht. Früher habe ich immer wieder den gleichen Fehler gemacht. I

Und damit triffst Du exemplarisch den Kern.

Man sollte reflektieren nach einer Partnerschaft, Eigenanteile, Partnerwahl, etc.
Sollte - kann man überhaupt?
Manches mag offensichtlich sein, wenn man dies und jenes tut, ist es für eine gute Partnerschaft nicht zuträglich.
Aber stellt man sein Tun immer so in Frage? Findet man nicht auch gute Gründe, warum man in gewissen Situationen so und nicht anders handelt?
Beispiel - für mich ist Schnüffeln ein NoGo, für andere fast Pflicht.

Woher weiß man, was eine "gute" Partnerschaft ist? Das sind Lernprozesse, und was für mich gut und stimmig ist, passt nicht für Dich, frei, oder für Dich, Tom.
Was für mich vor 30 Jahren passte, passt heute nicht mehr.

Vieles, was bei der Partnerwahl passiert und in Partnerschaften, kommt aus dem Unbewussten - wann reflektiert man, dass man sich einen Partner gesucht hat, bei dem man um Liebe kämpft wie bei den Eltern?

Wann wird man sich seiner Bedürfnisse bewusst, steht dazu, dass man Nähe will und braucht, wann hat man schädliche Glaubenssätze überwunden, erkennt diese überhaupt?

Von außen sieht manches schlüssig aus,, sagt sich einfach, aber Selbstbild, u d Bild von außen - was ist objektiv richtig? Am Ende enthalten beide Wahrheiten.

Ich denke, es werden oft Erwartungen postuliert, gerade von einer IMin, die nicht erfüllbar sind.

Und frei, schau, ich habe lange Therapie gemacht, heute den Partner, der zu mir passt. Tatsächlich.
Du hast einen anderen Weg gewählt, es passt auch für Dich.
Ich freue mich für Dich, dass es so passt.
Aber - Wer weiß, welche Art Partnerschaft Du führen würdest, wenn Du Deinen Vater und Deine Kindheit verarbeitet hättest, heute in den Spiegel schauen könntest und sagen, da ist eine super attraktive, wunderbare, tolle Frau. Nicht nur superintelligent, sondern warmherzig, liebevoll und wirklich attraktiv.
Ich glaube nämlich, dass Du das bist.
Aber im Spiegel würdest Du immer die minderwertige Tochter Deines Vaters sehen, und das finde ich sehr, sehr schade.

Partnerschaft, Partnerfindung ist komplex, es ist Try und Error, und Pauschalsätze funktionieren nicht.

Das Einzige, was für mich gilt, kein Beginn einer neuen Partnerschaft während einer bestehenden Beziehung.

W, 51
 
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  • #62
weil man sich emotional deutlich abgrenzen kann und die Elternbeziehung daran keinen Schaden nimmt, während das bei einer Paarbeziehung ja nun doch eher kontraproduktiv ist.

Hier dürfte bei Dir gerade ein wesentlicher Fehler vorliegen, der auch Dein Fragestellung hier mittelbar beeinflusst.

Es ist eben auch in einer Partnerschaft sehr wichtig, sich abzugrenzen, gerade dann wenn der Partner starke egomane oder narzisstische Tendenzen hat.
Nur so kann die Partnerschaft dann überhaupt weiter existieren.

Du (und dauernd auch @inspirationsmaster) vernachlässigen viel zu sehr die Beziehungsdynamik, Persönlichkeitsbilder und Machtgefälle, welche sich in Paarbeziehungen nunmal ergeben.

Dies ist dem Umstand geschuldet, dass wir Menschen sind und hier persönliche Eigenschaften sehr unterschiedlich verteilt sind.
Oder einfacher gesprochen:
Auch schwierige Menschen können "Beziehung", wenn man mit ihen gute Regelungen trifft.

Hier wird (gerade von inspi) immer dazu geraden doch immer für sich in jedem Zweifel eine "besseren" (vielleicht charakterich einfacheren oder angenehmeren) neuen Partner zu suchen.
Das mag im Einzelfall funktionieren, aber insgeamt geht das natürlich nicht, weil ja auch die "bösen" Menschen ja dann in diesem Gesamtsystem aller dieser Gesellschaft mitintegriert werden müssen.
Die verschwinden ja nicht einfach.

Die Liebsbeziehung kann auf lange Sicht nur dann exitieren wenn diese Dinge alle gut ausbalanciert werden.

Liebe ist in langen Beziehungen ben kein Zufallsprodukt sondern das Ergebnis ausgewogener Strukturen und Abmachungen.

Denn im anderen Falle wird auch die Liebe scheitern. Sie war einmal der Auslöser, wird später aber eben auch zum Produkt einer Beziehung.
 
  • #63
Ich werde es nie verstehen, wie man von einer Person zur nächsten wechseln kann.
Auch kann ich das Gerede von....schon abgeschlossen innerhalb der Beziehung, nicht mehr hören.

Meine letzte Beziehung endete vor zwei Jahren, am 24.12.....von jetzt auf sofort, hatte einmal darüber geschrieben.

Ich habe IHN noch nicht ausgetauscht, noch nicht gedatet, oder sonst etwas.
Die Trennung war sicher vorprogrammiert, von beiden Seiten, es ging nicht mehr, er wollte mich an diesem Tag seiner Mutter vorstellen, nach Italien reisen, ein Wort ergab das andere, jedenfalls sind wir nach kurzem, heftigen Streit auseinander gelaufen.

Ich bin ziemlich sicher, dass ich schnell ausgetauscht wurde, er ist leider sehr empathiebefreit........ich bin noch immer am aufarbeiten dieser toxischen Beziehung. Da müsste mir schon ein Mann vor die Füße stolpern, dass ich ihn sehen würde.

Man hat doch viel erlebt miteinander und da rede ich nicht von 20jähriger Ehe, die sich tot gelaufen hat.

Ich kann doch nicht ein Monat später dasselbe Spiel mit einer anderen Person beginnen. Da hängt doch soviel dran, eine Beziehung kann man doch nicht wie einen alten Mantel abstreifen und einen neuen anziehen??

