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  • #181
Abgesehen von dem schon oft diskutierten Fakt, daß kluge erfolgreiche Frauen sich ebenso kluge erfolgreiche Männer zum Kinderkriegen wünschen und sich nur mit dem Besten zufrieden geben, gibt es noch die Frage des Geldes.

Ich kenne keine kluge Frau, welche im ersten Berufsjahr und mit noch niedrigem Gehalt, sich einfach gedankenlos schwängern läßt ohne Rücksicht auf ihre Finanzen.

Sie will nämlich nach langem (und meistens anspruchsvollem) Studium und kostenpflichtgen Auslandsaufenthalten auch mal Geld verdienen, und zwar richtig. Einige haben Bafög abzubezahlen bzw. mußten viel an Miete bezahlen und konnten keine Rücklagen bilden.

Und so fangen die 30-er der Frau mit viel Arbeit/Überstuden, Fortbildungen etc. zur Karrierekonsolidierung und Ansparen fürs Eigentum. Dürfte beim Mann auch nicht anders sein. Das Kinderkriegen wird verschoben auf "bessere Zeiten". Manchmal trennen sich die Paare statt zu heiraten. Und so kommt frau nicht dazu Kinder zu kriegen.
 
D

Deleted member 29413

Gast
  • #182
Mit dem Status Hausfrau und Mutter gilt man heute nämlich als Versagerin. Eine Frau die sich mit der Ausrede "Kindererziehung und Haushalt" vor der Arbeit drücken möchte.
Nein, glaube nicht, daß Hausfrauen als Versagerinnen gelten. Dies ist die Denke und das feministische Geschwätz der Neoliberalen 90er und 2000 Jahre. Die Erde hat sich weiter gedreht und ich sehe es wie "noreia", daß möglichst viele Kinder geboren werden sollen. Im Gegenteil, Frau mit Familie verdient Hochachtung. Vor allem sollten sich die Akademiker/-innen nicht so anstellen und aufhören den ewigen Brainwash von Karriere zu rezitieren. 80% beider Geschlechter landen sowieso in einem Angestellten Job der in Routine mündet. Was bitte ist das für eine Karriere wenn man in der modernen Arbeitswelt verblödet und sein Leben zum Wohle des Aktienkurses verheizt? Es ist doch besser dem Leben einen realen Sinn zu geben und eine Familie zu haben. Dies sind Werte, die bleiben! Die "besseren Zeiten" sind jetzt, zu viel Planung für die Zukunft geht sowieso nicht in Erfüllung und bei den niedrigen Zinsen mach Sparen auch keinen Sinn. Gebt das Geld für Eure Kinder aus, sie sind unsere Zukunft und Freude.
 
  • #184
Nein, glaube nicht, daß Hausfrauen als Versagerinnen gelten. Dies ist die Denke und das feministische Geschwätz der Neoliberalen 90er und 2000 Jahre.

Das ist nicht Geschwätz, sondern regelmäßig in jedem 2. Thread zu lesen.
Von Männern, die dann befürchten, der Zahldepp - o.ä. zu sein.
Und von Frauen, die aus eigener Erfahrung wissen, wie wichtig die Unabhängigkeit werden kann.

Und insgesamt häufig der Grundtenor - dass dieser Beruf keiner ist, für Drückbergerinnen, die sich auf Kosten eines wohl situierten Mannes ein schönes Leben macht.

Ich habe diesen Job die ersten 5 Jahre bei meinen Kindern gemacht, 24h/7Tage. 365 Tage/ Jahr - und mein Mann hatte nur ein sehr geringes Einkommen, zahlte noch Unterhalt für 2 weitere Kinder aus seiner 1.Ehe. Geld war wirklich richtig knapp. Nur damals einfach nicht die Priorität. Man kann auch mit wenig. Es war eine ganz bewusste Entscheidung.

Möchte diese Zeit nicht missen, es war wunderbar, zu erleben, wie diese Winzwesen sich entwickeln, die Welt entdecken. Das erste Lachen, das erste Wort.
Aber das Wort Erziehungsurlaub ist ein absoluter Euphemismus.
Und Wertschätzung?
Ja, von meinen Kindern, damit war es mit das wert.

Ansonsten?
 
  • #185
Aber das Wort Erziehungsurlaub ist ein absoluter Euphemismus.
Deshalb heisst es inzwischen Elternzeit, weil Erziehung von Kindern eben kein Urlaub ist - egal, ob man während dieser Zeit zusätzlich arbeitet oder nicht.

