• #1

Warum steht sie nicht zu mir?

Hallo liebe Mitglieder des Forums,
ich (m40) bin relativ neu hier und habe, wie soll es auch anders sein eine oder mehrere Fragen, welche meine Beziehung mit ihr32 betreffen.

Die grundsätzliche Frage die ich mir stelle ist:

Weshalb steht meine Freundin nicht öffentlich zu mir?

Wir sind jetzt etwas über ein Jahr zusammen. Wir waren beide direkt zuvor in längeren Beziehungen bzw. Ehen (>7Jahre). Leben aktuell beide getrennt von unseren Partnern.
Wir führen eine Fernbeziehung (4 Autostunden). Sehen uns aber wöchentlich, da wir in der selben Firma beschäfftigt sind.

In der Firma wissen ein paar Kollegen darüber Bescheid, sowie Ihre Familie (welche mich gut aufgenommen hat und mag) sowie ein paar Freunde.
Soweit so gut...aber es wird z.B. problematisch wenn wir in Ihrem Wohnort irgendwo hinwollen. Das machen wir einfach nicht weil sie das nicht möchte. Ihr Ex (7Jahre Beziehung) wohnt in der selben Stadt. Er weiß von uns. Sie möchte ihm nicht weh tun.
Beide haben sich einvernehmlich getrennt, weil es mit der Zeit unterschiedliche Ansichten zur Lebensplanung gab. Sie hat Schuldgefühle, weil sie sich die Schuld gibt dass die ehemalige Beziehung/Ehe gescheitert ist.
Sie möchte frei sein und sich auch nicht outen, zumindest nicht so richtig öffentlich.
Wenn ich frage wie denn die Vorstellung einer gemeinsamen Zukunft wäre, kommt: Ich weiß es nicht... Zusammenziehen ist kein Thema, obwohl wir schon gemeinsame Anschaffung für Ihre Wohnung getätigt haben.

Thema Fernbeziehung wird kommentiert mit, ist doch bis jetzt auch gut gegangen. Habe signalisiert, dass ich mehr möchte. An einer festen, echten Beziehung interessiert bin. Sie kann es mir nicht sagen...Hat jemand von Euch einen Rat wie lange man das mitmachen sollte? Ich fühle mich zunehmend unwohl mit dieser ungewissen Situation. Will aber keinen Druck aufbauen, denn das würde nichts bringen.

Ich möchte mir nichts verbauen, es liegt mir viel an der Beziehung und ich wünsche mir das es klappt aber es könnte ja sein, dass wir da unterschiedliche Vorstellungen haben. Ich hab das auch schon offen angesprochen, sie stuft es schon als Beziehung ein und nicht als Freundschaft+ oder sowas in der Art. Aber sie möchte frei sein und tun und lassen können was sie möchte. Das ist ja auch ok, aber man kann doch nach einem Jahr der Trennung mal so langsam zu seinem Partner stehen. Klar benötigt jeder eine andere Zeit um all das was war zu verarbeiten. Es wurde ja auch schon besser, alles eben in kleinen Schritten. Ich denke ich war bis jetzt sehr verständnisvoll überlege aber ob das alles nur zur Überbrückung oder ein Hinhalten ist.
Ich bekomme keine klare Aussage, außer dass sie mich liebt aber noch Zeit braucht, die ich ihr gerne geben möchte.

Vielleicht hat ja jemand eine Meinung oder einen Tipp für mich?
 
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  • #3
Weil das Trennungsjahr noch läuft (der offizielle Trennungszeitpunkt vom Anwalt mitgeteilt kam nach der tatsächlichen Trennung), geschieden bin ich Anfang 2021.
Von meiner Seite her ist die Entscheidung klar und schon oft offen ausgesprochen, ich liebe sie und möchte mit ihr zusammen sein.
 
  • #4
Ich fühle mich zunehmend unwohl mit dieser ungewissen Situation. Will aber keinen Druck aufbauen, denn das würde nichts bringen.
Wasch mich aber mach mich nicht nass.

Sorry, Du wirst beides nicht haben können. Ich verstehe, dass man am Anfang zögerlich ist, aber nimmt man dann Investitionen in die Wohnung an?