Mir tun Männer leid, die das können, da zählt der Mensch nicht als solcher, da ist man doch nur Irgendwer, leider geben sich viele Frauen dafür her.

Ich bin mir mehr Wert, als dass ich ins nächste Bett schlüpfen würde, nur um zu vergessen, getröstet zu werden,.....aber Jeder wie er kann.

Um nochmal auf totgelaufene Beziehungen zurück zukommen, ich war auch mal 20 Jahre verheiratet, haben uns endlich getrennt, da war schon lange keine Liebe mehr da.
Ich war frei und genoss mein neues Leben, hat jetzt nichts mit Sex zu tun, einfach frei sein, mit den Kindern ein neues Lebensgefühl leben.

Einen neuen Mann suchte ich mir da auch erst nach eineinhalb Jahren.
 
  • #64
Es ist eben auch in einer Partnerschaft sehr wichtig, sich abzugrenzen,

Inwieweit?
Emotionale Abgrenzung in Partnerschaften sollte man hier zumindest kritisch ansehen.
Eine Bindung entsteht nicht, wenn ich mich nicht auch emotional einlasse.

Das ist einer der großen Knackpunkte.
Wie weit grenze ich mich ab, wie weit bleibe ich unabhängig. Wie weit lasse ich mich auf den/die andere ein.
Die Balance zwischen ICH und WIR - eine Balance, die jeder nur für sich definieren kann.
Wieviel emotionale Nähe möchte ich, brauche ich - und kann/will ich geben.
Du bist jemand, Kirovets, der nach Deinen Posts eine emotional sehr distanzierte Beziehung führt, Dir geht es vor allem um die sexuelle Komponente.
Da ist für Dich die emotionale Abgrenzung wichtig.
Ich würde so emotional verhungern.

Bei dem Beispiel Partner mit narzisstischen Tendenzen - da zäumst Du für mich das Pferd falsch herum auf.
Du schreibst mit Recht, mehr Distanz, alles andere ist schädlich.
Nun wäre ich ein Mensch, dem emotionale Nähe wichtig ist, ein Maß an Nähe, das bei einem solchen Partner für mich schädlich wäre. Und da finde ich, sollte ich auf mein Bedürfnis hören, und mich nicht dem Partner anpassen, sondern mir den passenden Partner suchen. Den, mit dem ich mein Maß an emotionaler Nähe leben kann.

Liebe ist in langen Beziehungen kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis ausgewogener Strukturen und Abmachungen.

Da bin ich bei Dir mit einer Einschränkung -
Liebe ist kein Ergebnis.
Sie entsteht durch eine gewisse Dynamik zwischen 2 Menschen, Chemie, Bindung, Gefühle, etc. Nicht exakt definierbar, wie der Begriff an sich, weil jede*r dieses Gefühl anders empfindet.
Es geht in Partnerschaften, die darauf basieren, darum, wie bewahre ich sie.
Da kommen dann die ausgewogenen Strukturen, die Augenhöhe, "Abmachungen" ergänzt um Respekt, Wertschätzung und achtsamem Umgang. Immer im subjektivem Maßstab.
Liebe bedarf Pflege.
Fehlt dies, verschwindet sie schleichend, bis man eines Tages aufwacht und merkt, der Mensch, der neben einem schnarcht, ist einem völlig gleichgültig geworden.

W, 51
 
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  • #65
Hier dürfte bei Dir gerade ein wesentlicher Fehler vorliegen, der auch Dein Fragestellung hier mittelbar beeinflusst.

Es ist eben auch in einer Partnerschaft sehr wichtig, sich abzugrenzen, gerade dann wenn der Partner starke egomane oder narzisstische Tendenzen hat.
Nur so kann die Partnerschaft dann überhaupt weiter existieren.

Ein sehr guter Einwand und ganz wesentlicher Punkt.

So hart sich dies vielleicht anhört, insbesondere wenn ein Partner schwer chronisch erkrankt, keine Heilung möglich oder absehbar ist, ist es extrem wichtig, dass man es schaft nicht dauerhaft mit zu leiden, sich also abzugrenzen.

Mitgefühl ist richtig aber dauerhaftes Mitleid macht einen selbst krank und das hilft dem Partner der ja möglicherweise auf eine starke Stütze angewiesen ist, überhaupt nicht.

Auch eine symbiothische Beziehung (das absolute Gegenteil von Abgrenzung) zwischen zwei vielleicht sehr bedürftigen Menschen ist ein aus meiner Sicht schwieriger Irrweg. Es ist so ähnlich wie mit Erwerbsarbeit. Wenn sie mein einziger wesentlicher Lebensinhalt ist, was passiert mit mir wenn ich in Altersrente gehen muss?

@INSPIRATIONMASTER 's Ideen (fast schon Befehle) haben aus meiner Sicht fast schon den Charakter einer Abspaltung wie sie als Teil einer Traumaerfahrung auftreten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #66
weil man es ansonsten mit den künftigen Menschen auch wieder schwer haben wird, weil es hier kaum jemanden gibt, der das lange mitmacht.
Dem stimme ich nicht zu, sehr viele Frauen und Männer bleiben viel zu lange in nicht guttuenden Beziehungen, was die neue Beziehung gleich zu Beginn unbewusst sehr stark belasten wird!
Außer allein zu bleiben, was ich dann auch lange Jahre tat.
Viele Menschen können nicht alleine bleiben, was die Ursache ist für immer wiederkehrende falsche Partnerwahl!
 
  • #67
Außer allein zu bleiben, was ich dann auch lange Jahre tat.
Das war bei mir genauso so. Als es mit meiner Ex auseinander ging war ich 2 Jahre alleine. Nach den 2 Jahren habe ich meine Frau kennengelernt.
Viele Menschen können nicht alleine bleiben, was die Ursache ist für immer wiederkehrende falsche Partnerwahl!
Das hat frei ja schon angedeutet. In einer gewissen Weise hast du natürlich recht. Ich möchte auch nicht mit einer Frau zusammen kommen die nicht erstmal eine Zeitlang alleine war. Das Problem ist nur: Wie kann man das nach prüfen? Im Endeffekt geht das gar nicht.

