• #121
Ich glaube nicht, dass Du vor Gericht ein Umgangsrecht erzwingen könntest.
Laut Familienberatungsstelle wäre das durchaus möglich. Als enge Bezugsperson, zu der das Kind Kontakt möchte, hätte ich vor Gericht gar nicht so schlechte Chancen. Aber ich möchte es gar nicht gerichtlich einfordern, da das sicher nicht im Interesse des Mädchens ist.

Für mich wäre daher Kinderwohl, dass Du Dich mit Ende der Beziehung einfach auch von dem Mädchen klar und verständlich verabschiedet hättest und es die Situation (für die es ja am wenigsten kann) erklärt bekommt,
Das habe ich. Und ich habe auch vorerst damit gerechnet, dass es das war. Dass ich dieses Mädchen mindestens vorerst nicht wiedersehe. Darauf hatte ich mich eingestellt. Erklären konnte ich ihr nur, dass ich ausziehe, das warum müsste der Vater ihr erklären. SIE war es dann, die wieder den Kontakt zu mir gesucht hat, die mir geschrieben und mich besucht hat. Sie wollte den Abschied nicht hinnehmen. Hätte ich sie wegstoßen sollen?

Aus meiner Sicht tust Du dem Kind auch so keinen Gefallen, weil Du es in einen Gewissenskonflikt bringst und das Vater-Kind-Verhältnis damit erheblich belastest.
Wie gesagt, ich habe aktiv gar nichts getan, außer den Kontakt des Mädchens zu erwidern. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, ihr den Kontakt zu mir zu verweigern, zumal ich ehrlich nicht wusste, wie ihr Vater dazu steht. Darüber hatten wir nie gesprochen. Sie dagegen kannte die Meinung ihres Vaters und es war ihre Entscheidung, mir gegen seinen Willen troztdem zu schreiben. Und ich denke, sie ist alt genug, da eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn auch nicht rechtlich. Ihr war es einen Streit mit ihrem Vater wert, wenn sie Kontakt zu mir hat. Sie hat das bewusst in Kauf genommen.

Nüchtern betrachtet bringt Zwang in dem Fall überhaupt niemandem etwas.
Ich möchte niemandem zu etwas zwingen, ich möchte, dass ihm auffällt, was er seiner Tochter gerade antut. Ich möchte ihm nichts Böses, er kann sich mir gegenüber verhalten, wie er möchte. Aber er lässt die Wut auf mich gerade an seiner Tochter aus und das sollte er bemerken.

Ganz abgesehen davon, dass eine neue Frau in seinem Leben ja auch eine Chance haben sollte, eine Beziehung zu dem Mädchen aufzubauen.
Dagegen sag ich ja nichts. Das kann doch auch parallel passieren. Kinder können viele Bezugspersonen haben. Aber eine neue kann eine bestehende nie ersetzen, sie kann nur zusätzlich hinzukommen.
 
  • #122
Deine berechtigte Sicht. Seine ist, dass Du ihn betrogen hast.
Aber selbst wenn ich ihn betrogen hätte, wäre es das einzig Vernünftige, mit mir zumindest darüber zu reden. Wir waren immerhin 7 Jahre zusammen! Er kann ja immerhin keinen hundertprozentig sicheren Beweis für meinen Betrug gesehen haben (dann wäre es vielleicht noch etwas anderes), da es einen solchen Beweis nicht geben kann, denn ich habe ihn nie betrogen, nicht mal im Ansatz, nicht einmal daran gedacht.

Eben nicht ganz. Ich hätte durchaus Rechte, da ich jahrelang mit dem Kind zusammen gelebt habe.

wenn der Vater gezwungen würde, das Kind einer Frau zu überlassen, von der er sich getrennt hat.
Es geht nicht ums "überlassen". Und ich möchte ihn ja gar nicht zwingen. Aber ich finde, seine Tochter verdient den Kontakt zu allen wichtigen Bezugspersonen und da bin ich einfach ein Teil von. Nochmal: Es geht hier nicht um mich oder unsere Beziehung oder um ihn oder um eine neue Partnerin. Es geht um eine 12-jährige, die gerade die Welt nicht versteht, weil ihr ihre "Mutter" entrissen wird.
 
