• #1

Warum ist meine Freundin in Anwesenheit ihrer Familie so komisch?

Hallo werte Mitglieder,

es klingt banal, aber es macht mich sehr traurig: Meine Freundin ist wie ausgewechselt sobald wir zu ihrer Familie gehen. Sie kann dann absolut keine Gefühle mehr zeigen. Es ist ihr dann nur noch wichtig was die anderen über sie denken.

Ein Beispiel um es zu verdeutlichen:
Ich war mit ihr ihr zuliebe 12h auf einer großen Familienfeier und als ich ihr schließlich mein Gefühl gestand, dass ich mich traurig fühle, sagte sie nur ich solle doch bitte leise sein, da die anderen uns hören könnten.

Als wäre es nicht schon schwer genug von dem Menschen den man liebt 12h lang kaum beachtet zu werden. Es ist jetzt nicht so, dass ich mich nicht alleine beschäftigen könnte, aber irgendwann ist auch mal gut.

Smalltalk mit ihr ist möglich, so als ob man das tun müsste. Diese emotionale Distanz macht mich jedes Mal aufs Neue traurig.
Reden mit ihr geht dann ja auch nicht...
 
  • #2
...sobald wir zu ihrer Familie gehen. Sie kann dann absolut keine Gefühle mehr zeigen. Es ist ihr dann nur noch wichtig was die anderen über sie denken.

Lieber FS,
was verstehst Du unter "Gefühle zeigen"?
Bist Du einer dieser Männer, die morgens in öffentlichen Verkehrsmitteln an ihrer Partnerin rumhantieren, als lägen sie mir ihr noch im Bett? D.h Du hast keinen Begriff davon, dass auch andere Menschen eine Intimsphäre haben und das nicht sehen wollen? Dann tut sie Recht dran, "keine Gefühle" zu zeigen, um so ein peinliches Verhalten auf einer großem Familienfeier abzublocken.

In dem Fall ist gut, dass ihr wichtig ist, was andere über sie denken, denn sowas ist rücksichtslos und auch peinlich wenn ihr älter als 12 seid. Wie lange es mit Dir hält kann niemand sagen, ihre Familie hat sie bis an ihr Lebensende. Da sind die Prioritäten klar.

Es kann aber auch sein, dass sie aus einer sehr kalten Familie stammt, in der Gefühle zeigen ein Anlass für Spott, Demütigungen und sonstige Verletzungen waren. Ihr wurde niemals ein liebevoller Umgang vorgelebt. Wenn sie mit ihrer Familie in Kontakt kommt, dann spaltet sie alle Gefühle ab, um sich zu schützen. Sowas lässt sich leicht feststellen, indem Du den Umgang in ihrer Familie beobachtest.
Indem Du irgendwelche Forderungen gegen sie stellst, bringst Du Stress in Eure Beziehung und gehst im Zweifelsfall als Verlierer vom Hof, weil sie an ihre Familie länger gewöhnt ist als an Dich, d.h. die Beziehung als unangenehm erlebt.
Die Frage ist also, ob wirklich die Welt untergeht, wenn sie bei einem Familienbesuch "keine Gefühle zeigt". Musst Du wissen, was Dir lieber ist: Dich mal zurücknehmen oder Beziehung riskieren.
Beim Zurücknehmen würde ich die Familienkontakte aber auch so gering wie möglich halten, d.h. wöchentliche Besuche kann sie mit Deiner Begleitung vergessen.

als ich ihr schließlich mein Gefühl gestand, dass ich mich traurig fühle
Wenn ein erwachsener Mensch so ein Fass wegen nichts aufmacht, würde ich an seiner Reife zweifeln und die Beziehung hätte einen ganz tiefen Riss.
Man soll auch an ihrer Reife zweifeln, weil sie von ihrer Familie nicht abgenabelt ist. Statt unsexy und bedürftig rumzunörgeln solltest Du ihr den Rücken stärken, wenn das Problem nur in ihrer Familie auftaucht
 
  • #3
Hallo. Nun wie lange seit ihr denn zusammen?
Ist sie nur so wenn ihr bei ihrer Familie seit oder auch unter Freunden, Öffentlichkeit? Wenn ihr alleine seit ist es anders?
Es kann sein dass sie Mühe Gefühle zu zeigen?
Sich evt. aus ihren eigenen Gründen schämt?
 
