• #31
@yellow bee

Danke für die Antwort!

Du hast vollkommen Recht!
Die Sache mit dem Vater und Baby ist wirklich furchtbar und sowas erdet mich dann auch wieder.

Ein Teil meiner Arbeit an mir besteht darin, mir jeden Tag vor Augen zu halten, was für eine tolle kleine Person wir da gemeinsam geschaffen haben. Dafür bin ich wirklich, wirklich dankbar.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #32
Jetzt aber mein problem:
Die Bilder kommen immer wieder hoch und ich bin so verletzt und wütend, weil er weiter gemacht hat, obwohl wir uns entschieden hatten zu kämpfen. Außerdem will die Stimme in meinem Kopf nicht verstummen, dass er doch mehr mit ihr hatte..
Auch dein Mann ist durch eure Geschichte, die Fehlgeburt und deine Krankheit belastet.

Sieh das Gute - er hat sich ein paar Streicheleinheiten geholt. Die hat er auch dringendst nötig gehabt. Aber er ist nicht gegangen, was wohl alle verstanden hätten.

So, nun stellst du dir vor, wie er eben nicht gegangen ist, sondern sich ein wenig Zuspruch geholt hat. Den musst du ihm wieder gegeben - denn auch er ist nicht aus Stein.
 
  • #33
Das kann nur ein Mann sagen, er hat sich nur ein paar Streicheleinheiten geholt! Er hat seine Ehe, seine Familie ganz bewusst aufs Spiel gesetzt, das Wichtigste, nämlich das Vertrauen für immer zerstört! Ich rate jedem Menschen in einer solchen Situation sich zu trennen, denn das Vertrauen kommt nie wieder wie zuvor und es gibt keinen einzigen Grund, in einer Beziehung zu bleiben und zu leiden, ein Mensch mit Selbstwert wird nicht bleiben, Punkt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #34
Wir klären unsere Probleme, wenn er im Bett ist.

Und Du glaubst, dass er das nicht mitbekommt? Ich kann es nicht fassen. Bei meinen Eltern lief das auch so (glaubten, wir bekommen ihre Streitereien nicht mit, weil wir als Kinder ja einen festen Schlaf haben) und ich habe mein ganzes Leben lang massive Schlafstörungen von ihrem Mist behalten. Ich kann nicht glauben, dass Du in der stationären Jugendhilfe arbeitest und das derartig fehleinschätzt.

Ich bin sehr reflektiert in allem was ich tue. Ich arbeite seit Jahren an mir
Die ganze Reflektiererei scheint aber herzlich wenig zu bringen, wenn man Deine Beiträge so liest - das große auf der Stelle treten.
Was hältst du denn mal davon, Dich weniger grübelnd in Gedankenschleifen zu drehen, sondern als was zu tun, um Deine Bedingungen so zu verändern, dass Du aus dem Dauerkrisenmodus mit Deinem Mann rauskommst?

Wen ich Deine Einwürfe lesen - seit Jahren Dauerkatastrophe in der Beziehung. Ein permanentes Flickwerk, an dem gearbeitet werden muss. Was treibt ihr da eigentlich an Leben und Beziehung, dass
- ihr seid Jahren in einer Dauerkrise lebt
- Du seit Jahren dauerhinschmeissen willst
und Dein Mann daran rumflickschustert, es irgendwie ertrug, bis es ihm reichte und er auch mal eine Oase (andere Frau) zum mentalen relaxen brauchte?

Mir stehen die Haare zu Berge bei dem Gedanken, dass jemand der zu inkompetent ist, sein eigenes Leben trotz jahrelanger Therapie in den Griff zu kriegen, ausgerechnet mit den Jugendlichen arbeitet, die sehr viel Hilfe brauchen.
Tu Dir und Deiner Familie einen ganz großen Gefallen und wechsele den Job - irgendwo hin mit geringeren Belastungen, ohne Schichtarbeit, damit Du Dein eigenes Leben/Beziehung besser geregelt bekommst.
Pädagogische Fachkräfte werden überall besucht. Da wird es ein Leichtes sein, etwas zu finden, wo Du Dich mehr darum kümmern kannst, nicht nur zu reflektieren, sondern mal die seit Jahren in Deinem Leben und euerer Beziehung existierenden Probleme zu lösen.

Aber ich lebe mit ihm seit 7 Jahren zusammen und er hat immer für mich gekämpft.
Was für eine schlimme Beziehung für ihn: seit 7 Jahren ein immerwährender Kampf um Dich. Das mag zwar Dein Ego pimpen (liest sich nach Borderline), dass er sich so reinhängt und Du bisher herzlich wenig tun musstest.
Aber sei Dir sicher: mit der anderen Frau hat sich was geändert. Er hat eine neue Erfahrung gemacht und weiß jetzt, Du bist nicht die einzige Frau auf Erden, er hat Optionen bei anderen Frauen, die ihm ein weniger anstrengendes Leben bereiten können.

