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  • #1

Warum muss man nach Meinung vieler eine Beziehung haben?

Ich habe mit Interesse mal dieses Forum überflogen und stelle mir die grundsätzliche Frage, weshalb vielen Menschen eine Beziehung so wichtig ist.
Selbst bin ich ein 48-jähriger Mann und hatte in den letzten 20 Jahren überhaupt keine Beziehung, davor eigentlich auch nicht (wenn ich ehrlich bin). Es wäre mir zu anstrengend, neben dem Beruf noch eine Beziehung zu haben. Ich arbeite als Entwicklungsingenieur auf einem Gebiet, das Tag für Tag höchste Konzentration und mathematische Denkleistung abfordert. In meiner wenigen Freizeit kann ich nur dadurch abschalten, dass ich mich völlig von der Außenwelt zurückziehe und Kontakte zu anderen Menschen meide.
Mich würde es durchaus interessieren, ob ich ein besonderes Phänomen bin oder ob es andere Menschen gibt, die genauso leben wie ich.
 
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  • #2
Du bist sicher kein Einzelfall, aber zu einer Minderheit gehörst du schon. Wenn dein Alleinsein das ist, womit du dich wohl fühlst, ist ja alles in Ordnung. Allerdings denke ich, dass bei den meisten Menschen Einsamkeit nicht frei gewählt ist, sondern sie darunter leiden. Menschen sind ja normalerweise von Natur aus gesellige Lebewesen und keine Einzelgänger. Deswegen suchen die meisten Singles nach einer Beziehung, weil das Single-Dasein sie belastet. Sei froh, wenn das bei dir tatsächlich nicht der Fall ist.
 
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  • #3
Generell muss man nicht unbedingt eine Beziehung suchen. Speziell in diesem Forum wirst du jedoch kaum jemanden finden, der nicht eine Beziehung sucht, denn darum geht es hier schließlich.

Generell finde ich deine Einstellung zu sozialen Kontakten schon sehr extrem. [mod]
 
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  • #4
Lieber FS,

ich kenne das auch genau so. Ich hatte zwar drei 2-3 jährige Beziehungen und empfand diese als schön und durchaus bereichernd aber auch als etwas anstrengend. Da ich immer einen Rückzugsraum für mich brauche, bin ich nie mit einem Partner zusammengezogen und habe das auch nicht vor.
Ich brauche und geniesse Zeit alleine, um "aufzutanken" und in Ruhe nachzudenken, zu lesen und für mich zu sein.
Eine Partnerschaft schliesse ich nicht aus, ist aber kein MUSS.

Beste Grüße

w,39
 
  • #5
Ich kann Dir zumindest sagen, daß ich da ähnlich drauf bin wie Du. Ich hatte zwar einige langjährige Beziehungen, aber sie engten mich dann doch eher ein, da ich die Zeit mehr zum Abschalten benötigt hätte. Wenn ich dann mal Zeit hatte, hatten meine Hobbies dann doch meistens Vorrang, während die Partnerinnen verständlicherweise wenig Verständnis dafür aufbringen konnten.

Um deine Frage konkret zu beantworten:
Ich denke, daß es auch mit dem individuellen Distanz-Nähe-Verhältnis zu tun hat. So kann ich Nähe zwar problemlos zulassen, aber eben nicht ständig, wie es in einer klassischen Beziehung erwartet wird. Von unserer Sorte gibt es einige. Sie können sehr wohl gesellig sein, aber haben keine wirkliche Zeit und Lust dafür, sich auf eine einzige Person zu konzentrieren.

Um mal ein grundlegendes und weit verbreitetes Mißverständnis auszuräumen:
Es ist besteht ein signifikanter Unterschied zw. Alleinsein und Einsamkeit. Diese Leute sind allein, aber nicht einsam. Einsam kann ich auch innerhalb einer Beziehung sein und bin dennoch nicht allein. Für sich sein wollen, das Alleinsein, ist freiwillig gewählt. Die Einsamkeit in der Regel jedoch nicht.

Wenn man sich mal überlegt, wieviele Beziehungen wirklich gut funktionieren, kommt man zu dem Schluß, daß es tatsächlich so ist, daß viele zum einen hierin eine Bestätigung nach außen finden, zum anderen das Gefühl vermittelt bekommen, geliebt zu werden. Ob dem tatsächlich immer so ist, ist eine andere Frage, aber das müssen die Paare unter sich ausmachen. In den meisten Fällen werden akzeptable Kompromisse eingegangen, um das Gefühl zu bekommen, begehrt zu werden.

