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  • #61
Die Diskussion, um die "starke Frau" oder "die besser gestellte Frau" habe ich in meinem ganzen Leben nur in diesem Forum angetroffen. In meiner Firma arbeiten ca. 75% Frauen und ich hatte auch schon weibliche Chefs. Ich habe noch nie auf das Geschlecht geachtet, das ist mir völlig egal, wichtig ist, dass ich mit einem Menschen spreche, der kompetent ist und ein gesundes Selbstbewußtsein hat.
Die Bezeichnung "starker Mensch", soll doch eigentlich heißen "selbstbewußter Mensch". Ständig wird Selbstbewußtsein in unserem Land aber mit Dominanzgehabe verwechselt. Wie schon ein Gast schrieb: am Männerstammtisch ist das gut zu beobachten. Dem lautesten Brüllaffen wird das größte Selbstbewußtsein zugeschrieben und das erreicht er in dem er kategorisch andere - eigentlich Freunde - runterbügelt. Das soll Selbstbewußtsein sein ?
Ähnlicches gilt für die "starke Frau" - entweder sie erhöht sich oder der männliche Gegenpart erniedrigt sich, das sind für mich alles Menschen ohne Selbstbewußtsein, Selbstwergefühl und Selbstvertrauen. Wo soll ich hier Stärke sehen ?

Auch die Diskussion über Einkommensstrukturen ist nie reflektiert. Es heißt: "eine oder ein Partner, die/der mehr verdient." Ok aber was muss er dafür machen ? Ich habe meinen Traumjob gefunden, der im TvöD bezahlt wird. Nahezu jede Frau in der freien Wirtschaft und in vergleichbarer Position verdient mehr als ich. Ich hatte mal eine Partnerin, die hatte nicht studiert und verdiente mehr als ich. Ihr gefiel ihr Job, ich fand ihn todlangweilig. Aber wir hatten beide einen Job, der uns gefiel und nichts ist wichtiger als das. Geld muss stimmen aber man muss in keinen Bieterwettstreit mit seinem Partner eintreten. Ich habe den Gehaltsunterschied zwischen uns nie thematisiert, weil es mich nicht juckt - sie hatte es mir einmal am Rande erzählt, weil sie mit den Folgen einer Ehe zu kämpfen hatte. Wichtig ist, dass man glücklich ist in dem was man tut.

Neid, Statussymbole das sind alles Zeichen von mangelndem Selbstbewußtsein, da hat es ein Mensch im Leben nie geschafft, Kraft aus sich selbst zu schöpfen. Man braucht keinen Porsche, Yacht, Privatairbus um glücklich zu sein. Klar wäre es witzig aber was noch viel witziger wäre in Infrastrukturprojekte in der dritten Welt zu investieren und etwas für die Gesellschaft zu tun.

Lasst euch nicht ärgern, es gibt kein "Frau/Mann" es gibt nur Menschen. Eine Frau kann selbstbewußt und stark sein und trotzdem etwas schönes für Ihren Mann kochen, weil sie es einfach gerne macht. Ich habe viele Jahre für meine Frau gekocht, weil ich es gerne mache. Diese ganzen komischen Rollenbilder müssen raus aus den Köpfen.
Ich weiß au nicht, ihr macht mich fertig hier. :)
Gruß m31
 
