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Gast

  • #1

Wann sollte man die Wohnung des Anderen kennenlernen??

Hallo liebes Forum,
wenn man einen Mann kennengelernt hat, sagt man ja immer, dass die ersten Dates möglichst auf neutralem Boden stattfinden sollten. Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, wann man den Mann in seine eigene Wohnung einladen, bzw. sich als Frau die Wohnung des Mannes eingeladen werden könnte, ohne, dass ein falscher Eindruck entsteht. Gibt es da eine Regel oder eine Zeitspanne? Eine Einladung in die eigene Wohnung ist für mich schon immer etwas sehr "intimes", da meine Wohnung mir heilig ist und ich möchte in Zukunft diesbezügl. Fehler vermeiden. W,35
 
  • #2
Da wirst Du jetzt eine weite Bandbreite an Antworten bekommen.

Ich persönlich finde ebenfalls dass die Wohnung eindeutig nicht zum öffentlichen Raum gehört und deshalb eine Fremde erst reinkommt wenn Sie keine Fremde mehr ist. Also zumindest eine Freundschaftsebene besteht und eine Vertauensbasis da ist (zum Beispiel das Umfeld schon einigermassen bekannt ist).
 
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Gast

  • #3
Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, wann man den Mann in seine eigene Wohnung einladen, bzw. sich als Frau die Wohnung des Mannes eingeladen werden könnte, ohne, dass ein falscher Eindruck entsteht.

Eine Einladung in die eigene Wohnung ist für mich schon immer etwas sehr "intimes",

ich möchte in Zukunft diesbezügl. Fehler vermeiden. W,35

Wenn du schon schlechte Erfahrungen gemacht hast, weißt du doch nun Bescheid.

Wenn Eindruck und deine Wirklichkeit übereinstimmen. In deinem Fall also: Wenn dir nach etwas Intimerem ist.

Aber jeder Mensch ist da anders.

w,39
 
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Gast

  • #4
Was man sollte interessiert mich überhaupt nicht! Ich entscheide grundsätzlich in jeder Situation nach meinem aktuellen Bauchgefühl, insofern gibt es diesbezüglich keine Richtschnur! Ein positiver Kontakt kann bei nicht passender Verhaltensweise grundsätzlich gestört und ganz schnell wieder beendet werden. Wer nach Gebrauchsanweisung (bestimmte Empfehlungen von Büchern oder auch von EP hier) vorgeht, wirkt nicht authentisch, persönlich und nicht aufrichtig und wird meist vom Gegenüber abgelehnt. Möchte mich mit keiner Kopie treffen. Ich hatte schon positive Kontakte, wo es schon zum 1. Date in die Wohnung ging, alles war wunderbar und ich hatte Kontakte, wo es dazu nicht kam, auch nicht nach dem 3. Date, das kann man so pauschal nicht voraussagen, es kommt also immer darauf an. Hat mein kein bißchen Vertrauen beim 1. Date kann es glatt schief gehen, hat man zu viel Vertrauen kann es auch schief gehen, mein Bauch weiß es immer, was richtig oder was falsch ist, das ist das Gute! m42
 
  • #5
Das kommt darauf an, wie deine Wonung im sozialen Raum verankert ist und was für ein Signal für dich die Einladung in die Wohnung bedeutet. Wenn du, wie du schreibst, keinen falschen Eindruck erwechen willst, geht es dir offensichtlich nicht um die Farbe der Sofakissen. Sondern deine Wohnung ist "innerer Bereich" und damit eröffnet sich der Raum für Intimitäten.
Das ist wirklich von Mensch zu Mensch unterschiedlich, deshalb kannst du keine starren Regeln festlegen. Leute mit einem Haus haben so viel Rückzugsräume, da ist ein Besuch zum Frühstück, zum Kaffeetrinken oder zum gemeinsamen Kochen keine Aufforderung zum Sex. Meine 35 qm-Wohnung würde da schon anders bewertet, denn ich benutze sie vorwiegend zum Schlafen.
Mache es dann, wenn du dich wohl dabei fühlst und nicht, wenn andere Leute dir sagen, was angeraten ist.
 