Ein weiterer Grund ist die Vorstellung davon, gemeinsam etwas aufzubauen, mit dem man sich dann identifizieren kann, weil man ähnliche Vorstellungen und Interessen festgestellt hat.
 
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  • #6
Grundsätzlich ist ein Mensch so wie ein Wolf ein Rudeltier ist ein Gemeinschaftswesen.

In anderen Menschen findet er liebe, Anerkennung, Wertschätzung, Sex usw.....

Dies sind alles Dinge die Menschen um glücklich zu sein und Ihren Platz in jeglicher Art von Gemeinschaft zu sein.

Das muss aber kein Beziehungspartner sein,

Isoliert sich jemand komplett von zwischenmenschlichen Beziehungen oder der Gemeinschaft entwickelt er Persönlichkeitsstrukturen wie Eigenwillikeit, Egoismus, Intoleranz, Soziale und Gefühlskalte,...Er kann diese Dinge ja mit niemandem austauschen..

Aber er entwickelt auch Selbstständigkeit, Verantwortung zu übernehmen, Mut...usw..

Wenn Du keine Partnerschaft kennst, wirst Du natürlich auch nichts vermissen..das ist mit allem so.. Gäbe es nur Wasser zu trinken wären wir äusserst zufrieden damit.

Aber wer schon gute Partnerschaften hatten weiss um deren Vorteile..

M
 
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  • #7
Darf man fragen, wie du deine sexuellen, menschlichen und zwischenmenschlichen Bedürfnisse befriedigst? Ich stelle mir halt ein Leben rein durch Bordellbesuche, unverbindlichen Sex, Selbstbefriedigung oder zur Stammfriseurin gehen, um mal zarte Hände zu spüren, nicht als das Ultimatum der Erfüllung vor, sondern auch eher als Notlösung der Situation. Auch ein Leben hinter dem PC, Fernseher, in Chats, Foren oder Computerspielen wird irgendwann mausgrau und man stumpft geistig ab. Was ist dein Ziel im Leben? Mit 66 alleine in einer tristen Wohnung zu sitzen, wenn alle verheiratet sind und Enkel haben?

Sich schon sozial von anderen Menschen distanziert zu haben, macht für mich emotional tot. Man läuft ja irgendwann nur noch wie ein Zombie durch seine eigenen vier Wände. Ich kenne das, ich war 7 Jahren Single. Ich bin fast blöd im Kopf geworden und habe die Staubkörner unter dem Tisch gezählt und die Teller in der Küche sortiert.

Ich möchte nicht auf Zärtlichkeiten verzichten, mir diese aber auch nicht in einem unverbindlichen Massagestudio holen oder von sonstwo, sondern diese Dinge mit einem festen Partner erleben, dem ich vertraue, dem ich gerne etwas von mir gebe/schenke oder empfangen darf, wo es zwischenmenschlich knistert. Natürlich geht das auch mit einer fremden Person, aber das ist doch nicht das Gleiche?! Ein ONS oder eine Prostituierte ist halt auch nur eine Illusion, nicht das wahre Leben. Dafür lebe ich nicht, um mit unverbindlichen Menschen meine Zeit zu vergeuden.

Warum ist eine Beziehung deiner Meinung nach anstrengend? Irgendwann ist atmen, trinken und essen auch noch anstrengend?!
 
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  • #8
Ich bin 43 und hatte immer nur kurze Beziehungen. Ich selber brauche meinen eigenen Bereich und von daher würde ich auch nicht mit einem Mann zusammenziehen. Regelmässiges Treffen wär schön, Wochenende immer treffen muss auch nicht sein. Wenn ich aber regelmässig Sex mit ihm habe, verlange ich auch, dass ich die Einzige bin. Denn sonst käme ich mir ausgenutzt vor.
Für mich ist Beziehung eher eine Freundschaft, ein Mann den ich viel anvertrauen kann und mit dem ich lachen kann.
w
 
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  • #9
"Man" muss keineBeziehung habe - aber dies ist hier ein Forum von einer Online-Partneragentur, und da steht das Thema Beziehungswunsch natürlich sehr im Mittelpunkt.

