• #31
oder man hat schon vorher mit der Beziehung oder auch Ehe sich auseinander gesetzt und abgeschlossen ,was dann für die verlassene Person unverständlich rüberkommt und er das nicht versteht .

Ich denke dies ist davon abhängig wie ernst man seinen Partner in einer Beziehung nimmt. Ihn respektiert.

Ich hatte eindeutig signalisiert, dass es so nicht weitergeht. Ich hatte auch klar mitgeteilt, was mich genau noch hält. Als dann meine Exfrau genau diesen Haltepunkt kappte war sie von der Konsequenz meinerseits absolut überrascht.

Sie hat eben das letzte 1/3 unserer Ehe in einer zunehmend anderen Realität gelebt als ich.

Ich denke, Dein Problem ist, dass Du Dich zu schnell auf einen neuen Mann, bzw. neue Männer einlässt. Ich würde mir "die Sache" mit einem Mann, den ich neu (vor allem online!) kennenlerne doch erstmal ganz in Ruhe über Wochen und Monate anschauen. Ihn daten, alles langsam und zu seiner Zeit passieren lassen, Sex erst, nachdem ich ihn gut kennengelernt habe.

Das meine ich auch. Es ist nicht entscheidend wie schnell man andere Menschen kennen lernt sondern wie schnell man sich in diesem Kennenlernen auf etwas einlässt was man vielleicht lieber erst machen sollte wenn Beide eine gewisse Übereinstimmung in ihren Zielen geklärt haben.

Die Menschen mit relativ langen Beziehungspausen die ich kenne haben in der Regel bis ans Ende ihrer Beziehung Sex mit dem Partner gehabt, trennten sich relativ spontan, oft weil sie feststellten, dass sie betrogen wurden.

Lassen Sie sich dann nach Ihrer Besinnungspause wieder auf jemanden ein kommt es relativ schnell wieder zu Sex. Sie haben ja lang gewartet (ich hatte übrigens auch lang auf Sex gewartet - in der Endphase meiner Ehe). Jetzt von Verliebtheit berauscht wollen sie nicht mehr warten. Ein Motiv kann das lange Fehlen menschlicher Nähe sein. Sex bekommt man leichter als einfach nur fest in den Arm genommen zu werden.

Vielleicht ist es ja die regelmäßige Erfahrung des diesbezüglichen Kontrollverlustes in Verliebtheit die diese Pausen motiviert.

Ob überhaupt ein gutes Beziehungspotential besteht haben sie zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht geklehrt. Das erfolgt erst nach dem ersten Sex. Fehlen dann diese Potentiale fühlt sich der eine oder andere umso mehr benutzt und sucht Trost oder Erkenntnis über sein Scheitern in langer Abstinenz. Zu echten Lernzuwachs führt dies nicht unbedingt.

Ich bin 45 und habe mich nur 3mal getrennt. Das ist ja wirklich nicht oft. Mit meiner Frau bin ich jetzt seit 2007 verheiratet. Wir haben eine Familie gegründet. Wie ihr wisst, habe ich einen Sohn, der inzwischen 12 ist.

Für Jugendliebeleien oder gescheiterte Beziehungsanbahnungen gelten andere Regeln als für langjährige Partnerschaften.

Sollte deine Ehe scheitern wirst du deine 100 % Strategie kaum mehr aufrecht erhalten können.
 
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  • #32
Wir reden hier von einem Klassischen Warmwechseln ,was verschiedene Gründe haben kann ,egal ob Mann oder Frau .

Das ist aber an der Frage vorbei, hier ging es nicht um Wamwechsler*innen, sondern um Männer, die sofort nach der Trennung wieder suchen.

Warmwechsel - und da bin ich bei Dir - ist ein Euphemismus.
Es ist Betrug, und zwar für mich persönlich noch eine besonders miese Form, weil man dem/der anderen derweil vorgaukelt, es sei alles gut,, dabei plant man den Abgang.

@yellow bee - Warum diesen völlig haltlosen Angriff auf die FS?
Was ist verwerflich daran, eine verbindliche Partnerschaft zu suchen? Warum der FS Verbitterung unterstellen?
Das ist beim Suchen die Abgrenzung zu ONs, Affäre, F+.. Und da bin ich auch der Meinung, dass man selbst klar definieren sollte, was man sucht/möchte.
unbedingt feste, FESTE, F - E - S - T - E Beziehung?
??? Verbal entgleist, oder?
Schreibt Homestar nirgends, nur dass sie sich datet, mit dem Ziel einen Partner zu finden, ganz normal.
Und da sie heterosexuell ist, trifft sie die frisch getrennten Männer - die frisch getrennten Frauen, die Frauen, die ihren Beziehungsstatus verbergen, die Warmwechslerinnen trifft sie nicht.

Onlinedating ist auch deswegen spannend, weil man Dinge erlebt, die man sich nicht vorstellte, ganz anderen Verhaltens- und Denkweisen begegnet...
Man lernt da viel, über sich und über andere.
Manchmal muss man aufpassen, dass man nicht pauschalisiert, es zeigt nur die Vielfalt des Lebens.

W, 51
 
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  • #33
Lionne 69,

Ich lese immer gerne deine Kommentare und bin im Vorfeld immer gespannt wie du auf gewisse Treads agierst .

Es spielt doch keine Rolle ob ich während einer Beziehung,oder ein paar Tage nach einer Trennung mich auf die SUCHE nach einer neuen Partnerschaft begebe ,wie es die FS als Beispiel gab mit dem Typ als er ausgezogen war sich auf die Suche machte .Geschlechtsspezifisch spielt das auch keine Rolle und beide Parteien schenken sich da nichts .

Ich finde es sind diese miesen Charakterzüge wo man zwanghaft sucht , und um jeden Preis eine Beziehung oder sonst was sucht .
In der Regel ist es doch so ,dass das zum scheitern verurteilt ist ,und man mit seinen Altlasten nicht im reinen ist.

Was anderes ist es gewisse Probleme an ,und ausgesprochen zu haben und demnach zu handeln ,man trägt doch Verantwortung dem anderen gegenüber und ist ein Betrug in aller höchster Form ,mit sich selbst ,und allen beteiligten.
Diese Personen ,ich nenne sie persönlich Chamäleons ,oder Fähnchen wechsel dich sind doch nicht wirklich an einer ernsthaften Beziehung interessiert,sondern streicheln ihr eigenes Ego und nicht beziehungsfähig .
 
