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  • #31
Frederika, ich kann Dich so gut verstehen. Aber man merkt eben total, dass Du keine Kinder hast. Da redet aus Dir die blanke Theorie. Aber eisern verteidigst Du Deine Werte, schwingst die Moralkeule. Setz erst mal Leben in diese Welt und dann schauen wir mal, wie konsequent und streng Du dann bist. Du hast zwar nicht direkt unrecht, aber wie gesagt, man merkt die Unerfahrenheit. Du scheinst voll mit Wünschen zu sein. Sei Dir klar, dass sich nicht alle erfüllen werden... ;)
Du scheinst auch klug zu sein, bist stets informiert und liest im Net mitunter nach, bevor Du antwortest. Doch zum Thema Kinder solltest Du Dich ein wenig zurückhaltender äussern. Denn da kann man nirgends nachlesen. Wenn Du den Traummann triffst und er hat Kinder, dann bist Du die erste, die alles, aber wirklich alles akzeptiert, nur damit er Dich liebt. So schaut nämlich oft die Realität aus. So knallhart wie Du kann gar niemand sein, der ein Herz in der Brust trägt.
So long ;)
 
  • #32
@#30: Nun, da ist was Wahres dran. Wenn man sich wirklich verliebt, siehst man über vieles hinweg und hat andere Prioritäten. Das würde mir wohl auch so gehen. Das ändert aber leider nicht unbedingt die Fakten und die Probleme, die kommen werden.

Da wir hier ja vom Fundament her immer von der Partnersuche reden, kann ich aber wirklich nachvollziehen, dass man, solange man noch nicht von Verliebtheit vernebelt ist *g*, rational an die Partnersuche herangeht. Wenn also im klaren Zustand der Verstand sagt, fremde Kinder bringen Probleme mit sich, dann wird man einen solchen Kandidaten gar nicht erst kontaktieren und somit auch gar nicht erst in Versuchung kommen. Bestimmte Schmerzen und Gefühle lassen sich nur vermeiden, wenn man im Vorfeld aktiv wird. Ist das schlimm oder vernünftig? Ich denke letzteres.
 
  • #33
@#30: Im Grund wirfst du Frederika ihre konsequente und vernünftige Reaktion auf ein Problem vor, das schon viel früher entstanden und für das sie nicht verantwortlich ist. Die Ursache allen Übels ist doch, dass sich früher zwei Menschen für Kinder entschieden haben, aber die Beziehung der beiden war nicht belastbar genug.

Ironischerweise hätten diese beiden Menschen genau das tun müssen, was Frederika jetzt tut und in #31, 2. Absatz beschrieben hat - nämlich vor weitreichenden Entscheidungen (hier: Kinder oder nicht mit diesem Partner?) erstmal den Verstand einsetzen. Dann wäre das heutige Problem vielleicht gar nicht erst entstanden.
 
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  • #34
@#32 ganz schön arrogant deine meinung - menschen, die eltern werden wollen, setzen mitunter schon den verstand ein ... manchmal verändert das leben eben die menschen und damit die partnerschaft, die mal eine liebe war. wer behauptet, dass das niemandem passireen kann, dass liebe eben nicht alles erträgt, weiß noch nicht allzu viel vom leben (auch arrogant - ich weiß). manche partnerschaft hat eben schon mehr als 20 jahre auf dem buckel auch solche mit kindern. nichts für ungut ... aber auch hier schreiben menschen mit unterschiedlichem alter und damit lebens- und liebeserfahrung!
 
  • #35
@32, 33: Erwähnt werden sollte aber auch mal, dass gerade beim Thema kleine Kinder die Frage auftaucht, warum die Eltern, die sich imemrhin mal derart geliebt haben, dass sie Kinder wollten, nicht noch zusammenbleiben können, um den Kindern ein Elternhaus zu bieten. Das wundert mich immer wieder, ganz besonders wenn es heißt, "wir haben noch ein gutes Verhältnis". Natürlich kann eine Ehe komplett zerrüttet sein, aber oft scheint mir heutzutage die Stabilität und das Fortsetzen einer Beziehung nicht mehr als ausreichend hoher Wert wahrgenommen zu werden. Vieles würde vielleicht sogar wieder heilen, wenn sich der Kinder zuliebe etwas mehr Mühe gegeben werden würde.
 
