• #1

Wann/Warum verliebt ihr euch und ab wann riskiert/verändert ihr euch für denjenigen?

Die Frage ist hauptsächlich an die Männer gerichtet, da ich die Antworten von Frauen dazu kenne ( bin ja selbst eine...)

Also: Könnt ihr festmachen, was das Besondere bei den Frauen war in die ihr euch verliebt habt? War es schon nach dem 4. Date oder erst nach längerem Kennenlernen? War sie anders als die vorherigen Freundinnen, mit denen evtl. einiges in der Beziehung nicht passte? Seid ihr in der ersten Zeit der Verliebtheit/des Begehrens bereit gewesen Zeit für sie zu opfern? Also weniger Treffen mit Freunden, weniger Sport, weniger chillen - nur um euch mit ihr treffen zu können?
Obwohl ich schon 35 bin weiß ich bis heute nicht wie sich verliebte Männer fühlen. Ich habe bisher eher nur diejenigen getroffen, die einem das Gefühl gegeben haben, völlig entbehrlich zu sein.

Ich hatte nie das Gefühl, dass Männer (in meiner Umgebung, verallgemeinern kann man das hoffentlich nicht) wirklichen Herzschmerz empfinden können.

Daher interessiert mich hier die offenene ehrlicher Erfahrung aller Männer.

Dankeschön.
 
  • #2
Bei mir waren das eigentlich immer Frauen, die ich ohnehin schon sehr attraktiv fand – und die dann Interesse an mir hatten. Also keine großen Besonderheiten, keine auffälligen Unterschiede zu vorherigen Freundinnen (Wie sollte es auch?) und kein coup de foudre.

Die Verliebtheit kam dann immer innerhalb von Tagen, während man merkte, dass sich da was anbahnte.

In der ersten Zeit zählte dann immer nur SIE, nichts anderes mehr. Alles andere war nicht nur uninteressant, sondern versank völlig im Nichts.

Ich habe mich immer sehr krank gefühlt in solchen Verliebtheitsphasen, fast geisteskrank. Nichts funktioniert mehr, man kann nicht mehr essen, nicht mehr schlafen, sich auf nichts konzentrieren, also auch nichts lesen oder keine Filme gucken – weil einem ständig diese verd... Frau im Hirn herumspukt.
 
  • #3
Es fängt eigentlich immer so an, dass man im ersten Schritt über eine Frau nachdenkt und sich sagt "die wäre was". Voraussetzung hierfür ist, dass die Frau selbst ein gewisses Interesse mir gegenüber zeigt (z.B. Blicke, Aufmerksamkeit, etc...), halbwegs in mein Beuteschema passt (jung, schlank, eher schüchtern) und - ganz wichtig - keine unmittelbaren Negativkriterien auffallen mit denen ich nicht klar käme (laut, kompliziert, peinlich, hat einen Freund, ist sehr extrovertiert, etc...). Wenn ich dann über sie nachdenke, kann es sein, dass ich mich in sie verliebe, wenn ich sie wieder sehe.

Allerdings muss ich klar sagen: Es wird mit der Zeit seltener. Als ich so 16-20 war, habe ich mich schnell und leicht in gleichaltrige Mädchen verliebt - weil ja viele Frauen perfekt aussahen, jung und hübsch waren und gut rochen. Heute bin ich 36 und es fällt mir immer schwerer, mich in Frauen zu verlieben, die - wie ich selbst auch - älter geworden sind, d.h. meist bekomme ich doch eher wieder Herzklopfen wenn ich eine 19-jährige sehe. Das macht alles schwieriger.
 
  • #4
Ich bin zwar eine Frau möchte aber trotzdem auf diesen Threat antworten. Menschen ändern sich niemals. Charakter bleibt egal was passiert. Fremdgänger warden immer Fremdgänger bleiben - egal welche Frau sie treffen. Meine Erfahrung mit Männern in 45 Jahren ist das die gar nicht lieben können.

Das klingt sehr verbittert, aber geht es nicht teilweise am Thema vorbei? Es ging ja nicht ums Lieben, sondern ums Sich-Verlieben.

Davon abgesehen: Vielleicht können Männer ja lieben, nur dass sie unter Liebe vielleicht etwas anderes verstehen als Frauen?

Das mit dem Sich-Verändern hatte ich vorhin vollkommen ignoriert, und da gebe ich gastxxx recht: Ich glaube auch, dass man sich von der Pubertät an nur noch sehr wenig ändert – sich nur noch sehr wenig ändern kann. BIs spätestens dann ist das Wesentliche festgeschrieben.
 