Auch wenn ich noch nicht Jahrzehntelang eine Partnerschaft gelebt habe kann ich diese Lebensform
ablehen ohne gleichzeitig soziale Kontakte abzulehenen.

FS - mir geht es wir dir - um glücklich zu ein brauche ich jeden Tag eine Dosis Alleinsein. Entweder verstehen meine Bekannte dies - oder sie werden entfernte Bekannte. Wenn sie es verstehen kann sich eine Freundschaft entwickeln. Entweder ist ein potentieller Partner für mich selbst so gestrickt
- dann läuft es gut, auch in einer Fernbeziehung. Oder er klammert ständig an mir, will von mir immer entertaint werden, kann mit sich alleine nichts anfangen -dann schmeisse ich ihn mit wachsendem Alter schneller raus.

Übrigens - du schreibst, du seist Mathematiker. Viele von diesen sind außerst kreativ - und dazu scheinst du auch zu gehören. Kreativität ist Arbeit - da muss "man" sich erholen/abschalten um diesen Spaß bei der Arbeit täglich zu haben

Auch Menschen die einen Partner haben oder viel in Gemeinschaft sind können totale Egoisten udn total Gefühlskalt und Intolerant sein.

W / 55
 
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  • #10
Mich würde es durchaus interessieren, ob ich ein besonderes Phänomen bin oder ob es andere Menschen gibt, die genauso leben wie ich.

Ich glaube, es gibt mehr Menschen von deiner "Sorte" lieber FS, als du denkst. Wichtig ist doch letztendlich, ob du mit dir und deinem Leben zufrieden bist und es dir seelisch dabei gut geht. Ausserdem hat man als Mann ja noch viel eher die Möglichkeiten, gewisse Bedürfnisse, schnell und ohne großen Aufwand sich zu erfüllen.

Ich finde es heute, wo ich über 50zig bin, tatsächlich gar nicht mehr so schlimm, wenn man halt keine Beziehung hat. Wichtig ist, dass man eine gesunde Beziehung zu sich selbst hat und je nach Persönlichkeitsstruktur ist es für mich nicht tragisch, ohne in einer festen Beziehung zum anderen Geschlecht zu leben. Was kommt das kommt, was nicht, ich kann es nicht erzwingen, schon gar nicht um jeden Preis.

Wichtig ist aber, Beziehungen zu anderen Menschen, Freunden, Kollegen, Nachbarn usw. zu haben. Wer die auch nicht hat, ja, dann stimmt was wirklich nicht.

w
 
  • #11
stelle mir die grundsätzliche Frage, weshalb vielen Menschen eine Beziehung so wichtig ist.

Weil der Mensch ein Rudeltier ist. Einzelgänger haben in der Savanne nicht überlebt. Dazu braucht der Nachwuchs reichlich lange und die volle Unterstützung des Rudels um zu überleben, wir haben weder Krallen noch Reisszähne, können nicht sonderlich schnell laufen und haben keine giftige Wirkung auf Fressfeinde. Was also bleibt ist das grössere Hirn und das Rudel.

Gut wir leben nicht mehr in der Savanne, also wieso es für mich wichtig ist:

Es ist die Vertrautheit, das agieren als Team, das Miteinander alle Hürden zu überwinden. Sie kennt mich besser als jeder Freund oder Verwandte- ist ja auch logisch da ich mit Ihr die meiste und intimste Zeit verbringe.
Es ist einfach sehr schön jemanden zu haben bei man auch schwach sein darf, der einen auffängt, der einem hilft sich seiner Ziele bewusst zu werden, die mit mir zusammen Schwierigkeiten meistert. Sie hilft Dinge wieder gerade zu rücken, reflektiert meine Gedanken, macht mir Mut oder hinterfragt meine Gedanken um Sie besser einordnen zu können.

Es sind Dinge die noch so gute Freunde nicht in dieser Intensität und Qualität bringen können.

Es ist für mich einfach eine sehr viel höhere Lebensqualität.

In meiner wenigen Freizeit kann ich nur dadurch abschalten, dass ich mich völlig von der Außenwelt zurückziehe und Kontakte zu anderen Menschen meide.