  • #36
@#33: Ich habe es vielleicht ein bisschen krass formuliert in #32, aber wer mich verstehen will, der hat mich auch verstanden. Auch das Überprüfen der Veränderlichkeit eines Menschen ist für mich ein verstandesgemäßer Prozess.

Das Leben um uns herum verändert sich, ja, aber das darf nicht dazu führen, dass sich das Wesen eines Menschen in gleichem Maße verändert und man jeder Strömung hinterherläuft. Dann besteht in der Tat die Gefahr, dass sich Mann und Frau mal zu stark in unterschiedliche Richtungen verändern und nicht mehr miteinander klarkommen.

Ein weiteres Problem in Beziehungen ist doch, dass sich die Beteiligten nicht bewusst sind, dass sie aktiv etwas tun müssen, um die Beziehung am Leben zu halten. Irgendwann geht das Feuer dann aus und dann trennt man sich sang- und klanglos. Und selbst an dieser Stelle hat man noch die Chance, die Beziehung zu retten; Frederika hat das in #34 ja beschrieben.

Wirkliche Schicksalsschläge, die eine Beziehung erschüttern können und vorher absolut nicht absehbar und auch nicht mehr korrigierbar sind, gibt es gar nicht so viele. Jedenfalls kann mir keiner erzählen, dass die vielen geschiedenen Ehen alle auf solche Fälle zurückzuführen sind.
 
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  • #37
@Frederika, du bist doch so klug, dann solltest du auch wissen, dass es eben keinen Sinn macht, eine Beziehung um der Kinder wegen aufrecht zu erhalten, das ist nämlich kein Familienleben, sondern Familienleben spielen...Wenn Gefühle nicht mehr da sind, kann man sie auch hier nicht erzwingen.

Und ich muss #30 zustimmen: zwischen Theorie und Alltag mit Kindern liegen Welten. Man muss es SELBST erleben, vorher sollte man sich mit derartig harten Urteilen wie in Beitrag 34 zurückhalten. Natürlich hat man sich so geliebt und wollte Kinder, aber ein Leben als Paar und ein Leben als Elternpaar sind doch sehr grundverschieden. Und das kann man nicht alles im Vorfeld klären und planen. Du bist doch nun wirklich reflektiert genug, um zu wissen, dass das reale Familienleben mit dem Heile-Welt-Bild aus der Werbung wenig bis gar nichts gemeinsam hat. Halte dich doch hier einfach zurück und sammle erstmal deine eigenen Erfahrungen.

Zum "Wir haben noch eine gutes Verhältnis" :
1.das ist doch sehr gut für die Kinder
2. das hat vielleicht auch gedauert, bis jeder erstmal Abstand gewinnen und zur Ruhe kommen konnte (@ThomasHH- man trennt sich nämlich nicht "sang- und klanglos" wenn man gemeinsame Kinder hat)
In meinem Fall, hat es rund 2 Jahre gedauert, bis wir wieder "normal" miteinander sprechen konnten. Und ja, wir sind gut befreundet und unternehmen sogar viel gemeinsam mit unseren Kindern, aber wir LEBEN eben nicht zusammen, viele frühere Streitpunkte sind dadurch heute keine mehr. Und sage jetzt nicht wieder: das muss man doch vorher merken, dass man nicht zusammen leben kann. Wie oben gesagt: Leben als Paar und Leben als Elternpaar ist nicht dasselbe.
 
  • #38
@#36: "Leben als Paar und Leben als Elternpaar ist nicht dasselbe." - sorry, das ist mir nicht einsichtig. Solange ich mit meiner Partnerin noch keine Kinder habe, spreche ich doch mit ihr darüber, ob sie sich überhaupt mal Kinder wünscht und wie sie sich die Kindeserziehung vorstellt. Ich nehme Widersprüche wahr, wie zum Beispiel, dass sie karrieregeil ist und trotzdem von 2 Kindern spricht. Ich nehme wahr, ob meine Freundin stressresistent ist oder bei jedem kleinen Problem an die Decke geht. Ich nehme wahr, ob sie eine fürsorgliche und herzliche Art an sich hat. Ich nehme ihre Werte wahr und kann mir dann vorstellen, mit welchen Erziehungsmaßnahmen sie versuchen wird, diese Werte auf unsere gemeinsamen Kinder zu übertragen. Wenn unsere Werte nicht weitgehend übereinstimmen, dann werden wir insbesondere in der (manchmal emotionalen) Kindeserziehung aneinandergeraten.

