• #1

Verstehe ihn nicht

Hallo Leute,
ich möchte euch um Rat bitten. Bis vor zwei Wochen waren ich und mein Freund sechs Monate zusammen. Nach einer Zeit wurde sein Elternteil krank- Krebs. Er hatte diese Nachricht mir mitgeteilt und er meinte, dass niemand ihm so vertraut wie ich. Ich war übrigens seine erste Freundin. Wir haben in letzter Zeit öfters gestritten und wie bei vielen Streiterein ist es zur Verletzungen gekommen. Ich habe jeden Monatstag gestaltet und habe ihn versucht zu unterstützen. Ich habe sehr oft versucht Rücksicht zu nehmen aber die Beziehung hat stark unter den Umständen gelitten. Jetzt meinte er das er keine Gefühle mehr hat und das ich zu oft gestresst habe. Er empfinde nichts außer Kälte und möchte nicht mehr. Ich wäre egal und unwichtig. Man würde mich nicht vermissen. Aber ich befinde mich auch in einer schweren Situation, weil ich erfahren habe, dass ich auch eine Krankheit habe. Er war feiern und unterwegs. Ich versteh es einfach nicht. Noch vor nicht Mal einem Monat hieß es er würde nicht ohne wollen und jetzt sowas. Was soll ich davon halten? Wie kann man das was man zusammen durchlebt hat vergessen?
 
  • #2
Ihr seid noch sehr jung, oder? Ich vermute, er ist emotional weg von dir. So klingt das. Das tut mir Leid, aber du wirst es nicht ändern können. Er steht nicht zu dir, er ist nicht 100% verliebt, er will was anderes.
Ich bin Ü40 und habe ein bisschen Erfahrung. Wahre Liebe und Zuwendung ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was er gerade zeigt. Hak´s ab. Platt ausgedrückt: Andere Mütter haben auch schöne Söhne.
 
  • #3
Liebe Thalia
Das tut mir leid für dich. Ich hoffe, dass deine Krankheit heilbar ist und wünsche dir viel Kraft. Leider kann man schlecht raten, weil zum Beispiel nicht klar ist, was dein Ex-Freund für ein Typ ist, ob ihn die Krankheit seines einen Elternteils sehr belastet hat (konnte er darüber reden, oder hat er alles in sich hineingefressen), wie die Situation jetzt aussieht (besteht Aussicht auf Heilung?). Ausserdem schreibst du nicht, wieso ihr so oft gestritten habt. Waren es Kleinigkeiten oder wesentliche Dinge? Wieso hast du ihn gestresst bzw. womit? Konntet ihr vor der Krankheit des Elternteils konstruktiv über Probleme sprechen oder noch nie richtig? Wenn du diese Fragen beantworten magst, kann man vielleicht mehr dazu sagen.
 
  • #4
Was soll ich davon halten? Wie kann man das was man zusammen durchlebt hat vergessen?
Wie Du siehst, ist das Vergessen möglich.
Lass' diesen Menschen los, der will Dich nicht.

Wenn Du ihm von Deiner Krankheit erzählst, wird es auch nicht anders. Er wird es als Mitleidstour beiseite winken.
Hast Du das nötig?
Nein.
Hast Du nicht.

Du bist 26/27, wenn ich Deinen Nick als Jahreszahl interpretiere.
Du bist noch jung, konzentriere Dich auf Dich und nicht auf diesen Menschen.
 
  • #5
Aber ich befinde mich auch in einer schweren Situation, weil ich erfahren habe, dass ich auch eine Krankheit habe. Er war feiern und unterwegs. Ich versteh es einfach nicht. Noch vor nicht Mal einem Monat hieß es er würde nicht ohne wollen und jetzt sowas. Was soll ich davon halten? Wie kann man das was man zusammen durchlebt hat vergessen?
Er will nicht mehr, verstehe das, lass los mit Kontaktabbruch und Blockierung und Ende! Das haben Millionen von Menschen auch erlebt und auch überlebt, es gibt Schlimmeres!
Ich habe jeden Monatstag gestaltet und habe ihn versucht zu unterstützen. Ich habe sehr oft versucht Rücksicht zu nehmen aber die Beziehung hat stark unter den Umständen gelitten.
Ja, falsche Rücksichtsnahmen führen oft zu solchen negativen Verhaltensweisen, kenne ich sehr gut, man sollte sich niemals verbiegen für etwas (andere!), lerne daraus!
 