Meiner Meinung nach wächst die gesellschaftliche Wertschätzung für Eltern zunehmend. Ich persönlich habe als Studentin, Berufsanfängerin auch noch die Erfahrung gemacht, dass man mit Kind irgendwie Exot war. Und dass in meinem beruflichen Umfeld die Meinung vorherrschte, man müsse sich als Frau eben zwischen Karriere und Familie entscheiden. Ich habe mich mehr als einmal rechtfertigen müssen, warum ich als Frau und Mutter ausgerechnet Rechtswissenschaften studieren muss.
Aber das ist eben auch schon eine Generation her.:)

Inzwischen gibt es kein "entweder/oder" mehr. Und genau deshalb wandelt sich die Wertschätzung. Wenn die Tatsache, dass man Kinder erzieht, nicht automatisch ausschließt, dass man auch beruflich vorankommt, keinem Partner auf der Tasche liegt und auch nach der Familienphase nicht in ein Loch fällt, sind Kinder kein Makel mehr.
Im Gegenteil, ich kenne einige "Karrierefrauen", für die Kinder auch irgendwie Status sind. Erst, wenn man neben einer Karriere auch noch Kinder hat, ist der Lebensplan perfekt.

Und ganz ehrlich, auch ich bin irgendwie stolz darauf, dass ich beides "geschafft" habe.
 
  • #186
Also, Kinder als "Status" anzusehen finde ich irgendwie total schräg, weil zu leistungsorientiert, berechnend und ich-bezogen und so gar an der Sache vorbei.

Es geht einzig um die Liebe zum Kind und die Frage, ob der Einzelne überhaupt psychologisch gewappnet ist um Kinder zu erziehen (und das sind bei weitem nicht alle Eltern). Und dann eben die Fragen des Finanziellen.

Ich kann übrigens keinen neuen Trend zum Kinderkriegen feststellen, und wenn dann ist er statistisch minimal. Es gibt zu viele Singles und auch zu viele arme (junge!!!) Menschen ohne feste Perspektiven.

Ich glaube es kommt noch schlimmer wenn die Rentensysteme zusammenbrechen (für mich nur eine Frage der Zeit) oder/und die Produktivität des Landes nachläßt. Diese Entwicklungen sind in ehemals geburtstarken Ländern des Ostens und Südens von Europa zu beobachten.
 
  • #187
Ich mag Kinder einfach so nicht, schränken mich zu krass ein, kosten zu viel Geld und ich glaube nicht das es in dieser Welt einen Partner auf Lebenszeit gibt. Nach 15 Jahren Ehe merkt die Frau dann das ich doch nicht so ihr Typ bin und will sich als Nageldesignerin für Prominente verwirklichen und mit 45 Jahren noch mal voll durchstarten von meinem Unterhalt natürlich. LOL
Nein danke, ohne mich.
Also ich denke, daß das jetzt eine doch etwas einseitige Betrachtungsweise ist, welche Exfrauen zu sehr negativ darstellt.
Insbesonder denke ich, daß hier doch einige (böswillige?) Unterstellungen enthalten sind. Das ist nicht richtig und nicht gut.

Es ist nämlich nach einer Trennung nicht "Dein Unterhalt" sondern ihrer, denn "er steht ihr zu!"
Außerdem ist es die Pflicht eines (Ex-)Partners, dafür zu sorgen, daß die Ehefrau noch einmal durchstarten kann. Wozu gibt es denn sonst die Regelung zum Ehegattenunterhalt?

Und im Übrigen ist auch die Tätigkeit als Nageldesignerin für Prominente nichts, worüber man sich lustig machen dürfte. Diese Arbeit ist genauso wertvoll, wie die eines Anlagenfahrers in einem Kraftwerk oder die eines Herzchirurgen.