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  • #34
Soweit ich weiß, ist es statistisch wirklich so, dass Männer schneller eine neue Partnerin haben. Gleichzeitig leiden Männer länger unter Liebeskummer. Es gilt sicher nicht für alle, aber ich denke, dass viele Männer Trennungsleid mit einer neuen Partnerin zudecken wollen (machen auch Frauen, aber Männer scheinbar häufiger). Oft kommt das dann später IN der neuen Beziehung doch wieder hoch. Frauen warten statistisch länger und verarbeiten dafür schneller - sicher auch, weil sie mehr darüber nachdenken und mit Freunden reden. Hat vielleicht auch mit Rollenbild vom starken, schweigsamen Mann zu tun, der über Gefühle nicht redet? Wer weiß. Mein Freund meinte, er fand das eigentlich doof nach seiner Trennung, dass seine männlichen Freunde dann nur so paar Plattitüden sagen, ihm ein Bier hinstellen und er nicht wirklich mit denen reden konnte. Er hatte nicht die Art der Unterstützung, die ich nach meiner ersten wirklich schlimmen Trennung hatte.
Ich würde niemandem raten, sofort in eine neue Beziehung zu starten. Es gibt Ausnahmen, wenn sich die alte Beziehung wirklich totgelaufen hatte und nur noch so freundschaftlich nebeneinander herlief. Aber aus meiner einmaligen Erfahrung damit ist es oft nur eine Flucht in etwas Neues, um zu vergessen und das klappt nicht so gut in vielen Fällen. Man bringt Probleme mit in die neue Beziehung, ist gar nicht so richtig frei, sich auf den anderen einzulassen usw. Ich würde daher solche Männer auch meiden.
w, 37
 
  • #35
Ich denke, Dein Problem ist, dass Du Dich zu schnell auf einen neuen Mann, bzw. neue Männer einlässt. ... Ich kann und möchte doch nicht gleich und sofort zwanghaft in eine feste/ festgezurrte Beziehung mit ihm!
Beneidenswert, wenn man sich so vorbildlich verhält.
Auch ich bin aber von der schnellen Sorte. Wenn mein Herz frei ist und mir ein Mann gefällt, dann will ich Kontakt und nicht diesen langsam oder sporadisch, sondern austauschend, innig. Wenn Gefühle mitschwingen, dann macht mir der Austausch Freude und wie ein kleiner Junkie, sucht man dann immer mehr nach dem Kontakt, welche das Dopamin sprudeln lässt.
Und damit man Planungssicherheit im Alltag hat und seine tgl. Dosis an positiver Zuwendung, versucht man es zumindest zeitnah in Gleichklang zu bringen, mit einer Regelmäßigkeit, damit der Kontakt in den Alltag eingebunden wird und somit planbar und auch planbar für die Vorfreude; und eben nicht überraschenderweise und plötzlich.
Und wenn man selbst frei und offen für eine Beziehung ist, warum nicht einfach nach seinem Gefühl gehen, wenn man sich verknallt. Die Wenigsten sind dermaßen gestört, dass man sich langsam annähern müsste und ewig prüft, sondern aufgeschlossen, freundlich, menschlich, mit Humor...herrlich normal.
Wenn ich bei einem Mann ein ungutes Gefühl habe, dann habe ich dieses nahezu gleich oder die Verknalltheit kommt bei mir erst gar nicht auf.
Und da ich gleich nach meiner letzten Trennung, von einem Kumpel und auch von noch meinem schwulen Freund den identischen Rat bekommen habe, mich sofort dem Nächsten zu zuwenden, habe ich die These, dass es gesellschaftlich ist, Männer werden erzogen, dass sie keinen Schmerz kennen, nicht emotional sein, keine Schwäche zeigen, eben stark, mächtig (=zerstörerisch und dominant), rational... dies wird auch geprägt durch Videospiele, Musik (Metal), Bücher, Kinofilme, ... die hauptsächlich durch ihre Verfasser männliches Gedankengut und Denkweise darstellen. (Man spricht von einem Anteil von 70 %). Der Mann ist James Bond, Supermann, X-Man, Hulk ... man macht, geht vorwärts, schreitet zur Tat, setzt schnell einen Haken und jammert nicht. So denke ich, dass sich deshalb Männer schnell nach Neuem umschauen. Und es muss bei der Nächsten und/oder nächsten Erstbesten zwar nicht gleich die große Liebe sein, Sex, Bestätigung, seelische Streicheleinheiten, Egopusch und Ablenkung tut es erstmal auch und stärkt das Selbstbewusstsein; aber man(n) könnte sich doch schnell wieder verlieben, also warum dies gleich zu Beginn beim Kennenlernen ausschließen, könnte doch sein; dass die Nächste das große Los wäre; und die meisten möchten schon eine Beziehung eingehen, und nicht immer allein und in Abhängigkeit mit Freunden. Von seinen Wünschen und Vorstellungen kann man doch reden, auch beim Kennenlernen, ob es dann die Beziehung wird oder die Gefühle nicht reichen, zeigt sich dann beim näheren Beschnuppern.
 
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  • #36
Ich bin heute umgezogen, aus der Wohnung meiner Exfreundin) und dann aber beteuern, dass sie eine ernsthafte Beziehung wünschen.
Männer, die so reden und sich so verhalten wollen einfach nur wieder schnell an Sex kommen, darum geht's doch primär solchen Männer, auch leiden Männer mehr bei Trennung, weil ihnen der Sex mehr fehlt, als den Frauen, Frauen wollen meist eine Pause nach der Trennung, Männer nicht!
 
  • #37
Es spielt doch keine Rolle ob ich während einer Beziehung,oder ein paar Tage nach einer Trennung mich auf die SUCHE nach einer neuen Partnerschaft begebe ,wie es die FS als Beispiel gab mit dem Typ als er ausgezogen war sich auf die Suche machte

Danke...

Nun, für mich gibt es da einen sehr wesentlichen Unterschied.
Vor der Trennung bin ich noch verpartnert, mein Partner geht davon aus, dass er mit mir zusammen ist.
Dass die Beziehung zu so einem Zeitpunkt sowieso hinüber ist, spielt da keine Rolle.

