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  • #1

Warum stehen Frauen auf Männer mit langweiligen Berufen ?

Ich habe manchmal den Eindruck, dass Frauen auf Männer mit langweiligen Berufen stehen? So sind zum Beispiel die drei "A"s, Anwalt, Arzt und Architekt im Alltag so was von phantasielos (ich war selbst über 10 Jahre Anwalt und habe ausreichend Architekten und Ärzte privat und beruflich kennengelernt) und als reine Problembearbeitung dermaßen unkreativ, dass ich nicht verstehe wieso auf Frauen so etwas Eindruck macht? Gleiches gilt für Berufe im Finanz- und Versicherungsbereich, (habe da auch einige Jahre gearbeitet) oder öde Verwaltungsjobs. Wieso geht so vielen Frauen Status und Gehabe über alles ? Ich habe mich stets zu Menschen aus Kreativberufen hingezogen gefühlt _ die dort arbeitenden Frauen natürlich eingeschlossen - und verstehe den Hype vieler akademischer Frauen um die schnöde Anzugs- und Aktenwälzerei nicht so ganz. Was finden so viele Frauen an langweiligen Berufen und Lebensläufen ?
 
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  • #2
Ich habe manchmal den Eindruck, dass Frauen auf Männer mit langweiligen Berufen stehen? Was finden so viele Frauen an langweiligen Berufen und Lebensläufen ?
Eher ein Pauschalurteil, oder? Ich bin Ingenieur, vermutlich dann auch ein Kandidat für die "Langweilberufe"? Vermutlich gibt es da Vorlieben so viele wie es Menschen gibt und langweilige oder sehr interessante Verwaltungstäter sowieso.
Kreativberufe neudeutsch "irgendwas mit Medien" gewährleisten auch nicht, dass die Menschen dahinter dann unbedingt interessanter sind. Vielleicht spielen auch Status oder Verdienst eine Rolle? Warum ist der Lebenslauf eines Arztes pauschal langweilig? Oder der eines Anwaltes?

m, 46
 
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  • #3
Ganz einfach, der vermeintlich langweilige Beruf geht halt sehr oft einher mit einem sicherem Gehalt. Was will ich mit einem Kreativkünstler, der immer pleite ist?
 
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  • #4
Naja, was langweilig ist oder nicht, ist doch wohl Geschmacksache. Ich finde die Arbeit eines Arztes wesentlich interessanter als die eines Grafik-Designers oder Fotografen. Die Welt ist eben bunt.
 
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  • #5
finanzielle Sicherheit...
 
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  • #7
Lieber FS,
den Frauen gefallen diese Männer. Sie arbeiten nicht mit ihnen zusammen und vermutlich haben die Frauen die gleichen Berufe. Was diese Berufe auszeichnet, ist, dass sie ein gewisses Pflichtbewusstsein voraussetzen und dass sie ein regelmäßiges Einkommen garantieren, von dem man leben kann, kein Zuverdienst. Es ist attraktiv, sich die Verantwortung für's Ganze mit einem Partner zu teilen.
Wenn Du in jedem Job, ein phantasieloser und langweiliger Anwalt warst und nie einen interessanten Job bekommen hast, dann muss das doch nicht für alle Männer dieser Berufe gelten. Ich arbeite in der öffentlichen Verwaltung, mache seit über 20 Jahren sehr interessante Großprojekte in den unterschiedlichsten Themenbereichen. Man kann sich dort dauerlangweilen, muss man aber nicht.

Anwälte mag ich sehr. Sie haben eine detailbewusste Sprache und sind scharfsinnig, die interessantesten Gesprächspartner überhaupt. Die meisten Anwälte die ich kenne sind international tätige Wirtschaftsjuristen oder Verwaltungsjuristen mit sehr interessante Aufgaben.

Die meisten Ärzte die ich kenne, sind belesen, viele aktive Freizeitmusiker, sie machen sich Gedanken um die Entwicklung der Gesellschaft, sind verantwortungsbewusst und attraktive Gesprächspartner für viele Themenbereiche. Sie sind empathische Menschen, die nicht nur um sich selber rotieren.

Die Behördenarchitekten aus meinem Bekanntenkreis haben eine breite Bildung, die weit über ihr Fach hinausgeht. Sie verstehen viel von Design, Gartengestaltung, Stadtplanung, sind universell gebildete Schöngeister mit großem Interessensspektrum, gerade weil sie in ihrem Beruf oft einseitig gefordert sind. Nichts ist interessanter als mit ihnen kontroverse Debatten um Stadtentwicklung zu führen. Das ist mehr als Phantasiephrasen von Kreativlingen, die sich niemals mit der Machbarkeit und Bezahlbarkeit befassen müssen.