Er ist in den7 Jahren älter geworden und hat seiner Energie an Deinen Dramen verschlissen. Dann kommt irgendwann mal der Wunsch nach einem schöneren, anstrengungsfreien Leben - insbesondere nach entsprechender Erfahrung mit einer anderen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #35
Ich rate jedem Menschen in einer solchen Situation sich zu trennen, denn das Vertrauen kommt nie wieder wie zuvor und es gibt keinen einzigen Grund, in einer Beziehung zu bleiben und zu leiden, ein Mensch mit Selbstwert wird nicht bleiben, Punkt.

Dieser Rigorismus ...

Da sind 2 Menschen in eine Ausnahmesituation geraten, beide weit über die Belastungsgrenzen hinaus.
Nicht jede*r kann das so einfach durchleben, Menschen stolpern, machen Fehler.

Ja, man muss dann an diesem Punkt tatsächlich sich trauen, nochmal wie am Beginn einer Partnerschaft einen Veetrauensvorschuss zu geben. Sich einlassen, schauen,, was einem verbindet.

Mit neuem Wir, neuem Vertrauen - zumindest die Chance, vor allem wenn beide wollen, sollte man sich geben.

Ein gesundes Selbstwertgefühl braucht keine Rigorismen, mit einem gesunden Selbstwert kann man Fehler nachsehen - weil man weiß,, man ist selbst weder perfekt noch unfehlbar, und trotzdem (oder gerade deswegen) ein toller Mensch...

Meine Bewunderung für Menschen, die straucheln, und dann wieder aufstehen und es dann besser machen.


W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #36
Das kann nur ein Mann sagen, er hat sich nur ein paar Streicheleinheiten geholt! Er hat seine Ehe, seine Familie ganz bewusst aufs Spiel gesetzt

Ich bin eher nie einer Meinung mit @Tom26 - hier schon, selbst wenn ich normalerweise wegen meines eigenen Hintergrunds bei fremdgehenden Männern eher das Brechen kriege.
Spring nicht immer nur auf einzelne Sätze an und lös diese aus dem Gesamtkontext, sondern lies Dir die Einlassungen der FS mal durch - auch ihren anderen Thread und Du gewinnst einen anderen Eindruck.

Sie ist 34, seit 7 Jahren mit dem Mann zusammen. Ihr Paarleben scheint dauerhaft ein riesengroßes Drama zu sein: Taumeln von einer Krise zur anderen und hurra, der vermutlich nicht viel ältere Mann nimmt sich ständig zurück, damit sie (trotz jahrelanger Therapien unverändert) ihre Macken ungebremst zu seinen Lasten ausleben kann.

Nichts finde ich verständlicher, dass es ihm reicht und er drauf anspringt, wenn eine andere Frau es ihm einfach macht - endlich mal Aufmerksamkeit und Zuwendung für ihn, statt dass er immer nur für die Dramaqueen liefern muss.


Ich rate jedem Menschen in einer solchen Situation sich zu trennen, denn das Vertrauen kommt nie wieder wie zuvor

Dass das Vertrauen nicht wiederkommt, darin stimme ich Dir zu -insbesondere nicht, wenn man wie die FS aufgrund massiver Belastungen in Kindheit und Jugend weitgehende, offensichtlich therapieresistente psychische Probleme hat.
Ihre Einsicht in den Eigenanteil ist eine vorübergehende ohne langfristige Auswirkungen auf ihr Beziehungsverhalten, weil sie sich jetzt bedroht fühlt, durch die Sache mit der anderen Frau.

die andere Frau tut mir leid! Er hat sie scharf gemacht für sein Ego.... Er hat kein Rückgrat.
Vielleicht gehen Deine Depressionen weg wenn Du Dich trennst?
Ich urteile ihn nicht ganz so scharf ab, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie problematisch die meisten psychisch Erkrankten sind un ddass ihrem sozialen Umfeld irgendwann die Luft ausgeht.

Ich stimme aber zu: wenn die Dinge sich über 7 Jahre in dieser Rollenverteilung festgefahren haben, dann gibt es keine Aussicht auf Veränderung zum Guten in der gleichen Konstellation in absehbarer Zeit. Eine Trennung ermöglicht der FS die bei ihr notwendigen Änderungen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #37
Hallo @Goldfee86 ,
also wäre ich dein Mann, dann wärst du jetzt wahrscheinlich meine Exfrau. Ich komme mit schwierigen Menschen die gerne Alles wegschmeissen nur bedingt klar. Ich glaube, dass ein Großteil der Männer so wie ich reagieren würden oder sich eine Daueraffaire zugelegt hätten.

