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  • #1

Vorleben des Partners / der Partnerin

Wie wichtig ist Euch das Vorleben Eures Partners / Eurer Partnerin. Spielt es eine große Rolle bei der Partnerwahl oder ist die Vergangenheit einfach nur vergangen und was zählt die Gegenwart?
 
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  • #2
Hallo, FS,
bin fast dankbar für deine Frage. Das frage ich mich nämlich auch gerade aus akutem Grund.
Denn, ehrlich gesagt, glaube ich, wenn du das Gefühl hast, dass da etwas in der Vergangenheit des anderen ist, was dir nicht so ganz gefällt, kannst du auf Dauer nicht wirklich darüber hinwegsehen. Das wird doch, vielleicht unterbewusst, weiter in dir herumspuken, Zweifel nähren. Zum Beispiel wenn die Partnerin/der Partner schon deutlich mehr und vielleicht auch "ungewöhnliche" Sexualkontakte hatte und du bist eher "normal" veranlagt, dann könnte es sein, dass du misstrauischer gegenüber ihr/ihm bist, unsicherer, ob du ihr/ihm genügst, als du eigentlich sonst wärst. Und das gärt im Hintergrund. Nicht gut und keine gute Basis, denke ich.

Bin gespannt, wie andere das sehen. Denn eigentlich fände ich es gut, wenn auch ich mich in dieser Hinsicht mehr "entspannen" könnte, aber ich glaube, das ist schwierig, wenn es an die eigenen Wertvorstellungen geht, die doch recht fest in einem verankert sind.

Viele Grüße,
w
 
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  • #3
Ich finde tatsächlich, was zählt ist die Gegenwart und ich würde nie eine Partnerin oder potentielle Partnerin dazu drängen ihr Leben auszubreiten. So etwas sollte freiwillig geschehen!

m.
 
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  • #4
Ja, es spielt eine Rolle, aber keine so wesentliche. Wenn die Partnerin ein intensives Vorleben hatte, dann mache ich mir viel mehr Gedanken um ihre Fähigkeit, eine Beziehung zu führen, dass ich nur die nächste Nummer in ihrer langen Reihe der Verflossenen bin. Und ich habe einige gesundheitliche Bedenken. Doch wenn das Gesamtpaket stimmt, ist das Vorleben für mich keinesfalls ein Nogo.
 
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  • #5
Es spielt schon eine Rolle, denn wenn Er zum Beispiel ein Einzelkind ist und aufgrund seiner Egozentrik einige Frauen verschliessen hat, dann wird so ein Mann nicht erst mein Partner.

Also höre ich beim Kennenlerne genau zu, frage viel, beobachte und daraus ergibt sich, ob man sich näher kennenlernt oder nicht.

Man sollte die Vergangenheit nicht überbewerten, aber bei der Zukunftsgestaltung mit einbeziehen.

w 49
 
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  • #6
Das Vorleben ist nicht ganz unwichtig, spielt jedoch keine große Rolle. Wichtiger ist mir, habe ich mit ihr eine Zukunft. Für diese Frage ist das Vorleben unerheblich.
 
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  • #7
Mich interessiert das Vorleben (in groben Zügen, nicht im Detail) schon, nur so kann ich den Partner verstehen und habe ein Gesamtbild. Ich würde allerdings nicht psychologisieren und Werten, sondern den Menschen nehmen, so wie er JETZT ist.

Irgendwie finde ich es gut, wenn ein Paar offen über das Vorleben spricht, dann sieht man, wie tolerant der Partner ist. Man sollte aus meiner Sicht, diese Dinge dann sehr respektvoll und mit Diskretion behandeln und nie gegen den Partner verwenden.

W
 
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  • #8
Ich habe das (Liebes)Vorleben meines Exfreundes in Form von Erzählungen aufgedrängt bekommen. Mir wäre lieber gewesen, ich hätte weniger erfahren. Durch seine Erzählungen wurde meine Lust auf erotische Aktivitäten mit ihm erheblich gemindert und chlussendlich ist die Beziehung durch diese Indiskretionen gescheitert. Er versteht trotz klarer Erklärungen bis heute nicht, was los ist.
 
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  • #9
Wirklich nicht einfach zu beantwortende Frage, da hier viele verschiedene Faktoren reinfließen sollten und müssen um einen Menschen nicht vorzuverurteilen.

Ich denke es kommt darauf an wann ein Mensch welche Erfahrungen gemacht hat - war er noch in einer persönlichen Findungs-/Auslotungs-/Ausprobierphase oder eigentlich bereits "gesettelt".

Desweiteren ist mir dann auch wichtig wie authentisch der Mensch mir mit diesen ganzen Erfahrungen heute rüberkommt - macht es Sinn was er sagt, hat es "Hand und Fuß" oder spricht eher eine totale Planlosigkeit aus den Worten, d.h. etwas überhaupt nicht verstanden haben worum es geht im Leben.

Um es jedoch auf den Punkt zu bringen: Das Vorleben/die Vergangenheit einer Partnerin sind mir schon sehr wichtig um auch das Warum dahinter und damit den Menschen besser verstehen zu können.
 
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  • #10
Das Vorleben der Partnerin mit all den Erlebnissen und Erfahrungen hat natürlich einen immensen Einfluß auf eine Beziehung mit ihr. Kaum eine promisk lebende Frau bspw. wird ihr Verhalten auf Dauer ändern.

Wenn mir eine Frau ihr Vorleben vorenthalten würde, dann zeigte dies einen Mangel an Vertrauen - sie käme für mich als Partnerin nicht in Frage. Ich habe wenig Lust, daß irgendwelche Ex-Partner plötzlich bewaffnet vor meiner Haustüre auftauchen, ich Sexualkrankheiten abgreife oder insgeheim mit Vorgängern verglichen werde.