Mensch50
 
  • #188
Moin,

die Entscheidung gegen Kinder scheint mir viel mit dem gegenwärtigen Narzissmus zu tun zu haben, mit dem Jugendwahn und der unausgesprochenen Phantasie unserer Zeit, das individuelle Leben und seine Möglichkeiten seien unendlich. Kinder zu haben heißt der eigenen Vergänglichkeit und der Unplanbarkeit des Lebens ins Auge zu sehen, Lebenszeit auszugeben für Dinge, die ganz jenseits der eigenen Grenzen liegen, die nicht der eigenen Kontrolle unterliegen, die einem nicht unbedingt nützen werden. Dieser Egoismus unserer Generation hat natürlich auch eine fatale politische Dimension, eine mehrheitliche oder zumindest dominante "Nach mir die Sintflut"- Haltung, nur scheinheilig kaschiert von etwas opportunem und letztlich folgenlosem Gutmenschentum.

manchmal
 
  • #189
Moin,

Kinder zu haben heißt der eigenen Vergänglichkeit und der Unplanbarkeit des Lebens ins Auge zu sehen, Lebenszeit auszugeben für Dinge, die ganz jenseits der eigenen Grenzen liegen, die nicht der eigenen Kontrolle unterliegen, die einem nicht unbedingt nützen werden. Dieser Egoismus unserer Generation hat natürlich auch eine fatale politische Dimension, eine mehrheitliche oder zumindest dominante "Nach mir die Sintflut"- Haltung, nur scheinheilig kaschiert von etwas opportunem und letztlich folgenlosem Gutmenschentum.

manchmal
Ich gehöre in meinem Umfeld zu einer Minderheit, die bewusst keine Kinder will und bei mir sind auch daran schon Beziehungen zerbrochen, weil die Männer leider immer Kinder wollten und alle verheirateten haben auch welche. Insofern kann ich diesen Thread nicht ganz nachvollziehen. Unabhängig davon ist für viele aber das Hinterlassen an die Nachwelt in Form eines Kindes ein wichtiger Aspekt, d.h. die Vergänglichkeit ist - anders als bei Deiner Vermutung - gerade Grund für ein Kind.

Auch die "Nach mir die Sintflut"-Haltung ist bei Eltern mind. genauso -wenn nicht noch mehr-ausgeprägt. Kinder mit dem spritfressenden SUV 2km zur Schule fahren, dabei Handy am Ohr, aber jammern, dass der Verkehr so gefährlich ist. SUV, ständig neueste Smartphones u. sonstige Technik, aber der Umweltaspekt und das die Rohstoffe endlich sind, ist völlig egal. Und für jeden Mist irgendwelche Apps, ohne sich mal um das Thema Datenschutz Gedanken zu machen bzw. die eigene "Verblödung" (schlimm, was manche mit 30-40 Jahren heute nicht mehr "im Kopf" ohne Smartphone können). Da denke ich mir schon gelegentlich, dass mir die ökologische und ökonomische Weltlage in 60 Jahren eigentlich gleichgültig sein kann, trotzdem verhalte ich mich sehr viel bewusster und rücksichtsvoller als die, bei denen man erwarten sollte, dass sie für ihre Kinder eine lebenswerte Erde und einen demokratischen Rechtsstaat erhalten wollen.
 
  • #190
und will sich als Nageldesignerin für Prominente verwirklichen und mit 45 Jahren noch mal voll durchstarten von meinem Unterhalt natürlich. LOL
Nein danke, ohne mich.
Außerdem ist es die Pflicht eines (Ex-)Partners, dafür zu sorgen, daß die Ehefrau noch einmal durchstarten kann.
Entstehen solche abstrusen, rein-frauenfeindliche Kommentare aus Dummheit oder eines hoffentlich seltenen Hobbys des Geniessens wenn angefeindet werden kann?
Es wird vergessen, dass man sich (aus Liebe) zusammentat und es wird vergessen, dass die betroffenen Frauen zugunsten ihrer sich später über sie abfällig äusserden "Männer" freiwillig auf ganz oder einen Grossteil ihres Berufslebens bis zu dem Zeitpunkt verzichteten.
Sehr traurig wieviele antisoziale Männer es gibt, die sich nicht zu schade sind, es offen zu zeigen.

Ich kenne auch eigne Männer, die mit ca. 35 Jahren eine Vasektomie durchführten, um nicht in die Zahlungsfalle zu laden.
Diese Männer sind doch eigentlich ein Vorteil für die Menschheit, sie lassen Frauen, die Kinder wollen, damit sofort wissen, dass sie als Mann es nicht verdient haben sich fortzupflanzen. Da fällt gottseidank die mitunter schwierige komplizierte Kennenlernphase weg falls man sich in ihr als Frau fragen muss: ist er ein Defekt oder kann man die Vaterschaft mit ihm guten Herzens wagen.
 