Alles graue Theorie, sagst du jetzt? Nun, ich habe letztes Jahr in einem Projekt eine Kollegin kennengelernt, die sich von ihrem Ex getrennt hat, weil genau die obigen Aspekte zwischen den beiden ein Problem waren und sie sich mit ihm keine Familie vorstellen konnte. Die Kollegin war seinerzeit übrigens 28 Jahre alt, also auch im zarten Alter "darf" man sich schon weitreichende Gedanken machen.
 
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  • #39
@#37 leider liegen zwischen theorie und praxis welten. wir waren 10 jahre lang ein paar, bevor wir uns sehr bewusst f ü r kinder und damit familie entschieden haben. bevor der erste winzling denn da war, schien alles klar. aber ganz schnell veränderst du dich auch als mensch, wenn du vater bzw. mutter wirst. es kommen seiten in dir zum tragen, wesenszüge werden sichtbarm von denen du zuvor keine ahnung hattest, dass sie in dir schlummern. mit einmal übernimmst du auch emotional soo viel verantwortung, du denkst und fühlst nicht mehr für einen menschen, sondern gleichzeitig für das neue kleine leben. am anfang ist alles so ziemlich romantisch. heile welt eben. doch lass mal aus einem kind, 2 oder 3 werden ... die kids werden größer fordern dich, nicht nur organisatorisch! das kann man eben vorher besprechen und klären. nein, sie fordern dich emotional und rücksichtslos. kinder können kein verständnsi dafür haben, dass die eltern auch ein paar sind. diese freiräume musst du dir erst einmal wieder schaffen und das ist harte arbeit, wenn du beruf und kids und partner und das häuschen mit garten unter einen hut bringen willst.

dazu kommen zahlreiche gänge zum kinderarzt, logopäden, ergotherapeuten, zum kinderturnen, instrumentalunterricht. zwischendurch kaufst du noch ökologisch einwandfrei ein und ebkochst die bande, hast stets ein offenes ohr für alle und bist im beruf absolut stressresistent. interessant bei uns werden nur die single-frauen und männer krank, nicht die mütter! die haben nämlich keine zeit dazu!

das sind meine erfahrungen! sie unterscheiden sich deutlich von dem, was ich mir vor 15 jahren so vorgesteltt habe. aber jeder muss seine erfahrungen selbst machen - sonst denkt er nämlich der andere redet blanken unsinn.

übrigens: ich beneide euch jungen idealisten!
 
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  • #40
@ThomasHH:

natürlich ist es Theorie. Dein: ich kenne jemanden. der hat erzählt, dass... sind wohl kaum EIGENE Erfahrungen. Das Alter ist dabei egal, habe ich doch gar nicht erwähnt.

Was mir auffällt ist, dass hier ausgerechnet die Kinderlosen alles am Besten zu wissen meinen, das ist wie im wirklichen Leben, die kinderlosen Singles, die es bisher nicht mal zu einem Partner gebracht haben , der auch mit ihnen Kindern MÖCHTE, meinen, sie müssten einem ständig Ratschläge geben.

Frauen dürfen also nicht Karriere machen wollen und sich Kinder wünschen? Du darfst dir doch auch beides wünschen.Viel Erfolg bei der Suche nach dem Hausmütterchen! Aber wie ich den anderen Threads entnehme, soll die Zukünftige ja intelektuell und vor allem finanziell auf der gleichen Ebene sein. ....
 
  • #41
@36: Natürlich verändert ein Kind die Grundstrukturen des Zusammenlebens und kann eine Bewährungsprobe für eine Beziehung sein. Aber wenn man sich dafür entscheidet, dann muss man eben auch die Konsequenz haben zu sagen, wenn die Beziehung mit Kind wegen aller möglichen Probleme nicht mehr läuft, dann arbeiten wir daran und halten der Kinder wegen durch. Das ist nicht "Beziehung spielen", sondern "Probleme leben", das gehört eigentlich sei tausenden Generationen zum Leben dazu. Nur unsere Generation hat es geschafft, dass getrennte Familien irgendwie überlebensfähig sind. Ist das ein Fortschritt?

(Ach ja, und natürlich darf man über Probleme sprechen, die man selbst noch nicht erlebt hat. Das Thema müssen wir wohl nicht nochmal erörtern, oder? Ein solcher moralischer Maulkorb ist sowohl philosophischer Unfug als auch rhetorische Gemeinheit.)

