• #61
Da kann ich im VG auch nicht auf die Frage, warum ich beim letzten AG gekündigt wurde, antworten, er wäre ja zu neugierig.

Nein. Dem neuen Arbeitgeber tischt du im Bewerbungsgespräch zu 99 % eine Lüge auf, warum das alte Arbeitsverhältnis beendet wurde. Du sagst garantiert nicht, dass dein Chef ein A* war, du hoffnungslos überfordert warst oder andere negative Dinge vorgefallen sind. Selbst wenn du nur nicht mehr zufrieden warst, wirst du dich mit Äußerungen dazu bedeckt halten, denn das könnte dir negativ ausgelegt werden.

Was bringt es dir, wenn dein potentieller Partner Lügen auftischt?
Sagen wir mal, er ist tatsächlich in einer früheren Beziehung fremdgegangen und die Ex beendete deswegen die Beziehung. Bei dir will er sich aber ändern und tut es tatsächlich. Aus irgendeinem Grund kommt nach 3 Jahren Beziehung raus, dass er dich damals belogen hat. Trennst du dich dann obwohl bei euch alles gut läuft?
 
  • #62
Was bringt es dir, wenn dein potentieller Partner Lügen auftischt?
Sagen wir mal, er ist tatsächlich in einer früheren Beziehung fremdgegangen und die Ex beendete deswegen die Beziehung. Bei dir will er sich aber ändern und tut es tatsächlich. Aus irgendeinem Grund kommt nach 3 Jahren Beziehung raus, dass er dich damals belogen hat. Trennst du dich dann obwohl bei euch alles gut läuft?
Es geht nicht darum, dass jemand fremdgeht, sondern um den Umgang darüber. Wenn ein Neverever über sein Fremdgehen erzählt, dann wird er kaum verlassen, weil er sich authentisch verhält, indem er entweder ehrlich zugibt, dass er fremdging und fand das mega blöd von sich oder er sagt, dass da Sachen gelaufen sind, auf die er nicht stolz ist und noch nicht bereit ist darüber zu reden. Wenn dann die Dame mit ihm deswegen Schluss macht, dann passt sie nicht zu ihm, weil sie kategorisch, intolerant und keinen Raum für Fehler des anderen hat, da muss man Gefahr laufen, wegen kleinstem Vergehen abgeschossen zu werden.
Wenn jemand genervt reagiert "was stellst du für blöde Fragen", auch wenn es charmant verpackt ist, dann schaue ich erst recht genauer hin, weil solche Menschen oft Schuldumkehr betreiben, manipulieren und keine Verantwortung für eigenes Verhalten übernehmen. Es ist nicht nur auf Bezug von Exen, sondern oft auch allgemein Charakterzüge, die andere Lebensbereiche betrifft, wo er mauert oder sich um klare Antworten drückt. Klar gibt es Frauen, oder auch Männer, die dann tatsächlich anfangen, rumzubohren bis ins kleinste Detail, aber warum bleibt man dann bei solchen Menschen?
Wenn jemand fragt, warum ich getrennt bin, dann sage ich wahrheitsgemäß, es lag am Alkohol meines Exes. Wenn das Thema näher beleuchtet wird, dann sage ich auch wahrheitsgemäß, dass ich auch kein Unschuldsengel war und meinen Senf zu Trennung beigetragen habe. Ich habe daraus gelernt und hoffe, es in nächster Beziehung besser zu machen. Ich schäme mich dafür nicht und kann normal erzählen.
 
  • #63
Ich kann auch aus Erfahrung sprechen, mein Ex, oder besser Bekanntschaft mit einer zweijährigen Kennenlernphase;-), hat mir viel Interpretationsfreiheit gegeben mit seinen Andeutungen über die Vergangenheit, zu spät hab ich erkannt, dass er einfach mit Anfang 40 eine Langzeitbeziehung hatte danach aber nie mehr was Festes eingegangen ist, jahrelang, wie lang? Tja weiß ich bis heute nicht.

Ich denke wenn ein Mann wirklich interessiert ist an einer langfristig, ernsthaften monogamen Beziehung, die Frau seine Traumfrau ist, dann nimmt er die Frau und ihre Fragen und Anliegen auch ernst und fühlt sich nicht unter Druck gesetzt, sondern versucht alle Bedenken aus der Welt zu schaffen um sie GLÜCKLICH zu sehen.

FS, ich weiß nicht ob du es schaffst aber vielleicht solltest du in der Beziehung mehr an dich denken und vielleicht ihn mehr kommen lassen, also symbolisch gemein 😇 hihi, nein ganz im Ernst mehr Abstand, du bist die Königin, vielleicht nicht für ihn, vielleicht aber doch (und er weiß es bloss noch nicht oder aber du gibst ihm nicht den Raum es dir zu zeigen) - aber jedenfalls für jemanden anderen bestimmt, für den solltest du dann frei sein:)
 
  • #64
Oft ist es leider, dass viele noch Kontakt zur Ex haben. Also sowohl Männer als auch Frauen. Wenn er wirklich keinen Kontakt mehr haben sollte spricht doch nichts dagegen. Ich persönlich spreche auch nicht gerne über meine Ex. Das hat allerdings andere Gründe. Trotzdem habe ich meiner Frau alles erzählt. Ich habe und hatte noch nie Kontakt zu Ex Freundinnen.
 
  • #65
Ich denke wenn ein Mann wirklich interessiert ist an einer langfristig, ernsthaften monogamen Beziehung, die Frau seine Traumfrau ist, dann nimmt er die Frau und ihre Fragen und Anliegen auch ernst und fühlt sich nicht unter Druck gesetzt, sondern versucht alle Bedenken aus der Welt zu schaffen um sie GLÜCKLICH zu sehen.
Ich denke, die gerne von weiblicher Seite genommene Verknüpfung von allem möglichen mit "sonst ist er nicht an einer langfristigen usw. Beziehung interessiert und ich bin nicht seine Traumfrau" ist wenig hilfreich. Und auch wenn Du es nicht glaubst, mein alleiniger Lebenszweck besteht nicht darin, irgendeine Frau "glücklich zu machen", die das ohne mich nicht hinbekommen würde. Mein Lebenszweck ist dann eher, solchen Zecken auszuweichen.

