• #1

Vertrauen nach Betrug wieder aufbauen. Ist das möglich?

Hallo liebe Community,

mein Mann und ich haben eine schwere Zeit hinter uns. Ich habe auch schon mal einen Beitrag geschrieben, da bin ich näher drauf eingegangen...

Kurz zur Geschichte: wir haben einen 4 jährigen Sohn. Seit 2 Jahren versuchen wir ein 2. Kind zu bekommen, was leider nicht klappt. Ich hatte eine Fehlgeburt vor einem Jahr. Daraufhin und weil mich der unerfüllte kinderwunsch belastet rutschte ich in eine depressive Phase. Ich hatte das früher schon, aber gut im Griff. Ich habe auch einmal wöchentlich Therapie. Einen Termin für eine Eheberatung haben wir in 2 Wochen.

Mein Mann war sehr unzufrieden, hat eine Arbeitskollegin kenne gelernt, die er wohl gut findet. Vor 6 Monaten habe ich herausgefunden dass er sich heimlich mit ihr getroffen hat. Er sagte mir dass er die Ehe mit mir will und es vorbei ist.
Ich bin wirklich am kämpfen, für unsere Ehe, aber vor allem für mich, für meine psychische Gesundheit. Es gab aber in den letzten 6 Monaten wieder Einbrüche von meiner Seite. Was dazu geführt hat, dass die Geschichte mit der Kollegin nicht vorbei war. Das habe ich jetzt heraus gefunden.
Er beteuert, dass das alles nur online war, sie hat ihm eindeutige Fotos geschickt usw.

Er sagt er war so unzufrieden, ich habe mich gehen lassen, mich jiczt mehr um ihn gekümmert und der letzte Einbruch (ich will mich dann immer trennen und sehe keinen Sinn mehr in unserer Beziehung) hat ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Es war für ihn nur Ego streicheln und er sagt er hatte nicht eine Sekunde den Gedanken mich für sie zu verlassen, es hat ihm einfach gut getan, dass sie auf ihn steht.

Ich verstehe das sogar. Ich habe mich auch körperlich gehen lassen, meine Schwangerschaftskilos von meinem Sohn, bin ich nie los geworden, habe sogar noch mehr zu genommen.

Inzwischen fehlen mir noch 4 kg bis zum wohlfühlgewicht und mit jedem Kilo das weg war kam auch mein früheres Ich wieder zu Vorschein.

Es könnte alles so schön sein jetzt. Wir sind uns wieder näher gekommen, haben soviel Sex wie vor dem Kind.... Ich liebe ihn sehr und er sagt auch dass ich und unser das wichtigste in seinem Leben sind.

Jetzt aber mein problem:
Die Bilder kommen immer wieder hoch und ich bin so verletzt und wütend, weil er weiter gemacht hat, obwohl wir uns entschieden hatten zu kämpfen. Außerdem will die Stimme in meinem Kopf nicht verstummen, dass er doch mehr mit ihr hatte..

Geht das irgendwann vorbei? Habt ihr eine ähnliche Erfahrung gemacht?
Ich denke irgendwie hat das ganze auch unsere Beziehung belebt, mich aufgeweckt...

Ich fühle mich im allgemeinen soooo viel besser als noch vor 6 Monaten. Aber ich habe Angst dass ich die Verletzung nicht überwinden kann.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ohne Vertrauen ist eine Beziehung nicht zu führen und nicht zu halten, Vertrauen ist die Basis für die Liebe, wo kein Vertrauen ist, ist keine Liebe, ich behaupte, dass er dich nicht liebt, sonst hätte er das nicht getan und ich glaube auch auch nicht, dass verlorenes Vertrauen wieder kommt, das ist wie der Bruch in der Schüssel, den kann man nie mehr so reparieren, dass man nichts mehr sieht. Es wird dIch immer wieder einholen und ich würde ihm auch nicht trauen, dass er das ganze Spiel nicht wiederholt!! Die Erfahrung sagt, dass Menschen die so etwas tun, es auch weiterhin tun!!
 
  • #3
Warum postest du denn bitte das gleiche Thema?? Vor gerade mal 14 Tagen hat sich noch ein User auf das gleiche Thema gemeldet. Du selbst antwortest aber nicht einmal. Und erwartest, dass man sich wieder die Mühe macht dir zu helfen? Hm, merkwürdig. Gehe doch erstmal auf die Beiträge in deinem Thread ein, den du bereits hast. Dann macht sich sicherlich auch jemand hier nochmal die Mühe, obwohl das Thema ja das gleiche ist.

Ich gebe dir nur einen kurzen Rat (ich habe einen psychologischen Berufshintergrund) auch wenn du natürlich nur Bestätigung hören möchtest und dir meine Antwort daher sichelich nicht gefällt.
Du bist nach wie vor in einem toxischen Abhängigkeitsverhältnis. Dein Mann betreibt Schuldumkehr (weil er kein stabiles Ego hat) und gibt dir die Verantwortung für sein Fremdgehen. Du hechelst förmlich danach (co-narzisstisch) und nimmst alles auf dich. Willst dich sogar NOCH abhängiger von ihm machen mit einem 2. Kind (da fällt mir echt nix mehr zu ein). Änderst dich FÜR IHN (nicht für dich), verbiegst dich. Er wird dich aber weiter betrügen. Das ist SEINE Art mit Unzufriedenheit umzugehen. Selbst wenn DU dich änderst. ER müsste sich auch ändern. Das sehe ich an dem was er sagt und wie er sich verhält NULL.
Trenne dich, mache eine ordentliche Therapie (DEINEM KIND WENIGSTENS ZULIEBE! ES LERNT SONST DAS KRANKE VERHALTEN VON DIR!) und drösel auf, was in deiner Kindheit falsch gelaufen ist, dass du derartig abhängig bist. Und erst DANACH suche dir einen Mann, der nicht toxisch ist (das passiert dann aber automatisch, sofern die Therapie erfolgreich war).

Viel Erfolg und alles Gute.
 
  • #4
Liebe Goldfee, wenn du dir die Lebensläufe der Paare anhörst, die goldene Hochzeit feiern, ist in den seltensten Fällen alles toll gewesen. Oft gab es Alkoholprobleme, oder einer der Partner ist mal fremdgegegangen, ich kenne sogar Paare, wo aus dem Fremdgehen ein Kind entstanden ist oder wo es durch die Affäre Geldprobleme gab, weil die Geliebte dem Fremdgeher ohne Ende Geld aus der Tasche gezogen hat. Dein Post hört sich für mich so an, dass es einfach eine Krise war, die ihr überwunden habt und die später nur noch eine Erinnerung ist.
Mach dich nicht verrückt wegen der Kollegin. Ist doch einfach nur peinlich, wenn man es nötig hat, sich auf die Art und Weise in eine Beziehung zu drängen.
So eine Beziehung, wie du sie beschreibst, würde ich auf keinen Fall aufgeben. Ihr wart beide in einer Ausnahmesituation.

