Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • #211
Unterhielt mich erst vor einigen Monaten mit meinem fast 30 jährigen Singlesohn, der 4 längere und mehrere Kurzzeitbeziehungen und unzählbare ONS hatte, über Beziehungen und Familie.
Er selbst lebt in seinen Beziehungen monogam und erwartet dies auch von der Partnerin.
Er beklagt, dass die meisten Frauen in seinem Alter heutzutage gar nicht mehr mit einem Langzeitpartner rechnen, sondern mit sog Lebensabschnittspartnern und dies für sie auch selbstverständlich sei.
Er denkt an eine, wie von uns vor gelebt, Langzeitbeziehung mit Frau und Kindern und eigenem Wohnhaus.
Seine Überlegung sei eine Frau, mit der er wenigstens ein Kind haben wolle, auch wenn die Beziehung nicht lange halte.
Gut, was kann man dann antworten?
Nur eine Beziehung eingehen, um sich fortzupflanzen birgt die große Gefahr, dass die Substanz für eine Langzeitbeziehung nicht vorhanden ist und die Beziehung trotz Kind scheitert. Was bringt die stolze Vaterschaft? Er darf bis zum 18 bzw 27 Lebensjahr Unterhalt für das Kind zahlen. Er darf sich eventuell an Sonderausgaben beteiligen. Womit er rechnen muss - eingeschränkte Mitsprache an der Erziehung, eventuell nur spärliches Besuchsrecht, wenn es überhaupt möglich ist, wenig bis keine Mitsprache, wenn das Kind einen Stiefvater bekommt, der es ablehnt oder umgekehrt. Jedenfalls würde er bei weitem nie die Zeit mit seinem Kind verbringen können, wie wir zwei sie miteinander verbracht hatten. Ich riet ihm, sich erst um eine Frau zu bemühen, mit der es in den wichtigsten Punkten Übereinstimmung gibt, um vielleicht doch eine Partnerin für eine Langzeitbeziehung zu finden.
 
  • #212
Ganz einfach, weil sie keine Kinder wollen.
Und warum bleiben einige Frauen kinderlos?
Weil sie auch keine Kinder wollen.

Der Aufwand für die Kinder ist halt manchen Männern zu hoch.
Da haben hakt manche Männer lieber einen Hund oder Katze anstatt ein Kind.

Ein Bekannter von mir hat keine Kinder, aber 2 Hunde.
So wie er mit den Hunden umgeht, da würde sich manche Frauen freuen, wenn ein Mann so mit dem Kinder umgehen würde.
 
  • #213
Das Thema finde ich spannend.:)

Nun habe ich tatsächlich den ganzen Thread studiert und kann mich nicht zurückhalten, meinen Blick auf Männlein und Weiblein auch noch zum Besten zu geben. Auch wenn ich damit verhindere, dass die Antwortkette auf eine mittlerweile sieben Jahre alte Frage endlich abreissen kann. 🙈

Als der Feminismus noch keine Rolle spielte, waren es trotzdem schon immer wir Männer, die zum Entsetzen der Frauen stets das Eine wollten. Das gute Mädchen war aber auch dem passenden Kandidaten nur gewillt, dieses Eine zu geben, wenn er sich denn auf eine dauerhafte Beziehung einlasse, die im Idealfall zur Ehe und gemeinsamen Kindern führe. Sicher wollten Männer auch Kinder. Und Frauen waren dem Sex nicht gänzlich abgeneigt. Einen völligen Gleichklang der Bedürfnisse hätte aber niemand angenommen. Der Kinderwunsch war auf weiblicher Seite stets stärker ausgeprägt. Den stärkeren Wunsch nach mehr oder ausgefallenerem Sex verspürten wir Männer. Das stand außer Frage.