Wenn ich an meine Großeltern noch denke, denke ich immer, es war große Liebe. Sie sind beide mit 71 gestorben. Meine beiden Omas mit 90. Sie haben sie nie jemanden Neues gesucht. Wahrscheinlich war das eine andere Zeit.
 
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  • #69
...beenden die Beziehung meistens nicht von sich aus, sondern warten, bis die Frau die Nase voll hat und geht.

Passt irgendwie nicht zu
Sie haben bereits verarbeitet, als der Mann noch dachte, dass alles in Butter sei (weil er das Gesagte z.B. nicht ernst genommen hat).

Da hat doch der Mann dann genauso die Beziehung für sich beendet und wartet nur noch auf eine bessere Gelegenheit oder geht eben nebenbei fremd.

Daher versuchen viele Männre ihre Frauen wieder zu bekommen. Sie haben es eben meist zu spät bemerkt. Deutlich mehr Männer kommen zu mir, weil sie nicht abgeschlossen haben.

Wenn ich mich durch die Beiträge hier so querlese, dann stelle ich keinen so großen Unterschied zwischen Männern und Frauen fest. Mag sein, dass Deine Exmänner Dir alle hinterherlaufen, aber kann man das dann verallgemeinern?

Beide verharren in Beziehungen, mag sein, die Männer aus "Bequemlichkeit", aber wie oft haben wir denn hier Frauen, die sogar bei psychischer oder körperlicher Gewalt bleiben? Wie oft Frauen, die unbedingt einen Mann "wiederbekommen" wollen?
Du hast schon an anderer Stelle erwähnt, dass Du therapeutisch tätig bist. So richtig strukturiert und durchdacht hört sich das alles nicht an. Nicht umsonst sind ja Therapeuten oft genug auch mit eigenen Problemen beschäftigt.


Die Badewannenkurve :)
Ein Modell aus dem Maschinenbau.

Zuverlässigkeitstechnik und auf alle technischen Systeme anwendbar. Und wenn ich hier so lese, funktioniert es für biologische und soziologische Systeme auch :)
Manche Beziehungen werden nur biologisch beendet, ehe sie den hinteren Teil der Kurve erreichen :)
 
  • #70
Das ist nicht verwerflich, dennoch verstehe ich es nicht ganz. Wieso lässt man sich selbst keine Zeit, zu verarbeiten und im Leben ohne die Expartnerin anzukommen?
Gibt es dafür gute Gründe?
Wie auch hier im Forum häufig thematisiert wird, sind die meisten Männer oberflächlich orientiert und überwiegend nur auf Sex aus.
Die wertvollen Männer, die hauptsächlich die inneren Werte einer Frau schätzen und den Wert ihrer Intelligenz und Emotionalität über eine äußere, vergängliche Attraktivität stellen sind weit in der Minderzahl.

Daher ist es für die meisten Frauen auch so schwer, einen Mann zu finden, der ihre Emotionalität nicht nur versteht, sondern im eigenen Verhalten dies auch spiegelt.
Gerade Männer, die nicht nur über Gefühle sprechen, sondern diese auch permanent nach außen tragen sind selten. Allerdings zeichnet sich ab, daß es eine Entwicklung zu mehr Emotionalität bei den Männer gibt.

Und eine andere postitive Entwicklung zeichnet sich ebenfalls ab. Ich kenne zunehmend mehr Männer, die aus Trennungen und besonders aus Scheidungen heraus beschließen, ganze Jahre, Jahrzente oder auch länger danach mit Reflektionen über die zerbrochene Beziehung zu verbringen und folgerichtig auch keine Frauen mehr zu daten.
Wir sind also auf einem guten Weg für Männer und Frauen.

mMenschÜ50 (noch von der aussterbenden Garde, der nicht mal 6 Monate nach der Trennung mit neuen Dates warten konnte und die Ex damit auf die Palme brachte)
 
  • #71
Da hat doch der Mann dann genauso die Beziehung für sich beendet und wartet nur noch auf eine bessere Gelegenheit oder geht eben nebenbei fremd.
Doch, das passt schon. So ein Mann hat die Beziehung nicht beendet, er sah sie von Anfang an ganz anders, also vom Ding an sich her, er war mit "weniger" zufrieden, weil die Beziehung auch nicht dieselbe Bedeutung für ihn hat wie für die Frau, die viel mehr gemeinsam machen will, die die Beziehung mehr gestaltet als er. Er geht auch davon aus, dass die Frau die Beziehung unbedingt und mehr will als er, weil es eher die Frau am Anfang ist, die den Mann zu mehr Zusammenzeit kriegen will, die Zusammenziehen will usw.. Der Mann denkt gar nicht, dass das anders sein könnte.

Ich würde allgemein und für "die breite Masse" (natürlich gibt es Ausnahmen) sagen, eine Frau packt eine Beziehung emotional meist in den Mittelpunkt ihres Daseins. Der Mann will einfach sein Leben so weiter führen und dabei noch was Angenehmes haben, das von allein gut läuft.
Wer braucht die Beziehung nötiger für sich selbst, wer müht sich mehr ab und gibt dem anderen dadurch mehr die Sicherheit, dass diese Beziehung nicht wieder aufgelöst wird. Der ist erstmal der Underdog. Wenn er dann irgendwann merkt, dass er doch nicht bekommt, was er will an Zufriedenheitsgefühlen in der Beziehung (z.B. wenn die Kinder ausm Haus sind und das Paar wieder als solches funktionieren soll), ist er eher trennungsbereit, während der andere dachte, das läuft so weiter, war doch immer gut. Partner/in hat immer rumlamentiert, ihm/ihr fehle dies und das, aber schlussendlich ist sie/er doch immer geblieben. Aber eben in der Hoffnung, dass diese für ihn elementaren Beziehungsaspekte doch noch erfüllt werden oder er sie endlich loslassen kann. Konnte er aber nicht und hat somit was rausgefunden, das ihm wichtig ist in einer Beziehung und das er vor Eingehen der Bez. nicht wusste.