  • #4
Ist ihre Familie im Umgang miteinander eher distanziert oder wird überschwänglich emotional aufeinander reagiert? Wenn sie Gefühlsbekundungen innerhalb der Familie nicht gewohnt ist, wundert mich ihr Verhalten nicht.

Meine Familie wirkt dahingehend auch eher unterkühlt. Liebesbekundungen meiner Eltern in Anwesenheit von uns Kindern oder anderen Familienmitgliedern habe ich niemals vernommen. Entsprechend ging ich auch immer mit meinen Freundinnen im Beisein meiner Eltern um. Nicht abweisend, aber doch eine, meiner Erziehung nach angemessene, Distanz wahrend. Über mein Verhältnis oder meine Gefühle ggü. meinen Partnerinnen hat das allerdings wenig ausgesagt.

Das ist einfach ein Ergebnis meiner Erziehung. Mir wurde emotionale Zurückhaltung vor Dritten, und hier insb. der Familie, als manierlich vorgelebt.
 
  • #5
...sehr traurig: ...großen Familienfeier und als ich ihr schließlich mein Gefühl gestand, dass ich mich traurig fühle, ...jedes Mal aufs Neue traurig.
..

Jeder hier wird sich in unterschiedlichen Zusammenhängen und in unterschiedlichen Rollen verschieden verhalten. Bei Dir scheint "Trauer" ein Gefühl zu sein, das Dich sehr prägt. Warum man das bei einer großen Familienfeier diskutieren muss, erschließt sich mir nicht. Wenn Du Dich nicht wohlgefühlt hast auf der Familienfeier, vielleicht auch wegen der vielen unbekannten Menschen, ok. Das dann gleich ausführlich zu diskutieren, finde ich unpassend...
 
  • #6
Sie fällt in der Situation von Familientreffen in alte KIndheitsmuster zurück. Du siehst jetzt ein kleines Kind, verletzlich, vielleicht unbeachtet, das leise und unauffällig sein muß.
Wenn das für dich so schwer auszuhalten ist, machst du ihr noch weiteren Druck.
Unterstütze sie besser in dieser Situation, gib ihr die Kraft, die ihr dabei fehlt.
Gleichzeitig sollte ihr aber klar werden, daß sie daran arbeiten muß, sich auch dann als Erwachsene zu fühlen und authentisch zu bleiben, und nicht die Regression ins Kleinkindverhalten zulassen darf.
 
  • #7
So ist das un mal auf Familienfeiern. Dort zeigt man weder seine Gefühle (Knutschen und Fummeln in der Öffentlichkeit?), noch diskutiert man mit seinem Partner ausführlich das Gefühlsleben. Beides kann man tun, wenn man wieder zu Hause ist.

Auf der Familienfeier unterhält man sich mit den entfernten Verwandten, die man sonst nicht sieht, auch wenn das für den Partner langweilig ist.
Ich war mit ihr ihr zuliebe 12h auf einer großen Familienfeier und als ich ihr schließlich mein Gefühl gestand, dass ich mich traurig fühle, sagte sie nur ich solle doch bitte leise sein, da die anderen uns hören könnten.
Ich stell mir grad vor, ich bin auf der Hochzeit/ runden Geburtstag eines Verwandten eingeladen und mein Partner ruft laut durch den Saal "Ich bin sooo traurig". Da ist "Sei bitte leise" eine sehr höfliche Erwiderung.
 
  • #8
Lieber FS,
ist das (noch) die gleiche Freundin wie in deinem letzten Thread?
Auch da hat doch schon das Nähe-Distanz Thema zur Diskussion gestanden. Habt ihr denn für euer unterschiedliches Bedürfnis nach körperlicher Nähe inzwischen eine Lösung gefunden oder ist auch das noch eine offene Baustelle?

Sehe das so: Was Sexualität und körperliche Nähe angeht habt ihr unterschiedliche Bedürfnisse, was emotionale Nähe angeht offenbar auch.
In der Tat solltet ihr dringend darüber reden und Lösungen finden. Aber auch ich halte eine Familienfeier dafür absolut nicht geeignet.