Sieh das Gute - er hat sich ein paar Streicheleinheiten geholt. Die hat er auch dringendst nötig gehabt. Aber er ist nicht gegangen, was wohl alle verstanden hätten.

So dann habe ich noch einen Tipp für dich:
Was geschehen ist wird durch Sprache / Wörter gespeichert. Für den gleichen Sachverhalt kannst du unterschiedliche Wörter nutzen. Manche Wörter dramatisieren und andere Wörter verharmlosen.
Konkret streiche die Wörter 'Betrug', und 'Untreue' aus deinem Sprachschatz. Ersetze sie sie durch 'Seitensprung' und 'Affaire' oder wie ich gerne denke 'mal woanders reingesteckt' (das ist schon sehr männlich).
Und schon klingt alles nicht mehr so dramatisch.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #38
@Vikky
Darf ich mal erfahren wo genau ich geschrieben habe, dass unsere Beziehung seit 7 Jahren schlecht lief und er seit 7 Jahren für mich kämpfen muss?

Ich habe eine Fehlgeburt hinter mir, zusätzlich zu anderen Schicksalsschlägen, das Ganze war schlimm von November bis Juni, vorher hatten wir eine tolle Beziehung. Sonst würde er sicher nicht weiter an der Beziehung arbeiten wollen.

Und zum anderen: meinem Sohn geht es gut. Wir haben mit ihm kindgerecht besprochen, dass wir gerade durch eine schwere Zeit gehen.
Dass wir unsere Dinge abends klären ist wohl logisch. Oder hältst du es für pädagogisch vertretbar, über solche Themen vor dem Kind zu sprechen? Scheinbar hattest du eine schwierige Kindheit, ich bin mir sicher deine Eltern waren sehr laut und daher rühren die Schlafprobleme. Hast du Kinder? Wenn nein und du vorhast, niemals irgendwelche Krisen während der Zeit zu haben, sag ich dir, lass es lieber!

In meiner Arbeit bin ich goldrichtig! Dass die Schichten wahrscheinlich nicht zu meinem Frieden beitragen ist klar. Ich denke auch über berufliche Veränderungen nach.

Du kannst aber absolut nicht aus meinem. Beitrag schließen, dass ich für meinen Beruf nicht geeignet bin.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #39
Ich bin so, dass ich alles gleich wegschmeißen möchte, ja. Und dann, wenn ich wieder klar denke, ist da nur ein Scherbenhaufen. Das ist genau das was meinen Mann so belastet hat. So habe ich in der Vergangenheit immer reagiert.

Liebe Goldfee,

Auch dazu meine Gedanken, wie auch zu Deinem weiteren Satz - er hat immer um mich gekämpft.
Beides macht einen Partner mürbe, dazu die Depressionen.
Da kann man sein Handeln vielleicht zumindest verstehen? (und eine reale Affäre war es nicht, es waren Gespräche und ein paar Photos).
Ich bin da bei Tom.

Weiterer Aspekt - für Kinder, die in so einem Elternhaus aufwachsen ist es toxisch. Das solltest Du Dir dringend bewusst werden.
Die Dramen, Scherbenhaufen bekommen sie life mit - das prägt tief.

Wenn Ihr beide eine Chance haben wollt - dann wirst Du daran arbeiten müssen, und zwar massiv.
Ursachen herausfinden, diese be-und verarbeiten, Methoden zur Impulskontrolle lernen, langfristig in Dir selbst zur Ruhe kommen.

Und dann einen wirklichen Neustart...
Du hast eine Familie, Du wirst ins Tun kommen müssen, und Dich auf Deine Anteile, Beiträge konzentrieren müssen.

Sein Kontakt mit der Kolllegin war für Euch der allerletzte Weckruf.

W, 51
 
  • #40
Es ist die Konsequenz einer Handlung, die in der Liebe nicht stattfindet und insofern auch nicht stattfinden darf.
Jedes weitere Verständnis ist Leid in der Beziehung, verzögert letztendlich die Trennung, irgendwann wird dann doch getrennt! Nicht der Kopf, sondern die Gefühle regeln das! Denn es ist eine tiefe emotionale Verletzung, mit Vertrauenvernichtung, die sich in der Konsequenz irgendwann rächt!!
Nichts finde ich verständlicher, dass es ihm reicht und er drauf anspringt, wenn eine andere Frau es ihm einfach macht - endlich mal Aufmerksamkeit und Zuwendung für ihn, statt dass er immer nur für die Dramaqueen liefern muss.
Sorry, das ist keine Lösung, das ist nur Schönrederei und Sand in die Augen von FS gestreut und nach Argumenten gerungen um den Mann für seine Tat zu entlasten, emotional wird gar nichts entlastet, es ist rein Kopflastik, das verletzte Gefühl bleibt und wird sich garantiert durchsetzen!!
 