Und eine andere postitive Entwicklung zeichnet sich ebenfalls ab. Ich kenne zunehmend mehr Männer, die aus Trennungen und besonders aus Scheidungen heraus beschließen, ganze Jahre, Jahrzente oder auch länger danach mit Reflektionen über die zerbrochene Beziehung zu verbringen und folgerichtig auch keine Frauen mehr zu daten.
Wenn Du der Meinung bist, dass es auch wertvolle Männer gibt, dann kannst Du eigentlich nicht der Meinung sein, dass es nicht auch wertvolle Frauen gibt. Mit Nicht-Daten findet man die aber auch nicht.
Also der gute Weg wäre mE eher, nicht nicht mehr zu daten, sondern besser aussuchen zu können.
 
  • #72
wie oft haben wir denn hier Frauen, die sogar bei psychischer oder körperlicher Gewalt bleiben?
Das ist mE nicht der Punkt, dass auch Paare unter solchen Umständen zusammenbleiben. Die Frage ist ja, WENN sich getrennt wird, was passiert dann am häufigsten. Ich denke, dass der MANN der Überraschte ist und noch weiter davon überrascht wird, dass er die Beziehung vermisst, obwohl ihm das Genörgel, er solle sich ändern, schon auf den Keks ging, auch wenn er es nicht für voll genommen hat.
Warum drohen Männer damit, dass sie die Frau umbringen wollen, warum stalken sie sie, wenn sie gehen? Das sind statistisch enorm viele Fälle, und viel mehr als von Frauen.

Allerdings muss ich zum Zitat noch was sagen: Wieviele Männer ertragen Gewalt in einer Beziehung, die definieren psychische Gewalt gar nicht als solche, und weil sie Frauen nicht gleichwertig wahrnehmen, ist auch eine geschmissene Pfanne doch nichts, dem man Aufmerksamkeit schenken müsste. Oder demütigendes Verhalten in der Öffentlichkeit.
Der Mann ist wär ja immer noch stärker, WENN er wollte. Also tut er nichts, um aus der Situation zu kommen, oder er weiß auch gar nicht, was er tun sollte, und hält sich für einen Einzelfall.
Es war doch viele Jahre in früheren Filmen "witzig", wenn die Frau den Mann runtermachte, wenn sie sagte, sie hätte auf ihre Mutter hören sollen usw.. Wenn sie den Mann ohrfeigte. Das Bild ist immer noch in Männer- und Frauenköpfen drin, zumal unsere Generation ja noch komplett damit aufgewachsen ist, dass sowas ok ist.

Wenn eine Beziehung eher die klassische Rollenverteilung bedient, also Mann sagt, wo es lang geht, weil er mehr verdient oder der einzige ist, der verdient, wird sich die Frau ja eher unterordnen, zumal sie wegen der Kinder mehr oder weniger Zeit ausfallen wird. Aber wenn sie eine gewisse Unabhängigkeit finanziell behält, weil sie auch arbeiten geht und nur nicht so viel verdient, hat sie schon noch Ansprüche an die Beziehung, die sie geltend machen will.

Ich glaube, bei manchen Paaren dreht sich das ganze gewaltig, wenn die Kinder ausm Haus sind und das Paar wieder als Paar funktionieren müsste, aber nie wirklich hat. Und wenn dann noch hinzukommt, dass der Mann Potenzschwierigkeiten bekommt und damit nicht mehr so stark erscheint, macht das mitunter mit Frauen auch was. Betrügen kann er sie nicht mehr, finanziell wäre er schlecht dran, wenn man sich scheiden ließe, Sex ertragen (falls die Frauen das haben, damit er bleibt), muss die Frau auch nicht mehr, vor den Kindern wäre er bei Scheidung der böse Elternpaarzerstörer, der die Frau, die ihn nicht auszahlen kann, auch noch ausm Haus wirft, das SIE immer geputzt hat ... Es kommt oft eine Zeit des Rückzahlens, wenn sich einer untergeordnet hat und sich machtlos gefühlt hat in bestimmten Bereichen.
 
  • #73
Gerade Männer, die nicht nur über Gefühle sprechen, sondern diese auch permanent nach außen tragen sind selten. Allerdings zeichnet sich ab, daß es eine Entwicklung zu mehr Emotionalität bei den Männer gibt.
Da muss ich widersprechen. Es tut mir sehr leid, aber es bringt nichts über Gefühle zu sprechen, wenn die nicht da sind. (Falls du was anderes meinst, bitte differneziere).

Ich kenne zunehmend mehr Männer, die aus Trennungen und besonders aus Scheidungen heraus beschließen, ganze Jahre, Jahrzente oder auch länger danach mit Reflektionen über die zerbrochene Beziehung zu verbringen und folgerichtig auch keine Frauen mehr zu daten.
Das scheint erstmal nett zu sein. Faktisch bedeutet es, das die Männer erstmal ihre Wunden lecken und sich verkriechen. Was daran schön sein soll, erschließt sich nicht ganz.

Und ganz ehrlich... die Tendenz über innere Werte zu sprechen (besonders unter Frauen) stelle ich auch fest. Nur leider ist dies so lange irrelevant, wie ein Mann einen optisch (leider) unattraktiv findet.

Im Rahmen Body Positivy wird das leider oft ausgeblendet.
 
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  • #74
Nur leider ist dies so lange irrelevant, wie ein Mann einen optisch (leider) unattraktiv findet.
Ernstgemeinte Frage am Beispiel "mehr Gewicht als normal": Gilt das anders als für Frauen, also würde eine Frau eine übergewichtigen Mann AUCH aussortieren, zumal sie vermuten müsste, dass er Potenzschwierigkeiten hat oder zumindest nicht mehr zur die Missionarsstellung fähig ist? Oder würde sie ihn eher tolerieren als ein Mann eine übergewichtige Frau?

Bodypositivity wird mE falsch verstanden von beiden Seiten. Natürlich darf niemand diskriminiert werden, weil er so aussieht, wie er aussieht. Leider passiert das zu oft ohne Ahndung. Aber Schönfinden, Sexyfinden ist was anderes, das kann man nicht einklagen und sollte man differenzieren. Klar gibt es Menschen, die es unwichtig finden oder schön finden. Aber wenn es um das allgemeine Schönheitsideal geht, muss man der Wahrheit ins Auge blicken, dass man dem nicht entspricht und dass Leute, die danach gehen, einen unattraktiv finden.
 