LG
Fufiona
 
  • #5
Warum postest du denn bitte das gleiche Thema?? Vor gerade mal 14 Tagen hat sich noch ein User auf das gleiche Thema gemeldet. Du selbst antwortest aber nicht einmal. Und erwartest, dass man sich wieder die Mühe macht dir zu helfen? Hm, Ich gebe dir nur einen kurzen Rat (ich habe einen psychologischen Berufshintergrund) auch wenn du natürlich nur Bestätigung hören möchtest und dir meine Antwort daher sichelich nicht gefällt.
Du bist nach wie vor in einem toxischen Abhängigkeitsverhältnis. Dein Mann betreibt Schuld ihm machen mit einem 2. Kind (da fällt mir echt nix mehr zu ein). Änderst dich FÜR IHN (nicht für dich), verbiegst dich. Er wird dich aber weiter betrügen. Das ist SEINE Art mit Unzufriedenheit umzugehen. Selbst wenn DU dich änderst. ER müsste sich auch ändern. Das auf, was in deiner Kindheit falsch gelaufen ist, dass du derartig abhängig bist. Und erst DANACH suche dir einen Mann, der nicht toxisch ist (das passiert dann aber automatisch, sofern die Therapie erfolgreich war).

Viel Erfolg und alles Gute.

1. Ich habe das erste Thema schon vor einiger Zeit eingestellt. Mir wurde nicht angezeigt, dass da eine neue Antwort wäre...
Außerdem ist meine Frage zumindest für mich persönlich eine andere, weil wir jetzt an einem anderen Punkt stehen.

2. Ich muss sagen für einen psychologischen Hintergrund ist Ihre Antwort wirklich reichlich empathielos!!

3. Befinde ich mich nicht in einer toxischen Abhängigkeit. Ich bin sehr reflektiert in allem was ich tue. Ich arbeite seit Jahren an mir und weiß was in meiner Kindheit falsch gelaufen ist ( danke übrigens für den Tipp! Da wäre ich selbst nicht drauf gekommen!)

4. Finde ich es sehr anmaßend meinen Mann so darzustellen. Das ist aus meinem Beitrag absolut nicht ersichtlich. Er ist kein Betrüger der das immer wieder tun wird. Wir hatten eine verdammt harte Zeit! Ein unerfüllter kinderwunsch ist für beide Partner hart und er hat über ein Jahr alles dafür getan, damit es mir besser geht.

Ich bin absolut schockiert von dieser Antwort! Ein bisschen Feingefühl kann man sich auch im Internet bewahren.. Mir ist klar dass ich hier auch antworten bekomme die vielleicht schwer für mich zu ertragen sind. Aber das hier kann ich nicht ohne Reaktion stehen lassen.

Ob Sie in Ihrem psychologischen Beruf so ganz richtig sind wage ich zu bezweifeln!

Aber von sich überzeugt scheinen Sie ja zu sein. So eine Diagnostik hier rauszuhauen ist schon heftig!
 
  • #6
Liebe Goldfee, wenn du dir die Lebensläufe der Paare anhörst, die goldene Hochzeit feiern, ist in den seltensten Fällen alles toll gewesen. Oft gab es Alkoholprobleme, oder einer der Partner ist mal fremdgegegangen, ich kenne sogar Paare, wo aus dem Fremdgehen ein Kind entstanden ist oder wo es durch die Affäre Geldprobleme gab, weil die Geliebte dem Fremdgeher ohne Ende Geld aus der Tasche gezogen hat. Dein Post hört sich für mich so an, dass es einfach eine Krise war, die ihr überwunden habt und die später nur noch eine Erinnerung ist.
Mach dich nicht verrückt wegen der Kollegin. Ist doch einfach nur peinlich, wenn man es nötig hat, sich auf die Art und Weise in eine Beziehung zu drängen.
So eine Beziehung, wie du sie beschreibst, würde ich auf keinen Fall aufgeben. Ihr wart beide in einer Ausnahmesituation.

LG
Fufiona

Danke für die Antwort!
Ja ich sehe auch in meinem Umfeld, dass es einfach harte Arbeit ist so lange zusammen zu bleiben. Ich hoffe sehr, dass wir das irgendwann verarbeitet haben und es wirklich nur noch eine Erinnerung ist.
 
  • #7
Hi,

ich schliesse mich dem Statement von quequeeg an:
Ein Ausrutscher kann passieren.
Letztlich aber muss dann ER sich entschuldigen und an sich arbeiten. Nicht Du!
Es gibt keinen Grund für illoyales Verhalten und Verrat! Er hätte mit Die reden können. Er hätte sich trennen können.
Menschen die triangulieren wenns nicht gut läuft tun dies ist gewohnheitsmäßig.
Wirst Du schwanger und vielleicht dadurch wieder etwas unförmig, wird er wieder so handeln. Er hat keine Prinzipien.

Und noch was: die andere Frau tut mir leid! Er hat sie scharf gemacht für sein Ego. Er hat sie eiskalt benutzt. Er hat also nicht nur Dich verraten sondern auch sie! Mit ihr und ihrem Gefuehlen gespielt.
Er hat kein Rückgrat.
Vielleicht gehen Deine Depressionen weg wenn Du Dich trennst?...nur so n Gedanke von mir...
 
  • #8
Jetzt aber mein problem:
Die Bilder kommen immer wieder hoch und ich bin so verletzt und wütend, weil er weiter gemacht hat, obwohl wir uns entschieden hatten zu kämpfen. Außerdem will die Stimme in meinem Kopf nicht verstummen, dass er doch mehr mit ihr hatte..

Zunächst einmal: es ist berechtigt und normal, dass Du Zweifel hast, die Bilder wieder hoch kommen und Du verletzt bist. Genauso ist berechtigt, dass er Probleme mit Dir hatte, die Beziehung mehr oder weniger aufgegeben hatte und sich Ersatz gesucht hat. Jeder hat für sich seine Empfindungen gehabt, jeder hat das für sich bewertet und die entsprechenden Konsequenzen gezogen, bewusst oder unbewusst gelitten und gekämpft. Er wird ebenso wie Du kaum die Flinte sofort ins Korn geworfen haben. Ihr hattet beide eine schwere Zeit, in der vermutlich beide nicht immer hilfreich reagiert haben. Es bringt wenig, das jetzt abzuwägen, denn dabei bleiben genau diese "Restschulden" übrig. Es gab offenbar auch von beiden Seiten Rückzieher, Zweifel, keinen geraden Weg. Ich finde das beiderseits nachvollziehbar.