Wir haben beide fordernde Berufe, beide mit Budget- und Führungsverantwortung. Wir aber tanken im Wir auf, der andere gibt und Kraft und Ruhe. Das geht natürlich nur wenn man harmoniert und nicht zuhause der Terror losgeht.

Wenns also nicht die richtige ist bleibt man in der tat besser Single.

So kann ich Nähe zwar problemlos zulassen, aber eben nicht ständig, wie es in einer klassischen Beziehung erwartet wird

Wen interessiert es was erwartet wird? Es interessiert doch eher wie Ihr eine Beziehung leben wollt. Ich kanns auch nicht brauchen zusammengetackert als Siamesische Zwillinge durchs Leben zu laufen. Auch wir brauchen öfter mal Zeit für uns selbst- die kann man sich aber wunderbar schaffen. Sei es eine Runde mit dem Motorrad, eine Laufrunde, meine Werkstatt, oder auch das Rückzugszimmer. Und dann noch die moderne Arbeitswelt die eh dafür sorgt sich nicht ständig auf der Pelle zu sitzen.

Das ist KEIN guter Grund gegen eine Beziehung. Eher eine gepflegte Ausrede.
 
  • #12
Nein, man "muss" keine Beziehung haben. Nein, Du bist nicht der einzige Mensch, der Lieber mit sich allein ist.

Allein wenn Du durchs Forum klickst, wirst Du mehrere sehr ähnliche Fragestellungen von Männern in den 40ern finden. Wenn diese Fragen nicht ebenfalls von Dir sind, dann kannst Du daran erkennen, dass es mehrere Menschen mit ähnlicher Lebenseinstellung (und der Frage, ob das normal ist) gibt. Falls diese Fragen doch von Dir gestellt wurden, dann solltest Du ernsthaft darüber nachdenken, warum Dich das so lange und so intensiv beschäftigt.
 
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  • #13
Für mich ist Partnerschaft ein sehr wichtiger Glücksfaktor.
Ich war in meinem Leben nur selten und kurz Single, inzwischen bin ich in 2. Ehe verheiratet.
Ein Leben allein kann und mag ich mir kaum vorstellen; gerade WEIL der Berufsalltag und vieles Andere so anstrengend ist, schätze ich die Geborgenheit einer festen Beziehung so hoch.

Das tun die meisten Menschen, nicht nur, dass sie einen Partner haben oder suchen, sehr viele wünschen sich auch Kinder. Ausnahmen gibt es natürlich. Sie werden in diesem Forum, in dem es um Partnerschaft geht, noch seltener sein als im RL.

Wenn du, lieber Fragesteller, allein glücklich bist, ist dagegen natürlich überhaupt nichts einzuwenden. Auch ich habe im Freundeskreis Menschen beiderlei Geschlechts, die ohne Beziehung zufrieden sind und gut leben.
 
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  • #14
Lieber FS, jeder hat seinen eigenen Lebensentwurf. Du hast Deinen. Entscheidend ist, daß Du glücklich bist. Niemand schreibt einem vor, wie man zu leben hat. Also lebe Dein Leben, egal, was Andere denken. Ich hatte in der Vergangenheit eine feste Beziehung, werde aus persönlichen/gesundheitlichen Gründen in der Zukunft keine feste mehr Partnerschaft eingehen können, bin aber glücklich damit. Das ist, was zählt. w, 32
 
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  • #15
In dieser Meinung "..nach Meinung so vieler eine Beziehung haben" steckt noch mehr als nur deren Meinung. Sondern auch Erfahrung. Ein gewisser Anteil derjenigen, die eine Beziehung oder jogar ein Familienleben hatten, oder haben, waren oder sind so glücklich, dass andere Dinge die ihnen vorher extrem wichtig waren, dann in den Hintergrund getreten sind. Als Single und Entwicklungsingenieur kannst Du zwar auch etwas für die Nachwelt tun. Andere fühlen sich eben glücklicher wenn sie den eigenen Kindern etwas vermitteln können. (Oder den Kindern des Partners). Es gibt sicher viele Menschen, und leider gerade in den mittleren und oberen sozialen Schichten, die so leben wie Du. Aber wenn sie mal rasten und nachdenken, dann währe ich gespannt darauf zu erfahren was sie sich insgeheim für ein Leben wünschen. M 56J
 
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  • #16
Zuerst einmal mußt die nicht müssen, nur weil viele das schön finden in Zweisamkeit zu sein. Wenn du nicht der Typ dafür bist und auch nicht vermißt, dann mach doch "dein Ding" wie bisher.