  • #41
Hallo Goldfee,

erstmal großes Lob dafür dass du das euer Problem angehst, dass du bereit bist an dir zu arbeiten, dass du wegen Kind alles mögliche unternimmst um zusammen zu bleiben. Ich finde hier im Forum wird viel zu schnell zu Trennung geraten, vor allem von angeblichen "Profis". Nicht verwunderlich, da wir hier auf einer Single-Börse sind die davon profitiert, dass sich die Menschen ständig trennen. Daher würde ich erstmal sagen: abwarten. Es ist wohl jedem klar, dass nach 7 Jahren die Verliebtheit und Liebe nachlassen können. Es gab hier mal ein Spruch den ich gut finde: um geliebt zu werden muss man sich möglichst liebenswert verhalten.

Und es gibt noch eine Weisheit aus Psychologie-Büchern: Nur wer sich selbst liebt kann auch andere lieben.

Und übrigens JEDER Mann (oder eher jeder Mensch) findet es super wenn ein anderen Mensch ihn toll findet. Vor allem dann wenn gerade kein anderer das tut.

Ich habe nicht alle Antworten gelesen, vielleicht gab es diesen Vorschlag schon. Wenn du das Kopfkino mit anderen Frau abhaken möchtest, hilft da nur Zeit. Oder man ändert seine eigene Einstellung die es dann ermöglicht diese Sache zu akzeptieren. Dein Schritt zu mehr Selbstliebe und Selbstakzeptanz ist sicherlich richtig (z.B. Wunschgewicht). Frage doch deinen Mann wie er es finden würde wenn Du auf ein Date mit jemand anders gehst. Würde er damit klar kommen? Wenn ja mach das und du wirst ihn danach besser vestehen und verzeihen können. Wenn nein, hilft wirklich nur Zeit. Ihr habt ein gemeinsames Kind. Denke jetzt erstmal nicht an Trennung.

Ich kann dir nur sagen, dass ich früher eine Affäre nie verzeihen könnte. Meine Meinung dazu hat sich inzwischen komplett geändert. Ich würde es meiner Frau gönnen, wenn es schön für sie war.

Viel Erfolg.
 
  • #42
  • #44
Es ist die Konsequenz einer Handlung, die in der Liebe nicht stattfindet und insofern auch nicht stattfinden darf.

Du definierst Liebe auf eine sehr spezielle Art, die weit entfernt von Liebe ist.

Liebe hat auch etwas mit Mitgefühl, mit Verständnis, Akzeptanz menschlicher Schwächen und Fehler, und Verzeihen zu tun.
Liebe kennt weder Bedingungen noch Verbote.

Aber sie kann vergehen, und deswegen ist hier etwas wahres dran.
um geliebt zu werden muss man sich liebenswert verhalten.
Vernachlässigung, Verletzungen, Enttäuschungen sind Faktoren, die Liebe in den Hintergrund drängen können, zum Erlöschen bringen.
Und manchmal steht Liebe versus Selbstliebe. Wenn man sich entscheiden muss, ob einem selbst eine Liebe zu einem anderen Menschen schadet.

Die Welt ist bunt, hat viele Schattierungen.
Man kann schwarz weiß denken und handeln, oder man kann es annehmen, dass es bei Menschen menschelt.

Für mich sind Menschen, die nur im schwarz weiß denken, in Absolutismen und Rigorosismen, eng, oft verbittert, mit wenig Zugang zu Gefühl und auch zu Liebe. IM, dass sich hinter Deinem Nick eine Frau verbirgt, ist übrigens schon offensichtlich.

Bei Goldfee und ihrem Mann ist noch Liebe da, es ist nur die Frage, ob diese beiden diese Energie nutzen können um die notwendigen Veränderungen zu bewältigen - und da hat Goldfee ganz sicher einen weiten und harten Weg vor sich.
Ihr Partner auf andere Art.
Und beide müssen verarbeiten, was war, Fehlgeburt, gescheiterter Kinderunsch, das trifft beide.
Die Depressionen, psychischen Schwierigkeiten, Instabilitäten treffen beide.

Goldfee, ich wünsche Dir, dass Du für Dich erstmal Selbstliebe entdeckst - dann produzierst Du keine Scherbenhaufen mehr - und dann diese Liebe, die Liebe zu Deinem Kind und zu Deinem Partner wiederfindest und stärkst.