In einer Beziehung übst Du so ohne Not immensen Druck aus und hast eine Erwartungshaltung, die eigentlich eine glückliche Beziehung dann eher verhindert als ermöglicht, denn mindestens für mich hat das auch etwas mit "Unbeschwertheit" und "Freiwilligkeit" zu tun.

Mag aber sein, dass andere Männer toll finden, wenn Frauen solche Erwartungen an sie haben...

Natürlich nehme ich meine Partnerin ernst. Aber mich selbst und mein Wohlbefinden eben auch und das steht letztlich sogar über dem der Partnerin, auch wenn ich das natürlich einer Partnerin nie sagen würde.
 
  • #66
Ich denke wenn ein Mann wirklich interessiert ist an einer langfristig, ernsthaften monogamen Beziehung, die Frau seine Traumfrau ist, dann nimmt er die Frau und ihre Fragen und Anliegen auch ernst und fühlt sich nicht unter Druck gesetzt, sondern versucht alle Bedenken aus der Welt zu schaffen um sie GLÜCKLICH zu sehen.
Ich denke, dass wenn ich als Partnerin ernsthaft an einer längerfristigen Partnerschaft auf Augenhöhe interessiert bin, dann nehme ich nicht nur mich ernst, sondern auch meinen Partner.
Mit seinen Bedürfnissen, Wünschen, und vor allem Grenzen. Respekt, Wertschätzung und Raum lassen.
Ich möchte uns beide glücklich miteinander sehen - und ich möchte keinen Mann, der NUR danach schaut, was MICH glücklich macht. Wo ist dann der Mann, den ich als Mensch liebe? Ich möchte, dass er dafür sorgt, dass er glücklich ist, ich schaue nach mir, ggf. reden wir.
Forderungen mit dem Ton, wenn Du noch wirklich lieben würdest, dann... Sind das Aus für eine stimmige Partnerschaft.

Und es gibt für jeden Menschen Grenzen, auch in den was man aus Liebe tun würde - zumindest wenn man sich selbst liebt.
Man muss auch mit seinen Grenzen zusammen passen.

W, 51
 
  • #67
Ich denke, die gerne von weiblicher Seite genommene Verknüpfung von allem möglichen mit "sonst ist er nicht an einer langfristigen usw. Beziehung interessiert und ich bin nicht seine Traumfrau" ist wenig hilfreich. Und auch wenn Du es nicht glaubst, mein alleiniger Lebenszweck besteht nicht darin, irgendeine Frau "glücklich zu machen", die das ohne mich nicht hinbekommen würde. Mein Lebenszweck ist dann eher, solchen Zecken auszuweichen.
Ich glaube, das hat @MoonRiver so gar nicht gemeint, dass sich der Mann allgemein zu einem Hampelmann für die strahlenden Augen einer Frau macht. Darum geht es doch im Thread auch thematisch gar nicht.

Für mich ist es eher das allgemeine Thema, ob man auf den anderen, so weit man kann, zugeht, weil man ja nun auch nicht will, dass er sich abwendet, und dass man nicht auch noch distanzherstellende Dinge tut. Ist doch immer so, wenn man Interesse an jemandem hat, egal, ob nun beziehungsmäßig, freundschaftsmäßig oder geschäftsmäßig - man gibt sich Mühe, dass der andere Vertrauen haben kann. (Die, die vorsätzlich besch. wollen, mal ausgenommen.)

Wie man das nun einordnet, was der Mann sagte, bleibt jedem überlassen. Ich finde es zumindest nicht nett, wie er reagiert. Muss ja gar nichts groß erzählen über seine Exbeziehung.

Vielleicht ist ansonsten ja alles top zwischen ihr und dem Mann, so dass sie diese Sache so einordnen kann, dass sie das nicht misstrauisch macht und dass sie die Neugierdebemerkung nicht kränkt. Wird sie vielleicht auch früh genug noch erfahren, ob er, wenn sie fester zusammen sind, doch von der Ex rumschwärmt oder sie in die Hölle wünscht und nicht loslassen kann. Hauptsache, sie wohnen dann noch nicht zusammen, würde ich sagen.
 
  • #68
Es sagt m.E. doch einiges über den Mann aus, ob er lange oder kurze Bez. hatte. Wenn er immer nur kurze Bez. hatte, gehe ich davon aus, dass er vorher nicht gut selektiert hat oder nicht gut alleine leben kann oder nicht bereit ist, an einer Bez. zu arbeiten, sondern sie lieber beendet.

Wenn er z.B. seine Ex betrogen hat, könnte es bedeuten, dass er sich mit einer Frau nicht zufrieden gibt, eventuelle Beziehungsprobleme so löst etc.

Klar können sich Menschen ändern, aber wie wahrscheinlich ist das?!



Kinder hat er nicht. Nein, ich weiß nur, dass es eine Ex gab, die nach eigener Aussage „komisch“ gewesen ist. Ich möchte auch nicht weiter rumnerven.
Na und dann gibt er dir die Auskunft „ich hatte sowohl kurze, als auch lange Beziehungen“. Und nun?
Für meinen weiblichen Geschmack willst du hier einfach zu viele irrationale Rückschlüsse aus Sachverhalten ziehen, die in keinerlei logischem Zusammenhang stehen.

Außerdem hat er dir alles gesagt, was er zu diesem Thema für erwähnenswert hält: nämlich, dass du ihm zu neugierig bist (und damit hat er auch recht) und hat sogar ein wenig eingelenkt, in dem er die Info gestreut hat, dass er seine Ex sowieso für komisch hält.
Das muss doch nun wirklich reichen?!

Alles andere kannst du doch selbst herausfinden, es zeigt sich doch im Umgang mit dir, ob er mit DIR beziehungsfähig ist. Was nützt es dir, zu wissen, dass er vorher 20 Jahre verheiratet war, wenn er dann mit dir trotzdem nur kurz den sexuellen Notstand befriedigen will? Deine angeblichen Rückschlüsse sind irrationaler Humbug, geboren aus einer ständigen Angst, verarscht zu werden und dem daraus erwachsenen Glauben, man könne sich davor schützen, in dem man möglichst viel über das Vorleben des anderen weiß.