  • #5
Liebe FS. Mir geht es als Frau genauso wie dir. Fast alle Männer, die ich datete, fanden mich zwar immer sehr begehrenswert, dennoch habe ich bis heute noch nie einen Mann erlebt, der sich wirklich tiefsinnig verliebt hat.. der Großteil tickt einfach zu oberflächlich und kaltherzig, so meine langjährige Erfahrung mit Männern und Frauen Freundschaften.
Die Kunst ist es weiter an sich selbst zu arbeiten, seinen Horizont erweitern und gleichgesinnte Menschen mit Herz anzuziehen. Viel Glück.
 
  • #6
Verliebtheit kommt doch mit der Zeit. Wie du schon sagtest wenn man nur jemanden Unbekannten datet, dann kann man doch nur sagen ob man sie sexuell anziehend findet oder nicht. ( Gut ab und an soll es den berühmten Blitz geben, aber der ist doch recht selten )

Und beim Daten prüft man ja nur ob man sich generell vorstellen könnte mit jemanden eine Partnerschaft einzugehen. Jetzt mal Hand aufs Herz wie authentisch würdest du einen Mann halten, der dir beim ersten Date seine brennende Liebe gesteht? ( Er kennt dich doch gar nicht! )

Und warum sollte man sich nach kürzester Zeit sofort auf eine Frau einlassen? Gilt natürlich auch andersherum. Die Chance ist doch sehr hoch, dass man sich da nur Luftschlösser baut und einem am Ende das Herz gebrochen wird.

Verlieben geht ja nur mit der Zeit wenn man einen wirklich kennenlernt, also z.B. eine Freundin, eine Arbeitskollegin. Und dann ist noch das Problem, es sollte dann schon auf Gegenseitigkeit beruhen ansonst bringt es alles nichts. Nach meiner Erfahrung können Frauen Ihre Emotionen in der Regel nicht so gut verbergen wie die Männer. Das die Männer deshalb gefühlskalt wären, ist natürlich Unsinn.
 
  • #7
.....bis heute noch nie einen Mann erlebt, der sich wirklich tiefsinnig verliebt hat.. der Großteil tickt einfach zu oberflächlich und kaltherzig, so meine langjährige Erfahrung mit Männern und Frauen Freundschaften.

Männer verlieben sich, lieben und leiden einfach anders. Das kann man sowohl hier als auch in diversen (Fach)Publikationen nachlesen. Die Gefühlswelt einer Frau zu erwarten kann nur zu Enttäuschungen führen.

Ich frage mich, wieso du, liebe Mondschein*, das Eingehen von Risiken bzw. Veränderung wünschst oder erwartest. Sollte nicht einfach alles ohne Zutun rund laufen? Warum stellst du deine Frage, hoffst du bei einem bestimmten Mann? Denn wenn du dich bislang immer nur völllig entbehrlich gefühlt hast, bist du definitiv mit den falschen Männern unterwegs.
 
  • #8
Ich als Mann muss hier mal richtig stellen, dass wir durchaus Herzschmerz kennen. Der kann auch richtig schön lange gehen, wenn die Frau mit einem anderen zusammen ist und man sich trotzdem regelmäßig sieht (bei mir waren es mal ~5 Jahre mit Unterbrechungen)...

Ich denke, wenn wir uns richtig verlieben, machen wir uns von dieser Frau emotional total abhängig. Was wohl aber die Meisten von uns tun, ist, sich das möglichst wenig anmerken zu lassen. Und das kommt dann leider sehr unnahbar oder gar desinteressiert rüber.
 
G

Ga_ui

Gast
  • #9
Männer denken praktisch und realistisch. Die Frau muss kompatibel sein und unproblematisch in ihr Leben passen. Die schöne Frau und die tollste Liebesstory hat für sie keinen Sinn, wenn die Frau nicht in ihr Leben passt. Ein Mann wägt ab, ob er mehr Vorteile oder Nachteile daraus zieht. Fast alle Männer meiden es, sich mit einer Frau mehr Ballast und Sorgen aufzustapeln, als sie ohnehin schon ohne sie haben.Männer opfern sich – im Gegensatz zu Frauen – niemals unüberlegt selber auf.

Es reicht NICHT, wenn eine Frau möglichst begehrenswert und topmodelmäßig ist. Glaub es mir! Ich hab das an zahlreichen Beispielen in meinem Kumpelkreis gesehen.
 