  • #123
Aber selbst wenn ich ihn betrogen hätte, wäre es das einzig Vernünftige, mit mir zumindest darüber zu reden.
Ich frage mich gerade, etwas verunsichert, warum du das jetzt als 122. Beitrag erwähnst, da kommt ein Geschmäckle zu mir rüber! Für mich gäbe es nichts mehr zu reden, wenn ich betrogen worden bin, da bin ich ganz konsequent, ich lasse mir das einfach nicht bieten und Punkt.
 
  • #124
Ich möchte niemandem zu etwas zwingen, ich möchte, dass ihm auffällt, was er seiner Tochter gerade antut. Ich möchte ihm nichts Böses, er kann sich mir gegenüber verhalten, wie er möchte. Aber er lässt die Wut auf mich gerade an seiner Tochter aus und das sollte er bemerken.
Aus meiner Sicht kann eine vernünftige Regelung nur über ihn und mit seiner Zustimmung erfolgen. Was er ihr "antut", mag und kann ich von außen nicht beurteilen. Dass Du das so empfindest, ist völlig nachvollziehbar.
 
  • #125
Ich frage mich gerade, etwas verunsichert, warum du das jetzt als 122. Beitrag erwähnst, da kommt ein Geschmäckle zu mir rüber! Für mich gäbe es nichts mehr zu reden, wenn ich betrogen worden bin, da bin ich ganz konsequent, ich lasse mir das einfach nicht bieten und Punkt.
Ach, Inspi, bitte, komm von deinem Orbit runter und denk etwas nach, bevor du antwortest.. FS hat klar und deutlich gesagt, dass sie nicht fremdging. Und hier meinte sie lediglich , wenn sie hypothetisch fremdgegangen wäre, wäre es trotzdem angebracht, ein Gespräch mit ihr zu suchen und das Geschehen zu klären. DAS ist erwachsen. Die FS auf die Straße zu setzen, ihr das Gespräch zu verweigern und das alles aufgrund von irgendwelchen Gerüchten ist kindisch und einfach unreif, wenn nicht gerade bescheuert.
Was wäre, wenn morgen jemand zu dir kommt und sagt, deine Freundin ist fremdgegangen?? Trennst du dich auch kommentarlos von ihr und Punkt??
 
  • #126
Was wäre, wenn morgen jemand zu dir kommt und sagt, deine Freundin ist fremdgegangen?? Trennst du dich auch kommentarlos von ihr und Punkt??
Wissen wir sicher, ob der Mann hier das getan hat?

In einer ansonsten völlig intakten Beziehung fände ich dann sein Verhalten in der Tat äußerst merkwürdig. Die FS hat aber z. B. auch schon Differenzen über Erziehungsthemen angedeutet.

Vielleicht hat er das auch nur zum willkommenen Anlass genommen, eine aus seiner Sicht sowieso nicht mehr intakte Beziehung ohne weitere Diskussion zu beenden. Ist dann auch nicht die feine englische Art, aber es gibt schon auch Menschen, bei denen hat man dann einfach keine Lust mehr, seine Gründe (insgesamt) darzulegen, weil sie das nur zum Anlass nehmen, zu diskutieren, ob die Gründe (insgesamt) berechtigt sind. Irgendwie muss das Vertrauen in einer Beziehung doch schon vorher ziemlich grundlegend gestört sein, wenn der reine Verdacht eines Fremdgehens eine Trennung auslöst.
 
  • #127
Was wäre, wenn morgen jemand zu dir kommt und sagt, deine Freundin ist fremdgegangen?? Trennst du dich auch kommentarlos von ihr und Punkt??
Ich rede mit ihr und wenn es zutrifft, wünsche ich ihr für ihre Zukunft alles Gute, halt ohne mich!
Und hier meinte sie lediglich , wenn sie hypothetisch fremdgegangen wäre, wäre es trotzdem angebracht, ein Gespräch mit ihr zu suchen und das Geschehen zu klären.
Das kann man, muss man aber nicht!
Solche Aussagen sind sehr einseitig!
DAS ist erwachsen. Die FS auf die Straße zu setzen, ihr das Gespräch zu verweigern und das alles aufgrund von irgendwelchen Gerüchten ist kindisch und einfach unreif, wenn nicht gerade bescheuert.
Du kennst doch die andere Seite der Medaille von ihm gar nicht!
Bescheuert hin bescheuert her, er wird für sich garantiert seine Gründe haben, diese zu kennen, wäre sicherlich interessant und wichtig, ja schlimm, wenn man sie nicht erfährt! Jedoch muss ich mit dem leben, was ist!
 