  • #6
Monatstage feiern, das klingt nach 15, 16 jährigen.
Er ist in keiner Weise zu einer Beziehung bereit, es wird noch lange dauern, bis er aus dieser Lebensphase rauskommt.
Trenne dich von dem Wunsch, daß er anders sein sollte. Ist er nicht. Wenn du leidest, ist es keine Beziehung, die es wert ist dafür etwas zu tun. Beende das Leiden.
 
  • #7
Ja das ist so einfach gesagt. Ich habe mit der Trennung kein Problem.. Ich kann diese Veränderung einfach nicht verstehen. Vor einem Monat von Gefühlen sprechen und danach sagen, dass nichts mehr da ist - nicht einmal minimal. Unsere Streitigkeiten waren minimale Dinge. Durch diese Kranlheitssache in seiner Familie hat er sich verändert. Manchmal hat er sich nie bei mir gemeldet und manchmal mich fertig gemacht. Ich war trotzdem da habe ihn wirklich nie alleine gelassen. Habe mich um ihn gesorgt und ihm geholfen einen Weg zu finden. Er hat mir immer das erzählt was los war und meinte, dass keiner so viel weiß wie ich. Er hat immer Gespräche gesucht, wenn etwas war und ist sogar direkt zu mir gekommen. An jedem Monat habe ich ihm Überraschungen gemacht und versucht zu motivieren. Er sagte so oft, dass er sich glücklich schätzt aber wie jeder Mensch auch habe ich auch meine Schmerzgrenzen gehabt. Irgendwann habe ich mich gewehrt indem ich eben ausgesprochen habe was ich blöd finde. Es sind unschöne Sätze gefallen für die ich mich 100 Mal entschuldigt habe. Ich war für ihn als auch für seine Familie da aus diesem Grund ist es mir unklar wie man alles Gute streichen kann und nur das negative sehen kann..
 
  • #8
Wir haben uns getroffen er möchte eine Freundschaft aber sowas nehme ich noch nicht an das tut mir weh.. Er scherzt, ärgert mich kommt kitzeln und zwicken.. Wie kann er das tun? Innerhalb einer Woche Trennung folgt Freundschaft irgendwie bin ich überfordert damit..
 
  • #9
Sollte ich auch noch erwähnen- er war kein Party Typ und kein Schlägerei Typ. Hab ihn gefragt was los ist. Er meinte er sei ab jetzt so jemand, gewissenlos, kalt, gefühlslos und ihm ist es danach so zu sein- er hätte aber keine Ahnung warum. Aber die Trennung sei ihm egal- er habe sich damit nicht befasst und kann mir nicht sagen ob das so okay ist oder nicht.. Ich find das sehr traurig, dass er sowas macht.
 
  • #10
Ich war für ihn als auch für seine Familie da aus diesem Grund ist es mir unklar wie man alles Gute streichen kann und nur das negative sehen kann..
Wenn du eine von den Frauen bist, die sich für einen Mann vermeintlich unentbehrlich machen wollen, weil sie sich um ihn "kümmern", ihn umsorgen etc., dann wird das ein hartes Erwachen.
1. Ist es besser für dich und deinen Selbstwert, dich nicht so aufzuopfern und dafür Dankbarkeit zu erwarten.
2. Ist es besser für eine Beziehung, sich nicht zum Fussabstreifer machen zu lassen, weil niemand mit einem Fussabstreifer zusammen sein will.
Steile Lernkurve, alles Gute.
 
  • #11
Du hast die die Beziehung aufrecht erhalten, nicht er. Du hast gegeben und gehofft, er bleibt bei dir.
 
  • #12
Da muss man akzeptieren das jeder Jeck anders ist!
Ich zb weiss, dass ich ungefähr 3 Monate brauche um zu wissen : ich bin nicht kurzfristig verknüpft sondern verliebt. Um von Liebe zu sprechen, dauert es dann noch.

Andere reden aber schon in den ersten Wochen von Liebe und andere benutzen dieses Wort nie.

Du kannst es nicht nachfühlen, weil du anders tickst. ..Lass es für Dich so stehen!
 