Klartext, mehr als das wird es nicht mehr.
Es ist nett mit Dir, mit der Distanz.
Und wenn sie irgendwann den passenden Mann vor Ort gefunden hat, bist Du Geschichte.

Du musst für Dich entscheiden, was Du willst, Dich klar positionieren.
Solange Du es nicht tust, wird sich nichts ändern.

W, 51
 
  • #5
Das ist schon etwas wie raten. Wenn einer nicht offen zu einem steht und damit den Eindruck vermittelt, man wäre gar nicht eng, sondern eher locker oder bereits gar nicht zusammen, also man den Eindruck eines Singles nach aussen abgibt, da fallen mir nur 4 Sachen ein,
- entweder bist du in ihren Augen eine Person, die man nicht stolz vorzeigen will, in Intelligenz, in Benehmen, in Geduld, in Berechenbarkeit, in Status, in Optik, Alter, berufliche Position, ... wofür sie sich einfach in Grund und Boden schämt
- oder irgendwas stört sie, wo sie meinen und denken könnte, sie verdient jemanden besseres.
- Und diese bessere Partie könnte im Vergleich zu dir ihr Ex sein (auch wenn er von Euch weiß, wird ihm in der Stadt suggeriert, Du wärst nicht da, Du und sie ihr werdet nie gemeinsam irgendwo gesehen, sie ist immerzu allein unterwegs), der geködert werden soll, dass es mit Dir nichts festes, eher lockeres und nur vorübergehendes sei
- oder sie hofft auf einen anderen Verehrer, aus der Stadt, im Job.

Zur Zeit häufen sich die Threads von Frauen, die in Beziehungen auf die Bremse steigen und meinen sie brauchen nach Monaten Gemeinsames und Intimitäten noch mehr Zeit und wollen gern noch mehr ihre Freiheit ausleben. Diese Freiheit geht auch innerhalb einer Beziehung, aber nur dann nicht, wenn man Flirten und sich alle Optionen offen halten will, dann stört bei den Alleingängen der Ruf oder das Zutragen von Dritten, dass Frau liiert wäre.
 
  • #6
Ihm nicht, dir schon, merkst du was? Für mich ein Zeichen, dass sie mit ihm nicht abgeschlossen hat, sie ist auch nach wie vor verheiratet, also nicht geschieden, bei dir läuft das Trennungsjahr bei ihr nicht, vielleicht hat sie vor, wieder zu ihm zurückzukehren, will sich die Tür offen lassen. Ich selber würde eine solche Beziehung nicht aufrechterhalten, denn ich käme mir vor, dass sie mich nur warm und hinhält, aber im Grunde genommen mich nicht konkret als ihr wirklicher Partner sieht. Das muss jeder für sich selber vereinbaren können, darüber gibt es verschiedene Meinungen, ich würde eine solche Beziehung nicht mittragen, es tut dir nicht gut, ich sage für mich, was mir nicht gut tut, möchte ich nicht leben, ich glaube nicht, dass du Glück mit dieser Frau haben wirst, diese Beziehung wird nach meiner Einschätzung nicht halten!
 
  • #7
Soweit so gut...aber es wird z.B. problematisch wenn wir in Ihrem Wohnort irgendwo hinwollen. Das machen wir einfach nicht weil sie das nicht möchte. Ihr Ex (7Jahre Beziehung) wohnt in der selben Stadt. Er weiß von uns. Sie möchte ihm nicht weh tun.
Wenn man sich nach über einem Jahr nicht mit seinem Partner in seiner Stadt zeigen mag, wegen des Ex, ist was faul.
Du verbaust dir gerade was. Sie hält dich hin, und damit kannst du nicht mit jemand anderen eine Beziehung eingehen, einer Frau, die zu dir steht.

Was heisst unter Druck setzen? Nach einem Jahr sollte klar sein, wohin die Reise geht. Wenn sie das nicht kann, bist du es eben nicht.

Du musst halt damit leben können, wenn du eine Entscheidung verlangst, das dann Schluss ist.
 
  • #8
Lieben Dank schonmal für eure Einschätzungen, tut auf jeden Fall gut mal andere Blickwinkel zu lesen.
 
