G

Gast

  • #1

Warten und hoffen?

Hallo
Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich bin mit meinem mann 10 jahre zusammen. Vor 7 monaten haben wir geheiratet. Wir waren im 8 beziehungs jahr für 9 monate getrennt.

Der grund damals für die trennung und den jahrelangen streits war das er kaum sex und/oder kuscheln oder allgemein körperliche nähe wollte. Und (fast)immer wenn ich anfing oder mal was schönes überlegt habe, wurde ich geblockt oder angemeckert, ich würde das zu viel wollen.

Als wir wieder zusammen kamen schwor er mir das es nun anders wäre, ich wollte es glauben.
Er hätte sich immer nur zurückgenommen, etc. Nun aber ist es seid monaten wieder genauso, ok es gab viel stress. Mein bruder bekam ein kind obwohl wir es seid 4 jahren versuchen, erfolglos. Er heiratete dann sogar vor uns, unsre hochzeit. Im sommer wurde ich 5 mal operiert und davon 3 not op's lange ,krankenhaus und so. Doch immer hiess es halt, wegen dem und dem kann und will er nicht und dann nach dem sommer er hat probleme mich anzufassen, findet mich nicht mehr schön und so. Und ich sollte aufhören nähe zusuchen es würde ihn bedrängen.

Nun hörte ich mit allem auf, er kam dann wirklich wieder auf mich zu weil ich ja auf einmal so komisch wäre. Kurz hielt es dann wieder das gleiche...

Ich fange nun an gleichgültig zuwerden, ich merke wie es mir egal wird. Ichweiss nicht mehr was ich tun soll...bin verzweifelt und verwirrt. Kann ich hoffen dass es besser wird mit uns?
 
G

Gast

  • #2
Aus meiner Perspektive als anonyme Leserin kann ich natürlich leicht reden. Aber von hier "am anderen Ende der Leitung" sieht die Hochzeit nach einem echten Fehler aus. Ich würde schon drauf bestehen zu erfahren, warum er sich überhaupt auf diesen Schritt eingelassen hat! Es wird Zeit das du konsequent und unabhängig auftrittst. Der Rat ist hier immer derselbe und der ist auch der effektivste: Eigene Hobbys, Freunde, Unabhängigkeit. Auf keinen Fall noch dem Sex nachhecheln. Links liegen lassen im wahrsten Sinne des Wortes. Das schafft auch ihm den nötigen Abstand, den er sich passiv-agressiv erkämpfen will. Ich würde auch ernsthaft und kompromisslos die Scheidung erwähnen und das du dazu bereit bist, wenn sich nichts bessert. Und zwar richtig bessert. Ein paar ab und an hingeworfene Krümelchen sind keine Besserung. Sag dir täglich mehrmals immer wieder eindringlich vor (oder denke) das du ein Mensch von großem Selbstwertgefühl bist und dein Leben aufrichtig wertschätzt. Wenn dann die "ich doch nicht..." Gedanken kommen, sage es dir erst recht! Und jemand der das ist lässt sich das nicht gefallen was du gerade mitmachst. Es hat natürlich immer alles 2 Beteiligte und Seiten. Aber dein eigene hast du auf jeden Fall in der Hand und an der kannst du was machen.
w46
 
  • #3
So, wie du das schreibst, hört es sich nicht danach an, dass man hier viel Hoffnung haben könnte. Dein Mann mochte noch nie körperliche Nähe, und er mag sie immer noch nicht. Was immer der Grund dafür sein mag - es hört sich nicht so an, als ob sich das ändern würde.
Ich bin vermutlich nicht der Einzige, der sich - und dich - fragt, warum du diesen Mann vor sieben Monaten geheiratet hast. Nach der großen Liebe sieht das zumindest von seiner Seite nicht aus.
 
G

Gast

  • #4
Doch ich dachte es wäre DIE liebe. Und das seine fehler ja da sind aber man mit leben kann. Und ich hab ihn geheiratet, einer seits weil ich ihm glauben wollte das er auch anders kann und dann noch weil ich jahre drauf gewartet habe, denn verlobt waren wir 4-5 jahre, bis er einem termin zustimmte.

Er ist ja auch lieb und ehrlich, treu und man kan mit ihm reden, aber so lieb wie ich ihn habe wird es zumehmend zu einer "freundschaftlichen" ehe oder beziehung.

Danke für die antworten.

Er sagt auch er liebt mich und will niemand anderes und für ihm ist alles gut.