Mag jetzt etwas pathetisch klingen, sorry, an sich bin ich pragmatischer, aber an die Kraft der Liebe glaube ich ganz fest.

W, 51
 
  • #45
Ich denke eine Paartherapie würde euch gut tun.

Denn selbst wenn man sagt: ich selbst habe einen großen Anteil an dem was passiert ist...gibt es auch dafür Grenzen.
Und Dein Mann hat auch für Dich eine Grenze überschritten, sonst hättest Du jetzt die Not nicht.
Und da bin ich in Zügen bei @Queequeg.

Wenn etwas richtig wehgetan hat, braucht die Seele Entschuldigen.
Ob man will oder nicht
Und ein: es tut mir leid aber Du hast es durch Dein Verhalten provoziert, ist nun mal keine Entschuldigung, die Seelen dann wirklich annehmen können.
Damit hast Du nämlich 100% Schuld und er 0.

Er hat sich selbst entscheiden das zu tun
Du hast nicht mit der Pistole hinter ihm gestanden
Wenn Du also nachvollziehen kannst, warum er irgendwann so entschieden hat ist es ok und damit nimmst Du sozusagen 50% Anteil auf Dich.
Dann fehlen seine 50% zu sehen, dass er ganz alleine eine falsche Entscheidung getroffen hat.
Und es für Dich einfach nicht gut sein kann und Dich deshalb belastet.

Den Prozess dahin zu kommen, würde ich von Fachleuten moderieren lassen.
 
  • #46
Du definierst Liebe auf eine sehr spezielle Art, die weit entfernt von Liebe ist.
Liebe hat auch etwas mit Mitgefühl, mit Verständnis, Akzeptanz menschlicher Schwächen und Fehler, und Verzeihen zu tun.
Liebe kennt weder Bedingungen noch Verbote.
Aber sie kann vergehen, und deswegen ist hier etwas wahres dran.
Liebe ohne Vertrauen wird niemals gehen, halten und stattfinden können!
Liebe ohne Vertrauen ist keine Liebe. Liebe ohne Vertrauen ist dagegen Zwang, Angst und Ungewissheit.
Eine Beziehung ohne Vertrauen ist zum Scheitern verurteilt. Früher oder später!!
 
  • #47
Liebe Fs,
Ich finde den Aspekt der Depression noch zu wenig berücksichtigt.

Ich habe Dich so verstanden, dass bei Dir eine Depression ärztlich diagnostiziert wurde und Du deshalb aktuell noch in ambulanter Behandlung in Psychotherapie bist.

In der Depression ist schon das Aufstehen am Morgen zu schwer.

Du würdest sicher Deinen depressiven Jugendlichen in der Arbeit nicht sagen, dass sie sich zusammen reißen sollen und an sich arbeiten sollen und noch 4 kg abnehmen sollen und dem fremdgehende Partner verzeihen sollen usw.

Warum die Härte zu Dir selbst?

Die Grundlage ist, dass die Depression gut behandelt ist. Wie geht es Dir damit? Nimmst Du Medikamente ein usw.

Weisst Du, Deine Ansprüche an Dich selbst und der von Dir gesehene Berg an Pflichten und Problemen, also Deine augenblickliche Sicht auf die Situation kann schon noch stark von der Depression beeinflusst sein.
 