Jetzt ist die Situation, dass ihr offenbar beide einen gemeinsamen weiteren Weg gehen wollt und sucht. Eigentlich könnt ihr nur einen Strich unter das ziehen, was geschehen ist und "neu" anfangen. Sicher nie komplett, denn Vergangenheit ist da und wird es bleiben.
Ich kann nur raten, nach vorne zu schauen, genau zu beobachten, was ihr jetzt aneinander habt und damit ein neues Fundament zu bauen. Wenn Dein Partner fremdgegangen ist, wird sich das nicht auswischen lassen. Entscheidend ist, wie er sich jetzt verhält. Und umgekehrt gilt das genauso.

Vielleicht macht es Sinn, wenn ihr euch dabei von einer Paartherapeutin beraten lasst, die helfen kann. Dazu braucht ihr eine gute Fachkraft. Dass gerade im Bereich Psychologie viele Menschen herumlaufen, die meinen, sie hätten Ahnung, hast Du ja hier schon festgestellt. Jemand, der aufgrund von einseitigen Schilderungen ernsthaft professionellen Rat gibt, ist in meinen Augen völlig inkompetent und verstößt gegen Grundsätze professioneller Arbeit. Einfach ausblenden, das sind Scharlatane.

In einem Forum wird jeder aus einer unterschiedlichen Sicht beitragen. Das kann Dir helfen, unterschiedliche Sichten anzusehen und zu prüfen. Entscheidungen solltest und musst Du immer selbst treffen. Der Weg ist sicher steinig. Aber Du merkst ja selbst schon in Ansätzen, es geht Dir besser und es lohnt sich offenbar.
 
  • #9
Hallo FS,
angesichts ihrer letzten Antwort und der Empörung darüber, dass jemand ihnen nicht nur Bestätigung gibt sondern auch Kritik, weiß ich nicht genau, was Sie hier lesen wollen.
Wie hier schon geschrieben - ohne Vertrauen keine Liebe. Ich gehöre auch zu der Sorte der Menschen, die Betrug nicht verzeihen können. Klar kann man hier alle möglichen Gründe für schieben ( harte Zeiten, Partnerin zugenommen) whatever. Der Punkt ist doch der, dass der Betrüger es vollkommen freiwillig macht. Und das Virtuelle bzw. (Echte?) Treffen hat ihr Mann ja auch freiwillig gemacht. Es gibt 1000 und 1 Möglichkeit mit Problemen umzugehen, da muss man nicht gleich sich heimlich mit jemandem treffen.
Dass bei euch jetzt alles phantastisch ist das glaube ich ehrlich gesagt auch nicht: wie kann es auch sein mit den Hintergedanken im Kopf? Ohne Vertrauen gibt es keine echten Gefühle. So viel dazu. Bezüglich dem Wachrütteln : na ja, natürlich rüttelt es auf, letztendlich hat die Frau Angst verlassen zu werden. Ich denke auch nicht dass das Misstrauen irgendwann weg sein wird.
Ich persönlich könnte sowas nicht verzeihen.
 
  • #10
Liebe FS! In einer guten Therapie lernt man mit dem Kopfkino umzugehen- dafür gibt es Techniken. Was mich persönlich an der Darlegung des Problems irritiert ist die unglaubliche Ichzentrierung. Sie haben ein gemeinsames Kind, das Sie braucht und liebt. Warum diese Fixiertheit auf Nr 2? Bei all diesem Beziehungswirrwarr gibt es in dieser Familie jemanden, der sich nicht wehren kann- Ihr vorhandenes Kind. Ihr Mann stürzt sich zumindest gedanklich in eine Affäre, weil das Leben mit Ihnen nur schwer auszuhalten ist- wie Sie schildern. Ihre psychische Stabilität ist nicht konsequent gegeben- Sie scheinen aber daran gsD zu arbeiten. Jetzt ist mal Zeit innezuhalten und an Ihr Kind zu denken. Nicht nur an die eigene Befindlichkeit, nicht an Ihr Kopfkino. Ich wünsche Ihrer Familie und Ihnen alles Gute.
 
  • #11
Wirklich wichtig wäre wohl eher das du zu dir selber findest. Irgendwann ist es dann nicht mehr wichtig was wer meint, oder andere finden. Du wirst hier nur Meinungen erhalten. Diese sind jeweils von den Knöpfen, die bei den einzelnen Leser*innen in ihrem momentan vorherrschenden Lebenszustand gedrückt werden, geprägt. Wäre an der konfrontativen Ferndiagnose von Queequeg so überhaupt nix dran, würdest du jetzt nicht so hochgehen. Ich bin auch kein Fan davon kostenlose Ferndiagnosen ohne Anamnese in einem anonymen Forum zu machen. Stichworte sind: toxisch, Asperger war hier auch mal ganz in, narzisstische Persönlichkeitsstörung. Schnell ist man nach einem regelmäßigen Feierabendbier auch süchtig. Ich warte - hoffentlich vergebens!- drauf, dass sich mal endlich eine/r an Borderline und Schizophrenie rantraut. Alzheimer, was die vergessenen Lügen und falschen Versprechungen anbelangt wäre wohl eher angebracht.
Dennoch: Prompt rennst du los und verteidigst ihn, nachdem du dich erst wegen deiner Optik zum Schuldigen gemacht hast, damit du ihn bloß nicht antasten musst. Entscheid dich mal. Du kannst nicht beides haben. Einen der, mit der Kollegin was anfängt, dann lügt, das es aus sei und dann damit plötzlich kein Betrüger ist, weil du noch 4 Kilo zu viel hast. Das ist aber in in einer funktionierenden Liebesbeziehung nicht der Dreh- und Angelpunkt, ob du noch 4 kg vom "Wohlfühlgewicht" entfernt bist. Ich kenne da einen Topmann, attraktiv, öffentlichkeitstauglich, der von einer "dicken" nörgeligen "Ökomutti" die die giftigen Kekse sanktioniert, zu einer anderen "dicken", mit ganz anderer Ausstrahlung gegangen ist. Den hast du kurz drauf kaum noch wiedererkannt. Der sah derart gut und zu sich gekommen aus, dass sich alle Kommentare und Fragen dazu erübrigt haben. Die alte Frau hat der neuen noch jahrelang Beschwerdebriefe geschrieben, aber nie begriffen was falsch lief. Zusammen haben die zwei als Patchworkfamilie jetzt mindestens 9 (!) Kinder. Die muss einfach so sein als Mutter. Frag dich für dich selbst: Wer will schon ein tapeziertes Skelett als Mutter oder Oma? Loslassen ist natürlich leicht gesagt, aber mach wirklich mal Ferien vom Wunsch nach einem zweiten Kind. Gib dir den Raum drüber nachzudenken ob jemand der mit der Kollegin anbändelt überhaupt der richtige als Familienvater ist. w54
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #12
Liebe FS! In einer guten Therapie lernt man mit dem Kopfkino umzugehen- dafür gibt es Techniken. Was mich persönlich an der Darlegung des Problems irritiert ist die unglaubliche Ichzentrierung. Sie haben ein gemeinsames Kind, das Sie braucht und liebt. Warum diese Fixiertheit auf Nr 2? Bei all diesem Beziehungswirrwarr gibt es in dieser Familie jemanden, der sich nicht wehren kann- Ihr vorhandenes Kind. Ihr Mann stürzt sich zumindest gedanklich in eine Affäre, weil das Leben mit Ihnen nur schwer auszuhalten ist- wie Sie schildern. Ihre psychische Stabilität ist nicht konsequent gegeben- Sie scheinen aber daran gsD zu arbeiten. Jetzt ist mal Zeit innezuhalten und an Ihr Kind zu denken. Nicht nur an die eigene Befindlichkeit, nicht an Ihr Kopfkino. Ich wünsche Ihrer Familie und Ihnen alles Gute.