Natürlich ist mir klar, dass das reale Leben immer schwieriger ist als die Theorie. Wenn einer arbeitslos ist, und man erzählt ihm von Fortbildungen, vielen tollen Bewerbungen, guter Vorbereitung etc. dann schreibt sich das auch in 60 sec, erfordert aber monatelanges Ausharren, Mumm und innere Stärke. Trotzdem muss man nicht selbst arbeitslos gewesen sein, um diesen Rat zu geben und um zu wissen, welche Schritte nötig sind. Ich erzähle Euch ja nicht, wie man sich fühlt oder so etwas (weiß ich nämlich nicht), sondern eben nur, wie eine gute Lösung aussehen würde (und das kann ich sehr wohl wissen).
 
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Gast

  • #42
@Frederika:

wenn alle Probleme immer lösbar wären, dann wärst du ja nicht hier, ich gehe mal davon aus, dass du schon längere Beziehungen mit gemeinsamem Haushalt etc. geführt hast. Und glaubst du wirklich, mit Kindern ist es leichter "zusammenzuhalten" das ist und bleibt blauäugig.

Und getrennte Familien sind nicht "irgendwie" überlebensfähig. Das ist eine Beleidigung gegenüber den Vätern und Müttern, die alleine ihre Kinder sehr gut und sehr engagiert erziehen und aufziehen, übrigens sehr oft auch mit Erfolg. Es gibt auch viele Schul- und sonstige "Versager" aus so genannten intakten Elternhäusern.

Man kann natürlich über alles seine Meinung haben und diese auch äußern, aber Fakt ist nunmal, dass du dich überall und sehr ausführlich über Kinder, Erziehung usw. äußerst. Deine absoluten Meinungen kennt doch hier nun wirklich jeder, es gibt wohl keinen Thread zum Thema, in dem du nicht deine wertekonservative Haltung zum Besten gibst. Und daher weiß ja nun auch jeder, dass du Partner mit bereits vorhandenen Kindern ablehnst, du hast dich da hinreichend geäußert. Ich finde deine Haltung ja absolut legitim und ohnehin deine Privatsache, darüber zu urteilen steht keinem zu. Und da dich also das Thema Patchwork-Familie und die natürlich damit verbundenen Probleme (ich will das gar nicht schönreden bzw. idealisieren) in naher Zukunft gar nicht und vielleicht auch nie betreffen wird ( wenn du denn denjenigen findest, mit dem du alle Problem aktiv lösen kannst) , dann brauchst du dich doch gar nicht so zu echauffieren.

Und trotzdem, natürlich kann man alles theoretisch erörtern, aber es bleibt ohne eigenen Erfahrungen nunmal theoretisch. Das ist kein "philosophischer Unfug".

Was heißt hier "rhetorische Gemeinheit" - ganz gut austeilen tust DU ja im Allgemeinen, oder wurde da etwa doch ein wunder Punkt getroffen? Wer sich so absolut wie du äußert, muss auch mit "Gegenwind" rechnen.
 
  • #43
@#41: Wertkonservativ klingt aus Deinem Munde fast wie ein Schimpfwort. Ich wäre froh, wenn Werte für mehr Leute noch was bedeuten würden!

Zum philosophischen Unfug:
Nein, ich muss nicht HIV-infiziert sein, um zu wissen, dass man das unbedingt vermeiden muss.
Nein, ich muss nicht in Pakistan gelebt haben, um zu wissen, dass ich als Frau da derzeit auf keinen Fall unterdrückt leben möchte.
Nein, ein13-jähriges Mädchen muss noch keinen Sex gehabt haben, um sich zu entscheiden, mit dem ersten Mal noch warten zu wollen.

Man kann, darf und sollte einfach Meinungen zu Themen haben, auch wenn man selbst noch nicht in dieser Situation war. Ganz im Gegenteil ist die Sichtweise Betroffener häufig nicht besonders objektiv und facettenreich.

Zur rhetorischen Gemeinheit: Ich empfinde es als Maulkorb, wenn man gesagt bekommt, dass die eigene Meinung weniger wert wäre, weil man ja nicht in der Situation ist. Das ist sachlich falsch. Ganz viele gehen gerade zu Beratern, weil sie eine außenstehende Meinung hören wollen. Und glaube mir, auch die ganzen Ehe- und Familienberater haben nicht alle nur so zum Training ein paar Scheidungen und uneheliche Kinder hinter sich. Diese Forderung von Dir, um sinnvoll mitreden zu können, ist einfach nicht OK.
 