Die akademischen Frauen machen keinen Hype um die Männer wegen Anzügen oder Aktenwälzerei, sondern wegen den Eigenschaften der Männer - daran sind sie interessiert. Mir sind keine Berufe bekannt, in denen noch Akten gewälzt werden - wird doch alles digitalisiert und kommt per DMS zur Bearbeitung. Die Frauen suchen einen passenden Partner, der Verantwortung übernehmen kann und will, keinen Traumtänzer.
Einen Mann im Anzug mit gut geschnittener Frisur finde ich attraktiv, der macht auch in Jeans eine gute Figur. Nachlässigkeit, wie sie in der Kreativszene üblich ist, finde ich eher unattraktiv. man weiß nicht: ist es Mangel an Geld, so rumzulaufen oder ist das schon Lifestyle. Ich steh' halt nicht drauf.

Ich stehe nicht auf Männer, die kein regelmäßiges Einkommen haben, sich nicht eigenverantwortlich um um ihre Krankenversicherung und Altersvorsorge kümmern (können), aber bei Bedarf immer gern in das Kissen plumpsen lassen, dass die langweiligen Otto-Normalos ihnen geschaffen haben.
 
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  • #8
Es geht nicht nur um den Beruf an sich, sondern auch darum, dass diese Berufe Seriösität, Beständigkeit, Sicherheit und ein hohes geregeltes Einkommen verheißen.
Und das ist v.a. für die Familiengründung nun mal das A und O.

w,40, selber Ärztin und natürlich total langweilig ;-)
 
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  • #9
Ärzte und Architekten sind auf keinen Fall langweilig- so ein Unsinn! Künstler auch nicht- zugegeben.
 
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  • #10
Nicht jeder Mensch hat eine kreative Ader. Ich würde niemals einen kreativen Beruf ausüben wollen, weil mich das ganz einfach nicht reizt. Meine Kreativität beschränkt sich auf die Dekoration unseres Hauses und beim Kombinieren von Kleidungsstücken und das passende Make-Up/Frisur dazu (aber auch eher konservativ).
Ich habe einen bodenständigen Beruf, mein Partner auch. Wir haben nicht das Gefühl, ein langweiliges Leben zu führen-so wie es ist, ist es von uns gewollt und gewünscht. Ich vermisse nicht die Kreativität in meinem Beruf, die Routineaufgaben machen mir wirklich Freude.
Ok, beim Kochen bin ich gerne kreativ, mehr aber auch nicht.
Auch Menschen mit langweiligen Berufen können ihr Leben als spannend und interessant empfinden.
Alles Geschmacksache-ich konnte niemals einen Mann attraktiv finden, der eine künstlerische oder kreative Ader hatte-es ist einfach nicht meine Welt.
Es ist nicht nur die finanzielle Sicherheit, die manchen langweiligen Berufen unterstellt wird, sondern einfach der eigene Geschmack.

w
 
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  • #11
Liebe Fs

es geht den Frauen um Geld, Status und Renommee.
Sicherheitsstreben.
Ordnungssinn.
Raten für das EFH abbezahlen.

Die wenigen Anwälte (ich habe keine hinreichende Basis dazu um verbindliche Aussagen zu machen) die ich zufällig kennenlernte haben einfach stockkonservative Ansichten vertreten. Und das nicht etwa im gesetzten Alter sondern an der Uni war das so. Die die ich kennenlernen durfte waren kleine Ordnungsfanatiker. Daher bin ich vor Juristen stets auf der Flucht: Liebe hat immer was Unordentliches an sich. Meine Welt sind Menschen mit Köpfchen und Ideen, die die Welt neu erfinden wollen (oder Teile davon), auch Informatiker, Designer, Ingenieure und Architekten, Filmemacher. Ärzte sind nicht alle verspiesserte Langweiler, da steckt auch oft was Kreatives mit drin wenn einer die schönste Blinddarm-OP-Narbe der Welt fabriziert. Ausserdem feiern die gern.
 
G

Gast

  • #12
Langweilig ist, was einen Menschen langweilt. Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn du, liebe FS glaubst, dass DU alleine darüber urteilen darfst, was langweilig ist oder nicht - dann langweilt mich das einfach. Mit deiner Kreativität ist es auch nicht sehr weit her. Du hast z.B. nicht die Fähigkeit, dich in andere Menschen hinein zu versetzten - das verlangt eben Kreativität.