  • #9
Eure Beziehung ist schon über ein Jahr alt - also warst Du noch nicht im Trennungsjahr, als ihr zusammenkamt. Wie hast Du Dich denn da verhalten? Eher so "mal sehen, ob ich die Scheidung wirklich einreiche"? War sie erstmal Affäre?

Wenn sie selbst sagt, dass sie frei sein will, wird sie damit meinen, dass sie nicht schon wieder Kompromisse machen will für eine Beziehung, nicht schon wieder Pläne machen will, weil sie noch gar nicht weiß, wonach ihr ist. Sie will es "laufen lassen" und gucken, was so passiert, rausfinden, wonach ihr ist, würde ich sagen. Ich denke, das macht man, wenn man sich zu sehr verbogen hat in der Exbeziehung, um wieder in seine eigene Spur zu kommen. Und wenn dann gleich ein neuer Mann da ist, der wieder dies und das hören, planen, versprochen kriegen will, ist das wieder eine Zange und erzeugt eher Abstand.

Vielleicht wart ihr einander nur der Katalysator, um euch aus schlechten Beziehungen zu befreien? Also nicht, um wieder in ein gleiches Konstrukt zu kommen, sondern, um erstmal frei zu sein? Zumindest bei ihr könnte ich mir das vorstellen.
Habe signalisiert, dass ich mehr möchte. An einer festen, echten Beziehung interessiert bin.
WANN hast Du das signalisiert und hat es vorher anders angefangen? (Affäre)
Was heißt das für Dich? Muss SIE dann umziehen und Dir das fest zusagen, dass sie es tun wird?

Zusammenziehen ist kein Thema, obwohl wir schon gemeinsame Anschaffung für Ihre Wohnung getätigt haben.
Hm... da wäre ich vorsichtig, Geld in Möbel zu investieren. Oder habt ihr nur ein gemeinsames neues Bett gekauft und vielleicht mal einen Sparschäler, so dass sie gar nicht meint, ihr würdet GEMEINSAME Möbel für eine neue Wohnung anschaffen?

Ich denke, Du bist zu fixiert aufs Zusammenziehen und ich habe den Eindruck, dass Du nur Angst hast vorm Alleinsein. Wann hast Du Zeit gehabt, Deine Beziehung zu verarbeiten und aus Deinen Fehlern zu lernen?
Das hier klingt nicht nach Liebe, sondern nach Angst vorm Alleinsein und nach "ICH mache die Ansagen":

Hat jemand von Euch einen Rat wie lange man das mitmachen sollte?
Ich finde aber auch merkwürdig, dass auf den Ex Rücksicht genommen werden soll. Vielleicht sagt sie das auch nur so, weil sie es nicht besser begründen kann, dass sie in ihrer Stadt nicht offen als Paarteilnehmerin auftreten will. Passt aber auch nicht, weil Du schon in ihre Familie eingeführt wurdest. Also ich denke nicht, dass wirklich auf den Ex Rücksicht genommen wird.

Vielleicht würde es Dir aber auch guttun, erstmal "FREIER" zu sein, statt gleich wieder zusammenzuziehen und einen gemeinsamen Putzplan erarbeiten zu müssen, die WEs absprechen zu müssen, abends nicht frei bestimmen zu können, was getan wird usw.. Oder lief das in Deiner Exbeziehung so, dass Du sowieso alles bestimmt hast?
 
  • #10
Die Antwort ist - wie so oft - eigentlich recht einfach, nur wollen die FS sie meistens nicht hoeren, da sie keinen Raum fuer Fantasie laesst und nur schwer zu akzeptieren ist. Wenn eine Frau sich so verhaelt wie die Freundin von Kleeblatt813 dann ist sie nicht verliebt, und schon gleich gar nicht liebt sie. Eine verliebte Frau moechte, dass jeder ihr grosses Glueck sieht, sie schleppt den Geliebten zu Verwandten und Freunden und zeigt sich oeffentlich mit ihm.
Da ich schwer verliebt bin (und er auch), weiss ich wie so etwas geht, spreche also nicht in der Theorie.
An dieser Story kann sich der FS noch lange abarbeiten, ohne dass letzten Endes etwas Positives dabei herauskommt. Die Freundin kann/will nicht sagen, ob sie eine Zukunft fuer die Beziehung sieht. Das alleine waere fuer mich ein Grund, mich zurueckzuziehen. Der FS jedoch will sich nichts verbauen, aber er wird ein hohes Lehrgeld zahlen muessen.
 