Deine Beschreibung, dein Beispiel machen auf mich einen sehr verletzten, fast bedürftigen Eindruck. Sag mal warum hast du dich auf dieser Familienfeier nicht einfach "ohne sie" amüsiert? Dort waren sicher etliche andere Menschen außer deiner Freundin, mit denen du dich unterhalten und ,auf vielleicht sogar angenehme Art und Weise, dir die Zeit hättest vertreiben können.
Ob du da sitzt, Löcher in die Luft guckst und dich von ihr ignorieren lässt (um's überspitzt auszudrücken) oder ob du das ganze locker nimmst und dich amüsierst liegt doch allein in deiner Hand!!
 
  • #9
Lieber FS, es gibt so einige Fälle, in denen es besser ist, wenn Paare der Familie keine "Angriffsfläche" bieten, so blöd das auch klingen mag . Deine Partnerin schützt auf diese Weise möglicherweise eure Beziehung-nur eine Vermutung; doch es ist nicht selten, dass in Partnerschaften Probleme entstehen, weil im Hintergrund ein Vater oder eine Mutter eifersüchtig sind oder gerne manipulierend eingreifen (ich spreche aus Erfahrung).
Unterstelle nur nicht gleich, dass sich deine Partnerin von Dir abgrenzen will, sich nicht bekennen oder Ähnliches.
Von Deinen Gefühlen zu sprechen oder sie zu fragen, warum sie sich so anders verhält, das geht besser unter vier Augen; alles andere erzeugt zuviel Druck.
 
  • #10
Ich finde auch, dass man zu einem solchen Anlass nicht unbedingt händchenhaltend und liebesbekundend Auftreten muss. Ist ja nur mal ein Tag.

Wenn sie dich 12h lang ignorieren würde, könnte ich deine Beunruhigung darüber verstehen. Tut sie das denn? Ansonsten ist doch klar, dass sie zu Festivitäten eher Oberflächliches mit dir redet, sie hat dich doch sonst immer zum tiefgründigen Austausch.

Wie meinst du denn das mit dem "Gefühle zeigen"? Welche Gefühle soll sie denn zeigen auf einer Familienfeier? Soll sie in Anwesenheit ihrer Familie eure Beziehung auswerten und besprechen, oder was erwartest du denn genau von ihr?

Vielleicht ist es dir möglich, deine Erwartungen hier nochmal zu posten, oder nochmal zu präzisieren, was du genau meinst. Manchmal hilft ja schon das Niederschreiben, selber auf des Rätsels Lösung zu kommen...
 
  • #11
Sie wird sich nicht ändern, es liegt an dir, ganz schnell reif zu werden und es eben so zu akzeptieren. 12h kann man sich meinem Empfinden nach zusammenreißen, Familienbesuche sind ohnehin stressig genug, wenn du dann auch noch rumstresst, macht es die Sache nicht einfacher.

Als erwachsener Mensch muss man auch mal lernen, mit weniger Beachtung und Aufmerksamkeit umgehen zu können.
 
  • #12
Also zwischen klammern und ohne Geste ignoriert zu werden, dazwischen liegt einiges.

Und auch zwischen...andauernd schmusen und 0 Berührung oder 0 blicken.
Wie sieht es denn genau aus?


Bei ersten Begegnungen mit meinen Freunden oder Familie, lass ich einen neuen Partner nicht im Türrahmen alleine stehen.
Wobei ich weit davon weg bin, eine Knutschvorführung hinzulegen!
Schulterschluss...vorstellen...einbeziehen...Kleine Gesten!
Nur bei meinem Umfeld bleibt auch keiner lange alleine oder ignoriert.

Wie ist es denn allgemein auf den Familienfeiern?!
Alle liebevoll und herzlich?
Die Eltern lobend und stolz auf ihre Tochter?
Oder Eishaus? Beklemmend?

Vielleicht leidet sie selbst sehr unter ihrer Familie und springt in eine Rolle.

Auf der Feier würde ich das nicht ansprechen aber Zuhause schon.

Denn wer wie ein Pfannkuchen verkauft wird, wird wie einer gegessen!
Behandelt sie dich unwichtig, ist man es dann für die anderen auch.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #13
Ich verstehe nicht warum ihr nicht darüber reden könnt wenn ihr gerade nicht in ihrer Familie seit.
Vermutlich will sie weder knutschen noch anfassen, weil sie weiß, das du das forcieren würdest geht sie noch deutlicher auf Distanz
Ich finde du übertreibst total. Wenn sie dich trotzdem mitnimmt ist es doch ein gutes Zeichen. Es gibt Frauen / Männer die würden an ihrer Stelle dich erst gar nicht mitnehmen um eben diesen Diskussionen vor Ort aus dem Weg zu gehen.
Es ist doch einfach: du fragst sie warum das da so ist, sie erklärt sich und du akzeptierst das sie in ihrer Familie keine Berührung und Intimitäten will. Wo ist das Problem?
Mich würde es an ihrer Stelle traurig machen, dass mein Partner meine Gefühle in Frage stellt nur weil ich an bestimmten Events nicht das Pasrsein ausleben will.
 