Wenn ich mir sicher bin, dass ich mich trennen will, und das sollte man sein, wenn man nach Neuem sucht, dann kann ich es doch tun.

Du weißt ja nicht, ob es ein paar Tage VOR der Trennung ist.
Denn real findet für solche Menschen die Trennung nur statt, wenn sie etwas besseres gefunden haben.
Solange sie nichts haben, bleiben sie und tun so, als ob alles in bester Ordnung wäre.

Das ist für mich - mein persönliches Gefühl - ein schlimmerer Betrug als ein "einfaches Fremdgehen.

In dem Augenblick, wo ich mich getrennt habe, ist der Haken gesetzt.
Und dann ist man frei zu suchen.

Ob man wirklich frei ist, bereit für Neues, muss man selbst entscheiden.

Und ja, ich wäre schon vorsichtig, wenn sich jemand frühs trennt und mich mittags datet.

W, 51
 
  • #38
Und ja, ich wäre schon vorsichtig, wenn sich jemand frühs trennt und mich mittags datet.
Für mich käme ein solcher Mensch für eine neue Beziehung nicht in Frage, auch kommt für mich ein Mensch nicht in Frage, der nicht mindestens sechs Monate - besser 12 Monate - alleine in seiner eigenen Wohnung nach Trennung gelebt hat, ich habe für mich meine wirklichen Gründe! Warmwechsler unterstütze ich nicht!
 
  • #39
Lionne,
oftmals ist es doch so dass dieser Betrug schon oft vor einer ausgesprochenen Trennung vollzogen wird, indem man eine Beziehungsanbahnung oder nur Sex sucht ,diese gewisse emotionalen Streicheleinheiten ,weil das Gegenüber spürt ,das Eis wird immer dünner .

Ich sehe nach wie vor ,es ist eine Feigheit in der alten desolaten Beziehung auszuharren , bis eine neue antiquarische Person greifbar ist ,sondern es ist einfach ein bequemes alle Annehmlichkeiten in der alten Beziehung mitzunehmen.

Ich selbst hatte das erlebt , es wurde bis zu letzt ihrerseits gekämpft die Beziehung zu mir zu halten ,aber nach mehreren Nein meinerseits ,hatte sie binnen 2 Wochen einen neuen ,für mich nichts anderes wie das Beispiel mit dem Auszug und direkt was neues suchen.

Was anderes ist es natürlich die Beziehung zu beenden , um eine Reflektion in sich zu sehen ,liebe kommt und geht , aber oftmals ist es nur eine Verblendung der Problematik was diese Beziehung anging .

Für mich persönlich gibt es keine Zeitangabe sich neu zu binden ,sofern man mit der alten Beziehung ABGESCHLOSSEN hat ,und sich von seinen Emotionen verabschiedet hat ,was diese Beziehung anging ,es hatte seine Gründe ,was zum scheitern führte.

Man hat während der Beziehung schon abgeschlossen wie du es selbst geschrieben hast , durch gewisse Ereignisse , die sich in dieser Beziehung ereignet hatten ,und die Trennung ausgesprochen wurde.

Nur wird hier sehr gerne nachgetreten von dem Verlassenen ,man schaut ja ab und an nach dem Ex-Partner ,Ironie off .

Für mich ein absolutes No Go ,und charakterlos
 
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  • #40
Soweit ich weiß, ist es statistisch wirklich so, dass Männer schneller eine neue Partnerin haben.
Warum ist das so ? Und liegt das wirklich nur an den Männern ?
Ich habe keine Statistik dazu, aber einen Eindruck:
Männer, die für einige Frauen attraktiv erscheinen, werden sehr gerne von Frauen getröstet - egal ob notwendig oder nicht. Dann hat er eine neue Frau an seiner Seite und beschreibt das glücklich so " Und plötzlich war sie da " - während sie das Navi ausschaltet - "Ziel erreicht".
Ja, ist nicht immer so - aber ab und zu schon. Auch attraktive Frauen haben sehr schnell Verehrer - so sie sich nicht verstecken.
Mein Freund meinte, er fand das eigentlich doof nach seiner Trennung, dass seine männlichen Freunde
Laut meiner Sozialisation spricht Mann darüber auch nur mit seinen besten Freunden - jeweils einzeln. In Ruhe, gerne mit viel Alkohol. Zeit - auch wenn das ganze WE dabei drauf geht. Aber nicht irgendwo in der Kneipe, auf einer Party .... da gibts nen Drink, ne Zigarette und ein paar aufmunternde Worte und nen Klaps. Ja, für Männer ist das privat. Während ihr Frauen das nicht so strikt seht - im Durchschnitt. Für uns geht das meist auch nur Auge in Auge - ihr Frauen könnt das auch am Telefon.
Was ist verwerflich daran, eine verbindliche Partnerschaft zu suchen?
Verwerflich ist es nicht. Allerdings .... V wurde meine Freundin - dann hat es Zeit und Entwicklung gebraucht - und sie wurde zu meiner festen Freundin. Das zu suchen, was ich heute mit V habe, wäre Blödsinn gewesen. Denn das findet man nicht - das errichtet man. Ein Produktionsprozess - kein Urknall.
 
  • #41
Für mich persönlich gibt es keine Zeitangabe sich neu zu binden ,sofern man mit der alten Beziehung ABGESCHLOSSEN hat ,und sich von seinen Emotionen verabschiedet hat ,was diese Beziehung anging ,es hatte seine Gründe ,was zum scheitern führte.
Mir reicht das nicht was hier geschrieben ist, ich bestehe darauf dass nach einer Trennung derjenige oder diejenigen mindestens 6 Monate, besser 2 Monate erstmal alleine in der eigenen Wohnung leben muss, um zu wissen ob er sich alleine überhaupt aushält!
Wer nicht alleine sein kann, wer nicht sich selbst alleine aushält, ist für meine Begriffe untauglich und unfähig für eine liebevolle und glückliche Beziehung! Alles, wirklich alles fängt bei einem selbst an, ich achte darauf! Mir wird oft sehr schnell klar, wo die Ursachen einer unglücklichen und scheiternden Beziehung stecken!!
 
