• #1

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Zurückweisung?

Frage an die Männer: Wann wird es euch zuviel, wenn eine Frau sich in euch verguckt hat und ihr nicht weiter interessiert seid? Welche Signale registriert ihr,
welches Verhalten wartet ihr ab, bevor ihr ehrlich sagt, he, es reicht, das wird mir zu lästig oder zu brenzlig. Männer in fixen Partnerschaften reagieren da wahrscheinlich schneller als Single-Männer. Oder geben Männer kaum verbale, direkte Körbe, sondern zeigen ihr Desinteresse nur mittels Ignorieren oder streng sachlich bleiben?
 
  • #2
Meiner Erfahrung nach geben die meisten Männer überhaupt keine Signale.
Im Gegenteil, sie pushen ihr Ego damit und "sonnen" sich in dem Schmachten der Frau, lügen oder versprechen das Blaue vom Himmel.

Einer der Gründe, weshalb ich sowas nicht mehr mache und die ganze Sache sehr nüchtern bespreche, ohne jemanden anzuhimmeln. So haben sie nichts davon und wenn sie es ernst meinen, lassen sie sich eben darauf ein. Klappt auch ganz gut. ;)
 
  • #3
Der richtige Punkt für eine Zurückweisung ist immer dann, wenn eine ungewünschte Annäherung erkannt wurde. Dann genau,und sofort, und ohne Spielchen.
Das schuldet man dem Gegenüber.
 
  • #4
Sehr gute Frage! Würde mich auch interessieren. Meine Erfahrungen sind, dass Männer einen dann einfach ignorieren oder beim sms schreiben zwar antworten, aber die Kommunikation ersticken, indem sie keine Fragen mehr stellen. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen direkten Korb bekommen zu haben. Und ja, das hätte ich gemerkt.
W, 32
 
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Meeresrauschen

  • #5
Männer in fixen Partnerschaften reagieren da wahrscheinlich schneller als Single-Männer.
Die Frage ist zwar an die Männer gerichtet worden, aber ich kann hier bestätigen, dass besonders unzufriedene, gebundene Männer sich nicht bekennen. Wer in einer unglücklichen Beziehung ist und wenig Selbstbewusstsein hat, pusht mit Annäherungsversuchen von Frauen gerne sein Ego. Das muss Frau rechtzeitig erkennen, damit sie sich schützen kann vor solchen Typen.
Im vorigen Thread hat eine Frau es Steine streicheln genannt. Es kommt halt nichts zurück.
Meine Erfahrung ist, dass Männer, die kein Interesse haben, sich nicht um die Frau bemühen. Sie stellen keine Fragen, schlagen keine Aktivitäten vor und zeigen sich nicht nervös der Frau gegenüber. Da ist der Unterschied: der verliebte Mann wird schnell nervös, rot, stammelt herum oder geht dabei massiv auf Distanz, hängt an den Lippen der Frau, reagiert irgendwie irrational- Ist jedenfalls meine Erfahrung.
 
  • #6
Interessantes Thema, aber ich denke, das kann man kaum pauschal sagen. Nicht nur, weil da jeder seine individuelle Herangehensweise hat. Es fängt schon damit an, das es zig denkbare Variationen des Themas "Mann will nichts von Frau" gibt. Der Mann kann dich attraktiv finden, aber vergeben sein; dich unattraktiv finden und vergeben sein; er kann Single sein und dich unattraktiv finden oder Single sein und dich attraktiv genug für Sex, aber nicht für "mehr" finden...sein Verhalten dir gegenüber wird jeweils ein anderes sein.

Ist er z.B. vergeben und will es auch bleiben, findet dich aber attraktiv (und ist nicht so gaanz integer), dann wird er sich vermutlich Einiges von dir "gefallen" lassen, bevor er eine Grenze zieht.

Findet er dich gut genug fürs Bett, will aber keine Beziehung, dann wird er versuchen, dich gleichzeitig bei der Stange und auf Abstand zu halten und sich entsprechend widersprüchlich verhalten.

Bist du hingegen so gar nicht sein Typ, wirst du das vermutlich schnell merken.

