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  • #61
Hallo

meine Schwester hat 5 Kinder, meine Cousine hat vier Kinder,
also finde ich es reicht, denn statistisch gesehen hätte ich
in meiner Familie also 2,5 in die Welt gesetzt.

Liebe FS, ich will ein freies unabhängiges Leben.
Ich will so leben wie ein Mann.
 
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  • #62
In der letzten Wohnung wohnten Mieter mit 2 Kinder über mir, die 5 jahre lang Tag und oft bis in die Nacht ihre Wohnung als Turnsaal benützten. getrampel getrampel usw usw. Was da alles geschah zwischen mir und diesen Mietern ist bei diesen Thema egal. Aber das reichte mir mit Kindern. Und deshalb will ich keine. Seitdem will ich nicht mal, dass Kinder in meine Nähe kommen. Und Bekannte oder Freunde die Kinder bekommen kenne ich ab den Zeitpunkt nicht mehr. Und eine Frau mit Kind als Partnerin ist absolut verboten für mich von mir.
 
  • #63
In der letzten Wohnung wohnten Mieter mit 2 Kinder über mir, die 5 jahre lang Tag und oft bis in die Nacht ihre Wohnung als Turnsaal benützten. getrampel getrampel usw usw. Was da alles geschah zwischen mir und diesen Mietern ist bei diesen Thema egal. Aber das reichte mir mit Kindern. Und deshalb will ich keine. Seitdem will ich nicht mal, dass Kinder in meine Nähe kommen. Und Bekannte oder Freunde die Kinder bekommen kenne ich ab den Zeitpunkt nicht mehr. Und eine Frau mit Kind als Partnerin ist absolut verboten für mich von mir.

Das wiederum würde mich gar nicht stören. Kindern das Spielen zu verleiden, das ist schlimm. Wenn meine Nachbarskinder mal Krach machen, so what? Ich möchte bestimmt nicht als Spielplatzvernichtender CDU-Rentner enden, der "endlich mal seine Ruhe haben will"...
 
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  • #64
Ich hatte keinen Kinderwunsch bis ich Anfang 30 war. Als ich plötzlich bemerkte, dass ich doch richtig gerne welche wollte hat es zunächst nicht geklappt. Diese Phase hat mich recht demütig werden lassen, mir wurde hautnah bewusst, dass man sein Leben leider nicht exakt per 'time schedule' planen kann und manche Wünsche für immer versagt bleiben...
Im Enddefekt bin ich mit 3 Kindern (heute 11, 9 und 5) gesegnet, ich musste beruflich nicht zurückstecken, meine Kleidergrösse schwankt nach wie vor zwischen 34/36, wir sind nicht geschieden und haben noch Sex. Ich bin ehrlich sehr-sehr dankbar, dass es geklappt hat und ich Mutter werden konnte.
Dabei baue ich weder auf eine Versorgung im Alter, noch auf die Multiplikation meiner Gene. Ich habe einfach Spass an meinem Leben und bin nach wie vor davon begeistert wie sehr man so ein kleines Wesen von der ersten Sekunde an lieben kann und wie spannend sich der gemeinsame Weg gestaltet!
Und wenn dieser Weg irgendwann vorbei ist, dramatisch abflacht, etc., wie blumig beschrieben, kann ich mir gut vorstellen, dass ich leiden werde wie ein (allein gelassener) Hund - aber niemand kann mir die einzigartigen, wunderschönen Momente der vergangenen Jahre wegnehmen. Vielleicht entwickeln wir uns aber auch zur Grossfamilie, die sich gegenseitig gerne besucht, zusammen verreist und Zeit miteinander verbringt bis zum letzten Stündlein? Who knows?
Für mich war und ist es das Risiko vom ersten Moment an wert!

LG, w 43
 
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  • #65
Als Frau ohne reiches Elternhaus im Rücken ist es in der heutigen Zeit ein viel zu großes Risiko, Kinder zu bekommen. Zusammen mit dem deutschen, antiquierten Mutterbild werden dann erstmal jahrelange Pausen und später maximal Teilzeitarbeit erwartet, sonst ist man ja gleich die böse Rabenmutter, deren Kinder später in der Psychiatrie landen werden, weil sie durch die schreckliche Fremdbetreuung in der Krippe alle schizophren und suizidgefährdet werden *ironie off*
 