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  • #62
Ich persönlich sehe mich nicht unbedingt als "starke Frau", da ich das im grundegenommen gar nicht sein möchte. Ich habe allerdings eine Art an mir, die mich Stärke, Coolness und Unnahbarkeit ausstrahlen lässt. Es ist nicht so, dass ich das gut finde, auf der anderen Seite, möchte ich natürlich auch keine Frau sein, die sich unterbuttern lässt, dies lasse ich als Extrem erstmal so stehen. Ich weiss, dass ich gut mit Worten umgehen kann, ich rede schnell, ich kann überzeugen, ich bin sarkastisch, ich habe Humor (den vielleicht nicht jeder hat), ich weiss was ich will. Aber all das sind ja keine schlechten Eigenschaften. Es ist vielleicht im ganzen meine Körperhaltung, meine Ausstrahlung, der Inhalt meines Gesagten, das Gewicht meiner Worte. ich weiss es nicht. In Gesprächen ausserhalb eines Business Kontextes bin ich ein lockerer, unkomplizierter mensch. Glaube ich zumindest. Es gab allerdings so einige Männer, die mir schnell gesagt haben, dass ich schon ganz schön cool bin, ober selbständig und unabhängig bin. Ja. schön. Es ist gut so zu sein, damit ich im schlechtesten Fall alleine durchs Leben gehen kann. Aber ich will doch gar nicht so sein. Ich bin alles andere als ein cooler mensch- in Sinne von kühl. Aber warum erscheine ich so? Ich kann es mir nur so erklären, dass ich durch diverse Erfahrungen (Partnerschaft, Freundschaft, Erziehung, Prägung, etc.) vermutlich unsicher geworden bin, mein Vertrauen erstmal gewonnen werden muss, und sich in Situationen, wo man sein Gefühl preisgeben muss, sich öffnen muss, ganz schnell eine Mauer aufzieht. Was ich damit sagen will ist folgendes: Es mag ja Frauen geben, die "stark" sein wollen, aber es gibt sicherlich auch viele Menschen, die durch Unsicherheit eine Mauer aufbauen und etwas projizieren was sie nicht sind. Das ist aber ein ganz anderes Thema. Und ein Gast sagt es eigentlich ganz gut. Der "starke" Mensch will selbständig sein und zieht eine Trennung vor, als sich auf etwas einzulassen, was sie nicht kennt und erstmal Angst davor hat. Und das man das eigentlich nicht will, ist ja einleuchtend. Das merken andere durch die Aura. Sowas will ich auch nicht und trotzdem soll "mein Mann" stark sein. w/ 36
 
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  • #63
Was soll man tun, wenn man Gefühle entwickelt hat - wir Männer haben doch auch Herzen und können uns verlieben - und die Frau plötzlich keine Lust mehr hat und weil sie stark ist, was immer sie unter "stark" versteht, bereit ist, getrennte Wege zu gehen. Am besten keine Beziehung eingehen. Warum sollte man sich etwas antun, was man so voraussehen kann.

Nunja, eine starke Frau (ich finde diese Bezeichnung extrem bescheuert, aber ich nenne es mal trotzdem so) trennt sich, wenn sie merkt, dass ihre Bedürfnisse in einer Beziehung keine Beachtung finden trotz mehrfachen Verständlichmachens. Oder wenn der Mann sich so verhält, dass sie es nicht hinnehmen kann (betrügen, nie was offenbaren von seinem Seelenleben etc.)

So, wie das da steht im Zitat, klingt es eher so wie "ich nehme mir eine schwache Frau, die sich niemals trennt und mir Sicherheit gibt, egal, was passiert. Wenn dann sage ich, wenn sich getrennt wird".

Mit einer starken Frau muss auch der Mann an der Beziehung und an sich arbeiten. Das ist natürlich unbequem für den "normalen" Mann, wenn ich den jetzt mal als im traditionellen Rollenbild verhaftet definiere. Er kommt nicht auf die Idee, irgendwas zu hinterfragen, was er geschlechtsgegeben kennengelernt hat (Mann macht Karriere, Mann bestimmt über das gemeinsame Leben, Mann bringt das Geld). Sowas langweilt eine "starke Frau", weil sie sich irgendwelchen Regeln unterordnen soll, die auch anders sein könnten, besser passend und das durchaus auch für den Mann, weil er dann weniger Stress hat, sein Rollenbild aufrecht erhalten zu müssen und dafür einen echten Selbstwert entwickeln kann.
 