  • #10
Meine Erfahrung mit Männern in 45 Jahren ist das die gar nicht lieben können.
Puh. Das klingt aber verbittert....

.... und stimmt meiner Erfahrung nach überhaupt nicht.

Nach meinen Erfahrungen haben sich schon eine ganze Reihe von Männern in mich verliebt.

Etwa zehn Mal: Kennenlernen, aufblitzende Augen, schlagartige Aktivität des Mannes unterschiedlicher Art um mich so oft wie möglich zu sehen, meist Scheitern an Ablehnung meinerseits, den Umständen, Ernüchterung - drei lange bis sehr lange Beziehungen, zwei davon durch mich beendet, eine läuft sehr gut :))))

Etwa zehn Mal: langsames Kennenlernen, langsames Verlieben - manchmal einseitig, manchmal beiderseitig, keine Beziehung von längerer Dauer

Zwei Mal: Mann verliebt sich in einer Affaire, einmal beendet durch mich, einmal beendet durch den Mann (Fernbeziehung)

Wenn ich die Männer aus meinem Umfeld beobachte, gewinne ich denselben Eindruck: Sie investieren sehr viel, wenn ihnen etwas an der Frau liegt, und wenn es scheitert, geht es ihnen schlecht. Lange. Richtig schlecht.

Männer haben Gefühle, und zwar sehr intensive. Viele Männer sind sehr treu, halten zu ihrer Partnerin und tun sehr viel für sie.
IN JEDEM ALTER!
 
  • #11
Was wohl aber die Meisten von uns tun, ist, sich das möglichst wenig anmerken zu lassen. Und das kommt dann leider sehr unnahbar oder gar desinteressiert rüber.

Das tun wir doch eigentlich bei so gut wie allen Emotionen. Frauen dagegen sind darauf gepolt, ihre Emotionen immer schön zu kultivieren und rauszulassen, vor allem in der Partnerschaft/Familie, ohne Rücksicht auf Partner oder Verluste. Überhaupt nehmen ihre Gefühle bei Frauen einen unglaublichen Raum ein, und wenn sie irgendwo egoistisch sind, dann bei ihren Emotionen. Da fordern sie auch Eingehen und Rücksichtnahme vom Partner, denn das ist für sie fürchterlich wichtig. Meistens bieten sie dasselbe im Gegenzug auch an, nur ist das für uns nicht weiter interessant, weil wir Emotionen eher als unvermeidbares Übel betrachten, um das man möglichst nicht soviel Gewese machen sollte. (Ich weiß, nach der derzeit herrrschenden Mode in der Psychologie ist das ganz, ganz falsch und schlecht.)

Moderation: Chats entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
 
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  • #12
wenn man nur jemanden Unbekannten datet, dann kann man doch nur sagen ob man sie sexuell anziehend findet oder nicht.
Seltsam, das hat bei mir noch nie eine Rolle gespielt, ich habe mich immer nur in die Wesensart der Frau verliebt. Natürlich verband sich damit auch immer der Wunsch, mit ihr genau das zu tun, was diese Faszination für mich ausmacht. Sie kann oben auf der Burg eine Stunde lang schweigend die heraufziehende Dämmerung genießen? Dann tun wir genau das, denn es ist außergewöhnlich, und es gefällt mir. Sie fragt mich, ob ich einen Tango von einer Rumba unterscheiden kann? Gut, das nächste Date führt uns auf ein geeignetes Tanzparkett, denn eine tanzbegeisterte Frau gefällt mir.

Nur eines würde ich überhaupt nicht mögen: daß sie sich steril gibt wie eine Schaufensterpuppe, keine Begeisterung für irgend etwas erkennen läßt. Wozu bitte sollte ich ihr eine Rose schenken, wenn sie bisher an allen Blumen achtlos vorüber gelaufen ist? Da kann sie noch so „erotisch” rüberkommen, da rastet einfach nichts ein bei mir. Wüßte sie aber, wo man in der Umgebung Frauenschuh-Orchideen findet, läge ihr sofort mein Herz zu Füßen.
 
  • #13
Beim letzten Mal des Verliebtseins entschied ich daß ich für sie mein Leben umstellen würde - komme, was da wolle; relativ schnell; wir trafen uns haben geredet und machten das erste Treffen aus.