Wie wahrscheinlich es ist, dass sich Menschen verändern können? Na, das weißt du wohl! Da draußen gibt es viele Dinge! Menschen reifen, Menschen passen nicht zueinander, zu anderen aber schon, Menschen erleiden in ihrem Leben Schicksalsschläge, die sie zum Umdenken zwingen, manche ändern sich tatsächlich nie, weil sie ein Lebensprinzip entwickelt haben oder Suchterkrankungen oder was auch immer, eins ist Fakt: es gibt nichts menschliches, was es nicht gibt, und die Wahrscheinlichkeit ist nicht einmal sehr gering.

Und ja, liebe @void, der Mann blockt ab. Hätt ich auch gemacht. Vor allem - ganz im Dinne von @Lionne69, wenn jemand nach ein paar Dates glaubt, ein Anrecht auf Informationen aus meinem Leben zu haben, die ich eventuell sowieso später von selbst erzählt hätte, aber zu dem Zeitpunkt einfach noch zu früh finde und wenn der Gegenüber bohrt, hätt ich gleich dichtgemacht. Je nerviger jemand bettelt (auf welche Art auch immer, desto sturer kann ich da sein). Allerdings hätte ich einen solchen Datepartner dann auch nicht wiedergetroffen, weil er mir zu übergriffig und fordernd wär.
 
  • #69
wenn jemand nach ein paar Dates glaubt, ein Anrecht auf Informationen aus meinem Leben zu haben,
Wieso Anrecht? Die FS hat ihm doch nicht die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: Entweder ich erfahre es jetzt oder es ist Schluss.
Sie fragt hier, was es zu bedeuten haben kann, wenn einer in zehn Monaten und nach Zusammenziehplänen die Antwort "du bist aber neugierig" gibt, wenn man ihn was fragt, das durchaus für jemanden wichtig sein kann. Am Ende, wenn sie zusammengezogen sind und sie dann irgendwas rausfindet, das die Beziehung stört wegen seiner Haltung zu seiner Ex, und sie hier einen Thread erstellt, kommt garantiert: Wieso hast du nicht mal nach der Ex gefragt, warum bist du mit ihm zusammengezogen, wenn er so ein Geheimnis aus der Ex macht. Es muss dir doch klar sein, dass jemand, der seine Exbeziehung verarbeitet hat, auch frei drüber redet und nicht so eine Antwort gibt.

Je nerviger jemand bettelt (auf welche Art auch immer, desto sturer kann ich da sein).
Bei mir ist das unabhängig davon, wie nervig einer bohrt. Meine Gründe, was nicht zu erzählen, wären dann wirkliche Schmerzen bei dem Thema, über das ich erzählen soll (was natürlich doof wäre, wenn es der Ex wäre, aber da habe ich kein Problem). Ich seh mich nicht im Kampf mit dem Mann, dass ich gerade was nicht mache, nur weil er es will, ich versuche eher, Harmonie zu haben mit ihm und würde alles beantworten wollen, was geht.
Ich finde es auch nicht nervig gebettelt bei drei Frageversuchen in 10 Monaten, wo sie sich sonst nach ihrer Aussage alles erzählen.

Wie dem auch sei, es ist ja ein Störpunkt. Entweder für ihn, weil er sie so nervig findet wie Du, oder für sie, weil sie wegen seiner Abwehr misstrauisch ist, wie ich auch wäre. Müsste noch nichts heißen, wenn der Rest wirklich stimmig ist und das "du bist neugierig" nicht so rüberkam, wie ich es gerade finde. Diese Antwort ist für mich auch noch was anderes, als nicht über die Ex reden zu wollen. Zwei Probleme ^^
 
  • #70
Grundsätzlich gehört ein gewisses Maß an Aufgeschlossenheit zu einem vernünftigen Kennenlernen dazu. Wenn sich mir eine Person nicht öffnen kann, dann sind wir nicht richtig füreinander. Das würde für mich bedeuten, dass ich scheinbar der anderen Person nicht die Vertrautheit und Sicherheit gebe, um sich fallen zu lassen oder dass der andere soetwas nicht zulassen kann. Beides macht wenig Sinn.
In diesem Fall geht es ja nicht einmal um tiefgreifende Erlebnisse sondern um grobe Fakten . Man muss ja nicht über alles offen und ausführlich reden, aber ich finde es ebenso merkwürdig, wie der Mann reagiert. Grundsätzlich finde ich es schon wichtig zu wissen, wie lang beispielsweise die letzte Beziehung her ist. Analyse hin oder her, Grundlage unserer Entscheidungen sind weitestgehend Ehrfahrungswerte, selbst unser Bauchgefühl fußt darauf.
Ich bin durchaus bei Lionne, dass Menschen sich verändern und das Hier und Jetzt das wichtigste Parameter ist, ich fände es allerdings töricht, das Vergangene auszublenden. Vieles, was wir tun bzw wie wir es tun liegt in unseren frühesten Erlebnissen begründet.

Es ist natürlich legitim, über etwas nicht reden zu wollen. Manches braucht viel Zeit, manches wurde vergraben, darüber sollte man nicht urteilen. In diesem Fall scheint es tatsächlich zuviel verlangt zu sein, nach Exbeziehungen zu fragen. Es scheint jedoch auch zuviel verlangt zu sein von der FS, das einfach hinzunehmen. Da prallen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Liebe FS, du wirst das nicht ändern können. Schau einfach, was die Konsequenz daraus für dich ist.
 
  • #71
...es zeigt sich doch im Umgang mit dir, ob er mit DIR beziehungsfähig ist.
Ein sehr wichtiger Aspekt. Frauen, die eine lange Beziehung mit einem Mann hinter sich haben, der sie schlecht behandelt, Männer die aus Bequemlichkeit lange in einer Beziehung bleiben, die längst tot ist, Paare, die nur wegen der Kinder zusammenbleiben oder wegen der Finanzen oder der Immobilie, allgemeiner die mit einem klammernden Beziehungsverhalten, sind aus meiner Sicht nicht beziehungsfähig.
Anders herum, wenn eine Frau drei Kurzbeziehungen hinter sich hat, in denen sie nach zwei Monaten gemerkt hat, dass es nicht passt und sie dann lieber alleine bleibt, muss nicht beziehungsunfähig sein.