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Gast

  • #44
@Frederika:

Nein, du musst nicht mit HIV infiziert sein, um zu wissen, dass man es vermeiden muss, aber weißt du auch, wie ein Infizierter im täglichen Leben, im Beruf, in der Partnerschaft...mit dieser Infektion lebt? Das wäre der Vergleich! Ich muss auch nicht schwanger werden, um zu wissen, wie ich es nicht werde, was sagt mir das über Kindererziehung?


Deine anderen Vergleiche sind ebenso konstruiert und treffen nicht den Kern der Sache. Eheberater, Psycholgen etc. haben eine umfassende akademische Ausbildung, im Übrigen vermitteln diese nicht ihre eigenen Wertevorstellungen und Erfahrungen.

Du kannst überhaupt nicht konstruktiv mit anderen Meinungen umgehen oder diese wenigstens tolerieren. Immer hast du noch etwas hinzuzufügen, meinst immerzu, dich verteidigen zu müssen.

Toleranz und Konfliktfähigkeit gehören auch zu einer Beziehung, wenn sie denn ein Leben lang halten soll.
 
  • #45
@#43: Hey, ich habe absolut kein Problem mit Deiner Meinung und auch nicht damit, dass sich manche durchaus vorstellen können, einen Partner mit Kind zu finden. Das soll wahrlich jeder machen, wie er will. Aber wenn hier gefragt wird, warum so viele keine Partner mit Kind suchen, dann muss man eben auch die Gründe darlegen dürfen. Es gibt ja wohl nicht so viele Threads zu diesem Thema und eine so hohe Beteiligung an diesen Threads, weil nur wir beide dazu eine Meinung haben:

Nein, offensichtlich haben es Partnersuchende mit Kind hier noch schwerer. Dafür gibt es rationale Gründe und wenn man die kennt, kann man zumindest die Beweggründe nachvollziehen.

Ich halte mein Verhalten im übrigen für äußerst konstruktiv und kann Deine Meinung nicht nachvollziehen. Ich verteidige nicht meine Meinung, ich begründe sie und argumentiere für sie. Das ist der Kerninhalt eines Forums: Man soll seine Meinung sagen und im Optimalfall auch begründen. Ich kann sehr wohl andere Meinungen akzeptieren, nur müssen die anderen eben auch damit leben können, dass es mehrere Meinungen zum Thema gibt.

Richtig, gerade Konfliktfähigkeit gehört dazu. Das heißt aber nicht, andere Meinungen abzunicken oder einfach zu tolerieren, sondern auch, Argumente zu bringen, den anderen nicht zu überreden, sondern zu überzeugen, Kompromisse zu finden, die beiden gerecht werden. Nicht darauf zu bestehen "so zu sein wie man ist", sondern daran zu arbeiten und auch eine Bereitschaft zu zeigen, Fehler einzusehen.
 
  • #46
@#43 Noch als Nachtrag zum HIV-infizierten Leben: Nein der korrekte Vergleich ist, wie es wäre, mit einem HIV-Infizierten zusammenzuleben -- noch genauer, wie man sich vorstellt, das Zusammenleben gestalten zu können. Auch da weiß ich, dass ich da nicht zu fähig und auch nicht zu willens wäre. Ist das jetzt wieder schlimm? Du mußt einfach einsehen, dass man sich auch als Außenstehender eine Meinung dazu bilden kann, ob man einen bestimmten Lebensumstand haben möchte oder nicht. Immerhin betrifft ja gerade das Thema "Partner mit Kind" eine aktive, freiwillige Wahl. Wem möchte man da verübeln, die Wahlmöglichkeit auch zu nutzen? Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden.
 
  • #47
@#39: Dass du Informationen, die ich aus erster Hand habe, als Theorie abstempelst ist ja wohl ein Witz. Wahrscheinlich krankt es bei der Gegenpartei auch daran, dass einfach aus den Problemen und Erfahrungen anderer nicht gelernt wird. Ansonsten enthält dein Posting keine Argumente sondern in erster Linie Vorhaltungen wie die gebetsmühlenartige Wiederholung, dass kinderlose Forumsteilnehmer hier (unverschämterweise) ihre Meinung äußern. Da gefällt mir #38 schon besser, weil er/sie sich zumindest mal die Mühe macht zu beschreiben, *warum* eigene Erfahrungen der Theorie widersprechen können.

