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Gast

  • #1

W mit Kinderwunsch, lohnt sich Engergie für gute Ausbildung?

Ich bin 23, habe erst Realschule gemacht, dann eine Ausbildung und dann mein Abitur nachgeholt. Jetzt überlege ich, ob es sich in meinem Fall lohnt, noch zu studieren, da ich mir 3 Kinder wünsche und spätestens mit 30 "in Produktion gehen" will. Dadurch würde ich ja dreimal 1 bis 3 Jahre Elternzeit nehmen und wahrscheinlich frühestens mit Mitte 40 Vollzeit arbeiten können und bis dahin maximal Teilzeit, weil die Kinder mich ja brauchen. Daher denke ich, dass der Zeit- und Lernaufwand und Stress, noch zu studieren, sich nicht rentieren würde, da ich aufgrund der beruflichen Auszeiten, die mir bevorstehen, und der darauffolgenden jahrelangen Teilzeittätigkeit weder gute Aufstiegschancen noch ein deutlich besseres Lohnniveau als in meinem erlernten Beruf hätte. Andererseits habe ich das Gefühl, mein Potential noch nicht ausgeschöpft zu haben, und habe Angst, später zu bereuen, die Chance zu studieren nicht ergriffen zu haben. Allerdings habe ich auch Angst, dass ich, wenn ich noch studiere, mir anschließend sage, dass die Mühe und Zeit, die ich in das Studium investiert habe, umsonst wären, wenn ich danach den typischen beruflichen Weg einer Mutter beschreite, und daher auf Kinder verzichte, um Vollzeit zu arbeiten, beruflich am Ball bleiben zu können und berufliche Möglichkeiten ausschöpfen zu können. Was würdet ihr mir raten?
 
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  • #2
Ich würde noch studieren. Du weisst ja nie, ob dein Wunsch nach drei Kinder in Erfüllung geht. Und Du bist ja auch noch jung. Und was Du gelernt hast kann Dir niemand nehmen. Du bist dann selbständig und nicht unbedingt auf Mann angewiesen. Jetzt zu studieren ist einfacher als später
 
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  • #3
Hallo ,
ehrlich gesagt würde ich dir als Frau raten , deine beruflichen Träume zu realisieren. Denn woher willst du wissen , ob du genau mit dreißig den richtigen Partner zum Kinder bekommen gefunden hast ? Außerdem wirst du vielleicht eventuell sogar in deinem Studium jemanden kennenlernen ,
der wirklich gut zu dir passt.
Und ein Studium ist nie umsonst !!! Denn auch wenn du vielleicht später deinen Beruf nicht aktiv ausübst , so würde deine Hochschulbildung die Erziehung deiner Kinder sicherlich indirekt fördern.
 
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  • #4
Schön, dass du nachdenkst bevor du handelst. Hast du denn schon einen Mann und potentiellen Vater für die Kinder? Dann werde doch jetzt schon schwanger, je jünger desto besser steckt das dein Körper weg. Kinder und Studium lassen sich ganz gut miteinander verbinden, beides ist kein Vollzeitjob, das Studium lässt sich flexibel strecken, und wenn deine 3 Kinder in den Kindergarten kommen bist du mit deinem Studium fertig und kannst deinem Beruf bereits in Teilzeit nachgehen, dann bist du immer noch um die 30, und nicht schon Mitte 40.
 
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  • #5
Ich würde Dir raten dich nicht so genau festzulegen. Im Leben kommt es immer anders als man denkt. Wenn Du jetzt die Möglichkeit hast zu studieren, dann solltest Du es tun.
 
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  • #6
Frauen wie du bringen mich echt auf die Palme!

Du könntest auch so argumentieren: Da mich ja sowieso irgendwann der Tod ereilt, lege ich mich schon mal in die Kiste. Alles andere hat ja keinen Sinn mehr.

Du hast einen Super-Plan für deine Zukunft: Mann kennenlernen, 3 Kinder kriegen (die Namen stehen schon fest) und irgendwann mit Mitte 40 anfangen zu arbeiten.