Dazu kommt, dass man doch zu dem Thema sowieso nur Geschichten erzählt bekommt, die das Erleben einer Person wiedergeben, aber nicht die Realität. Weiter sind es immer zwei Menschen, die da hineinspielen.
Erzählungen mögen Anhaltspunkte liefern, aber, wie Du schon schreibst, viel entscheidender ist die konkrete Situation mit Dir.

Ich hatte in den letzten 30 Jahren drei längere Beziehungen über 5 Jahre, eine nach zwei Jahren gescheiterte mit Heirat, einzelne kürzere Anbahnungen und eine Reihe von Techtelmechteln.
Was würde die FS mit dieser Aussage machen? Und wenn sie etwas mit der Aussage machen möchte, dann natürlich gleich am Anfang. Hier kann das nur bedeuten: seltsames Verhalten in einem Bereich, der ihr wichtig ist, nochmal konkret nachfragen und ggf. dann die Kennenlernphase konsequent beenden, wenn es keine Informationen dazu gibt.
Oder sich weiter ein Gesamtbild machen, wenn es nicht so wichtig ist. Die Prioritäten setzt die FS.

Mich würde hier sein Kommunikationsverhalten stören. Ich hatte mal eine Partnerin, die nach drei Monaten damit rausrückte, dass sie verheiratet war, in einer Scheinehe. Aufgrund des Gesamtbildes war das für mich ok. Ich hatte zwei Partnerinnen, die Beziehungen im einschlägigen Ausland oder zu entsprechenden Partnern hier hatten. Das ist für mich mittlerweile ein eher sehr negativer Faktor.
Für mich ist insgesamt aber der Umgang mit Vergangenheit wichtig, nicht nur Details.
 
  • #72
Ja, aber woran merkt sie das? Das kriegt sie doch erst mit, wenn sie IN der Beziehung sind.
Ich stimme dem zu, dass man eher nichts konkret ableiten kann aus der Dauer und der Vorgeschichte, weil sich eben Menschen ändern können. Aber was sagt einer, der seine Vergangenheit hinter sich gelassen hat, dazu, wenn er gefragt, wo man sich schon zehn Monaten lang trifft? Das ist für mich der Punkt. Das Problem hier ist doch gar nicht, dass sie sein Vorleben missinterpretiert (auch wenn sie vielleicht was ableiten will, das nicht geht). Das Problem hier ist, dass er so ein Staatsgeheimnis draus macht und ihre Frage beantwortet mit einem Vorwurf, so dass sie nicht mehr fragen soll.

Mal provokant gefragt: Was, wenn sich rausstellen sollte, dass der Mann seine Frau einmal geschlagen hat, und sie ihn daraufhin angezeigt hat und die Beziehung zu Ende war.
Hier gibt es schon mal Threads, in denen Männer fragten, ob sie sagen müssen, dass sie vor einigen Jahren kurz im Knast waren oder Drogen nahmen. Das ganze sei abgeschlossen und würde die Beziehung nicht beeinflussen, aber darf man das verschweigen. Ich weiß nicht mehr genau, wer alles schrieb, dass das unbedingt gesagt werden müsse, weil man sonst die Frau täusche.
Mir geht es jetzt NICHT darum, WAS nun der Punkt beim Vorleben des Partners der FS ist und was sie ableiten können wollte, mir geht es darum, OB wirklich immer für all die, die hier schreiben, es ginge die FS nichts an, gilt: "ja, du bist neugierig, sei einfach mit ihm zusammen, entscheidend ist, wie es JETZT zwischen euch ist" usw.. Also ob sie weiter "bohren" soll, bevor sie mit ihm zusammenzieht, oder eben nicht, weil sie das ja nichts angeht.

Nochmal: Mir geht es NUR darum, ob die FS hier wirklich zu kritisieren ist, dass sie das wissen will, 3 mal in 10 Monaten, und mit welcher Anwort sie sich eurer Meinung nach zufriedenzugeben hat, bevor sie zusammenzieht. Ist seine Antwort da wirklich ok und sie sollte zusammenziehen.
 
  • #73
Ja, aber woran merkt sie das? Das kriegt sie doch erst mit, wenn sie IN der Beziehung sind.
Das ist richtig. Für mich ist das der Sinn einer Beziehungsanbahnungsphase. Da lernt man sich genauer kennen und bemerkt dann doch solche Details mit der Zeit. Wie reagiert die Frau in angenehmen und in unangenehmen Situationen, wie reagiert sie bei Streit, wie funktioniert der Alltag etc.
Da nützen mich die tollsten Aussagen überhaupt nichts, weil wir auch sicher alle in Teilen Bilder von uns in uns tragen, die anders aussehen als das, was wir nach außen darstellen.

Mal provokant gefragt: Was, wenn sich rausstellen sollte, dass der Mann seine Frau einmal geschlagen hat, und sie ihn daraufhin angezeigt hat und die Beziehung zu Ende war.
Wie bei "meiner" Scheinehe wird man dann auch mittelfristig jeweils entscheiden, wie man reagiert. Anders geht es doch eigentlich sowieso nicht. Wenn die Information nicht da ist, kann man nicht reagieren.
Und wenn ich hier die Threads so mitlese, dann bin ich sicher, dass viele einiges von dem, was sie hier zum Thema Beziehung oder zu ihren Erwartungen äußern, einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner auch nicht auf die Nase binden. Bei vielen Themen hat man im Grunde nur die Chance, die im Laufe der Beziehung zu erspüren. Wenn nicht, spielen sie andererseits auch keine Rolle mehr.

Nehmen wir die ganzen Frauen hier, die einen Expartner haben, der Narzisst war. Erzählen die das ernsthaft einem neuen Partner gleich zu Beginn? Wird das Männerbild, das nicht wenige hier mit sich herumtragen, gleich zu Beginn offenbart? Fröhliches Geplauder über misslungene ONS oder unglückliche Affären? Mir kann hier keiner erzählen, dass die Erwartung, dass man zu Beginn einer Beziehung seine Vergangenheit offenlegt, erst Recht nicht im Detail. Also ich jedenfalls nicht.