  • #13
Er meinte er sei ab jetzt so jemand, gewissenlos, kalt, gefühlslos und ihm ist es danach so zu sein- er hätte aber keine Ahnung warum. Aber die Trennung sei ihm egal
Liebe FS,
willst Du mit jemandem befreundet sein, der solche Eigenschaften hat? Nö, ne. Dann mach es Dir doch ganz einfach und sag' ihm das - danach ist für ihn Ende im Gelände bei dir: keine Beziehung, keine Freundschaft. Soll er woanders rumkalten.
Ich kann garnicht verstehen, warum eine junge Frau an einen Mann der mit schlechten Eigenschaften rumstrunzt nur einen Gedanken verschwendet, statt sich einen netteren zu suchen.

Verschwende keinen Tag mehr an ihn, auch nicht als Freund - er ist kein angenehmer Mensch und er ist stolz darauf. Such' Dir einen netten Mann, bevor die alle vergeben sind.
 
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  • #14
Nochmals Hallo Thalia
Also ich blick bei deinem Freund nicht durch... aber sein Verhalten ist inakzeptabel. Irgendwas stimmt bei ihm nicht... was es ist wirst du wohl nicht herausfinden. Auch wenn es weh tut, lass ihn. Du musst und solltest auch jetzt nicht auf Freundschaft machen (wofür, er scheint ja völlig unsensibel zu sein bezüglich deinem Trennungsschmerz und deiner Krankheit). Lass ihn gehen und tue dir selber was Gutes. Irgendwann wird der Schmerz nachlassen und du wirst jemand neuer kennenlernen, der normal tickt. Alles Gute für dich!
 
  • #15
Anhand deiner Erzählung kann man sehen, dass er Angst davor hat, seine Mutter an ihre Erkrankung zu verlieren. Diese Abschottung oder Abspaltung der Gefühle ist eine Schutzfunktion für ihn. So fühlt er die Angst nicht so. Er weiß nicht, wie er mit der Diagnose seiner Mutter richtig umgehen kann, und so hat er sich mehr oder weniger bewusst dazu entschlossen, stark zu sein für sie, nicht zu jammern und keinerlei Gefühle mehr an sich heranzulassen. Die Beziehung zu dir aufzugeben dient diesem Mechanismus. Natürlich bleibt er immer noch ein Mensch, der Freundschaft, Nähe, Verständnis und Liebe braucht. Mehr als je zuvor wahrscheinlich.

Ich verstehe auch deine Seite. Es ist sicher schmerzhaft für dich zu erleben, wie er sich von dir abwendet. Versuche seine innere Gefühlswelt zu begreifen. Diese Situation ist für ihn schwer und für dich im gleichen Maße. Ich wünsche euch, dass ihr beide füreinander da sein könnt, denn wir Menschen brauchen uns gegenseitig. Auch du bist erkrankt und brauchst jetzt Verständnis, Liebe und Unterstützung. Sprecht über eure Gefühle, und wie ihr diese Situation erlebt. Macht euch keiner Vorwürfe, sondern versucht einander gegenseitig zu verstehen. Alles Liebe!

P.S:
Es wäre sicher gut, wenn man sich eine psychologische Beratung holen würde, allerdings könnte es schweirig sein für ihn. So wie er auf mich wirkt, würde er das evtl. als Schwäche auslegen und ablehnen.
 
  • #16
Danke für eure Antworten. Ich habe nun gesagt, dass ich abschließen will, weil das mich verletzt. Ihn interessiert die Trennung nicht er meinte er will andere Frauen kennenlernen und findet mich nicht mehr anziehend. Ich hab sehr vieles getan und ich hab oft meine Sachen stehen lassen um ihm eine Freude zu machen. Habe nichts von ihm verlangt nichts materielles nichts und habe immer selber gegeben und investiert. Aber er sieht einfach das Schlechte. Ich werde das nie verstehen wie man innerhalb paar Wochen egal sein kann. Ich war seine erste Beziehung es nagt an mir wie man alles streichen kann. Er meinte er beschäftigt sich nicht mit seinen Fehlern und den Dingen, die er gebracht hat. Ich meine in jeder Beziehung gibt es Streit aber man darf das Gute nicht vergessen sonst würde eine Ehe ja nicht Mal laufen. Ich hoffe, dass ihm diese eiskalten Sätze wohl irgendwann leid tun werden und er das verstehen wird wie blöd es mir ging.
 