Wir waren auch eine Zeit lang zusammen und ich hätte mein Leben umgestellt - sprich umziehen etc pp aber single bin ich nun trotzdem wieder.
 
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  • #14
ch als Mann muss hier mal richtig stellen, dass wir durchaus Herzschmerz kennen. Der kann auch richtig schön lange gehen, wenn die Frau mit einem anderen zusammen ist und man sich trotzdem regelmäßig sieht (bei mir waren es mal ~5 Jahre mit Unterbrechungen)...
Ja ganz meine Erfahrung... war auch einige Male seht unglücklich verliebt. War allerdings auch mit viel Unerfahrenheit und falsche Erziehung dabei .....
Bei mir hat das Verliebtsein natürlich auch immer viel mit dem Aussehen und mit dem Sex einer Frau zu tun.
 
  • #15
Männer denken praktisch und realistisch. Die Frau muss kompatibel sein und unproblematisch in ihr Leben passen. Die schöne Frau und die tollste Liebesstory hat für sie keinen Sinn, wenn die Frau nicht in ihr Leben passt. Ein Mann wägt ab, ob er mehr Vorteile oder Nachteile daraus zieht. Fast alle Männer meiden es, sich mit einer Frau mehr Ballast und Sorgen aufzustapeln, als sie ohnehin schon ohne sie haben.Männer opfern sich – im Gegensatz zu Frauen – niemals unüberlegt selber auf.

Es reicht NICHT, wenn eine Frau möglichst begehrenswert und topmodelmäßig ist. Glaub es mir! Ich hab das an zahlreichen Beispielen in meinem Kumpelkreis gesehen.

Dem kann ich als Frau absolut beipflichten.
Männer können mit der Falschen sehr gut zusammenleben, aber heimlich die Richtige "weiterhin anschmachten" um es mal bildlich darzustellen.

Frauen können das weniger, sie schmachten weiterhin, bleiben aber alleine, weil innerlich kein anderer Mann Zugang hat.

Männer können "eiskalt" eine Beziehung mit einer Frau aufbauen, die ihnen nicht das geringste bedeutet, aber wie oben erwähnt, in ihr Leben, in ihren Alltag passt.

Gefühle und Liebe sind tatsächlich mehr ein Frauending.
Im Buch: Wenn Frauen zu sehr lieben, gut beschrieben.
Das Gegenbuch: Männer lassen lieben, spricht auch davon.

Eine Frau schrieb hier mal im Forum: Männer haben keine Seele, das kann ich voll unterschreiben und habe mich wohl auch aus diesem Grund von der Partnersuche voll und ganz verabschiedet, aber nicht erst mit 52 sondern schon vorher. Ich wollte nie Zweck für jemanden sein, das Risiko war mir dann doch zu groß.
 
  • #16
Wozu bitte sollte ich ihr eine Rose schenken, wenn sie bisher an allen Blumen achtlos vorüber gelaufen ist?

In mich hat sich genau deswegen mal ein Mann verliebt, das hat er mir später gesagt, ich hatte es aber auch schon vorher gemerkt.

Es war etwa unser drittes oder viertes Date.
Es war Februar und wir gingen in einem Park spazieren.
Auf den Wiesen unter den Bäumen wuchsen überall die Schneeglöckchen. Die Sonne schien, der Schnee war weg und ich war glücklich, nur deswegen. Und wegen der Blümchen.
Ich kriegte mich kaum noch ein, zeigte auf die Blütenpolster. Fand mit den Augen mehr, rief ihm das zu, lief da hin.
Ich war fröhlich und glücklich.

Da kam er auf mich zu, quer über die Wiese. Lächelte ganz seltsam, nahm mich in die Arme und drückte mich lange an sich.
So standen wir auf der Wiese in der Sonne.

Da hatte er sich in mich verliebt.

Männer haben keine Seele ?
Männer können nicht lieben ?
Männer haben keine Emotionen ?
Männer haben keinen Liebeskummer ?
Alles kompletter Blödsinn !

w 48
 
  • #17
Denn Männern wird immer mehr abgewöhnt, emotionale Gefühle zu zeigen. Das gilt als "zu bedürftig" über "Weichei" bis "unmännlich."

Sondern man erwartet, dass der Mann jederzeit der Beherrscher über seine Gefühle ist. Also sie nur zu einem Teil zulässt, um nicht zu wirken wie s.o.

Ich bin als Mann sehr vorsichtig geworden, um mir Gefühle anmerken zu lassen. Bin vorher damit stets bei Frauen gescheitert, und tief verletzt worden.