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Gast

  • #6
Zu dieser Frage dürften sicher sehr grundlegend unterschiedliche Auffassungen artikuliert werden. Ich (m, Ende 50) ziehe es immer vor, dass das so früh wie irgend möglich (!) stattfindet. Einfach deshalb, weil Wohnen ein Spieglbild der Person und Persönlichkeit ist. Zeige mir, wie du wohnst und lebst und ich sag dir, wer du bist. Ein intensives Gespräch und einen Einblick in die Wohnung machen deutlich, ob es überhaupt weitergehende Möglichkeiten geben kann.

Zur Erläuterung: Wenn Frau mit Mitte 50 ihr Heim mit Plüschtieren ausstaffiert oder Paradekissen auf dem Sofa gegenüber der Glasvitrine mit den Porellanfigürchen gruppiert (das sind Extrembeispiele zu Verdeutlichung, allerdings leider nicht realitätsfern), erübrigt sich für mich jeder weitere Kontakt. Ich kann mir gut vorstellen, dass auf Frauen die Junggesellenbude mit schwarzer Ledergarnitur und raumfüllender Stereoanlage genauso abschreckend wirkt.

Als Mann sehe ich mich da prinzipiell in der Pflicht der Vorleistung, d.h. ICH lade z.B. zu einem Kaffee/Imbiss bei mir ein, etwa vor oder nach einem Spaziergang/Konzert-/Theaterbesuch etc. Am besten gleich beim zweiten Treffen - und bisher hat das noch immer so funktioniert.

Anmerkung: Im Übrigen auch ich wurde schon von frau zum ersten Treffen nach Hause eingeladen – und das ist KEINE automatische Einladung ins Schlafzimmer. Ob das geht oder nicht, hängt vielleicht vom Niveau der Kommunikation via Mail und Telefon ab.
 
  • #7
Ich finde, dass Kalle es in #1 schon sehr treffend dargestellt hat. Die Wohnung ist Privatbereich und sollte Personen vorbehalten sein, zu denen man zumindest ein Vertrauens- oder Freundschaftsverhältnis hat.

Gerade weil eine Wohnung Privatbereich ist, ist es aber natürlich auch sehr interessant, die Wohnung eines Bekannten kennenzulernen und zu schauen, wie er so wohnt, welchen Geschmack er hat, welchen Lebensstil er pflegt. Im Rahmen der Partnersuche ist das Kennenlernen der Wohnung also durchaus ein relevanter und interessanter Aspekt, der nicht zu unterschätzen ist.

Feste Regeln zum Zeitpunkt kann man meines Erachtens nicht aufstellen, aber ich versuche mal ein paar Anhaltspunkte zu geben:

+ Das erste Treffen in einer fremden Wohnung ist maßlos gefährlich, denn alle bekannten Angaben können gefälscht sein. Man muss sich schon vorher ein paar Mal treffen, den Menschen einschätzen können, Vertrauen aufbauen, sich irgendwie mögen. Gleiches gilt umgekehrt für Fremde in der eigenen Wohnung.

+ Jemanden nach dem Date oder nach dem Nach-hause-gebracht-werden am Abend in die Wohnung einzuladen ("auf einen Kaffee") ist quasi Einladung zu mehr. Das geht wirklich nur, wenn man das möchte. Sonst macht man das einfach nicht und darf es umgekehrt auch nicht annehmen. Für so eine Einladung muss es schon gefunkt haben und eindeutiges beiderseitiges Interesse vorhanden sein. Hier verquickt man dann sexuelle Angebote mit dem Kennenlernen der Wohnung -- das ist eigentlich zu spät, um die Wohnung kennenzulernen und zu früh zum Sex.