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  • #42
Ich sehe nach wie vor ,es ist eine Feigheit in der alten desolaten Beziehung auszuharren , bis eine neue antiquarische Person greifbar ist ,sondern es ist einfach ein bequemes alle Annehmlichkeiten in der alten Beziehung mitzunehmen.
Ich nehme an, es soll heißen "es ist KEINE Feigheit, in der alten desolaten Beziehung auszuharren, ..., sondern es ist einfach ein bequemes alle Annehmlichkeiten in der alten Beziehung mitzunehmen.

Kann aber auch Feigheit sein. Wenn eine Frau einen Geldgeberpartner wünscht und den aktuellen verliert, will sie schnell einen neuen, weil ihr Programm "Sex gegen Finanzen" ist. Und sie hat Angst, sich der Verantwortung, für sich zu sorgen, zu stellen.

Wenn einer einfach so aus Kalkül und ohne Angst den nächsten Partner schon haben muss, bevor er sich trennt, fänd ich es noch ekliger, als nur feige zu sein. Derjenige weiß ja schon total gefühlskalt, dass diese Beziehung nichts ist. Er nimmt die Vorteile mit und ist innerlich tot. Das klingt nach NULL Empathie, sondern reinem Nutzdenken. Kann so einer lieben?

oftmals ist es doch so dass dieser Betrug schon oft vor einer ausgesprochenen Trennung vollzogen wird, indem man eine Beziehungsanbahnung oder nur Sex sucht ,diese gewisse emotionalen Streicheleinheiten ,weil das Gegenüber spürt ,das Eis wird immer dünner
Das versteh ich nicht. Der Partner, der bald verlassen wird = der merkt, dass das Eis dünner wird, bewirkt, dass der andere, der verlassen will, die emo Streicheleinheiten woanders sucht?
Ich denke eher, die Beziehung läuft nicht so, wie der, der verlassen will, sich das dachte, und er sucht dann woanders. Er ist enttäuscht von seiner Beziehung und denkt, woanders klappe es besser. Was stimmen kann oder auch nicht. Wobei ich denke, dass einer umso besser eine Beziehung führen kann, je empathischer er auch ist. Dh. einer, der seinen eigenen Anteil am Scheitern nicht sieht und einfach meint, woander klappe es besser (weil er denkt, die Schmetterlinge im Bauch seien ein Indiz dafür und eine Beziehung müsse problemlos funktionieren), scheitert auch in der nächsten.

Für mich persönlich gibt es keine Zeitangabe sich neu zu binden ,sofern man mit der alten Beziehung ABGESCHLOSSEN hat ,und sich von seinen Emotionen verabschiedet hat ,was diese Beziehung anging
Seh ich auch so. Emotionen, mit denen man abgeschlossen hat, meint auch, dass man nicht mehr damit hadert und keine restlichen negativen Emotionen hat. Also nicht nur das Hinterhertrauern wäre mE was Nichtabgeschlossenes, sondern auch, den/die Ex wirklich zu hassen oder dergleichen.

Nur wird hier sehr gerne nachgetreten von dem Verlassenen ,man schaut ja ab und an nach dem Ex-Partner ,Ironie off .
Wie meinst Du das?
 
  • #43
Wenn es bei mir eine Trennung gab, ob von ihm oder von mir aus, musste ich davor wochen-, gar monatelang sein Drängen ertragen. Nach Sex vor allem, aber auch nach Treffen, Streicheln, Massagen... was dann aber letztlich auch immer zum Sex führen sollte.
Wenn wir uns trafen, fragten sie bereits nach dem nächsten Treffen.
So wie eine Freundin meiner Tochter, die ich, als die Mädchen klein waren, oft mitnahm, z.B. zu Ikea, wo sie dann oben beim Mampfen schon fragte, ob sie am Ende in der Vorkassenzone noch einen Hotdog und ein Softeis bekommt. Das hat mich damals wütend gemacht, dieses vorauseilende Fordern schon beim Genießen der gegenwärtigen Zuwendung.

Also, ich war erleichtert, wenn ich das Mädchen wieder bei seiner Mutter ablieferte und ich war erleichtert, wenn das Jammern und Fordern des Mannes ein Ende hatte.
Ich kann ich erinnern, dass das allererste, was ich dachte, als es mit dem Mann, mit dem ich zwischen 20 und 25 zusammen war, vorbei war, war: 'uff, am kommenden WE muss ich nicht die Beine breit machen'. DAS was mein vorherrschendes Gefühl bei allen meinen Trennungen.
Danach war ich immer erst mal eine Weile allein.
Die jeweiligen Männer wahrscheinlich nicht ( ich habe das nicht verfolgt ), denn sie dachten sicher eher 'uff, am kommenden WE muss ich nicht schon wieder unwürdig um Sex betteln, sondern kann losziehen, mir eine zu suchen, die ebenfalls Lust darauf hat.'
Dieser konkrete Mann ( s.o. ) war jedenfalls etwa ein Jahr nach unserer Trennung verheiratet.

Also Sex, ja, das dürfte der erste Grund sein.
Der zweite, Frau @void hat es schon gesagt, das Prestige. Ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere Mann es als Stigma empfindet, keine Partnerin zu haben, während ich geradezu stolz davon sprach, wie gut ich allein als AE zurechtkomme. Ich empfand es hingegen als extrem peinlich, arbeitslos zu sein. In der Situation war ich mal so mit etwa 30, für genau 6 Tage, denn ich habe damals Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, etwas zu finden. Ich kann dieses Gefühl durchaus auf die intensive Suche nach einem neuen Partner adaptieren.
Der dritte könnte die Versorgung sein. Geld, Unterkunft, Haushaltsführung aber auch Soziales, das Pflegen eines Freundeskreises.
Ich kenne Männer, die das alles ihrer Partnerin überlassen, sich bei einer Trennung allein fühlen und daher möglichst schnell eine neue Frau brauchen.
Und dann noch der vierte, es könnte sein, dass Männer weniger wählerisch sind. Ich war die vierte Frau, die mein Freund datete, er war zuvor acht Jahre mit meiner Vorgängerin zusammen und dann nur wenige Wochen allein.

Übrigens, ich rede hier nicht von 'den Männern', nur von denen, deren Verhalten zum von der FS beschriebenen paßt.

w 53
 
  • #44
Verwerflich ist es nicht. Allerdings .... V wurde meine Freundin - dann hat es Zeit und Entwicklung gebraucht - und sie wurde zu meiner festen Freundin.

Das, was ihr habt, ist besonders.