@#38: Du sagst lapidar, dass dann eben aus einem Kind zwei oder drei werden. Damit verdoppelt und verdreifacht sich der emotionale und organisatorische Stress aber auch fast. Wenn ihr wisst, dass euch das eine Kind schon an eure Grenzen gebracht hat, dann belasst es doch dabei. Oder wartet mit dem zweiten so lange, bis das erste ein bisschen selbstständiger geworden ist und bindet es frühzeitig mit in die Erziehung ein, damit zumindest der organisatorische Stress abnimmt.

Der andere Punkt, den du ansprichst, ist die Unkenntnis dieser Zusammenhänge vor 15 Jahren und die Veränderung seitdem. Hattest du denn vor 15 Jahren niemanden in deinem Bekannten- und Freundeskreis, der schon Kinder hatte zu dem Zeitpunkt. Also in meinem Umfeld gibt es einige davon, und mit denen unterhalte mich öfter über diese Themen. Aber laut #37 darf ich das ja nicht als Erfahrung verbuchen sondern nur als graue Theorie. ;)
 
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Gast

  • #48
Um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Ich habe durchaus nichts gegen Kinder einzuwenden, wenn ich allerdings lese, dass jemand 5, 6 oder -in einem Fall- sogar 7 Kinder hat, dann lösche ich das Profil auch sofort. Ich mag es mir dann gar nicht vorstellen, wie künftige Familienfeste ablaufen, wenn alle mit Anhang erscheinen... Ja, ich weiß, ich ziehe mir jetzt wieder den Zorn einiger "Massenmütter" zu, das ist mir aber egal. Es ist einfach nur meine, sicherlich auch nicht seligmachende, dafür aber ehrliche Antwort.
 
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  • #49
Aber Frederika,

bei allem Respekt gegenüber deiner Einstellung, du kannst doch nicht ernsthaft das Zusammenleben mit einem HIV-Positiven mit dem eines Zusammenlebens mit einem Partner mit Kind(ern) vergleichen wollen. Steigere dich doch einfach mal ein bißchen weniger in etwas rein, was dich gar nicht betrifft.
 
  • #50
@#48: Bei allem Respekt, aber du hast diesen hinkenden Vergleich bemüht. Nein, ich finde auch, dass man das nicht vergleichen kann. Aber wenn Du ein Beispiel gibst, musst Du Dir gefallen lassen, dass man es zumindest so revidiert, dass es paßt.

Am besten vergessen wir Deinen Vergleich vollständig. OK?
 
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  • #51
Ja , ja Frederika hat immer das letzte Wort und natürlich immer Recht! Wenn du im wirklichen Leben auch so bist, wundert's nicht, dass du Single bist.
 
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  • #52
@#46
deine vorstellungen sind einfach bezaubernd. kinder bekommt man doch nicht dann, wenn der perfekte partner nebst perfektem zeitpunkt und überschaubarkeit der logistischen erfordernisse gegeben sind. kinder entstehen meist aus liebe, respektvoller zuneigung zueinander und der hoffnung, dass aus dem perfekten paar ebensolche eltern werden. ich vermute, dass hier niemand blauäugig in die zkunft rennt und mehrere kinder inefach so bekommt. aber das leben verläuft nun mal nicht immer nach plan.

das einzige, was absolut funktioniert scheint mir hier bei manchem der glaube an die absolute unfehlbarkeit bezüglich eigener lebensdiagnosen. nennen wir es der einfachheit halber: naiver idelaismus gepaart mit mangelnder lebenserfahrung.

ich selbst beneide die mütter nicht, die allein mit einem oder mehreren kindern hier null chance haben auf das, was man gemeinhin eine zweite chance nennt. rational betrachtet verstehe ich all' die, die beim thema kind abschalten - das wagnis scheint zu groß. aber sollen die frauen wie im mittelalter ein büßerhemd tragen mit der aufschrift 'habe leider vom falschen mann 3 kinder'? alternativ bliebe das verleugnen des eigenen nachwuchses ...

interessant ist hier auch in dieser diskussion, dass nur frauen dieses problem haben. rein statistisch betrachtet müssten doch hier eben so viele männer dieses problem 'eigene kinder' haben und daraus resulitierend niemanden kennen lernen? oder irre ich mich???
 