Was ich kürzlich erlebt habe: ein Mann, in den ich mich verguckt hatte und der im Allgemeinen ein sehr offener, liebenswürdiger Typ ist, verhielt sich mir gegenüber auf einmal regelrecht grantig; war kühl, genervt, abweisend. Ich habe nie offensive Annäherungsversuche unternommen (also z.B. Komplimente gemacht, nach einem Date gefragt, ihm tiefe Blicke zugeworfen o.ä.), weil er vergeben war und auch ein Abhängigkeitsverhältnis bestand. Aber ich kann es schlecht verbergen, wenn mich ein Mann beeindruckt, selbst wenn ich es versuche. Ich werde dann sehr nervös und tollpatschig, rede 3 Oktaven höher als sonst, stottere und verhalte mich insgesamt wie ein ängstliches kleines Schulmädchen. Ich denke, er hat den Braten gerochen; hatte zumindest einen Verdacht und wollte mich auf Abstand halten, ohne eine direkte Abfuhr auszusprechen.

Jemandem ganz direkt zu sagen: "Du, ich will nichts von dir" wirkt ja auch komisch, wenn das Gegenüber gar keine eindeutigen Annäherungsversuche unternommen hat. Es gibt ja bei Signalen immer einen ziemlichen Interpretationsspielraum und innerhalb dessen werden vermutlich die wenigsten einen unmissverständlichen Korb verteilen. Je direkter du selbst dein Interesse kommunizierst, desto direkter wird auch ein eventueller Korb ausfallen.
 
  • #7
Warum eigentlich Zurückweisung. Die wahren Diplomaten agieren so gekonnt, dass sich niemand zurückgewiesen fühlen muß und trotzdem alles klar ist. Es gibt da Alleskönner, bei denen könntest Du wetten, dass sie Dich mögen und trotzdem wird nie was draus.

Ich selbst handhabe es so, dass ich niemals nein sage. Ich bin weiterhin freundlich und nett und mehr passiert dann auch nicht. Ich tu so, als hätte ich gar nicht kapiert, was Sache ist......Ich will niemandem weh tun.

Aber sorry, Du wolltest Antworten von Männern. Ich hoffe, die kommen noch....
 
  • #8
Aber wie erkennen Männer diese ungewünschte Annäherung?
Wie lange finden sie denn Freundlichkeit und Bewunderung
normal und sonnen sich darin, bevor sie sagen, diese Frau empfindet wohl mehr, als mir angenehm ist? Sind sie erst bei körperlicher
Annäherung alarmiert? Oder schon vorher? Wodurch zum Beispiel?
 
  • #9
Bei einem konkreten Vorschlag ihrerseits gibt es ein klares "Nein, danke". Höflich , aber bestimmt.

Und wenn die Frau nur Signale sendet und um einen "rumschlawenzelt"
im Sinne, der Mann solle doch den ersten Schritt machen, bleibe ich höflich, distanziert und vage. So wie sie.

Kein Grund da ein "Nein" fallen zu lassen. Man will sich ja nicht unbeliebt machen. Ohne direkte Kommunikation ihrerseits keine direkte Kommunikation meinerseits. So setzt man sich nicht in die Nesseln. Wer zwischen den Zeilen kommuniziert, muss auch zwischen den Zeilen lesen können.
 
  • #10
Als Mann in fester Beziehung:
- Ich thematisiere meinen Beziehungsstatus (Fernbeziehung) auf Arbeit und an meinem Wohnort eigentlich nicht.
- Das ist wohl auch ein Grund warum es immer mal wieder zu "Annäherungsversuchen" kommt.
- Oft nehmen es dann Freundinnen/Kolleginnen auf sich, "mein Territorium" abzustecken wenn andere Frauen Avancen machen in dem Sie unüberhörbar Themen über meine Partnerin aufbringen.
- Leider sind die dann auch nicht immer da und so kommt es doch überraschend regelmässig vor, dass ich mich in Situationen wiederfinde in denen mir unwohl ist, aber ich trotzdem nicht die Courage habe ein eindeutiges Stopsignal zu senden, wohl um Freundschaften bzw. die Kollegialität nicht zu gefährden.

Also, sorry... Ich bin eher der Typ, der gute Miene zum bösen Spiel macht und normaler Weise verlieren die Damen dann auch nach ein paar Wochen das Interesse wenn nicht wirklich was von mir kommt.
Wenn ich mich so umschaue scheinen einige der Herren hier so vorzugehen.

Also liebe Frauen, wenn der Mann nicht unmissverständlich und aktiv eine Beziehung vorantreibt, lieber mal selbst aktiv werden um herauszufinden ob es was zu holen gibt
 
  • #11
Frage an die Männer: Wann wird es euch zuviel, wenn eine Frau sich in euch verguckt hat und ihr nicht weiter interessiert seid? [...]
Nun, es sollte ja eine Frage an die Männer sein....