Die FS
 
G

Gast

  • #5
Auf was willst du denn warten? Dass er sich um 180 Grad dreht und plötzlich der aufmerksame körperbetonte Kuscheltyp wird. Eher unwahrscheinlich. Du bist mit einem Mann verheiratet der sich durch deine Nähe bedrängt fühlt, dich nicht mehr anfassen will und dich nicht mehr schön findet.

Wenn man sich das mal ganz langsam durch den Kopf gehen lässt weiß ich nicht was euch zwei noch verbindet. Selbst wenn du dich zurückziehst ist der Erfolg doch nicht von Dauer.

Also auf was willst du warten und hoffen?


w46
 
G

Gast

  • #6
ihr solltest eurem problem mit professioneller hilfe auf den grund gehen, wenn ihr die beziehung retten wollt. da ist sicher liebe auf beiden seiten, aber ebenso sicher auch ein problem das ihr (noch) nicht erkannt habt und dementsprechend nicht lösen könnt.

evtl bist du zu besitzergreifend, dass er sich so zurück zieht/ zurück ziehen muss, evtl. zu forsch - was auch immer.
evtl. ist das problem zu gross um überwunden zu werden.

die oben vorgeschlagenen "druck-massnahmen" halte ich für völlig ungeeignet. das käme symtom-behandlung gleich, würde euer problem nicht nachhaltig lösen. das verschieben auf später habt ihr ja schon hinter euch.

w46
 
G

Gast

  • #7
Liebe FS,

ich kann allen Vorschreibern nur zustimmen. Ich frage mich auch, warum du dir nicht schon früher prof. Hilfe für dich bzw. für euch geholt hast. Dein Mann scheint Probleme zu haben mit der Nähe/Distanz. Die Ursachen liegen dafür oft in der Kindheit.

Du musst wissen, ob du dein Leben mit so einem Mann verbringen will, der deine Bedürfnisse nicht erfüllen kann oder will.

Mir wäre das nichts. Ich könnte bei vielem Kompromisse machen, aber beim Sex und Kuscheln muss es relativ hohe Übereinstimmungen geben, ansonsten wird es nichts langfristiges.

w 49
 
G

Gast

  • #8
Um Gottes Willen. Das ist nicht EUER Problem, sondern SEIN Problem. Hör auf zu hoffen, geh auf keinen Fall in eine Paartherapie, sondern wenn überhaupt, alleine in eine Gesprächstherapie, wo du eventuell herausfindest, ob du ein Problem mit Sexualität hast, dich eventuell selbst bedrängt fühlst, wenn dein Partner komplett anders und sexuell aktiv wäre.

Dieser Mann wird sich nie mehr ändern. Frag dich, ob du dir einen gönnen kannst, der sich besser für dich eignet. Diese Frage hat mit DEINER Eigenliebe zu tun - und es ist dein gutes Recht, sie zu stellen.
 
G

Gast

  • #9
Mein Ex-Freund war leider ähnlich.
Er mochte Sex nur in den ersten 6-12 Monaten. Danach flaute das massiv ab und wurde von Monat zu Monat immer weniger!
Ich habe alle Tricks ausprobiert, wirklich alles, was möglich war. Das begann mit Ausweichen, alleine Ausgehen, sich zurückziehen, Dessous, Streit, ihm gedroht mir einen Lover zu suchen etc.
Gewirkt hat das alles nur sehr kurz denn nach spätestens 4 Wochen lief es wieder auf Freundschaft hinaus.
Ihm hat das völlig ausgereicht - mir leider nicht, da ich ein sehr leidenschaftlicher Mensch bin.
Es war für mich schier unerträglich neben ihm im Bett zu liegen und wochenlang keinen Sex zu haben. Er hatte mich nicht mehr angefasst, es war keine Begierde mehr in seinen Augen, bis ich irgendwann die Reissleine gezogen haben und mich getrennt hatte.
Er war total erschüttert dass ich "DESWEGEN" Schluss mache!
Unsere Bedürfnisse waren zuuuu unterschiedlich!
Klar, hätte ich noch Jahre so weitermachen und mir nebenher einen Lover halten können, aber ich wollte so eine Beziehung nicht für mein ganzes Leben.
Überlege, ob Du tatsächlich ohne Kuscheln, ohne Sex und körperliche Nähe durchs Leben kommst.
Wohl nicht, sonst hättest Du nicht gepostet!
Alles Liebe!
w.41