M 37
 
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  • #11
Teils, teils.

Was mich an seinem Vorleben interessieren würde: was er so in der Freizeit gemacht hat (was für Art von Reisen zum Beispiel), wo er gelebt hat, wie er aufgewachsen ist. Das ist für mich aber eine Art kennenlernen um ihn besser zu verstehen woher er kommt und wie er denkt.
Die eine Vorgeschichte, die seine Ex-Bekanntschaften angehen, welche mich interessiert: ob er über der letzten Beziehung hinweg ist, oder nicht.

Der Rest wie viele Beziehungen er hatte, wo er mit ihnen war, kann er mir erzählen, muss er nicht. Er sollte sich aber auch nicht Geschichten ausdenken. Z.B. nur weil er in dem Restaurant mit der Ex war, mir dann zu sagen, dass er nur mit einer Bekannten da war.
 
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  • #12
Irgendwie erzählt man sich beim Kennenlernen das Leben. Was dann noch an Einzelheiten dazugehört ergibt sich auch bei Gesprächen etc. Was ich vermeide, Reisen mit dem neuen Partner zu machen, die ich vorher schon mit einem anderen Mann gemacht habe. Wir sind so verblieben, dass wir neue Orte aufsuchen die wir beide nicht kennen. Was mich stört, er hat vor mir mit einer Partnerin in seinem Haus gelebt.Es gibt noch viele Spuren von ihr. Beispielsweise gekochte Marmelade, eingefrorene Speisen etc. da ich Bilder von ihr kenne, hat das alles ein Gesicht und das mag ich gar nicht. Deshalb werde ich in dieses Haus nicht einziehen. Ebenso schlafe ich ungern in dem Bett. Mag blöde klingen, aber mich belastet das und wir sind auf dem Weg das zu ändern.
Also viel Wissen macht auch viel kaputt. Bilder, Briefe etc. unbedingt vermeiden.
W/55
 
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  • #13
Es gibt noch viele Spuren von ihr. Beispielsweise gekochte Marmelade, eingefrorene Speisen etc. da ich Bilder von ihr kenne, hat das alles ein Gesicht und das mag ich gar nicht. Deshalb werde ich in dieses Haus nicht einziehen. Ebenso schlafe ich ungern in dem Bett. Mag blöde klingen, aber mich belastet das und wir sind auf dem Weg das zu ändern.

Also viel Wissen macht auch viel kaputt. Bilder, Briefe etc. unbedingt vermeiden.
W/55
Richtig, Bilder sind etwas ganz Schlimmes. Für Männer (mit ihrem visuellen Zugang und ausgeprägten dreidimensionalen Vorstellungsvermögen ...) noch schlimmer als für Frauen.

Ansonsten dazu:
https://www.elitepartner.de/magazin/wie-viel-erfahrung-darf-eine-frau-haben.html#comment-5203
Gilt umgekehrt für Männer in einer gewissen Analogie auch.
 
  • #14
Das Vorleben interessiert mich nicht. Ich will Gegenwart und Zukunft. w51
 
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  • #15
Das Vorleben interessiert mich nicht. Ich will Gegenwart und Zukunft. w51
"Ich will..." - klar, wollen kann man viel, ignorieren kaum weniger. Man bekommt aber keinen Menschen mit einer neu programmierbaren, frisch gelöschten Festplatte. Schaltkreise (Hard- und Software) sind erst einmal die gleichen wie die, die sich auch früher wirkmächtig gezeigt haben.
 
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  • #16
Wie viele Partnerinnen er hatte usw interessiert mich nicht exakt aber mir hat z.B. einmal einer erzählt dass bei ihm jede Beziehung bisher auseinander ging weil er fremd gegangen war - so etwas macht mich hellhörig!
Oder wenn er 2 Mal im Jahr grosse und teure Reisen macht obwohl er nur normal verdient, teuer Essen ging usw - daraus denke ich mir dann, dass er nicht angemessen mit dem Geld umgehen kann.
Oder wenn er z.B. nur schlecht über die Ex(en) redet - daraus ziehe ich meine Schlüsse...
So etwas z.B. interessiert mich, ob er mal jenes oder dieses ausporbiert hat, weniger. Eine Zahl noch weniger. Ich traue mir schon zu dass ich die Massen-Abschlepper vorher aussortieren kann und eine etwas höhere Zahl ist in unserem Alter normal.
w, 41
 
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  • #17
Für meine Freundin 51w und für mich 49m gibt es eine Vergangenheit. Meine Freundin hatte 3 Ehen und drei Kinder, ich hatte eine Ehe 20 Jahre und 4 Kinder. Wir beide wissen von unserer Vergangenheit.... was aber zählt ist unsere Gegenwart und die ist schön, wir vertrauen uns und das ist doch das wichtigste. Ich habe mal ein Sprichwort gelesen: "Es gibt zwei Tage, an denen man nichts tun kann, Gestern und Morgen"
 
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  • #18
Warum sollte mich die Vergangenheit sonderlich interessieren? Ich lebe in der Gegenwart und erwarte auch von meinem Partner gegenwärtig zu sein. Alles andere ergibt für mich keinen Sinn.
Sofern er das Bedürfnis hat, mir von seiner Vergangenheit zu erzählen, kann er dies gerne tun. Ich würde auch irgendwann über Vergangenes reden. Das ergibt sich ja aus dem Kontext.
Würde mein Partner mich allerding gezielt über meine Vergangenheit ausfragen würde ich das mehr als nur merkwürdig finden.

w/28