  • #14
Mir fällt dazu auch als erstes der Begriff "Bedürftigkeit" ein. Ich hätte auch keine Lust, über die "Traurigkeit" meines Partners in Hörweite meiner Eltern zu sprechen. Das kann man dann abends auf dem Zimmer besprechen und dann eine konstruktive Lösung finden, wenn sie sich denn wirklich falsch verhalten haben sollte. Allgemein fällt mir auf (auch in Verbindung seines ersten Threads), dass du mehr Engagement an den Tag legst als sie. Und ehrlich gesagt habe ich gerade auch Mühe, dich als "männlich" wahrzunehmen, weil die fördernde, quengelnde, nölende Schiene sehr stark zum Tragen kommt. Man will als Frau keine Drama- Queen haben, sondern einen Menschen, der auch ohne ständige Zuwendung autark glücklich ist. Also ich zumindest.

Vielleicht schlägt sich das auch auf die Libido deiner Freundin nieder (1. Thread). Ich fände das nicht sooooo sexy.
 
  • #15
Ich habe in allen meinen Beziehungen solche Szenen erlebt.
Nach wenigen Wochen / Monaten sind sämtliche Männer in den Bettel- / Jammer- / Klammermodus gefallen und immer sind meine Beziehungen letztendlich daran gescheitert.
Weil ich die ständigen Vorwürfe und das schlechte Gewissen, dass mein Partner mir machte nicht mehr ertragen konnte.

Und immer war ich nach dem Ende der Beziehung vor allem erleichtert.

Willst du das ?

Nein ? Dann sage nicht, dass du traurig bist, weil sie dich nicht genug beachtet. Das ist so dermaßen abturnend !
Und sei auch nicht traurig, nicht nur nicht sagen.
Ich an deiner Stelle hätte meiner Freundin nach dem offiziellen Teil oder auch nach dem Essen gesagt, dass ich mich nun entschuldige und dann wäre ich nach Hause gegangen.
12 Stunden sind ja auch wirklich eine Zumutung.
Ich wäre ohne Vorwurf und miese Laune nach Hause gegangen.
Ich hätte ihr tief empfunden einen weiteren schönen Verlauf gewünscht.
Ich hätte mich gefreut, dass es was Leckeres zu essen gab und dass ich jetzt zuhause auf der Couch sitzen und lesen kann.


Übrigens habe ich, bis ich in diesem Forum regelmäßig mitlesen durfte, immer gedacht, dass Männer eben so seien.
Inzwischen weiß ich, dass mitnichten alle Männer stets im Jammertal wandeln.
Sehr angenehme Erkenntnis.

w 49
 
  • #16
Und auch zwischen...andauernd schmusen und 0 Berührung oder 0 blicken.
Wie sieht es denn genau aus?

0 Berührung, keine netten Blicke, die ganzen 12h nicht. Zu den Gästen allerdings schon. Es ist so beklemmend . Sie lässt sich von ihrer Familie unterbewusst komplett lenken. Sie spielt eine Rolle. Wir hatten beide keine schöne Kindheit...
Ich liebe sie über alles und es fällt mir schwer sie so zu sehen. Es geht mir primär nicht um mich!
Klar kann ich mich mit mir selbst beschäftigen und klar kann ich irgendwann einfach heimgehen, aber das verletzt sie sehr. Das habe ich schon versucht.


Sie fällt in der Situation von Familientreffen in alte KIndheitsmuster zurück. Du siehst jetzt ein kleines Kind, verletzlich, vielleicht unbeachtet, das leise und unauffällig sein muß.
Wenn das für dich so schwer auszuhalten ist, machst du ihr noch weiteren Druck.
Unterstütze sie besser in dieser Situation, gib ihr die Kraft, die ihr dabei fehlt.
Gleichzeitig sollte ihr aber klar werden, daß sie daran arbeiten muß, sich auch dann als Erwachsene zu fühlen und authentisch zu bleiben, und nicht die Regression ins Kleinkindverhalten zulassen darf.