  • #75
Ich hoffe, es wird von der Moderation erlaubt, das ich dir antworte, da diese etwas umfangreicher ist.
Ernstgemeinte Frage am Beispiel "mehr Gewicht als normal": Gilt das anders als für Frauen, also würde eine Frau eine übergewichtigen Mann AUCH aussortieren, zumal sie vermuten müsste, dass er Potenzschwierigkeiten hat oder zumindest nicht mehr zur die Missionarsstellung fähig ist? Oder würde sie ihn eher tolerieren als ein Mann eine übergewichtige Frau?
Das ist wirklich schwer zu sagen! Mir persönlich ist Attraktivität wichtig. Als ich bei FB vor einem Jahr meine Meinung, bei einem Beitrag, zu Pfunden geäußert habe, wurde ich angefeindet. Innere Werte und so, ich sei Oberflächlich....Meine Argumente, wie Gesundheit, Geruch oder Anziehung wurden komplett ignoriert.
Jedenfalls hatte ich den tatsächlichen Eindruck, anhand der Diskussion, das Frauen wohl toleranter sind. Jetzt kommt das ABER: In meinem Freundes- und entfernten Bekanntenkreis kann ich dies nicht bestätigen. Da haben Frauen sehr wohl auf Optik, Status, Vita, etc. geschaut. Da standen innen Werte eben nicht auf Platz 1. Deswegen konnte ich mir bisher keine Meinung bilden.
Aber wenn es um das allgemeine Schönheitsideal geht, muss man der Wahrheit ins Auge blicken, dass man dem nicht entspricht
Das waren meine ähnlichen Worte, ohne beleidigend zu sein. Was glaubst du, was für einen Aufstand es gab... Bodyshaming wurde mir unterstellt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #76
Wenn sie den Mann ohrfeigte. Das Bild ist immer noch in Männer- und Frauenköpfen drin, zumal unsere Generation ja noch komplett damit aufgewachsen ist, dass sowas ok ist
Leider nicht nur in alten Filmen, sondern auch in aktuellen. Ist mir erst vor ein paar Wochen aufgefallen. Das Schema nahezu immer identisch: er macht irgendwas Schlimmes, zumeist geht er fremd o.ä., sie holt aus und knallt ihm eine. Er reagiert perplex oder holt ebenfalls aus. Am Ende vertragen sie sich wieder als wäre nie was gewesen. Ich finde es immer unglaublich. Als wäre Ohrfeigen verteilen bei Filmemachern das Natürlichste der Welt bzw. das Natürlichste in einer Beziehung. Entweder geht es bei denen immer sehr impulsiv zu ( um es höflich auszudrücken) oder aber, man versucht tatsächlich diese alten Filme zu imitieren, vergisst aber, dass wir derzeit im 21. Jahrhundert leben. Das Frauen ihre Männer ohrfeigen habe ich im RL jedenfalls noch nie erlebt, was nicht heisst, dass es dies nicht gibt, aber jedenfalls nicht in der Häufigkeit wie es uns die Filme glauben machen wollen.

W,55
 
  • #77
Das waren meine ähnlichen Worte, ohne beleidigend zu sein. Was glaubst du, was für einen Aufstand es gab
Ist ein heikles Thema, viele sind empfindlich und man kann in einen kleinen Satz ja kaum alles so packen, dass die Aussage in jeder Wortgruppe unmissverständlich raus kommt. Außerdem wird das allgemeine Schönheitsideal an sich ja in Frage gestellt, und das zu recht, wenn es einfach nur um dünndünneramdünnsten geht. Das meinte ich auch nicht mit "Schönheitsideal". Auch wenn Leute sich tatsächlich damit irre machen lassen und ich mir auch schon anhören konnte, ich sei "kräftig" mit Gr. 40/42. Ich habs ja schon mal geschrieben, früher, als ich 36 hatte, musste mir jeder zweite auch sagen, ich sei zu dünn, magersüchtig usw.. Sie können es nicht lassen, ungefragt den Körper zu beurteilen, und DAS IST ES, was endlich aufhören sollte. Und die Vorurteile gegen Menschen, die nicht dem Ideal entsprechen, haben auch aufzuhören, von wegen, dass Menschen mit mehr auf dem Leib faul und undiszipliniert wären oder sowas.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters und wen muss ich zufriedenstellen außer mich.
Aber wie gesagt, den anderen eine Meinung eintrichtern, kann man nicht. Der Punkt für mich hier ist, dass man das weder verlangen muss, dass andere einen schön finden, noch dass es einen kratzen muss, wenn andere das nicht tun.
Was das Bild von Frauen angeht in der Werbung - ich sehe immer noch nur leicht bis sehr schlanke Frauen. Hat sich mE nichts geändert, aber zumindest gibt es schon Moderatorinnen, die nicht superdünn sind. Ich denke, das ist insbesondere ein wichtiger Punkt bei dem Thema, weil es das allgemeine Bild und die verminderten Berufschancen aufgreift.

DAS zumindest war früher anders. Aber wenn die Figuren nicht als unreflektierte Typen dargestellt werden und das Verhalten das normale sein soll - naja ^^. Wenigstens ist die körperliche Gewalt in der Beziehung aber nach und nach rechtsrelevantes Thema geworden.

Ich hab es schon an anderer Stelle mal geschrieben, dass ich neulich gesehen habe, wie zwei Paare miteinander umgehen. Bei dem einen kann ich sagen, wenn Provokation, Demütigung, Bodyshaming, Beleidigung, Niedertracht und Bloßstellen Wunden hinterlassen würden, wäre der Mann eine Opferfigur aus einem Slasherfilm und die Frau hätte auch einige tiefe Schnitte, die ganz subtil zugefügt wurden.
Gewalt hat viele Gesichter und ich glaube, unsere Gesellschaft ist da echt noch total unsensibel. Dazu zähle ich auch die Bewertungen, die andere ungefragt über das Aussehen mancher Menschen loslassen, um mal den Kreis zu schließen zum Postanfang.
 