Wenn Du fünf Jahre eine Beziehung ohne Gewalt führst, dann hätte die Information dazu am Anfang nichts genützt. Andererseits gibt es vermutlich auch Menschen, die sich nach 5 Jahren ändern oder plötzlich doch gewalttätig werden. Dann kannst Du nur bei Auftritt reagieren. Es gibt kein Fehlverhaltens-Register für Beziehungen...
 
  • #74
Wie bei "meiner" Scheinehe wird man dann auch mittelfristig jeweils entscheiden, wie man reagiert
Darum ging es mir aber GERADE NICHT, sondern darum, ob die Fragerei der FS als nervig, neugierig, übergriffig, "geht sie nichts an" zu sehen ist, oder ob ihr Anliegen, was über seine Exbeziehungen erfahren zu wollen, normal und richtig ist und seine Antwort seltsam.

Natürlich kann er lügen usw., natürlich kann er sich geändert haben. Das ist nicht der Punkt, sie kann und muss ja immer DANN erst reagieren, wenn irgendwas auftritt in der Beziehung, dass störend ist.

Es geht mir hier nur im die ganzen Meinungen, dass ihre Fragerei schon daneben wäre und wirklich "zu neugierig". Dafür wird sie ja von einigen kritisiert.
 
  • #75
Es geht mir hier nur im die ganzen Meinungen, dass ihre Fragerei schon daneben wäre und wirklich "zu neugierig". Dafür wird sie ja von einigen kritisiert.
Er hat ihr eine kurze, knappe Info geliefert: er möchte nicht darüber reden (vielleicht, weil es eh nicht viel darüber zu reden gibt) und dass die Ex eh komisch ist. Das reicht doch nun auch. Manchmal muss man eben damit zurechtkommen, dass der andere über etwas nicht reden will. Er wird schon seine Gründe haben.
Sicher kann sie nun für sich überlegen, ob sie eine ansonsten schön anbahndende Beziehung wegen dieser fehlenden Info den Bach runtergehen lässt, oder ob sie nochmal drüber nachdenkt, ob es ihr das wirklich wert ist. 🤷‍♀️
Sie wird es ja nicht aus ihm rausprügeln können. Wer nicht reden will, der will nicht reden, also finde ich, sollte sie es gut sein lassen. Denn so eine riesen Bedeutung hat dieses Thema eigentlich nicht, wenn alles andere rundherum gut ist.
 
  • #76
Nehmen wir die ganzen Frauen hier, die einen Expartner haben, der Narzisst war. Erzählen die das ernsthaft einem neuen Partner gleich zu Beginn
Ja, aber es geht doch nicht um Dates, wo man sich noch nicht kennt. Die FS ist seit 10 Monaten mit dem Mann zusammen, ok, immer noch Kennenlernphase, aber wie hättest du reagiert, wenn deine Freundin nach zehn Monaten, auf die Frage, die dich interessiert, egal was, sagt "du bist aber neugierig". Und ihr Kind darfst du auch nicht sehen. Vielleicht wärest du nicht direkt sauer, aber seltsames Gefühl hättest du aber schon.
 
  • #77
Er hat ihr eine kurze, knappe Info geliefert: er möchte nicht darüber reden
Auch auf die Gefahr hin, spitzfindig zu sein :D : Nein, er hat nicht so einen Satz gesagt, der aussagen würde "Ich habe ein Problem, darüber zu reden". Er hat ausweichend und abblockend reagiert und ihr dann auch noch gesagt, sie sei neugierig.
Allerdings reagiert er total komisch, wenn ich ihn auf seine Ex-Beziehung(en) anspreche. Er weicht aus und versucht schnell das Thema zu wechseln.
Seine Antwort war, dass ich ziemlich neugierig wäre und er mich ja auch nicht fragen würde. Zu seiner Ex meinte er dann noch, dass sie ja sowieso komisch gewesen wäre.
Sie schreibt ja nun, sie will nicht weiter nerven. Ergo denke ich mal, ansonsten ist er vertrauenswürdig und man kann sein Abblocken und Ausweichen schon so interpretieren wie in Deinem Zitat. Aber ich finde, der Fehler liegt bei ihm, nicht bei ihr und ihrer Frage.

Und den Kommentar, bist Du neugierig - ist einfach eine Aussage, ohne Wertung.
Echt, so empfindest Du das? Ich finde schon, dass es eine Abwehraussage ist, die ihr sagen soll, dass sie hier den Fehler macht. Also mit Wertung.

(Ein Kind hat er nicht, schrieb die FS #41)
 
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  • #78
Es geht mir hier nur im die ganzen Meinungen, dass ihre Fragerei schon daneben wäre und wirklich "zu neugierig". Dafür wird sie ja von einigen kritisiert.
Ohne Zweifel auch möglich. Wir spekulieren hier wieder mal aus der Ferne, weil der Übergang zwischen „Er sagt gar nichts“ zu „Er sagt mir nicht genug“ und „ Ich bohre, weil ich alles ganz genau wissen will“ manchmal fließend ist und von ihr anders empfunden und bewertet werden könnte als von ihm.
 