Danke für diese Antwort.
Eine Sache muss ich ergänzen:
Der Kinderwunsch ist seit es zwischen uns so lief natürlich vom Tisch.. Es gehört aber zum Thema, weil es für mich der Auslöser ist.

Ansonsten: unser Kind kommt hier nicht vor, weil das das einzige ist was wir auch in der Krise gut hinbekommen haben. Auch meine psychischen Belastungen haben Auswirkungen auf ihn, das ist mir schon klar, aber ich denke er erlebt gerade eine Mutter BH
Wirklich wichtig wäre wohl eher das du zu dir selber findest. Irgendwann ist es dann nicht mehr wichtig was wer meint, oder andere finden. Du wirst hier nur Meinungen erhalten. Diese sind jeweils von den Knöpfen, die bei den einzelnen Leser*innen in ihrem momentan" die die giftigen Kekse sanktioniert, zu einer anderen "dicken", mit ganz anderer Ausstrahlung gegangen ist. Den hast du kurz drauf kaum noch wiedererkannt. Der sah derart gut und zu sich gekommen aus, dass sich alle Kommentare und Fragen dazu erübrigt haben. Die alte Frau hat der neuen noch jahrelang Beschwerdebriefe geschrieben, aber nie begriffen was falsch lief. Zusammen haben w54
Danke für die Antwort!
Ja, wahrscheinlich ist irgendwas dran und das hat mich getriggert, aber abgesehen davon ist es einfach unangebracht.

Ach so, mein Mann hatte nie ein Problem mit meinem Gewicht. Und ich muss dazu sagen, dass ich mich selber auch kurvig mag.. Mein wohlfühlgewicht liegt am Ende des BMI normalgewichts. Ich mache nicht meine Optik oder mein Gewicht zum Hauptthema. Ich wollte damit eigentlich sagen, dass ich mich nun endlich wieder wie ich selbst fühle. Und dadurch entstand wieder Nähe zwischen uns.

Und verteidigt habe ich ihn, weil mein Anteil an dem ganzen einfach riesengroß ist. Und er wirklich lange lange Zeit um uns gekämpft hat.

Der Wunsch nach einem 2. Kind ist schon seit Monaten ganz weit nach hinten gerückt und ist im Moment kein Thema mehr.
 
  • #13
Irgendwie hat das antworten nicht richtig funktioniert und die sind jetzt total vermischt....

Ich möchte aber trotzdem noch ein paar Dinge ergänzen:

Wichtig finde ich zu sagen, dass unser Sohn seit er geboren wurde, bei uns beiden an erster Stelle steht! Wir klären unsere Probleme, wenn er im Bett ist. Was die Belastungen angeht die er trotzdem spürt, sprechen wir mit ihm darüber kindgerecht.
Unserem Sohn geht es gut. Was er aber gerade erlebt ist, dass Krisen zum Leben gehören und es gut ist sich Hilfe zu holen. Genau das möchte ich ihm auch vermitteln.


Warum ich meinen Mann verteidige:

Ich verteidige nicht was er getan hat, daran habe ich hart zu knabbern.
Aber ich lebe mit ihm seit 7 Jahren zusammen und er hat immer für mich gekämpft. Er hat auch bis vor 6 Monaten noch um Uns gekämpft. Ich habe ihn aber nicht mehr an mich ran gelassen... Also ich habe die Nähe nicht zu gelassen.

Das ist alles keine Entschuldigung, das weiß ich selbst.

Aber ich weiß even auch wie ich war. Und daher möchte ich ihm gerne verzeihen, so wie er mir verzeihen möchte wie ich ihn behandelt habe.
 
  • #14
Ja ich sehe auch in meinem Umfeld, dass es einfach harte Arbeit ist so lange zusammen zu bleiben.
Erstmal allgemein gesagt: Wo aber liegt der Sinn, mit jemandem lange zusammenzubleiben, wenn der einen unglücklich macht? Also den WERT einer Beziehung würde ich immer NUR daran festmachen, ob man noch Entwicklungspotenzial zu mehr gemeinsamem Glück sieht. Denn dann haben die Krisen einen Sinn.
Niemals an der Zahl der Jahre klammern und die wertvoll finden. Ihr habt ein Kind und solltet damit befasst sein, wie das möglichst glücklich aufwachsen kann statt mit euren eigenen Problemen um euch zu kreisen. (Geht natürllich nicht anders, wenn eine Krise da ist, aber das sollte sich schon irgendwann bessern, statt dass zwei Leute, die sich nur unglücklich machen, zusammenkleben.)

Bei euch allerdings sehe ich das nicht so, dass es nicht noch wenigstens ein Stück gemeinsamen Weg geben könnte. Er hat Dir ja beteuert, dass er die andere Frau nur aus Eitelkeitsgründen und zur Ablenkung benutzt hat. So verstehe ich das jedenfalls, dass er sagt, es hat ihm geschmeichelt, dass sie auf ihn steht (könnte man hier direkt eine Warnung schreiben an alle Menschen, die sich mit einer verpartnerten Person eingelassen haben in der Hoffnung, dass sie mit der irgendwann eine Beziehung haben könnten)

Dein Problem sind mE nicht die Bilder. Dein Problem ist mE auch nicht, dass er an der anderen Frau rumgebaggert hat. Ich denke, Dein Problem ist, dass Du denkst, da sei mehr gewesen. Aber wie solltest Du das rausfinden?
Ich wollte erst schreiben, dass ich ihm glauben würde, dass er nie von Dir weg wollte. Aber ich hatte auch noch mal in Deinen Oktoberthread geguckt. Er hat ja schon ausgesprochen, dass er Dich nicht mehr liebt.
Und Du sagst ja auch öfter mal, dass Du Dich trennen willst. Also dass da mehr lief, weil er doch ernsthaft raus wollte aus der Beziehung, könnte ich mir auch vorstellen.