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  • #53
Hi, ich bin Schreiberin #47, bin eine Frau und lösche das Profl von Männern, die nach meiner Ansicht "zu viel Kinder" haben. Sorry. Aber damit möchte ich mich nicht belasten.
 
  • #54
@#51: Natürlich ist Liebe zueinander in einer Beziehung eine unablässige Voraussetzung für Nachwuchs. Aber bei dir liest sich das so, als seien damit alle Voraussetzungen schon erfüllt. Das ist eben nicht so. Schau dir doch all die Hartz-IV-Familien an - da leben doch gerne mal 3 bis 4 Kinder mit in der Familie, die kaum mehr finanziert werden können. Entsprechend schlecht dürfte auch die emotionale Fürsorge der Kinder sein. Das sind natürlich Extrembeispiele, die man hier bei EP sicherlich nicht vorfinden wird. Aber in beiden Fällen krankt es an derselben Problemart, nur dass die Auswirkungen bei letzteren bei weitem nicht so gravierend sind.

Das Problem, dass zu viele Pärchen sich zu eigentlich nicht ausreichend belastbaren Beziehungen zusammenfinden, ist IMHO auch nicht neu. Das war vor zwei Generationen auch nicht anders. Die Beziehungen unserer Großeltern haben nur deswegen länger gehalten, weil ein starkes Abhängigkeitsverhältnis von Frau zu Mann und damit eine hohe Trennungshürde existierte. Heute ist dieses Abhängigkeitsverhältnis (Gott sei Dank) kaum mehr vorhanden. Aber diesen Vorteil bekommen wir nicht umsonst - wir müssen durch Weisheit, Erkenntnissen aus Erfahrung und vorausschauendes Handeln dafür sorgen, dass die geringere Trennungshürde sich nicht nachteilig auswirkt.
 
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  • #55
@53 Da vertrittst Du die reine Lehre: Akamdemikern 'passiert' das nicht, dass aus Liebe Kinder werden. Ja meinst du denn wirklich, dass bei größter Planung, finanzieller und beruflicher Sicherheiten, Abwägung aller Zukunftsperspektiven und der großen Liebe es ausgeschlossen ist, dass Paare sich auseinanderleben, weil Menschen sich verändern? Ich unterstelle einmal, dass die Mehrzahl der EP-kids gewollt war und in recht behütete Verhältnisse hinein geboren wurde, und dennoch passieren Trennungen. Auch hier behaupte ich, dass diese nicht leichtfertig und spontan erfolgen (eben weil eine meist lange Beziehung und eben Kinder im spiel sind). Das ist einfach eine andere Nummer als bei Singles, die mal hier eine 3Monatsgeschichte haben oder mal 2 Jahre fest liiert sind.

Ich habe 28 Jahre lang einen Partner gehabt und mit diesem sehr konservativ und bewusst Kinder gewollt, und dennoch gibt es keine Perspektive mehr als Paar. Wo bitte ist das Versagen? An welchem Punkt darf Mann / Frau nicht mehr träumen? Konsequenterweise rate ich nun jedem zu ewiger Jugend und zu Kinderlosigkeit, denn dann verliebt und lebt es sich leichter nach der großen Katastrophe, die TRennung heißt.
 
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  • #56
@#51
In einem anderen ähnlichen Thread zum Thema hatte ich auch schonmal geschrieben, daß es mir als Mann auch nicht anders geht - das Problem ist also nicht nur auf die Frauen beschränkt. Die meisten Kontakte brechen abrupt ab, wenn ich die Kinder nochmal explizit erwähne, nach dem Motto "hoppala, da hab' ich wohl was überlesen".
Ich glaube, der Satz "naiv und mangelnde Lebenserfahrung" trifft es gut, weil zurückblickend habe ich wohl vorher (bevor ich selbst zum Meer der Geschiedenen gehörte) ähnlich gedacht.