  • #79
Wie ich es aus meiner Erfahrung kenne, umso länger man zusammen ist und es auch bleiben will, wird erzählt und dann auch mal interessiert nachgefragt, oder man erzählt von selbst und der andere erzählt genauso. Nichts wo man groß darüber nachdenkt, da wird von der Kindheit geplaudert, Dummheiten, etc. und auch mal zur Ex fallen ein paar Worte. Nahezu alle Männer (>25), die ich kennengelernt habe, haben mehr oder weniger subtil und auch, mehr oder weniger drängend nach meiner Ex-Beziehung gefragt. Außer 2 davon. Ich frage mich gerade, ob diese Männer keine anderen Gesprächsthemen hatten, als mich auszufragen, aber ich hatte nie ein Problem zu erzählen, obschon es schon etwas von „Roast me“ hat und meine Männerwahl von ihnen dann ungefragt bewertet wurde. Umgekehrt, wenn man fest zusammen ist, sich liebt und zusammenziehen möchte, hat mir bisher kein Mann geantwortet, ich wäre neugierig; wenn ich ihn persönliches gefragt habe und von ihm wissen wollte; mit so einem Satz, wäre ich auch sehr irritiert gewesen. Jedoch gibt es selbst aus meiner Erfahrung, auch 1-2 Geschichten und Menschen im Leben, die sind dann Ex (Beziehung oder Freundschaften), da möchte man einfach nicht drüber reden, weil man sich in der anderen Persönlichkeit dermaßen getäuscht hat bzw. sich täuschen ließ. Da breitet man den Mantel des Schweigens und Vergessens aus, weil man echt einmal ins Klo gegriffen hat und dies dann für einen selbst, (sofern man keinem erkennbaren Muster folgt), völlig unverständlich und unbegreiflich ist. Wenn er meint, seine Ex war komisch, dann war sie das mit bestimmter Sicherheit. Auch wenn jetzt diese Antwort sehr deine Neugier anstachelt, was er alles in einer Beziehung und bei seiner Freundin für komisches Verhalten hält; ich würde da keine Details erfahren wollen, aber allein mit dem Abblocken, automatisch schon auf 2 Sachen besonders achten, sein Frauenbild und seine Freunde.
Würde ich jetzt beides als normal empfinden, würde ich nicht mehr darüber nachdenken, er kann doch sein kleines Geheimnis für sich behalten und seine komische Ex, war sicherlich nur ein einmaliger Ausrutscher.
Und ich bin auch bei der Fraktion, dass sofern man was aus der Vergangenheit erfährt, es schon ein wichtiger und aussagekräftig Bestandteil ist. Was manche Männer (10+) von selbst erzählten, nicht unbedingt bezogen auf ihre letzte Ex, war dann so, dass ich das Kennenlernen nach der Auskunft nicht mehr vertiefen wollte (intimes Studentin-Tudor/Dozent-Verhältnis, Parallelbeziehungen, paralleles Verarschen und Abwerten, selbst die Frau materiell, finanziell, emotional Ausnutzen, selbst von der Frau Ausgenutzt und betrogen werden, Fremdgehen, ONS, Borderline-Exen, Hochschlafen, Knast, Escort, Alkohol- und Drogenprobleme, ...).
 
  • #80
Jedes Mal hat er abgeblockt/ Thema gewechselt
Das ist keinesfalls normal, auch wenn dir das hier viele weismachen wollen. Normal kann man als Mensch, der nichts zu verbergen hat und bereits abgeschlossen hat, ganz entspannt und locker davon erzählen. Zumindest in groben Zügen. Vorsicht ist geboten, wenn das Ganze sich ins Gegenteil verkehrt und der andere wie ein Wasserfall von der ehemaligen Beziehung redet und einen quasi as seelenklo benutzt. Das ist ein Zeichen dafür, dass man der Ablenkung dient und der andere noch emotional tief drin steckt. Mein Ex hat auch immer bei der Frage nach seiner Vergangenheit abgeblockt. Später kam heraus, dass er eine Bindungsstörubg hatte. Ich vermute, er hat nie was erzählt, weil es keine Beziehungen gab oder sie an seiner Störung gescheitert waren. Darüber wollte er nicht reden, weil ich dann reißaus genommen hätte.
W32
 
  • #81
Liebe @Tascha87, wenn du alle Reaktionen bis hierher gelesen hast, wirst du feststellen, dass die einen es nie akzeptieren würden, ausgefragt zu werden - und deshalb, wie dein Bekannter, abblocken würden.

Die anderen wiederum fänden es schändlich und geradezu verdächtig, bekämen sie keine Antwort und stattdessen nur den Hinweis auf deine Neugierde.

Du hast also die Wahl: akzeptiere seine Zurückhaltung oder stampfe herum wie Rumpelstilzchen himself. Warte ab, evtl. auch vergebens, oder such dir einen neuen Freund, der sein Herz auf der Zunge trägt.

Ein »Richtig« oder »Falsch« gibt es hier nicht. Nur deine eigene Erwartung.
 
  • #82
...ob die Fragerei der FS als nervig, neugierig, übergriffig,...
Wie würdest Du es denn bezeichnen, wenn man ein "Nein" nicht akzeptiert und einen mehrfach wieder in die Situation bringt, sein bereits deutlich erklärtes "Nein" noch deutlicher erklären zu müssen?

Stelle Dir vor, Du möchtest über ein Thema aus Deiner Vergangenheit nicht reden (vielleicht eine schlechte Beziehung zu Deinen Eltern, vielleicht eine ein Gemobbe in der Schule, vielleicht Übergewichtsprobleme, ...) und nun kommt jemand, der Dir zu diesem Thema ein Gespräch aufdrängen will, weil er offenkundig diesbezüglich seine Vorurteile auf Dich interpretierend anwenden möchte. Du vermittelst diesem Menschen dann Dein "Nein", was er aber nicht akzeptiert und Dich deshalb regelmäßig wieder in die Situation bringt, es ihm noch deutlicher erklären zu müssen (obwohl er es ersichtlich schon beim ersten Mal verstanden hat, das Du es nicht möchtest). Der Satz "Du bist aber neugierig" ist einfach nur der hilflose Versuch, sein "Nein" noch deutlicher vermitteln zu müssen.

Oder stelle Dir vor, Dein Partner möchte irgendeine Sexualtechnik, die Du persönlich ablehnst und deshalb deutlich "Nein" dazu sagst, dass Du das nicht willst. Würdest Du es dann nicht übergriffig finden, wenn der Partner das nicht akzeptiert und Dich immer mal wieder in der Situation bringt, es noch deutlicher erklären zu müssen (ohne dass Du vorher irgendetwas getan hast, was ihn denken lassen könnte, dass Du vielleicht inzwischen Deine Haltung zu dem Thema geändert haben könntest)?

"Nein" heißt "Nein" und es ist übergriffig, das nicht zu respektieren bzw. den Gegenüber immer mal wieder in die Gelegenheit zu bringen, sein Nein immer wieder wiederholen zu müssen.