Ich würde mich da nicht allzu sehr beeindrucken lassen: wenn du dann in einer Beziehung bist, kommt bestimmt wieder einer, der noch viel "schlauer" ist. Da du schon beruflch sehr eingespannt bist, würde ich mich gerade privat keine Druck von außen unterwerfen wollen, wäre ich an deiner Stelle. Das gilt übrigens auch für andere - privat ist privat.
 
  • #17
@Kalle

Warum wertest Du schlichte Lebenserfahrungen unreflektiert ab?:
So kann ich Nähe zwar problemlos zulassen, aber eben nicht ständig, wie es in einer klassischen Beziehung erwartet wird

Das hat doch nichts mit gepflegter Ausrede zu tun!

Es gibt etliche Frauen, die sich über ihrem Partner definieren und haben diese Erwartungshaltung. Ich hatte allein drei davon gehabt (mit einer Durchschnittsbeziehungsdauer von sechs Jahren). Ich hatte in diesen Zeiten kaum noch ein erweitertes soziales Leben bzw. mußte es mir regelrecht "klauen". Ich will damit nicht sagen, daß ich die Singles irgendwann beneidet hätte, aber merkte halt, daß ich mit dieser eifersüchtigen Anspruchshaltung dieser Frauen nicht mehr klarkomme. Im Grunde hatte ich auch in Beziehungszeiten mein Singleleben weitergeführt, um Freunde und Hobbies nicht zu vernachlässigen.

Single sein bedeutet doch nicht zwangsläufig, wie ein Eremit zu leben. Natürlich gibt es auch diese, aber auch sie sind täglich unter Menschen wie der FS auch. Es gibt nunmal Menschen, die eben nicht so auf Nähe angewiesen oder sie in der üblichen Form nicht brauchen, weil sie schon anderweitig ausgelastet genug sind, was jedoch nicht heißt, daß sie sich deswegen gleich komplett vom Rudel verabschiedet haben. Das sind oft sogar die besonders Hilfsbereiten, die da immer da sind, wenn sie wirklich gebraucht werden.
 
  • #18
Warum wertest Du schlichte Lebenserfahrungen unreflektiert ab?:

So kann ich Nähe zwar problemlos zulassen, aber eben nicht ständig, wie es in einer klassischen Beziehung erwartet wird Das hat doch nichts mit gepflegter Ausrede zu tun!

Sorry, das wurde wohl missverstanden. Ich werte das nicht ab, habe lediglich Wege aufgezeigt nicht ständig Nähe leben zu müssen.

Da gilt eben der alte Spruch: Wer will findet Wege, wer nicht will Ausreden.

Der Weg für uns ist eben genügend Platz in der Immo und viele Geschäftsreisen und eigene Hobbies.

Es gibt etliche Frauen, die sich über ihrem Partner definieren und haben diese Erwartungshaltung
Klar, die gibt's zur Genüge. Die Frage aber die sich mir dann stellt- wieso hast Du es immer wieder mit diesem Typus versucht? Tut Dir doch nicht gut?

Ob es eine Entsprechung für den FS gibt? Ich denke nicht. Weil Er ja offenbar ein riesiges Problem mit sozialen Kontakten hat.

Also lieber FS- Müssen tut man nix. Wenn man keine Beziehung will, sich selbst genug ist und diese Vertraulichkeit, Intimität nicht braucht dann ist es doch Gut so.

Aber ich weiss nicht so recht ob dem so ist, sonst würdest Du diese Frage ja gar nicht stellen.
 