Das Leben funktioniert nicht nach Plänen. Nehmen wir an du lernst tatsächlich einen Mann kennen, der dengleichen Plan wie du (eher unwahrscheinlich!). Du bleibst zuhause und passt auf die Kinder auf, während er sich mit seiner Kollegin amüsiert.
Oder du merkst, dass du ihn gar nicht liebst und fängst eine Affäre an.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, warum dein Plan scheitern könnte. Also schöpft dein Potenzial aus und geh' studieren oder mach' eine Ausbildung.
 
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Gast

  • #7
Studiere was im kaufmännischen Bereich, dann kannste später Teilzeit arbeiten und Beruf und Mutter relativ gut miteinander vereinbaren.

Allerdings weisst du nicht, ob du einen guten Mann zum Kinder bekommen findest, du weisst nicht mal, ob du selber Kinder bekommen kannst, oder er sie zeugen kann und 3 Kinder sind ziemlich viel. Es kann sich noch so viel in den nächsten 10 Jahren ändern.

Du musst aber nicht studieren. Ich kenne einige Leute, die ohne Studium in guten Firmen, auch gutes Geld verdienen und damit glücklich sind. Es gibt genug berufliche Fortbildungen, die du jetzt nebenbei machen kannst und die dich beruflich auch nach vorne bringen.

w 49
 
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Gast

  • #8
Studiere was im kaufmännischen Bereich, dann kannste später Teilzeit arbeiten und Beruf und Mutter relativ gut miteinander vereinbaren.
Tut mir leid, stimmt nicht! Ich habe BWL studiert, bin alleinerziehend und Teilzeit-Jobs gibt es im Management in Deutschland leider nicht. Das geht höchstens, wenn man auf Lehramt studiert.

Außerdem, warum studieren, um nachher sowieso nur Teilzeit zu arbeiten?
 
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Gast

  • #9
Es ist gut, dass du nachdenkst und dein Leben nicht völlig kopflos angehst. Aber: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Als ich in deinem Alter war, habe ich auch noch geglaubt, dass ich mein Leben komplett durchplanen kann. Das ist aber Quatsch. Kann ja sein, du wirst schon nächstes Jahr ungewollt schanger oder du findest mit Ende 20 gar nicht den Mann, mit dem du Kinder willst. Oder du selbst hast in ein paar Jahren gar keinen Kinderwunsch mehr etc. Es gibt tausend Möglichkeiten.

Lebe im Hier und Jetzt und wenn du den Wunsch und die Möglichkeiten hast, jetzt ein Studium aufzunehmen, dann tu es. Alles weitere wird sich finden.

W41
 
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Gast

  • #10
Tut mir leid, stimmt nicht! Ich habe BWL studiert, bin alleinerziehend und Teilzeit-Jobs gibt es im Management in Deutschland leider nicht. Das geht höchstens, wenn man auf Lehramt studiert.

Außerdem, warum studieren, um nachher sowieso nur Teilzeit zu arbeiten?
Mit BWL muss man nicht im Management arbeiten, warum auch? Es gibt noch anderer Bereiche, wo man sicherlich wieder ein wenig nach unten arbeiten muss, aber eine gute Balance in guten wirtschaftlichen Gegenden bieten sich immer.

Nicht jeder der studiert muss deswegen Vollzeit arbeiten. Mein Hausärztin und andere Ärztinnen, die ich habe, sind alles Mütter und arbeiten teilweise nur Teilzeit in ihrer Praxis und sind sogar noch gut in ihrer Arbeit.

w
 
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Gast

  • #11
Mit BWL muss man nicht im Management arbeiten, warum auch? Es gibt noch anderer Bereiche, wo man sicherlich wieder ein wenig nach unten arbeiten muss, aber eine gute Balance in guten wirtschaftlichen Gegenden bieten sich immer.
Mit einem Studium in BWL / VWL bist du komplett überqualifiziert und wirst bei der Auswahl gar nicht erst berücksichtigt. Nach ca. 350 Bewerbungen (gefühlt wie 350.000!) bin ich mir dessen ganz sicher. Zumal du als Frau mit Kind(ern) kaum eine Chance hast. Das liegt daran, dass Firmen von Mitarbeitern nicht nur zeitliche Flexibilität, sondern auch örtliche Mobilität verlangen. Du kannst die Kinder ja nicht jeden Monat in einer neuen Schule / Kita anmelden. Hinzu kommen noch die befristeten Verträge.