  • #78
Die wertvollen Männer, die hauptsächlich die inneren Werte einer Frau schätzen und den Wert ihrer Intelligenz und Emotionalität über eine äußere, vergängliche Attraktivität stellen sind weit in der Minderzahl.

Das war gleich mal ein Lacher am frühen Morgen.

Sehr viele Frauen würden diesen Typ Mann dann als Langweiler unbeachtet lassen. Der „Frauenversteher“ landet meist bestenfalls in der Friendzone und darf dann trösten, wenn wieder irgendein anderer interessanter war. Mindestens bei den jüngeren Frauen...

Und mal ehrlich: eine Partnerin habe ich nicht nur, weil sie so tolle innere Werte hat. Meine ist auch äußerlich attraktiv und vergänglich sind wir alle. Die heldenhaften Idealisten dürfen sich dann frei bedienen, bei den Frauen, die meinen, ihre inneren Werte seien so toll, dass das Äußere völlig unwichtig sei. Und auch das ist meist noch eine unrealistische Fehleinschätzung.
 
  • #79
Wenn Du der Meinung bist, dass es auch wertvolle Männer gibt, dann kannst Du eigentlich nicht der Meinung sein, dass es nicht auch wertvolle Frauen gibt. Mit Nicht-Daten findet man die aber auch nicht.
Also der gute Weg wäre mE eher, nicht nicht mehr zu daten, sondern besser aussuchen zu können.
Zuviel Verneinung.
Ich übersetze mal: "Wenn du der Meinung bist, daß es auch wertvolle Männer gibt, dann kannst Du eigentlich der Meinung sein, daß es auch wertvolle Frauen gibt.

Antwort:
Klar, der Meinung bin ich. Und ich meine auch, daß es insbesondere für Frauen wertvoll ist, wenn Männer, die mit Verletzungen aus Beziehungen und/oder Scheidungen kommen, möglichst lange nicht mehr mit Frauen Verabredungen (Dates) haben. Dann bleiben Frauen schlechte Erfahrungen mit vorbelasteten Männern erspart und vice a versa.

Unsere primäre Aufgabe als Männer ist es doch(?), es den Frauen so einfach und angenehm wie möglich zu machen.
Auf das Verabreden/Daten übertragen bedeutet das, möglichst nur die Männer zur Auswahl zu lassen, die noch nicht beziehungsgeschädigt sind.
Das macht es für Frauen wesentlich einfacher, einen Mann ohne Ballast zu fnden.

Üblicherweise sind die Männer, die dann übrig bleiben die mit der hochgradig nach außen getragenen Emotionalität. Eine Win-Win-Situation für Frauen, denn Männer, die ihre Gefühle offen und oft zeigen ist ja das, was Frauen wollen.

mMenschÜ50 (der noch als Indianer aufgewachsen ist)
 
  • #80
Da muss ich widersprechen. Es tut mir sehr leid, aber es bringt nichts über Gefühle zu sprechen, wenn die nicht da sind. (Falls du was anderes meinst, bitte differneziere).
Zustimmung, natürlich meinte ich Männer, die sich für ihre Gefühle öffnen und diese Gefühlsbetontheit auch leben.
Nichts ist anrührender, als ein Mann, der angesichts der aufgeschürften Knie seiner Tochter oder auch nur wegen einer zerbrochenen Vase in Tränen ausbricht.

So wie ich es verstanden habe, ist das genau der Typ Mann, den sich die heutige Frau wünscht - und, das war es, was ich meinte - die Gesellschaft ist dabei, diesen Typ Mann gerade zu bekommen.
Denn schließlich ist nicht Schlimmes dabei, wenn ein Mann vor einer Maus/Schlange oder Spinne mit weißem Gesicht auf einen Stuhl steigt oder angesichts eines Katzenvideos in Begeisterungsstürme ausbricht.

Dieser Typ emotionaler Mann wächst gerade vermehrt heran und ich freue mich mit und für alle jungen Frauen, daß sie es besser haben werden, als die Frauen meiner Generation.

mMenschÜ50 (der zu alt ist, sich zu ändern)
 
  • #81
Das war gleich mal ein Lacher am frühen Morgen.

Sehr viele Frauen würden diesen Typ Mann dann als Langweiler unbeachtet lassen. Der „Frauenversteher“ landet meist bestenfalls in der Friendzone und darf dann trösten, wenn wieder irgendein anderer interessanter war. Mindestens bei den jüngeren Frauen...

Und mal ehrlich: eine Partnerin habe ich nicht nur, weil sie so tolle innere Werte hat. Meine ist auch äußerlich attraktiv und vergänglich sind wir alle. Die heldenhaften Idealisten dürfen sich dann frei bedienen, bei den Frauen, die meinen, ihre inneren Werte seien so toll, dass das Äußere völlig unwichtig sei. Und auch das ist meist noch eine unrealistische Fehleinschätzung.
Und da ist er wieder, der Chauvinismus der alten Generation.
Ich spreche mich nicht frei davon, ich bin selber ein alter (selektiver) Chauvinist.
Aber es geht doch nicht darum, was wir alten Männer für gut befinden.
Es geht darum, was die neuen Frauen wollen und die wolle eben einfühlsame, emotionale, weiche Männer, von denen sie wegen ihrer inneren Werte bewundert und geliebt werden.

Ich denke, wir Alten sollten den Weg frei machen für einen neuen Typ Mann, der von allen Frauen geliebt und geschätzt wird wegen seiner offen gelebten Gefühle. Die Zeit der "harten Kerle" ist vorbei. Die Zukunft bei den Frauen gehört den weichen Männern, die weinen können, sich mit der Partnerin eine Soap anschauen und danach mit ihr über ihre Gefühle sprechen.

mMenschÜ50
 
  • #82
Dieser Typ emotionaler Mann wächst gerade vermehrt heran und ich freue mich mit und für alle jungen Frauen, daß sie es besser haben werden, als die Frauen meiner Generation.