Ich war mit einem Ingenieur verheiratet, dem man Vielen nachsagen kann, aber bestimmt keine Langeweile. Er war sehr kreativ, hat selbst komponiert und in einer Band gespielt, er hat gemalt und Steinskulpturen gemacht.
Aber er hat auch seinen Beruf geliebt. Er hat sich für Elektrotechnik entschieden, weil er damit Geld verdienen konnte und somit sein Hobby finanzieren konnte.
Was bitte ist daran langweilig?
Jetzt bin ich mit einem Lehrer zusammen. Super cooler Typ, alles andere als langweilig, obwohl er mit Deutsch und Englisch wahrscheinlich bei der FS auch als Langeweiler gilt.

Tja, soll sie eben alle diese Berufe ausklammern. Ich schaue mir den Mann an und nicht seinen Beruf.
 
M

Mooseba

  • #13
Nimm doch einen Elitesoldaten, Sprengstoffmeister, Schwermaschinenbediener, Anlagenbauer (sehr viel weltweit unterwegs, selten zuhause, aber viel zu erzählen), Drogenfahnder, Drogendealer (für die Upperclass selbstredend), Gefängniswärter, Großwildjäger, Spurensicherer, Perlentaucher, Außendienstmitarbeiter, Spion, Auftragsmörder, Computerspieleentwickler, Musiker, Schauspieler, Dompteur, Hundeflüsterer, Konditor, Koch, Berufsfeuerwehrmann, Taxifahrer etc. etc. etc. Du wirst schon etwas finden. Ganz bestimmt.
 
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  • #14
1. Wie hast du es nur selbst in diesem langweiligen Beruf 10 Jahre ausgehalten?
2. Was machst du jetzt aufregend Kreatives?
3. Und jetzt klappt es plötzlich mit den Frauen nicht mehr, weil die sind lieber bei den Langweilern?
 
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  • #15
jeder Beruf hat sich wiederholende Arbeitsabläufe, sogar der eines Künstlers!
Je besser die Allgemeinbildung ist, umso mehr kann man mit den Personen auch im kulturellen Bereich anfangen,, dazu gehören in der Regel auch die genannten "A Berufe".
Architekten sollten zudem ein ausgeprägte Form- und Gestaltungsbewußtsein mitbringen: und nach meiner Erfahrung haben sie das auch, deshalb sind sie aufgeschlossene Gesprächspartner, wenn es sich um Themen zur Kunst handelt. Was die Leute während ihrer Arbeitszeit machen ist mir egal, als Frau bin ich ja an den Privatmenschen interessiert.

Ich verstehe auch nicht so recht, warum es hier in diesem Thread schon wieder primär um Geld geht??
So pauschale Abwertungen könnten daraufhinweisen, dass diejenigen, die hier Vorurteile pflegen, selbst kulturresistent und primär Geld orientiert sind. Auch so ein Vorurteil? möglich, hoffentlich ist es so!
w
 
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  • #16
Intelligenz ist sexy,

mir sind viele Kreative zu alternativ-esoterisch,
da ist mir ein klar denkender Jurist lieber.

Aber das ist doch alles Geschmackssache.
Künstler finden doch auch Partner, also kann es nicht sein, dass niemand auf sie steht, oder?
 
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  • #17
Menschen mit sicherem, bodenständigen Beruf können privat zu den spannensten & überraschendsten Menschen gehören.
Menschen mit super-interessantem Job privat zu den grössten Langweilern. Meine Erfahrung. Vielleicht auch der(die) bekannte Fall(e), dass wer keine grossen Erwartungen hat doch häufig äusserst positiv überrascht wird - und anders herum.

Ich mag den Beitrag von #6, stimme diesem zu, - so mag ich Anwälte und Ärzte bsonders gerne, und mache aber doch meine Freunde (platonisch oder mehr) NICHT von deren Beruf, sondern der Persönlichkeit abhängig.
w38
 
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  • #18
Selbst wenn der Beruf des Mannes langweilig ist..Das ist doch der Frau egal..

Sie übt ihn ja nicht aus.