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  • #19
Man muss gar nichts! Ich lebe ungefähr genau so wie du, bin ausgeglichen, zufrieden und glücklich, was will ich noch mehr? Eine Beziehung kann mir kaum das bieten was ich jetzt schon habe, mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit, mehr Mobilität usw.usf! Beziehungen mit gemeinsamer Wohnung habe ich mehr schlecht als recht in Erinnerung und wenn ich in der Realität sehe und hier lese, wird es mir oft schlecht! m,40
 
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  • #20
@18

Mag schon so stimmen. Aber des Öfteren frage ich mich, wie die überglücklichen Singles es schaffen, nach einem anstrengenden Arbeitstag heimzukommen und keiner erwartet denjenigen. Dann ist man den ganzen Abend alleine und niemand ist zum reden da. Paar mal unter der Woche mit Bekannten/Freunden zu treffen kann das auch nicht ausgleichen
 
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  • #21
Es ist in unserer ( und allgemein der westlichen ) Gesellschaft tradiert, sich paarweise zusammenzufinden.
Es liegt nicht in unseren Genen, wir sind eher Rudeltiere.
Paarweise leben in der Natur einige Vogelarten zusammen, Säugetiere nicht.

Warum wollen wir das dann trotzdem so dringend ?
Weil uns das anerzogen wurde, dass man das zu wollen hat.

Ich will es nicht.
Versteht keiner, alle denken, ich rede mir meine Situation schön.
Stimmt aber definitiv nicht, denn ich hätte schon einige Möglichkeiten gehabt. Zwei Männer wollten mich sogar heiraten.
Mit einem davon war ich als twen 5 Jahre zusammen und es ging genauso lange gut, wie wir eine WE-Beziehung führten. Dann zogen wir zusammen und schnell kam ich an meine Nähe-Grenze.

Hier setzen viele keine-Beziehung-haben mit alleinsein oder gar einsamsein gleich.
Bei mir zumindest falsch.
Ich habe viele Freunde, ein gutes Verhältnis zu Verwandten und Kollegen und sogar eine Tochter.
Die ist die einzige, die ich länger als sagen wir mal drei Stunden am Stück angenehm finde.
Und das auch nur, weil ich da reingewachsen bin, weil ich MUSSTE, war die ersten Jahre auch wirklich sehr schwer für mich.

Ich habe immer mal wieder Beziehungsanfänge, aber das halte ich nie lange aus. Wird mir alles viel zu eng und zwar zunehmend mehr.
Jetzt habe ich mal wieder einen Schatz.
Wir sehen uns nur einen Abend oder Nachmittag am WE, dazwischen täglich wenige smssen, mehr nicht.
Und das finde ich gut.
Er offenbar auch.
Mal sehen...

w 46
 
  • #22
Es reicht doch völlig aus, eine Bezugsperson zu haben, mit der man vertraut ist. Dafür benötigt man nicht gleich eine Beziehung im klassischen Sinne.

Die christliche Religion schreibt uns diese Paarbildung als gesellschaftskonform vor. Es bleibt jeden überlassen, wie sein Distanz-Nähe-Bedürfnis ist. Ob er das innerhalb einer Partnerschaft reguliert oder außerhalb dieser, ist eine persönliche Entscheidung.
 
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  • #23
Was mich stutzig macht: Warum treibst du dich hier im Forum herum.
Wenn du keine Beziehung willst und dich wohl fühlst alleine, leb dein Leben und sei glücklich.
Was willst du dann hier? Ist reine Zeitverschwendung.
Solltest du eine Frau zur Befriedigung deiner Bedürfnisse haben wollen ohne auf dein Leben wie es jetzt ist zu verzichten wirst du nur Erfolg haben, wenn Sie ähnlich gestrickt ist wie du
 
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  • #24
Lieber Ingenieurskollege,

eine Beziehung zu einem Menschen geht man nicht ein, weil das seiner Meinung nach so sein muss. Das macht man weil man jemanden liebt und seine / ihre Gesellschaft schätzt.

Wenn dir die intellektuellen Herausforderungen des Entwicklungsingenieurwesens mal nicht mehr genügen sollten, dann versuche doch mal soziale Fähigkeiten zu perfektionieren. Hier ist das Interessante, dass man wirklich Gefühl investieren muss, damit man von den anderen Menschen etwas zurückbekommt. Einfach nur "gut mit ihnen auskommen" bringt dich da nicht in den Olymp.

Ich arbeite selbst schon seit Jahren dran und ich bin wahrlich kein Held. Aber die Abenteuer, die du da noch erleben kannst, gerade in einer Beziehung; solltest du dir nicht komplett entgehen lassen.

Gruß,
m30
 
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  • #25
Lieber FS,
man muss keine Beziehung haben, wenn man das Bedürfnis nicht hat. Es ist egal, was andere darüber denken. Wir leben in einer Zeit, in der alle Lebensmodelle gleichwertig nebeneinander stehen.