Also ich würde mich da eher auf ein Studium stürzen, dass im späteren Beruf weniger Hin-und-her garantiert.
 
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Gast

  • #12
Auf alle Fälle. Dranbleiben, studieren - Bildung ist ein wichtiges Fundament.
Es zahlt sich oft auch spät noch aus, besser als nichts tun, das zahlt sich nie aus.
 
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Gast

  • #13
Also wenn, dann Lehramt. Und wenn du dir einfache Fächer aussuchst, brauchst du auch keine unnötige Energie verschwenden.
 
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  • #14
Du musst Dich selbst versorgen können. Wer sollte es sonst tun ? Mit Bildung legst Du den Grundstein dafür. Eigenverantwortung ist gefragt.
 
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Gast

  • #15
Bildung ist nicht mit geld aufzuwiegen. Aber es klingt alles etwas sehr durchplant - ich bin selbst so ein planer ;) Beruflich und im Studium klappt das vllt - aber auch dort gibt es sehr viele "ungenauigkeiten" die nicht durch planung eliminiert werden koennen. privat aber noch weniger - eigtl wollt ich mit 25 meiner ex einen heiratsantrag machen, haben uns aber vor einem jahr getrennt, plan gescheitert ;)

Ich arbeite als software-entwickler, aber teilzeit waere hier undenkbar, das hat weniger mit unfreundlichen arbeitgebern sondern eher mit personalmangel und sache der natur zu tun hat. denke dass es im bwl bereich nicht gross anders ist.
 
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Gast

  • #16
Von einer klugen, gebildeten Mutter profitieren auch Deine Kinder. Außerdem musst Du sie ja von irgendetwas ernähren.

Versuche Dein Studium auf eine Verbeamtung auszurichten, dann sind Kinder und Berufsausübung kein Problem und Du bist gegen Krankheit und im Alter gut abgesichert.

w/50
 
  • #17
Deine Rechnung ist ziemlich gefährlich, weil sie darauf basiert, dass du auf jeden Fall einen Mann mit im Boot brauchst, der auch nach deinem 40. Lebensjahr der Haupternährer für dich und die Kinder ist. Ob das aufgeht, wage ich zu bezweifeln, das ist wie Lotto spielen.
Je mehr (jetzt noch kostenlose und mühelosere) Bildung du generieren kannst, desto besser, denn du lernst nicht nur, sondern weitest deinen Horizont und lernst nicht nur eine Tätigkeit, sondern Vorgänge gestalten und Aufgaben lösen auf einer wesentlich generalistischeren Ebene. Damit steht dir wiederum mühelosere Selbst- und Weiterbildung offen.
Die gut bezahlten Jobs, die unsere Eltern noch problemlos mit einer Lehre bekamen, stehen heute nur noch Akademikern offen (zB Sekretärinnen gibts nicht mehr, aber Büromanagerinnen und Assistentinnen haben studiert). Der Trend kann sich in 17 Jahren, bis du 40 bist, noch fortsetzen.
"Ich brauche kein Studium, ich heirate und bekomme Kinder", das ist eine Haltung aus den 50ern, die mit der heutigen Realität nichts mehr zu tun hat.
 
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Gast

  • #18
In den nächsten 10 Jahren wird sich noch sehr viel tun im Bereich Verbindung von Job und Familie. Firmen werden flexiblere Arbeitsmodelle entwickeln. In 15 Jahren wird es normal sein, Teilzeit zu arbeiten (wie in der Schweiz schon lange) und Familie und Job unter einen Hut zu bringen, auch die Männer werden einen Teil der Kindererziehung übernehmen. Starre Arbeitszeit wird es in innovativen Unternehmen nicht mehr geben.

W39
 
  • #19
Liebe FS,

wenn Dich ein Studium reizt und interessiert und Du die Möglichkeiten dazu hast: Dann mache es unbedingt.