  • #48
Ich möchte noch kurz auf das eingehen, was Vikky gesagt hat. Und das klingt im ersten Moment sehr hart. Fakt ist, dass in diesem Kommentar Wahrheit dahintersteckt . Menschen mit herausfordernder Vergangenheit tendieren oft zu Sozialberufen. Ich bin da zB ein klassisches Beispiel. Jede Medaille hat 2 Seiten. Ein belastenden Elternhaus bewirkt, dass man Kompetenzen entwickeln kann, die einem im Job weiterhelfen können. Aber auch, dass man einen ordentlichen Vogel hat, den man dauernd beherrschen muss. Beide Seiten wirken in deine Arbeit, im Guten wie im Schlechten. Beide Seiten wirken im Privatleben. Und ich möchte dir einen Gedanken mitgeben, der mir geholfen hat, mein Leben grundlegend zu ändern. Wenn du an alten Verhaltensmustern kleben bleibst, nimmst du Schaden u dein Partner. Und dein Kind . So sicher wie das Amen im Gebet. Und mein Einspruch: gut, dass ihr versucht, nicht vor dem Kind zu eskalieren. Da widerspreche ich Vikky- es gibt Schlimmeres. Aber eine negative Auswirkung , ein Mitbekommen gibt es bei deinem Sohn. Auch die kindgerechte Erklärung. Das ist besser, als in so manchen anderen Familien. Du bleibst aber trotzdem im Gesamten hinter dem zurück, was möglich ist. -> Zwei Menschen, die sich mögen/lieben und in prinzipieller Harmonie miteinander leben u Sicherheit vermitteln. Eine Depression schränkt in den Emotionen ein. Du schriebst, die hätten begonnen, als dein Kleiner 2 Jahre alt war. Bitte korrigiere, falls ich irre. Auch das hat Auswirkungen. Und wieder: Vikky schreibt: jahrelanges Drama. Da hat sie recht. Oder ich relativiere: zu viel Drama, zu viel Leid. Die Kunst ist, Informationen so zu teilen, dass das Gegenüber sie nehmen kann. Das wirst du bei Vikkys Kommentar nicht können. Da gehst du logischerweise in die Abwehr. So schlimm ist es bei uns nicht, wirst du vielleicht denken. Du kennst ja die schönen Momente, wir nur den Problemausschnitt.
Ich wünsche dir, dass du und dein Partner wieder gut zueinander sein könnt. Ich wünsche dir eine glückliche Familie. Meine habe ich mir erarbeitet. Ganz ganz harte Arbeit. Und das hat manchmal furchtbar weh getan. Ich hab mein ganzes Leben ausleeren u mich neu erfinden müssen, neu definieren. Mich hat damals der Wunsch getrieben, meinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, als ich zuvor bieten konnte. Also weiß ich, dass das geht. Man muss nicht immer alles hinwerfen u Verletzungen können heilen. Wenn man sie heilen lässt. Wichtig ist: hier für mich der Kern der Sache: keine Entschuldigung mehr für Depression, die kannst du dir nicht mehr leisten. Keine Entschuldigung für Drama/ Kopfkino. Das veträgt eure kleine Familie nicht mehr. Entscheide dich ab jetzt für einen anderen Weg. Du hast sicher genug Stärke dazu. Irgendwann sind diese schlimmen Jahre eine ferne Narration. Man kann sein Segel immer neu setzen ;-)
 
  • #51
Das kann nur ein Mann sagen, er hat sich nur ein paar Streicheleinheiten geholt! Er hat seine Ehe, seine Familie ganz bewusst aufs Spiel gesetzt, das Wichtigste, nämlich das Vertrauen für immer zerstört! Ich rate jedem Menschen in einer solchen Situation sich zu trennen, denn das Vertrauen kommt nie wieder wie zuvor und es gibt keinen einzigen Grund, in einer Beziehung zu bleiben und zu leiden, ein Mensch mit Selbstwert wird nicht bleiben, Punkt.

Goldfee will sich aber nicht trennen. Er auch nicht. Du hängst hier ständig den Superkonsequenten raus, danach müsstest Du Dich alle paar Monate trennen.
In einer Beziehung gehört es dazu, Probleme gemeinsam anzugehen, wenn das möglich ist, und nicht sofort auseinanderzulaufen. Mit Liebe hat es wenig zu tun, wenn man mit den Schwächen oder auch Fehltritten des anderen nicht umgehen kann. Das ist eben nicht schwarzweiss, sondern grau schattiert. Jedenfalls in meiner Welt, in der eben alle (außer mir natürlich :) ) nicht ganz perfekt sind...
 
  • #52
Du hängst hier ständig den Superkonsequenten raus, danach müsstest Du Dich alle paar Monate trennen.
In einer Beziehung gehört es dazu, Probleme gemeinsam anzugehen, wenn das möglich ist, und nicht sofort auseinanderzulaufen.
Nein ich hänge gar nichts raus, versuche direkt auf dem schnellsten Weg an die Ursache zu gehen, denn in der Ursache liegt die Wirkung und in der Wirkung liegt die Ursache, ganz einfach, wenn die echte Liebe fehlt, werden Spielchen gemacht, ich bin seit Jahren in einer sehr glücklichen und liebevollen Beziehung, die einzig und besonders ist, da haben Spielchen keinen Platz!!
 
  • #53
@Buggles

Ich habe gerade die Antwort gelesen und meine Tränen laufen und laufen. Danke für diese Antwort!

Die Depression begann schleichend genau vor einem Jahr, mit der Fehlgeburt. Als mein Sohn 2 Jahre alt war kam der Wunsch nach einem 2. Kind bei uns.. Aber gerade am Anfang sind wir das sehr locker angegangen.

Mein größter antrieb ist mein Sohn, nicht mein Mann. Also genauer mein Sohn und vor allem ich. Ich will mich endlich akzeptieren können und vielleicht irgendwann auch lieben.

Ich weiß dass er eh schon zu viel mitbekommt und auch darunter leidet, wenn auch nicht nach außen offensichtlich.