+ Wenn man sich bereits kennt, schon etwas zusammen unternommen hat und sich sympathisch ist, dann ist es empfehlenswert, sich am Abend etwas zusammenn vorzunehmen wie z.B. Kino, Tanz, Theater und vorher zusammen zu kochen, zu essen oder zu trinken. Da steht das Abendprogramm fest, man selbst wird nicht zum Dessert, es ist auch kein zweideutiges Angebot, aber man kann die Wohnung kennenlernen und zusammen plaudern.

+ Alternativ kann man sich natürlich im selben Status des Kennenlernens auch nur abholen lassen und den Gast kurz in die Wohnung bitten. Auch so bleibt es harmlos.

Prinzipiell würde ich aus meiner Wohnung jetzt kein Heiligtum machen und finde es schon nett, wenn man gegenseitig sieht, wie man wohnt. Aber man darf halt keine falschen Signale damit setzen!
 
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Gast

  • #8
Die Inneneinrichtung sagt natürlich etwas über den anderen aus. Und ein Datepartner als potentieller zukünftiger Lebensgefährte, mit dem man vielleicht mal eine Wohnung einrichten wird, sollte schon bald einen Blick auf das "Heiligtum" werfen dürfen.
Ich würde jedoch auch erst dazu einladen, wenn ich ein gutes Bauchgefühl habe. Die eleganteste Lösung, die am wenigsten ungewollte Zweideutigkeiten beinhaltet, wäre, sich abholen zu lassen, dem Mann einen kurzen Einblick zu gewähren, und dann gemeinsam loszuziehen.
Falls er sich schnell mit einer Ausrede verabschiedet, weißt Du, dass er einen Kulturschock bekommen hat ;)
 
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Gast

  • #9
Am besten gleich ein Foto des Wohnbereichs ins Profil stellen. Dann können böse Überraschungen vermieden werden.
 
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Gast

  • #10
Ich habe da ein ganz anderes Problem.
Mein Freund lebt mit seinem Bruder in einer Wohnung auf 120 qm zusammen.
Sie besitzen ein großes 3 Familien-Haus, was aber aus finanziellen Gründen noch vermietet ist.
Mein Freund kommt zu mir.
Sein Bruder will nämlich nicht, dass er mich mitbringt.
Grund: Wir hatten davor mal ein kleines Techtelmechtel. Er hat aber eine neue Freundin und die darf in die Wohnung.
Das finde ich unfair, denn es ist langsam nervig, dass sich alles nur bei mir abspielt.
Was ich für mich entschieden habe, ist daher: Abend verbringen OK, aber übernachten und gemeinsam den Tag beginnen-nein.
Dafür brauchts bei mir recht lange.
 
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  • #11
@ Frederika – ich finde, du machst den Leuten hier Angst und das ist unfair. Denn gerade Neueinsteiger sind oft verunsichert, wie sie sich verhalten sollen.

+ Das erste Treffen in einer fremden Wohnung ist maßlos gefährlich, denn alle bekannten Angaben können gefälscht sein.

Auch die gebetsmühlenartige Wiederholung macht diese Behauptung nicht wahrer. Wer sich VORHER informiert, mit wem er es zu tun hat, erlebt keine Fiasken. Wer nichts zu verbergen hat, kann auch den vollen Namen und Anschrift preisgeben – Männer immer zuerst!

+ Jemanden nach dem Date oder nach dem Nach-hause-gebracht-werden am Abend in die Wohnung einzuladen ("auf einen Kaffee") ist quasi Einladung zu mehr.

Sorry, aber in den Kreisen, in denen ICH verkehre, ist das KEINE Einladung zu mehr, sondern eine zu einem Kaffee. Menschen, für die damit Automatismen verbunden sind, möchte ich weder kennenlernen und habe ich solche kennengelernt. Wie das geht? Ganz einfach, das Zauberwort heißt „Offenheit“ - siehe oben. Wenn dazu keine Bereitschaft vorhanden ist, dann gibt es auch keine Date.
 
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