Hauptsache es stimmen:


1. Finanzielle Sicherheit

2. Staus/Ansehen ( Gattin eines Arztes zu sein ist auch für andere interessant)

3. Vitalität

4. Rente /Witwenrente/ Unterhalt

5. interessantere Gesprächsthemen

6. Ansehen der Kinder / Studium der Kinder wahrscheinlich

7. Eigenheim/Tolle Urlaube / Fernreisen
 
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  • #19
Vielleicht, weil die Männer, die diese von Dir als langweilig bezeichneten Berufe ausüben, gar nicht langweilig sind, sondern liebenswert und unterhaltsam?!

Ausserdem finde ich diese A-Berufe nicht langweilig. Es gehört Köpfchen und Kreativität dazu. Architekten sowieso (tolle Design-Häuser), Anwälte (umfassende Bildung in Jura und kreative Lösung für Mandantenprobleme), Arzt (umfassende Bildung in Medizin und kreative Lösung für Patientenprobleme).

Ausserdem verbinde ich mit diesen Berufen eben eine gewisse gehobene Bildung, Disziplin, geregeltes Einkommen (muss nicht immer superhoch sein). Also eine gewisse Solidität.

Dann der erwähnte Status. Aber erst kommt, siehe ganz oben der Mensch.
Kann es bei Dir Neid sein auf diesen automatisch hohen Status dieser Leute,
(die sich das oft von ganz unten selbst erarbeitet haben)?

Sagt die Schwägerin eines Arztes (Chefchirurg/Krankenhausleiter i.R. mit Riesen-Allgemeinbildung und verschiedensten Interessen im Privatbereich).
 
  • #20
Schon blöd, gelle. Jetzt Bist Du aus diesem Laaaaangweiler-Mief draussen und sowas von kreativ und immer noch mögen die Frauen Dich nicht.

Schonmal auf die Idee gekommen dass auch Frauen sich in einen Menschen verlieben und nicht in Ihren Beruf?

Und Langweilige Berufe? Kommt doch immer darauf an was man daraus macht, oder? Ok, kreative Buchhaltung ist nicht wirklich gefragt aber sonst? Aber selbst da, ich kenne Finanzer die wahrscheinlich ein spannenderes Leben führen als Du lieber FS. All die drögen Anwälte, Ingenieure, Betriebswirtschaftler kommen Heute schwerst rum. Haben so richtig was zu erzählen. Was glaubst Du denn wer die ganzen Flieger in die exotischsten Länder ausserhalb der Ferienzeiten füllt?

Und dann hatte ich neulich so einen krativen in meinem Büro- neue Prospekte machen. Mediengestalter! Und wie grazy der war, also äusserlich. Ideen? Fehlanzeige. 08/15 Gestaltung mit Langweiligen Bildern anstatt den Interessenten zu zeigen wie Ihnen unsere Produkte weiterhelfen.
Der war bestimmt privat ganz spannend... gut man konnte Ihm beim gehen die Schuhe besohlen....
 
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  • #21
Der Job hat nichts mit dem zu tun hat, wie jemand privat drauf ist. Ist kenne spießige Bankangestellte, Piloten und Professoren die ihn ihrer Freizeit Black Metal hören oder am ganzen Körper tätowiert sind. Ungeoutet versteht sich.
 
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  • #22
Mich interessiert zuerst einmal gar nicht, was für einen Beruf ein Mann hat (ich hoffe, das schüttelt Dein Weltbild nicht durcheinander!).

Mich interessiert die Person, die ich da kennenlerne ... kann ich mit dem Mann interessante Gespräche führen, haben wir ähnliche Vorstellungen, wie wir unser Leben gestalten.
Natürlich ist es schön, wenn jemand gesund ist (denn ich wünsche mir, möglichst lange mit ihm zusammen zu leben).

Was mich von vorn herein NICHT interessiert: sein Einkommen, Überlegungen über spätere Rente hab ich noch nie gemacht (ich gehöre zu den Menschen, für die Gefühle wichtig sind), an mögliche Kinder dachte ich nie bei einem Kennenlernen, was mich auch an dem Punkt NIE interessierte: 7. Eigenheim/Tolle Urlaube / Fernreisen (so ein Quatsch, nicht nötig für eine glückliche Beziehung).