Es ist etwas Wunderschönes, zu Lernen und das eigene Wissen und den eigenen Horizont zu erweitern. Und wähle Dein Lieblingsfach aus, das Dich persönlich am meisten reizt und interessiert. Je größer die Liebe zu dem von Dir gewählten Fach ist, mit desto mehr Freunde wirst Du Dich später in Deinem Alltag mit den dazu passenden beruflichen Themen beschäftigen.
 
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Gast

  • #20
Liebe FS, warum wollen Sie denn später unbedingt zu Hause bleiben und ihren Kindern, vor allem ihren Töchtern, ein schlechtes Beispiel geben?

Nutzen Sie ihr Potential doch lieber für eine moderne Familiengestaltung und teilen Sie mit ihrem künftigen Partner sowohl den Erziehungsurlaub, als auch die Verantwortung für die Finanzierung der Kinder.

Nach einem BWL-Studium könnten Sie sich beispielsweise als Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin qualifizieren. Beide Berufe generieren ein Einkommen, das es Frau ohne weiteres erlaubt, einen Mann und drei Kinder zu ernähren.

Für Steuerberaterinnen ist es zudem auch kein Problem in Teilzeit, oder phasenweise auch von zu Hause aus, zu arbeiten! Und selbst wenn Sie nur halbtags arbeiten, verdienen Sie, sofern Sie gut sind in ihrem Job, immer noch mehr, als ein voll berufstätiger Regierungsrat.
 
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Gast

  • #21
liebe fs,

wenn sich eins lohnt, dann ein super ausbildung.
glückwunsch zu deinem bisherigen werdegang. abi ist klasse, jetzt nichts daraus zu machen, wirst du sicher bereuen, kenne viele solche menschen, die verpassten chancen nachtrauern.

deine planung bis mitte 40 ist ziemlich lustig. so wie du dir das vorstellst, kommt es garantiert nicht.
entweder, du findest den passenden partner nicht rechtzeitig, ihr habt schwierigkeiten kinder zu bekommen, er wird überraschend krank und/oder arbeitslos, er betrügt dich oder du verliebst dich anderweitig und ihr trennt euch. eins der kinder ist krank, braucht besondere fürsorge und alles ist sowieso anders, in 5 jahren denkst du ganz anders - was mehr wie warhscheinlich ist, du bist noch so jung und in der entwicklung, wenn es nicht so wäre, wärs traurig - usw. usw. usw.

das einzige, das bleibt ist immer, was du aus dir gemacht hast und du hast es in der hand eine weniger qualifizierte mutter zu werden, die stets auf versorgung angewiesen ist oder alleinerziehend mit mühe und not über die runden kommt oder in dir die lebensenergie zu pflegen, dass du fähigkeiten hast, die du selbstverantwortich ausbaust und die dich selbstbewusst, stabiler und überlebensfähiger macht.

zum thema kinder - habe selbst 3 - nichts ist öder als eine mutter, die sich in der kinderpflege erschöpft, hier kein missverständnis, kinder groß zu ziehen ist etwas wundervolles wie auch anstrengendes und respektables, keine frage. aber wenn du das zu deinem alleinigen lebensinhalt machst, bist du für deine kinder eine belastung, in hinsicht schwacher vorbildwirkung - was sehr fundamental ist - zentrierung auf die mutter, falls deine ehe schief geht oder tragisch durch ein unglück endet kannst du deinen kindern keinen vernünftigen lebensstandard sichern, falls im alter dein geld nicht reicht, werden deine kinder heran gezogen.

dein denkmodel ist deinem alter entsprechend, aber hat zum hauptbestandteil, was für dich am besten ist: wenig anstrengung, versorgt werden, muttersein genießen, teilzeit arbeiten und weiter versorgt werden.

deine absicht mutter zu sein sollte ganz klar zum inhalt haben: was ist für meine kinder das beste. und da gibt es nur eine antwort: eine mutter, die bestmöglichst qualifiziert ist, selbstbewusst und unabhängig im leben steht, im notfall, die familie mit anstand über wasser hält, ein gutes vorbild ist usw.

der einzige schluss: studiere und zwar nichts lau, weil leicht, praktisch usw. und am besten noch unbrauchbar - weil damit kein geld zu verdienen ist... sondern etwas, was dich wirklich interessiert, herausfordert und zumindest realistisch gesehen dir ein sicheres auskommen beschert.

dir viel glück im leben, fröhliche kinder und gute entscheidungen

w
 
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Gast

  • #22
Liebe FS, warum wollen Sie denn später unbedingt zu Hause bleiben und ihren Kindern, vor allem ihren Töchtern, ein schlechtes Beispiel geben?