Was mich allerdings stutzig macht, ist, dass Du das Thema in einer Sinbglebörse bringst. Insofern kaufe ich Dir nicht ab, dass Du Dich mit der Situation wohlfühlst. Du rationalisierst m.E. nur Deine Erfolgslosigkeit in der Partnersuche. Mit zunehmendem Alter und Null Beziehungserfahrung wird es nicht leichter und was machst Du, wenn das Jobleben ein Ende hat?

Ich bin auch Ingenieurin und muss den ganzen Tag hohe Denkleistung bringen. Wenn ich aufs Sofa kippe erhole ich mich nicht so gut, als wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin und mit ihnen was erlebe, mich austausche. Danach ist der Kopf frei.
Menschen sind soziale Wesen, auch wenn die Lebensbedingungen kein Savannenrudel mehr erfordern.
 
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  • #26
Hallo M-48,

mir geht es ähnlich, bin 42, w.

Was die Karrieremühle nicht frisst tut die gesteigerte Mobilitätsanforderung
und alte Eltern, die Rat und Hilfe regelmässig brauchen. Ich bin aber keineswegs einsam, humorlos, vergrätzt, hässlich anzuschauen oder so. Ich ziehe mich auch nicht
sozial zurück. Es ist nur so dass die meisten Männer so eine Art Mixtur
aus Hausfrau, Köchin, Buchhalterin, Gesellschaftsdame, Putzfee, Freizeitgestalterin
und geduldige Mutter Theresa suchen. Eine Frau = ein schönes Heim. Das ist ein Fulltime Job ohne Rentenabsicherung und Aufstiegschancen. Ich habe mich Mitte 30 anders entschieden: pro Job und gegen Zurücktreten. Männer die mich wohlwollend nach vorne schieben wollten sind mir nie begegnet. Es hiess immer "kannst du nicht weniger... dann haben wir es besser"

Da ich selbst aktuell wegen Führungsjob kaum zu Hause sein kann (sitze höchstens Weihnachten mal auf meinem Sofa) bin ich mit diesem Rollenkonglomerat überfordert. Ich suche einen Mann der es nicht übel nimmt, wenn auch in einer Beziehung
kein tägliches Aneinanderkleben möglich ist. Beziehungen hatte ich, aber es knallte immer an der Frage wer zu Hause bleibt und kocht. Dabei gibt es doch gute Kantinen.
 
  • #27
Eine Beziehung nützt auch mir nichts. Soll ich mich jetzt an einen Troll hängen, nur um Besuch zu bekommen wenn ich mal ins Krankenhaus muss?
Muss ich mir einen Troll aufhalsen, nur damit ich Weihnachten nicht alleine dasitze?
Muss ich mir einen Troll suchen, damit ich meiner gesellschaftlichen Bestimmung als Putze, Entertainerin, TV Glotzerin, Köchin, Clobürstenschwingerin und Gebärmaschine gerecht werde?

Danke. Amen.
 
  • #28
Eine Beziehung nützt auch mir nichts. Soll ich mich jetzt an einen Troll hängen, nur um Besuch zu bekommen wenn ich mal ins Krankenhaus muss?
Muss ich mir einen Troll aufhalsen, nur damit ich Weihnachten nicht alleine dasitze?

Trotz Uraltthread hat sich da wohl wenig geändert. Es gibt Menschen, für die ist eine Beziehung überflüssig, manche wollen auch gar keine, für andere ist es eben eine wertvolle Bereicherung ihres Lebens. Die Fragestellung mit "muss" ist daher aus meiner Sicht falsch. Aber wer "darf", der könnte seine Lebenszufriedenheit durchaus steigern.

Mir ist aber auch klar, dass es Menschen gibt, die nur einen "Troll" als Partner finden und die dann lieber darauf verzichten. Ich glaube, es gibt eben einfach Menschen, die sind nicht bereit oder in der Lage, eine Beziehung zu führen und finden dann eben auch keinen passenden Partner dafür. Aus meiner Sicht ist die Abwertung von Männern oder Frauen dafür ein aussagekräftiges Indiz. Und der Name "Undine" steht ja eh schon für ein Geisterwesen...
 
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