Mein "verwerflich" bezog sich auf den Kommentar von yellow bee, die der FS vorwarf, dass sie etwas "F-E-S-T-E-S" suchen würde.
Das Ziel einer verbindlichen Partnerschaft ist aber nicht verwerflich.

Ihr seid miteinander ehrlich umgegangen, ihr wart offen, die beide ein Mal sehen.

Viele Threads hier drehen sich aber im Kern darum, dass eine*r Partnerschaft möchte, der /die andere etwas Loses, beide es nicht artikulieren, und dann gerade der Part, der eigentlich Partnerschaft möchte, enttäuscht ist.

Wenn die FS so klar unterwegs ist, wird sie auch irgendwann dem Mann begegnen, der Ähnliches möchte und frei dafür ist.

W, 51
 
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  • #45
Warum ist das so ? Und liegt das wirklich nur an den Männern ?
Das sind eben Statistiken :D Die sagen nix über das Warum. Persönlich kann man natürlich andere Erfahrungen gemacht haben. Meine männlichen Freunde waren eigentlich auch immer länger Single, weil die eher so die Nachdenker sind, alles verdauen müssen, sich wieder bereit für eine neue Beziehung fühlen müssen. Mein Freund vorher fast zwei Jahre Single. Die Männer, die immer sofort die nächste hatten, die haben oft eher oberflächliche Beziehungen, können nicht allein sein oder haben sich eben getröstet mit einer Zwischenfrau, mit der es dann irgendwann wieder vorbei war. Nach Statistik - das sind halt Zahlen, ich denk mir das nicht aus - machen Frauen das eben etwas seltener. Es sind ja nun nicht alle Männer so attraktiv und nicht alle Frauen, dass deine Argumentation da greift.
Ja, für Männer ist das privat. Während ihr Frauen das nicht so strikt seht - im Durchschnitt.
Er meinte durchaus, privat, zu zweit, mit GUTEN Freunden, na klar. Äh? Ich habe viele männliche Freunde, die meinen, sie können mit ihren weiblichen Freunden (einzeln!!) besser über Liebeskummer sprechen. Die meisten der männlichen Kumpels meines Freundes sind wirklich "typisch" Mann: Ja, Alkohol (ist auch eine GANZ tolle Lösung bei Liebeskummer...), eher nur Technik und Job und ansonsten bloß nicht über Emotionen reden. Die lassen dann zwei Sätze fallen, wenn ihre Beziehung vor dem Aus steht, und dann wars das. Wenn mein Freund da mal über seinen Liebeskummer reden wollte, kam nur "naja, du hast dich ja getrennt" und "es gibt ja noch mehr Frauen, schau nach vorn" und fertig. Bei Frauen wird eher in die Tiefe gegraben und durch die Wut-/Schmerz-/Warum-Phasen begleitet, was ich selbst sehr hilfreich fand. Ich hab bei einer engen Freundin zu der Zeit quasi gewohnt und die andere ganz häufig angerufen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich es ÜBERALL rumerzählt hätte. Und in solchen Phasen haben mich wiederum grad getrennte männliche Freunde eben auch Mitternacht angerufen und zwei Stunden drüber geredet, weil kein Mann dafür bereit war. Ich habe das Gefühl, dass Männer in ihrer Gesamtheit zu ihren Emotionen da weniger Zugang haben und das lieber verdrängen, und dann kommt das später häufiger hoch.
 
  • #46
Mir reicht das nicht was hier geschrieben ist, ich bestehe darauf dass nach einer Trennung derjenige oder diejenigen mindestens 6 Monate, besser 2 Monate erstmal alleine in der eigenen Wohnung leben muss, um zu wissen ob er sich alleine überhaupt aushält!

Darauf kannst du selbstverständlich bestehen.
Man kann aber auch in einer noch bestehenden Partnerschaft allein sein. Die letzten 8 Jahre meiner Ehe waren Fernbeziehung. Ich habe mich in den Zeiten, in denen er nicht da war, bestens allein ausgehalten. Besser als mit ihm. Das war dann auch der ausschlaggebende Grund, mich endlich zu trennen.
Da brauchte ich definitiv kein halbes oder gar ganzes Jahr nach der Trennung, um das festzustellen.

Und weil du das so betonst: Ein Warmwechsel ist es nur, wenn man die neue Beziehung während der noch bestehenden praktisch schon anleiert. Nur weil jemand nach kurzer Zeit wieder einen Partner hat, ist er noch lange kein Warmwechsler. Wie sinnvoll so ein Vorgehen ist, steht auf einem anderen Blatt und kommt auch auf die Vorbedingungen an.
 
  • #47
Dh. einer, der seinen eigenen Anteil am Scheitern nicht sieht und einfach meint, woander klappe es besser .... scheitert auch in der nächsten.
....falls er etwas grundsätzlich Mieses gemacht hat, hauen oder abhauen oder so. Schreien oder Schweigen. Betrug oder Eifersucht. Kontrolle, Ausnutzen, Rechthaberei, was weiß ich. Davon lesen wir hier ja täglich in aller Mannigfaltigkeit.
Wenn es aber an der mangelnden Passung scheiterte, könnte diese Überlegung, vor der du warnst, schon zutreffen.
Die Männer, mit denen ich nicht zurecht kam, waren überwiegend richtig Gute ( von meinem Griff-ins-Klo-Kindsvater mal abgesehen ). Sie waren lieb und treu, zugewandt, verschmust, gepflegt, attraktiv, zärtlich, auch im Bett.
ICH war das Problem. Ich bin ein Extremfall.
Das, was die Männer von mir wollten, war absolut durchschnittlich und legitim und genau das, was sehr viele Frauen richtig gut finden. Von mindestens zweien weiß ich, dass sie mit meiner Nachfolgerin immer noch verheiratet sind.
Gut, dass sie nicht unsere Beziehung 'reflektiert' haben mit dem Ergebnis, künftig nicht mehr verschmust und zärtlich zu sein und die Frau jeden Tag sehen zu wollen.

Auch bei mir hätte alles Reflektieren nichts genutzt.
Ich musste nur einen Mann finden, der zu mir und meinen weit von der Norm abweichenden Vorstellung von einer guten Beziehungen passt.
Jetzt ist alles gut.

w 53
 
  • #48
Void ,
man muss doch den ,der verlassen hat abstrafen indem man sich ein neues Spielzeug sucht ,so war das gemeint .