Du hast vollkommen recht damit dass ich jeden Tag neue entscheide wie ich den Tag lebe. Und auch mein Mann möchte das alles wirklich, das spüre ich so stark wie lange nicht mehr.

Am Ende kann ich aber sagen dass ich durch diese Krise mit mir selber soooo viele Schritte weiter gekommen bin. In den letzten 6 Monaten hat sich so viel in mir getan und ich habe entschieden nicht mehr so weiter zu machen. Das ist wirklich harte Arbeit und ich bin erst am Anfang.. Aber besser wird es so oder so werden. Das ist sicher.
 
  • #54
In den letzten 6 Monaten hat sich so viel in mir getan und ich habe entschieden nicht mehr so weiter zu machen. Das ist wirklich harte Arbeit und ich bin erst am Anfang.. Aber besser wird es so oder so werden. Das ist sicher.

Gib nicht auf und erst recht nicht den Glauben daran.

Es ist hart und man muss sich auch mit Dingen auseinandersetzen, die man nicht sehen will.
Am schwierigsten ist es, sich mit sich selbst auseinander zu setzen.
Kritisch, und zugleich nicht gnadenlos, sich selbst motivierend, mal antreibend, aber auch mit Nachsicht zu sich selbst.
Auch da Selbst-Liebe, zumindest Achtsamkeit.

Es lohnt sich Goldfee, für Dich, für Euren Sohn, und wenn Ihr es hinbekommt, für Euch.

Es ist gut, dass nicht nur Du Therapie machst, sondern Ihr Paartherapie macht.

Und noch eines - es darf nie um den Gedanken Schuld gehen.
Schuldübernahmen bzw. Schuldzuweisungen führen nicht weiter.

Es hat jeder seine Anteile an der Situation, aber vor allem ist ein guter Anteil Schicksal.
Eine Fehlgeburt ist Schicksal, das ist nicht eine Randnotiz im Leben, das macht etwas mit einem als Frau/Mutter und als Mann/Vater.
Eine Depression ist eine Krankheit, auch das ist Schicksal, unvermeidbar.
Da kann man nun zwar etwas tun, aber die Heilungsprozesse sind langwierig, kosten Zeit. (Medikamente sind keine dauerhafte Lösung, sie können nur Krücke sein, dies am Rand).

Mit einigem wird sich jeder von Euch selbst auseinandersetzen müssen, mit einigem Ihr zusammen.

Es wird, wenn Ihr zusammen finden wollt, nicht um Vorwürfe oder "Schuld" gehen dürfen, sondern um Das sich Wiederfinden, um zuhören und um Verständnis für den anderen, und um letztendlich einen Neuanfang.

Das wird das Schwierigste, weil man aktiv neue Wege gehen muss un nicht in alte Muster zu fallen.

Ich wünsche Dir die Kraft dafür.

W, 51
 
  • #55
Mein größter antrieb ist mein Sohn, nicht mein Mann. Also genauer mein Sohn und vor allem ich. Ich will mich endlich akzeptieren können und vielleicht irgendwann auch lieben.
Ich habe mir die neuesten Beiträge nicht alle durchgelesen, finde es aber allgemein gut, dass du dich um dich und deinen Sohn kümmern willst. Allerdings würde mich als Mann und Partner eine solche Aussage wie diese hier etwas stören oder belasten, glaube ich, also wenn ich als dein Mann diese Einstellung vermittelt bekomme, dass ich das letzte Rad am Wagen bin. Natürlich hat man zu seinen Kindern eine besondere Beziehung, aber es scheint mir auch wichtig, den Mann und Partner nicht zu vernachlässigen und sich auch für IHN und die BEZIEHUNG Mühe zu geben bzw.: Ich kann dann irgendwie nachvollziehen, wenn so ein Mann dann mal auf die Idee kommt, sich Zuneigung und Aufmerksamkeit in den Armen einer anderen zu suchen, der es um IHN als Menschen geht und die IHN und seine Anwesenheit schätzt. Das nur noch als ein Gedanke.
 
  • #56
Liebe @Goldfee86 , ich lese in deinen Eingangsbeiträgen sehr häufig das Wort "kämpfen". Wen bekämpfst du denn eigentlich? Für einen "Kampf" benötigt man einen "Feind", den man "besiegen" bzw. "zerstören" möchte. Eine Beziehung ist aber kein Feind und infolgedessen muss man innerhalb einer Beziehung auch niemanden "besiegen".

Dieses Kampfvokabular hat für mich immer etwas Verkrampftes - und mit Verkrampfung rettet man sicher keine Beziehung und schon gar nicht haucht man damit Leidenschaft ein.