@Frederika:
Ich bin auch wertkonservativ. Aber für eine funktionierende Beziehung -ob mit oder ohne Kind- gehören immer zwei. Und der Willen muß von beiden da sein, Probleme zu kommunizieren und auch gemeinsam zu lösen. Auch ich bin der Meinung, daß zu viele Paare zu schnell auseinandergehen, gerade wenn Kinder im Spiel sind. Es gehören aber nunmal immer zwei dazu. Meine Ex-Ehefrau (meine Kinder [ zur Zeit der Trennung 1 und 2 Jahre !!!] sind nicht irgendwie mit irgendwelchen Kneipenbekanntschaften entstanden) hat oskarreif bis der Betrug aufgeflogen ist vorgespielt, daß alles in Ordnung ist - wird mir das jetzt zum Vorwurf gemacht?! Bin ich jetzt ein Hallodri, weil geschieden mit Kindern? Bin ICH unverantwortlich? Nur fragt das NICHT EINE FRAU überhaupt nach!!! Die Umstände interessieren nicht.
Letzens habe ich eine Frau nach der Absage wg. meines Familienstandes gefragt, ob etwa ein Mann besser ist, der zwar nie verheiratet war, aber alle halbe Jahre eine andere hat. Meine gescheiterte Ehe (ich bin Anfang 30) führt so weit zurück, da war ich nicht mal volljährig. Wer von uns ist denn im wahren Leben wertkonservativ? Wie viele Männer hattest Du in der Zeit? Hast Du damit nicht auch eine "Vorgerschichte"?

Ach, ein Punkt, der in anderen Threads zum Thema auch immer wieder vorkommt - das liebe Geld. Wer sagt denn, daß ich nach Abzug der Alimente weniger Geld habe als ein anderer "Kandidat" ohne Kinder? Im Geld schwimmen wie Dagobert kann ich nicht, aber ich bin garantiert nicht auf das Geld einer neuen Partnerin angewiesen. Und hätte auch genug, (wenn RICHTIGE Partnerin vorhanden) eine neue Familie zu gründen mit solider wirtschaftlicher Basis.Verlangt Ihr Kontoauszüge beim Date?

Vielleicht bewahren mich die Kinder sogar davor, die falsche Partnerin zu wählen, weil diese Frauen sich letztlich selbst aussortieren. Weil wie belastbar ist ein Beziehung auf Basis von Geld, Traum von einem leichten Leben ohne Hindernisse? Was passiert beim ersten Hindernis (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall)? Irgendeine Überraschung bietet das Leben immer, nicht alle sind positiv. Sitz ich dann wieder allein da?

Gruß von PAPAJAGA
 
  • #57
@#55: Ja, Papajaga, Deine Situation ist unverschuldet und es ist traurig, dass damit die Chance, eine ledige Partnerin zu finden, gesunken ist. Aber meines Erachtens spricht auch niemand von Schuld. Ich selbst auf jeden Fall nicht. Ich halte Männer mit Kind nicht für irgendwie schlechter, oder ohne Hintergründe zu kennen für moralisch verantwortlich für das Geschehene oder irgendwas. Aber die Gründe (jenseits von Geld) wurden ja schon oft genug dargelegt. So bitter es vielleicht klingt, es geht bei der Partnersuche gar nicht so sehr um den Mann mit Kind, sondern um die Perspektiven und Erwartungen der zukünftigen Partnerschaft. Und die stelle ich mir halt mit fremden Kind suboptimal vor.

Wenn im Laufe einer Partnerschaft Probleme und Sorgen entstehen, soo muss man mit Ihnen umgehen. Ich glaube, dass ich eine sehr verläßliche Partnerin bin. Das bedeutet aber nicht, dass man eine neue Partnerschaft schon mit Problemen oder Konflikten beginnen muss.

Das Thema Geld ist so griffig, aber wie oben aufgeführt, wahrlich nicht das entscheidende. Überhaupt denke ich zwar, dass sich zwei Partner auf Augenhöhe finden sollten, aber Finanzielles ist mir ansonsten überhaupt nicht wichtig, Hauptsache solide Verhältnisse und mit Geld umgehen können. Mehr erwarte ich nicht.
 
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  • #58
Huuu heiß diskutiertes Thema!!! Also mir ist es schnuppe ob mein neuer Partner geschieden ist und Kids hat!!! Würde allerdings auch schlucken wenn es mehr als drei sind möchte schließlich auch das ein oder andere eigene Kind haben :)!! Würde aber keinen Mann abweisen weil er geschieden ist, ist doch quatsch.
 
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  • #59
Frederika und ThomasHH sollten zusammenkommen. Sie passen perfekt zusammen.
Scheinen beide viel zu wissen. Könnten sich wunderbar ergänzen. Und endlich die Besserwisserei hier verlassen, weil sie dann endlich anfingen, "wirklich" zu leben (und nicht secondhand - sozusagen "von Freunden" ezählt bekommen).
Adios.
 
  • #60
@#58: Ist es irgendwie schlimm, als Single in einem Forum Spaß zu haben?