Wenn meine Partnerin mir erklärt, dass sie ein Gesprächsthema, eine Sexualtechnik, kein Fußball im Fernsehen, ...oder irgendetwas anderes nicht möchte, was nach meinen Vorstellungen aber zu einer festen Beziehung dazu gehört, dann habe ich nur die Möglichkeit, das zu akzeptieren oder aber (wenn mir das wichtiger als der Partner ist) mich zu trennen. Weiterhin seine eigene (alleinige) Ansicht gegen den bereits deutlich geäußerten Willen des Gegenübers durchpressen zu wollen, indem man den Gegenüber sich ständig wieder "verneinen" lässt, in der Hoffnung, dass der Gegenüber irgendwann der "Ruhe" wegen sein "Nein" nicht mehr durchhält, ist hingegen übergriffig.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #83
Stelle Dir vor, Du möchtest über ein Thema aus Deiner Vergangenheit nicht reden (vielleicht eine schlechte Beziehung zu Deinen Eltern, vielleicht eine ein Gemobbe in der Schule, vielleicht Übergewichtsprobleme, ...) und nun kommt jemand, der Dir zu diesem Thema ein Gespräch aufdrängen will, weil er offenkundig diesbezüglich seine Vorurteile auf Dich interpretierend anwenden möchte.
Das ist eine ganz andere Situation als hier im Thread. Es kommt hier keineswegs JEMAND, es ist die Frau, mit der der Mann ja zusammenziehen will. Und das Thema ist auch nicht Gebohre in irgendeiner vergangenen Sache, die die fragende Person gar nichts zu interessieren hätte. Außerdem ist 3 Mal fragen in 10 Monaten kein "Gespräch aufdrängen" über ein unliebsames Thema.

Weiterhin kann man auch sagen, dass es durchaus schon Erfahrungen gibt, dass Menschen, die über ihre Exbeziehung nicht reden wollen, damit noch zu viel zu tun haben, als dass sie unbefangen in eine neue Beziehung gehen. Also es ist kein unwichtiges Thema, wo Fragerei total unerwartbar und sinnlos wäre, sondern eins, das Relevanz für die fragende Person haben KÖNNTE. (Ob sie die richtigen Schlüsse zieht, ist was anderes, aber darüber könnte man auch danach noch diskutieren, wenn man es wollte.)

Und ich würde keineswegs ausweichend reagieren und krampfig das Thema wechseln, wenn mein zukünftiger Partner mich irgendwas fragt. Ich würde sagen, dass ich darüber jetzt nicht reden will und vielleicht irgendwann mal erzähle und er sich keine Gedanken machen muss. Und dann würde ich mir Gedanken machen, wo er sich unsicher fühlen könnte, weil er ja so fragt, und versuchen, ihm dahingehend mehr Sicherheit zu geben.
Außerdem ist mir bewusst, dass das Thema "Ex" ein ganz anderes für ihn sein kann, als das, ob ich in der Schule früher gemobbt wurde.

Der Satz "Du bist aber neugierig" ist einfach nur der hilflose Versuch, sein "Nein" noch deutlicher vermitteln zu müssen.
Ja klar. Es ist Abwehr mit einem Gegenangriff, IHR das Fehlverhalten attestieren zu wollen und nicht zu sehen, dass er hier komisch reagiert.

Ich bin übrigens Deiner Meinung, dass weiteres Fragen für den Mann sehr unangenehm ist und die FS diese gesetzte Grenze akzeptieren muss. Er redet beim vierten Fragen dann wohl auch nicht drüber.
Aber sie macht nichts falsch, wenn sie es wissen will.
Sie sollte nur ihre Konsequenzen ziehen, wenn sie Angst hat, dass seine Exbeziehung/en irgendwie relevant für sie sind. Und eben keinesfalls zusammenziehen mit dem Mann, bevor sie sich nicht sicher ist, dass er seine Exbeziehung hinter sich gelassen hat oder sie eben anderweitig gemerkt hat, dass er sich nicht einbringt und seine Beziehungen daher wohl früher oder später zerfallen, oder was auch immer. Also in dieser Hinsicht wenigstens achtsam sein, wenn sie noch in der Beziehung bleiben will.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #84
Bei der Inquisition wäre ich auch unwillig, Vergangenes preiszugeben. Mein Mann hat mich nicht gefragt, ich hab ihm auch nichts erzählt, das ist weit zurück liegende Vergangenheit. Meine Freundin weiß viel mehr. Und das ist auch gut so.
 
  • #85
Ich tippe auch mal darauf, dass es in diese Richtung geht. Nur ist der Freund der FS bereits 39 Jahre alt und da wird es dann nochmal peinlicher.
Mir ist noch nie ein Mann näher begegnet, der nicht zumindest ansatzweise über seine Exen gesprochen hätte. Da brauchte ich noch nicht mal nach zu fragen. Erzählt er denn von seinen Eltern, Geschwistern und Freunden? Oder ist er generell das Modell lonely wolf?
Ein anderer Grund fällt mir nicht ein. Selbst wenn er ein Fremdgänger, Lügner, Sadist oder was weiß ich wäre, würde es nicht erklären, weshalb er das Thema total abblockt.
Mal ehrlich, die Beiden kennen sich seit 10 Monaten, sprechen über zusammen ziehen und er hat mit seinen 39 Jahren ( wir reden nicht über einen Jüngling von Anfang 20) noch nie das Thema Exbeziehung erwähnt? Wer würde sich da nicht wundern?
W,55
Sehr unterschiedliche Beziehungserfahrung kann auch ein Grund für abweichende Gesprächsbereitschaft sein.

Ich war ja ca. 28 Jahre mit meiner Exfrau zusammen. Erzähle ich was aus meinen 55 jährige Leben spielt in dieser Vergangenheit meine Ex durchaus eine relevante und keineswegs generell negative Rolle.

Ein Gleichaltriger der eine ganze Reihe von maximal 3 - 4 jährigen Beziehungen hatte sieht dies ganz anders. Anstelle der Konstante die meine Ex in meinem Leben war sind seine Exen eher Variablen die man wegen ihrem geringeren Anteil am eigenen Leben schneller abhakt.