Also ich würde sagen, dass muss jetzt alles mal klar auf den Tisch und ihr müsstet mal allein für euch ernsthaft in euch gehen, ob ihr eure Beziehung wirklich noch wollt. BEIDE redet ihr ja davon, dass es nicht so ist. Woher kommen diese Gedanken? Kommen sie, weil ihr wirklich merkt, dass es nicht passt, oder kommen sie, weil ihr launenhaft seid und bei Problemen am liebsten gleich alles wegschmeißen würdet, aber dann wieder klarer denken kann und natürlich noch an der Beziehung festhalten will? In dem Fall würde ich mir mal angewöhnen, solche Gedanken nicht laut auszusprechen.

Zu Deinem Problem im nächsten Beitrag mehr.
 
  • #15
Ach so, mein Mann hatte nie ein Problem mit meinem Gewicht. Und ich muss dazu sagen, dass ich mich selber auch kurvig mag.. Mein wohlfühlgewicht liegt am Ende des BMI normalgewichts. Ich mache nicht meine Optik oder mein Gewicht zum Hauptthema. Ich wollte damit eigentlich sagen, dass ich mich nun endlich wieder wie ich selbst fühle. Und dadurch entstand wieder Nähe zwischen uns.

Und verteidigt habe ich ihn, weil mein Anteil an dem ganzen einfach riesengroß ist. Und er wirklich lange lange Zeit um uns gekämpft hat.
Nun, du schriebst ja weiter oben, dass dein Mann meinte, du habest dich gehen lassen, was du ja danach auch bestätigt hattest und dann von selbst auf die Kilos nach der Schwangerschaft eingegangen bist. Insofern war das ja offenbar doch gewissermaßen ein nicht zu vernachlässigendes Thema zwischen euch.

Ich finde, ob er für euch eine zeitlang „gekämpft“ hat,oder nicht, ist irrelevant. Er hat offenbar was mit einer anderen gehabt, und was er da so als Begründungen bringt, ist in der Tat Schuldumkehr. Er könnte ja auch einfach sagen „weißt du, das Leben in unserer Familie und mit dir hat mich so abgenervt, weil ich damit nicht mehr umgehen konnte, und die Kollegin fand ich so scharf, dass ich mich einfach nicht mehr unter Kontrolle hatte und mir diesen Egopush geben musste“, aber was macht er? Er schiebt deine Defizite vor. Seine eigenen lässt er aus.
Wenn du das auf dir sitzen lassen willst und kannst, dann bleib weiterhin in dieser Beziehung, aber dann darf man sich auch nicht mehr beschweren, dass irgendwelche Bilder immer wieder hochkommen.
Ich finde immer: entweder man kann verzeihen, und dann lässt man das Thema ruhen, oder man kann es nicht und trennt sich. Für mich gibt es dazwischen nichts einleuchtendes, was zum inneren Seelenfrieden beitragen würde.
 
  • #16
Die Bilder kommen immer wieder hoch und ich bin so verletzt und wütend, weil er weiter gemacht hat, obwohl wir uns entschieden hatten zu kämpfen.
Du verhältst Dich aber, als sei alles in Ordnung:
Wir sind uns wieder näher gekommen, haben soviel Sex wie vor dem Kind.... Ich liebe ihn sehr und er sagt auch dass ich und unser das wichtigste in seinem Leben sind.
WAS willst Du tun, wenn Du erstmal stillhältst und diese Harmonie mitmachst, aber IRGENDWANN erfährst, dass er Dich doch betrogen hat?
Dann geht der Stress ja WIEDER los.

Was würdest Du tun, wenn er doch mit der Kollegin Sex hatte oder zumindest geküsst hat?
Wenn Du auch dann NICHT Schluss machen würdest, kannst Du die Kollegin auch gleich vergessen. Denn es ändert ja gar nichts daran, wie Du handeln würdest.
Also lohnt es sich nur dann, hier weiter nachzuforschen, wenn Du wirklich was draus ableiten würdest für Dein Handeln. Und vielleicht wirst Du es auch nie erfahren, WAS lief, einfach, weil Du keine Möglichkeit bekommst, sicher zu wissen, was war. Du musst Dich dann entscheiden, ob Du ihm glaubst oder nicht.

Entscheide Dich, ob Du im JETZT leben kannst oder ob für Dich wirklich relevant ist, was mit der anderen Frau lief. Und schau, ob Du überhaupt eine Chance hast, ganz sicher die Wahrheit rausfinden zu können.

Ansonsten brauchst Du nicht schon wieder das Drama in Deine Beziehung zu holen, wo sie sich doch gerade wieder beruhigt hat.
 
  • #17
Ich gebe dir nur einen kurzen Rat (ich habe einen psychologischen Berufshintergrund) auch wenn du natürlich nur Bestätigung hören möchtest und dir meine Antwort daher sichelich nicht gefällt.
Liebe Queequeg, schon bei deinen Reaktionen in anderen Threads ist mir aufgefallen, dass du es nie versäumst, auf deinen Berufshintergrund hinzuweisen. Ziemlich aufdringlich und in der Tat nicht besonders professionell oder gar emphatisch, wie die Fragestellerin richtig bemerkt. Vertrauen hätte ich hier jedenfalls nicht - da musst du noch einiges dazulernen.

Wir gehen nicht alle souverän mit unseren Problemen um, @Goldfee86 ist keine Ausnahme. Dennoch denke ich, dass sie es verdient, ernst genommen zu werden (besonders von jemand »mit psychologischem Hintergrund«).

Diese von der FS beschriebenen »Kopfstimmen« sind gar nicht so selten, da darf die Betroffene gerne auch zweimal eine (ähnliche) Frage einstellen, schließlich steckt sie unverändert in ihrem Dilemma. Immerhin hat sie sich mit ihrem Mann zur Eheberatung angemeldet - eine Entscheidung, die Mut erfordert und die nicht alle Betroffenen wählen.
Dein Mann betreibt Schuldumkehr (weil er kein stabiles Ego hat) und gibt dir die Verantwortung für sein Fremdgehen.
Auch diese Feststellung finde ich nicht gerade professionell. Die FS schreibt an keiner Stelle, dass ihr Mann fremdgegangen ist, sie vermutet es nur, weil er diese Kollegin mehrmals getroffen hat.
Himmel, auch ich treffe mich hin und wieder mit anderen Männern, rede und lache mit ihnen, unterhalte mich gut, flirte auch manchmal. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich »fremdgehe«. Und die Ferndiagnose (»kein stabiles Ego«) finde ich fast schon unverschämt.