Zeigte ich mich aber interessiert, aber nicht verliebt - klappte es mit den Frauen besser. Die Meisten verliebten sich dabei sogar in mich. Das ist aber für mich schizophren.

Ich wünsche mir immer noch, dass ich mich verlieben, und dabei alle meine Gefühle zeigen darf. Aber inzwischen rechne ich nicht mehr damit. Auch aus Angst, wieder verletzt zu werden, ich habe nicht mehr die Kraft dazu. Aber wenigstens träume ich noch davon.

Liebe ist in der Praxis leider doch nicht so einfach, wie man sich die Liebe vorstellt. Und man geht emotional ein Risiko ein. Aber man muß es den Leuten dabei nicht so schwer machen.

Alle reden von der Liebe. Aber es gibt immer mehr Lieblosigkeit, auch in Beziehungen. Oder die Leute sind zu ungeduldig dafür. Entweder sofort, oder gar nicht. Aber die Liebe funktioniert nicht so kitschig.
(m,53)
 
  • #18
Männer haben keine Seele, das kann ich voll unterschreiben

Das ist ganz, ganz sicher nicht richtig.

Ein Beispiel: Mein Ex, harter Knochen, äußerst erfolgreich mittelständ. Firma alleine aufgebaut. Wir lernten uns kennen, er war sehr interessiert, wir sahen uns aber rel. selten wg Stress und Fernbeziehung. Bei einer langen Autofahrt führten wir ein kurzes Gespräch, das ihm die Tränen in die Augen trieb, danach war er völlig verändert - zunächst viel offener, danach tauchte er für Wochen ab, es war zuviel für ihn.

Dann wieder viel Kontakt, viele Gespräche, sehr offen, er sprach über sein ganzes Leben und natürlich auch seine gescheiterte Ehe, er habe völlig versagt - was ich nicht ganz so sah, ich widersprach ihm häufig.

Auf einer kurzen Reise gab es wieder solch einen magischen Moment, er strahlte aus jeder Pore, es arbeitete in ihm, er balancierte auf einem ganz schmalen Grat - und ich wusste, dass es zu viel war, dass er das nicht leben konnte.

Genau so kam es, er zog sich zurück in die Arbeit, in die Pflicht, in die Einsamkeit, er konnte einfach nicht aus diesem Kokon heraus - das war der einzig sichere Boden, die Gefühle waren zu erdrückend.

Viel, viel später haben wir lange telefoniert und er sprach über diese Zeit, wehmütig, sich selbst verurteilend, er habe viel gelernt und wolle nun doch versuchen mehr zu leben. Ich wünschte ihm viel Glück dabei - hoffentlich hat er es inzwischen geschafft.

Ganz bösartig und herzlos, diese Kerle, was? Klar, sein zwischenzeitlicher Eiertanz war nicht leicht für mich, aber das war keinerlei Absicht oder Strategie von seiner Seite, er konnte sich nicht wirklich öffnen. Er war derjenige, der einsam war und es nicht ändern konnte und er tat mir Leid. Kann ich ihn für sein Verhalten verurteilen? Nein, kann ich nicht.
 
  • #19
Denn Männern wird immer mehr abgewöhnt, emotionale Gefühle zu zeigen.
Das passierte früher ja mehr als heute, und schon in der Kindheit. Wenn ein Junge sensibel war, schnell geweint hat, wurde er verlacht. Ich kannte einen Jungen, der die Scheidung seiner Eltern nicht verkraftet hatte und dessen Mutter das Kind nach der Geburt nicht annehmen konnte. Er lebte auch beim Vater. Mich wunderte, wieviel Unsensibilität in der Familie herrschte, weil ich logisch fand, dass sich der Junge ungeliebt und unsicher fühlte und schnell dachte, er würde generell abgelehnt. Durch die ganze Lage wurde er aber auch sehr einnehmend der Mutter und anderen gegenüber, was dann bei Freunden wieder zu Ablehnung des Verhaltens und Unverständnis führte.
Ich bin als Mann sehr vorsichtig geworden, um mir Gefühle anmerken zu lassen. Bin vorher damit stets bei Frauen gescheitert, und tief verletzt worden.
Das geht auch vielen Frauen so. Ich habe irgendwann mal verarbeitet, dass mich meine Gefühle gar nicht verletzlich machen, weil sie mich nicht (mehr) bedürftig machen. Wenn mich jemand ablehnt, ist das sein gutes Recht, ich bin nicht darauf angewiesen, dass ich zurückgemocht werde. Dh. ich bin nicht verletzt und ich kann auch meine Gefühle schützen, wenn der andere meint, damit eine Schwachstelle gesehen zu haben und denkt, ich wäre nun eine Marionette wegen Bedürftigkeit.
Ich finde Leute unreif, die auf den Gefühlen anderer rumtrampeln müssen, und diese Menschen tun mir auch leid, weil sie Angst haben, ihre Gefühle zu zeigen, da sie auch befrüchten, dass jemand das so macht wie sie. Außerdem sieht man Auswirkungen ihrer unglücklichen Kindheit.
Seine Gefühle als Schwäche zu sehen, ist hier der Fehler. Wenn man sie zulässt und sich klarmacht, wie verletzt die Seele sein muss, die die Gefühle eines anderen für eine Wunde hält, wird man emotional stärker. Dann kann man weggehen, wenn jemand anfängt, sich verletzend zu verhalten, oder irgendwas dazu sagen.