Danke dir! :)
Ich wüsste bloß nicht wie ich ihr in solchen Situationen Kraft geben kann. Ich bin für sie ja emotional nicht existent, aber dennoch braucht sie meine körperliche Anwesenheit.
Es ist ein Dilemma...
 
  • #17
Es ist ihr doch ein Bedürfnis gewesen Dich bei dem Familienfest dabei haben zu wollen. Damit steht sie zu Dir und zeigt den Familienmitgliedern, dass Du der Mann an ihrer Seite bist. Das finde ich wichtig.

Den weiteren Verlauf auf dem Familientreffen und dass er nicht so ganz Deinen Erwartungen entsprochen hat mußt Du hinnehmen. Vorallem, wenn das der Zeitpunkt gewesen ist, wo Du die Familie das ersten Mal kennengelernt hast, da darfst Du nicht erwarten, daß Deine Freundin Dich VOR ihnen mit Zärtlichkeiten überschütten wird. Das geht man langsam und mit Bedacht an.

Versetze Dich doch mal in ihre Lage: Neuer Mann, neue Hoffnung, neues Glück und alle Augen auf Euch gerichtet. Irgendwie hätte ich da jetzt auch so meine Schwierigkeiten locker und entspannt zu sein.

Also, alles völlig "normal"...
 
  • #18
Nun, ich finde, dass es zwischen "die ganze Zeit turtelnd und händchenhaltend zusammenkleben" und "sich komplett ignorieren" eine ganze Bandbreite gibt.

Bei Familienfesten (oder auch anderen Anlässen) kenne ich es so, dass man den Partner, sofern er die anderen Gäste kaum kennt, ein wenig einführt, und sei es, dass man den Partner Leuten vorstellt, die ähnliche Interessen oder sonstige Gesprächsthemen erwarten lassen. So steht der Partner nicht ganz so verloren da, wenn er denn nicht von sich aus so leicht Kontakte knüpft.
Innerhalb der Familie habe ich es so erlebt, dass die auf den Partner (bzw. auf mich) zugehen und ihm / mir den Start etwas leichter machen.

Im beruflichen Umfeld haben wir uns dann gegenseitig etwas mehr "geholfen" beim Kontakte für Gespräche finden. So kenne ich das auch von befreundeten Paaren.
Allerdings sind wir alle so um die fünfzig und so geübt in gesellschaftlichen Anlässen, dass wir da auch alle allein zurechtkommen und das Gespräch mit dem Tischnachbarn selbst initiieren.

Zwölf Stunden allein rumstehen ist schon eigenartig, doch ein bisschen Eigeninitiative kann man da auch aktivieren.
Aus dem anderen Thread des FS habe ich aber den Eindruck, dass er mehr will als seine Freundin. Vielleicht liegt da schlicht ein unterschiedliches Nähebedürfnis quer.
 
  • #19
ch liebe sie über alles und es fällt mir schwer sie so zu sehen. Es geht mir primär nicht um mich!
Klar kann ich mich mit mir selbst beschäftigen und klar kann ich irgendwann einfach heimgehen, aber das verletzt sie sehr. Das habe ich schon versucht.

Jetzt komm doch mal endlich weg von Deiner Freundin, wenn Du dort zu Besuch bist !Du sollst weder nach Hause gehen und auch nicht Deiner Freundin "auf den Sack ".

Sie ist dort bei ihrer Familie und geniesst vielleicht auch ein bisschen diese Zeit. Das ist keine exlizite Paarzeit.

Warum drängst Du Dich ihr dort so auf? Klar könnt ihr auch auch mal ein Küsschen geben .

Ober schämt sie sich etwa für Dich, bist Du äußerdlich ein besonderer Typ Mensch?

Du sollst dort sehen, dass Du mit den Familienmitgliedern in Kontakt kommst, Dich mit Ihnen unterhälst , Dich mit Ihnen beschäftigst und ja, wenn mit denen denn überhaupt nicht funktioniert, Dich mit Dir selbst beschäftigen oder spazierengehen.

Wie abgedreht muss man sein, um sich mit niemanden unterhalten zu können?
 
  • #20
Wie abgedreht muss man sein, um sich mit niemanden unterhalten zu können?