  • #191
Naja, ich denke, es wird sich inzwischen unter der Männerschaft herumgesprochen haben, dass im Falle des Scheiterns der Beziehung, zwar sehr große Pflichten, aber nur geringe Rechte die Folge sind.
Ich als Mann hätte schon ganz gerne Kinder, aber nicht um jeden Preis und erst recht nicht, unter diesen juristischen Rahmenbedingungen.
Natürlich weiß auch, dass Frauen das bestimmt gang, ganz anders sehen...;-)

Sehr ehrliches, nachvollziehbares Statement . Ich sehe es genauso. Auch wenn das nicht gerne gesehen oder gelesen wird. Und die Frauen sagen es ja selbst! Sie wollen heute keinen Mann, der Kinder hat und dort in der Verantwortung steht.
 
  • #192
Ich habe mich explizit gegen Kinder entschieden schon mit jungen Jahren. Schon selbst am eigenen Leib erlebt, dass man sich wegen jeder Kleinigkeit schon trennt. Dann noch ein Kind - das verbietet dann schon der gesunde Menschenverstand; Rechte als Mann stehen nur auf dem Papier. Relevanz haben sie in der Praxis keine.

Die Praxis zeigt auch, dass man sich in der Regel schon im Studium/Ausbildung kennenlernen "muss". Während Beruf und Karriere in einem reinen Männerberuf ist das illusorisch. Meist hat es auch einen Grund bei den Menschen die im meinem Alter "übrig geblieben" sind einen definitiven Grund(schließe mich da nicht aus.
 
M

moobesa

Gast
  • #193
Ja, ich hätte gern Kinder. Und möchte auch noch ein bisher eher quantitativ mäßiges Sexualleben nachholen - mit jetzt Mitte 30. Das wird kaum unter einen Hut zu bringen sein. Mittlerweile würde ich mich für ersteres entscheiden. So wie ich mich kenne, wäre mit mir, wenn ich Vater wäre mit all den damit verbundenen Aufgaben und Sorgen, dann im Bett eh kaum noch was anzufangen.
 
  • #194
Kinder stellen einen vor viele Herausforderungen, die auch schon hier erwähnt wurden. Finanzielle Versorgung aber auch in schwierigen Situationen wie einer Trennung den Kontakt aufrechtzuerhalten oder das Kind in eine neue Partnerschaft zu integrieren. Aber ich vermute, die größte Hürde ist, dass man weiß, dass man mit Kindern seine eigenen Wünsche häufig hinten anstellen muss. Kinder fördern einen bis zur Schmerzgrenze, in Trotzphasen und Pubertät. Und dazu sind mittlerweile weniger Menschen bereit. Was da aber vergessen wird, sind die positiven Seiten! Kinder zeigen einem erst, was genau eine wirklich selbstlose Liebe sein kann. Wie intensiv Gefühle sein können. Dass man ohne mit der Wimper zu zucken beide Nieren spenden würde im Notfall. Und in unserer Gesellschaft der selbstverdienten Selbstverwirklicher ist das eben nicht mehr erstrebenswert. Schade, es ist nicht in Worte zu fassen, welche Bereicherung für ihr Leben Menschen ohne Kinder verpassen und wie charakterbildend es sein kann, sich nicht nur um sein eigenes Wohl kümmern zu müssen.
 
  • #195
Kinder stellen einen vor viele Herausforderungen, die auch schon hier erwähnt wurden.

Ich denke, auch der Aspekt spielt eine Rolle, dass der Mann genau weiß, dass die Beziehung sich komplett verändert, sobald Kinder da sind. Er rutscht an die Stelle nach den Kindern und die Prioritäten der Frau ändern sich, wenn nicht sogar von vorneherein klar war, dass sie eigentlich nicht eine Beziehung mit Kindern, sondern Kinder und einen dazu passenden Versorger gesucht hat. Die meisten Männer merken das erst "hinterher", aber diejenigen, die sich "vorher" schlau machen, werden auch in der Richtung überlegen...
 

Rosenblatt

Gesperrt
  • #196
Kurz und knapp: Weil Männer keine Lust haben sich die Kindererziehung und -versorgung mit der Frau zu teilen und die moderne Frau von heute die Nase voll davon hat, vollzeit zu arbeiten UND sich vollzeit ums Kind zu kümmern. Zudem waren die Frau von damals hochgradig abhängig von Mann. Nicht mit mir. Da es für dieses Modell keine (zuverlässigen) Männer gibt, bleibe ich lieber kinderlos und genieße mein Leben.
Somit erspare ich meinen Kindern eine unzufriedene, überforderte Mutter und einen permanent abwesenden, desinteressierten Vater. Alle sind glücklich. Mein Mann musste sich mit meinem Gedanken allerdings erst anfreunden und auch wenns hart klingt: Auch ihm traue ich kein Kind zu.
 