Das Fatale ist auch, dass durch die Angst, seine Gefühle zu zeigen, gleichzeitig eine gute Partnerschaft verhindert wird, weil eine Partnerin, die das schön finden würde, es ja nie sieht und Dich für verschlossen halten könnte.
Meiner Ansicht nach ist die einzige Chance, glücklich zu werden, zu seinen Gefühlen zu stehen und zu lernen, sie zu schützen vor den Menschen, die sie für einen Punkt der Schwäche und Ausnutzbarkeit halten.
 
  • #20
Eine Frau schrieb hier mal im Forum: Männer haben keine Seele, das kann ich voll unterschreiben

Das klingt einfach nur nach Verbitterung aufgrund schlechter Erfahrungen. Natürlich gibt es Männer (wie auch Frauen), die ihre Gefühle nicht zulassen, nicht zeigen und daher auch nicht leben können. Dafür gibt es sicherlich tiefgreifende Gründe. Aber daraus abzuleiten, dass Männer keine Seele hätten, ist doch kompletter Unfug.

Auf jeden Fall sind das sehr schlechte Voraussetzungen, wenn man sich verlieben möchte und eine gesunde, glückliche Beziehung kann daraus sicher nicht entstehen.

Dafür braucht es den berühmten Funken, der überspringt. Und der kann nur überspringen, wenn man Gefühle zeigen und Begeisterung ausdrücken kann, kurz: sich dem anderen öffnen kann. Dazu muss man emotional natürlich ein Risiko eingehen, um an die Worte von @Bernd50 anzuknüpfen.

Genau dort kann man m.E. den Beginn der Verliebtheit verorten, nämlich wenn man durch die Gefühle des Anderen berührt ist oder beim Gegenüber dieses tiefe Berührtsein auslöst. Das Beispiel mit den Schneeglöckchen von @frei zeigt das ganz wunderbar. Genau solche Situationen haben dazu geführt, dass bei mir der Funken übergesprungen ist bzw. auch ich merken konnte, dass bei meinem Partner Verliebtheit entsteht. Wenn man sich wirklich auf den anderen einlassen kann, empathisch ist und sich ausreichend Zeit lässt, dann ist die besondere Nähe, die auf diese Weise entstehen kann, sehr deutlich zu spüren.

Meiner Erfahrung nach gibt es da überhaupt keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in punkto Verliebtheit, Liebesgefühle zum Ausdruck bringen oder Herz-Schmerz erleiden. Zum Glück, denn sonst bräuchte man sich ja gar keine Hoffnungen mehr auf eine schöne Liebe machen und dann würde das Leben ganz schön traurig aussehen.
 
  • #21
Ganz bösartig und herzlos, diese Kerle, was? Klar, sein zwischenzeitlicher Eiertanz war nicht leicht für mich, aber das war keinerlei Absicht oder Strategie von seiner Seite, er konnte sich nicht wirklich öffnen. Er war derjenige, der einsam war und es nicht ändern konnte und er tat mir Leid. Kann ich ihn für sein Verhalten verurteilen? Nein, kann ich nicht.

In Selbstmitleid ertrinkende Männer, die Frauen mit ihrem Psychomüll belasten, bzw. belästigen, davon wimmelt es überall. Das hat die FS garantiert nicht gemeint!