Entscheidend scheint mir, dass ich recht klar zwischen den Schritten einer Beziehungsanbahnung (Treffen zu zweit ausmachen, sich häufig/fregelmäßig auch ohne unmittelbaren Grund melden...) und denen einer sich entwickelnden guten Bekanntschaft oder Freundschaft (sich häufiger unterhalten, wenn es sich aus der Situation ergibt, auch persönlichere Themen anschneiden etc.) unterscheide.
Beziehungen ergeben sich bei mir also nicht aus denselben Anlässen und Situationen wie Freundschaften, und sie folgen schon beim Entstehen anderen Regeln und Formen. Wenn daher von ihr Schritte erfolgen oder vorgeschlagen werden, die ich selbst mit "Beziehungsanbahnung" in Verbindung bringe, trete ich sofort klar auf die Bremse und gehe die Schritte nicht mit.

Hier scheint mir übrigens eine Quelle für Missverständnisse zwischen den Geschlechtern zu liegen: Frauen scheinen es generell eher gut zu finden, wenn Männer sich aktiv um sie bemühen, auch wenn diese Schritte klar als Beziehungsanbahnung gedacht sind, die Frau aber - wenn überhaupt - nur an Freundschaft interessiert ist. Vielleicht sind Frauen auch generell mehr darauf aus, ihren Freundeskreis aktiv zu erweitern.
Für mich als Mann ist so etwas eher unangenehm und unsinnig, einfach weil ich nicht nach Freundinnen suche (auch nicht nach Freunden - Freundschaften ergeben sich, ich suche nicht danach).

manchmal
 
  • #12
Da waren schon ein paar gute Hinweise. Aber ich hätte noch gerne ein paar konkrete Beispiele.
Ein Kollege von mir hat mir neulich zum Beispiel erzählt,
eine Kollegin hätte neulich genau gewusst, wo sein Auto parkt.
"Die kennt die Autonummer und wusste, dass mein Auto in der anderen Richtung steht als ihr eigenes..." hat er sich gewundert.
Bei so etwas könnte der Groschen fallen....
Ein Geschenk kann dagegen natürlich nur Nettigkeit sein....
Oder: Mein Chef hat gemeint, für einen Auswärtstermin gibt er schon mal seine Handynummer her, aber wenn die Mitarbeiterin später diese benutzt, um ihm irgendwelche SMS zu schreiben, das mag er nicht und würde es auch sagen.
 
  • #13
Das ist sehr interessant! Die eine Seite der Frage läuft ja darauf hinaus, wann ein Mann überhaupt zu der Schlussfolgerung kommt, dass da von der Frau Annäherungsversuche gemacht werden, die über eine reine Freundschaft hinauszielen?

Das frage ich mich persönlich, als Mann, auch, und zwar schon seit Jahrzehnten: Wie zum Teufel funktioniert dieses Signalsystem der Frauen, was ist überhaupt als Ausdruck von weitergehendem Interesse zu werten?

Mir ist noch nie bei einer Frau ein Verhalten aufgefallen, das bei mir den Verdacht hätte aufkommen lassen, dass da irgendein Interesse bestünde - jedenfalls nie, bevor ich selbst aktiv geworden bin, und auch danach war mir immer sehr lange unklar, was nun eigentlich "Phase" war: Wenn ich Erfolg bei einer Frau hatte, dann hatte ich immer den Eindruck, dass das nur deshalb so war, weil ich sie qasi "überredet" hatte. Und deshalb frage ich mich schon ewig: Gab es da nie ein Interesse oder habe ich nur das Spiel nicht begriffen?

Und zu Teil 2: Es ist jetzt eine sehr theoretische Vorstellung, einen Korb geben zu müssen, aber wenn ich ich versuche, mir so eine Situation auszumalen, muss ich sagen:

Ich glaube nicht, dass es überhaupt nötig wäre, da irgendetwas zu tun, denn meine Grundausstrahlung ist ja erst einmal "desinteressiert", und das dürften die Frauen sicher auch merken.

Wenn ich dagegen Interesse habe, dann verändert sich mein Verhalten gegenüber dem Normalen ganz automatisch und sicher auffällig: Wenn ich die Gegenwart der Frau nicht vermeiden kann, dann wirke ich vollkommen gehemmt und linkisch und verwirrt, und außerdem würde ich ihre Gegenwart bei Interesse plötzlich auffällig meiden. Auch das dürfte einer Frau auffallen.
 