Normal ist es doch in der Regel so ,dass der ,wo verlassen hat ,seine Beweggründe dazu hatte sich zu trennen ,aus welchen Gründen auch immer ,und es dem der gegangen ist auch egal ist ,mit wem die , oder der neue vögelt.

Die Beweggründe sind doch die gleichen egal ob Männlein ,oder Weiblein .

Der dumme bleibt doch der wo verlassen wurde ,indem er mit seinem Kummerkopf sich was neues an Land zieht und dieses Spiel beginnt erneut .

Diese Personen sind nicht beziehungsfähig !!!

Ist nicht fair zu sich selber , hatte in der alten Beziehung betrogen , und setzt dieses Spiel auch in der neuen Beziehung erneut um , indem er einfach nicht ehrlich zu sich selber ist .
 
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  • #49
Wenn es aber an der mangelnden Passung scheiterte, könnte diese Überlegung, vor der du warnst, schon zutreffen.
Dazu muss man sich ja gut kennen, dh. auch seine Eigenheiten und was man sich in einer Beziehung wünscht. Also ich würde sagen, auch da ging dieser Prozess voraus zu erkennen, was man mit Falschwahl vorher ... falsch gemacht hatte. Hätte man sich besser gekannt, hätte man diesen Menschen ja gar nicht gewählt.

Also "eigener Anteil am Scheitern" ist nicht gemeint als Schuldzuweisung, das kann auch allgemein heißen, einen unpassenden Menschen als Partner gewählt zu haben und entweder den versucht haben hinzubiegen oder selbst stillgehalten zu haben und ihm aber damit dann ein blödes Gefühl gegeben zu haben.

Auch Du hast ja nicht einfach gemeint, irgendwoanders klappe es besser, Du hast ja drüber nachgedacht, was Dich ausmacht und dass Du zukünftig mehr auf xy achten solltest.
 
  • #50
Kann ich Dir sagen. Weil sie nicht so naiv sind (laut FB).. Übersetzt bedeutet es, das sie sich emotional nicht festlegen und deswegen schneller loslassen könnnen.
 
  • #51
Hey ihr,

danke für die zahlreichen Antworten und die interessante Diskussion!
Tatsächlich habe ich schon vor ein oder zwei Jahren ein Fernsehinterview von einem Psyschologen gesehen, in dem es um das Unterschiedliche Verhalten von Mann und Frau nach Trennungen ging. Dort wurde eben auch thematisiert, dass Männer häufig schneller eine neue Beziehung eingehen als Frauen.
Dass ich auf solche Männer jetzt auch online traf, war daher nur ein aktueller Aufhänger. Gedatet habe ich diese Männer übrigens nicht. Es waren rein schriftliche Kontakte.

Für mich ist es sehr spannend zu lesen, dass einige Menschen tatsächlich "fertig" aus einer alten Beziehung herausgehen.
Es kann gut sein, dass der, der das Geschehen verlässt, schon lange fertig ist mit der Geschichte. Mir ging das früher auch so. Wenn ich ging war ich völlig abgenabelt. Dann war es vorbei und fertig. Der Verlassene ist der, der leidet. Nicht der, der geht.
Es fällt ein bisschen schwer, mir das vorzustellen, muss ich ganz ehrlich sagen, denn erst mit vollzogener Trennung steigt man vollends aus den wechselseitigen Dynamiken der Beziehung aus und erlebt sich allein. Was nicht heißen soll, dass ich dir das nicht glaube. Vielleicht gelingt das Menschen leichter, die sich stärker abgrenzen können.
Andererseits klingt das hier für mich nachvollziehbar und respektvoll:
Bei einer Trennung will ich keine verbrannte Erde zurück lassen und eine Schutzmauer hoch ziehen sondern jederzeit dem anderen ins Gesicht schauen können.

Es gibt daher für mich keinen Grund, dass ich mich nach einer Trennung nicht sofort einem anderen Menschen zu wende.


Onlinedating ist auch deswegen spannend, weil man Dinge erlebt, die man sich nicht vorstellte, ganz anderen Verhaltens- und Denkweisen begegnet...
Man lernt da viel, über sich und über andere.
Das empfinde ich genauso, man begegnet Menschen, mit denen man sonst nie ins Gespräch kommen würde. Das kann sehr bereichernd sein,selbst wenn man nur herausfinden sollte, was man alles nicht möchte.
Auch dieses Thema ist letztlich soetwas. Ich interessiere mich einfach sehr dafür, warum Menschen so ticken wie sie ticken. Und vielleicht merkt man em Ende, dass man etwas anders machen kann oder will und Menschen mit anderen Augen sieht.
Manchmal muss man aufpassen, dass man nicht pauschalisiert, es zeigt nur die Vielfalt des Lebens.
Auf jeden Fall.
 
  • #52
Darauf kannst du selbstverständlich bestehen.
Man kann aber auch in einer noch bestehenden Partnerschaft allein sein. Die letzten 8 Jahre meiner Ehe waren Fernbeziehung. Ich habe mich in den Zeiten, in denen er nicht da war, bestens allein ausgehalten. Besser als mit ihm. Das war dann auch der ausschlaggebende Grund, mich endlich zu trennen.
Da brauchte ich definitiv kein halbes oder gar ganzes Jahr nach der Trennung, um das festzustellen.

Finde ich sehr nachvollziehbar und wegen genau solcher Geschichten frage ich. Man sieht ja vorallem erstmal durch die eigene durch Erfahrungen, Sozialisierung und das Umfeld geprägte Brille auf die Dinge. Da tut eine Fremdsicht manchmal sehr gut.


Männer, die so reden und sich so verhalten wollen einfach nur wieder schnell an Sex kommen, darum geht's doch primär solchen Männer, auch leiden Männer mehr bei Trennung, weil ihnen der Sex mehr fehlt, als den Frauen, Frauen wollen meist eine Pause nach der Trennung, Männer nicht!

Ich glaube gar nicht, dass es primär um Sex geht oder demjenigen explizit ging. Er schrieb, er würde gerne ankommen, Familie haben. Und wollte damit vermutlich möglichst schnell ans Ziel kommen. Dabei gehts dann halt weniger um die Frau an sich, zumindest ist das das Gefühl, dass da bei mir auf kommt. Und das ist dann kein gutes.