(w)
 
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  • #23
Ich kann mit kreativen Typen nichts anfangen!
Es wird sich die Welt schön und rosarot gelogen, permanente Pleite ist angesagt, dann braucht man natürlich kein Auto und keine schöne Wohnung denn "der Geist ist frei" aber man wird laufend angeschnorrt wenn man es hat, die z.t. sehr linke Einstellung und nicht selten Hasch - oder sonstige Dinge.
Ich habe noch nie einen Musiker oder Maler interessant gefunden, auch das Äusserliche mit den oftmals langen Haaren - brrr.
Ich organisiere Evetns, bin da sehr wohl Ideenreich und habe oft Künstler, die ich dazu buchen muss.
Privat - never ever!
Ich mag jemand der etwas geregelter arbeitet, ich habe es inzwischen auch fast geschafft, ob er IT-ler, Versicherung oder sonst was macht, ist mir egal.
Hauptsache er macht etwas, was ihm Spass macht und gut ist es.
w, 42
 
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  • #24
Lieber FS,

Mal andersrum. Ich gehöre zu den "Kreativkünstlern", die ganz und gar keinen langweiligen Beruf haben. Meine Kunstwerke schmücken diverse Galerien. Dafür werde ich oft beneidigt, aber auch oft schräg angeguckt oder gar belächelt. Wer sagt, dass man als Künstler weniger Geld hat? Das stimmt so schlichtweg nicht.
Ich habe mehr Freiheiten und Möglichkeiten im Leben als andere Menschen. Ich muss mich nach niemandem richten, keinen Plan verfolgen, bin unabhängig von der Gesellschaft. Das was ich tue, tue ich aus voller Leidenschaft und dafür lebe ich. Das passt aber vielen nicht, weil sie es nicht verstehen und ausmerzen wollen. Aber von so etwas lasse ich mich nicht beeindrucken.

Einen unkonventionlen Lebensstil führen, mich morgens ins Büro setzen, langweilige Mode tragen, das höchste an Gefühlen oder Kreativität beim Schminken oder Kochen auslassen ? Könnte ich nicht. Ich würde innerlich verwelken, weil ich einfach viel zu viele gute Ideen und Visionen habe und die auch regelmäßig umsetze und damit mein Geld verdiene.

Die andere Seite der Medaille, finde erstmal einen Partner, der mit diesem unkonventionellen Lebensstil mithalten kann. Von meinem letzten Partner habe ich mich getrennt, weil er der Ansicht war, ich solle mich nach seinem/jedem gewöhnlichen Lebensplan richten. Er war dermaßen langweilig, ordnungsliebend, pingelig, stereotypisch, einschlafend. Also das genaue Gegenteil von mir. Er beschrieb mich als chaotisch, zu wild, zu andersdenkend, zu visionär. Ich verkümmerte neben diesem Partner.

Oftmals ist es ganz gut, wenn langweilige Menschen mit langweiligen Berufen sich an anderen langweiligen Menschen mit langweiligen Personen orientieren. Anders geht es auch nicht. Künstler und Kreative bleiben in der Regel unter sich, wo sie verstanden werden. Ich hätte auch keine Lust, mir täglich die Bürogeschichten meines Partners anzuhören. Einfach, weil es nicht meine Welt ist und ich nichts damit anfangen kann.
 
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  • #25
Es gibt sicher bei den drei A´s, die du als Beispiel angeführt hast, sautrockene und superlangweilige Jobs. Es gibt sicher auch woanders recht langweilige Berufe, selbst der Stuntman, der sich ständig von Autos anfahren läßt, ist irgendwann in einer Art Routine verhaftet.

Fraglich bleibt, warum du so lange in einem ungeliebten Beruf gebunden warst (in der Regel merkt man schon im Grundstudium, ob es einem liegt oder eher nicht). Nichts daraus gemacht? Nach Vaters Wunsch studiert? Oder einfach nicht den Mut gehabt, aus den einfachen Wegen auszubrechen, um dann in diesem Beruf etwas Ungewöhnliches zu leisten? Angst vor Entscheidungen?

Und so ist das im Grunde bei allen Berufen: wenn du Interesse hast, kannst du weit kommen. Das ist mal unbequem und auch mal mit Risiko behaftet, wichtig ist jedoch, dass dein Beruf dir grundsätzlich Freude bereitet. Nichts ist blöder, als jeden Abend nach Hause zu kommen und sich über seinen vergeudeten Alltag zu ärgern. Ok, in den Berufen, die vorzugsweise weisungsgebunden ausgeübt werden, hast du natürlich wenig Raum zur wie auch immer gearteten Kreativität.

Also, mach was draus und starre nicht unentspannt auf Frauen, die an dir vorbeiziehen, weil andere was aus sich gemacht haben. Im Übrigen ist es nicht der Beruf allein, es sind Lebensfreude, Offenheit, Esprit und Charme, was noch hinzukommen sollte.
 
