• #31
Aha, es ist dir also genetisch bzw. hormonell (wie einem Homosexuellen) vorgegeben, vergebene Menschen aus einer Beziehung zu reißen oder diese wenigstens zu beschädigen? Solange die Zielperson es nicht genauso hält wie du (inklusiver des oder aller vorhandenen Partner), ist es egoistischer Trieb und gegen den kann sich ein Mensch wehren. Dazu braucht man allerdings Charakterstärke, oder hat so etwas eben nicht. Dann ist man eben nur wie das Tier, das dem Trieb folgt.

Das ist es auch schon mit meiner Intoleranz. Solange du sicher niemandem damit wehtust, flieg schön weiter von Blume zu Blume. Nur drängle dich nicht mit einer Defensiv-Attitüde in den Vordergrund und verlange von allen anderen, einen Weg mit zu beschreiten, den die Mehrheit offensichtlich nicht will.
 
G

Gast

  • #32
Verliebt in jemanden? Ja, ich in eine andere Frau (solo).
vergeben? Ja, ich (verheiratet/Kids)
Aus dem Kopf schlagen? Habe ich lange versucht, geht nicht!

Nun versuche ich diese Frau anzulocken, denn sie sträubt sich weil ich verh. bin.

Meine Frau ist nur noch Big Friend für mich.

So geht es mir zur Zeit......und das seit einem Jahr. Sie wollte mich zum Kaffee einladen,
da sagte ich, sorry, ich bin leider verheiratet. Heute habe ich sie das erste Mal nach einem
halben Jahr wieder beim Einkaufen gesehen......sie fragte immer wieder, wie es mir geht.
Diese Frau ist so unscheinbar....aber hat eine Aura.......ja, ich habe mich verliebt und das
nach 23 Jahren Ehe.......In jungen Jahren war ich wie ein Frettchen, egal, was da komme.
Nun muss man sagen, das ich den Part einer Hausfrau übernommen habe, weil meine Frau
die Karriere gemacht hat. Das seit 14 Jahren. Unsere Kinder studieren...das hat doch was,
oder? Diese Frau hat auf mich eine Ausstrahlung..der kann ich mich nicht entziehen. Es ist
eine richtig bescheuerte Eingebung.....
 
G

Gast

  • #33
Ein weites Feld!

Aber wenn er/sie verheiratet ist, dürfte wohl klar sein, dass man die Finger davon lassen sollte, weil er/sie sich nunmal eindeutig für jemanden entschieden hat und man nur verlieren kann.

Ist er/sie hingegen "nur" liiert, ist anscheinend immer noch alles offen. Nachdem ich in den letzten Jahren so Einiges erlebt habe von "sie bandelt trotz Fernbeziehung mit einem anderen an" bis "sie beendet ihre Nahbeziehung für eine Fernbeziehung" zweifle ich daran, ob gesellschaftliche Moralvorstellungen in solchen Angelegenheiten überhaupt angebracht sind.

Offenbar ist des Menschen Wille immer noch sein Himmelreich!
 
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Gast

  • #34
Ich habe mich auch eingelassen auf einen Mann mit Beziehung (nicht Ehe), der von Anfang sagte, dass er nicht mehr glücklich ist. Leider hat es mich bei ihm so richtig erwischt. Natürlich habe auch ich gehofft, dass er sich bald trennt.

Nach 2 Jahren (und viel Leiden) habe ich dann einen Schlussstrich gezogen. Dann erst hat er sich getrennt und ich habe doch wieder ja gesagt, weil die Gefühle noch zu intensiv waren.

Dann waren wir weitere 2 Jahre zusammen und ich habe es vor vier Monaten endgültig beendet. Ich kann ihm weder verzeihen, was er mir die ersten 2 Jahre angetan hat (da ist vieles gewesen, das ich nicht hätte mitmachen dürfen, letztendlich muss ich mir das verzeihen), ich habe gemerkt, dass ich auf dieser Grundlage auf Dauer keine Beziehung führen kann, auch kein Vertrauen habe, noch kam ich damit klar, dass er seine Ex einfach durch mich ersetzte und alles so weitergehen sollte, incl. Haus, Nachbarn, Hobbys ...

Nun bin ich eine Erfahrung reicher und sage Dir, tu es besser nicht. Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich es von Anfang an gelassen. Es sind tiefe Wunden entstanden, die jetzt erst mal heilen müssen. Aber jeder muss seine Erfahrungen selber machen und ich weiss wie intensiv es einen erwischen kann mit der Liebe, das man meint es gibt schon einen Weg.