An die FS: natürlich gehen deine »Kopfgedanken« irgendwann vorbei. Vorausgesetzt, du glaubst wieder an dich, du glaubst wieder an seine Zuneigung zu dir und du gibst deinem Glauben an den Bestand eurer Beziehung wieder sachte den erforderlichen Raum.

Die Eheberatung wird euch dabei helfen - vorausgesetzt dort sitzt ein wirklicher Profi mit Empathie!

Übrigens:
Dein Post hört sich für mich so an, dass es einfach eine Krise war, die ihr überwunden habt und die später nur noch eine Erinnerung ist.
So kann eine Antwort auch aussehen; sehr viel hilfreicher als die von manch' selbsternannten Profis.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #18
Ich finde es gut, wenn ihr ein Bewusstsein habt, dass Konflikte nicht vor eurem Kind auszuagieren sind. Aber ein dysfunktionales Familiensystem geht eben auch wenn man/frau sich noch so sehr bemüht, nicht spurlos vorbei.

Ich schließe mich da an: wenn ihr gemeinsam eine Zukunft haben wollt, macht Paartherapie u blickt nach vorne. Kann man erlernen, kann man erarbeiten. Wenn beide wollen. Wenn dein Mann allerdings dazu tendiert bei Troubles in der Familie, anderswo Ersatz zu organisieren- wirds schwer.
Letzten Endes ist es eine Vertrauensfrage. Kannst du die selbst genug Vertrauen, dich nicht mehr gehen zu lassen, deine Emotionen zu kontrollieren etc. damit er "bleiben kann". Kann man ihm vertrauen, auch in schwierigen Zeiten nicht woanders das Nest/ Sex zu substituieren.

Wenn du trotz Therapie das Vertrauen nicht mehr in die Beziehung holen kannst, wäre es Folter in der Beziehung zu bleiben. Misstrauen, Druck, Kontrolle, Selbstzweifel an der Eigenwahrnehmung, .... all das ist für niemanden ein Gewinn.

Ich meine, das es hilft, die eigene Vita durchzudenken. Gibt es Situationen im Leben die du selbst immer wieder durchlebst/heraufbeschwörst? "Glaubenssätze" die du vielleicht in deiner Herkunftsfamilie erlernt hast, die dir das Leben und deine Entscheidungen im Jetzt erschweren?

Manchmal reinszeniert man Situationen immer u immer wieder, versucht Konflikte auszulösen bzw. aufzulösen, die vielleicht gar nichts mit dem Partner zu tun haben.

Hoffe, der eine oder andere Gedanke kann dir helfen.

Alles Liebe!
 
  • #19
Erstens: Schätze es JEDEN TAG als GOLDWERT ein, ein GESUNDES KIND zu haben! Was denkst Du, wie viele MitleserInnen hier unerwünscht komplett kinderlos sind?!?!

Zweitens: Sehr gut, dass Du eine Therapie machst! Und Ihr nun auch bald eine Ehe-Therapie zusammen angeht! Ich wünsche Euch, dass Euch diese erfolgreich hilft und Euch beide - zusammen und einzeln - gut tut und weiterbringt!

Drittens: Lerne stark zu trennen zwischen DEINEM unglücklich verlaufenen/ verlaufenden Verhalten (Depression, schwierige Kindheit, unerfüllter zweiter Kinderwunsch, etc., das sind schon heftige Themen) und dem unglücklichen Verhalten DEINES MANNES! Das sind beides heftige Dinge, die nicht als unbedingte Aktion und (schon gar nicht als logische und gerechtfertigte) Reaktion gesehen werden können und dürfen!

Du bist NICHT schuld und auch NICHT verantwortlich am Fremdgehen Deines Mannes! Dies ist einzig und allein SEIN Vergehen und SEINE Verantwortung!

Und er ist NICHT schuld, dass er Dir kein 2. Kind bisher machen konnte und Du depressiv und unglücklich (in Eurer Beziehung) bist! Für Dein persönliches Glück bist alleine Du selbst verantwortlich!

Lernt bitte beide, diese Dinge als einzeln stehend zu betrachten und nicht zu sehr in Abhängigkeit voneinander zu sehen.

Alles Gute Euch! Und genieß jeden Tag mit Deinem Kind (gerade kommt mir das Bild gestern in der Zeitung von dem neun Monate alten Kind und dessen Papa, die in der Fußgängerzone in Trier absichtlich und vollkommen willkürlich totgefahren wurden - von einem psychisch kranken Mann Anfang 50, er in seinem Auto wohnte - und die Mama Blumen und einen Brief niederlegt neben das Foto von ihnen)!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
Versuche, ihm zu verzeihen. Du meintest ja, du kannst ihn verstehen und sein Verhalten irgendwie nachvollziehen. Das ist ein wichtiger Schritt zum Verzeihen. Und schau mal, trotz eurer Krise hat er sich für dich entschieden. Menschen machen halt mal dumme Fehler. Man kann Krisenzeiten auch positiv interpretieren. Es ist leicht, zusammen zu bleiben, solange alles gut ist. Aber die wahre Stabilität und der Wert einer Beziehung zeigt sich angesichts von Krisen. Das Problem bei uns Menschen ist, dass wir uns die Gegenwart immer durch Gedanken an die Vergangenheit und Zukunft kaputt machen. Versuche, im Hier und Jetzt zu leben und negative Gedanken durch positive zu ersetzen. Vielleicht helfen auch Sport oder Meditation.
 
  • #21
@void
Danke für die ausführliche Antwort und deine Gedanken.

In den letzten 6 Monaten haben wir uns beide viel an den Kopf geworfen, in Situationen in denen wir nicht weiter wussten.
Mein Mann hat mir gesagt er weiß nicht mehr ob er mich noch liebt, genauso wie ich mir in den letzten Monaten oft unsicher war.
Uns hat einfach der Alltag fertig gemacht, die Fehlgeburt, der unerfüllte kinderwunsch. Zudem habe ich eine anstrengende Arbeit, ich arbeite in der stationären Jugendhilfe im 24 Std Dienst. Das heißt wir geben uns oft die klinke in die Hand. Durch corona wurde mein Job noch heftiger...

Jetzt sagt er, dass für ihn immer klar war, dass ich die Frau bin mit der er alt werden möchte. Aber wenn er alles versucht und seine Frau trotzdem jeden Tag unglücklicher wird, konnte er einfach nicht mehr.