Noch schöner sind alternde Männer, die irgendwelche Absurditäten von sich geben. Passt dann zu dem Prozentsatz an Frauen, die ebenso verbittert sind.

Immer noch finden die Frauen und die Männer, die mit sich zufrieden sind, offen sind, innerlich und äußerlich attraktiv sind, ihre passenden Partner*innen.

Weder der heulende Mann, noch der Jammerbolzen noch der ich bin ja ach so super Indianer finden ihren breiten Anklang.
Aber für jeden Topf den passenden Deckel.

Und eine Runde Dankbarkeit, dass meine Beiden ganz normale Männer/Menschen geworden sind. Mit Macken, Liebenswürdigkeiten - und weit weg von irgendwelchem Pick Up Geschwafel.
Dieser Typ Mann ist in meinem Umfeld sowieso wenig vertreten...

W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #83
Sie können es nicht lassen, ungefragt den Körper zu beurteilen, und DAS IST ES, was endlich aufhören sollte.
Das hat du, glaube ich, anders verstanden, als ich es gemeint habe.

Wenn z.B. Promis, Models oder Schauspieler mit ihrer Optik Geld verdienen, so sollte es auch ok sein, sich über diese Optik unterhalten zu dürfen. Es ist normal, das man jemanden schön oder eben nicht so schön findet. Warum sollte ich meine Meinung nicht sagen dürfen, wenn ich diese sogar begründen kann und es gerade Thema ist. Dann kommen aber immer Leute, die vermutlich meine Meinung auf sich projizieren und mit inneren Werten anfangen, wo aber eben die Optik das Thema ist. Das bedeutet nicht das Personen, die ich nicht attraktiv finde, nicht auch tolle Menschen sein können.

Bei Freundinnen oder Freunden ist mir die Optik egal, obwohl ich sie durchaus auch hier wahrnehme. Da gehe ich selbstverständlich nicht ungefragt hin und sage denen meine Meinung.

Aber bei der Partnerwahl sieht es anders aus. Mit einem Partner möchte ich intim werden. Ich will ihn sowohl äußerlich, als auch innerlich attraktiv finden, wie @Lebens_Lust das immer so schön beschreibt. Klar ist das Optische vergänglich, aber eine gewisse Grundattraktivität ist immer da. Im übrigen sind auch innere Werte vergänglich, da Menschen sich immer irgendwie weiter entwickeln. Das was heute passt, kann daher irgendwann mal unpassend werden.
 
  • #84
Aber bei der Partnerwahl sieht es anders aus. Mit einem Partner möchte ich intim werden. Ich will ihn sowohl äußerlich, als auch innerlich attraktiv finden, wie @Lebens_Lust das immer so schön beschreibt. Klar ist das Optische vergänglich, aber eine gewisse Grundattraktivität ist immer da.

Und das ist nicht oberflächlich, sondern schlichte Realität.
Das muss man nicht verächtlich machen.
Sexuelle Anziehung ist instinktiv, ich kann sie nicht herbeidenken, weil ein Mann tolle innere Werte hat.
Ich muss ihn küssen wollen, anfassen, riechen.. Und wenn ich auf schlankere, größere Männer stehe und andere Frauen auf Bären, dann ist es so.

Passt die Verpackung nicht, ist mir der Inhalt relativ egal, stimmt die Verpackung, die Ausstrahlung, bin ich neugierig auf mehr, dann entscheiden die inneren Werte, wie es weiter geht.

Deswegen war es mir beim Daten immer wichtig, den anderen zeitnah real zu erleben.

Und natürlich finde ich es schon auch toll, wenn mich mein Partner anschaut mit so einem gewissen Blick... Nein,er sieht da keine inneren Werte...
Ich finde ihn auch lecker 😊

W, 51
 
  • #85
Passt die Verpackung nicht, ist mir der Inhalt relativ egal, stimmt die Verpackung, die Ausstrahlung, bin ich neugierig auf mehr, dann entscheiden die inneren Werte, wie es weiter geht.
Deswegen war es mir beim Daten immer wichtig, den anderen zeitnah real zu erleben.
Auch da gehen unsere Meinungen völlig auseinander, ist mir zu oberflächlich und zu Mainstream, wie es eben fast alle machen! Bei mir ist das explizit und genau umgekehrt! Ich lege den größeren Wert auf den Inhalt, der bleibt, passt der Inhalt nicht, ist mir die Verpackung, die sich mit der Zeit verändert, relativ egal! Um den Inhalt kennen zu lernen, brauche ich nicht den andern zeitnah real erleben!! Der große Unterschied unserer Einstellung!
 
  • #86
ist mir die Verpackung, die sich mit der Zeit verändert, relativ egal!
Wie das? In einem anderen Thread hast du nämlich das hier geschrieben:

"freuen uns auf jede Minute, in der wir gemeinsam unsere Zeit verbringen können und lieben uns bedingungslos auf Gegenseitigkeit, weil es eben von Anfang an, innen wie außen, außen wie innen optimal passt!"

Da hast du die Optik, die zu passen schein, extra erwähnt und nicht betont, das sie dir egal ist, wie jetzt hier.

Aber wie gesagt, ich bin der Meinung, das Menschen sich immer weiter entwickeln und manchmal in verschiednen Richtungen. Unüberbrückbare Differenzen, nett man das in Amerika, meine ich mich zu erinnern. Was heute passt, kann daher in der Zukunft eben nicht mehr passen. Daher denke ich, dass das Innere eines Menschen eben nicht konstant ist.
 
  • #87
Ich denke, wir Alten sollten den Weg frei machen für einen neuen Typ Mann, der von allen Frauen geliebt und geschätzt wird wegen seiner offen gelebten Gefühle. Die Zeit der "harten Kerle" ist vorbei.