Die meisten Frauen haben kein Interesse daran, sich als Hobbytherapeutin zu betätigen und sich viele Eimer Psychomüll über den Schädel kippen zu lassen. Das hat mit Liebe absolut überhaupt nichts zu tun, gar nichts!

Natürlich können Männer sich verlieben und zwar sehr heftig. Dann treten sie ihr bisheriges Leben in die Tonne, riskieren ihr gesamtes Vermögen und machen alles, um es ihrer Herzdame recht zu machen. So etwas funktioniert über Erotik! Eine Frau, die einen Mann bei den Ei... hat, die hat komplett Macht über ihn.

Es kommt darauf an, wie man Liebe definiert, aber die FS hat ja gefragt, ab wann ein Mann sein Leben für eine Frau verändert usw. Das macht er genau dann, wenn der Sex mit ihr besser ist als alles was er bisher kannte.
Apfeldieb & Co., der etwas vom Blümelein am Wegesrand faselt, ist nicht repräsentativ und verhält sich sexuell auch anders als die Mehrheit der Männer, wenn ich das richtig erinnere.

Wenn sich bisher kein Mann heftig in die FS verliebt hat und nicht viel für sie getan hat, dann sollte sie ihre Optik und ihr Sexualverhalten modifizieren, denn darüber verlieben sich Männer!

So wie Frauen sich Liebe vorstellen, mit Seelenverwandtschaft und tiefgründigen Gesprächen, so läuft das bei Männern nicht, da läuft das wesentlich mehr über Triebe. Die können einer Frau jahrelang ihren Psychomüll über den Kopf schütten, die Frau meint dadurch eine tiefe Seelenverwandtschaft zu haben und dann kommt Friseuse Susi vorbeigetrippelt und dergleiche Mann verliert komplett den Verstand, macht alles was Susi will, ändert sein Leben komplett, heiratet Susi, will plötzlich auch Kinder usw. usw. - Dafür gibt es zigtausende Beispiele!
 
  • #22
dann sollte sie ihre Optik und ihr Sexualverhalten modifizieren, denn darüber verlieben sich Männer!
Es gibt solche Männer, aber auch sie sind erstens nicht repräsentativ und zweitens auch nicht das, was die anständige, nicht manipulative Frau haben will. Weil sie nämlich keinen devoten Diener finden, sondern sich auch selber verlieben möchte.

Ich hatte weiter oben schon formuliert, daß das gegenseitige Verlieben nicht funktioniert, wenn einer den anderen anhimmelt.
 
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  • #23
Wenn sich bisher kein Mann heftig in die FS verliebt hat und nicht viel für sie getan hat, dann sollte sie ihre Optik und ihr Sexualverhalten modifizieren, denn darüber verlieben sich Männer!

Hm Lara, ich schätze deine direkte, unschleimige Art und lese deine Posts mit Genuß.
Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass du offenbar immer nur an miese Typen geraten bist. Anders kann ich mir dein Männerbild nicht erklären.

So wie Frauen sich Liebe vorstellen, mit Seelenverwandtschaft und tiefgründigen Gesprächen, so läuft das bei Männern nicht, da läuft das wesentlich mehr über Triebe.
Wer sind denn DIE Männer ?
Du redest von denen, mit denen du zu tun hattest, richtig ?
Das ist traurig...
Bitte nicht alle in einen Topf werfen.
Es gibt ganz viele gute, mit denen habe ich zu tun, vielleicht weil ich eben keine Sexbombe bin.

w 48
 
  • #24
Wenn sich bisher kein Mann heftig in die FS verliebt hat und nicht viel für sie getan hat, dann sollte sie ihre Optik und ihr Sexualverhalten modifizieren, denn darüber verlieben sich Männer!

Das kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Das klappt vielleicht an einem Abend aufgrund der Aussicht auf Sex, aber es geht ja ums verlieben in den Menschen und nicht nur in die schöne Optik.
Mehrere Männer, die ich datete, fanden mich total begehrenswert und attraktiv, dennoch hat sich keiner richtig verliebt. Die zentrale Frage ist daher, wodurch verlieben sich Männer in den Charakter einer Frau?
 
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  • #25
wodurch verlieben sich Männer in den Charakter einer Frau?

Das dürfte zu unterschiedlich sein, um es generell sagen zu können. Da kommt es drauf an, was der jeweilige Mann bevorzugt, und die Geschmäcker sind da unterschiedlich.