Wo liest du denn das bitte raus! :D

Nicht von dir auf andere schließen (ich sage nur C.G.Jung - eigener Schatten und so) und jetzt wieder ganz ruhig atmen - ein und aus...

An den Rest: Danke euch, aber es ist anscheinend schwer zu beschreiben wie es sich verhält. Manche Menschen macht es halt einfach traurig den Partner leiden zu sehen. Spaß hat sie in jedem Fall nicht auf den Familienfeiern. Eher enormen Druck. Und das macht mich traurig. Nicht die 12h Nicht-Beachtung! Ich kann mich wie gesagt gut selbst beschäftigen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
In dem Fall ist gut, dass ihr wichtig ist, was andere über sie denken, denn sowas ist rücksichtslos und auch peinlich wenn ihr älter als 12 seid. Wie lange es mit Dir hält kann niemand sagen, ihre Familie hat sie bis an ihr Lebensende. Da sind die Prioritäten klar.
Liebe Vikky, ich finde schon das sie sich ätzend verhält. Was andere über sie denken ist eine Sache. Mir wäre es egal, denn ich verbiege mich nicht für andere. Nicht so. Und das tut sie. Sie scheint bei Ihrem Freund das Kätzchen sein zu dürfen und sobald die Familie in der Nähe ist, wird der FS aufs Gleis 2 abgestellt. Was ist das denn für eine Sitte? Wie würdest du dir denn vorkommen, wenn dein Partner sich so Gegensätzlich verhalten würde? Ich kwürde mir auch Ziemlich Blöd vorkommen. Soviel Selbstwert sollte schon sein.
m45
 
  • #22
Also, dem Partner gar keine Aufmerksamkeit geben, gleichzeitig wünschen, dass er dabei ist, ist schon schräg. Ich würde zur nächsten Feier erstmal nicht mitgehen.
 
  • #23
Ich habe den FS in seinen Threads anders verstanden!
Ich habe nicht den Eindruck, dass er wegen sich selbst traurig ist! Von wegen, er möchte mehr Aufmerksamkeit!
Sondern es macht ihn traurig zu sehen, wie sehr sich seine Freundin verbiegt für Ihre Familie!
Wir hatten hier schon einige Threads, wo Menschen seit Jahren um die Anerkennung in ihrer Familie kämpfen!
Bei meinem Exfreund war es ähnlich!
In der Tür war er weg, er sprach nicht mit mir und seine Familie übrigens auch nicht!
Eishaus!
Ich war nicht beleidigt, weil sich niemand interessierte aber verwirrt!
Wenn ich nach dem ich verlassen wurde, 4 Jahre später mit einem neuen Partner komme....Würden sich meine Menschen freuen für mich und herzlich sein.
Irgendwann kam ein Schwager zu mir und sagte: Es wird Jahre dauern bis man Dich wahrnehmen wird. Und ohne gemeinsame Kinder an der Seite von X wohl gar nicht!
Weil sie ihn als nur Ingenieur der FH auch nicht akzeptieren!
Während mein Partner einen Klimmzug nach dem anderen, vor seinen Leuten machte , fast nur ignoriert wurde, tat er mir unendlich leid!
Aber er hat auch in sich die gleichen Strukturen gehabt!
Als seine Kinder älter wurden konnte man es immer mehr sehen!
Und auch als Partnerin erlebte ich es immer häufiger!

Deine Freundin ist noch jung und könnte an sich arbeiten und lernen los zulassen!
Sie kann sich ganz bewußt für ein anderes Leben entscheiden!
Entscheidet sie sich innerlich und unbewusst für die Strategie, ohne Nähe tuts nicht weh....
Ist sie im Notfall für jemanden, der so wirkt wie Du, eine uneinnehmbare Burg!
 
  • #24
Manche Menschen macht es halt einfach traurig den Partner leiden zu sehen. Spaß hat sie in jedem Fall nicht auf den Familienfeiern. Eher enormen Druck. Und das macht mich traurig.

Schön und gut, fraglich für mich ist nur, ob Du diese Traurigkeit tatsächlich noch während der Familienfeier kommunizieren musst und das nicht bis danach warten kann.

Wenn ich als Freundin ohnehin schon unter großem Druck auf solch einer Feier wäre und mein Freund obendrein seine tiefe Traurigkeit zum Besten geben müsste, stünde ich wohl kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
 
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