Auch bei einer Freundin erlebe ich wie schwer es ist, gerade, wenn er auch noch verheiratet ist und die Ehefrau alle Fäden in der Hand hat. Das kostet so viel Kraft und Nerven. Wirklich kein leichter Weg.
 
G

Gast

  • #35
Aha, es ist dir also genetisch bzw. hormonell (wie einem Homosexuellen) vorgegeben, vergebene Menschen aus einer Beziehung zu reißen oder diese wenigstens zu beschädigen? Solange die Zielperson es nicht genauso hält wie du (inklusiver des oder aller vorhandenen Partner), ist es egoistischer Trieb und gegen den kann sich ein Mensch wehren. Dazu braucht man allerdings Charakterstärke, oder hat so etwas eben nicht. Dann ist man eben nur wie das Tier, das dem Trieb folgt.

Das ist es auch schon mit meiner Intoleranz. Solange du sicher niemandem damit wehtust, flieg schön weiter von Blume zu Blume. Nur drängle dich nicht mit einer Defensiv-Attitüde in den Vordergrund und verlange von allen anderen, einen Weg mit zu beschreiten, den die Mehrheit offensichtlich nicht will.

Ich begreife nicht so ganz, warum du mich dermaßen anfeindest oder dir anmaßt zu wissen, dass ich ein Mensch bin der "von Blume zu Blume flattert".

Man KANN einen vergebenen Menschen nicht aus einer Beziehung "reißen". Ich war selber noch nie mit jemandem zusammen – sei es für kurze oder längere Zeit – der anderweitig gebunden war. Nur, weil ich persönlich das Konzept der offenen Beziehung befürworte, für reifer halte und gern mit jemand leben möchte, heißt das doch nicht, dass ich die nicht-offenen Beziehungen anderer Menschen nicht respektiere! Das gilt unter allen Umständen und galt auch, als ich mich in jemanden sehr verliebt hatte, der eben nicht frei war – und ich gebe dir in dem einen Punkt recht, dass Impulskontrolle sehr wohl möglich ist und von einem erwachsenen Menschen auch verlangt werden kann.

Du maßt dir hier Unterstellungen an, die jeder Beschreibung spotten. Du weißt, dass ich ein charakterschwacher, triebgesteuerter, flatterhafter Mensch bin, bloß, weil ich gewagt habe zu äußern, dass ich gern eine offene Beziehung leben möchte. Du weißt, was "die Mehrheit" will. Du liest in meinen Beitrag, dass ich möchte, dass alle so denken – nichts liegt mir ferner, genauso wenig wie ich mir wünschen würde dass alle Menschen die gleiche sexuelle Orientierung oder Lieblingsfarbe haben.

Klingt für mich alles nach sehr viel Unsicherheit, Wut und Angst vor etwas, was "anders" ist. Warum dieser blanke Hass gegen jemand, der ein anderes Lebensmodell wählt als du? Gilt nicht irgendwie doch immer noch leben und leben lassen? Diejenigen Menschen, die ich kenne, die seit vielen Jahren in offenen Beziehungen glücklich sind, verdienen jedenfalls etwas anderes als deine geballte Verachtung –*ihre Entscheidung macht sie nicht deshalb zu schlechteren Menschen, bloß weil "die Mehrheit" einen anderen Weg vorzieht.
 
  • #36
Das ist jetzt aber etwas völlig anderes als die ursprüngliche Aussage, und auch als die Fragestellung impliziert. Niemandem missgönne ich eine offene Beziehung. Jeder soll so leben wie er möchte; "leben und leben lassen" - genau das ist der Punkt. Jeder Mensch, der einen vergebenen Menschen in seiner Beziehung nicht in Ruhe lässt und wie ein Headhunter jemanden aus einer Beziehung abwirbt, die eben nicht "offen" ist, für den habe ich in der Tat jede Menge Verachtung übrig - der lässt eben nicht "andere leben". Und darum ging es auch in der Frage nach meiner Ansicht. Weiterhin ging es in meinem zitierten Post auch nicht um meine Ansichten, sondern die der statistischen Mehrheit (welche dann wohl auch meine ist).
 