Dein Mann hat sich in einer schwachen Sekunde zu einer Dummheit hinreißen lassen und bereut es - du wiederum gibst an, dass du es ihm in der ganzen Zeit schwer gemacht hast. Dein Kampf sieht also so aus, dass du seine Tat gegen deine gegenrechnest und dann aufrundest. Dann kannst du es auch gleich bleiben lassen.

Lass die Vergangenheit ruhen! Du brauchst sie nicht zu vergessen, aber anstatt dich in ihr zu vergraben, denk dran, dass IHR zusammen seid und er hat sich für DICH entschieden hat, obwohl er mit der Kollegin vermutlich weniger Stress hätte!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #57
6 Monate ist nicht soo lange. Ich würde noch etwas mir selber Zeit geben. Nochmals so lange.
Überlege aber trotzdem, ob eine Paartherapie nicht doch sinnvoll wäre. Immerhin konnte eine Drittperson reinflutschen- also stimmt nicht ganz alles.
Wenn Du einen Zauberstab hättest, welche Veränderungen für die Zukunft würdest Du Dir wünschen? Die Vergangenheit kann man aber mit diesem Zauberstab nicht umändern, nur die Zukunft... na???
 
  • #58
Mein größter antrieb ist mein Sohn, nicht mein Mann. Also genauer mein Sohn und vor allem ich.
Zum Nachdenken an jede Frau! Übrigens ist das sehr, sehr oft zu sehen in Beziehungen, dass die Beziehung Frau zu Mann nach der Geburt stark nachlässt, also nicht mehr so wie es vor der Geburt war, darum brechen auch sehr viele Beziehungen und die Männer suchen dann andere Gelegenheiten, um genau die geschwächte Situation zu kompensieren! Der Mann fühlt sich emotional vernachlässigt, ob das Frauen gefällt oder nicht, es ist einfach so!
 
  • #59
Ich sehe nicht, wo dein Mann sich um dich und die Ehe bemüht. Stattdessen hintergeht er dich wieder erneut. Du scheinst masoistisch veranlagt zu sein und geißelst dich lieber selbst, als für dich einzustehen.

Dein Mann sagt das eine, aber tut das andere. Was spiegelt jetzt seine innere Wahrheit wirklich wider?

Bist du in Therapie ? Was sagt deine Therapeutin/dein Therapeut zu ihm/dir?

Du kannst nicht genesen, wenn dein Mann dich immer wieder runterzieht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #60
Zum Nachdenken an jede Frau! Übrigens ist das sehr, sehr oft zu sehen in Beziehungen, dass die Beziehung Frau zu Mann nach der Geburt stark nachlässt, also nicht mehr so wie es vor der Geburt war, darum brechen auch sehr viele Beziehungen und die Männer suchen dann andere Gelegenheiten, um genau die geschwächte Situation zu kompensieren! Der Mann fühlt sich emotional vernachlässigt, ob das Frauen gefällt oder nicht, es ist einfach so!
Stimmt nur für Männer, die nicht in der Vaterrolle auch aufgehen, soweit ich das beurteilen kann. Wenn ein Mann denkt, es bleibt nach einem Kind alles wie vorher und die Frau hat genauso viel Zeit und Aufmerksamkeit für ihn wie vorher (und er für sie!!), ist er naiv oder selbst noch nicht erwachsen. Keiner meiner Freunde mit Kind jammert darüber, dass weniger Zeit für die Beziehung ist oder die Elternrolle eben in den ersten Jahren den Hauptteil ausmacht oder eher, das war allen vorher klar und sie werfen es nicht ihren Frauen vor. Beide Partner versuchen auch Zeit für die Beziehung zu haben, aber ist schwer bei einem brüllendem Baby. Wenn man das nicht will, gibt es die sehr einfache Lösung, eben keinen Nachwuchs zu zeugen.
Die Art wie du das hier darlegst klingt so, als sei der Mann vorher von der Frau verwöhnt worden, nicht, als sei da eine gleichberechtigte Beziehung von zwei Erwachsenen. Dann ist er ein bockiges Kind, dass sich die Süßigkeiten woanders holt, ohne vernünftig drüber zu reden und dann sagt „bätsch, das hast du davon, dass du dich nicht mehr nur um mich kümmerst!“ Mit so einem Mann würde ich mir ganz sicher kein Kind abschaffen. Ich bin bei einem Vater aufgewachsen, der mich nachts umhergetragen und gefüttert hat und immer für mich da war, und der so eine seltsame Sichtweise niemals verstehen würde. Kind ist eben Kind und Partnerin Partnerin und das Kind hat eben erstmal Vorrang, weil es selbstständig nicht überleben kann, es ist dir erste Zeit komplett hilflos. Und meine Eltern sind fast 50 Jahre glücklich verheiratet.
 
Top