  • #11
Es könnte Normenkonformismus sein. Die Leute in ihrem sozialen Umfeld sollen nicht sehen, dass sie einen Neuen hat, weil ihr die Übergangszeit zu kurz erscheint.

Vielleicht will sie sich auch nicht gleich wieder binden, nachdem sie nun eine Ehe faktisch hinter sich hat. Der FS geht wie die meisten wie selbstverständlich aus, Beziehung sei das Ideal. Das ist insbesondere bei Ehegeschädigten häufig eben nicht mehr so.

Oder es ist tatsächlich eine komische Befindlichkeit ihrem Ex gegenüber. Ich hatte vor vielen Jahren einmal eine F+ weit entfernt. Sie lebte in einer kleineren Stadt am Rande eines großen Ballungszentrums. Im Ballungszentrum war sie vollkommen ungeniert. In ihrer kleinen Speckgürtelstadt aber wollte sie nicht mit mir gesehen werden, weil da einer lebte, den sie auf der Freundschaftsschiene geparkt hatte schon längere Zeit. Das schien ihr irgendwie zuviel emotionaler Stress, diesen Kontrast sichtbar werden zu lassen.

Wichtig ist aber letzten Endes, der FS nimmt sich zurück mit seinen Erwartungen. Er kann nicht mehr aus ihr herausquengeln, als für sie emotional drin. Der Schuss geht sonst nach hinten los.
 
  • #12
Herrlich!

Wieso stehst du nicht zu ihr? ^^

1.) Du bist nicht geschieden
2.) Du wechselst nicht den Wohnort

Liebst du sie überhaupt?

Merkst du was? Man kann den Spieß auch umdrehen. Fakt: Ich seid BEIDE noch nicht geschieden. Und was man für einen Eindruck beim Lesen erhält ist, dass KEINER VON EUCH die vorherigen Ehen verarbeitet hat.

Ihr nutzt euch gegenseitig völlig egoistisch als Trostpflaster. So kommt deine komische Wahrnehmung zu stande. Herzlichen Glückwunsch.

w.,34
 
  • #13
Ich fühle mich zunehmend unwohl mit dieser ungewissen Situation. Will aber keinen Druck aufbauen, denn das würde nichts bringen.
[...]
Ich hab das auch schon offen angesprochen, sie stuft es schon als Beziehung ein und nicht als Freundschaft+ oder sowas in der Art. Aber sie möchte frei sein und tun und lassen können was sie möchte.
Wenn sie es als Beziehung einstuft, gibt es doch keine "ungewisse Situation"?

Also ich ganz persönlich kann Deine Freundin sehr gut verstehen, denn mir selbst geht es auch nicht anders als ihr. Ich würde zum Beispiel auch nicht mehr mit einer Frau zusammenziehen wollen. Und ich reagiere auch allergisch wenn mich eine Frau bezüglich Freizeitgestaltung o.ä. irgendwie unter Druck setzen möchte.

Sei doch froh dass Du keine Frau hast die "klammert" und Dir die Luft zum Atmen nimmt.

Ich würde es einfach mal laufenlassen und die Zeit genießen die ihr miteinander habt.
 
  • #14
Eine verliebte Frau moechte, dass jeder ihr grosses Glueck sieht, sie schleppt den Geliebten zu Verwandten und Freunden und zeigt sich oeffentlich mit ihm.
Das sehe ich auch so. Selbst wenn ich die Freundin verstehe und sie es nicht wirklich eilig hat, wieder in eine neue Abhängigkeit (die auch Liebe sein kann) zu geraten. Nur sollte sie das offen kommunizieren und @Kleeblatt813 sollte es erkennen (wollen).