  • #17
Ich glaube, das ist der richtige Schritt für dich. Ich kann dich nur unterstützen. Leider kann ich aus Erfahrung sagen, wie weh so eine Erfahrung tut. Ich drück dich. Du findest einen Mann, der dich liebt und schätzt, wie du bist, und dich das auch spüren lässt,
 
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  • #18
Ihn interessiert die Trennung nicht er meinte er will andere Frauen kennenlernen und findet mich nicht mehr anziehend.
Das tut weh, aber was willst du mit so einem Kerl? Lass ihn laufen, finde einen Liebevollen. Ja, gibt es. Zu Hauf.
Ich hab sehr vieles getan und ich hab oft meine Sachen stehen lassen um ihm eine Freude zu machen. Habe nichts von ihm verlangt nichts materielles nichts und habe immer selber gegeben und investiert.
Bitte lerne, dass das falsch ist. Wenn du geben kannst und willst und es tust - wunderbar. Für den Richtigen - der auch viel für dich tut. Wenn ein großes Ungleichgewicht entsteht, ist etwas faul. So war es bei euch.
Er meinte er beschäftigt sich nicht mit seinen Fehlern
Du weißt doch selbst, was mit so einem Menschen möglich ist: nichts. Aber er wird sich schon irgendwann mit seinen Fehlern beschäftigen. Der Satz war, wie viele andere auch, eine klare Absage an dich.
Du brauchst jetzt erstmal Abstand, damit deine Verletzungen heilen können. Kümmere dich gut um dich, erstens deswegen und allererstens um deine körperliche Gesundheit. Und dann finde jemanden, der dich will und liebt und der nicht nur nimmt und nimmt und nimmt.
Vielleicht will deine Krankheit bzw. ihre Diagnose dir auch zeigen, dass du nach dir schauen und dich nicht für wen auch immer aufopfern darfst.
 
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  • #19
Liebe Thalia, wir können nur den Menschen helfen die geholfen werden möchten. Mach dir selbst ein Gefallen und lass diesen Mann in Ruhe, wenn er so kalt und ohne Gefühle leben will das kann er sehr einfach allein tun, oder?
 
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  • #20
Danke für die Antworten.
Wir haben seit etwa drei Wochen keinen Kontakt mehr. Ich bin ihm bis jetzt zwei Mal begegnet. Beim ersten Mal hat er den Laden innerhalb 5 Minuten verlassen und ignorierte mich. Beim zweiten Mal war er mit seinen Freunden schaute sehr oft rüber und beobachtete. Ich habe versucht mich glücklich zu zeigen und habe sehr viel gelacht und mich unterhalten. Jedenfalls lief er in unsere Richtung und schaute total verunsichert und grüßte mich. Ich habe ihn angelächelt und habe dann mich weiter mit meinen Mädels unterhalten. In diesem Laden sind wir damals zusammengekommen waren tagelang immer zusammen. Er sagt er fühlt garnichts und ich wäre ihm egal und dann schaut er? Findet ihr meine Reaktion "okay"?
 
  • #21
Hör auf mit dem ganzen Quatsch (vor allem und wieso sich Gefühle ändern, das wird Dir irgendwann genauso gehen, ist einfach menschlich. Ja auch innerhalb einiger Wochen ) und schau nach vorne.
Dein Ex hat Dich freundlich angelächelt.
Ist doch auch OK, er ist nun zufrieden und Du solltest es auch sein. Dein Focus sollte erstmal nur auf Deinem Leben liegen . Sieh zu dass Du diese Geschichte vergisst.
 
N

nachdenkliche

  • #22
Er sagt er fühlt garnichts und ich wäre ihm egal und dann schaut er? Findet ihr meine Reaktion "okay"?
Ich hoffe ersteinmal Dir geht es gut? Und Deine Reaktion war viel zu freundlich. Ich hätte ihn eventuell ohne Lächeln gegrüßt, wenn überhaupt.
Aber wenn Du Dich damit gut fühlst ist das auch für Dich genau richtig gewesen. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute!