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Gast

  • #1

Warum schmutzige Dinge sagen?

Warum verbinden manche Männer eigentlich mit Sex auch irgendetwas Schmutziges, denn sie finden es ja wohl geil, der Frau beim Sex "schmutzige Sachen" zu sagen. Oder warum finden manche Frauen es auch gut, beim Sex gefesselt zu werden? Was sind das für Urinstinkte? Hatte schon so wunderschönen Sex, einfach nur Liebe körperlich stark ausgedrückt und hätte mir das alles nicht vorstellen können.
 
  • #2
Tja, die Ursachen von solchen Fetischen sind schwer zu analysieren. Sowohl Fesselspiele als auch Dirty Talking SPIELEN mit intensiven Gefühlen wie Ausgeliefertsein (Fessel) oder Scham und Benimm (schmutzige Worte) und lösen damit wahrscheinlich eine psychologische Überreaktion des Gehirns aus, das in dem Moment durch sexuelle Erregung ohnehin in einem Ausnahmezustand ist. Diese Überreaktion wirkt anscheinend verstärkend auf die sexuelle Erregung.

Die Wirkung von schmutzigen Worten kann ich nicht einmal im Ansatz nachvollziehen -- ich finde es nur abstoßend und meistens sind es erstaunlicherweise auch jene, die verklemmt sind, die sich unsauber ausdrücken und nicht die unverklemmten und aufgeklärten.

Ich stimme Dir zu, dass liebevolle, zärtliche Hingabe, Verschmelzen und wahre Befriedigung immer noch am erfüllendsten sind.
 
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Gast

  • #3
Weil Abwechslung schön ist und es mich einfach erregt. Wieso es mich erregt ist mir eigentlich egal. Ich bin psychisch gesund, aufgeklärt, unverklemmt und genieße meine abwechslungsreiche Sexualität. Und ich genieße es nicht mehr als eine zärtliche Liebesnacht. Schnitzel ist lecker, Salat auch- ich will weder auf das eine noch auf das andere verzichten.
 
  • #4
Manche trauen sich gar nicht zu reden. Sie sind vielleicht im Thema gesellschaftlch tabuisiert. Manche reden trotzdem "sauber" drüber und werden schon allein davon erregt. (Weil sie das Tabu brechen?) Manche mögen es noch aufregender ...

Verklemmt ist, wer zu allem Möglichen NEIN sagt, wer nicht offen ist. Wer zu Personen mit schmutzigen Worten NEIN sagt, kann es nicht erleben und daher auch nicht nachvollziehen. Witzig, wenn man ständig NEIN sagt, sich selbst für unverklemmt und Andere, die etwas bejahen, für verklemmt hält. Wer keine Erfahrungen damit hat, redet mitunter wie der Blinde von der Farbe und hat falsche Vorurteile.

Wo kämen wir denn hin, wenn keiner ginge, um zu sehen wohin wir kämen, wenn wir denn gingen? (sinngemäß Kurt Marti) Sei spontan, und leide nicht unter ständigem Kontrollzwang!
 
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Gast

  • #5
es gibt solche und solche, ich bin nicht für dirty talk, aber ganz ohne Reden ist auch nicht so toll. Augenverbinden, den anderen nur spüren ist schon sehr reizvoll, ich glaube es ist wichtig experimentell an die Dinge heranzugehen, wenn beide es mögen. Auch Honig, Nutella und Sahne ist toll. Und wenn dabei mal ein "dirty " Wort rauskommt ist das vielleicht doch anregend....nur per se will ich nicht als "Luder" oder "Miststück"bezeichnet werden, dann ist der Sex vorbei.
 
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Gast

  • #6
Eisenherz in #3 trifft es gut, dem würde ich voll zustimmen.

Ergänzend noch:

Nicht nur Männer mögen es, "schmutzige Sachen" zu sagen, sondern Frauen genauso :).