Das habe ich nicht beschrieben. Ich habe auch nicht für den "harten Mann" plädiert. Ich beobachte nur beim Lesen hier wie im RL, dass auch viele Frauen ihre Priorität auf einen anderen Typ Mann legen.
Ich bin auch ziemlich überzeugt, dass offen gelebte Gefühle relativ wenig mit Alter, erst recht mit dem gerne genommenen "alten weißen Mann" zu tun haben. Es gibt sicher genauso viele ältere Männer, die im Laufe des Lebens dazugelernt haben wie junge, die gleich so denken. Und das Gegenteil genauso. Hier beschweren sich ja auch genügend junge Frauen über junge Männer, die alles andere als sensibel sind. Und trotzdem lese ich immer wieder, dass sie sich diese Männer gezielt aussuchen. Es sind beide Seiten beteiligt. Und das ist aus meiner Sicht weitgehend unabhängig von Alter. Es gibt ja genauso verbitterte wie offene junge und alte Menschen, Männer wie Frauen.
 
  • #88
Auch da gehen unsere Meinungen völlig auseinander, ist mir zu oberflächlich und zu Mainstream, wie es eben fast alle machen! Bei mir ist das explizit und genau umgekehrt! Ich lege den größeren Wert auf den Inhalt, der

Liebe IMasterin, das ist nicht der einzige Unterschied.
Ich muss nicht betonen, wie einzigartig ich bin, ich stehe dazu, wer ich bin und verberge mich nicht hinter einem Pseudo-Idealleben.

Instinkt ist nicht Mainstream, sondern schlicht Natur - und sexuelle Anziehung basiert auf Chemie.
Man darf sich als Mensch auch bewusst sein, dass man Instinkte hat, Gefühle und man zwar zu manchem aus Vernunftsgründen Stopp /Nein sagen kann, man kann verzichten, aber man kann sich niemals zu einem Ja zwingen.
Auf Dauer schädigt man sich dadurch selbst.

Ich zumindest kann keine Intimität mit jemandem haben, den ich nicht anziehend finde.
Und mir ist es egal, wenn dies vielen anderen Menschen genauso geht.
Ich esse, trinke, dusche auch täglich - Mainstream...

W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #89
Sie können es nicht lassen, ungefragt den Körper zu beurteilen, und DAS IST ES, was endlich aufhören sollte. Und die Vorurteile gegen Menschen, die nicht dem Ideal entsprechen, haben auch aufzuhören, von wegen, dass Menschen mit mehr auf dem Leib faul und undiszipliniert wären oder sowas.

Ich finde nicht, dass das aufhören sollte, schon gar nicht "aufzuhören habe". Partnerwahl ist ein Bereich, der sich politischer Korrektheit entzieht.
Bei der Partnerwahl darf ich völlig nach meinem Geschmack sämtliche sonst rassistischen, benachteiligenden oder sonstwie unschönen Vorurteile pflegen. Da darf ich mir die dunkelste Afrikanerin mit den dicksten Brüsten aussuchen, wenn genau das mein Geschmack ist.

Und "ungefragt" ist das auch nicht, wenn es um Partnersuche geht. Da ist ja direkt oder indirekt gefragt "Gefalle ich Dir?" Mit einer hoffentlich angemessen sensiblen Antwort. Aber unpassend ist es natürlich dann, wenn jemand ohne jeden Grund auf Dich zukommt und sagt "Du bist mir zu dick als Partnerin". Aber wie realistisch ist das?

Und Du darfst völlig frei von Vorurteilen einen buckligen 85jährigen Partner wählen, mit dem Du Dich nicht mehr richtig unterhalten kannst, weil er schon dement ist, wenn Du meinst, dass Du einen Menschen völlig unabhängig von irgendwelchen Vorurteilen zu Alter, Gesundheitszustand oder Attraktivität als Partner nehmen möchtest.

Was Du nicht darfst, ist freie Partnerwahl verbieten. An allen möglichen Stellen, sei es Arbeitsplatz oder Wohnungssuche, gebe ich Dir komplett Recht, bei der Partnersuche ist das sozialistischer Einheitsschwachsinn und wir landen dann irgendwann bei "Zuweisungen". Ich pflege also in dem Bereich weiter meine Vorurteile und verbitte mir ausdrücklich, dass jemand mir vorschrieben möchte, keine Partnerin mit BMI > 40 haben zu wollen, weil die mir zu bewegungsfaul und zu undiszipliniert erscheint.

Und wenn Du oder der Inspi nur auf die inneren Werte schauen, dann klage ich natürlich auch nicht über Ungleichbehandlung, weil ihr die äußeren Werte nicht genügend berücksichtigt. Abgesehen davon, dass ich kaum jemandem hier glaube, dass er ernsthaft eine Partnerin oder einen Partner nur nach inneren Werten wählt, wenn nicht eine gewisse äußere Attraktivität gegeben ist.

Die "inneren Werte" fordern hier oft diejenigen vehement ein, die meinen, nicht genügend äußere Werte zu bieten zu haben, meist verbunden mit einer Abwertung anderer Menschen. Bei "Die Männer wählen alle die gutaussehende Tussi, statt auf meine inneren Werte zu schauen" denke ich immer sofort, wie sind denn die inneren Werte im Vergleich? Es gibt genügend Menschen, die passabel aussehen und auch innere Werte zu bieten haben.
 
  • #90
Da hast du die Optik, die zu passen schein, extra erwähnt und nicht betont, das sie dir egal ist, wie jetzt hier.
Bitte nicht verdrehen! Innen wie außen, außen wie innen, wenn es innen nicht passt, interessiert mich das außen nicht, passt es innen, so interessiert mich das außen, jedoch nicht umgekehrt!
Daher denke ich, dass das Innere eines Menschen eben nicht konstant ist.
Die inneren Werte, der Charakter, die geistige Einstelliung, die innere Schönheit etc. verändern sich nicht!
Ich stehe auf Natürlichkeit bei Frauen wie bei Männer. Schaut man sich in unserer medialen Welt um, scheint die stilisierte Optik eines Menschen wichtiger, als je zuvor zu sein. Macht uns der Schönheitswahn also selbst zu Mogelpackungen oder stimmt die alte Moral von der inneren Schönheit am Ende doch noch?
Die Sache mit der natürlichen Schönheit ist letztendlich ganz einfach auf den Punkt zu bringen: Das Äußere darf niemals das Innere übertünchen. Das gilt für Männer wie für Frauen.
 
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