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  • #66
Ich bin hatte nie einen Kinderwunsch, bin einfach nicht der Typ Mensch dafür. Ich denke, es bedarf keiner Erklärung, warum jemand keine Kinder will. Man will keine Kinder weil es halt einfach so ist. :)

w, 40
 
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  • #67
Ich habe mich nie gezielt GEGEN Kinder entscheiden. Bei mir gab es einfach NIE lukrative Beweggründe, um ein Kind zu zeugen. Bei mir entwickelte sich einfach nie der typische Mutterinstinkt. So als würde ein Gen fehlen. Auch in glücklichen Beziehungen war nie ein Kinderwunsch da. Ich habe nie daran gedacht und ich habe mir nie einen Tag mit Kindern ausgemalt. Ich hatte auch nie besondere Interesse oder Fähigkeiten für soziale Berufe, in den es um Pflege, Fürsorge oder Erziehung ging.

Das heißt ja nicht, dass ich als Frau desinteressiert oder ein schlechterer Mensch wäre! Ich habe sehr viele "Babys" an denen ich bastele. Meine Hobbys, mein Job, mein Engagement für Tiere und Umwelt, meine Haus, Garten, Kultur. Ich bin superglücklich und habe ein Fülle von Geschenken in meinem Leben wofür ich dankbar bin, und ein Kind könnte das alles für mich gar nicht ersetzen.

Aus meinen Augen sind eher Leute mit Kinderwunsch komisch. Und sie sind gewiss keine besseren Menschen! Sie wollen meist nur Kinder und dann nichts mehr... für sie ist das Leben hohl ohne Kinder. Das finde ich schräg. Was will man denn mit Kindern den lieben langen Tag anstellen? Die meisten Kindern sind froh, wenn sie weg von den Eltern rennen können. Und Eltern wollen nur klammern und umsorgen. Und ich bin eher der freiheitsliebende Mensch. Ich würde nie jemanden an mich kletten wollen, weder Mann noch Kind.
Ich denke, Frauen die Kinder wollen, können und wollen nicht alleine sein. Sie brauchen Abhängigkeit und das ist etwas was ich absolut verabscheue. Mein Motto und meine Überzeugung ist, sich möglichst unabhängig durchs Leben zu bewegen, nur dann wird man glücklich.



w
 
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  • #68
Ich denke, die Frage bzw. Antwort auf einen Kinderwunsch ist ebenso individuell wie die nach der eigenen Einstellung zu z.B. Religion.

Und die Frage nach "dem Sinn des Lebens" ist so alt wie die Menschheit.
Ich sehe den Sinn meines Lebens nicht darin, mich zu reproduzieren und ein nachhaltiges Denkmal zu statuieren.
Mein Sinn ist es, Gutes zu tun und meine Zeit auf der Welt so angenehm wie möglich zu gestalten - also purer Egoismus. Da steh ich auch zu.
Ich bin froh, im Hier und Heute zu leben, wenn ich mir die uns bekannten Epochen der Menschheit anschaue, hat es mich gut getroffen (ich hungere nicht in Afrika, muss nicht als Trümmerfrau Wiederaufbau leisten und lande wegen meiner roten Haare auch nicht auf dem Scheiterhaufen).

Die Menschheit ist so bekloppt, dass sie sich irgendwann selbst zerstören wird. Vielleicht dauert es noch 200 Jahre, vielleicht noch 2000. Ich sehe uns als ein winzig kleiner Teil eines Großen Ganzen - genau genommen nehme ich uns nicht so wichtig, als dass ich es unbedingt fortführen will.
 
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  • #69
Man könnte in der Tat viele Gründe aufzählen. Das Wichtigste aber nicht zu vergessen: Ein Kind bedeutet immer noch Verantwortung, meist ein Leben lang oder heutzutage schon mindestens gut 30 Jahre, nicht mehr so wie früher 16 Jahre. Und dieser Verantwortung sind viele psychisch nicht mehr gewachsen. In einer Zeit wie dieser, wo die Leute nicht mal eine feste Partnerschaft mehr zustande bekomme, muss man gar nicht erst über Kinder diskutieren.

Die Leute bekommen ihr eigenes Leben nicht mehr auf die Reihe, werden immer spätreifer und müssen erst mal wieder ein gut laufendes System in ihr Leben bekommen. D.h. Ausbildung und Studium das entsprechend Geld zum Leben abwirft, so dass man auch einer Familie etwas bieten kann. Immer nur am Existenzminium zu Leben, bringt es ja auch nicht. Und wieder das Anstreben einer früheren Abnabelung von Zuhause. Wir sind selber schuld, wenn wir unsere Kinder mit 35 noch daheim sitzen lassen und diese einfach nicht flügge werden, oder als alte Junggesellen enden. Wir haben selbst mit unserer Erziehung dafür gesorgt, dass es heute so katastrophal aussieht.