Und: Es ist ein Zeichen von sehr großem Vertrauen in den Partner und von sehr großer Intimität, wenn man beim Sex in der Hitze des Gefechts Wörter benutzt, die man in der Öffentlichkeit und am Kaffeetisch nie sagen würde. Warum? Vielleicht weil der Sex an sich ja auch etwas äusserst Intimes ist.

Und da guter Sex immer mit Hingabe und mit Sich-fallen-lassen verbunden ist, kann ich auch nachvollziehen, wenn man durch Fesselspiele diese Hinhgabe noch verstärkt.

[w,53]
 
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  • #7
1.

Ich denke, es kommt auf beide an, es gibt Frauen, die fahren drauf ab, so genannt zu werden, dann kann Mann sich auch anpassen, das ist dann auch ok.

2.

Aber wenn sie nicht drauf abfährt und mann sie beschimpft - Mann braucht es dann für seine Geilheit und frau wird nicht geil. Mann ordnet sich innerlich über und benutzt seine Überlegenheit für seinen Trieb mit einer Frau, die beliebig austauschbar (weil mann das ja dann mit jeder Frau macht) die Beine breit zu machen hat.

Sorry, aber da verstehe ich die Frau, die sagt: "nicht mit so einem" vor allem weil die Einstellung doch dann in das reale Leben ausstrahlt, oder ?
 
  • #8
Was ist denn "schmutzig"? Ich denke, Männer wie Frauen verbinden bei etwas "dirty talk" beim Sex nichts "Schmutziges" damit, sondern möchten sich lediglich mit etwas deftigem Vokabular stimulieren und wilden, temperamentvollen und dennoch liebevollen Sex erleben.
Was ist dabei? Dirty Talk erfordert meiner Meinung hohes Vertrauen zum Partner, damit man weiß, wie weiit man gehen darf, ohne den anderen zu kränken bzw, auch klar die Grenzen zu ziehen, wenn es für den einen nicht mehr schön ist.
Sicher gibt es Worte, die ich auch nicht hören mag, weil ich sie zu erniedrigend finde. Doch wild und deftig ist eine schöne Abwechslung zu zärtlich, sinnlich. Und ich bin ganz gewiss nicht verklemmt.
 
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  • #9
w, 37: Wo fängt es denn an, schmutzig zu werden? Für mich ist es wunderbar, während dem Sex heiße Dinge zu hören und selber zu sagen. Und es törnt viel mehr an zu sagen: mmmh, dein Schwanz ist so prall und heiß, als: mmmh, dein Penis ist so toll hart? Letzteres kommt halt immer so geschraubt daher.[mod]. Noch geschraubter wird es bei der Frau. "Meine Vagina ist schön feucht, ich will jetzt mit dir schlafen?" oder "Meine Muschi ist schon ganz naß, fick mich endlich?" poppen oder miteinander schlafen? Schön oder geil?
Ich hatte in "jungen Jahren" auch nicht viel Text beim Sex geredet oder gehört. Mit der Zeit und der Erfahrung kam dann auch das darüber reden hinzu. Dem Partner zu beschreiben, was gefällt, oder umgekehrt zu erfragen, was er mag, bringt beiden viel Lustgewinn. Noch schöner ist es, direkt beim Sex Wünsche auszudrücken oder zu hören. Oder sagen, was einem besonders gefällt. Und die gewählte Ausdrucksweise paßt irgendwie so gar nicht in den Rhythmus des Liebesspiels. Mit der Zeit wurden die Ausdrücke etwas deftiger, wie du oben siehst. Macht uns Riesenspaß, und törnt uns beide total an. Soviel ich weiß, bewegen wir uns immer noch im Bereich des harmloseren Dirty Talk. Da gibt es noch ganz andere Texte, die garantiert gestrichen werden würden. Die sind auch mir zu heftig.
 