  • #14
Liebe FS, möchtest du denn einen bestimmten Mann erobern? Oder dein Interesse vor einem bestimmten Mann verbergen? Oder worauf zielt deine Frage ab?

Wenn ich die Gegenwart der Frau nicht vermeiden kann, dann wirke ich vollkommen gehemmt und linkisch und verwirrt, und außerdem würde ich ihre Gegenwart bei Interesse plötzlich auffällig meiden.
Und da hast du schon EINE mögliche Antwort, woran du bei einer Frau Interesse feststellen könntest. Eine schüchterne Frau verhält sich ähnlich wie du als schüchterner Mann. Abgesehen vielleicht vom letzten Punkt, also dem Vermeiden der Gegenwart des Anderen. Ob das zutrifft, hängt davon ab, in welchem Verhältnis man zueinander steht, wie gut man sich kennt. Wenn man sich z.B. in einen guten Freund verguckt, wird man dessen Gegenwart wohl eher nicht meiden (es sei denn, man hat bereits eine Abfuhr bekommen).

Es hängt wohl weniger vom Geschlecht als vielmehr von der Persönlichkeit ab, wie man sich bei Interesse verhält.


Wenn ich Erfolg bei einer Frau hatte, dann hatte ich immer den Eindruck, dass das nur deshalb so war, weil ich sie qasi "überredet" hatte.
Ohne dich entmutigen zu wollen: ich kann mir vorstellen, dass du mit dieser Vermutung gar nicht so daneben lagst. Ich habe den Eindruck, dass viele Frauen sich gar nicht von sich aus verlieben, sondern überhaupt erst durch intensives Umwerben Interesse entwickeln. Es scheint Frauen zu geben, deren Gefühle ausschließlich dadurch getriggert werden, dass sie sich begehrt und gewollt fühlen. Das scheint dann aber auch recht zuverlässig zu funktionieren, solange der Mann gewisse Grundvoraussetzungen erfüllt. D.h., solche Frauen würden sich nicht in einen 30 Jahre älteren, arbeitslosen Alkoholiker verlieben. Aber wenn einer kommt, der das passende Alter hat und charakterlich, optisch und bildungstechnisch gewisse "Mindeststandards" erfüllt, dann verlieben sie sich, wenn er nur intensiv genug wirbt. Anders kann ich mir manche Phänomene enicht erklären, z.B. die Tatsache, dass manche Frauen angeblich noch nie einseitig verliebt waren oder fast durchgehend in Beziehungen sind.

Es gibt natürlich auch Frauen, die sich spontan in einen Mann verlieben, auch ohne, dass er irgendwelches Interesse zeigt. Und bei denen umgekehrt "Umwerben" keine Wirkung zeigt, wenn sie nicht ohnehin schon interessiert waren. Die haben aber schlechtere Karten auf dem Partnermarkt.
 
  • #15
Meine Erfahrung ist, dass Männer, die kein Interesse haben, sich nicht um die Frau bemühen. Sie stellen keine Fragen, schlagen keine Aktivitäten vor und zeigen sich nicht nervös der Frau gegenüber. Da ist der Unterschied: der verliebte Mann wird schnell nervös, rot, stammelt herum oder geht dabei massiv auf Distanz, hängt an den Lippen der Frau, reagiert irgendwie irrational- Ist jedenfalls meine Erfahrung.
Das stimmt alles, aber was, wenn ER sich extrem unter Kontrolle hat? Es gibt Männer, die wirken nicht nervös, selbst wenn sie es sind. Und seinen Herzschlag kann ich ja leider nicht mit der Hand fühlen gehen in der Situation.

Aber um zur Fragestellung zurückzukommen. Ein Merkmal für wenig Interesse ist bestimmt schon mal, wenn er sich alle Zeit der Welt nimmt, auf SMS zu antworten…wenn er ausweichend auf Unternehmungsvorschläge reagiert…wenn er nicht dieses bestimmte Strahlen in den Augen hat, wenn er dich erblickt…einsilbige Anworten auf deine Fragen gibt…allgemein unenthusiastisches Verhalten dir gegenüber. Das deutet meiner Erfahrung darauf hin, er hat kein weitergehendes Interesse. Oder kein Interesse, das über freundschaftliche Gefühle hinausgeht.
 