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M

moobesa

Gast
  • #197
Es gibt da auch ganz praktische Probleme: Soll ich wirklich versuchen, mir eine Frau und zukünftige Mutter aus den Rippen zu schneiden?
 
  • #198
Ich bin mittlerweile auch der Meinung, daß das Risiko zu groß ist. Mir ist der kurzfristige Spaß lieber, für mich gilt: Lieber schnell zahlen und dann wieder ohne Verpflichtungen gehen. Zur nächsten, wenn die Lust wieder kommt.
 
  • #199
ILieber schnell zahlen und dann wieder ohne Verpflichtungen gehen. Zur nächsten, wenn die Lust wieder kommt.

Das ist dann die "radikale" Lösung und sicher nicht Jedemanns Sache. Aber im Grunde hast Du natürlich Recht. Du bezahlst für eine Leistung, bekommst Deine Leistung und kannst beim nächsten Mal frei wählen, die Dienstleisterin zu wechseln oder erneut in Anspruch zu nehmen.
Du bekommst Sex. Wem das alleine reicht, für den ist das sicher eine gute Lösung.Regelmäßiger Sex, insgesamt sicher abwechslungsreicher als Sex in einer Beziehung und in vielen Fällen obendrein kostengünstiger (einige Damen hier betonen ja immer wieder, dass auch sie eine Gegenleistung für Sex erwarten).

Dieses Forum hat als Hintergrund das Thema "Beziehung". Eine Beziehung bekommst Du so natürlich nicht.
 
  • #200
Die beiden großen Fraktionen w und m scheinen die Sache ja ingesamt etwas unterschiedlich zu sehen, jeder aus seiner (selektiven) Warnehmung heraus. Ich möchte mich da nicht ausnehmen.
Ich (m, Ende 20) habe mich selbst mit dem Thema gerade beschäftigt und kann auch nur aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz berichten. Die meisten meiner männlichen Kollegen wollen prinzipiell schon Kinder haben. Da fallen immer mal wieder Sätze wie "wenn ich mal Kinder habe, dann...", aber wann weiß keiner von uns so genau. Im Ing./MaschBau Bereich ist der berufliche Druck nicht ausschlaggebend (35h, IG Metall lässt Grüßen). Hier sind es eher andere Faktoren. Langzeitbeziehungen gehen auseinander, weil die Männer einfach "noch mal Spaß haben" wollen. Andere Beziehungen gehen in die Brüche, weil die Frauen zu hohe Ansprüche stellen (z.B. Frau schafft für sich an und Mann für beide (Auto, Möbel, Lifestyle etc.)). Letzteres mag wohl auch so sein, weil Frauen eher was soziales/ "irgendwas mit Medien" studieren, immer noch, trotz aller Girls Days und MINT Geschichten. Es kommt zum Zusammenstoß des Beziehungsbilds der 50er (Mann versorgt, Mann macht was er will) und dem heutigen Beziehungsbild (Frau ist stark, selbstbestimmt und unabhängig). Dazu kommt die Angst vor den Allemenden (ja, wirklich! Ob begründet oder nicht).
Für mich persönlich gibt es noch einen ganz anderen Grund. Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich keine Kinder in diese Gesellschaft entlassen möchte. Ich werde auswandern innerhalb der nächsten 5-10 Jahre (je nach Arbeitsmarkt und polit./gesellsch. Entwicklung). Für so kurze Perioden plant man keine Kinder. Ich bin mit diesem Gedanken nicht alleine unter meinen Standeskollegen. Da bleibt man lieber vorerst flexibel und komme seinem Kinderwunsch später nach, evtl im Ausland.
 