Daraus ergab sich ein prima Austauschverhältnis: Ich dir mehr Hinwendung zum Nachwuchs, als es mich eigentlich verlangt (Kindesunterhalt plus Betreuungsunterhalt). Du mir mehr oder anderen Sex an mich als es dich verlangt. Das hat eine Zeit lang ganz gut funktioniert. Dummerweise sind wir immer älter geworden und einander überdrüssig. Kein Problem, dachten wir uns. Dann dividieren wir unsere Verbindung eben wieder auseinander, haben wir uns gedacht. Zwar ging das nicht gänzlich, da es ja jetzt galt den Nachwuchs weiterhin zu versorgen. Das hätten wir aber auch bei einem Rückfall auf die uns gemeinsamen Interessen auffangen können: Ich nur noch das mir originäre Maß an Nachwuchspflege (Kindesunterhalt). Du keinen Sex mehr an mich. Sicher der Kindesunterhalt schlägt ins Kontor. Meine Resourcen sind aber wieder ausreichend vorhanden, um mich auf erneute Pirsch zu begeben. Sicher, der Nachwuchs kostet Zeit und Energie. Aber mit dem Sex im Angebot sollten deine Chancen auf einen neuen Partner nicht so schlecht stehen. Quasi eine Änderung der Geschäftsgrundlage. Die Verbindung wird der neuen Situation mithilfe eines fairen Interessenausgleichs angepasst. Wir würden beide ein bißchen leiden. Aber das Leben würde weitergehen.

Dann kam der Feminismus und hat zwei Grundprinzipien des Lebens neu geschrieben:
1. Männer und Frauen unterscheiden sich ausschließlich durch äußere Geschlechtsmerkmale. Eine abweichende Sexualität gibt es aus biologischer Sicht überhaupt nicht.
2. Männer und Frauen wünschen sich im gleichen Maße Kinder. Eine abweichendes Interesse am Nachwuchs gibt es überhaupt nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #214
Prima, dachten sich alle Frauen. Dann ist ein Austauschverhältnis ja nie begründet worden. Mit dem Entzug von Sex ändere ich gar keine Geschäftsgrundlage. Der Sex war nur ein belangloser Zeitvertreib. Kein Vertragsbestandteil. Er hat alle seine Resourcen für immer und ohne Gegenleistung in das Gedeihen des Nachwuchses stecken wollen. Ergo muss ich auch keine Abstriche an meinen Interessen (Betreuungsunterhalt) hinnehmen. Ein Interessenausgleich ist nicht erforderlich.

Der geneigte Leser wird nachempfinden, wie angeschmiert sich die Männer da gefühlt haben. So langsam haben sie nun angefangen sich zu verweigern. Sehen keinen Ausweg. Machen nicht mehr mit. Weil erst im Laufe von Jahren die Konsequenzen sich rumsprechen. Und der Weg ist lang. Selbst wenn die Entwicklung ihre Richtung wieder ändert, wird es aus diesem Grund wohl genauso lange dauern, bis Männer in der westlichen Welt wieder so viel Interesse an Familie entwickeln wie das mal war.

Schade eigentlich.
 
  • #215
Komisch, die Geburtzahlen steigen in Deutschlands seit Jahren so stark, dass Eltern es inzwischen sehr schwer haben, einen Krippen-Kita Platz zu finden. Es gibt sogar Eltern, die ungewollte zu Hause bleiben müssen, bzw. die Mutter, weil sie keinen Kita-Platz findet, obwohl sie rechtlich darauf einen Anspruch hätte. Wurde sogar schon vor Jahren bei Gericht eingeklagt. Was nützt ein Urteil, wenn man es sich mit den Kitas in seiner Stadt so angelegt hat. Nix.

Es werden also ausreichend Kinder geboren. Es gibt also ausreichend Männer, die dazu ihren Anteil beitragen. Mag sein, dass es einige sind, die es nicht gerne und freiwilig getan haben.

W Ü55
 
  • #216
Ich konnte das so nicht feststellen. Nach meiner Wunschliste hätte ich lieber einen Mann ohne Kinder gehabt. Ich würde meinen Mann um nichts in der Welt hergeben wollen, aber die kinderlosen Männer ü40 waren doch ziemlich in der Unterzahl.
Fraglich bleibt dabei natürlich, ob bei den Männern ein ausgeprägter Kinderwunsch dahinter stand oder sie das eher so mitgegangen sind.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.