Ich denke es ist normal - und gesund! - eine längere Pause (sie nennt es Freiheit) einzulegen, bevor die nächste Bindung angestrebt wird. Fehlt diese Pause, kann sie später beiden Betroffenen schwer auf die Füße fallen.
Ich selbst habe mir nach meinen beiden Ehen jeweils ein paar Jahre (!) gegönnt, in denen ich mich »frei« bewegt habe, bevor ich für die nächste, verbindliche Beziehung bereit war. Mir - und der Folgebeziehung - hat das sehr gut getan: ich wusste danach definitiv was ich wollte (und was nicht).
 
  • #15
Das heißt für mich, dass sie immer noch Kontakt mit ihm hat. Ich habe es schon oft erwähnt mache es aber gerne nochmal. Trennung bedeutet für mich komplett mit Kontaktabbruch. Ich weiß viele sind da anderer Meinung. Ich kenne hier vom Forum eigentlich nur den INSPIRATIONMASTER der das genauso handhabt.

Ich liebe meine Frau und habe auch Respekt vor ihr. Das ist auch ein Grund warum ich keinerlei Kontakt zu Exfreundinnen habe. Selbst wenn ich Single wäre würde ich das so machen.

Ich sehe für euch auch keine Zukunft. Wenn sie dich wirklich lieben würde wäre ihr völlig egal was er davon hält.
Naja, da könnte sie ja nun auch mal bei Dir eine klare Entscheidung einfordern.
Warum bist Du nicht geschieden ?

Ich würde auch mit niemandem, der noch verheiratet ist, zusammenziehen.
Das ist eben doch nicht nur eine Formalie.
Er hat ja die Scheidung eingereicht. Trotzdem muss er das Trennungsjahr abwarten. Ich gehe also schon davon aus, dass er sie liebt.
 
  • #16
Eine verliebte Frau moechte, dass jeder ihr grosses Glueck sieht, sie schleppt den Geliebten zu Verwandten und Freunden und zeigt sich oeffentlich mit ihm.
Der Familie wird ja nun gezeigt, dass da ein neuer Mann ist, sogar einer, der noch verheiratet ist und wo man eventuell sogar erzählen müsste, dass man schon zusammen war, als die Ehefrau noch gar nichts davon wusste.
Also ich weiß nicht, welche Gründe sie hat, nichts in der Stadt zu unternehmen. Den Ex halte ich für vorgeschoben. Vielleicht will sie kein Getratsche. Auf jeden Fall ist es unentspannt. Aber ich finde ihn auch nicht entspannt. Mich würde echt interessieren, wer hier sein Leben aufgeben und zu wem hinziehen soll.

Ich habe mal so überlegt, was sie davon hat zusammenzuziehen. Worum geht es jemandem, der unbedingt zusammenziehen will?

Ich denke es ist normal - und gesund! - eine längere Pause (sie nennt es Freiheit) einzulegen, bevor die nächste Bindung angestrebt wird. Fehlt diese Pause, kann sie später beiden Betroffenen schwer auf die Füße fallen.
Ich sehe das genauso und frage mich, ob das wirklich für alle gilt. Er will diese Pause ja nicht, sondern am liebsten gleich wieder ne Frau zu Hause haben. Ist das nun gut, egal oder nicht so gut für die neue Frau ...

Vielleicht muss man das unterscheiden, A hat immer die Ansagen gemacht und sich durchgesetzt in der Beziehung, B hat sich dafür verbogen. Wenn die sich trennen, will A sofort B2 suchen, aber B muss sich erstmal wieder finden, wie es war OHNE die Beziehung zu A, das sich ja überhaupt nicht angepasst hatte für die Beziehung, sondern immer nur gesagt hat, wie er*sie es haben will. Allerdings wird mit B2 dann dasselbe in Grün wiederholt, außer B2 ist anders gestrickt und kann bei A leichter Anpassung bewirken, als es das Ex-B vorher konnte. Ist ja manchmal so, dass die*der Ex noch kämpfte für was, das dann später beim neuen Partner ganz leicht gegeben wird.
 