  • #201
Ich kann es auch voll verstehen, warum Männer kein Kind wollen. Ja, die ersten 10 Jahre erzählen dir Kinder zwar 3 x am Tag wie sehr sie dich lieben, was der einfache Überlebensinstinkt eines Kindes ist, weil es sich noch nicht selbst versorgen kann. Die nächsten 10 Jahre, wird man jeden Tag angeschrien, wie scheiße und peinlich man denn ist,... Die Tochter einer Kollegin kriegte neulich zu hören: Ich wünschte du würdest sterben! - Und 'ne Stunde später aber Geld für ein neues Handy wollen! Im Alter zwischen 20-30 Jahre richtig Kohle für Studium, Beruf, Ausstattung der 1. Wohnung, etc. ausgeben... Kinder kosten! Und ob man was zurück kriegt stellt sich erst im Laufe der Zeit raus, wenn die Kinder selbstständig denken können.

z. Bsp.: Meine Mutter liebt mich - ich sie aber nicht! Kaum war ich in der Pubertät, konnte ich ihr nicht mehr beim Essen zusehen. Ich habe mich vor ihr geekelt und ich hasse es auch heute noch, wenn sie mich versucht zu küssen oder anfässt. Die Geschenke, die ich von ihr zum Geburtstag und zu Weihnachten kriege, nehme ich natürlich nach wie vor gerne an. Meine Oma besuche ich auch nur, weil man das so macht und weil sie immer 'nen Fuffi rüber rückt! Aber Spaß macht es keinen! Ich halte es mit meiner Mutter keinen halben Tag aus ohne das wir uns streiten, weil wir unterschiedlicher Meinung sind! - Sorry, das ist keine Liebe, und nein, sie kriegt nichts zurück, und sowas will ich auf gar keinen Fall selber groß ziehen und finanziell unterstützen. Da ist mir meine Zeit und mein Geld viel zu Schade.

Ich kann die Männer voll verstehen und ich denke es ist jedem seine Angelegenheit, ob er ein Kind will oder nicht.

Würde einer von mir ein Kind wollen, müßte er erstmal 5000 € rüber rücken. Pro Kind gehen bei jeder Schwangeren durchschnittlich 2 Zähne kaputt. Wer bezahlt mir das - wir Frauen verdienen für die Gleiche Arbeit weniger Geld?! Wer bezahlt 50% aller Frauen später die Windeln, weil SS und Geburt nun mal kein Zuckerschlecken für den Körper sind!

Vom ruiniertem Sexualleben mal ganz zu schweigen? 50% aller Frauen haben hormonell bedingt noch 1 Jahr nach der Geburt Schmerzen beim GV.

Männer zahlen heute weniger als jemals zuvor für ihre Kinder und es gibt einen Eigenbehalts-/Bedarfsanteil unter dem kein einziger Mann was von seiner ach so schwer verdienten Kohle ausgeben muss! Und ja, Kinder kosten Geld egal ob man mit der Frau noch zusammen ist oder nicht! Wer das nicht will, der soll keins machen, aber bitte nicht uns Frauen die Schuld in die Schuhe schieben!

Eine 40 jährige, gewollt kinderlose, seit 10 Jahren glücklich Verheiratetet
 
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ThePinkLady

Gast
  • #202
Liebes Elitepartnerforum,

so rein objektiv und statistisch gesehen sind die kinderlosen Männer nicht "viele" und die, die keine Kinder haben, haben dann eine ganze Reihe von Gründen dafür. Ein großer Teil der Kinderlosen ist es auch gar nicht bewusst, geplant oder gewollt, dazu kommt der Trend des gesellschaftlichen Individualismus, der schwieriger gewordene Arbeitsmarkt, der biologisch sehr unglückliche Trend, sich erst immer später erwachsen zu fühlen.

Sofern der Mann nicht gerade Krösus ist, ist es mit dem Kinderkriegen auch für ihn Ü 40 vorbei. Die ganzen Last Minute Ü40-Ü45 Väter, die wenige Jahre später den Singlemarkt online und offline mit fast 50 und abgeschlafft, abgebrannt und in jeder Hinsicht überfordert mit ihren Kleinkind-Kindergarten- und Grundschulkindern überschwemmen und dort liegenbleiben wie Sauerbier muss und will auch weder Männchen noch Weibchen als eigenes, privates Schicksal haben. Manche Menschen müssen auch nicht unbedingt Kinder kriegen, besonders nicht so gutgeratenes, gut sozialisiertes Männermaterial sortiert sich damit evolutionär selber aus (gilt umgekehrt natürlich auch für die Frauen).
 