Und ehrlich, so wie ich mich ihm gegenüber verhalten habe, ist es ganz klar dass seine Gefühle nicht aufblühen...


Ich bin so, dass ich alles gleich wegschmeißen möchte, ja. Und dann, wenn ich wieder klar denke, ist da nur ein Scherbenhaufen. Das ist genau das was meinen Mann so belastet hat. So habe ich in der Vergangenheit immer reagiert. Ich kann hier gar nicht alles aufschreiben was wir in 7 Jahren schon durchhaben. Und irgendwie hat uns immer die Liebe durch alles durchgebracht. Irgendwann wars dann wohl zu viel.
 
  • #22
@Buggles

Deine Gedanken haben mir auf jeden Fall geholfen, danke dafür!

Mit dem Blick auf meine Herkunftsfamilie hast du ins schwarze getroffen. Daher rühren sehr viele meiner Probleme in meiner Beziehung. Da bin ich aber schon drauf gekommen und versuche das jetzt in meiner Therapie zu bearbeiten.

Die Paartherapie hat mein Mann vorgeschlagen und der erste Termin ist in 2 Wochen.

Ich würde auch nicht sagen, dass mein Mann dazu tendiert immer so zu handeln. bzw kann ich das nicht einschätzen. Wir haben schon viel durchgestanden und das war vorher nie Thema...
 
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  • #23
Dein Post hört sich für mich so an, dass es einfach eine Krise war, die ihr überwunden habt und die später nur noch eine Erinnerung ist.

Da bin ich dabei.

Es war eine schwierige Zeit, Du hattest Deine Krisen - und er ist sie mitgegangen.
Zitat
"Ich sehe die letzten Jahre in einem ganz anderen Licht und habe keine Ahnung wie mein Mann es so lange ausgehalten hat."

In dieser Zeit ist er in die Affäre, soweit es, tatsächlich eine war (die Bilder sprechen für mehr, aber er sagte ja, es war nur online gewesen.) hinein gerutscht.

Nun, es ist bei Euch wieder anders, das ist Jetzt.

Du kannst versuchen, das Kopfkino zu stoppen, aktiv stoppen und jedesmal an etwas Positives denken.
Du kannst ihn bitten, den Kontakt ganz zu beenden..
Und Du kannst, auch im Rahmen der Therapie versuchen, mit dem Ganzen, was in der depressiven Phase war, abzuschließen.

Wenn Du nicht wirklich abschließen kannst,, weiß es für Euch beide schwierig.

Vielleicht findet Ihr im Umgang noch ein paar Möglichkeiten, das Jetzt noch mehr in den Vordergrund zu holen?
Gemeinsamkeit, ein gutes Wir?
Besondere Momente, auch mal ohne Kind? Das geht auch in Corona Zeiten.

Je positiver und näher das Jetzt, desto leichter wird es, das,, was wahr, in den Hintergrund zu bekommen.

W, 51
 
  • #24
Liebe Queequeg, schon bei deinen Reaktionen in anderen Threads ist mir aufgefallen, dass du es nie versäumst, auf deinen Berufshintergrund hinzuweisen.
Liebe/r Amytan, das ist nicht aufdringlich, wer es nicht lesen möchte, der braucht es nicht tun. Viele betonen auch immer wieder, dass sie Ingenieur sind (kein Vorwurf). Dann darf ich das auch. :p

Wir gehen nicht alle souverän mit unseren Problemen um, @Goldfee86 ist keine Ausnahme.
Sie nimmt die Antworten in ihren Threads nicht ernst, sie reagiert nicht mehr. Ich gebe nur zu bedenken, dass dies hier u.U. wieder geschieht oder aber sie ausfallend wird, wenn sie keine Bestätigung, sondern Kritik bekommt. Das ist ja, wie ich bereits vermutete, auch eingetreten. Wahrheit tut weh, doch die FS ist derartig in ihrem Abhängigkeitskarussell gefangen (sie verteidigt ihn ja sogar plötzlich), dass es wieder der bekannte "Rückruder"-Thread wird. :)

Diese von der FS beschriebenen »Kopfstimmen« sind gar nicht so selten, da darf die Betroffene gerne auch zweimal eine (ähnliche) Frage einstellen
Keiner verbietet es ihr. Nur wenn sie selbst nicht darauf reagiert, kann sie die Stimmen im Kopf ja nicht so ernst nehmen. Außerdem redet sie ja offenbar nicht mit ihm, wenn es alles nur Vermutungen sind. Auch das ist nicht wirklich ein Zeichen für eine tragfähige Beziehung

Die Eheberatung wird euch dabei helfen - vorausgesetzt dort sitzt ein wirklicher Profi mit Empathie!
Die Eheberatung wird nichts nützen, so lange ihr Ehemann Schuldumkehr betreibt. Er gibt sie als Grund für sein Verhalten (wie auch immer das aussieht, die FS redet ja nicht mal konkret darüber, was nun faktisch vorgefallen ist) an. Da wird jeder Eheberater - auch mit Empathie ;) - sagen, dass die Positionen für eine Paarberatung nicht passen. Sofern er nicht geldgeil ist. ^^

Es ist die Fähigkeit zu wissen, an welcher Stelle Empathie sinnvoll ist und an welcher sie absolut nichts nützt.
 
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  • #25
@Queequeg

Ich wüsste nicht wo ich ausfallend wurde! Ich denke ich habe das so sachlich wie möglich formuliert.
Ich antworte auch sehr wohl auf die Antworten hier und bin dankbar für die Denkanstöße. Sogar für Ihren, obwohl ich nach gründlicher Reflexion da absolut nichts rausziehen kann. Weil Sie sowohl mich, als auch meinen Mann sofort verurteilt haben. Im Gegensatz zu vielen anderen, die einfach ihre Sicht auf die Situation schildern.

Ich weiß, dass viele Menschen mit dem Betrug nicht umgehen/leben können. Die Meinungen akzeptiere ich.

Meine Frage war aber nicht welches Störungsbild ich habe. Das weiß ich selbst, danke! Ich war einfach auf der Suche nach Erfahrungen. Und ja, auch die Stimmen die ich nicht so gerne hören will, nehme ich an und denke drüber nach.

Ihre Art, hier virtuell mit Menschen umzugehen, mit irgendwelchen Diagnosen um sich zu werfen ist meiner Meinung nach immer noch unangebracht.

Trotzdem danke für die Mühe, auch wenn sie nur Ihnen was gebracht hat.

Die Schuldumkehr betreibe hier alleine ich. Genau das ist nämlich einer der Gründe warum ich (nicht mein Mann und ich) in therapeutischer Behandlung bin.