  • #129
Und genau das ist der Punkt. Er hat nicht mit mir geredet. Selbst, wenn er sich sicher war, dass er die Beziehung auch aus anderen Gründen beenden möchte (@Lebens_Lust ), hätte er mir das zumindest in einem letzten Gespräch sagen können und mir seine Gründe nennen können.
Ich stimme da vollkommen zu. Von außen betrachtet kann man nicht beurteilen, warum er so extrem ablehnend reagiert. Für mich ist da irgendwo eine Informationslücke. Entweder der Mann ist wirklich so extrem oder es gab eben eine längere Entwicklung, an deren Ende er so reagiert.
Aus meiner Sicht ist es auch schade, wenn Du keinen Kontakt zur Tochter halten kannst, aber das geht eben nur über ihn.
 
  • #130
Vielleicht hat er das auch nur zum willkommenen Anlass genommen, eine aus seiner Sicht sowieso nicht mehr intakte Beziehung ohne weitere Diskussion zu beenden.
Das denke ich auch. Er ist ja sowieso etwas ... naja, nach dem, was er mit der Mutter des Kindes erleben musste, würde ich sagen, er hat vermutlich vieles nicht verarbeitet. Wenn er sich wirklich schuldig fühlt und das aber nie mal thematisiert, wie soll er sich dann je ganz öffnen können emotional. Vielleicht hat er die Beziehung auch irgendwann daher nur "fürs Kind" hingenommen, aber kam damit nicht klar, dass er "nun einfach eine neue Frau" in seinem Leben hat, als sei das Vergangene nicht geschehen.

hätte er mir das zumindest in einem letzten Gespräch sagen können und mir seine Gründe nennen können.
Das ist ja sowieso kein großer Redner über seine Gefühle gewesen, habe ich so als Eindruck bekommen von dem, was Du schriebst. Und ich denke, wenn es wirklich was mit seinen Schuldgefühlen zu tun hat wegen seiner ersten Frau, dann KANN er das gar nicht erklären. Er merkt nur, Du störst irgendwie, weil von ihm Gefühle erwartet werden.

Das ist natürlich nur Rumspekulieren, Du hast ja mit ihm gelebt und weißt, wie verschlossen oder offen er wirklich war. Vielleicht ist es auch wirklich was ganz anderes, Profanes, das in jeder Beziehung nach sieben Jahren auftritt. (Ist ja wohl so ein bewusster Zeitabschnitt.)

Ich finde es gut, dass das Mädchen weiß, dass Du sehr gern Kontakt mit ihm hättest. Denn vielleicht würde es sich sonst fragen, warum Du nicht ein bisschen mehr gekämpft hast, statt einfach mit "Der Vater sagt: nein? Na dann eben nicht, schönes Leben noch." verschwunden zu sein.

Ich drücke die Daumen, dass er noch zu sich kommt. Ich finde auch, dass Elternteile sich nicht wie die Kinder benehmen sollten, also von wegen Rücksichtnahme, weil man es noch nicht hinkriegt von den Emotionen her oder weil man so sauer ist. Klar wird es manches geben, das schlimm ist fürs Elternteil, dann noch zu sehen, wie das Kind den anderen liebt. Aber wenn es so läuft wie hier, dann sieht es mE ganz danach aus, als sei dem Vater völlig egal, was das Kind will hinsichtlich seiner "Ersatzmutter", weil er eigene Angelegenheiten wichtiger findet.
 
  • #131
hätte er mir das zumindest in einem letzten Gespräch sagen
Liebe Santra, das ist ja genau der wunde Punkt! Was ich immer wieder sage: Menschen allgemein und pauschal sind nicht aufrichtig, sind nicht authentisch, verfügen nicht über die nötigen "S" Werte, daher dieser komplizierte Eiertanz, auch ganz allgemein, also betrifft nicht nur dein Thema! Bei ganz wenig Einzelnen, mag das anders sein!
Lese hier im Forum, lese die Zeitung, schau TV, schaue dir das Umfeld an, dann bekommst du genügend Bestätigungen, was ich hier immer wieder sage!
VG IM
 
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