  • #203
Warum muss man sich für's Kinder kriegen Erwachsen fühlen. Bis vor ca.100 Jahren musste!!! man mit spätestens 20 Kinder machen, damit man im Alter versorgt war. Und wer im Tagebau gearbeitet hat, war mit 40 Jahren schon ein Greis und nicht mehr arbeitsfähig. Das (Kinder kriegen) ist heutzutage (Gott sei Dank) durch Rente und Sozialhilfe nicht mehr notwendig. Und nein, in 20-30 Jahren wird auch nicht die junge Generation in die Rentensysteme einzahlen. Dann gibt es nämlich kaum noch Jobs, weil alles durch Maschinen, vollautomatische Prozesse, KI, etc. ersetzt werden wird. Unsere Rente wird dann aus der Maschinensteuer bezahlt werden und nicht von einer nicht gut ausgebildeten Kassiererin - gibt es dann nämlich nicht mehr - vollautamtische Kassen, wie jetzt schon in Schweden. Und eigentlich tun wir in den Industrieländern nur Gutes, wenn wir keine Kinder machen. Unser ökologischer Fußabdruck ist um einiges höher als der einer 10 köpfigen Familie in z. Bsp. Nigeria. Davon mal ganz abgesehen, dass sich die Weltbevölkerung von 1960 - 2000 sowieso schon verdoppelt hat. Wie soll das weitergehen??? Wieviel Urwald und wieviele andere Lebewesen wollen wir noch ausrotten, damit für den ach so tollen Menschen genug Platz auf dieser Erde ist? Wird eher Zeit, dass mal wieder 'ne fette Seuche kommt um uns etwas zu minimieren. Deswegen: Kostenfreie Abtreibungen für alle!!!
 
  • #204
Unterhielt mich erst vor einigen Monaten mit meinem fast 30 jährigen Singlesohn, der 4 längere und mehrere Kurzzeitbeziehungen und unzählbare ONS hatte, über Beziehungen und Familie.
Er selbst lebt in seinen Beziehungen monogam und erwartet dies auch von der Partnerin.
Er beklagt, dass die meisten Frauen in seinem Alter heutzutage gar nicht mehr mit einem Langzeitpartner rechnen, sondern mit sog Lebensabschnittspartnern und dies für sie auch selbstverständlich sei.
Er denkt an eine, wie von uns vor gelebt, Langzeitbeziehung mit Frau und Kindern und eigenem Wohnhaus.
Seine Überlegung sei eine Frau, mit der er wenigstens ein Kind haben wolle, auch wenn die Beziehung nicht lange halte.
Gut, was kann man dann antworten?
Nur eine Beziehung eingehen, um sich fortzupflanzen birgt die große Gefahr, dass die Substanz für eine Langzeitbeziehung nicht vorhanden ist und die Beziehung trotz Kind scheitert. Was bringt die stolze Vaterschaft? Er darf bis zum 18 bzw 27 Lebensjahr Unterhalt für das Kind zahlen. Er darf sich eventuell an Sonderausgaben beteiligen. Womit er rechnen muss - eingeschränkte Mitsprache an der Erziehung, eventuell nur spärliches Besuchsrecht, wenn es überhaupt möglich ist, wenig bis keine Mitsprache, wenn das Kind einen Stiefvater bekommt, der es ablehnt oder umgekehrt. Jedenfalls würde er bei weitem nie die Zeit mit seinem Kind verbringen können, wie wir zwei sie miteinander verbracht hatten. Ich riet ihm, sich erst um eine Frau zu bemühen, mit der es in den wichtigsten Punkten Übereinstimmung gibt, um vielleicht doch eine Partnerin für eine Langzeitbeziehung zu finden.
 
  • #205
Das Thema finde ich spannend.:)

Nun habe ich tatsächlich den ganzen Thread studiert und kann mich nicht zurückhalten, meinen Blick auf Männlein und Weiblein auch noch zum Besten zu geben. Auch wenn ich damit verhindere, dass die Antwortkette auf eine mittlerweile sieben Jahre alte Frage endlich abreissen kann. 🙈

Als der Feminismus noch keine Rolle spielte, waren es trotzdem schon immer wir Männer, die zum Entsetzen der Frauen stets das Eine wollten. Das gute Mädchen war aber auch dem passenden Kandidaten nur gewillt, dieses Eine zu geben, wenn er sich denn auf eine dauerhafte Beziehung einlasse, die im Idealfall zur Ehe und gemeinsamen Kindern führe. Sicher wollten Männer auch Kinder. Und Frauen waren dem Sex nicht gänzlich abgeneigt. Einen völligen Gleichklang der Bedürfnisse hätte aber niemand angenommen. Der Kinderwunsch war auf weiblicher Seite stets stärker ausgeprägt. Den stärkeren Wunsch nach mehr oder ausgefallenerem Sex verspürten wir Männer. Das stand außer Frage.