Nutzen Sie ihr Potential doch lieber für eine moderne Familiengestaltung und teilen Sie mit ihrem künftigen Partner sowohl den Erziehungsurlaub, als auch die Verantwortung für die Finanzierung der Kinder.

Nach einem BWL-Studium könnten Sie sich beispielsweise als Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin qualifizieren. Beide Berufe generieren ein Einkommen, das es Frau ohne weiteres erlaubt, einen Mann und drei Kinder zu ernähren.

Für Steuerberaterinnen ist es zudem auch kein Problem in Teilzeit, oder phasenweise auch von zu Hause aus, zu arbeiten! Und selbst wenn Sie nur halbtags arbeiten, verdienen Sie, sofern Sie gut sind in ihrem Job, immer noch mehr, als ein voll berufstätiger Regierungsrat.
Prinzipiell würde ich es ja gerne so machen, wie von dir vorgeschlagen, und die Elternzeit und die Finanzierung der Familie teilen. Mein Eindruck - bedingt durch meine bisherigen Partner und mein Umfeld - ist jedoch, dass es großes Glück ist, einen Mann zu finden, der diese Aufteilung mitmacht und einen nicht für verrückt oder zur Kampfemanze erklärt, wenn man vorschlägt, die Elternzeit zu gleichen Monaten zu teilen und dadurch als Frau wieder recht schnell nach der Geburt zu arbeiten, oder dass beide nach der Elternzeit für die ersten Lebensjahre der Kinder auf z. B. 30 Stunden die Woche heruntergehen, so dass auch nach der Elternzeit das Kind größtenteils von den Eltern betreut werden kann und trotzdem beide arbeiten können.

Die FS
 
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  • #23
@21 liebe fs,

ich kenne reihenweise frauen, die jetzt mitte 30 sind und mit ihrem partner kinder haben und moderne familienstrukturen pflegen, von arbeit teilen, bis weniger arbeiten auf seinen des mannes, weil die frau mehr verdient, bis zu 2x 1 jahr erziehungszeit des mannes, bist zu beide 2/3 usw.

lass dich von deinem umfeld nicht beirren. die können sich das einfach nicht vorstellen und übertragen ihre ansichten direkt auf dich, sie haben es ja selbst anders gemacht und gar kein interesse daran, dass es bei dir anders klappen könnte - wäre ja eine alternative, die ihnen verschlossen ist...

du bist 23. deine erfahrung mit männern ist folglich ziemlich begrenzt - glaub einfach: wenn du studierst und dich unter zukünftigen akademikern umsiehst wirst du andere denkmuster finden. natürlich nicht zwingend, es liegt an dir, genau den zu wählen, der deine vorstellungen teilt. schieße die meinungen deiner bisherigen partner in den wind - sie haben exakt so viel bedeutung, wie du ihnen beimisst - und du wirst sehen, dass die vorstellung einer modernen familienplanung bei qualifizierten männern weit verbreitet ist.

dir alles gute

w
 
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Gast

  • #24
Nach einem BWL-Studium könnten Sie sich beispielsweise als Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin qualifizieren. Beide Berufe generieren ein Einkommen, das es Frau ohne weiteres erlaubt, einen Mann und drei Kinder zu ernähren.
Kenne ich auch so, außerdem lese ich als Kaufmännische Fachkraft so viele Stellenanzeigen, wo ein BWL-Studum eine Grundlage für die gehobene Tätigkeit im Rechnungswesen bzw. Buchhaltung gesucht werden, wo auch Teilzeitarbeit explizit angeboten wird. Für solche Jobs bin ich u.A. unterqualifiziert, aber mir reicht ja das was ich habe.