Mein Mann sieht die Schuld absolut bei sich. Die Erklärung wie es dazu gekommen ist, kommt von mir. Natürlich suchen wir nach Gründen, warum es in unserer Beziehung irgendwann gekippt ist. Da liegt die Hauptverantwortung eben bei mir. So sehe ich das! Die Probleme haben lange vor der Kollegin angefangen.
 
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  • #26
@Lionne69

Danke auch für deine Antwort!
Ich versuche tatsächlich schon genau so mein Kopfkino zu stoppen. Ich hoffe es wird dann irgendwann immer öfter auch klappen.

Unser Sohn ist übers Wochenende bei den Großeltern gewesen und wir hatten viel Zeit zu reden.
Mein Mann ist auch sehr bemüht mein Kopfkino zu stoppen, was dann auch immer klappt. Er sieht es wirklich sofort in meinen Augen und unternimmt etwas dagegen.

Das Wochenende war schön und traurig gleichzeitig. Ich denke aber, dass wir beide festgestellt haben, dass da noch so viel ist, an dem wir festhalten wollen.
 
  • #27
Das Wochenende war schön und traurig gleichzeitig. Ich denke aber, dass wir beide festgestellt haben, dass da noch so viel ist, an dem wir festhalten wollen.

Dann ist das vielleicht ein Weg?
Ihr sucht bewusst Verbindendes, stärkt Vorhandenes, verstärkt und erweitert Eure Basis.
Dann verschieben sich negative Gedanken zwangsläufig in den Hintergrund und werden unwichtiger.

Denn wenn ich Deine beiden Threads nehme, dann wollt Ihr eigentlich BEIDE Eure Partnerschaft neu starten.
Nehmt es als Neuanfang.

Viel Glück Euch beiden,

Lionne
 
  • #28
@Lionne69

Genau!
Wir haben beide das Gefühl durch alle Umstände, die bei uns ja wirklich nicht einfach sind (Schichtdienst, keine Familie in naher Umgebung, usw), haben wir uns gegenseitig und auch uns selber irgendwie verloren.
Und haben beide unsere Beziehung vermisst, konnten sie aber die Nähe nicht mehr herstellen...

Ich hoffe wir werden gestärkt da raus gehen.
 
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  • #29
Ihr habt ne Menge Krise gehabt in letzter Zeit. Also dass es dann nicht souverän läuft, ist nicht verwunderlich. Irgendwo muss ja auch die Trauer hin.

Aber hierzu:

Ich bin so, dass ich alles gleich wegschmeißen möchte, ja. Und dann, wenn ich wieder klar denke, ist da nur ein Scherbenhaufen. Das ist genau das was meinen Mann so belastet hat. So habe ich in der Vergangenheit immer reagiert.
Lerne, das zu ändern. Dieser Wegschmeißgedanke ist ja nur ein Gefühl, das ist ja nicht das, was Du wirklich willst. Ergo kannst Du beim Anflug dieses Gedankens schon ZU DIR SELBST sowas sagen wie "ja, kenn ich schon, ist jetzt meine Reaktion und ich denke nachher wieder klar und anders. Ich halte es jetzt erstmal aus und rede später". Sonst platzt Du ja gleich raus mit diesen Dingen, die FÜR DICH später gar nicht mehr relevant sind, die aber Dein Mann dann für sich selbst verarbeiten muss und vielleicht viel ernster nimmt. Zum Glück scheint er so zu ticken wie Du, dass er selbst auch solche Dinge raushaut, die er dann eher nicht wirklich will und meint. Wenn Du jemand hättest, der Dich immer ernst nähme in solchen Streitsituationen, wäre die Beziehung nicht nur "angebrochen" sondern schon längst zerbrochen, denke ich.
 
  • #30
Klar kann man hier alle möglichen Gründe für schieben ( harte Zeiten, Partnerin zugenommen) whatever. Der Punkt ist doch der, dass der Betrüger es vollkommen freiwillig macht.
Ich persönlich könnte sowas nicht verzeihen.

Wir alle handeln jeden Tag aus unserer persönlichen Motivation heraus. Wir alle haben "Gründe" dafür. Nicht nur der Betrüger, auch die Betrogene. Da sind es dann eben die Hormone, der Stress, die veränderte Situation etc.

Erstens: Schätze es JEDEN TAG als GOLDWERT ein, ein GESUNDES KIND zu haben! Was denkst Du, wie viele MitleserInnen hier unerwünscht komplett kinderlos sind?!?!

Weltfrieden etc. Darum geht es hier nicht.

Du bist NICHT schuld und auch NICHT verantwortlich am Fremdgehen Deines Mannes! Dies ist einzig und allein SEIN Vergehen und SEINE Verantwortung!

Wir neigen wohl mentalitätsbedingt dazu, immer einen "Schuldigen" zu suchen. In einer Beziehung verhalten sich zwei Menschen auf eine bestimmte Art und Weise und wirken damit wechselseitig auch aufeinander. Jeder sagt mal ein falsches Wort, reagiert falsch oder geht eben fremd.
Nein, das steht natürlich nicht auf einer Stufe. Aber es abzuwägen, um als "Siegerin" daraus hervorzugehen, nützt überhaupt nichts, wenn man, wie die beiden hier, die Beziehung offenbar nicht am Ende sieht und beide daran arbeiten wollen.

Eine Verteilung der "Schuld" nützt nur bei einer Trennung, wenn überhaupt. Dann kann sie dem nächsten sagen "Das Schw... ist trotz kleinem Kind fremdgegangen" und er "Sie ist wegen fehlendem zweiten Kind psychisch völlig abgedreht". Macht dann jeweils einen tollen Eindruck und man hat die schlüssige Begründung für die Trennung, die manche dann bei Beginn einer Beziehung einfordern. Auch das aus meiner Sicht subjektiv und völlig sinnlos. Wir lesen doch hier jeden Tag subjektive Sichten.

Ich finde bei @Goldfee86 richtig gut, dass sie das reflektiert und bei ihr und ihrem Mann, dass sie die Beziehung trotz großer Probleme nicht gleich wegwerfen, dass sie dafür kämpfen, daran arbeiten und versuchen, auch für ihr Kind eine Familie zu bleiben. Davor habe ich mehr Hochachtung als vor den ganzen professionellen Hobbypsychologen hier, die per Ferndiagnose urteilen und dabei wenig Feingefühl und Empathie beweisen. Zum Glück kann die FS das auch einordnen.

Ja, es gibt hier Threads, in denen auch ich dann zu einer klaren Trennung rate. Aber doch nicht, wenn beide das nicht wollen und beide daran arbeiten wollen.
 
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