Daraus ergab sich ein prima Austauschverhältnis: Ich dir mehr Hinwendung zum Nachwuchs, als es mich eigentlich verlangt (Kindesunterhalt plus Betreuungsunterhalt). Du mir mehr oder anderen Sex an mich als es dich verlangt. Das hat eine Zeit lang ganz gut funktioniert. Dummerweise sind wir immer älter geworden und einander überdrüssig. Kein Problem, dachten wir uns. Dann dividieren wir unsere Verbindung eben wieder auseinander, haben wir uns gedacht. Zwar ging das nicht gänzlich, da es ja jetzt galt den Nachwuchs weiterhin zu versorgen. Das hätten wir aber auch bei einem Rückfall auf die uns gemeinsamen Interessen auffangen können: Ich nur noch das mir originäre Maß an Nachwuchspflege (Kindesunterhalt). Du keinen Sex mehr an mich. Sicher der Kindesunterhalt schlägt ins Kontor. Meine Resourcen sind aber wieder ausreichend vorhanden, um mich auf erneute Pirsch zu begeben. Sicher, der Nachwuchs kostet Zeit und Energie. Aber mit dem Sex im Angebot sollten deine Chancen auf einen neuen Partner nicht so schlecht stehen. Quasi eine Änderung der Geschäftsgrundlage. Die Verbindung wird der neuen Situation mithilfe eines fairen Interessenausgleichs angepasst. Wir würden beide ein bißchen leiden. Aber das Leben würde weitergehen.

Dann kam der Feminismus und hat zwei Grundprinzipien des Lebens neu geschrieben:
1. Männer und Frauen unterscheiden sich ausschließlich durch äußere Geschlechtsmerkmale. Eine abweichende Sexualität gibt es aus biologischer Sicht überhaupt nicht.
2. Männer und Frauen wünschen sich im gleichen Maße Kinder. Eine abweichendes Interesse am Nachwuchs gibt es überhaupt nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #206
Prima, dachten sich alle Frauen. Dann ist ein Austauschverhältnis ja nie begründet worden. Mit dem Entzug von Sex ändere ich gar keine Geschäftsgrundlage. Der Sex war nur ein belangloser Zeitvertreib. Kein Vertragsbestandteil. Er hat alle seine Resourcen für immer und ohne Gegenleistung in das Gedeihen des Nachwuchses stecken wollen. Ergo muss ich auch keine Abstriche an meinen Interessen (Betreuungsunterhalt) hinnehmen. Ein Interessenausgleich ist nicht erforderlich.

Der geneigte Leser wird nachempfinden, wie angeschmiert sich die Männer da gefühlt haben. So langsam haben sie nun angefangen sich zu verweigern. Sehen keinen Ausweg. Machen nicht mehr mit. Weil erst im Laufe von Jahren die Konsequenzen sich rumsprechen. Und der Weg ist lang. Selbst wenn die Entwicklung ihre Richtung wieder ändert, wird es aus diesem Grund wohl genauso lange dauern, bis Männer in der westlichen Welt wieder so viel Interesse an Familie entwickeln wie das mal war.

Schade eigentlich.
 
  • #207
Komisch, die Geburtzahlen steigen in Deutschlands seit Jahren so stark, dass Eltern es inzwischen sehr schwer haben, einen Krippen-Kita Platz zu finden. Es gibt sogar Eltern, die ungewollte zu Hause bleiben müssen, bzw. die Mutter, weil sie keinen Kita-Platz findet, obwohl sie rechtlich darauf einen Anspruch hätte. Wurde sogar schon vor Jahren bei Gericht eingeklagt. Was nützt ein Urteil, wenn man es sich mit den Kitas in seiner Stadt so angelegt hat. Nix.

Es werden also ausreichend Kinder geboren. Es gibt also ausreichend Männer, die dazu ihren Anteil beitragen. Mag sein, dass es einige sind, die es nicht gerne und freiwilig getan haben.

W Ü55
 
  • #208
Ich konnte das so nicht feststellen. Nach meiner Wunschliste hätte ich lieber einen Mann ohne Kinder gehabt. Ich würde meinen Mann um nichts in der Welt hergeben wollen, aber die kinderlosen Männer ü40 waren doch ziemlich in der Unterzahl.
Fraglich bleibt dabei natürlich, ob bei den Männern ein ausgeprägter Kinderwunsch dahinter stand oder sie das eher so mitgegangen sind.
 
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