  • #17
@void
Es ist so, dass ich gerade dabei bin mir Gedanken zu machen wo ich in der Zukunft wohnen werde.
Das gemeinsame Haus aus der Ehe wird es nicht werden. Da würde bestimmt niemand mit mit drin wohnen wollen. Ich wäre bereit und das weiß meine Freundin auch, zu ihr zu ziehen.
Und, es ist auch nicht so dass ich die Ansagen mache sonder eher so, dass wir Dinge gemeinsam entscheiden. Ich brauche das nicht, freu mich wenn es im Einklang läuft. Das klappt auch super, darin sind wir uns einig. Ich brauche auch niemanden für die Dinge des Alltags, das kann und mache ich sehr gerne selbst oder im Wechsel oder wie es sich gerade ergibt. Alles gut was das betrifft, mir geht es um das nicht öffentlich dazu zu stehen.
Komisch ist schon die Sache, dass ich in der Familie eingeführt bin und auch akzeptiert werde, aber sonst halt das Problem mit der Rücksicht auf den Ex herrscht. Ich habe halt gedacht, nach einem Jahr ist das dann auch vorbei. Ach ja und die Trennung von meiner Frau war vor dem Kennenlernen, wir haben nur nicht gleich die Trennung feststellen lassen.
 
  • #18
Naja, ich würde mich darauf konzentrieren, dass sie sagte, sie wolle frei sein. Nach meiner Trennung wollte ich nicht so schnell wieder in eine Beziehung. Ich hatte zu viele unpassende Kompromisse gemacht und war wieder versucht, das erneut zu tun, um "geliebt zu werden". Vielleicht hat sie dasselbe Problem?

Ich hatte mich ein Jahr nach der Trennung sehr verliebt. Der Mann war verheiratet, also habe ich mich gleich zurückgezogen. Aber irgendwann merkte ich, dass ich nicht stehenbleiben sollte bei "ich kann ihn nicht haben, denn er ist verheiratet", sondern mal weitergehen sollte mit der Vorstellung, die Beziehung würde zustande kommen. Und ich merkte, dass ich genau das, was ich in meiner Exbeziehung machte und das mir ne Menge Probleme eingebracht hatte, was meine eigenen Ziele anging, WIEDER tun würde. Und dass ich, weil ich das nicht wollte, den Mann unbewusst vorsichtig auf Abstand gehalten hätte und unverbindlich hätte bleiben wollen, weil ich nicht wieder in die emotionale Abhängigkeitsfalle rutschen wollte, in der wieder die Beziehung und deren Erhaltung das allerwichtigste sein sollte.
Wie das bei Deiner Partnerin ist, weiß ich natürlich nicht.

Aber dieses Freiseinwollen äußern wohl viele Frauen, die viel gegeben haben in der Beziehung, was jetzt Emotionales angeht (Ratgeber lesen "wie verstehe ich meinen Mann", "wir müssen mal reden"-Diskussionen anstoßen und dergleichen), und was die zeitliche Beschäftigung mit der Beziehung zu tun hatte und nicht mit Karrieremachen und Geldabgeben oder sowas.
Ich würde sagen, es ist was anderes, wenn man beruflich und gesellschaftlich aufsteigt und das Geld mit dem finanziell abhängigen Partner teilt, als wenn man die Belange der Kinder und des Mannes für sich zum wichtigsten Punkt in seinem Leben macht.

Diese Frauen wollen nun unverbindlich Spaß, statt wieder "für einen Mann und eine Beziehung zu sorgen", würde ich sagen. Auch wenn das vielleicht so nie hundertprozentig gelebt wurde. Und Deine Partnerin hat ja keine Kinder. Aber eine Beziehung kann auch schon viel Energie ziehen, wenn die Frau meinte, eine bestimmte Rolle erfüllen zu müssen "für Liebe" und gegen ihre eigenen Freiheiten.
 
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  • #19
Naja wenn sie den nächsten Schritt nicht gehen will mit Zusammenziehen ist das eine Sache.-
Diese Heimlichtuerei in ihrer Stadt würde mich allerdings massiv stören und hat auch nix mit Zusammenziehen zu tun. Wer total frei sein will, kann eben nicht gleichzeitig eine Beziehung führen.
Ich würde mich anstelle des FS mal etwas distanzieren.
 
  • #20
Ach ja und die Trennung von meiner Frau war vor dem Kennenlernen, wir haben nur nicht gleich die Trennung feststellen lassen.
Das ist eine spannende Formulierung, kläre mich auf?
Für mich heißt das, Du warst innerlich schon getrennt, Du hattest es Deiner Frau nur noch nicht mitgeteilt?
Hast dann die für Dich passende Frau kennengelernt, und einen Warmwechsel versucht.
Nur jetzt ist leider die neue Frau nicht so begeistert..