Ich arbeite nach der Geburt meines Kindes nur noch Teilzeit, es war mit den Arbeitgebern kein Problem und inzwischen habe ich einen zweiten Job von zu Hause, arbeite also letztendlich wieder Vollzeit und ich bin mit meinem Einkommen zufrieden. Manchmal sind kleine Brötchen halt mehr und es lebt sich viel ruhiger.

w
 
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Gast

  • #25
.... oder alleinerziehend mit mühe und not über die runden kommt w
Och hört doch auf damit. Ich kenne einige Single-Mütter, die gut qualifiziert sind und daher nicht schlecht verdienen und gut über die Runden kommen. Ich gehöre dazu.

Liebe FS, was ist mit einem Studium im öffentlichen Dienst plus Verbeamtung? Ich kenne einige Frauen die Mütter sind und im öffentlichen Dienst arbeiten. Man kann über den ÖD denken wie man will, aber alle diese Mütter bestätigen mir, dass dort die Familienfreundlichkeit relativ hoch geschrieben wird und es eigentlich kein Problem ist, für einige Jahre auf Teilzeit zu gehen. Manche arbeiten sogar noch 3 Tage in der Woche, es gibt div. Arbeitsmodelle. Darunter sind auch Single-Mütter, die sich selber nicht als arm bezeichnen.

w
 
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Gast

  • #26
@FS/#21: Da hast Du nun selbst bereits einen guten Grund für Dein Studium genannt: Du wirst in einem anderen sozialen (akademischen, weniger engstirnigen) Umfeld auf Männer treffen, für die es absolut in Ordnung bzw. selbstverständlich ist, Erziehungs- und Versorgungsverantwortung zu teilen. Klar kann und wird man Schwerpunkte setzen, aber die Einstellung, dass die Frau zu Hause bleibt und sich alleine um die Kinder kümmert und der Mann "das Geld heimbringt" kenne ich nur aus bildungsfernen Milieus.

w/50
 
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Gast

  • #27
Liebe Fs,

Deine Fragestellung ist meines Erachtens bereits naiv. Das Leben kann man nicht immer planen und bei so einem fixen Plan, wie dem Deinigen, ist Enttäuschung vorprogrammiert. Stell DIr mal vor, Du verzichtest wegen Deiner Familienplanung auf Kinder und dann ergibt es sich nicht, dass Du Mutter wirst. Und dann? Du wirst es bereuen, denn dann hast Du Dein Potenial nicht ausgeschöpft und wirst frustriert sein.

Du solltest das Studium oder die Berufsausbildung wählen, die Dir liegt und Freude bereitet, ganz unabhängig von Deiner Familienplanung. Eine gute berufliche Qualifikation kann Dir keiner mehr nehmen und ist sozusagen der Grundpfeiler für Deine eigene wirtschaftliche Existenz.

Es gibt in meinem Umfeld nur Frauen, die studiert haben und alle einen Kinderwunsch haben, ich kenne keine, die deshalb auf ein Studium verzichtet hätte. Warum auch? Bereits alle Freundinnen meiner Mutter sind studiert und haben teilweise auf eine berufliche Karriere verzichtet, aber ich habe noch von keiner dieser Frauen gehört, dass sie diesen Schritt bereuen würden. Außerdem ist doch momentan gar nicht vorhersehbar, wie man später leben wird, ob man den richtigen Partner zur Familiengründung treffen wird, ob man fruchtbar ist etc. Also pack Dein leben an und studiere und lege damit das Fundament für die potentielle Familiengründung.

w, 31
 
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  • #28
Ich bin jetzt 25 und habe einen ähnlichen Werdegang wie Du hinter mir. Einen sehr guten Realschulabschluss, eine technische Ausbildung, die Fachhochschulreife nachgeholt, nun ein abgeschlossenes technisches Studium. Als Frau bin ich da noch eine Seltenheit, die beruflichen Perspektiven sind gut bis sehr gut. Ich werde mich weiterqualifizieren, obwohl ich keine Karriere im Management anstrebe. Ich mache das für mich und für meine Zukunftssicherung.