Freundlich, offen, charmant ist sicher immer gut. Aber einige mögen's auch ein bisschen gröber, direkter, selbstbewusster, sogar etwas vulgär, andere wieder zart, romantisch, weich, zrückhaltend ...
 
  • #26
Wenn sich bisher kein Mann heftig in die FS verliebt hat und nicht viel für sie getan hat, dann sollte sie ihre Optik und ihr Sexualverhalten modifizieren, denn darüber verlieben sich Männer!
Oha, hier spricht der Mann im Weib?
Nein, so ist es eben nicht und die Männer gibt es nicht. Optik und Sexualverhalten sind also deiner Meinung nach das Wichtigste? Ich denke, dass du dann in der falschen Sparte unterwegs bist. Okay, oberflächliche Männer und Machotypen, die ein paar Ansprüche haben definieren erst über Optik, dann über Sex aber die, die auch eine Partnerin wollen, definieren Zukunft und Partnerschaft über das Wesen der Frau und, ob sie mit ihr in anderen Lebenssituationen harmonieren.
So wie Frauen sich Liebe vorstellen, mit Seelenverwandtschaft und tiefgründigen Gesprächen, so läuft das bei Männern nicht, da läuft das wesentlich mehr über Triebe.
Das tönt mal wieder nach angelesenem Buchgeschwafel oder einem grundsätzlichen Problem, bei der Partnerwahl ;) Ich M45 sage dir, dass es nicht so ist.
 
  • #27
  • #28
Ich bin zwar eine Frau möchte aber trotzdem auf diesen Threat antworten. Menschen ändern sich niemals. Charakter bleibt egal was passiert. Fremdgänger warden immer Fremdgänger bleiben - egal welche Frau sie treffen. Meine Erfahrung mit Männern in 45 Jahren ist das die gar nicht lieben können.
Du tust mir genau so leid wie die FS. Offenkundig war noch nie ein Mann in Euch verliebt. Wundersam, was für "Beziehungen" Ihr da geführt haben müsst und noch wundersamer, wie schlecht Eure Erfahrungen sein müssen (deshalb vermutlich).
Na ja, solche "Erfahrungen" kommen oft dabei heraus, wenn zwei miteinander in die Kiste springen,ohne vorher bereits ineinander verliebt gewesen zu sein. Selbst schuld. Das zu verallgemeinern, ist dagegen schon etwas abenteuerlich.
 
  • #30
Also ich muss L-a-r-a leider recht geben, sicherlich verlieben sich Männer, aber eben über die sexuelle Anziehung und das ist Fakt.
Männer sind eigentlich nicht verliebt, sondern fühlen sich sexuell angezogen und gauckeln sich da vor verliebt zu sein, kennt man ja hier im Forum zu genüge, nach dem Sex war dann aus die Maus, urplötzlich war die Verliebtheit weg.

Gerade wenn von echten Gefühlen der Männerwelt die Rede ist, schreiben seltsamerweise Frauen hier im Beitrag darüber, sorry, diese glauben zu erahnen was in Männern "gefühlsmäßig" vorgeht, wissen tun sie es aber nicht.

Kein Mann verliebt sich in die graue Maus, weil sie so nett ist, er ist scharf auf eine attraktive Granate, die sich gut in Szene setzen kann, obendrein kommunikativ ist und Männer gerne "auflaufen" lässt, sorry wiederum, die nette, liebenswerte bescheidene in der "Eckesteherin" wird wirklich für den Seelenmüll oder den Quicky benutzt.

Ich bleibe bei meinem Post, Männer lassen lieben.
Wir alle wissen wohl wie wahre Liebe aussieht, wenn ein Mann auch dann in Treue zu seiner Partnerin steht, wenn es ihr sehr schlecht geht, wenn sie krank ist, zugenommen hat, nicht super sexy wirkt, bettlägerig ist, der Sex ausfällt und er sich mal um den "Haussegen" kümmern muss, wenn er dann immernoch zu ihr sagt, ich liebe Dich, dann, erst dann kann man davon ausgehen, es ist die wahre Liebe.

Bei allem anderen Schöndenken machen wir uns was vor.
Männer fühlen sich sexuell angezogen und so lange hat eine Frau Macht über den Mann, wenn sie die Fäden in der Hand hält und ihn antanzen lässt, ohne diese Strategie hat sie verloren, somit ist das Ganze Stress pur und einige Frauen, zu recht, sind da lieber alleine.

Ich spreche nicht für alle Männer, aber die Mehrzahl ist so gepolt.
 
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