Sie redet von Beziehung, und gleichzeitig von ihren Freiheiten.
Du siehst bei @Mighty Matze wie er Beziehung führen will - dazu muss man die adäquate Partnerin bzw. Partner finden.
Man wird bei Bedarf in die Freizeitplanung einbezogen, ansonsten viel Distanz.

Du möchtest Perspektive.
Die Scheidung ist terminiert, Du möchtest mit ihr evtl. zusammen ziehen.
Das wird zu ihren Vorstellungen nicht passen.
Du solltest reden...

W, 51
 
  • #21
Das ist eine spannende Formulierung, kläre mich auf?
Für mich heißt das, Du warst innerlich schon getrennt, Du hattest es Deiner Frau nur noch nicht mitgeteilt?
So war es nicht. Erst kam die Trennung, dann etwas später kam ich mit meiner jetzigen Freundin zusammen. Ist alles sauber gelaufen. Zum Anwalt wegen der Feststellung des Trennungszeitpunktes sind wir nicht sofort.
 
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  • #22
Das ist eine spannende Formulierung, kläre mich auf?
Ach, es ist doch klar, was er hier sagt:

Der Beginn des Trennungjahres ist keine einfache Vereinbarung zwischen den Ehepartnern, sondern wird (meist vom Anwalt) offiziell nach vorheriger gemeinsamer Abstimmung festgelegt und ggf. auch angezeigt.

Das Datum wird wohl immer einiges nach der zwischen den Eheleuten vereinbarten (oder einfach so durch Auszug entstandenen) Trennung liegen, da ja der formale Vorlauf zur Scheidung mit Findung von Anwälten... etc. auch erst später erfolgt.
 
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  • #23
Ihr seid etwas über einem Jahr zusammen.
Ihr wart beide frisch getrennt, als ihr euch kennengelernt habt.
Ihr führt eine Fernbeziehung...
RICHTIG?

Wo bleibt Deine Leichtigkeit im "richtig" kennenlernen?
Ich kann Dich verstehen, das es sich nicht schön anfühlt, wenn Sie mit Dir nicht in Ihrer Stadt rausgehen möchte (wegen Ihrem Ex).

Meine Meinung dazu:
Lass Ihr Luft zum atmen, überfalle Sie nicht mit zu vielen Zukunftsplänen.
Ihr kennt euch noch nicht richtig, gebt euch Zeit, euch noch besser kennenzulernen. Wenn es was wirklich ernstes zwischen euch werden soll, dauert es länger als ein Jahr sich wirklich zu lieben und aufeinander voll und ganz einzulassen.

Ich kann Dir nur aus meinen Erfahrungen berichten, ich hatte nach der räumlichen Trennung von meinem (ex-) Mann nach 3 Monaten einen Mann kennengelernt und ER wollte auch gleich das volle Programm wie DU. Nach einem Jahr habe ich es beendet, da ER mir die Luft zum Atmen genommen hat. Heute weis ich, ich war damals noch nicht soweit für eine neue Beziehung mit allem drum und dran, ich hatte meine Wunden noch nicht ausgiebig geleckt. Mich noch nicht neu sortiert und geschweige mich selbst wiedergefunden um sagen zu können, was ich wirklich möchte.
Ich habe genau wie Deine Freundin meine Freiräume gebraucht.

1,5 Jahre habe ich dann nix neues angefangen. Ich habe diese Auszeit gebraucht!

Ich habe den "Übergangsmann" zum damaligen Zeitpunkt für mein EGO gebraucht, würde es jedoch so nie mehr machen, nach einer Trennung gleich was neues zu beginnen. Ich habe viel verbrannte Erde hinterlassen, was mir für den damaligen Mann im Nachhinein sehr leid tut.