  • #16
In meinem Buch Zitate über Frauen steht folgender wichtiger Satz: Der gemeine Mann interessiert sich in erster Linie für Frauen, die sich für ihn begeistern.
Ich finde, da ist was Wahres dran. Nur schon deshalb sollten wir Frauen uns nicht scheuen, dieses Interesse ganz enthusiastisch auch erstmal zu zeigen, dem Mann der uns gefällt.
Ablehnen kann er schließlich immer noch, oder nicht?
 
  • #17
Den Thesen von Schnov und Andriana kann ich nur zustimmen. Ich habe mich auch nur verliebt, weil die Männer mich zuerst als Verliebtheitsphase-Objekt "auserkoren" hatten und dann irgendetwas initiiert hatten. Wann immer ich mich selbst, von mir aus, in jemanden verliebt habe, den dann total hochstilisiert habe, dann wurde das nie so wirklich erwidert, sondern war mehr so Anhimmeln aus der Ferne - und selbst wenn ich dann mal auffällig öfter dort und da vorbeigegangen bin oder zufälliges Wege-Kreuzen ausgetüftelt hatte, kam von den Männern nicht so richtig etwas. Dass ich mich aber zuerst in den Mann verliebt habe, geschah aber auch mehr so in jüngeren Jahren (um die 18), mittlerweile nicht mehr.
Halte das aber auch für eine sehr positive bzw. gesunde Entwicklung, denn so verliebt man sich nur in die, die bereits selbst etwas von einem wollen.
Dass Männer direkte Körbe geben, glaube ich aber nicht. Meine männlichen Kumpels lassen das alles immer ewig laufen und nehmen mit, was geht, und sei es nur Selbstbestätigung. Machen viele Frauen aber genauso.
 
  • #18
...gewusst, wo sein Auto parkt...Bei so etwas könnte der Groschen fallen....
Tut mir leid, da fällt bei mir kein Groschen.

Wie oben schon mal jemand schrieb, gibt es einen Unterschied zwischen Freundschaften und Beziehungen. Auch in bloßen Freundschaften wissen Personen Dinge voneinander, die oft auch auf Zufall beruhen können. So kennt eine gute Freundin von mir, die verheiratet ist und ziemlich sicher nicht mehr von mir möchte, auch mein Autokennzeichen (im Gegensatz zu mir) und weiß komischerweise auch oft Belanglosigkeiten über mich (z.B. wo ich mein Auto abgestellt habe).

Solche Dinge sagen mir nur, dass wir befreundet sind und mein Leben daher nicht belanglos an ihr vorbeirauscht. Mehr aber auch nicht! Wieso sollte man hier etwas klarstellen müssen?

...für einen Auswärtstermin gibt er schon mal seine Handynummer her, aber wenn die Mitarbeiterin später diese benutzt, um ihm irgendwelche SMS zu schreiben, das mag er nicht und würde es auch sagen....
Wo soll hier denn eine Annäherung sein? Der Chef gibt doch sogar klar zu verstehen, dass er keinen privaten Kontakt auf seiner Handynummer haben möchte. Deutlicher kann man es doch kaum erklären!

Ich kann in keinem der Beispielfälle erkennen, wieso jemand irgendetwas klarstellen oder Körbe verteilen sollte. Solange nur Dinge bzw. Aufmerksamkeiten passieren, die auch zwischen bloßen Freunden stattfinden können, muss man auch davon ausgehen, dass nicht mehr als bloße Freundschaft stattfindet. Körbe verteilt man nur dann, wenn jemand sich offenbart, dass man sich mehr als nur Freundschaft wünscht. Und das kann ich in den Beispielsfällen nicht erkennen.

Wie Bigger schon schrieb: Wer selber nur etwas zwischen den Zeilen vermitteln möchte, muss auch damit leben, dass auch der Gegenüber für klarere Ansagen keine Notwendigkeit erkennen kann, weil er die Handlungen lediglich als Zeichen bloßer allgemeiner Freundschaft deutet, mit der er ja einverstanden ist. Wer klare Ansagen wünscht, muss halt selber klar handeln.
 