Und das ist eben auch das @ yellow bee, was du mir vorwerfen willst - klar bin ich skeptisch und ja, das darf und soll man auch aus meiner Frage herauslesen. Aber das bedeutet ja nicht, dass ich es verurteile. Ich glaube, dass es für fast jeden Topf den passenden Deckel gibt und nur weil ich eine Sache skeptisch sehe, weil ich bedenken habe, muss ich sie ja nicht per se schlecht finden.
Alles andere von dir war unangemessen und auch ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Du kennst weder meinen Gemütszustand noch mein Datingverhalten. Bitte lass diese falschen Spekulationen.
 
  • #53
denn erst mit vollzogener Trennung steigt man vollends aus den wechselseitigen Dynamiken der Beziehung aus und erlebt sich allein.

Es gibt auch gewisse Dynamiken aus denen man eben nicht aussteigt. Z.B. wenn man gemeinsame Kinder, ein gemeinsames Geschäft, einen gemeinsamen Freundeskreis hat der sich nicht für den einen und gegen den anderen entscheidet.

Dann gibt es immer wieder mehr oder weniger starke Interaktionen. Man darf sich dann aber nicht von dem anderen über diese Verknüpfungen in das eigene Beziehungsleben herein reden lassen. Solche Fälle werden hier ja auch beschrieben. Wenn das der Fall ist, ist sowieso kein respektvolles Miteinander gegeben. Da hilft dann tatsächlich nur das Mauer hochziehen.

Zum Thema Frauen und schnell was neues ist mir der folgende Thread eingefallen https://community.elitepartner.de/f...d-komme-nicht-los-was-tun.80909/#post-1135094

Da setzte eine Dame "Reboundsex" als Trennungsverarbeitungsstrategie ein was mindestens ein User nicht so schlecht fand.

Also nicht immer nur Männer wechseln schnell.
 
  • #54
Das ist nicht verwerflich, dennoch verstehe ich es nicht ganz. Wieso lässt man sich selbst keine Zeit, zu verarbeiten und im Leben ohne die Expartnerin anzukommen?
Gibt es dafür gute Gründe?

Ich schon. Es gibt genügend Menschen, die nicht alleine sein wollen. Es gibt auch Menschen, die trennen sich, wenn sie schon weit verarbeitet haben.

Und wenn ich hier so mitlese, dann habe ich manchmal den Eindruck,, nicht wenige Frauen sehen einen vergebenen Mann weniger kritisch als einen frisch getrennten.

Die Wahrscheinlichkeit für Probleme ist eine Badewannenkurve. gar nicht getrennt und schon ewig allein sind eher schwierig, dazwischen nimmt die Wahrscheinlichkeit ab. Pauschalisierung ist aber nicht möglich
 
  • #55
Es spielt doch keine Rolle ob ich während einer Beziehung,oder ein paar Tage nach einer Trennung mich auf die SUCHE nach einer neuen Partnerschaft begebe , ...

Doch, es spielt eine Rolle. Während einer Beziehung kann eine Frau erwarten, dass ich nicht eine andere suche, sondern mich dann vorher trenne. Sonst beklagt sie sich zu Recht. Anders herum, in dem Moment, in dem ich eine Trennung habe, ist das kein Problem mehr.

Ich finde es sind diese miesen Charakterzüge wo man zwanghaft sucht , und um jeden Preis eine Beziehung oder sonst was sucht .

Es ist ein Bedürfnis, kein mieser Charakterzug. Du kannst das so bewerten, aber fair ist es nicht, das zu pauschalisieren. Was heißt „zwanghaft suchen“?
 
  • #56
Das ist ziemlich leicht zu erklären. Männer sind eher pragmatisch, träge und beenden die Beziehung meistens nicht von sich aus, sondern warten, bis die Frau die Nase voll hat und geht. Frauen trennen sich daher deutlich früher emotional und können damit auch deutlich besser und eher abschließen. Sie haben bereits verarbeitet, als der Mann noch dachte, dass alles in Butter sei (weil er das Gesagte z.B. nicht ernst genommen hat). Daher versuchen viele Männre ihre Frauen wieder zu bekommen. Sie haben es eben meist zu spät bemerkt. Deutlich mehr Männer kommen zu mir, weil sie nicht abgeschlossen haben. Viele merken es nicht einmal, sondern zeigen es nur an ihrem Verhalten, sehen aber nicht mal sich selbst (wenig bis keine Selbstreflektion). Im Verlauf der Gespräche entdecken sie es dann aber alle irgendwann.

Wenn Männer sich also trennen oder getrennt wurden besser gesagt, suchen sie sich jemanden, die die nun vorhandene Leere in ihnen kompensieren kann. Jemanden, die die Rolle der Frau einnehmen kann. Vielleicht auch nur eine zum Wäsche waschen und kochen (Klischee). Natürlich nicht original, sondern als Ersatz. Natürlich nicht wertschätzend, aber eben wieder pragmatisch. So zieht es sich dann wie ein Kreislauf durch ihr Leben.

FS, es ist eher ein Zeichen von Ich-Stärke, wenn er mann mal eine längere Zeit Single war und absolut nicht, wenn er von einer zu anderen hüpft. Die selbstsichereren und rücksichtsvolleren Männer sind eben auch zu sich selbst rücksichtsvoll und verarbeiten erst einmal. Die meisten Männer haben sowieso deutlich mehr Probleme Dinge zu begreifen und zu verarbeiten, weil sie einfach zu ihren Emotionen einen deutlich schwereren Zugang haben (diese überhaupt erstmal zu akzeptieren und zuzlassen, anstatt zu verdrängen).

w.,34
 
  • #58
Es gibt auch gewisse Dynamiken aus denen man eben nicht aussteigt. Z.B. wenn man gemeinsame Kinder, ein gemeinsames Geschäft, einen gemeinsamen Freundeskreis hat der sich nicht für den einen und gegen den anderen entscheidet.

Entschuldige, das stimmt natürlich.
Ich erlebe den Unterschied zwischen Dynamiken innerhalb einer Paarbeziehung und denen z. B. der Elternbeziehung aber als gravierend, schon deshalb, weil man sich emotional deutlich abgrenzen kann und die Elternbeziehung daran keinen Schaden nimmt, während das bei einer Paarbeziehung ja nun doch eher kontraproduktiv ist.