Ich wünsche Dir, das Du nicht nur der "Übergangsmann" bist.
Pass gut auch Dich und Deine Gefühlswelt auf! Höre auf Dein Bauchgefühl und sprich mir Ihr. Wenn Du Glück hast, ist Sie ehrlich zu Dir ;-)
Versuche doch die gemeinsame Zeit einfach zu genießen.
Ohne riesige Zukunftspläne zu schmieden, das könnt Ihr auch noch in einem Jahr.

w/52
 
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  • #24
Ich halte es auch nicht für das beste, sofort nach einer Trennung eine neue feste Beziehung einzugehen. Das klingt für mich immer nach "nicht allein sein können". Die alte Beziehung verarbeiten und sich selbst erst mal sortieren kann man dann nicht. Du willst gleich alles wieder festzurren, was ich zwar verstehen kann, aber dass du nicht mal eine Zeitlang allein warst, ist schon nicht so optimal. Vielleicht geht es ihr jetzt eben auch so, dass sie merkt - ich hätte eigentlich doch noch Zeit für mich gebraucht, mein Leben überdenken, was will ich ändern, was möchte ich, wo will ich hin... Also, danach klingt es für mich ein bisschen. Und das geht wohl schon einher damit, dass sie nicht absolut in dich verliebt ist, sonst würde ihr das vielleicht erst viel später auffallen. Ich denke, da ist ein Ungleichgewicht bei euren Bedürfnissen und für sie ist es vielleicht (unterbewusst) eher eine Übergangsbeziehung, um auch nicht allein zu sein, den Rückhalt zu haben, gleichzeitig aber eben "frei" sein zu können; wirklich Single sein, das traut sie sich vielleicht auch nicht. Es klingt jedenfalls nicht so stimmig. Du musst eben entscheiden, ob dir das, was ihr jetzt habt, erst einmal ausreicht und du schaust, wie es weitergeht (aber nicht mit riesigen Hoffnungen verbunden), oder ob es dir weh tut und du das nicht kannst.
w, 37
 
  • #25
Nun ja, eigentlich wiederholt sich das, was mit dem Ex war. Ihr wollt anscheinend unterschiedlich die Beziehung leben.
Mich würde interessieren, was war der Trennungsgrund vom Ex? Wollte er evtl Kinder, tiefere Bindung, mehr geneinsame Zeit etc, und sie nicht? Es liest sich so, als wollte sie lockerer Leben. Ohne so große Erwartungen, einfach Zeit genießen. Kann man machen, muss aber auch der Partner wollen. Wenn dies der Fall ist, passt es leider nicht.
 
  • #26
Das kling so als ob du und deine Freundin andere Nähebedürfnisse haben. Du scheinst jemand zu sein, der eher mehr Nähe braucht. Du sprichst vom Zusammenziehen und alles öffentlich bekannt machen usw. und das ist ja auch vollkommen verständlich. Scheint aber bei deiner Freundin anders zu sein. Sie scheint die Fernbeziehung zu mögen weil Ihr das genug Freiraum gibt sich um sich selbst zu kümmern bzw. Ihre Individuelle Freiheit zu leben und auch das ist ja vollkommen ok. Außerdem finde ich es richtig gut von dir, dass du sie nicht dazu drängen möchtest, damit würdest du wahrscheinlich das Gegenteil von dem erreichen, was du möchtest. Gibt der Sache einfach noch ein bisschen Zeit. Du kannst Ihr ja sagen, dass du gerne mit Ihr zusammen wohnen möchtest, weil du sie sehr gern hast und sie gerne bei dir haben möchtest aber es auch Verstehst, dass es erstmal für sie nicht in frage kommt. Gib Ihr einfach noch ein bisschen Zeit sich mit dem Gedanken anzufreunden und vielleicht kommt sie dann schneller auf dich zu , als du es vielleicht denkst. Ich es liegt definitiv nicht daran, dass sie nichts für dich übrig hat. Niemand nimmt seinen Partner mit zur Familie, wenn er bzw. sie es nicht ernst meint. Also entspann dich, lehn dich zurück und fang an die Zeit mit Ihr mehr zu genießen anstatt dir Gedanken über die Zukunft zu machen :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #27
Gib ihr noch ein Jahr Zeit wenn Du kannst. Es ist schon alles noch ein bisschen früh... nicht alle stecken so was locker weg. 25-32 ist eine wichtige und intensive Lebenszeit.