  • #19
Da waren schon ein paar gute Hinweise. Aber ich hätte noch gerne ein paar konkrete Beispiele.
Ein Kollege von mir hat mir neulich zum Beispiel erzählt,
eine Kollegin hätte neulich genau gewusst, wo sein Auto parkt.
"Die kennt die Autonummer und wusste, dass mein Auto in der anderen Richtung steht als ihr eigenes..." hat er sich gewundert.
Bei so etwas könnte der Groschen fallen....
Das stimmt schon, man nimmt den anderen definitiv wie unter dem Brennglas wahr, wenn echtes Interesse erwacht ist. Jede Kleinigkeit im Zusammenhang mit diesem Menschen, der einem den Kopf verdreht hat, wird registriert und abgespeichert. Von daher könnte dein Kollege nicht ganz daneben liegen. Freut er sich eigentlich über das, was er hinter dem Verhalten der Kollegin vemutet? Oder findet er das eher beängstigend.
 
  • #20
Nun ja, er ist nicht paranoid und empfindet das daher noch nicht als Stalking, aber hat mich schon als Kumpel gefragt, ob ich glaube,
dass sie verliebt ist. Er möchte sich halt auch nicht blamieren und sie zurückweisen, und dann draufkommen, sie ist halt nur aufmerksam,
hat ein gutes Gedächtnis. Ich habe ihm gesagt, sie hat ein gutes Zahlengedächtnis und weiß auch sämtliche Geburtstage, von daher müssten bei ihr sicher mehr Signale kommen, um Verliebtheit zu vermuten.
Aber ich kenne einen anderen Fall, wo die Frau gerne mal berührt, zum Beispiel einem Mann über den Arm streichelt im Gespräch und damit scheinbar etwas abchecken will. Wenn die sich verguckt hat, hat sie das Problem, den Männern ist das nicht unangenehm, und wenn sie dann nicht weiterkommt, ist sie enttäuscht und sagt nachher, warum hat er mich denn nicht früher zurückgewiesen?
 
  • #21
Ich bin in einem Alter wo ich nicht mit Zeichen kommuniziere sondern klar sage wo ich steh. Wenn man das nicht selbst auf die Reihe bekommt und über Arbeitskollegen abtuscheln muss finde ich das ehrlich gesagt ziemlich komisch. Das sollen sich diejenigen abmachen die es betrifft.

Ein Kollege von mir hat mir neulich zum Beispiel erzählt,
eine Kollegin hätte neulich genau gewusst, wo sein Auto parkt.
"Die kennt die Autonummer und wusste, dass mein Auto in der anderen Richtung steht als ihr eigenes..." hat er sich gewundert.
Bei so etwas könnte der Groschen fallen....
Ich weiß auch wie das Auto von meinem Chef aussieht, wie die Katze meines Arbeitskollegen heißt, was der oder die andere für eine Wochendplanung hat, wer verheiratet, in einer Partnerschaft oder Single ist usw. Was soll das aussagen? Man arbeitet zusammen, interessiert sich als soziales Wesen für andere Menschen. Deswegen habe ich noch längst kein Interesse daran mit denjenigen mein private Freizeit zu teilen oder an Freundschaft oder gar Beziehung. Entschuldige bitte aber das ist wirklich kindisch.

Oder: Mein Chef hat gemeint, für einen Auswärtstermin gibt er schon mal seine Handynummer her, aber wenn die Mitarbeiterin später diese benutzt, um ihm irgendwelche SMS zu schreiben, das mag er nicht und würde es auch sagen.
Ich verstehe hier nur Bahnhof. Der Chef hat sich glasklar ausgedrückt. Wo siehst du da eine Annäherung?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
L

Lisachen

  • #22
Der richtige Zeitpunkt für eine Zurückweisung, ist dann, wenn es mir zu viel wird und hängt von vielen Faktoren ab. Dann kommuniziere ich es auch unmissverständlich, bleibe natürlich höflich. Bis jetzt hat es immer geklappt. Bis auf einem Fall, wo ich gestalked wurde und sogar umziehen müsste aber da war ich noch sehr jung und unerfahren, sonst haben immer die Männer die Grenzen, die ich gesetzt hatte, akzeptiert. Die Menschen sind sogar froh eine klare Antwort zu bekommen und wissen woran sie sind aber ich bin eine Frau. Ich habe auch meine Söhne gefragt. Sie haben gesagt, dass es unterschiede gibt, ob sie diese Person mögen oder nicht. Entweder gibt es eine klare unmissverständliche Absage oder sie bleiben freundschaftlich in Kontakt müssen dann ab und zu kleine feine Signale senden und mit der Zeit weiß die Frau, dass man sie zwar mag aber mehr nicht möchte und auch dies wird laut meiner Kinder respektiert. Also Ehrlichkeit ist am besten und wird auch mit Respekt belohnt auch wenn man winzige Stiche ins Herz bekommt oder vergeben muss.