Es ist ein Bedürfnis, kein mieser Charakterzug. Du kannst das so bewerten, aber fair ist es nicht, das zu pauschalisieren. Was heißt „zwanghaft suchen“?

Dem stimme ich zu. Nähe, Liebe, Sexualität etc sind Bedürfnisse. Die Art, WIE man das erreichen will, spiegelt dann eher den Charakter wieder.
Zwanghafte Partnersuche gibt es. Macht meistens niemanden glücklich, am wenigsten den Suchenden. Aber wie bei vielem gibt es hier ja keine feste Skala. Es bleibt also subjektiv.
 
  • #59
Die Wahrscheinlichkeit für Probleme ist eine Badewannenkurve. gar nicht getrennt und schon ewig allein sind eher schwierig, dazwischen nimmt die Wahrscheinlichkeit ab.
Ahhh, Herr Lebenslust, chapeau !
Die Badewannenkurve :)
Ein Modell aus dem Maschinenbau. Es veranschaulicht die Fehlerhäufigkeit von Maschinen. Am Anfang gibt es sehr viele Ausfälle, Nachbesserungsbedarf. Da geht es sehr steil nach unten ( die Seite, auf der sich der Abfluss befindet ). Wenn man alle Konstruktionsfehler behoben hat, ist schlagartig Ruhe, man befindet sich, je nach Maschinenart, für ein paar Jahre oder Jahrzehnte in der Horizontalen, in der es ( nahezu ) keine Ausfälle gibt, außer den von außen verursachten, die zählen aber nicht. Dann beginnt das Altern und langsam, so nach und nach, häufen sich die Fehler ( das ist die Seite, auf der man mit dem Rücken, dem Kopf liegt ).
Betriebswirtschaftlich sinnvoll ist es, die Maschine zu Beginn der Liegeseite abzustoßen, weil es nicht besser wird und man gutes Geld schlechtem hinterherwirft. Das Schwierige ist aber zu erkennen, dass man von der Horizontalen in den Anstieg wechselt, denn auch in den guten Jahren kann es durchaus zu vereinzelten Fehlern kommen und nach den Gesetzen der Statistik auch durchaus dreimal innerhalb kürzerer Zeit, das nennt man dann Zufall.

Ok, ich finde es gar nicht abwegig, das Badewannenmodell auf Beziehungen zu übertragen.
Das werde ich künftig mal im Hinterkopf behalten.

Vielleicht hinkt der Vergleich insoweit, als man bei Maschinen davon ausgeht, dass sie am Ende gar nicht mehr gehen, während man in schlechten Beziehungen durchaus noch weiter verbleiben kann und sich dies dann u.U. jahre- und jahrzehntelang sehr stabil quasi auf einer zweiten Horizontalen weiter oben, einpendelt.
Hm... nee, das kann man sich ja auch für Maschinen vorstellen.
Man kann auch mit solchen weitermachen, die viele Fehlstellen im Werkstück produzieren und dabei sehr viel Strom oder Diesel verbrauchen sowie sehr viele Abgase und Lärm emittieren. Weil man z.B. kein Geld für eine andere hat oder weil man sie aus irrationalen Gründen ( die hat der Opa aus den Trümmern gerettet ) nicht weggibt.
Ich habe so ein Haus, das ein Fass ohne Boden ist. Das ich trotzdem behalte...

Also ja, guter Hinweis auf das Badewannenmodell.

w 53
 
  • #60
Also "eigener Anteil am Scheitern" ist nicht gemeint als Schuldzuweisung, das kann auch allgemein heißen, einen unpassenden Menschen als Partner gewählt zu haben und entweder den versucht haben hinzubiegen oder selbst stillgehalten zu haben und ihm aber damit dann ein blödes Gefühl gegeben zu haben.

Auch Du hast ja nicht einfach gemeint, irgendwoanders klappe es besser, Du hast ja drüber nachgedacht, was Dich ausmacht und dass Du zukünftig mehr auf xy achten solltest.
Ja, du hast wie immer recht :)

Ok, also zwei Arten des Reflektierens:
- darüber nachdenken, was ich wirklich, naja irgendwie objektiv falsch mache. Im Sinne von, was ist nach hiesigen mitteleuropäischen Standards nicht zweckdienlich im Sinne des Führens einer Partnerschaft, also betrügen, lügen, rumschreien, sich lustig machen, ausnutzen, unzuverlässig sein usw. und versuchen, das abzustellen, weil man es ansonsten mit den künftigen Menschen auch wieder schwer haben wird, weil es hier kaum jemanden gibt, der das lange mitmacht.
- darüber nachdenken, warum ich mir einen unpassenden Partner aussuche, wenn es um Dinge geht, die eher unter Geschmackssache verbucht werden sollten. Wieviel Nähe man möchte, welche Art des Zusammenseins man möchte, wo man leben will, wie man Weihnachten verbringen will, ob man Schokoladenherzen auf dem Frühstücksteller braucht oder schmalzig findet.

Also ja, du hast recht, natürlich reflektiere auch ich nach einer gescheiterten Beziehung.
Ja, ich sage jetzt zum Beispiel, wenn mein Freund mich eines Tages nicht mehr haben will, kommt für mich nur ein Mann in Frage, der ebenfalls keinen Sex möchte. Und ja, ich weiß, dass da nur eine Handvoll übrig bleiben, wenn ich auch noch anderes will, das was man halt so will, dass er lieb und hübsch ist und gut duftet, du weißt schon.
Und diese drei bis fünf Männer im deutschsprachigen Raum müssen dann erst mal auch mich wollen.
Ich gehe daher davon aus, dass ich danach sehr lange oder für immer keinen neuen Partner hätte, was ich aber nicht so arg fände.

Joa...ich habe viel reflektiert, denn das alles weiß ich jetzt ja immerhin.
Früher aber nicht. Früher habe ich immer wieder den gleichen Fehler gemacht. Ich bin ganz schlicht nicht auf die Idee gekommen, nach einem Asexuellen zu suchen. Naja, da war ich unter 30, in diesen Jahren dürfte es da wirklich sehr dünn sein. So gesehen hatte ich gar keine Wahl.
Außer allein zu bleiben, was ich dann auch lange Jahre tat.

w 53
 
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