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  • #26
Ich kann mit kreativen Typen nichts anfangen!
Es wird sich die Welt schön und rosarot gelogen, [...] dann braucht man natürlich kein Auto und keine schöne Wohnung, [...]die z.t. sehr linke Einstellung und nicht selten Hasch - oder sonstige Dinge.
Ich habe noch nie einen Musiker oder Maler interessant gefunden, auch das Äusserliche mit den oftmals langen Haaren - brrr.


Mein Mann ist Musiker und nichts, aber auch gar nichts vom oben Zitierten trifft auf ihn zu.
Er lügt sich die Welt nicht irgendwie - tun Kreative das? Hab ich noch nie bemerkt.
Wir haben ein schönes Auto, das mit dem Stern, und ein (freilich gemietetes) Häuschen im Grünen, mit Garten drumherum. Seine Einstellung ist leider alles andere als links (hat eine eher konservative Partei gewählt), Drogen haben ihn nie interessiert, und lange Haare hat er auch nicht.

Dasselbe trifft auf einen Freund und Kollegen zu - bis auf die Tatsache, dass das Haus ein Eigenheim ist und ich nicht weiss, wem er bei der letzten Wahl seine Stimme gegeben hat.

Bei fast allen Künstlern, die wir kennen, ist es sehr ähnlich. <mod>
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #27
Schon ärgerlich, dass die Schubladen oftmals nicht passen...

Da gibt es Menschen, die üben auf den ersten Blick staubtrockene Jobs aus und entpuppen sich als überaus inspirierende Persönlichkeiten und andere sind nach außen hin supercool und innerlich Extrem-Spiesser.

Ich zum Beispiel mache auch einen überaus soliden, verlässlichen und eher konservativen Eindruck. Außerordentlich nützlich im Job, ich muss oftmals Nachweise garnicht beibringen, weil die Menschen mir ganz schnell vertrauen.

Wenn man mich näher kennen lernt, sieht das etwas anders aus und die verblüfften Gesichter sind teilweise wirklich sehenswert. So what, ich kann es mir problemlos leisten privat ziemlich schräg zu sein... macht Spass....
 
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  • #28
Das ist doch ganz einfach: Frauen sind immer noch, wie es schon immer war, auf die finanzielle Sicherheit des Mannes aus, deshalb ist das so! Und das im 21. Jh., alles andere sind rhetorische Umschreibungen.
 
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  • #29
Als ob man einen oder mehrere Berufe über einen Kamm Scheren kann!
Ich arbeite in einem Krankenhaus und habe viele männliche Kollegen, die unterschiedlicher nicht sein kônnten.
Von empathisch bis zu eiskalt... Belesen bis superdümmlich....
Unauffällig bis völliger Prollangebertyp.
Den Arzt ! gibt es nicht.
Auch nicht den Anwalt, den Architekt.
Das ist doch albern.
Selbst Künstler sind sehr verschieden.
Die Frauen stehen im besten Fall auf den Mensch.. der eben einen Beruf hat.
Meine Freundinnen stehen, bis auf eine, nicht auf Berufe, sondern Männer.
Und diese Ausnahme, ist mit hübschen Gesicht und schlechten Selbstwertgefühl ausgestattet.
 
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  • #30
zu 7 (Ärztin)

Mich wundert ,warum Ärztinnen immer so klarstellen,wie toll sie sind.
Angeblich haben doch alle Ärzte finanzielle Probleme und verdienen mehr oder weniger normal für Akademiker.

Kreativ ist der Arztberuf sicherlich überhaupt nicht. Es handelt sich um eine bessere Berufsausbildung(,was nichts schlechtes heißen muss) und nicht um ein Studium.
Die Berufsausübung ist streng mechanistisch und die meisten Ärzte in Deutschland sind nicht besonders gut,was uns ja auch die Todesfälle in deutschen Krankenhäusern lehren.

Die Bildung von Ärzten ist meistens nicht sehr hoch.
Die Promotionen der Medizin sind ja bekannterweise eher schwach im wissenschaftlichen Anspruch.
Sogar der EuGH hat das mittlerweile im Fokus.
Mich würde mal interessieren,was das für gesellschaftliche Auswirkungen hat,wenn Ärzte in diesem Forum,das mittlerweile ja auch 19jährige lesen, zum non plus ultra stilisiert werden.

Noch mehr Profilneurotiker,die Medizin nur aufgrund des Geldes studieren