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  • #10
Die Antwort, scheint mir doch ganz einfach:

wir alle wollen normalerweise begehrt werden, und wenn wir uns richtig gehen lassen können (animalisch werden (lassen und genießen können), dann sogar sehr, sehr begehrt fühlen. Dann mag manche Frau gerne auch mal mehr als zart angefasst werden, auf den Tisch gelegt werden oder was auch immer. Und für den Mann ist es ein Genuss einen Körper im wahrsten Sinne dahinschmelzen zu sehen. Wenn beide ihre animalischen Gefühle in Worten kaum noch anders als durch Kraftausdrücke auszudrücken und zugleich anzuheizen vermögen, dann sprechen sie die gleiche Sprache.

UND JEDER hat seine Grenzen! Wer es nicht kann (und auch nicht muss), ein "Luder" als Lustausstoss zu verstehen, sondern nur als Beleidigung aufnehmen kann, für den ist die Grenze überschritten und bei dem gibt es halt nur Anderes.
 
  • #11
Ich finde es auch nicht schlimm wärend des Sexes auch über Sex zu sprechen. Die Wortwahl ist doch dabei dem Erregunsstand geschuldet. Bei Fesselspielen kommt es bei intakten normalen Partnerschaften ja nicht auf Macht oder so was an, sondern dem Wissen sich fallen lassen zu können. Wenn ich meinen Mann oder er mich an den Händen fesselt, dann geht es nur darum, dass man den anderen unfassend verwöhnen will, ohne das man etwas zurück erwartet, der Andere sich ganz auf den Genuß konzentrieren kannund muss.
Und zu dem Talken, die Meisten Menschen mögen es sehr, wenn der Partner durch seine Äußerungen seinen Erregungsstand signalisiert. Mit Stöhnen oder Ähnliches. Mehr ist das auch nicht. Ohne Vertrauen und das Wissen der Vorlieben des Anderen klappt das gar nicht und geht nach Hintenh los.
Auch hier gibt es wohl keinen Unterschied von Mann und Frau. Es gibt Zeiten und Gelegenheiten, da ist liebevoller, inniger, ruhiger Sex genau das Richtige und es gibt Zeiten und Orte, wo der vielleicht spontae, etwas härterer Sex genau das Richtige ist. Und nur wenn beide Partner sich gegenseitig das Bedürfnis nach Beidem erfüllen, dann harmoniert man dauerhaft miteinander.
 
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  • #12
Ich habe nicht das Bedürfnis, meiner Partnerin beim Sex "schmutzige Dinge" zu sagen.
Allerdings habe ich im Laufe meines Liebeslebens gerlernt, das Frauen, gewiß nicht alle,
eine deutliche Sprache im Bett genießen und das aus eigener Initiative. Als junger Mann hätte ich kaum bei der Liebe "f** oder "Fo** gesagt, aus Sorge, taktlos zu werden. Aber das war ein Irrtum, jedenfalls häufig. Etwas anderes ist es, den Anderen mit seltsamen Ausdrücken zu bezeichnen.
Aber es es ist genußvoll, hemmungslos zu reden, zu stöhnen, sich spontan zu sagen, dass man
gef** werden will, nicht lateinisch zu reden, spielerisch die Schönheit von Schwanz und F** zu beschreiben. Warum nicht? Was ist daran schmutzig?
 
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  • #13
"Dirty" heißt nicht wirklich schmutzig, sondern frivol, verwegen, hemmungslos.
Schmutzig wird es dann, wenn der Andere mit Worten angesprochen wird, die eigentlich erniedrigend sind.
Wenn meine Partnerin mich reitet und ich sie auffordere, mich zu f*, ist das nicht schmutzig, sondern, sie findet das schön und erregend - und umgekehrt auch. Es kommt darauf an, einen Gleichklang zu entdecken und sich fallen zu lassen.
 
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  • #14
weil sex archaisch ist..zum teil auch kampf
 
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  • #15
Jetzt ist hier sooo viel über dirty talk geredet worden...habe mich das auch lange nicht getraut aber mittlerweile törnt mich das auch an... also auch Fragen mögen das.. Finde am allerwichtigsten ist der Humor bei der ganzen Sache und dann klappt es auch mit allem anderen ob dirty talk oder Fesselspiele.....