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  • #64
Die Männer haben Angst, dass du ihnen über bist. Stärker als sie. DAs ist alles!
Starke Frau, dominant, ja gerne aber für die meinsten nur ein Wunsch bezogen auf den XXX.
W49
 
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  • #65
Was ich damit sagen will ist folgendes: Es mag ja Frauen geben, die "stark" sein wollen, aber es gibt sicherlich auch viele Menschen, die durch Unsicherheit eine Mauer aufbauen und etwas projizieren was sie nicht sind. Das ist aber ein ganz anderes Thema. w/ 36

Interessanter Erklärungsansatz, aber vollkommen unerheblich welcher es von beiden sein könnte - daran sollen jetzt Männer schuld sein weil sie angeblich Angst vor so einem Verhalten haben? Nein, solche Verhaltensweisen von Frauen wirken auf die meisten Männer einfach uninteressant und abtörnend.

Hier müssen Frauen an ihren Verhaltensweisen arbeiten anstatt die Ursache bei "Phantomkrankheiten" wie die angebliche Angst von Männern vor solchen Frauen zu suchen. Wer mit sich selber nicht im Reinen ist strahlt das auch mit einer gewissen Unsympathie aus.
 
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  • #66
Die Männer haben Angst, dass du ihnen über bist. Stärker als sie. DAs ist alles!
Starke Frau, dominant, ja gerne aber für die meinsten nur ein Wunsch bezogen auf den XXX.
W49

Es ist wahrlich sehr erhellend, was so alles an Vorurteilen kursiert.

Und das hat sein Gutes. Denn es macht einem erst bewusst, wie selten und wie wertvoll es ist, wenn man ein Exemplar des anderen Geschlechts erwischt (hat), das weniger vourteilsbeladen, manchmal frustriert, gelegentlich sogar verbittert dem jeweils anderen Geschlecht gegenüber steht.

Und es schult die Sinne.
So gesehen ist das Forum gerade dort besonders gut, wo sich die wahren Abgründe auftun.

M.
 
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  • #67
Meiner Meinung nach sind viele Frauen, die sich als stark bezeichnen oder sich zwanghaft so verhalten, mit etlichen Komplexen beladen. Und verwechseln Selbstbewußtsein mit egomanischem Gehabe. Alleine, welchen Unsinn Kampfemanzen von sich geben und wie sie alle argumentativ in Geißelhaft nehmen, um sich ihr Leben zurechtzubiegen, ist einfach peinlich. Wobei sich sicherlich kein Mann eine Frau ohne eigene Meinung wünscht - dieses militante Auftreten ist aber der Abtörner schlechthin. Oftmals geht das ja auch noch mit optischer Unweiblichkeit einher.
Das heißt, daß Selbstwertgefühl ist entgegen aller Behauptungen im Prinzip gleich null - "innenpolitische" Probleme werden durch "außenpolitische" Aggression kompensiert,
Wirklich selbstbewußte Frauen fallen nämlich gar nicht besonders auf. Solche Frauen ruhen in sich selbst und fühlen sich nicht wegen jedem Schmarrn angegriffen.
Bei Männern gibt es das umgekehrt natürlich auch - und das mögen Frauen genausowenig wie vice versa Männer bei Frauen. Ich meine, Egomanie ist wohl generell keine gute Ausgangsbasis für eine Beziehung.
Daß hier der Domina-Vergleich kommt, ist auch lächerlich. Das ist (bzw. sollte) eine sexuelle Spielart sein, nicht mehr und nicht weniger. Weder ist eine Domina (oder eine Frau, die derartige Phantasien hegt) in ihrem Privatleben ein Vampir, noch hat ein sub-Mann ein hirn und meinungsloser Depp. Es mag ja da auch eher krankhafte Beziehungen geben, nur die haben nichts mit BDSM zu tun, der beiden Partnern Spaß macht - da ist BDSM nur die Plattform, um diverse Defizite zu kompensieren. Und das ist ein entscheidender Unterschied.
 
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