Wenn Du einen Partner findest, der Deine Wunschvorstellungen teilt, heißt das noch lange nicht, dass es auch so klappt. Viele Paare sind ungewollt kinderlos oder warten Jahre auf Nachwuchs. Krankheit und Arbeitslosigkeit können jeden treffen und schon sind die tollen Pläne futsch. Vielleicht verfliegt auch irgendwann die Verliebtheit und die Wege der Partner trennen sich. Wenn die Kinder dann aus dem gröbsten raus sind, stehst Du dumm da. Eine Ausbildung ohne Berufserfahrung und über 40. Viel Erfolg bei der Jobsuche.

Ich kenne viele Ingenieurinnen, die ein oder zwei Kinder haben und mit beiden Beinen fest im Berufsleben stehen. Da sind von Teilzeitstellen bis Vollzeit alle Varianten dabei. Verheiratete und Alleinerziehende. Den meisten Frauen, die es so weit gebracht haben, würde Daheim die Decke auf den Kopf fallen.

Mach Deine Karriereplanung bloß nicht von einem Kinderwunsch abhängig. Wenn Du zügig studierst, bist Du in 3-5 Jahren fertig. Sammel ein paar Jahre Erfahrung in dem Job und dann leg los.
 
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Gast

  • #29
Ich bin 23...

...da ich mir 3 Kinder wünsche und spätestens mit 30 "in Produktion gehen" will. Dadurch würde ich ja dreimal 1 bis 3 Jahre Elternzeit nehmen und wahrscheinlich frühestens mit Mitte 40 Vollzeit arbeiten können und bis dahin maximal Teilzeit....
Die Rechnung kann ich nicht nachvollziehen. Die Kinder kommen ja nicht in jeweils 3 Jahren Abstand. Wenn man 2 Jahre Abstand annimmt, bleiben ca. 6 Jahre. Außerdem kann ja auch dein Partner Elternzeit nehmen. Ich bin wegen meiner Tochter 2 Jahre zu Haus geblieben und habe in der Zeit meine Firma aufgebaut während meine Frau arbeiten ging. Ich denke, du rechnest zu konservativ.

Ein Studium rechnet sich immer wenn du damit glücklich bist. Auch wenn du nur Teilzeit arbeitest.

m43
 
  • #30
Liebe FS

Sorry, Du stellst die falsche Frage. Die richtige wäre eher: "Will ich studieren?" Beim lesen Deiner Frage hatte ich nämlich den Eindruch dass Du eine Ausrede suchst vor Dir selbst zu rechtfertigen diesen Aufwand nicht zu betreiben.

Und das ist nicht klug!

Wieso? Nun, es gibt Dinge die Du selbst in der Hand hast wie ein Studium. Und es gibt Dinge für die brauchts ein wenig Glück- wie den richtigen Mann zu treffen. Willst Du nun Dein Leben auf den Zufall hin aufbauen oder auf DICH?
Ein weiterer Aspekt: Als Studierte (und schon gar mit Deinem Werdegang, nämlich alles auf dem zweiten, härteren Bildungsweg) gewinnst Du nochmals an Selbstbewusstsein und wirst so,weit eher für Männer interessant die
und die Elternzeit und die Finanzierung der Familie teilen. Mein Eindruck - bedingt durch meine bisherigen Partner und mein Umfeld - ist jedoch, dass es großes Glück ist, einen Mann zu finden, der diese Aufteilung mitmacht
nicht so ticken. Mein Umfeld ist da nämlich komplett anders drauf. GEMEINSAME Verantwortung ist da der Standart.

Und lass Dich nicht verunsichern durch diese Horrormeldungen Frau würde keine Stelle bekommen als Mutter. Da ist gerade ein heftiger Umdenkprozess im Gange. Immer mehr Firmen bieten Kinderbetreuung an, erst jetzt haben fast alle Dax -Konzerne angekündigt das Kita-Angebot erheblich auszuweiten. Und das durchaus aus eigennützigen Gründen, schliesslich braucht man das Potential dieser hochqualifizierten Frauen.

"Das Leben ist das was passiert während Du Pläne schmiedest" (John Lennon)