Sprechen nun zwei solch unterschiedliche Typen über ihre Ex Beziehungen miteinander treffen zwei völlig unterschiedliche Sichten aufeinander.

Vielleicht spielen dabei auch Unter- und Überlegenheitsgefühle eine Rolle. Z.B. die ewige (verarschte) Geliebte vs. der langjährigen Familienfrau bei der es erst in den letzten Exbeziehungsjahren zu Differenzen kam?
 
  • #86
Sprechen nun zwei solch unterschiedliche Typen über ihre Ex Beziehungen miteinander treffen zwei völlig unterschiedliche Sichten aufeinander
Jetzt würde ich bei einem Mitfünfziger, der 28 Jahre verheiratet war, keine Beziehungsunfähigkeit voraussetzen. Im Gegenteil: Glück gehabt. Bei einem Enddreissiger ohne Erfahrung ( was wir in dem Fall aber nicht wissen) schon eher.
Zumindest ist dies der einzige Grund, der mir bezüglich seiner Verweigerungshaltung einfällt.
ABER mir fallen so ad hoc 2 übrigens ziemlich smarte Typen ein, die bis Ende 30 auch nie wirklich verbandelt waren. Mit Ende 30 haben beide ihr Herzblatt gefunden und sind seit Jahren glücklich ( so erscheinen sie mir jedenfalls) verheiratet. Möglich ist alles und für ihre späteren Ehefrauen war es anscheinend auch kein Hinderungsgrund.
W,55
 
  • #87
Mich beschleicht bei Dir irgendwie das Gefühl, Du interpretierst (schon) zu viel in Eure "Beziehung" rein. Wollt Ihr wirklich BEIDE zusammenziehen? War es SEIN Wunsch oder Deiner?

Ich empfehle Dir aus Erfahrung im Umgang mit Männern: Lass SIE die treibende Kraft in Dingen wir Zusammenziehen-Wollen, sich über Ex-Austauschen, etc. sein!

Ich nehme mal an, Ihr kennt Euch noch allgemein sehr wenig,

Du solltest auch diese Fragereien stoppen! Lass IHN erzählen, vielleicht nachdem Du von Dir erzählt hast.
 
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  • #88
Liess dir den anderen Thread zum Thema Ex durch, dort beherrscht es den Alltag und somit ist es verständlich dass er keine Lust darauf hat.
Ich übrigens hätte dies auch nicht.
Klar kann man kurz was dazu sagen aber Details oder so gehen niemanden etwas an.
Man änder sich doch auch, oder? Ich wurde einmal betrogen und versuchte lange, darüber hinwegzukommen. Ich schaffte es nicht und die Beziehung wurde beendet. Wenn ich dies nun erzähle dann sieht es doch so aus als ob ich jedem eine Chance geben müsste aber das werde ich nicht tun. Ich sage immer nur das bei mir nach Betrug Schluss ist und fertig da ich damit nicht umgehen kann. Was interessiert den Neuen denn mehr? Er hat die Erkenntnis und gut ist es.
Ich persönlich möchte nichts von der Ex wissen.
Ausser mein neuer Partner hätte Kinder und da wäre es mir wichtig dass es halbwegs zivilisiert, organisiert und zuverlässig abläuft.
Ansonsten interessiert es mich wenig da es wenig aussagt.
 
  • #89
Es sagt m.E. doch einiges über den Mann aus, ob er lange oder kurze Bez. hatte. Wenn er immer nur kurze Bez. hatte, gehe ich davon aus, dass er vorher nicht gut selektiert hat oder nicht gut alleine leben kann oder nicht bereit ist, an einer Bez. zu arbeiten, sondern sie lieber beendet.
Ja, "etwas" sagt es natürlich aus. Aber was du schreibst, ist deine persönliche Interpretation, sonst nichts.

Ich habe eine sehr lange Beziehung hinter mir. Was sagt das aus? In meinem Fall, dass ich zu lange "tote Pferde reite". Ist das nun positiv?

Mein Lebensgefährte seit dreieinhalb Jahren hatte vor seiner recht kurzen Ehe (gemessen an meiner) mehrere Freundinnen und danach auch wieder. Negativ? Hätte ich so interpretieren können. Ich habe mich dafür entschieden, es so zu verstehen, dass er gern eine dauerhafte Beziehung aufbauen wollte, aber die Frauen nicht gepasst haben. Negativ? Für dich offenbar schon, weil nicht gut genug selektiert. Ich hatte Glück - er war frei für mich. Und wir passen zusammen, ohne dass sich einer für den anderen verbiegen muss.

Nun waren wir beide sehr offen in der Hinsicht, weil wir beide nicht wollten, dass da irgendetwas zwischen uns steht, wo einer anfängt, (negativ) zu interpretieren. Wenn dir das also so nicht passt, hast du nicht viele Alternativen.
 
  • #90
Ich habe eine sehr lange Beziehung hinter mir. Was sagt das aus? In meinem Fall, dass ich zu lange "tote Pferde reite"
Umgekehrt können viele kurze Beziehungen bedeuten, dass der Wechsler nur in der relativ kurzen Verliebheitsphase Beziehung erträgt, keine oder eine nur geringe Frustrationstoleranz hat, vergleichsweise viel Abwechslung brauch, nur bedingt Teamfähig ist usw.

Ein totes Pferd reiten gilt wahrscheinlich für eine gewisse unterschiedlich lange Zeit in jeder Beziehung die beendet wird oder wurde. Möglicherweise ist diese Phase umso länger je länger die guten Phasen der Beziehung waren.

Wer Wert auf dauerhaft stabile Beziehungen Wert legt könnte dies ggf. wahrscheinlich besser mit jemanden erfahren der auch alte Pferde schätzt und sorgsam pflegt und nicht bei einem Altersgebrechen gleich an einen Austausch denkt.

Aber auch unter denen die häufig gewechselt haben oder vielleicht ausgewechselt wurden werden einige darunter sein die tatsächlich noch nicht den oder die Richtige für einen besonders langen gemeinsamen Ritt gefunden haben.