Es wäre verantwortungslos lapidar heute Kinder in die Welt zu setzen ohne nachzudenken! Unseren Kindern wird es später mal noch schlechter ergehen als uns. Liebe und Treue sind verwelkt und haben keinen großartigen Wert mehr, Renten sind abgeschafft, das Leben findet über das Internet statt, ein soziales Leben draußen gibt es für viele von uns schon lange nicht mehr. Diskos sind "out". Cool ist, wer sich abschottet und Einzelgänger bleibt. Was um Gottes Willen, sollten unsere Nachfahren von uns noch lernen? Wie man sich aus Tuben ernährt, damit man bloß nicht vor die Türe gehen muss?
 
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  • #70
Gerade ein kleines Mädchen fände ich schon ganz nett, zum hübsch anziehen und so. Außerdem könnte ich der Kleinen dann meine ganzen Kleider und Handtaschen vererben.
Aber das wars dann auch schon mit meiner Kinderbegeisterung, dshalb ist es wohl besser, ich bekomme keine.
 
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  • #71
Meine Beweggründe sind eigentlich ganz einfach wie auch traurig: Ich wurde lange Zeit daheim ummuttert. Bin sozusagen ein hausgemachter Spätzünder, Dank meiner Mutter. Ich wohne auch noch daheim mit über 30, zwar in einem eigenen Appartment, aber eher weil ich ein Haus vererbt bekomme und daher gezwungen bin zu bleiben, bis meine Eltern tot sind.
Ich empfinde das als keine Basis für ein Kind.

Ich konnte mich noch nie richtig ausleben in meinem Leben, oder was von der Welt sehen. Ich möchte erstmal paar Jahre alleine wohnen, auf mich alleine gestellt sein, mich vor allem ausleben, meine Ruhe haben, die Welt bereisen, erholen können vom Familienstress daheim, zu mir selber finden, bevor ich mich gleich in die nächste Abhängigkeit wie Kinder stürze oder mit einem Mann zusammenleben kann. Finde das auch normal, dass man erstmal schaut, auf eigenen Beinen zu stehen, eine Basis schafft, bevor man sich in die nächste Abhängigkeit stürzt, die dann nicht mehr so schnell auflösbar ist.
Vor allem da ich ein Mensch mit großem Freiheitsbedürfnis bin. Ich hasse es, mich schon wieder einschränken zu müssen.

Sogesehen war ich nie für Familienleben zu begeistern, weil ich gezwungen war, das mein Leben lang genug zu dulden und zu ertragen.

Ich habe in meinem Leben nie wirklich großartige Eigenständigkeit erleben dürften. Nur fühle ich mich dann später auch zu alt für Kinder. Ich möchte mit über 40 dann auch keine Kinder mehr in die Welt setzen. Empfinde ich einfach zu alt und psychisch zu belastend. Andere Frauen gehen in dem Alter wieder in Diskos, wenn die Kinder groß sind.. Ich möchte da später nicht daheim sitzen und mit Kindergroßziehen anfangen. Das wäre eine Zumutung.

Mit über 30 empfinde ich das schon zu alt. Ich habe auch nicht mehr die psychische Geduld für Kinder. Ich war zudem 10 Jahre depressiv.
Außerdem möchte ich erstmal eine anständige Partnerschaft haben (hatte ich auch noch nie) bzw. von Seiten des Mannes immer nur was Lockeres, Unverbindliches. Das ist doch keine Basis für ein Kinder. Ich möchte meinen Kindern eine psychisch gesunde unabhängige Mutter bieten können und einen verantwortungsbewussten Vater. Und beides steht momentan nicht im Raum. Und die nächsten Jahre auch nicht. Ich setzte ja schließlich nicht innerhalb paar Monaten mit dem ersten Halodri Kinder in die Welt.

Ich habe kein Problem damit alleine zu sein. Ich habe meinen Job, den ich auch noch bis über meine Rente ausführen kann, Hobbys, Haustiere, Bekanntschaften, Freunde. Das reicht. Ach ja, auch noch eine nervige Familie daheim. Mehr kann ich echt nicht stämmen.

w30+
 
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