  • #37
Nur, weil ich persönlich das Konzept der offenen Beziehung befürworte, für reifer halte und gern mit jemand leben möchte, heißt das doch nicht, dass ich die nicht-offenen Beziehungen anderer Menschen nicht respektiere!
Das ist genau der Unterschied:
Wer mit seinem Konzept offen umgeht, seinen Partner im Vorfeld, beim Kennenlernen, nicht belügt in Bezug auf seine Vorstellung von sexueller Treue,
wer Leute, die ein anderes, Treue- orientiertes Konzept leben, nicht umgarnt, "in Versuchung führt",
der tut meiner Meinung nach nichts moralisch Verwerfliches.
Es wäre nicht meines, aber richtig: Jedem das Seine.
 
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Gast

  • #38
Ich kann nicht mal das Böse darin erkennen, wenn jemand meint, ein verheirateter Mensch sei sein Traumpartner, zu versuchen, diesen Menschen für sich zu gewinnen.
Sexuelle Eroberungen aus Egoproblemen finde ich auch daneben, aber die einzige Person, die sich dann unmoralisch verhält, ist die verheiratete, die drauf einsteigt.

Ich würde auch jede Frau hassen, die mir meinen Partner ausspannen will. Aber ich bin nicht der Meinung, dass ich ein willenloses Objekt an meiner Seite habe, das wie ein Kleinkind zu Süßigkeiten verführt werden kann durch geschicktes Verhalten.
Das würde Männern ja absprechen, dass sie denken können.
 
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Gast

  • #39
Ja !!!! Aus dem Kopf schlagen !!
 
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Gast

  • #40
Ich spreche für mich und es hat Jahre gedauert, es war ein Prozess und ich habe ihn für mich beendet. Ich bin oder war vergeben und liebte einen anderen Menschen. Ich musste ihn zurückweisen, um lange, lange Zeit später festzustellen, dass es ein Fehler war.

Der geliebte Mensch weiß das nicht, dass ich meine bestehende Ehe beendet habe, juristisch gesehen. Ich weiss nicht, wie es ihm heute geht und ob er noch frei ist. Also könnte ich sagen, alles verloren zu haben, aber ich fühle mich befreit und überlasse alles weitere einer Zufäligkeit oder dem Schicksal. Leben kann ich auch so und glücklich sein. Nicht alles ist so wie scheint, gescheitert ist die Beziehung schon bevor man sich verliebt, nur die Moral hält manche Mensvhen ab.

So kann es auch sein.
 
  • #41
Ich begreife nicht so ganz, warum du mich dermaßen anfeindest oder dir anmaßt zu wissen, dass ich ein Mensch bin der "von Blume zu Blume flattert".

Ich bin ganz Deiner Ansicht: Man muss Dich nicht anfeinden! Man kann mehrere Menschen gleichzeitig lieben - wie man damit umgeht ist ganz individuell je nach Situation anders. Jeder von uns lernt ja auch aus jeder Beziehung - ok...die Intoleranten lernen nix und machen halt dann hundert mal die gleichen Fehler...;-)

Nicht umsonst gehen 60% der Menschen in festen Beziehungen fremd - wir sind gar nicht so sehr für die Monogamie gemacht, wie wir das gerne hätten.

Man verspricht übrigens bei der Eheschließung nicht, dass man immer zusammenbleibt oder sich nie in eine/n Andere/n verliebt, sondern dass man den anderen ehrt und achtet in guten wie in schlechten Tagen, bis dass der Tod einen scheidet - Scheidungen (vor Gericht) sind zum Beispiel meist richtig schlechte Tage in einer Ehe - und dann (erst) zeigt sich, ob die beiden das Format haben das Ehegelübde einzuhalten.

Ein wundervoller Lehrer von mir sagte immer: Verlieben ist spontan und nicht steuerbar, aber Liebe ist eine Entscheidung - und nach meiner Auffassung hast Du die Entscheidung zu lieben getroffen.

Ein paar Andere hier haben die Entscheidung zu Erwarten getroffen - "Du musst so und so sein, damit ich dich "lieben" (besitzen) kann." - Auch das ist eine Wahl.

Ich persönlich halte die Entscheidung zu lieben ohne zu erwarten auch für die reifere, weil sie wesentlich mehr Selbstreflexionsfähigkeit voraussetzt.

Ich wünsche Dir einen freien Liebenden, der offen für eine Beziehung mit Dir ist und in den Du Dich so richtig "verknallst" und er sich in Dich!...Das wird super!!!...:)))
 
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